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2001 Ulrich Mößlang,
staatlich geprüfter Augenoptikermeister
Bei
allem Fernweh sollte der Sonnenschutz nicht vergessen werden. Das gilt
insbesondere für die Augen, die durch das ungewohnt grelle Licht und
die starke ultraviolette Strahlung extrem belastet sind.
1.
Blendschutz:
Wird
durch die Absorption der Brillengläser bestimmt. Er sollte am Meer
mindestens 80% betragen. Bei Tauchsafaris ist auch eine Tönung von
90-95% anzuraten. Besonders angenehm sind Sonnenschutzgläser mit blueblocker
wie zum Beispiel Zeiss Skylet Road oder Skylet Sport und von Rodenstock
Suncontrastgläser.
Bei
diesen hochwertigen Sonnenschutzgläsern ist auch die Abbildung hervorragend.
Die Abbildung der eigenen Sonnenschutzbrille kann man am besten testen,
indem man die Plangläser vor einen Dia-Projektor in den Strahlengang
hält - gut ist ein klares, aber dunkles Bild. Bei einem Augenoptiker,
der der richtige Ansprechpartner für die Sehberatung ist, kann
man die Sonnenschutzgläser gleich vor seinem Sehzeichenprojektor testen.
Ferner
sind Fehlsichtigkeiten in einer Sonnenschutzbrille voll auskorrigierbar.
Für einen Tauchurlaub sind also die neuen modischen, in allen hellen
Farben erhältlichen Brillen nur eingeschränkt geeignet - nämlich
für das Nachtleben.
2.
UV-Absorption:
Sonnenschutzgläser
müssen vor ultravioletter Strahlung schützen. Ultraviolette Strahlung
ist unsichtbar. Sie kann aber in entsprechender Intensität zu schmerzhaften
Entzündungen der Binde- und Hornhaut führen. Sonnenbrillen, die
nur das sichtbare Licht dämpfen, schaden daher mehr, als sie nützen,
denn sie setzen den natürlichen Schutzmechanismus das Auges außer
Kraft. Augen und Pupillen sind weit geöffnet, und die gefährlichen
UV-Strahlen können ungehindert ins Auge eindringen und das Auge schädigen.
Die Filterung der UV-Strahlung findet im eigentlichen Glas bzw. Kunststoffmaterial
statt und ist deshalb nicht vom Tönungsgrad abhängig.