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 | 12 Taucher in Aegypten vermisst Abgesandt von Jessica am 08.08.2004 - 20:44:
Nach dem Verschwinden von zwölf europäischen Urlaubern im Roten Meer hat ein Flugzeug eine Menschengruppe im Wasser entdeckt. Möglicherweise handele es sich dabei um die Vermissten, verlautete am Sonntag aus Polizeikreisen in Kairo. Die Gruppe sei in sehr großer Entfernung zu dem Ort ausgemacht worden, an dem die Taucher am Samstag verschwunden seien. "Vielleicht haben die Taucher eine Menschenkette gebildet, damit man sie vom Flugzeug aus sehen kann", hieß es. Zuvor hatte die staatliche ägyptische Nachrichtenagentur Mena gemeldet, dass fünf Briten, fünf Portugiesen und zwei Belgier bei einem Tauchgang in der Nähe von Kuseir verschwunden seien. Der Ort liegt rund 800 Kilometer südlich von der ägyptischen Hauptstadt Kairo. Die zwölf Urlauber nahmen in der Nähe der Insel Achawain an einem Tauchausflug teil. Zehn weitere Urlauber seien auf dem Schiff geblieben. Ein Hubschrauber der ägyptischen Armee und zehn Boote seien auf der Suche nach den Vermissten. Quelle: t-online.de |
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 | Antwort von MSDT am 08.08.2004 - 21:04 12 Taucher auf einmal ist ja eigentlich schon rekordverdächtig, oder?
Oder Glück für jeden einzelnen, denn wer weiß, ob die Ägypter einen allein überhaupt wieder gefunden hätten...
Ich hoffe, alle sind gut auf und heil wieder an Land...
... und man erfährt hier irgendwann, wo man solche Trips denn buchen kann. |
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  | Antwort von Herbert am 08.08.2004 - 21:57 Neueste Meldung, 8.August Abends: Nach eineinhalb Tagen sind zwölf bei einem Tauchgang im Roten Meer verschwundene europäische Urlauber lebend aus dem Wasser geborgen worden. Ein Armeehubschrauber habe die Gruppe an der Südspitze der Halbinsel Sinai entdeckt, teilte die ägyptische Polizei heute Abend mit. Vermutlich seien sie von der sehr starken Strömung abgetrieben worden. Bei den Urlaubern handelte es sich um fünf Briten, fünf Portugiesen und zwei Belgier. |
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  | Antwort von Stephan K. am 08.08.2004 - 22:35 Uff, 1,5 Tage vermisst???
Nicht gerade schnell wiedergefunden.
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  | Antwort von sharkrider am 08.08.2004 - 22:43 Glücklicher Weise wurde die 12 Taucher lebend geborgen. Ich frage mich nur, wie 12 Taucher überhaupt vermisst werden konnten. Dir Crew an Bord muss wohl geschlafen haben. Habe selbst einige Safaries in Ägypten hinter mir. Bei extrem Bedingungen wie starker Strömung waren die Crew Mitglider sehr Aufmerksam und verfolgten den TG teilweise mit dem Sodiak. Daher kann ich mir nicht erklären, wie so ein Skandal passieren konnte. |
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  | Antwort von RebreatherNut am 09.08.2004 - 03:50 Huch die hatten ja noch mal Glueck. Habe vorgestern gerade den Film "OPEN WATER" im Kino gesehen, da geht es ja ums gleich Thema. RebreatherNut Anmerkung vom admin: Threads zu OPEN WATER: Hier klicken |
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  | Antwort von AAAmen am 09.08.2004 - 07:46 Glückwunsch zur Rettung.
Muss ja auch ne "echt starke Stroemung" gewesen sein, in 1,5 Tagen von Quesir bis zur "Suedspitze der Sinaihalbinsel". Ob die Informationen serioes sind?
Naja, wird es in den naechsten Tagen bestimmt was zu lesen geben. Mich wuerde auch der Bootsname interessieren, earlie morning dive sollte da wohl besser ausgelassen werden! |
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  | Antwort von RedSea-Divers am 09.08.2004 - 09:05 mhmmmmm....
Achawain ist "brother island" !!! und von da zur südspitze zum sinai in 1,5 tage ??????
irgendwas stimmt da nicht...
wird sich hoffentlich bald klären. auch wir hier vor ort haben noch keine genaueren angaben..
gruß
jürgen |
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  | Antwort von whaleshark am 09.08.2004 - 09:24 Mit "..in der Nähe der Insel Achawain.." meinen die ja bestimmt die Brother`s -El Akhawein-. Dann müsste die meiste Zeit die Stömung von Süden also eine Nordströmung vorhanden gewesen sein???
Jetzt fehlen nur noch die Horrormeldungen von blutgierigen Haien die die Vemissten umkreist haben. Wird demnächst bestimmt in der Sendung von dem Typen der für den Regenwald säuft (Günther Jauch) aufgegriffen.
Jetzt im Hochsommer dort in der Sonne, auf dem Meer und das Stunden lang. Ich weis nicht..... |
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  | Antwort von Taris am 09.08.2004 - 09:25 Auf einer BBC-Seite wird von 56 Kilometern gesprochen, die die Taucher abgetrieben wären. Also vom Sinai ist nicht die Rede. |
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  | Antwort von olivier am 09.08.2004 - 09:47 Dass es an den Brothers blässt und dass einige Tauchsafariboote mit Sicherheit nichts am Hut haben, kann ich nur bestätigen. Ich selbst wurde während des Sicherheitsstops circa 500 Meter vom kleinen Bruder abgetrieben. Unsere Crew von der Heaven Diamond kreiste jedoch ständig über uns, so dass das Zodiac sofort nach dem Auftauchen zur Stelle war. Gleichzeitig mussten wir jedoch immer wieder andere Boote auf abtreibende Taucher aufmerksam machen, die diese überhaupt nicht bemerkt hatten. Wie schnell man abtreiben kann, sah ich an einer an unserem Boot vorbeiziehenden Deutschen Taucherin: bis die Crew begriffen hatte was Ihr Geschrei : "I lost my Bleigürtel" denn bedeutet und endlich zu Ihr loszog, war sie schon fast nicht mehr zu sehen. Es wäre nicht schlecht wenn man solchen Tauchsafarianbietern die Lizenz entziehen würde. |
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  | Antwort von Marco Harter am 09.08.2004 - 16:41 Oha, 30 Stunden sind eine verdammt lange Zeit ... ohne Trinkwasser, die Sonne grillt das Hirn und so allmählich wird man verzweifelter....
Ein "Trost", wenn man dann jemanden an seiner Seite hat und als Masse eher gesehen wird.
Muß man jetzt zu dem ganzen Gerödel bei der nächsten Safari auch noch ´ne Notration einpacken ??!
Hat keiner von denen Signalraketen dabei gehabt ?
Ich kann mir einfach nicht vorstellen, daß man innerhalb kurzer Zeit soweit abtreibt, daß man nicht mehr gesehen wird.(Strömungsschniepel?) Selbst wenn, man checkt als Mannschaft die Strömungsrichtung und erweitert den Suchradius.
Und was lesen meine Augen unter Aktuelles... die setzen die Tour mit denen auch noch fort....Hut ab ... ich wäre beim Betreten des Bootes ausgeflippt und es hätte was gesetzt...
Gruß Marco |
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  | Antwort von und 26 Gäste am 09.08.2004 - 16:54 Ich kann mir gar nicht helfen, aber ich muss bei den verwegenen Zwölf immer an kleine gelbe Plastikenten denken...
Hier klicken
Wenigstens sind diese auch wieder heil angelandet. |
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  | Antwort von Mia am 09.08.2004 - 23:25 der online-standard/österreich schrieb dazu am heute (9.8.):
Hier klicken
ligrü
mi
chi |
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  | Antwort von nitrox2004 am 10.08.2004 - 01:06 Hallo Mia,
Danke für die informative Quelle, darin steht 8km vom Tauchplatz entfernt wurden sie gefunden ... und nicht an der Südspitze Sinais , das wäre ca. 150km nördlich der Brothers gewesen - und auch nicht von eienm Flugzeug oder Helikopter sondern von einem anderen Boot. Hier sieht man mal wieder wie Infos bei voreiligen Berichten verfälscht werden können.
Ich glaube, das Thema mit den Haien im roten Meer wird etwas dramtisiert. Die sind doch bestimmt eher ungefährlich, solange niemand ernstlich verletzt war und bestimmt nicht an britischen und portugiesischen "Raubeinen" interessiert, die trotz allem Ihre "Abenteurreise" mit der gleichen Crew fortsetzen?? Im roten Meer gibt es doch keine Menschenhaie oder??? Ich war "froh" mal einen kleinen Weissspitzenriffhai von fern zu sehen - der hat sich aber ganz schnell verdrueckt... )
Jedenfalls kann ich nur zustimmen, dass die Crew nur geschlafen haben kann. Jedes Safariboot hat doch normalerweise ein Zodiak? Die Strömung kann man vorher je auch mal testen. Weiss jemand etwas über den Ausbildungsgrad der Teilnehmer und ob die Tour mit Guide unterwegs war? Und wie stand es mit anderen Booten in der Region? Um diese Jahreszeit herrscht da unten doch bestimmt reger Betrieb?
Jedenfalls kann ich aus eigener Erfahrung (Atlantik, Portugal) nur beipflichten, Strömungen insbesondere durch Tidenhub nicht zu unterschätzen. Man sollte sich schon etwas mit den Gezeiten (Mondphase, Vollmond etc...) auseinandersetzen, besonders im Freiwasser und einige Regeln beachten. Die Brothers bieten bestimmt auch Plätze im Strömungsschatten und man sollte jedem beibringen bei Strömung am Riff zu bleiben und bei Gefahr z.B. durch Signalboje (Elefantenrüssel) auf sich aufmerksam zu machen.
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  | Antwort von nitrox2004 am 10.08.2004 - 01:19 Das sind die technischen Daten der "Oyster", wohl eher eines der luxuriösen Klasse ...es gibt angeblich sogar zwei Zodiaks.
zu finden unter
Hier klicken
TAUCHSAFARIS ÄGYPTEN - ROTES MEER
M/V Oyster Das Luxus-Safariboot M/V Oyster lässt keine Taucherwünsche offen. In Punkto Komfort, Service, Einrichtung und Ausstattung könnte es als fahrendes Hotel mit Tauchbasis bezeichnet werden.
Den Gästen steht ein klimatisierter Ess-/Aufenthaltsraum, TV/Video, Diaprojektor, Stereoanlage, Bord-Boutique sowie Fotolabor mit Video-Schneidmaschine und E-6-Diaent- wicklung zur Verfügung. Die Küche besitzt eine integrierte Bäckerei und sorgt mit internationalen Gerichten für die Gaumenfreuden der Taucher.
SCHIFFSINFO M/V Oyster
Gäste: 20 Personen
Crew: 12 Personen
Unterbringung: 10 Doppelkabinen mit Dusche und WC
Freizeit: großes Sonnendeck
Salon: TV und Video, Klimaanlage im Salon
Motor: 2x 750 PS
Geschwindigkeit: 10 Knoten
Länge: 32 m
Breite: 7,6 m
Strom: 1 Generator 80kw, 1 Generator 15kw
Kompressoren: 2 x K14 (260 und 320 l / Minute)
Sicherheit: Sauerstoff, Notfallkoffer
Beiboote: 2 Zodiac á 65Ps
Tauchflaschen: 12 l Aluflaschen
Ventile: INT
Tauchguide: deutsch- oder englischsprachig
Equipment: auf Anfrage
Einstieg: Tauchplattform vorhanden
"Extradive" gibt folgende Infos für Safaris aus, da steht eigentlich alles drin, was man braucht:
WICHTIGE INFORMATIONEN FÜR TAUCHSAFARIS
Die Tauchgebiete um Brother Island, Zabargad und Rocky Island sind zum Tauchen freigegeben. Allerdings haben die ägyptischen
Autoritäten Tauchkreuzfahrten in diese Gebiete mit diversen Auflagen belegt. So müssen die Fahrten zu den Brother Islands oder den Marine
Parks (Zabargad & Rocky Islands) in Hurghada oder Safaga und auch ab Marsa Mubarak begonnen werden. Wir bieten diese Fahrten ab
Mitte April bis Ende Oktober an. Nur in dieser Zeit erlauben die Wetterbedingungen die relativ sichere Durchführung dieser Fahrten.
Für alle Fahrten zu den Marine Parks werden vor Ort Marine Park Gebühren in Höhe von ca. Euro 50,- pro Woche erhoben. Dieser Betrag
kann nicht zurückgezahlt werden, wenn das Schiff zum Beispiel wegen schlechtem Wetter die Marine Parks nicht erreicht.
Die Routen der Tauchkreuzfahrten werden teilweise vom Wetter beeinflußt. Die letzte Entscheidung über den Verlauf der Fahrtroute liegt
entweder bei dem Kapitän oder dem Tauchführer, der für die Sicherheit während des Tauchens verantwortlich ist.
Eventuelle Reklamationen werden von uns nur anerkannt, wenn sie in schriftlicher Form, vor Ort, dem Tauchführer übergeben worden sind.
Bitte berücksichtigen Sie bei Ihrer Buchung, daß Safaris im Roten Meer Expeditionscharakter haben. Insbesondere Fahrten und Safaris ab
Hamata sind nur für echte Tauchenthusiasten geeignet, bei denen das Tauchen im Mittelpunkt ihres Urlaubes steht. Bei schlechtem Wetter
muß mit Nässe an Bord gerechnet werden. Zur Sicherheit der Taucher sollten Signalraketen oder -bojen zur individuellen Ausrüstung
gehören. Insbesondere die Safaris in das südliche Rote Meer sind, aufgrund der teilweise sehr starken Strömungen, nicht für Tauchanfänger
geeignet. Für Brother Islands und die Marine Parks sind mindestens 50 brevetierte Tauchgänge vorgeschrieben. Taucher müssen generell
mindestens 30 Tauchgänge vorweisen können um an Tauchsafaris teilzunehmen.
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  | Antwort von blubber_baer am 10.08.2004 - 08:00 Auch bei unterwasser.de ist das Thema jetzt angekommen, bo die Infos aber richtig sind, wer weiss.
Da wir ja jetzt schon alles an Möglichkeiten haben, vielleicht gibt es ja auch mal gesicherte Infos.
Zum Thema Zodiak: sicher haben das die Boote dort mit vor Ort. Wir hatten aber auch grade eine Diskussion, bei der das Zodiak schon kurz nach dem Auslaufen den Geist aufgegeben hat und trotzdem zu den Brothers gefahren wurde, schließlich können die anderen Boote ja aushelfen (nicht meine Meinung). In Schalah wenn etwas schief geht, man ist halt in Ägypten.
Mit den Signalkugel ist es immer etwas Schwer mit dem Transport im Flugzeug, vielleicht sollten die Safariboote jeweils ein solches Signal pro Team ausgeben. Wäre aber bestimmt auch eine Kostenfrage und da haben wir das Problem wieder: Geiz ist Geil, das ist hier aber auf die Kunden bezogen... |
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  | Antwort von whaleshark am 10.08.2004 - 10:04 @blubber_baer
ob dieses Ausleihen der Signalmunition gut ist bezweifle ich. Niemand weiß in was für einem Zustand die dann ist. Man würde sich darauf verlassen und wenn man sie braucht ist man verlassen,weil diese nicht mehr funktioniert.
Gruss |
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  | Antwort von Forelle am 10.08.2004 - 10:40 Na, das kann ja heiter werden. Bin erst seit kurzem OWD und fliege am Sonntag nach Hurghada zum Tauchen. Da wird einem Anfänger ja richtig Mut gemacht. Soll ich vorher noch schnell eine Lebensversicherung abschließen? |
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  | Antwort von smacki am 10.08.2004 - 10:56 er? wir hat gesagt 30 stunde?
"Twelve divers on a week-long Red Sea liveaboard trip from Marsa Alam have been found by Egyptian rescue services after 11 hours at sea."
11 stunde..
plus..
"All twelve have decided to continue with their trip and asked to be taken back to their liveaboard. The British Foreign Office had already contacted the families of the British divers and were prepared to make arrangements to bring them home, if necessary.
Clearly it takes considerably more than being lost at sea for 11 hours to deter divers from their sport."
die machen das Urlaub weiter auf das schiff...
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  | Antwort von whaleshark am 10.08.2004 - 11:26 @Forelle
gute Idee. Setz mich bitte als Begünstigten ein.
Schönen Urlaub |
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  | Antwort von Andi X am 10.08.2004 - 12:42 Hi,
weiß jemand was genaueres um was für ein
Safariboot es sich gehandelt hat?
Gruß
Andi |
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  | Antwort von Bulette am 10.08.2004 - 13:41 Es ist wirklich lustig, wie sich die Meldungen im lauf der Zeit immer mehr relativieren.
Erst waren es 30h im Wasser und von den Brothers bis zum Sinai abgetrieben - und jetzt sind es 11h im Wasser und 8km abgetrieben.
Naja - ich meine 8km nördlich von den Brothers ist ja trotzdem noch südlich vom Sinai... Es ist doch alles relativ, hat auch schon der alte Einstein erkannt...
Trotz allem möchte ich nicht gerade in so eine Situation kommen. Da muss man schon die Nerven behalten. Das hätte auch in einer Katastrophe enden können.
Und hier sind wir wieder bei der Qualität von Tauchbasen. In solchen Situation zeigt sich, ob diese (bzw. die Angestellten auf dem Boot) auf Zack sind oder eben nicht. Wahr vielleicht wie auf einigen anderen Booten auch - "Taucher im Wasser, Mannschaft legt sich zum Mittagsschlaf darnieder".
Naja, zumindest ist kein Mensch zu Schaden gekommen. Die genaueren Umstände des Abtreibens der Taucher wird man sicher nicht erfahren, aber es ist ein Fingerzeig, wie schnell sowas passieren kann.
Grüße Uwe |
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  | Antwort von KohSamuiDiver am 10.08.2004 - 15:23 "Safari Boote" jeder der mal beruflich als Taucher gearbeitet hat weiß was da für Seelenverkäufer schippern.Ich habe mehr als ein Jahr in Safaga gearbeitet und Safari Boote und Crewn kennengelernt.Ich rufe sie "Riffzerstörer."
Bei jedem Anlegen laufen irgendwelche Deppen über Riffdächer und machen die Leinen fest.Das ist nur eine Sache von vielen ,sollte aber jedem Kenner des Tauchens sagen ,worum es hier in Wirklichkeit geht.Jeder Tauchgang von Tauchern mußüberwacht werden ,so sagt die Regel und Vorschrift die man als Taucher mal gelernt hat.Oder vielleicht auch unter dem Namen Supervision bekannt!Diese Leute nehmen die Sache nicht ernst genug und man sollte ihnen die Erlaubnis entziehen solch ein Geschäft zu führen.
Tja,ansonsten gab es sehr wahrscheinlich noch einige andere Fehler wie fehlender "Strömungscheck"
Notfallsituation und das Verhalten nicht abgesprochen, kein Guide dabei etc.
Jetzt wird man die nächsten Tage und vielleicht Wochen auch wieder mehr aufpassen bis zum nächsten mal.
Heinz 2500Tg DM/Inst.
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  | Antwort von whaleshark am 10.08.2004 - 15:28 @AndiX
ja siehst du denn Nix
"Die anderen zehn Mitglieder der Gruppe waren am Samstagvormittag nicht von Bord ihres Schiffes "Oyster" gegangen, das in der Nähe von Quseir an der ägyptischen Küste vor Anker lag."
Dieser Satz steht in dem Bericht der sich unter dem Link von
"Mia am 09.08.2004 - 23:25" befindet.
Guckst du nochmal hier:
Hier klicken
Gruss
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  | Antwort von Andi X am 10.08.2004 - 15:40 Die Oyster, soso,
habe dieses Jahr nen Trip auf de Oyster gemacht.
Das Schiff ist normalerweise mit das beste, was momentan so in Ägypten rumschippert, abgesehen von der Tiger Lilly.
Die Crew war auch absolut kompetent, bis auf
den Sohn des Besitzers, der (!) zwei Portugiesen
im 40er Bereich mal kurz im Stich gelassen hatte
um zwei andere Portugiesen im tieferen Bereich hochzuholen. Und das bei cooler Strömung an der
Aida.
Naja, Ägypten halt, nix für Weicheier
cu
Andi
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  | Antwort von nitrox2004 am 10.08.2004 - 16:52 Hallo Ani_X,
was für ein Zufall, dass Du das Schiff sogar persönlich kennst - hatte übrigens im zurückliegenden Thread bei den unterdrückten Nachrichten die Schiffsdaten mal eingestellt. Stimmt das Schiff macht nicht gerade einen schlechten Eindruck. Gottseidank ist Dir nichts passiert. Das Verhalten des Guides finde ich noch nicht einmal so schlecht, wenn er Leute aus grösseren Tiefen zurückholt, obwohl er sich da ja eigentlich selbst in Gefahr bringt. Und Leute die bis auf 40m gehen sollten doch als Buddy in der Lage sein selbständig weiterzutauchen - also hat er die wohl kaum "im Stich" gelassen - ausser es waren "OWD"...
Ich dachte ausserdem die Sporttauchgrenze liegt sowieso bei 40m? Tiefer ist dann bestimmt "sehr sportlich" oder???
Wir haben übrigens mal eine Tour mit sicher einem der wenigst luxuriösen Boote gemacht - die Crew war dafür aber ordentlich auf Zack und es wurden auch keine Riffdächer zertrampelt zum festmachen sondern immer schön per Zodiak angelegt - man sollte also nicht alles verallgemeinern.
Bestimmt ist auch nicht immer die gleiche Crew an Board, bzw. vielleicht wurde die Crew auch mal ausgewechselt - dann kann man vom Vorjahr sicher keine Schlüsse mehr ziehen!
Bedeutet 40-er Bereich eigentlich Leute über 40 Jahre?? Die sollten eigentlich so vernünftig sein sich an die "30-er" Regel in Ägypten zu halten, also "trau keinem über 30", alles klar!?!? Aber das wird ja praktisch auch nie überprüft, obwohl jeder ja inzwischen über hochmoderne Tauchcomputer verfügt.
Übrigens kann es in tieferen Schichten ganz andere Strömungsrichtungen geben als knapp unter der Oberfläche ... |
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  | Antwort von Onnie am 10.08.2004 - 17:06 mir ist an den Berichten noch aufgefallen dass die Rettung aus Sharm kam und dann zu den Brothern? Hurghada is da wohl näher. |
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  | Antwort von Onnie am 10.08.2004 - 17:13 Schaut mal hier Hier klicken
alles sehr mysteriös |
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  | Antwort von KohSamuiDiver am 10.08.2004 - 21:06 Hallo Ani_X
klar hast Du recht das man nicht alle über einen Kamm scheren soll, weil es mit Sicherheit auch Ausnahmen gibt!
Aber weißt Du speziell in Äqypten ist es mir aufgefallen.Man nehme z.B. das Middle Reef.Auf der Westseite gibt es es eine Höhle auf ca.4m tiefe.Sie ragt ca. 6 Meter ins Riff hin .Ich war mit einer Gruppe von 6 Leuten gerade 4 Minuten weg
davon als ein Safariboot da festmachte wo eigentlich nichts zum Festmachen ist.Ein Seil flog aufs Riffdach ein Zodiak folgte und 2 Leute stiegen aus und fanden etwas zum festbinden.Dann checkte der Kapitän wohl die Festigkeit...und rums
ein riesiger Block löste sich vom Middlereef.
Ich habe nun schon einiges diesbezüglich erlebt.Sei es auf den Malediven,Thailand,Malaysia,Indonesien ...und Äqypten.Strömungen kenne ich zugenüge und auch wie man sie bestimmt und erörtert und checkt.Hier waren keine Profis am Werk oder faule Profis die das Tauchen nicht mehr als das sehen was es immer sein soll für einen Kenner - Könner !
Nun ja,aber jeder hat so seine eigene Meinung dazu. |
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  | Antwort von blubber_baer am 11.08.2004 - 14:03 Eins ist bei diesem Beinahe-Unfall (es ist ja wohl keiner ernsthaft zu schaden gekommen) aber ganz klar herausgekommen:
Englische Taucher sind echt hart im nehmen. Von wegen Teetrinker, die haben es faustdick hinter den Ohren ud vermutlich auch noch Spaß bei ihrer Hochseetour gehabt
Hier hat die Crew wohl versagt, eine Pauschalierung a la KoSamuiDiver würde ich aber nicht abgeben wollen. Hi wie da gibt es deppen, und der Typ am Middle Reef war wohl einer dieser Sorte. Ich hatte bisher glücklicherweise überwiegend gute und verantwortungsbewußte Kapitäne. |
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  | Antwort von tsgronny am 12.08.2004 - 11:15 Hai zusammen,
ich hab das Thema jetzt ein paar Tage verfolgt.
Im September werde ich mich mal von der ganzen Sache überzeugen und fahre zu den 2 Brüdern. Bin
mal gespannt ob wir zurück schwimmen müssen
Ich glaube wir haben mit Diversheaven ein gutes Boot und eine gute Crew gebucht.
Sollten wir zurück kommen , melde ich mich. )
Im übrigen bin ich davon überzeugt, wenn man sich
halbwegs an seine, hoffentlich gute Ausbildung erinnert und nicht blindlinks hinter allem hinterhertaucht was wie ein Hai aussieht gute Chancen auf eine tolle Tour hat.
Ich glaube nämlich das einige der 12 Taucher wie die Lemminge hinter einer kleinen Gruppe her sind.
Das englische Taucher harte Hunde sind kann sich in dem fall nur auf die "überwasser" Fahrt beziehen.
Wie auch immer. Gott sei Dank ist nichts passiert.
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  | Antwort von Deep Blue Cruises am 12.08.2004 - 15:16 Rettung durch MY Thunderbird
Hallo liebe Forenleser,
wir, Deep Blue Cruises, geben hier eine genaue Stellungnahme zum Unfallhergang und zur Rettung der Gaeste !
Zuerst moechte ich mich auf diesem Wege bei Kapitaen Afifi, der Crew, den Guides Hubi und Reham und den 15 Gaesten der Thunderbird fuer ihre prompte Hilfe der in Seenot geratenen Gaeste der MY Oyster bedanken. Ohne Anweisung der Firmenleitung nahmen sie unverzueglich an den Rettungsmassnahmen teil und verzichteten dafuer auf einen Teil Ihres Urlaubes.
Am Sonntag Morgen fuhren die 11 Gaeste der MY Oyster mit den Zodiacs, und einem Guide an die Nordspitze vom Little Brother, unmittelbar gefolgt von den Gruppen der MY Thunderbird. Es herrschte starker Wind und hoher Wellengang. Nach Aussage unseres Guides Hubi von der MY Thunderbird, erkannte er sofort nach dem Springen dass eine sehr starke Stroemung herrscht, und dirigierte seine Gruppe sofort Richtung Riff um dort im Stroemungsschatten einen sicheren Tauchgang durchzufuehren. Die Gruppe der MY Qyster wendete sich vom Riff ab und tauchte ins Blauwasser. Die Zodiacs der MY Oyster fuhren nach dem Absetzen zum Schiff zurueck.
Die Zodiacs der MY Thunderbird folgten Ihren Gaesten an der Oberflaeche, eine fuer uns uebliche Prozedur, um jederzeit einen im Wasser befindlichen Taucher der frueher Auftauchen muss oder Probleme hat aufnehmen zu koennen. Ebenso kann auch nur so gewaehrleistet werden das die Taucher bei einem Stroemungswechsel, der gerade hier oft vorkommt sicher zum Schiff zurueckkehren koennen. Die Absetzzone kann vom Schiff aus nicht eingesehen werden !!!!
Wer schon mal auf den Brothers war weiss von was ich Rede !
Die Gruppe der MY Thunderbird kehrte nach einem gemuetlichen Tauchgang, begleitet von den Zodiacs relaxt zum Schiff zurueck.
Nachdem die Gruppe der Oyster ueberfaellig war, wurden via Funk und Satelitentelefon die anderen Schiffe und die zustaendigen Behoerden. Vielen Dank hier auch an das Dune Diving Center aus Safaga, die Ihr Satelitentelefon sofort zur Verfuegung gestellt hatten, und damit ein wichtiger Bestandteil der erfolgreichen Rettung der Gaeste waren.
Der alarmierte Helikopter fand die Gaeste Stunden spaeter Richtung Osten abgetrieben in schwerer See ca. 50 km von den Brothers entfernt und gab die Position an die Schiffe an den Brothers durch. Die MY Thunderbird setzte sich sofort zur angegebenen Position in Bewegung, konnt aber dort niemanden finden. Kapitaen Afifi setzte die Suchaktion trotzdem fort ! Er ist seit ueber 18 Jahren Kapitaen in unserer Firma, und ein alter Fuchs. Wer schon mal mit ihm gefahren ist weiss das er die Stroemungen und das Wetter hervorragend einschaetzen kann. Trotz heraufziehender Dunkelheit setzte er die Suche in die durch Ihn vermutete Richtung unter einbeziehung von Wind, Stroemung und Wellengang fort. Nach mehreren Stunden weiterer Suche konnten Lichter ausgemacht werden, und die Gruppe wurde wohlbehalten, ein bisschen ausgekuehlt, durstig und hungrig ca, 40 Km von den Brothers entfernt geborgen.
Ueber Funk wurde die glueckliche Bergung gemeldet und ein Rondevouz mit der MY Oyster auf hoher See vereinbart um noch in der Nacht von Sonntag auf Montag die Gaeste an Ihr Schiff uebergeben zu koennen.
Gemaess den Aussagen der Gaeste der Oyster, war ein Tauchgang von der Nordspitze zum Schiff zurueck geplant. Dies ist bei geringer Stroemung eine Strecke von ca. 30 Minuten. Sie drehten ins Blauwasser um dort Haie zu Beobachten. Von allen, einschliesslich dem sehr unerfahrenen Guide wurde die Stroemung und Wetterlage falsch eingeschaetzt. Als Sie aus dem Blauwasser zum Riff / Schiff zurueck wollten waren Sie schon weit abgetrieben. Die ersten 2 Taucher kamen nach eigenen Aussage ca. 100 m hinter der Oyster an die Oberflaeche. Die anderen machten noch einen Sicherheitsstop und stiegen viel weiter entfernt auf. Da weder Zodiacs die Taucher an der Oberflaeche verfolgten, noch eine Deckswache vorhanden war, oder in die falsche Richtung schaute wurden sie sehr schnell abgetrieben. Es wurden keine geeigneten Signalmittel durch Guide und Gruppe mitgefuehrt !
Ein abgetriebener Taucher ist bei dieser Wetterlage schon nach 200 - 300 Meter dank der tollen schwarzen Teck Ausruestung die heute nur noch verkauft werden nicht mehr auszumachen !!!
Ich moechte hier keinen weiteren Kommentar abgeben. Wer Erfahrung hat weiss was hier alles schief gelaufen ist. Was nuetzt einem da noch so ein gutes und "hoch gelobtes" Schiff ?
Hier die gesetzlichen Anforderungen zu einer Teilnahme an den Brothers:
fuer die Gaeste:
- mindestens 50 Tauchgaenge
- Advanced Open Water
fuer die Schiffe:
- Genehmigung fuer Area 1 ( bestimmte Ausruestung und Sicherheitsstandards des Schiffes )
fuer die Guides:
- pro 8 Gaeste 1 Guide ( DM oder TL )mit der Karte der Red Sea Associaton ( Gesetz gilt seit 01.09.00 ).
Vor ein paar Jahren war ich mit einem unserer Schiffe auf den Brothers. Am naechsten Tag kam ein weiteres. Der Guide, alleine mit 24 Gaeste an Bord kam zu uns an Bord und fragte nach dem zustaendigen Guide. Er war erst einmal verwundert das wir mit 2 Guides und nur 16 Gaesten an Bord waren, aber dann kam der Hammer ! Er fragte uns wo er denn hier Tauchen koennte, denn er war noch nie hier ! Da konnten wir leider nur Antworten: Nimm dein Schiff und fahre nach Hause.
mit freundlichen Gruessen
Willi Hoffmann
Deep Blue Cruises
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  | Antwort von tsgronny am 12.08.2004 - 18:20 Wie schon gesagt. Nicht nach allem hinterher tauchen was aussieht wie ein Hai.
Denn die können besser schwimmen
Mit dem Tauchguide würde ich ein ernstes Wort reden.
Sei es drum. Gott sei dank alles ok. |
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  | Antwort von wolly.b am 12.08.2004 - 19:47 Auch hier mal wieder Glück gehabt!
Die Brothers zu unterschätzen oder sich selbst zu überschätzen, kann tödliche Folgen haben.
In meinem Bericht vom 19.07.04 über unsere Seawolf Safari zu den Brothers habe ich heftige Kritik geäußert. Diese Kritik richtete sich gegen den Veranstalter, den Guide und auch einzelne Taucher.
All diese Unfallberichte hier stärken mich in meiner Auffassung, dass es richtig ist öffentlich Kritik zu äußern ( in der Hoffnung dass sich etwas ändert). Ich würde mir wünschen dass mehr Leute den Mut hätten ihre Erlebnisse, speziell auf Safari-Booten zu veröffentlichen.
Wer denkt ein „guter Ruf“ gebe Sicherheit, wird schnell eines besseren belehrt. Realität und Vorstellung driften gelegentlich weit auseinander.
Man kann Sicherheit zwar nicht garantieren, aber man kann das Risiko minimieren. Dazu braucht man aber Information, in jeglicher Beziehung.
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  | Antwort von Andi X am 12.08.2004 - 15:48 Hai zusammen,
zum Thema hochgelobte Boote etc.
stimmt, nützt gar nix außer man kann daheim
fett angeben auf was für einem tollem Dampfer
man war (Auf der Oyster gabs übrigens an einem
Abend Kaviar, war echt lecker)
Habe überigens eine nette Bilderserie von einem Heaven-Flotte Boot dessen Zodiac mitsamt seiner
gerade eingebooteten Tauchmeute umkippt
Tja und da soll einer noch sagen es gibt keine
fetten Wellen in Ägypten...
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  | Antwort von diver928625 am 12.08.2004 - 21:01 @alle:
Ich war 1999/2000 zum wiederholten Male im Sinai und wir haben eine Bootstour für einen Tag gebucht. Als TL an Bord war ich der am höchsten brevetierte Taucher und es ging zunächst an die Thistlegorm wo wir zum Glück als Erste waren. Danach ging es weiter ans Ras-Mohammed und wir hatten vor den tollen Tauchgang am Yolanda-Reef zu machen. Normalerweise hat man eindeutige Strömung dort (je nach Gezeiten, Mond, usw.) und das Briefing wurde gehalten, ohne ein Blick auf die anderen Boote zu riskieren. Alle anderen Boot waren an der Westseite des Riffs zugange und wir wurden dann vom Skipper an der ostseite ins wasser geschmissen, obwohl ich versuchte deutlich zu machen, daß dies absoluter Bullshit ist und wir das nicht schaffen werden...
Dann erfolgte der tollste Tauchgang aller Zeiten: Nur gegen die Strömung. Eine Gruppe von 12 Leuten komplett gegen die Strömung. nach 12 minuten war der erste auf 50 bar und die gruppe löste sich in buddy-teams auf, die langsam auftauchten. der guide versuchte im Freiwasser (!!!) die Strömung zu umgehen und merkte ziemlich schnell, daß es totale scheisse war, was da abgeliefert wurde.
Seit dem Tag schaue ich mir Strömungen, Tauchbasen, Sicherheitsequipment usw. noch genauer an und lege sehr früh ein Veto ein oder frage nach, wenn ich das Gefühl habe, hier wird nicht professionell gearbeitet. |
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  | Antwort von pim-muc am 13.08.2004 - 08:42 Hai Tauchers, eigentlich ist das Thema ja schon ziemlich durchgekaut, aber zwei Bemerkungen möchte ich doch noch gerne loswerden: @Forelle ("Soll ich vorher noch schnell eine Lebensversicherung abschließen?"): es ist immer sinnvoll eine Tauchreise-Unfallversicherung a la DAN oder VDST abzuschließen, Du weißt nie was Dir im Ausland alles passieren kann - nicht nur beim Tauchen. Guckst Du hier ==> Hier klicken @Nitrox2004 ("Ich glaube, das Thema mit den Haien im roten Meer wird etwas dramtisiert. Die sind doch bestimmt eher ungefährlich, solange niemand ernstlich verletzt war und bestimmt nicht an britischen und portugiesischen "Raubeinen" interessiert, die trotz allem Ihre "Abenteurreise" mit der gleichen Crew fortsetzen?? Im roten Meer gibt es doch keine Menschenhaie oder??? Ich war "froh" mal einen kleinen Weissspitzenriffhai von fern zu sehen - der hat sich aber ganz schnell verdrueckt..."): Wenn ich Dir schreibe, daß es laut ISAF (International Shark Attack Files) im Roten Meer auch Große Weiße geben soll, hörst Du dann das Tauchen auf? . Haie sind _nicht_ gefährlich, sie sind nur das Futter oder besser das Opfer der Sensationspresse! Was Hai im Roten Meer angeht so gibt es eigene Bücher nur über dieses Nebenmeer des Indopazifik alleine über diese herrlichen Tiere, z.B. "Red Sea Sharks: in Depth Diver`s Guide". Wenn ein Unfall mit diesen herrlichen Tieren passiert (und das sind weltweit weniger als 100 im Jahr), dann macht der Mensch etwas falsch. Die Haie sind die unverstandensten Tiere der Meere! Jährlich werden etwa 200 MILLIONEN (200 000 000) von ihnen sinnlos hingemetzelt. Gerade Taucher sollten sich informieren, die Mythen und Sensationsmeldungen nicht nur nicht für voll nehmen (wie Du es ja machst) sondern informiert für diese tollen Tiere eintreten. So wie es Sharkproject macht - wir kämpfen für die Haie, weil viele Arten vom Aussterben bedroht sind, weil Haie allgemein schützenswert sind, weil sie wegen eines völlig falschen Öffentlichkeitsbildes verfolgt werden. Jeder hier im Forum kann und sollte mitmachen! Guckst Du hier ==> www.sharkproject.org Best fishes, Pim |
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  | Antwort von bibi. am 13.08.2004 - 16:15 Liebe Forumgäste,
wir waren vor ein paar Wochen zum ersten mal mit Deep Blue Cruises an den Brother´s und ich kann nur die Aussagen von Willi über Käpt´n Afifi bestätigen. Seine Fähigkeiten beruhen aber nicht nur auf 18 Jahre Safari Erfahrung, sondern auch auf seine frühere Tätigkeit als Fischer im gesamtem Roten Meer. Auf der Thunderbird wird Sicherheit tatsächlich groß geschrieben, es sind immer zwei Zodiaks im Einsatz (auch wenn, wie auf unserer Tour nur sieben Taucher an Bord sind)und die Zodiakfahrer haben einen "Führerschein", der übrigens auch Pflicht ist (oder, Willi?). Auf der Thunderbird sind diese Zodiakfahrer der 1. und 2. Offizier (Sharif und Achmed), die tatsächlich während der Tauchgänge im Zodiak über uns blieben und ihren Job sehr ernst nahmen. Im letzten Herbst machten wir eine Safari mit der Sea Fair, die nur ein Zodiak hat, dass aber nur selten ansprang.Mehr dazu hier: Hier klicken Auf der Thunderbird war auch ein Ersatzaußenborder mit an Bord.
Nun wirft der Beitrag von Willi aber auch einige Fragen auf:
Jährlich werden bis zu zehn Taucher im Roten Meer abgetrieben und nicht mehr wiedergefunden. Man kann also von einem "normalen" Ereignis sprechen. Wie sieht in so einem Fall der Notfallplan aus? Gibt es überhaupt einen?
Unser Guide sagte uns auf der Thunderbird, dass wir unsere DAN oder VDST Versicherungen vergessen könnten (wenigstens in Bezug auf eine evtl. Druckkammerbehandlung), da die Ägypter schlechte Erfahrungen mit der Kostenübernahme der Versicherungen gemacht haben. Gilt dass auch für evtl. Such- und Rettungsmaßnahmen?
Wer hat in diesem Fall die Rettungskosten übernommen?
Was haben eigentlich die anderen Boote (und vor allem die Oyster) während der Suche gemacht?
Ist es richtig, dass dür Area 1 kein Satelitentelefon nötig ist?
Schöne Grüße von
bibi
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  | Antwort von AAAmen am 13.08.2004 - 18:32 @ Deep Blue Cruises
Danke, das sind ja dann wohl mal die Infos, die "suedlich Sinai", ect. ad acta legen.
Der Bericht "100m hinter dem Boot" und "200-300m...signalschwarz.." gibt mir nen Hinweis auf "keine Elephantencondome". Ob die Insel.... sowas kennen, kann ich nicht sagen, aber gibt es die auf den Booten in Egypt nicht??
Sicher, wenn keiner guckt, ist es eh egal. (Deckwache schaut nicht in Strömungsrichtung, "beliebter" Grund für Abtreibende)
Aber wenn einer guckt, so eine ca. 2m lange orangefarbene "Wurst" (ich meine nicht die 5cm dicken Designdinger mancher guidender), die Nachts/in Dunkelheit mit ner passenden Lampe zur Leuchtboje mutiert,wird (auch von anderen Booten) gesehen, ist nicht teuer und kann den Gästen mitgegeben od.(als MUSS) verkauft werden.
(Ich bin übrigens kein PADI-Mentalitärer, ich sehe nur einen Sinn darin, gerade bei Strömungsplätzen und Wellengang)
Weil Sicherheitsstop mit Boje, dann wird das Abtreiben schon mal gesehen! Auf manchen Booten weiter östlich ist eine pro Buddyteam ein Muss, wird zur Verfügung gestellt.
Und Ich habe da schon viele Gäste erlebt, die sich nach nem Trip so ne Wurst gekauft haben, weil es ihnen, auch in Anbetracht von "beliebten" Plätzen mit viel Bootsverkehr, als sinnvoll erschien.
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  | Antwort von nitrox2004 am 13.08.2004 - 19:50 Hallo Bibi,
Danke für die Info mit der Statitik zu den abgetriebenen Tauchern. Die rege Anteilnahme an der bisherigen Diskussion zeigt, dass wir uns alle betroffen fühlen, das Rote Meer liegt halt quasi vor der Haustür und gefällt uns allen.
Mich würde interessieren, ob es überhaupt verlässliche Unfallstatistiken für das Rote Meer gibt und wie sieht das eigentlich mit der Haftung der Veranstalte aus? Musste mal jemand darauf zurückgreifen? Ich glaube um den 2. Punkt brauchen wir nicht wirklich ernsthafte Sorgen machen ... Uns fuhr mal ein zweites Tauchboot ins Heck, als wir gerade bei der Thistlegorm festgemacht hatten, deren Kapitän hatte wohl auch geschlafen und nicht richtig vertäut - nur die Reeling unseres Sonnendecks hat uns vor grösserem Schaden bewahrt und hat den Stoss aufgenommen und wurde zerbeult... unser Kapitän hat kurz das Messer gezogen, lautstark debatiert - dann war die "Sache" wieder "gut" zwischen den Parteien -
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  | Antwort von Buecherwurm am 15.08.2004 - 10:31 Hallo @ll
Bin gestern aus Ägypten zurück. Wir waren 1 Tag vor diesem Unfall auf den Brothers. Es war mittelprächtiger Wellengang und starke Strömung. Da ist eben schnelles Abtauchen in den Strömungsschatten angesagt. Und man plant sein Tauchgangende so, dass man seine Stopps am Riff macht und anschliessend zum Boot oder ins Zodiac zurück kommt. Gemütliches Abtauchen, Briefing vor und nach dem Tauchgang an der Wasseroberfläche sind unter diesen Gegebenheiten eben nicht angesagt. Und die Guides können nicht jeden Taucher an der Hand zurück zum Schiff bringen.
Meiner Meinung nach müsste sich jeder Taucher
( Taucherin ) so weit einschätzen können, ob solche Tauchgründe was für ihn sind, oder ob er noch an seiner Taucherfahrung und seiner Kondition arbeiten muss.
Wir waren anschliessend noch weiter im Süden und die ägyptische Crew erzählte uns, dass dort nach unserem Wegfahren in der Nähe von Zarbagad ein Tauchschiff gesunken sei. Genauere Angaben habe ich nicht. |
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  | Antwort von Toms Diver House am 15.08.2004 - 14:44 Schön, dass sich Willi Hoffmann (Deep Blue Cruises), wie wir finden in kompetenter Art und Weise zum Vorfall geäussert hat. Hier vor Ort hat man ausschliesslich Gerüchte gehört und niemand wusste so genau was eigentlich passiert ist. Gerüchte sind hier oftmals schneller als der Wind.
An Bibi:
Eine DAN Versicherung sollte eigentlich für jeden Taucher eine Selbstverständlichkeit sein. – siehe unser heutiges Posting zu diesem Thema im Forum Diverses.
An AAAmen:
Signalbojen gehörten zur EIGENEN Sicherheits-Standardausrüstung eines Tauchers. In einer Safariausschreibung sollte das entsprechend erwähnt werden ob Signalbojen gemietet werden können. Ein guter Veranstalter oder Guide ist besorgt, genügend Reservebojen mit an Bord zu haben. Wer die Brothers kennt weis, dass es da ganz schön heftig werden kann. Wer das Glück hatte die Brothers bei ruhiger See zu erleben, vielleicht sogar bei keiner Strömung kann es sich gar nicht vorstellen wie es wirklich sein kann.
Bei hohem Wellengang sind selbst „Elefantenkondome“ ab einer relativ kurzen Distanz kaum oder gar nicht mehr zu erkennen. Ausser man hat das Glück, dass im richtigen Moment die richtige Stelle im offenen Meer mit den Augen fixiert wird. Bei starker Strömung an den Brothers und Wellengang kann es verdammt schnell gehen und man ist weit abgetrieben.
An Nitrox2004
Es gibt hier keine öffentlichen und verlässlichen Unfallstatistiken!
Hier möchten wir noch ein paar weitere Gedankenanstösse geben:
Ein Schiffsname darf nie an oberster Stelle stehen – das ist reine Vermarktungssache. Ebenfalls sollte man nicht den Preis als Entscheidungskriterium nehmen, wenn man eine von A-Z gut organisierte Tour durchführen möchte.
Ein guter Anbieter hat alle Informationen zur Hand und kann alle Fragen schnell und kompetent beantworten. Ebenfalls legt dieser höchsten Wert darauf, das an Bord ein erfahrener Guid mitfährt. Informationsbeschaffung – speziell in Ländern wie Ägypten – ist nicht ganz einfach. Als Veranstalter sollte es selbstverständlich sein, vor Ort einen eigenen Mitarbeiter zu haben, um wichtige Dinge selber zu überwachen, zu koordinieren und allenfalls agieren zu können.
Das von Willi angesprochene neue Gesetz: pro 8 Gäste einen Guide ist korrekt und es macht insofern Sinn, da die Safarischiffe immer grösser werden! Ein Gast kann dies beim einchecken auf dem Schiff selber zu überprüfen – natürlich man muss es wissen.
Man kann die Guides nach der Red Sea Association Karte fragen - darauf ist im Wesentlichen ersichtlich:
- Photo Guide
- seine Brevetierung
- Name
- Gültigkeitsdauer der Karte
- Logo der Red Sea Association
Diese Karte ist übrigens auch für jeden Guide auf Tagestouren Pflicht, auch da sollten die Gäste nachfragen und sich das zeigen lassen. Natürlich ist diese Karte keine Garantie für einen guten Guide und nebst seiner Erfahrung ist es am Ende oft eine Sympathiefrage (wie kommt er bei den Gästen an) ob man ihn/sie als gut befindet oder nicht. Mit Sicherheit hat man als Gast auch das Recht, seinen Guide nach seiner Erfahrung zu befragen.
Ein Guide sollte vertraut sein mit dem Roten Meer und mit allen Eigenheiten (Strömungen, Wellen, Tauchgangsplanung für Gäste, Tauchplätze, Verhältnis mit der Crew, Notfallverfahren usw.) = grosser Einfluss auf ein Gelingen der Tour. Klar ist auch, dass ein Guide nicht „Gott“ sein kann – jede Situation ist anders.
Bei den Brothers ist es tatsächlich so, dass je nach Tauchgang die Einstiegsstelle der Taucher vom Safariboot nicht überwacht werden kann. Ein Zodiac sollte in diesem Falle an der Oberfläche die Taucher überwachen.
Tauchsafaris sind ein Geschäft und bei der Masse an Billiganbietern wohl auch ein knapp kalkuliertes Geschäft. Jeder weis, dass in jedem Geschäft gute Fachkräfte, gute Infrastruktur und Qualität ihren Preis haben. (Guide, Kaptain, Schiff, Organisation, Crew, Buchungsstelle usw.).
Jeder Taucher kann selber einen wesentlichen Beitrag zum guten Gelingen einer Tauchsafari beitragen, das hat „Bücherwurm“ in seinem vorangehenden Posting auch gerade wunderschön erwähnt.
Man hat gelernt in seinen Grenzen und im Rahmen seiner Ausbildung zu Tauchen. Kein Guide dieser Welt ist in der Lage (mehrere) Taucher aus einer starken Strömung zurück ans Hauptriff zu bringen. Er kann seine selbständigen Taucher im Briefing vorinformieren, auf Verfahren hinweisen und seine taucherische Erfahrung für ein entsprechendes Tauchgebiet weitergeben.– Tauchen müsst ihr selber selbst wenn ein Guide dabei ist.
In Anbetracht dessen, dass in Ägypten für Sporttaucher Nullzeittauchgänge klar vorgeschrieben sind, gibt es keinen Grund in einer starken Strömung einen Sicherheitsstop zu machen. Sicherheitsstops sollten so durchgeführt werden, dass ein Abtreiben nicht möglich ist – z.B. im Strömungsschatten am Hauptriff, an einer Leine und optimalerweise mit visueller Referenz.
Mit Sicherheit macht man keinen Sicherheitsstop, wenn man einen Nullzeit-TG durchführt und in eine starke Strömung gelangt und abgetrieben wird!
Hält man sich an die Nullzeittauchgangsregel, dann ist ein direkter Weg zur Oberfläche unter Einhaltung der Aufstiegsgeschwindigkeit in so einem Fall überhaupt kein Problem um weiteres Abtreiben zu verhindern. Ohne eine visuelle Referenz im Blauwasser kann man weder Richtung, noch die zurückgelegte Distanz einschätzen. Ein Abtauchen an strömungsexponierten Stellen sollte nie im Blauwasser stattfinden, sondern ausschliesslich mit Referenz zum Hauptriff.
In Strömungen wie sie bei den Brothers auftreten können, wäre in einer Blauwasser-Situation ein rascher Aufstieg zur Oberfläche durchzuführen.
Ein Fehlverhalten von selbständigen Tauchern unter Wasser, kann nicht einem Guide angelastet werden, sofern er im Briefing darauf aufmerksam gemacht hat.
Schön finden wir, dass trotz viel Konkurrenz an Land, auf dem Meer noch Solidarität herrscht und man sich gegenseitig hilft.
Ganz toll finden wir, dass die abgetriebenen Taucher wohlbehalten ihre Tour fortsetzen konnten. Das die Taucher zurück auf ihr Safariboot wollten lässt erahnen, dass ihnen die Tour mit Sicherheit gut gefallen hat. Bestimmt haben alle dabei viel gelernt!
Wir wünschen allen immer schöne und sichere Tauchgänge und natürlich tolle Safarierlebnisse
Toms Diver House - Safaga
Mimi & Tom
Homepage: Hier klicken
E-Mail: info@toms-diver-house.ch
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  | Antwort von Andi X am 16.08.2004 - 07:36 zu Toms diver House
"Es gibt hier keine öffentlichen und verlässlichen Unfallstatistiken!"
???
Gibt es schon, muß man nur anfragen.
"Bei den Brothers ist es tatsächlich so, dass je nach Tauchgang die Einstiegsstelle der Taucher vom Safariboot nicht überwacht werden kann. Ein Zodiac sollte in diesem Falle an der Oberfläche die Taucher überwachen. "
???
Das will ich sehen wie ein Zodiac bei guten Wellengang und toller Strömung die Taucher unter
Wasser!! überwachen soll.
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  | Antwort von Deep Blue Cruises am 16.08.2004 - 09:51 Ich finde es toll dass sich so viele Forenleser gerade fuer diesen Unfall interessieren ! Wie manche schon geschrieben haben kommt so etwas hauefiger vor, aber nicht nur in Aegypten, die meisten Unfaelle auf den Malediven haben die selbe Ursache - Abtreiben.
Der Vorhergegangene Bericht zum Unfall wurde absichtlich kurz, und mit den noetigsten Fakten bestueckt, sonst haette er viele Seiten gefuellt.
Wichtig ist das daraus endlich mal was gelernt wird. Seit Jahren schreiben wir vor mit welcher Ausruestung die Taucher an Bord erscheinen sollen. Die Sicherheitsboje ist bei den wenigsten vorhanden. Es kommen dann tausend Argumente, wie z.B. wir sind eine Vierergruppe und da reicht ja eine.
Dazu kann ich nur sagen nichts gelernt !
Ebenso erscheinen an Bord immer wieder Gaeste die nicht den Anforderungen der gebuchten Reise entsprechen ( 50 Tauchgeange fuer Marine Park Safaris etc. ). Manche haben gerade in OWD abgeschlossen !!! Wenn man Ihnen dann sagt, das Sie den Anforderungen nicht entsprechen, und von schwierigen Tauchgaengen ausgeschlossen werden, kommt es zu langen Gesichtern und Diskussionen an Bord. Bei Buchung der Reise haben Sie aber Unterschrieben das Sie den Anforderungen entsprechen. Die passiert sehr haeufig bei Gruppenreisen, da werden von dem begleitenden Tauchlehrer z.B. falsche Listen vorgelegt etc.
Es ist oft verwunderlich das nicht mehr passiert !!!
Die Mentalitaet der Taucher hat sich in den letzten Jahren sehr stark geaendert ! Manche Denken mit einer teuren Ausruestung und z.B. dem Divemasterschein ist man der perfekte Taucher ! Das wird einem in den Kursen ja auch so verkauft.
Auf der letzten Safari, die die 12 Gaeste geborgen haben, hat sich ein Gast auf unseren Guest Comments danach negativ darueber geaeussert das er als DM mit 525 Tauchgaengen nicht alleine Tauchen durfte. Er waere doch Fotograf, wo sei das Problem ?
Der hat noch weniger gelernt mit all seiner "Erfahrung" !!!
In Aegypetn herrscht ein gesetzlich vorgeschriebene maximale Tauchtiefe von 30 m, Dekotauchgaenge sind verboten. Im Falle eines Unfalles sind die Eigentuemer und Guides haftbar. Seit letztem Jahr werden Guides die an einem toedlichen Unfall "beteiligt waren", bis zur Klaerung in Sicherheitsverwahrung genommen - sprich ins Gefaengnis gesteckt ! Der letzte sass 3 Monate bis seine Unschuld bewiesen war.
Darueber sollten sich die Gaeste mal Gedanken machen ! Warum soll einer unserer Guides ins Gefaengnis gehen weil sich ein egoistischer Gast nicht an die Regeln haelt, und damit nicht nur sein Leben gefaehrdet, sondern auch das der anderen Gaeste und der Guides. Im Falle eines Unfalles ist in den meisten Faellen auch die Safari zu Ende. Dann beisst der Rest der Gaeste fuer einen in den sauren Apfel! Den Schiffen droht eine Sperre bis zu 6 Monaten ! Dies wurde schon wiederholt Vollstreckt.
Wir machen fuer unsere Guides eine ausfuehrliche Schulung und weisen sie ausdruecklich darauf hin das sie sich an die Bestimmungen halten. Auch auf "der" letzten Safari, ging einer unserer Guides mit 2 Gaesten klammheimlich zum Sarkophag am Elphinstone Reef ( 57 m auf dem Computer ). Jetzt sitzt Sie auf der Strasse und sucht einen neuen Job.
Die hatte auch nichts gelernt !!!
Erst vor wenigen Wochen gab es hier einen toedlich Unfall !
Das alles mag sich fuer manchen hart anhoeren, aber es ist unsere Existenzgrundlage, wenn wir diese verlieren sitzen wir auf der Strasse ! Hier gibt es kein Sozialamt.
Daher eine bitte an alle Taucher, egal wohin ihr Reist: Seit Verantwortungsvoll in dem was ihr macht, und Denkt nach was Ihr macht!
Das zuletzt gesunkene Schiff ist die Kharamana, die ist auf Habili Ali aufgelaufen und dort gesunken.
Wegen DAN und der VDST Versicherung kann ich nur sagen, das von der Druckkammer die Vericherung zwar anerkannt ist, aber die Gaeste in der Regel um Vorkasse gebeten werden. Das haengt wohl mit der Zahlungsmoral zusammen. Da ist es dann auf alle Faelle besser vor Ort die Versciherung fuer 6 Euro mit der Gueltigkeit von 3 Wochen abzuschliessen, als einen Haufen Aerger am Hals zu haben. Seht es auch als Spende, um solche Einrichtungen ueberhaupt zu ermoeglichen.
Es gibt in Aegypten zwar einen "Notfallplan", aber bitte bedenkt das hier alles etwas langsamer und schwerfaelliger geht. Da kann nicht einfach ein Hubschrauber aufsteigen und suchen. Hierfuer sind viele Genehmigungen erforderlich, und das kann dauern. Wenn der Hubschrauber angefordert wird sind vorher 5000 US$ in cash zu bezahlen ! Da ist dann die Frage zu stellen wer dass dann bezahlt ?
Ich wunsche euch allen noch viele schoene und sicher Tauchgaenge !
Willi Hoffmann
General Manager
Deep Blue Cruises
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  | Antwort von Jessica am 16.08.2004 - 14:11 Immer wieder werden die 30m erwaehnt, die in Aegypten als Grenze gelten sollen. Bislang habe ich jedoch nirgends ein offizielles Schriftstueck gesehen, wo das stand. Auch die Basen, die dies propagieren, konnten mir nicht sagen, wo genau das steht. Kannst Du das vielleicht (weil Du es gerade erwaehnt hast)? |
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  | Antwort von smacki am 17.08.2004 - 10:10 vom eine da taucher in diese situation:::
quelle: divernet
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Believe me this is the very much shortened version of events.
Experience of Divers: Ranged from PADI advanced to instructor level or equivalent. 130-600+ dives. 4 of the divers had visited the Brothers on between previous occasions in various conditions.
Equipment: Compulsory DSMB or ‘Sausage’ per buddy team – 8 in total, 3 torches
Conditions: South East current running at about 2.5-3 knots. 15 metres underwater visibility. 1 metre sea swell, maybe reaching 1.5 metres at times.
Strong Northerly to North North east wind force 4 to 5, i.e. blowing from the north to the south. Clear sunny day.
Dive brief/Plan:
Divers to keep reef in sight at all times, and if divers wished to look for pelagics during the early part of the dive then swim a little away from the reef.
Divers to be aware that the reef at the southern end of Little Brother did not run parallel with the current.
On reaching the South end follow the reef around the corner and end the dive exploring the south/south west side of the island.
Maximum dive time was 60 minutes.
What actually happened:
At about 7:10am 2 ribs took 13 people to the entry point. I was in the 2nd rib where one person got a nose bleed. Once we got to the entry point the dive guide was on the surface waiting for the 2nd rib and the 6 divers from the 1st rib had descended. The person with the nose bleed elected not to dive. The 2nd rib remained above the divers while the 1st rib returned to the boat to pick up a 3rd group of 9 divers. Once the 1st rib returned with the 3rd group of divers the 2nd rib, with the person who had the nose bleed, then returned to the boat to drop them off. Once the nose bleed victim had been returned to the boat the 2nd rib went back out to sea to supervise the South end of the island.
Once in the water we had visual contact with the reef.
We all proceeded to drift with the current for a few minutes before one of the group rapped on their tank and pointed out into the blue. Everyone’s attention was drawn out into the blue in an attempt to see what was being pointed at.
This diverted everyone’s attention for a critical 2-3 minutes. It was during this period that we lost contact with the reef. I checked the wave action/current & sun position to try and get an idea of the correct position of the reef and I started to ascend to the surface from 25 metres in the general direction I thought the reef was in to get a visual bearing. This was after 15 minutes of dive time. By the time I reached the surface the dive guide had already taken a visual look, deployed a DSMB and had descended to do a safety stop.
I reached the surface after 17 minutes of dive time to see we were 200-300 metres south east of Little Brother and our boat. I then descended to do a safety stop and to get our group of 4 into a closer proximity to the dive guide and for them to start a safety stop. By the time all 12 divers were gathered together and on the surface 30 minutes had passed since the start of the dive. We were now 600-1000 metres south of Little Brother and the dive boat.
Between 3pm & 4:30pm we spotted 2 dive boats heading south about 2-3 km to our east. This gave us confirmation that other boats were out searching and therefore there was some kind of co-ordinated rescue effort.
Next a search plane turned and headed straight towards us heading straight for us for several minutes. Later reports did state that the plane had spotted divers in the water, but this should not be linked with this plane going over the top of us. The co-ordinates where the plane thought they had seen people was North West of the Brothers. We we south al all times!
I also see from a write up provided by MV Thunderbird that they were given coordinates from a helicopter who reportedly sighted us. At no time did we see a helicopter so, whatever the helicopter did spot, it was not us.
Around 7:30pm the lights of 2 distant boats could be seen on the horizon heading towards the South.
We signalled the two boats with torches at either end of the line of 12 divers. It took over 60 minutes for the boats to reach us. They must have been 12-15km away when they first spotted us.
We have requested that if anyone knows our exact location from MV Thunderbird’s GPS we would really appreciate being told what it was. I for one want to put a couple of pins into a map on the wall.
We would all like to express our deep gratitude to those who took part in the search, both seen and unseen, on land and sea. A huge effort was made by all those involved and their efforts are extremely appreciated by us all. We owe them our lives.
The post incident investigation was taken extremely seriously by the Red Sea Association and the Governor of the Red Sea who personally chaired the review. It was clear that the search & subsequent rescue mission was given the highest priority within the Egyptian authorities.
We would like to thank the crew & guests of the Thunderbird, Royal Emperor and the Blue Pearl who we understand where the 3 boats that arrived together to pick us up. Apologies if we have got this slightly wrong but in all the excitement we are not 100% sure on our facts on the other two boats in attendance. Please let us now if we have made an error here.
We would also like to sincerely thank the crew and dive guides of the Oyster. We believe the incident was caused by a number of combined factors, not all detailed here, and every member of the Oyster crew made every effort to ensure that they carried out their duty of care to the full, both before and after the incident.
We hope that our insistence that we should continue diving from the Oyster demonstrated our faith and trust in both the crew and dive guides’ competence. We hope this action alone speaks louder than any words to all those involved with The Oyster.
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  | Antwort von Deep Blue Cruises am 18.08.2004 - 09:00 Hallo Jessica,
die Grundlagen fuer die meisten Vorschriften kommen von der Egyptian Federation of Underwater Sports. Dies ist auch die Behoerde die Tauchbasen und Schiffe einmal im Jahr kontrolliert ob sie den Vorschriften entsprechen. Sitz dieser Behoerde ist in Alexandria. Ferner gibt es Vorschriften die in Zusammenarbeit von mehreren Behoerden erlassen wurden. Zu diesen gehoeren:
AAA Egyptian Enviroment
HEPCA
Red Sea Association
Gouvenerate
Zu den wichtigsten Gesetzen fuer uns Taucher gehoeren:
- maximale Tauchtiefe 30 m
- das Tragen von Handschuhen ist generell verboten ( auch an den Wracks !!!! )
- das Fischen an den Riffen ist untersagt ( 500 m Umkreis )
- das Fuettern von Fischen ist verboten
- das Sammeln von Muscheln, Korallen etc. ist verboten
- das Einbringen Gegenstaende jeglicher Art ins Meer ist verboten ( Muell, Kippen etc. )
- das Ankern auf den Riffdaechern ist verboten
- das laufen auf den Riffdaechern ist verboten
Auf all das stehen hohe Strafen !
viele Gruesse
Willi
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  | Antwort von Jessica am 18.08.2004 - 10:04 Naja... was darin stehen soll, hoere ich immer wieder. Aber bislang konnte mir noch keine Basis in Aegypten ein Papier vorlegen, wo das auch wirklich drauf stand.
Also nachmal die konkrete Nachfrage: Wo kann ich das nachlesen?
Gruss, Jessica |
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  | Antwort von superaquanaut am 18.08.2004 - 11:50 Um die Verwirrung zu erweitern oder vielleicht auch um Licht in die Sache zu bringen gibts auf www.nullzeit.at einen Augenzeugenbericht und auch ein paar Fotos von der Rettung. Ich glaube, dass nciht nur die Beteiligten sonder alle Taucher froh sind, dass alles glimpflich verlaufen ist. In diesem Sinne Gut Luft |
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  | Antwort von Deep Blue Cruises am 18.08.2004 - 12:20 Hallo Jessica,
die Bestimmungen liegen uns vor, und liegen als Kopie auch auf unseren Schiffen aus. Kann ich dir gerne zukommen lassen. Ich habe vor etwa 3 Jahren eine heftige Diskussion mit der Red Sea Association gehabt, weil diese Bestimmungen den Tauchlehrern und Guides nicht beim erstellen ihres Ausweises ausgehaendigt werden. Bis heute kann mir niemand sagen warum das nicht erfolgt ! Ich lasse meine Guides immer bei der Erneuerung des Ausweises danach Fragen - keiner hat sie bis jetzt erhalten. Da wird ein Ausweis verlangt, Geld dafuer kassiert , aber nicht aktiv zur Verbreitung der Bestimmungen beigetragen. Liegt es vielleicht daran das die Kopien zu teuer sind ? Oder haben sie kein Interesse daran das die Bestimmungen eingehalten und durchgesetzt werden ? Dr. Hannafy von Egyptian Enviroment machte vor ca. 2 Jahren den Vorschlag Safari Guides als Deputy Marine Park Ranger einzusetzen um die Marine Parks besser zu ueberwachen - eine super Idee. Die Guides sind staendig vor Ort und koennen Verstoesse festhalten und melden, und auch die anderen Schiffe belehren. Wurde vom Gouverneur auch sofort genehmigt. Ich meldete mich mit meinen Guides dafuer an. Geblockt wurde das ganze dann von der Red Sea Association und HEPCA. Hier ist die Frage ob die nicht wollen das Misstaende aufgedeckt werden ??????
viele Gruesse Willi
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  | Antwort von Jessica am 18.08.2004 - 12:26 Aber natuerlich, die wuerde ich sehr gerne sehen. Bin schon sehr gespannt auf diese Lektuere. Endlich mal einer, der davon nicht nur erzaehlt, sondern der das Papier auch vorweisen kann, wo das alles (angeblich) drin steht |
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   | Antwort von whaleshark am 18.08.2004 - 20:09 @Jessica
lass uns dann aber wissen ob du diese "Lektüre" bekommen hast und ob diese auch die angesprochenen Details enthält.
Noch besser wenn du eine Möglichkeit hättest, dass man es hier einsehen kann.
Gruss
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  | Antwort von nitrox2004 am 19.08.2004 - 01:17 Ersteinmal Danke für die umfangreiche und qualifizierte Information rund ums Safaribootreisen von Willi / Deep Blue Cruises.
Nun gibt es ja endlich auch noch Infos aus erster und zweiter Hand ... es waren also 13,5h auf See
Ich hätte abschliessend noch der englischen "Originalstimme" (wiedergegeben von Smacki) eines zum Thema Sicherheit beizufügen:
Wie bereits von "Toms Diver House" erwähnt wurde, macht es in rauher See bei starker Strömung nicht unbedingt Sinn, bei vorheriger Einhaltung der Nullzeit ohne festen Bezugspunkt (z.B. Dekoleine vom Boot) einen Sicherheitsstop einzulegen, und dabei unkontrolliert abgetrieben zu werden.
Was aber bestimmt viel unsinniger und evtl. auch gefährlich ist, zur Orientierung "mal eben kurz" auftauchen und dann nochmal zum "Sicherheitsstopp" abzutauchen ) Das nennt man dann wohl "nasse Rekompression"... wenn man mal oben war, ist schon alles rum mit "Dekopausen" oder Sicherheitsstops - und hat man vorher Fehler mit der Dekopause gemacht, nützt ein nachgeschobener Sicherheitsstop nicht mehr viel, denke ich.
Wenn Sicherheitsstop, dann diesen vor dem ersten Auftauchen abschliessen und nicht zu flach bei Seegang.
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  | Antwort von mermaid2004 am 21.08.2004 - 19:22 Seit Jahren bin ich diveguide in Hurghada und auch auf Safari. Es ist schoen zu sehen was Willi ueber die Association schreibt. Es ist falsch das keine Infos ausgegeben werden. Die Plakate sind von HEPCA und der Association verteilt worden. Sie wurden allerdings nicht and die Diveguide gegeben, sondern direkt an die Bootsbesitzer bzw. an die Kapitäne. Es ist auch Falsch das es kein Gesetz ueber die Einhaltungen gibt. Als Firma die mit Safaribooten handelt genauso wie ich, solltest du wissen, das es den §102 des Umweltschutzgesetzes von 1983 hier in Ägypten gibt und dieser ist auch auf den Plakaten aufgefuehrt.
Auch ich habe diesen Unfall hier in Hurghada verfolgt und fuer uns Bootbesitzer hat es sehr große Folgen, da wir nun noch mehr Papiere ausfuellen muessen. Nur auf eins achtet leider hier keiner und ich lese auch keinen Kommentar darueber. Hat jemals einer mal gefragt wieviel Tauchgaenge so ein Besitzer von einer Association Karte hat. Hier fragt keiner, ob dieser bereits Erfahrung mit Safarí hat oder nicht. Hauptsache ist doch Willi wír haben so eine Karte!
Die andere Seite sieht leider so aus, das die meisten sich hier nicht darum kümmern das es Gesetze gibt (auch die Taucher nicht). Min. 50 Tauchgänge und AOWD muß man sein.
Eins zu den Booten noch. Nicht immer ist ein gut aussehendes Safaríboot auch das Beste. Die wichtigsten an Bord ist die Staff. Wenn die nicht funktioniert geht nichts mehr. Auch in diesem Fall lag der größte Fehler mal wieder bei schlafenden Zodiac-Fahrern.
Brother ist kein Kinderkram. Wer also nicht ueber genügend Erfahrung verfügt Finger weg, egal was euer Reisebüro euch sagt. |
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  | Antwort von Mantaandreas am 25.08.2004 - 12:48 Hallo zusammen,
Ich war im letzten November an den Brothers und werde diesen Oktober auch wieder hinfahren. Beides Reisezeiten, an denen dort mit heftigen Wellen und Strömungen zu rechnen ist.
Daher habe die Diskussion jetzt einige Zeit verfolgt.
Ich beziehe mich auf die Infos unter
Hier klicken
auf die Jessica hingewiesen hat. Inwieweit diese auch wirkllich 100% glaubwürdig sind, muß jeder Leser selbst Beurteilen.
Wenn 12 Leute (was für eine Größe !) gleichzeitig "einige kritische Minuten" nach einem Hai im Freiwasser Ausschau halten und keiner der 12 ab und zu Sichtkontakt zum Riff hält und ggfs. die Gruppe darauf aufmerksam macht, daß man sich zu weit entfernt, dann kommt mir das schon etwas sonderbar vor.
Und wenn dann "ersten" der Gruppe "nach 17 Minuten auftauchten" und "bereits 200-300 m südöstlich von "Little Brother" waren und keiner in der Gruppe mit Singnalbojen oder anderen Aktionen auf sich aufmerksam machen kann, dann klingt auch dies etwas sonderbar, zumal ja anscheinend Zodiacs bereits die Umgebung abgesucht haben.
Interessant, daß die "ersten der Gruppe" an der Oberfläche - bei solchen Strömungsverhältnissen dann weiterhin Kontakt zum Rest der Gruppe gehalten haben, die sich ja offensichtlich weiterhin unter Wasser befunden hatten.
In meinem Augen einige Anzeichen, daß hier entweder massives Pech und eine Verkettung unglücklicher Umstände vorgelegen haben oder aber wirklich Unvermögen, Unvernunft und Unwissen herrschten.
Ich möchte hier niemandem etwas unterstellen und bin heilfroh, daß alle diesen Diver heil überstanden haben, aber ich zähle hier nur eins und eins zusammen.
Auf den Brothers sollte man immer am Riff bleiben und den Ausflug ins Freiwasser eher unterlassen bzw. immer ein Auge am Riff halten, so daß man entsprechend auf UW-Ströme reagieren kann.
Auch ich hatte tolle Begegnungen, drehte nebenher einen Tauchfilm und hatte trotz dieser Ablenkung immer ein Auge am Riff und einen verlässlichen Buddy....denn 4 Augen sehen ja mehr als 2. Eir muß das dann wohl bei 24 Augen sein ???????
Es ist bestimmt nicht leicht, bei außergewöhnlichen Fischbegegnungen (...die an den Brothers ja an der Tagesordnung sind) seine Augen vom Fisch ab und zu auch wieder auf das Riff zu richten, aber eben das sollte in jedem Briefing und in jeder Tauchplatzbesprechung und in der allgemeinen Einweisung an den Brothers allen Tauchern bis zum Erbrechen eingetrichtert werden.
Hier hilft es dann auch sicherlich, auch bei den Einweisungen über solche Vorkomnisse kurz zu berichten. Das macht deutlich, wie ernst es hier zugeht, auch wenn der ein oder andere Taucher dadurch eher abgeschreckt wird.
Aber lieber ein abgeschreckter Taucher als ein abgetriebener Taucher.
Auf meiner November-Tour erzählten übrigens die Guides ebenfalls von zwei Tauchern, die wohl letztes oder vorletztes Jahr ebenfalls an den Brothers abgetrieben wurden und sich dann tagelang auf offener See "über Wasser" hielten, bis Sie dann ans Festland geschwemmt wurden.
Zum Thema Haie im roten Meer und an der Brothers ist glaube ich schon genug gesagt. Es gibt sie in Hülle und Fülle und man sollte diese fabelhaften Könige der Meere immer mit ausreichend Respakt behandeln. Nicht umsonst hat www.sharkproject.com die Brothers jetzt mit in Ihre Workshops aufgenommen.
Also liebe Taucher und Brothers-Fans, genießt die tollen Brüder und die einzigartige Unterwasserwelt, die man dort vorfindet. Paßt auf Euch und Eure Buddies auf, denkt an die teils schwierigen Verhältnisse, die dort herrschen können. Sprecht die verschiedenen Bedingungen bei Euren Guides an und versichert Euch, daß auch die Crew an Bord auf Eurer Seite ist. Bringt dem ganzen den nötigen Respekt entgegen, dann werdet Ihr tolle Tage an den Brothers haben.
Viel Spaß,
ein überzeugter Brothers-Fan |
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  | Antwort von whaleshark am 06.09.2004 - 15:11 Hai Jessica,
ist deine Nachfrage erfolgreich gewesen?
"Antwort von Jessica am 18.08.2004 - 12:26"
Hattest du die Möglichkeit diese Lektüre mal einzusehen oder ist wieder nur "darüber erzählt" worden?
Gruss
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  | Antwort von Jessica am 06.09.2004 - 18:27 lol, gerade heute habe ich daran gedacht, dass ich noch nichts erhalten habe...
Also bisher wieder nur Aussagen, die eine Basis mir gibt, aber nicht bewiesen werden koennen. Ich versuche seit 4 Jahren vergeblich, dieses angeblich existierende Papier einzusehen. |
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  | Antwort von whaleshark am 06.09.2004 - 20:19 Hatte nichts anderes erwartet
Vielleicht ist diese Bestimmung ja aber auch doch noch nicht zu Papyrus gebracht.
Obwohl diese doch auf bestimmten Boote ausliegen soll.
Nun es ist eben sehr praktisch wenn man auf was verweist,das niemand nachprüfen kann. Oder soll?
Vielleicht sollten bei diesen schwammigen Aussagen mancher Basen oder wo auch immer,die Betreffenden mal eines Überlegen.
An erster Stelle steht der Kunde (Taucher). Der Taucher ist der,der das Geld bringt von dem die Basis lebt. Jeder dürfte Wissen was das heißt.
Gruss |
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  | Antwort von Andi X am 07.09.2004 - 09:05 zu den ägyptischen Tauchbestimmungen:
Genau den Stuß höre ich nun seit Jahren.
Fast jede Tauchbasis mit den dazugehörigen
Tauchlehrern erzählt immmer was von diesen
ominösen Gesetzen, aber wenn man dann die Leute
bittet dieses Papier mal vorzulegen, dann herscht
auf einmal Funkstille
Langsam denke ich daß einfach jeder das halt nachplappert.
Also der nächste der hier gleich lauthals schreit
das dieses Gesetz exisitiert, soll es auch hier im Forum mal veröffentlichen!
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  | Antwort von whaleshark am 08.09.2004 - 09:55 Hatte da nicht jemand weiter oben geschrieben:
"...die Bestimmungen liegen uns vor, und liegen als Kopie auch auf unseren Schiffen aus. Kann ich dir gerne zukommen lassen."?
Genau @AndiX.
Manche kommen sich sehr, sehr wichtig vor,wenn sie nach dem TG die Computer kontrollieren. Weiter oben meine ich sogar rauszulesen, dass die ihre eigenen Guids kontrollieren.
Nicht, dass ich gegen bestimmte Sicherheitsvorkehrungen wäre,aber ich möchte schon gerne wissen ob es die nur gibt wenn man diese gerade braucht.
Vielleicht kommt irgend wer mal auf die Idee für TG die tiefer als 30m sind eine extra Steuer zu verlangen. Das wäre doch eine gute Einnahmequelle zu den teils dubiosen Riffsteuern in manchen Ländern
Gruss |
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  | Antwort von musher am 08.09.2004 - 10:04 Also,
ehrlichgesagt, glaube ich es nicht ganz, daß es dieses Gesetz wirklich so gibt.
Vielleicht eine Absprache, daß es so gemacht werden soll - aber glaube nicht, daß es ein Gesetz ist.
Uns wurde 2001 auf einer Safari zuerst auch gesagt, daß wir diese 30m Grenze haben, doch später sagte der Guide, daß ihm Leute lieber sind, die mal etwas tiefer gehen und dann langsam aufsteigen und nicht ewig lang auf 30m an der sogenannten Nullzeitgrenze sich aufhalten.
Desweiteren hatten wir auf einer weiteren Basis eine Tiefengrenze von 40m.
Wie passen diese 2 Sachverhalte mit einem ägyptischen Gesetz überein, welches 30m vorgibt?
Da würden sich ja der Guide, wie auch die andere Basis grundsätzlich rechtswiedrig verhalten. |
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  | Antwort von Mantaandreas am 08.09.2004 - 14:48
....kann denn nicht die Redaktion von Tauchernet eine hochoffizielle Anfrage beim Ägyptischen Verband oder dem dafür zuständigen Ministerium starten ?
Dann hätte diese leidige Diskussion endlich ein Ende und eine Veröffentlichung im Tauchernet würde bei vielen tauchenden Ägyptenurlaubern
Klarheit und Sicherheit schaffen.
Allein die Mutmaßungen und Gerüchte innerhalb dieser Diskussion zu den 12 verschollenen Tauchern (von diesem Thema sind wir ja schon längst weit, weit weg.....) sind ein deutliches
Anzeichen, daß man hier was tun muß.
Grüsse
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