2x TU Attersee, 16.7. Abgesandt von Harry am 16.07.2005 - 16:30:
Heute um etwa 16 Uhr passierte am Attersee bei der "Schwarze Brücke" zumindest ein schwerer Tauchunfall.
Zwei Taucher aus Wien waren unterwegs. Einer von ihnen musste aus 88 Metern einen Notaufstieg machen und schrie an der Oberfläche um Hilfe.
Er wurde von anwesenden Tauchern an Land gerettet und mit Sauerstoff versorgt- er verlor kurz darauf das Bewustsein- der Kreislauf blieb soweit stabil.
Sein Tauchpartner wird vermisst...
Wasserrettung, Feuerwehrtaucher und Rettung sind vor Ort.
Über Ausrüstung und Gase ist noch nichts bekannt.
Mehr Infos, sobald diese eintreffen!
Antwort von Harry am 16.07.2005 - 17:54 Keine wirklichen Neuigkeiten auf ORF OÖ:
Hier klicken
harry
Antwort von Harry am 16.07.2005 - 19:58 news im telegrammstil:
+++geplanter TG auf 45m+++probleme+++ +++partner verloren+++weiter wie bekannt+++sofort suche von der wasserrettung bis 20m+++dzt. suche von feuerwehr und wasserrettung+++
das streaming video zum ORF OÖ beitrag kann man hier sehen: Hier klicken
Antwort von Heli am 17.07.2005 - 08:10 Wiener Taucher im Attersee vermisst!
Seit dem frühen Samstagnachmittag wird im oberösterreichischen Attersee ein Taucher vermisst. Der Wiener hatte mit einem Kollegen einen Tauchgang unternommen, als die beiden Froschmänner in Schwierigkeiten gerieten und den Kontakt zueinander verloren. Einem der beiden gelang es noch, einen Notaufstieg durchzuführen, er wurde mit dem Notarzthubschrauber ins Krankenhaus eingeliefert. Vom zweiten Taucher fehlte jede Spur.
Die beiden Taucher – zwei 30 und 34 Jahre alte Froschmänner aus Wien - waren im Bereich der "Schwarzen Brücke" zwischen Weyregg und Steinbach unterwegs. Der überlebende Wiener gab nach dem Notaufstieg an, dass sein Tauch-Partner in einer Tiefe von etwa 40 Metern abgesackt sei. Der 34-Jährige wollte dem Jüngeren noch helfen, in einer Tiefe von 80 Metern musste er jedoch einen Notaufstieg vornehmen.
Suchaktion erfolglos Die sofort alarmierte Wasserrettung bildete mit über 40 Tauchern in 40 Meter Tiefe eine Kette, am frühen Samstagabend gab es jedoch noch keine Spur von dem Verunglückten. Der schwerverletzte 34-Jährige wurde in die Dekompressionskammer nach Traunstein in Bayern geflogen.
Drei Tote im Attersee Im heurigen Jahr gab es am Attersee bereits fünf Tauchunfälle. Dabei kamen drei der Wassersportler ums Leben, vier wurden zum Teil schwer verletzt. Ein weiterer Tauchunfall ereignete sich am Traunsee im Bezirk Gmunden. Dort ertrank im Jänner ein Froschmann, ein anderer erlitt schwere Verletzungen.
Antwort von Pucher am 17.07.2005 - 09:08 Presseaussendung vom 17.07.2005, 07:51 Uhr:
PI unterach
Tauchunfall
Presseaussendung der Sicherheitsdirektion Oberösterreich
Der 34-jährige Heizer Jürgen M. und der 30-jährige Installateur Rainer A., beide aus Wien, unternahmen am 16.07.2005 um ca 13.00 Uhr einen Tauchgang im Attersee. Im Gemeindegebiet von Steinbach a.A., bei der sogenannten „Schwarzen Brücke“ tauchten beide in eine Tiefe von 88 Meter ab. Aus noch unbekannter Ursache führte M. einen Notaufstieg durch. M. wurde am Ufer erstversorgt und anschließend mit dem Rettungshubschrauber Martin III in die Dekokammer nach Traunstein geflogen. Sein Tauchpartner Rainer A. konnte bisher noch nicht gefunden bzw geborgen werden.
Die Angehörigen des Vermissten werden von der zuständigen Polizei in Wien verständigt.
Antwort von Harry am 18.07.2005 - 10:38 Suche nach Taucher wird fortgesetzt
Im Attersee soll am Montag die Suche nach einem seit Samstag vermissten 30-jährigen Taucher aus Wien weitergehen. Der Mann war bei einem Tauchgang mit einem 34-jährigen Freund in einer Tiefe von 40 Metern plötzlich abgesackt.
Der Freund tauchte noch nach, musste aber in einer Tiefe von 80 Metern aufgeben und einen Notaufstieg durchführen.
Unklar ist weiter die Ursache für den tödlichen Zwischenfall. Die Ausrüstung des überlebenden Mannes sei jedenfalls geeignet und in einwandfreiem Zustand gewesen, so ein Ermittler.
Quelle: ORF OÖ
Antwort von Fryzor am 18.07.2005 - 11:31 Pressebericht der Berufsfeuerwehr München vom 18.07.2005
1. Druckkammerbehandlung nach Notaufstieg
Samstag, 16.07.2005; 14.26 Uhr; Feuerwache 5
Am Samstagnachmittag kam es zu einem folgenschweren Tauchunfall am
Attersee im Salzburger Land. Dabei musste ein 34-jähriger Taucher aus einer
Tiefe von 88 Metern einen Notaufstieg einleiten. Er wurde an der
Wasseroberfläche erstversorgt und anschließend mit einem
Rettungshubschrauber in die Notfalldruckkammer der Berufsfeuerwehr
München in der Feuerwache 5 geflogen. Seither schleuste ein Team aus
Ärzten und Rettungsassistenten der Berufsfeuerwehr den Taucher mehrfach
in der Druckkammer. Der Zustand des 34 jährigen Wieners ist sehr kritisch,
sein Tauchpartner, ein 30-jähriger Tauchlehrer wird immer noch vermisst.
Antwort von arminix am 18.07.2005 - 12:02 Taucherdrama in 88 Metern Tiefe:
Sucheinsatz für Helfer zu gefährlich
STEINBACH. Drei Menschenleben haben die Tiefen des Attersees in diesem Jahr schon gefordert - nach einem Extremtauchgang in 88 Metern Tiefe ist seit Samstag ein 30-jähriger Wiener bei der berüchtigten "Schwarzen Brücke" im Attersee verschollen.
Unerfahrenheit dürfte das jüngste Todesdrama um einen Taucher in Steinbach am Attersee nicht ausgelöst haben. "Der Mann muss gewusst haben, was er tat, schließlich war er Tauchlehrer", sagt ein Polizist. Fakt ist aber, dass der Wiener Installateur Rainer Albiger (30) am Samstag gegen 13 Uhr mit seinem Freund Jürgen M. extrem weit in die Tiefen des Attersees abgetaucht war. Laut der ausgewerteten Daten des Tauchcomputers sollen beide auf 88 Metern gewesen sein - mit einer Ausrüstung, die für maximal 40 Meter geeignet ist. Warum sie diesen Extremtauchgang gewagt haben, ist noch unklar. Möglicherweise hatte Albiger in 40 bis 50 Metern Tiefe Probleme bekommen und sackte auf 88 Meter ab. Sein Freund soll noch versucht haben, ihn aus dieser Wahnsinnstiefe heraufzuholen. Der Versuch war aber vergeblich: Jürgen M. schaffte den Extremaufstieg aus 88 Metern nur noch alleine und schrie an der Wasseroberfläche um Hilfe. Wenig später war ein Großaufgebot an Einsatzkräften an der Unglücksstelle bei der berühmt-berüchtigten "Schwarzen Brücke". Die Suche endete aber Stunden nach dem Unfall ohne Erfolg. Albiger konnte nicht gerettet werden, sein Freund M. wurde mit schwersten Verletzungen zu einer Spezialklinik nach Traunstein (Bayern) geflogen.
Anhand eines Profils, das aus den Daten des beschlagnahmten Tauchcomputers ausgewertet wurde, konstruierte man gestern den Unfallhergang. Auf dem Zeit-Weg-Diagramm ist zu sehen, dass der Tauchgang nur 12 Minuten gedauert hatte. Der erfahrene Chef der Feuerwehrtaucher und Tauchsachverständige, Kurt Hitzfelder, kann darüber nur den Kopf schütteln: "Ein geplanter Pressluft-Tauchgang in eine Tiefe über 40 Meter endet in den meisten Fällen tödlich." Da eine Suche über 40 Metern Tiefe zu gefährlich ist, setzten Feuerwehrtaucher gestern Abend die Aktion mit einer Unterwasserkamera fort.
Rätsel um vermisste Deutsche
Ähnlich wie der aktuelle Fall ist jener einer Deutschen. Seit Karsamstag 2003 fehlt von Angelika Hertlein (36) jede Spur. Sie war an der exakt gleichen Stelle in den See gestiegen und nicht wieder aufgetaucht. Wochenlange Suchaktionen blieben erfolglos.
Quelle: OÖN vom 18.07.2005
Antwort von Fun-Diver am 18.07.2005 - 17:33 Warum wird eigentlich bereits überall in den Zeitungen geschrieben, dass die beiden einen Tauchgang in 88m Tiefe `geplant` haben. Steht das schon fest? Nur bei ein paar Quellen ist die Rede davon, dass einer der beiden abgesackt ist und der überlebende Taucher versucht hat, ihn noch zu retten...
Antwort von dive9 am 18.07.2005 - 19:20 Er war ein guter Freund von uns und er war Divemaster, kein Tauchlehrer!
Antwort von hanskir am 18.07.2005 - 20:49 Ein paar Anmerkungen:
"Ein geplanter Pressluft-Tauchgang in eine Tiefe über 40 Meter endet in den meisten Fällen tödlich."
worte des Einsatzleiters in den Medien.
ich kenne ihn nicht, aber auf dem Boot war einer
den ich erkannte.
--> meiner meinung zeugt diese Aussage von schwerer Überheblichkeit.
Ich war einer von den ersthelfern.
Wie der Verunfallte schon im Hubschrauber war,
un wir uns um die Angehörigen noch kümmerten, und den Feuerwehr- bzw. Wasserrettungstauchern zuschauten, machten wir uns unsere eigenen Gedanken.
Da sitzt einer auf dem Boot, Funkwaschln auf dem Ohr. Ist das nicht der, der uns in einer Megageilen Aktion zeigen will, wie man auf den Grund des Atterteiches tauchen kann.
Es liegt mir fern jemanden anzugreifen, aber man macht sich ja gedanken.
Aber er konnte ja nicht, warum, ja Fuß eingebunden,
Traunsee, Flieger, 75m Tiefe oder mehr? und was noch alles passiert ist oder auch nicht.
Ich will mit diesen zeilen niemanden angreifen, oder über jemanden urteilen,
aber man sollte die Kirche im Dorf lassen.
Es war ein Tauchunfall an einer Stelle, die keine Fehler verzeiht, wir werden wahrscheinlich nie erfahren warum genau alles passiert ist.
Ich wünsche mir auf jedenfall Tauchpartner, die alles mögliche oder mehr geben, um mein Leben zu retten, und das gleiche können sie von mir erwarten.
mfg hans
wir hoffen das zumindest für den Geborgenen und die Angehörigen sich vieles wieder normalisiert.
Antwort von deep flyer am 18.07.2005 - 22:07 als fakt kristallisiert sich heraus daß mit pressluft getaucht wurde und daß der computer 88m anzeigt hat.
woher kommen die aussagen daß auf 40m geplant wurde und dann abgesackt(warum)? kann und will das ein kompetenter kollege klarstellen?
Antwort von hanskir am 19.07.2005 - 09:43 möchte mich entschuldigen wenn ich den falschen geglaubt gesehen zuhaben
mfg hans kirchberger
und anonym
wenn wer meine handynummer braucht , nur schreiben
die suche nach dem vermissten taucher wird derzeit fortgesetzt.
mit dabei ist auch die ferngesteuerte unterwassersuchkamera der FF wels(?) für die tiefen bereiche.
harry
Antwort von hanskir am 19.07.2005 - 16:00 fakt war 88,3 meter 12 minuten tauchzeit
erster stop wäre gewesen 21 meter/3min.
offene deco 50 min.mein sohn hat den aladin ausgelesen und der polizei übergeben
bis zum abtransport vom notarzt zum heli
gabs keinen laut über hergang vom opfers
de 45 meter geplant kammen von der gattin
die ganze ausrüstung vom trocki bis zur blase
machten einen soliden eindruck
ich glaube der rettungsversuch endete auf 88 meter
aber viel wichtiger ist das die zeiger wieder nach oben schauen und sein zusatnd sich verbessert
Antwort von bila am 19.07.2005 - 17:55 Der Überlebende ist ein Verwandter von mir und er wollte seinem Freund helfen und dadurch ist er so weit runter, weiters geht es ihm leider nicht gut er macht sich sehr viel Vorwürfe, da er seinem Freund nicht helfen konnte und er hat Gesundheitlicheschäden davon getragen wei schlimm kann man leider noch nicht sagen
Antwort von go deep am 19.07.2005 - 19:17 es ist wirklich zum kotzen, wie sich die medien gleich darauf schmeißen: erst heute nachmittag im sch..ß Ö3 wieder eine reißerische aufmachung. total actiongeil und voller blödsinn wie z.b. "mit preßluft kann man in einer tiefe von 40m max. 10 min. verweilen", "ab dann wird es lebensgefährlich". oder "die ausrüstung der beiden war für eien tiefe von über 40 m nicht geeignet" uns "sowieso ist ein tauchgang über 40m meist tödlich" und "normalerweise ist die verwendete preßluft ab 66m absolut tödlich"
hat denn denen schon alle die P... säuche erwischt, daß sie diesen ami-lehrbuch-schmarrn verzapfen.
und die sogenannten gurus (von feuerwehr, wasserrettung und polizei)wie im post weiteroben schon genannt geben sich besonders schlau.
aber es hört sich ja immer schlau an und wann hat man schon die möglichkeit vor der öffentlichkeit als toller hecht dazustehen.
also jungs immer schön sachlich bleiben, eure übertreibungen schaden nur der tauchszene.
bevor ihr nun auf mich losgeht von wegen wieder einer der`s besser weiß; ich weiß es nicht besser, aber genau wie`s so abläuft. war selbst 15 jahre im aktiven dienst bei uw-bergungen von personen und anderen arbeiten beteiligt. und das teilweise unter extremeren bedingungen als im attersee.
über 2000 tauchstunden und eine durchschnittliche tiefe von 45m,3 m (mit preßluft wohlgemerkt) habe ich bis heute problemlos durch optimales physisches und psychisches training überstanden.
ich bin der meinung wir sollten abwarten bis der überlebende tauchpartner befragt werden kann. eventuell ist er ja zu einer stellungnahme bereit.
wobei sicherlich zu bedenken ist, daß bei diesem tiefenprofil und unter möglicher stresseinwirkung bedingt durch die stickstoffnarkose gedächtnisslücken entstehen.
es wird noch soweit kommen, daß man den attersee sperrt.
freilich ist jeder tote taucher 1er zuviel, aber das autofahren wird ja auch nicht wegen der tödlichen verkehrsunfälle verboten.
also, in diesem sinne immer gut luft und schön am teppich - äh - schotter bleiben.
Antwort von Harry am 19.07.2005 - 19:58 bevor hier jetzt emotionen unnötig hochgehen:
wen es interessiert: wie so eine suche aus sicht der feuerwehrleute abläuft (2003): Hier klicken
harry dem verunfallten taucher wünsche auch ich gute genesung (er wäre hochinteressant auch hier zu erfahren was wirklich passierte!) und den angehörigen des vermissten tauchers viel kraft!
Antwort von Harry am 19.07.2005 - 20:51 hier noch zwei interessante artikel aus den OÖ nachrichten, deren objektivität ich NICHT beurteilen kann:
Antwort von Thomas Weber am 20.07.2005 - 00:41 Ich denke, daß die Presse mal wieder ihr Sommerloch hat. Über die Toten im Wintersport in den Alpen spricht niemand. Sehr wahrscheinlich ist der wirtschafliche Faktor dieser Sportart wesentlich bedeutender..........
Nichts für Ungut!
Thomas
Antwort von Sepp am 20.07.2005 - 11:37 Die Suche hat jetzt zumindest ein Ergebnis gebracht. Die seit zwei Jahren vermisste Taucherin dürfte gefunden worden sein.
Antwort von Harry am 20.07.2005 - 12:42 hier der text von ORF OÖ (=quelle):
Im Attersee sind zwei tote Taucher gefunden worden. Zum einen wurde ein 30-jähriger Wiener geortet. Zum anderen, haben die Taucher eine 36-jährige Deutsche im Attersee entdeckt. Die Frau war vor zwei Jahren tödlich verunglückt.
Es war kein schöner Anblick, der sich den Rettungskräften bot: Die 36-jährige Taucherin steckte in 130 Meter Tiefe zwischen Baumstämmen fest. Zwei Jahre lang, seit dem April 2003, galt die erfahrene Taucherin als vermisst.
100 Meter entfernt von ihr erfasste das Licht der Unterwasser-Kamera eine weitere Leiche. Die des 30-jährigen Wieners, der am Samstag verunglückt ist. Der Mann konnte im Gegensatz zur Taucherin bisher nicht geborgen werden.
Alte Fischernetze behindern die Kamera, die gleichzeitig auch Bergegerät ist. Die Feuerwehr will nun warten bis sich Wind und Wasser beruhigt haben. Mit an der Kamera angebrachten Greifarmen soll der Tote am Mittwochabend aus der Tiefe geholt werden.
Antwort von trebor am 21.07.2005 - 12:30 ad harry und auch an alle anderen taucher.net-user!
die presse, seien es die Kronenzeitun, der ORF, die OÖN oder irgend ein anderes Medium in Österreich, kann nur das berichten, das sie von offizieller seite erfahre. und wenn ein journalist den erfahrensten taucher des attersees zu diesem fall befragt und seine aussagen werden dann in diesem forum kritisiert, dann muss ich mich echt fragen, wem man was glauben soll. die medien nutzen diesen tauchunfall mit sicherheit nicht aus, um ein sommerloch zu füllen. es ist einfach ein thema, das bewegt und auch eine große anzahl an menschen interessiert. sowie es bei allen chronikalen vorkommnissen ist. verleugnen kann man so eine sache nicht, und sogar journalisten sind nicht bestien, die um jeden preis und ohne mitgefühlt ihre arbeit machen.
Antwort von Thomas M am 22.07.2005 - 08:28 Was ich nicht verstehe, wo an der schwarzen Brücke ist es 130 Meter tief?!?
seewärts von der "schwarzen wand" befindet sich der tiefste bereich des attersees mit 160+m.
harry
Antwort von Harry am 23.07.2005 - 11:25 die leiche des verunglückten tauchers konnte in der nacht auf heute geborgen werden.
harry
Antwort von Spike am 24.07.2005 - 13:59 Ich finde es immerwieder erstaunlich mit welcher Selbstgefälligkeit sich einige "Supertaucher" hier präsentieren. Anstatt sich sachlich mit den wagen Informationen auseinander zu setzen wetteifer einige Sportsfreunde mit Ihrer Supererfahrung und Tauchtiefenrekorde.
Sicher sind Tauchgänge jenseits der 40m mit Pressluft möglich, die Empfehlung von VDST und CEMAS liegt dennoch bei 40m.
Antwort von Willy McDuncan am 26.07.2005 - 10:32 Weiss jemand wie es dem Überlenden geht und seit wann er wieder ansprechbar ist? Es gibt Gerüchte daß er 8 Tage nach dem Unfall immer noch in Lebensgefahr war. Auch gibt es Gerüchte daß ihn der Feuerwehreinsatzleiter befragt haben soll und er zugegeben haben soll daß die Tiefe geplant war ...
Antwort von skyray007 am 01.08.2005 - 16:39 Habe aus einer mir vertrauten Quelle erfahren, das der Verunglückte wohl ab Halswirbelsäule gelähmt und künstlich beatmet werden muss. Ist nur zu hoffen, daß sich sein Zustand bessert und er irgendwann wieder ein normales Leben führen kann. Auch sollte es allen eine Lehre sein im Rahmen Ihrer Ausbildung und Fähigkeiten zu tauchen!
Antwort von tetmor am 23.08.2005 - 23:07 Hallo!
Auch wenn die Diskussion zu diesem Unfall schon fast beendet ist, möchte ich noch folgende Aspekte zu bedenken geben. Ich war zurzeit dort im Tauchurlaub in Steinbach und ich wollte just am Sonntagmorgen nach dem Unfall mit meinem Tauchkollegen dort tauchen. Da wurden wir von der Sperrung des Tauchplatzes überrascht. Wir haben den Tauchgang 8 Tage später machen können und es war nicht unser erster TG dort.
Die erste Frage, die sich uns stellt, ist, wie man an der Schwarzen Brücke „Absacken“ kann? Es geht dort überwiegend terrassenförmig abwärts. Man findet überall Halt! Bei Kilometer 12,5 (1000 m südlich) sieht das ganz anders aus, da geht es wirklich ab ca. 30 m Tiefe an der Wand fast senkrecht runter.
Auch wenn ein Taucher an der Schwarzen Brücke aufgrund eines Tiefenrausches euphorisch wird und munter abwärts taucht, sollte es dem Partner möglich sein, ihn aufzuhalten, wenn er bereit ist, noch evtl. 10 m weiter hinterherzutauche. Das war hier offensichtlich der Fall. Sonst wäre der Partner nicht auf 88 m gelandet!
Die nächste Frage betrifft die Ortskenntnis: Wie gut kannten die Taucher den Tauchplatz? Die Gefährlichkeit bei diesem Tauchplatz kann gerade darin liegen, dass die Taucher einen tiefen Tauchgang (wie tief auch immer) planen und dabei davon ausgehen, dass sie die Tiefe in 2 bis 4 Minuten erreichen, um dann den Aufstieg zu beginnen. Treffen sie dabei aber aufgrund der Terrassenstruktur auf weitere Wege als erwartet, dauert es eben länger. Der eine Taucher wird nervös und erhöht sein Tempo, um die Grundzeit gering zu halten, der andere Zögert und möchte am liebsten umkehren. Schon ist der Konflikt da und die Katastrophe nimmt ihren Lauf.
Wir vermuten, dass der umstrittene Tauchgang auf große Tiefe geplant war!
Und da es immer Taucher geben wird, die auch mal tiefer als 40 m gehen wollen – ich gehöre ebenso dazu – gebe ich euch einen Rat: Benutzt eine Body-Leine!
Mit Body-Leine wäre dieser Unfall nicht passiert! Es braucht nur einer seine Weste mit Luft vollzupumpen und es geht in die richtige Richtung: Nach oben, und zwar zu zweit!
tetmor
Antwort von corfufish am 26.08.2005 - 09:20 Du meinst den Tipp mit der Buddy-Leine hoffentlich nicht ernst. Wenn ein Taucher in Panik gerät soll er dann seinen Partner gleich mit nach oben reißen (oder nach unten) ????? Es sieht schon irgendwie komisch genug aus, wenn die DLRG ihre Taucher an die Leine nimmt. Nee, lass das mal lieber mit der Leine ! Der Tipp ist nicht zur Durchführung geeignet. Ich habe selber mal einen Strömungs-TG mit Leine gemacht - war nicht lustig !!!!
Antwort von trebor am 26.08.2005 - 15:20 weiß man, wie`s dem überlebenden geht? stimmt das mit der querschnitt-lähmung?
Es gibt viele Kritiker, die gegen eine Body-Leine sind. Diskutiert man mit ihnen, wird augenscheinlich, dass sie entweder nie mit Body-Leine getaucht sind oder einfach nur eine ungeeignete Body-Leine benutzten.
Auch mag es für den einen oder anderen komisch aussehen, wenn man sich anleint. Es dient der Sicherheit!
Von ? ? an die Leine nehmen? kann keine Rede sein. Es geht darum, dass man sich anleint. Und das ist passive Sicherheit auf Gegenseitigkeit!
Das Anleinen muss ja auch nicht während des gesamten Tauchgangs stattfinden.
Wir (Tauchpartner und ich) leinen uns bei Tieftauchgängen an: Die Leine wird in der Regel erst in 30 m Tiefe angelegt, bleibt verbunden, bis die größte Tiefe erreicht und danach der erste Deko-Stopp eingeleitet wird.
Eine Einsatzmöglichkeit in geringer Tiefe ist nur bei extrem schlechter Sicht angeraten!
Die ideale Body-Leine hat eine Länge von einem Meter.
Ich habe bestimmt schon 100 TGs mit Body-Leine gemacht und keine Probleme gehabt. Einmal hatte mein Body eine Leine von ca. zwei Meter Länge. Das war zuviel! So eine lange Leine bereitet tatsächlich Probleme.
Bei Strömung ist eine Body-Leine natürlich unsinnig. Da gebe ich dir Recht! Davon rede ich aber auch nicht. Es geht hier ? und speziell in dieser Diskussion ? um Tieftauchgänge! Und in den Tiefen, von denen wir hier reden, gibt es in der Regel keine Strömung. Und wenn doch, dann hat die Body-Leine natürlich keine Daseinsberechtigung.
Natürlich kannst du deine Tauchpartner mit der Body-Leine auch herunterziehen, wenn er für sich austariert ist. Wer allerdings seine Weste prall voll mit Luft pumpt, kann auch nicht mehr in die Tiefe gezerrt werden.
Darüber hinaus ist Tauchen kein Kampfsport!
Die Partner sollten sich schon einig sein. Sonst stimmt die Gruppenzusammensetzung nicht!
@trebor: habe keine Ahnung, wie es dem Überlebenden geht. Würde mich auch interessieren!
tetmor
Hier nochmal die Bitte der Redaktion, das Thema Buddyleine (nicht Body) bitte privat oder in einem anderen Forum auszudiskutieren, nicht im Unfallforum. Danke.
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