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Foren - Tauchunfälle - Attersee - tödlicher TU




  

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Attersee - tödlicher TU
Abgesandt von Armin am 27.10.2001 :

Heute ist am Attersee wieder ein tödlicher Tauchunfall paßiert. Ein Deutscher Tauchlehrer war bei der "Schwarzen Brücke" auf 110 Meter Tiefe gegangen und hat den Aufstieg nicht mehr geschafft. Er wurde auf 12 Meter Tiefe von der Österreichischen Wasser-Rettung geborgen.

Sobald weiteres bekannt ist werde ich es hier posten.



Antwort von joeat am 28.10.2001 - 11:08
Noch ein paar Infos:

Hier klicken
Antwort von harry am 28.10.2001 - 18:03
ich war heute vor ort und hab ein paar informationen/ansichten gesammelt:
-die beiden taucher waren mit trimix unterwegs und auch entsprechend ausgebildet
-möglicherweise (ich betone MÖGLICHERWEISE) könnte ein verwechseln der flaschen für deko-mix und bottom mix zum unfall (und folgenden unkontrollierten notaufstieg) geführt haben...die flaschen waren nicht mit O2 gehalt etc. gekennzeichnet.
wie erwähnt- die infos kommen aus seriöser quelle, sind aber inoffizell und ungeprüft.
mein mitgefühl dem verunglückten taucher und seinen angehörigen !
harry
Antwort von harry am 28.10.2001 - 19:26
update: offizielle infos aus ORF OÖ, heute 19:00-
der verunglückte taucher war 33 jahre alt, aus dem dt. bundesland sachsen, war tauchlehrer und galt als sehr erfahrener taucher (460 TG...). lt. interview mit a.pacher kam es in 110 m zu atemnot/atemproblemen- beim anschliessenden notaufstieg dürfte zu früh auf eine andere mischung (deko-mix ????) gewechselt worden sein-------
harry
ps: wenn das langsam weiter verbreitet werdende tri-mix tauchen bei uns nicht noch unverhältnissmässig mehr unfälle bringen wird...ich hab da eine böse ahnung....
pps: in der (mischgas sowieso)taucherisch logischerweise unerfahrenen öffentlichkeit herrscht trauer und unverständniss ("wie kann man nur so tief tauchen ?" - hier harmlos ausgedrückt !)
Antwort von Julia am 29.10.2001 - 15:11
Lt. der Tageszeitung Kurier (www.kurier.at) soll der verunfallte Taucher "organische Probleme aufgrund des hohen Drucks" bekommen haben?!

Antwort von Ricci am 29.10.2001 - 15:40
Aus den oberösterreichischen Nachrichten:

STEINBACH/Attersee. Der Gefahr von Vereisung des Luftventils und des Tiefenrausches trotzend, wollte ein 33-jähriger deutscher Tauchlehrer am Samstag seinen persönlichen Tauchrekord im Attersee auf 110 Meter ausdehnen. Der Jungverheiratete bezahlte den Versuch mit dem Leben.


Mike A. (33) aus Moritz in Deutschland war mit einem 39-jährigen deutschen Kameraden zwischen Steinbach am Attersee und Weyregg getaucht. Der Bereich der so genannten Schwarzen Brücke war das Ziel der beiden. "In einer Tiefe von etwa 50 Metern ist ein Felsvorsprung. Wenn Taucher dort drüberrutschen, geht es hinab in den so genannten Keller, in eine Tiefe von 110 Metern. Dieser markante Punkt reizt viele", erklärte der Landesleiter der oberösterreichischen Wasserrettung, Rudolf Plainer, den OÖN. Zwei Tauchern wurde diese Stelle unterhalb von 50 Metern heuer schon zum tödlichen Verhängnis.

Mike A. und sein Sportskollege hatten eine Tiefe von 100 Metern erreicht. Plötzlich befiel den 33-Jährigen offenbar die Panik. "Welche Schwierigkeiten er genau hatte, wissen wir nicht", sagte Plainer. Blitzartig schoss der Taucher nach oben und erlitt tödliche Verletzungen. Sein 39-jähriger Kamerad behielt die Nerven. Unter Einhaltung der nötigen Dekozeiten tauchte er langsam auf. Fast eine Dreiviertelstunde brauchte er, um gefahrlos an die Wasseroberfläche zu gelangen. Geschockt verständigte er die Einsatzkräfte.

Vier Taucher der Wasserrettung Unterach am Attersee machten sich auf die Suche nach dem Toten. "Zwei unserer Männer fanden ihn rasch in zwölf Metern Tiefe und brachten ihn ans Ufer", erzählte der Landesleiter der Wasserretter.

"Wenn die deutschen Taucher mit normaler Pressluft getaucht sein sollten, war das eine selbstmörderische Aktion. Falls sie Mischgas verwendet haben, schaut die Sache etwas anders aus. Dann kann ein Spezialist einen solchen Tauchgang unternehmen, dann ist die Aktion noch zu verantworten", erklärte Plainer.

Der 39-jährige überlebende Taucher war nach dem Tod des Freundes so geschockt, dass er den Rettern dazu keine Angaben machen konnte. Was in den Flaschen war, muss erst überprüft werden.

geschrieben von Sabine Novak


Antwort von Sepp am 29.10.2001 - 16:38
Lt. Kronenzeitung war es ein Tauchgang mit Trimix.
Es sollen in 107m Tiefe Atemprobleme aufgetreten sein (lt. Aussage von Herrn Pacher TL, Gengarm war der Regler für diese Tiefe nicht geeignet)

Frage: weis jemand, ob, bzw wie das zu erklären ist? Ich war bislang der Meinung, daß der Mitteldruck immer gleich bleibt - oder liegt das an der Luftlieferleistung des Reglers?

So schlimm der Unfall auch ist - mein Beileid den Hinterbliebenen - einen Tieftauchgang zu machen um den persönlichen Tiefenrekord zu steigern ist für mich der letzte Grund einen Tieftauchgang zu unternehmen.
Antwort von Micha am 29.10.2001 - 22:34
Hm, dann muesstest Du bei einem Meter Wassertiefe aufgehoert haben zu tauchen....
Ich habe auch keine Ahnung wo das Problem ist, denn mit hohem Heliumanteil funktioniert fast jeder Automat supergut und Vereisung gibt es ja auch keine (unter normalen Umstaenden).
Ausserdem hatte er ja noch einen Automaten und einen Buddy dabei. Wobei wir wieder beim alten Thema waeren. Ich behaupte er hatte keinen Buddy dabei, sondern es waren 2 Solotaucher.
Antwort von Jürgen am 30.10.2001 - 21:09
Leider werden wir auch bei diesem tragischen Unfall wieder nur auf Vermutungen angewiesen sein. Fakt ist jedenfalls, daß wieder einmal jene Spezies von Tauchern am Werk war, welche die gesamte Sporttauchergemeinschaft in Verruf bringt!
Attersee - 110 m??? Wo liegt da der Kick?
Ich selbst habe mit einem Tauchkollegen am 27.10. am vormittag einen traumhaften Tauchgang bei der "Schwarzen Brücke" absolviert. Bei wirklich guter Sicht und im 25 - 30 m-Bereich.
Und ich ahne schon, daß uns beim nächsten geplanten Tauchgang an dieser Stelle eine Verbotstafel vom Tauchen abhalten wird!
Aber wahrscheinlich unterliegt auch das Tauchen den Grundsätzen unserer heutigen Gesellschaft, daß alles schneller, mehr und leider auch tiefer werden muß.
Antwort von Johannes am 01.11.2001 - 02:16
Ein Tauchunfall sollte sicher nicht Anlass sein, über Sinn und Zweck des "Tieftauchens" (für viele sind 30 Meter am Attersee schon zu tief!!) zu polemisieren und diese ewig-gestrige Diskussion zum 100sten mal aufzurollen.Insbesondere "Open Water Diver", die gelernt haben, daß man nur mit Buddy taucht und 40 Meter die "absolute Tiefengrenze" ist, aber sonst von den vielfältigen Arten zu Tauchen (halboffene u. geschlossene Rebreather, NITROX, HELIOX, ....) sowie von der Tauchmedizin relativ wenig Ahnung haben, sollten mal etwas leiser treten.
Die Gründe, warum jemand irgendetwas macht, sind vielschichtig und oft von einem selbst nicht vollständig zu ergründen (warum besteigen Menschen einen 8000-er ??). Technisches Tauchen (Deko-Tauchgänge mit Gaswechsel, Trimix,....) ist im Gegensatz zum "Sporttauchen" (Recreational Diving) nun mal ein "Hochleistungssport" für Spezialisten mit entsprechender Ausbildung und Erfahrung (aber die muss man auch zuerst sammeln .....). Wie ich gehört habe, waren diese Voraussetzungen bei den beiden Tauchern gegeben......bleibt halt noch das "Restrisiko" im Bereich der Technik und des Menschen (= Hauptunfallursache): Technisches Tauchen in größeren Tiefen verzeiht eben keine Fehler - auch bei Flugzeugabstürzen heißt es immer wieder, es war ein "erfahrener und verantwortungsbewusster Pilot" .und trotzdem passiert "menschliches Versagen"...dass bei JEDEM Pimperl-Tauchgang was passieren kann, habe ich gerade im Internet gelesen, wo jemand von einer Deko-Krankheit nach zwei 10-Meter Tauchgängen (je 25 min. mit 1h OFP !!) berichtet hat. Also was solls: Wenn jemand einen Unfall hat, ist er nicht automatisch der Blöde....dann müsste man überhaupt sagen: Der Mensch hat unter Wasser gar nichts verloren, .....
zum Deko-Bericht empfehle ich folgende Seite:
Hier klicken

Lieber Jürgen! Dir möchte ich noch folgendes sagen: Ich weiß nicht, wo bei Dir der "Kick" beim Tauchen liegt (vielleicht im 25-30 m Bereich...). Vieles hat auch nicht mit "Kick" zu tun, auch wenn es Medien so berichten ("persönlicher Tiefenrekord"). Faktum ist, daß verschiedene Menschen verschiedenes tun: den einen interessiert eben Nachttauchen, den anderen Höhlentauchen, wieder ein anderer kann sich fürs Eis- oder Flusstauchen begeistern......Jede Tauchsituation birgt potentielle Gefahren, aber bitte hör damit auf zu fragen, WARUM jemand was macht, oder bist Du Psychologe ??
Antwort von Sepp am 01.11.2001 - 07:30
Johannes du bist ein echter Schlaumeier! Eins steht fest: Ein PADI - OWD Taucher hat nicht die Kompetenz für technisches Tauchen!
Antwort von Gerhard Pucher am 01.11.2001 - 10:34
Ich verstehe nicht warum in diesem Forum immer gestritten wird. Es ist traurig das wieder ein Taucher tödlich verunglückte. Vielleicht sollte jeder ein bißchen Nachdenken wie oft er schon Glück hatte und heil wieder aufgetaucht ist. Wenn jemand so tief gehen will ist er auch für sich selbst verantwortlich. Jedenfall mein Beileid an die Angehörigen.
Antwort von Johannes am 01.11.2001 - 15:14
Lieber Sepp und Gerhard!

1. Tauchanfänger (egal von welcher Organisation ausgebildet) haben im Technical Diving nichts verloren, ja - und trotzdem: immer wieder geben unkompetente Leute, die glauben, es besser zu wissen, insbesondere nach Unfällen, ihren Senf dazu ab (wieso geht jemand im Attersee auf 110 m ??......)

2. Lieber Gerd, ich geb Dir völlig recht. Jeder sollte Nachdenken (mein Kommentar war lediglich eine Reaktion auf die ganzen "Besserwisser").
Technisches Tauchen ist Solo-Tauchen - bei einer derart hohen Deko-Zeit mit Gaswechsel u. allem Drum und Dran kann Dir der beste Buddy einfach nicht mehr helfen! Jeder Mensch ist IMMER und IN JEDER SITUATION für sich selbst verantwortlich!!

Auch mein Beileid gilt allen Hinterbliebenen.
Antwort von Maria am 01.11.2001 - 19:37
@Johannes, du sprichst mir aus der Seele. Danke für diesen Beitrag!

Maria
Antwort von Frank am 03.11.2001 - 17:15
@Johannes,
ich denke damit hast du alles umfassend beschrieben. Kann mich dem nur in allen Punkten anschließen.
Gruß Frank
(ein mündiger Taucher)
Antwort von Michael am 04.11.2001 - 14:46
Hi,
ich muß allen widersprechen die behaupten Tec-Diving sei Solotauchen. Das ist Quatsch!!! Und genau solche Taucher, die in einer Notsituation auftauchen anstatt von ihrem Buddy Hilfe anzufordern, verunglücken. Leute lasst das Tieftauchen wenn ihr euch auf den Buddy nicht verlassen wollt!!!
Antwort von Hans-Ullrich am 05.11.2001 - 12:15
Johannes, ich kann nur unterstreichen, was Du geschrieben hast. Beruhigend ist, daß es Stimmen wie Deine in diesem Forum gibt.

Zu Michael: jeder, der ähnliche Tauchgänge schon selbst gemacht hat kann sich vorstellen, was geschehen kann, wenn der Partner bei >100 m (im Kaltwasser) Hilfe anfordert (Notfall-Auftauchpläne etc.). Vielleicht wären die Sache noch schlimmer ausgegangen? Wir kennen die Unfallursache und den Hergang ja nicht. Beim Rette/Helfen ist ja wohl einerseits wichtig, daß sich der Helfer nicht (zu sehr) gefährdet. Andererseits wird man als Tauchpartner fast immer versuchen angeforderte Hilfe zu gewähren, ohne lange nachzudenken. Deine Einwände sind also nichts weiter als voreilige Schlüsse und Prinzipienreiterei.
Antwort von Micha am 05.11.2001 - 12:38
Jetzt muss ich aber doch mal Partei fuer meinen Namensvetter ergreifen.
Ich glaube, ich habe schon aehnliche TG gemacht, aber vielleicht noch nicht so viele wie Du ?
Nur Buddies, die den Namen nicht verdienen greifen nicht ein und das ist unabhaenging von Tauchtiefe und -zeit. Wie nimmst Du als Redundanz 2 Hirne, 4 Haende und 4 Fuesse mit ?
Antwort von Günther am 06.11.2001 - 00:36
Ich hoffe nur, daß alle überzeugten Solotaucher der Tec-szene nie einen Buddy mitnehmen, der ihre Einstellung vielleicht nicht kennt und sich auf ihre Hilfe verläßt. Gegen einsames Ertrinken aus freiem Willen ist nichts einzuwenden, solang kein Unschuldiger dran glauben muß. Mein Beilied den Angehörigen und dem Buddy des Verunglückten. Gut Luft!
Antwort von Lucas am 06.11.2001 - 08:46
Hi
In der Sendung Thema ORF 2 vom 5.11.01 wurde über diesen Tauchunfall ausführlich berichtet. Unter anderem berichtete ein Tauchschulbesitzer und Tauchsachverständiger vom Attersee Herr Pacher, der den Unfall untersucht hat darüber. Es wurde auch das aus dem geborgenen Computer ausgelesene Tauchprofil gezeigt.
Danach ging der Taucher zügig auf 107 Meter nach erreichen dieser Tiefe schoß er plötzlich schnell nach oben. Der Sachverständige vermutet eine Panikatacke. Bei ca 37 Meter verlangsamte sich der Aufstieg für etwa 15 Sekunden um dann rasant nach oben zu gehen. Bei 13,7 Metern endet der Aufstieg und der Taucher blieb auf dieser Tiefe auf der er auch an den Folgen der DCS (noch unter Wasser) verstorben ist. Er wurde anderntags auch dort von den Feuerwehrtauchern geborgen.
Der Sachverständige kam zu dem Schluß, daß auf Grund des Gewichtes des Tauchers samt Ausrüstung eine derart hohe Aufstiegsgeschwindigkeit nur erreicht werden konnte, wenn der Taucher sein Auftriebsmittel voll aufgeblasen hat und zusätzlich aktiv noch oben geschwommen ist. Daraus wird auf Panik geschlossen zumal Ausrüstung und Füllmenge der Flaschen in Ordnung waren.
So, vieleicht hilfts Euch weiter.

blubblub Lucas
Antwort von Johannes Becher am 06.11.2001 - 16:19
Ich habe diese ORF Sendung leider nicht gesehen- der Pacher ist aber ein sehr fähiger und erfahrener Mann.....
So, und jetzt möcht ich mal von den ganzen "Buddy-Tec.Divern" wissen, wer ein solches Hochschiessen in Panik (und das ist immer ein völlig irrationales Handeln, bei dem enorme Kräfte frei werden....) hätte stoppen können. In 107 m Tiefe bei einer äquivalenten Narkosetiefe von....ich weiß nicht.....35 m ......so schnell kannst Du gar nicht schauen und der ist weg....(ich nehme mal an, daß sein Wing Jacket einen Auftrieb von ca. 30 Kg hatte....). Selbst wenn man so jemanden noch erwischt, kann man ihn nicht mehr stoppen, bestenfalls bremsen, in Panik verweigern jedoch manche jegliche Hilfe.....Man würde sich also selbst dadurch massiv gefährden.....das Ergebnis wären dann 2 Tote oder zumindest 2 Schwerverletzte.....
Antwort von Micha am 06.11.2001 - 17:04
Johannes,

die Frage ist doch: Warum wusste der Buddy nich mal was passiert war ?
Wenn es Panik war, haette er diese im Normalfall erkennen muessen und dann waere es nicht so weit gekommen. 35m Narkosetiefe ist eh zuviel !
Warum also wurde es nichtmal VERSUCHT ?
Warum wissen Buddies NIE, was passiert ist ?
Weil es keine Buddies sind !
Antwort von Gerhard Pucher Landeseinsatzleiter am 06.11.2001 - 17:27
Österr. WASSER-RETTUNG
Landesverband Oberösterreich
Gerhard Pucher
Landeseinsatzleiter

Hallo!

Lucas, leider muß ich Dich korigieren. Der verunglückte Taucher aus Deutschland wurde noch am selben Tag (27. Oktober 2001) um ca. 17.00 in einer Tiefe von etwa 12 Metern von Tauchern der Österreichischen WASSER-RETTUNG Einsatzleitung Unterach in kürzester Zeit geborgen. Die Bergung ging deshalb so rasch vor sich da sein Partner genaue Angaben über den Unfallort und die Tiefe wo der verunglückte Taucher liege machen konnte.

Und die Aufnahmen die in "Thema" zu sehen waren, gehörten zu einem Tauchunfall (Stahllhofer Peter u. Höllinger Christian) der sich am 16. Juni 2000 an der "Schwarzen Brücke" ereignet hat. Die beiden Taucher verunglückten damals tödlich.

Ich würde mir auch wünschen das alle Taucher wieder unversert an die Oberfläche kommen würden.
Antwort von Jens am 07.11.2001 - 20:54
Hallo,
dieser Kommentar ist besonders an Leute wie Micha gerichtet. Warum sind Leute wie Du so intolerant und akzeptieren keine andere Meinung ? Woher weist Du was passiert ist? Vielleicht liest Du Dir noch einmal die Regeln für dieses Forum ( Absatz 8 )durch. Besser wäre, Du würdest eine Antwort auf die Frage die Johannes in seinem letzten Kommentar gestellt hat, geben.
Antwort von Benno am 07.11.2001 - 21:24
Hallo!
Nach dem ich die Kommentare gelesen habe würde ich auch gern ein paar Worte dazu sagen.

Grundsätzlich finde ich, das man von einen Taucher mit 460 TG nicht von einen SEHR erfahrenen Taucher sprechen sollte.
Wenn jemand 10 Jahre taucht dann macht das in diesen Fall 46 TG im Jahr.Man sollte also immer bedenken wie viele Tauchgänge in einem Jahr gemacht werden, bevor man über SEHR erfahren spicht.

Zur Tauchtiefe sei zu sagen das dies einzig und allein die wahl des richtigen Atemgases und der Ausrüstung ist.Es ist oft erschreckend zu sehen mit welcher Ausrüstung und unmengen an Bleigewichten, am liebsten mit Pressluft(ist ja auch viel billiger)sich manche Taucher in Tiefen begeben die jeder Vernunft und physikalischen Gesetzen zu trotzen.
Tauchen mit Mischgas ist eben kein Sporttauchen und erfordert eine spezielle Ausbildung.

Unfälle egal welcher Art wird man auch beim Tauchen nie ganz verhindern können aber es liegt an uns Tauchlehrer(egal welcher Vereinigung)unseren Schülern eine solide Ausbildung zu geben denn sie sind die Tec-Diver der Zukunft.

Zum Buddy-System ist zu sagen das es für Sporttaucher die beste möglichkeit ist sicher zu Tauchen.

Jedoch bei Extremtauchgängen zeigten sie Aufzeichnungen der lezten Jahre, das wenn ein Taucher in solch einer Situation ein Problem bekam, meist beide Taucher ums Leben kamen.
Dadurch werden solche Tauchgänge seit einigen Jahren immer als Solo-Dive gemacht.

Das wichtigste um sicher Tauchen zu können ist und bleibt egal für welche Art des Tauchsportes man sich entscheidet, das regelmäßige üben aller Fertigkeiten im Wasser.
Antwort von Johannes Becher am 08.11.2001 - 02:09
Hallo Benno!

Ich gebe Dir in allen Punkten recht....es ist sicherlich entscheidend, wieviel man pro Jahr taucht....ich möchte eigentlich auch nicht meinen ersten 100-er im Attersee machen....natürlich muß jeder selber wissen, was er tut und dabei immer auf seinen Trainings- und Ausbildungsstand (und natürlich seine Tagesverfassung) achten.
Auch beim Training der Problemlösungsfertigkeiten (im bzw. unter Wasser) geb ich Dir recht, bezweifle allerdings, daß man wirkliche Notsituationen trainieren kann - dazu müsste z.B. der Buddy Dir wirklich OHNE VORWARNUNG das Ventil zudrehen, etc...dies wäre jedoch sicherlich nicht zu verantworten. Alles andere sind eben nur ÜBUNGEN (auf die man sich entsprechend mental einstellen kann....).
Ein Bekannter erzählte mir mal, daß einige Divemaster "zum Spaß" die "Übung mit dem Handstand und der Rolle" (mit dem Trocki) in ca. 30 m (!) gemacht haben und es dabei zu mehreren Deko-Unfällen kam....so ein risikoreiches "Üben" von Notfällen, ob in der Ausbildung oder Privat, fällt meiner Meinung nach eher in die Kategorie Leichtsinn!
Zur Tauchtiefe und zum Mischgas kann ich nur sagen, daß ein Trimix TG natürlich einigermassen teuer ist und einen exakt geplanten u. kalkulierten Tauchplan (inkl. eventueller Gasausfälle,....) erfordert. Es ist in der Tat erschreckend, wie manche "Kollegen" protzen mit Aussagen wie "...ein Freund von mir war schon auf 90 m mit Pressluft..." und ähnlichem. Ihr Vorbild: Bret Gilliam (der glaub ich auf 155 m mit Pressluft war...). Nur mit dem Unterschied: Herr Gilliam ist Berufstaucher (Forschungsaufträge) und hat eine eigene Druckkammer, in der er mit einem Ärzteteam experimentiert und und und....Voraussetzungen also, die kein Hobbytaucher hat. Es ist schon komisch, daß man genau diese Sorte von Tauchern dann oft auch an ihren Autos (und am Fahrstil) erkennt (GTI mit Sportauspuff,....) - und ich denke mir oft, daß Tauchen wie Autofahren ist - und gegen die Unvernunft hilft dann meist die Erfahrung (Anzahl an TG) nicht mehr viel, denn wer sich oft am Limit befindet, den erwischt´s halt eines Tages, ob beim Tauchen oder beim Autofahren.
(Alle vernünftigen, rücksichtsvollen und disziplinierten GTI Fahrer, die sich beleidigt fühlen, bitte ich um Verzeihung!)

P.S. Bist Du der Benno, der beim Lorenc/Wien
arbeitet ??
Wenn ja, ich habe bei Dir meine ersten "Tauchversuche" im Rahmen eines
Schnuppertauchen unternommen....*g*
Liebe Grüße an dieser Stelle!
Antwort von Micha am 08.11.2001 - 10:45
Jens,
meine Meinung habe ich nicht von Vettern, Bekannten, etc., sondern durch einige TG jenseits der Sporttauchgrenze, manche Leute wuerden es Erfahrung nennen, ich gehe jedoch nicht so weit.
Jens, es kann doch jeder tun wie er es will, nur haetten wir eben IMHO weniger Tote, wenn wir mehr echte Buddies haetten. Als ich es noch nicht besser wusste bin ich auch alleine Trimix getaucht.
Heute habe ich die Moeglichkeit mit Tauchern weltweit zu tauchen, die extrem gut sind und es gibt bei Diesen nur noch wenige die Solo tauchen, meist auch nur, weil ein guter Buddy fehlt !
Schlimmer als kein Buddy ist ein schlechter Buddy, das ist ein grosses Problem, keine Frage.
Aber den Umkehrschluss zu ziehen und zu sagen, dass man ohne Buddy sicherer taucht ist meiner Meinung nach zu kurz gesprungen.
JEDER TG ist eben auch ein Trainingstauchgang und man muss immer wieder die Sinne schaerfen.
"Einfacher" ist es alleine zu tauchen ! Sicherer ? Meiner Meinung nach nicht....
Ich hatte in Johannes Email im uebrigen kein Fragezeichen gefunden, glaube aber es geht um die "dann 2 Tote". Ja, ich ERWARTE von meinem Buddy auch, dass er seine Deko aulaesst und diese dann nachholt, so wie ich es auch tun wuerde und es auch schon getan habe.
Meine groesste Angst beim TG ist es, meinem Tauchpartner mal nicht geholfen zu haben !
Ich war frueher ein lausiger Buddy und arbeite auch heute immer noch an all meinen Fertigkeiten.
Wo waere der Sinn dieses Forums, wenn es heisst:
"Taucher A ist tot" und alle sagen:
"Oooh wie Schade" ???
Es geht doch hier niemandem darum, einen Toten schlecht zu machen. Ich rede nicht von Personen, sondern von Eventualitaeten, moeglichen Ursachen usw.
Jeder von uns hat das Risiko unter Wasser zu sterben, solange wir keine Kiemen haben.
Selbst wenn wir Kiemen haetten, koennten wir unter Wasser sterben...
Aber es gibt meiner Meinung nach Moeglichkeiten das Risiko DRASTISCH zu verringern und da gehoert der Buddy fuer mich an die erste Stelle !
Wir lesen doch gerade dieses Forum um daraus zu lernen, oder ?
Wenn es "unabaenderlich" oder "nicht verbesserungsfaehig" waere, wuerden wir hier ja nur mitlesen um uns am Tode anderer aufzugeilen, oder ?
Ok, haken wir mal den Buddy ab, waeren meine Fragen:
-Welche und wieviel TG hatten BEIDE vor diesem TG in aehnlichen Bedingungen gemacht ?
- Wie hoch waren pO2,pN2 ?
- Welche Konfiguration hatten Sie ?
- Welche Ausruestung insgesamt, Bleimenge, Wing, etc ?
- Wurde das Equipment untersucht, was war das Ergebnis ?
- das waeren doch interessante Punkte...
Antwort von Manuela am 08.11.2001 - 18:57
Halllo Micha, ich schätze deine Einstellung zum Buddy-tauchen.
Ich tauche auch lieber mit einem guten Buddy (vor allen Dingen, weil mir das Vertrauen zu einem meiner Buddys das Leben geretet hat, als meine beiden Atemregler vereisten). Dadurch kann das Risiko erheblich reduziert werden. Im Urlaub allerdings denke ich oft, das ich zwar dem anderen helfen würde, er mir aber um so weniger. Da beherzige ich einen Tipp aus dem Buch Solotauchen: Tauche mit einem Buddy aber deine Tauchfertigkeiten müssen so sein, dass du dir
jederzeit selber helfen kannst. Und ich denke bei manchem Urlaubstaucher als Buddy ist das eine gute Lebensversicherung.
Antwort von Torsten am 10.11.2001 - 02:16
Hallo,

ich habe bei Mike A. bis zum 14.10.2001 meinen Taucherpass gemacht. Glaubt mir, er war mit Leib & Seele Taucher. Er kannte die Gefahren des Tauchens und hat sehr eindringlich in der Ausbildung darauf hingewiesen. Auch praktische Übungen hat er erst abgenommen, wenn alles gepasst hat.

Vom Tec-Tauchen habe ich ja keine Ahnung, aber Mike hat sich sehr dafür interessiert und seine gesamte Freizeit seinem Hobby geopfert (aus dieser Sicht glaube ich nicht, dass er nur 460 TG`s haben soll). Also unterstellt Ihm hier bitte nicht, dass er mit Pressluft in diese Tiefe getaucht ist. So ich weiss (und ich habe keine Ahnung), könnte es Probleme mit dem Mitteldruck gegeben haben. 110 m =12 bar > Mitteldruck = keine Luft? Macht Euch mal lieber selber darüber einen Kopf. Ich werde eh nie so tief tauchen, aber ich glaube da lag das Problem. Irgend ein kleiner Fehler bei der Vorbereitung, keine Luft und über 100 m Wasser über Dir. Wer würde da nicht in Panik geraten?

Also, es gibt viele gefährliche Sportarten, z.B. die F1. Ich glaube die Fahrer leben oder zumindest lebten vor einigen Jahren gefährlicher. Er kannte das Risiko und hat es in kauf genommen. Belassen wir es dabei!

An dieser Stelle möchte ich seiner Frau und den beiden Kleinen, sowie allen anderen Angehörigen mein herzliches Beileid ausdrücken.



Antwort von Micha am 10.11.2001 - 11:05
Der Mitteldruck ist bei modernen Automaten immer "oben drauf" auf dem Umgebungsdruck.
Also, ein Automat mit einem Mitteldruck von 10bar funktioniert auch z.B. 125m Tiefe...(schon ausprobiert)
Antwort von Marek am 13.11.2001 - 13:45
Mitteldruck finde ich ist gar keine schlechte Idee aber anders gedacht.
Nun stellt euch mal folgendes vor(rein hypotetisch):
Die Woche voll Arbeit war stessig. Nun fuhr man gemeinsam zum Tauchen ein paar Stündchen durch unseren gemütlichen Verkehr. Man freut sich auf den lang und intensiv vorbereiteten Trimixtauchgang. Der Buddy ist ein bischen ausgeruhter, weil er Beifahrer war.
Am See angekommen wird die Ausrüstung überprüft, zusammengebaut und so der dumme Zufall es will ist der Buddy nen Tick schneller und man "beeilt" sich. So ist die Tek-Brücke am Tri gesperrt und ein Regler am Doppel zu. Kann passieren wir sind Menschen.
Schon hast du den Salat. gehst auf Tiefe wechselst von nitrox auf Tri und atmest das eine Gerät leer- willst auf die zweite wechsel und NIX. Kommst nicht ans Ventil, der Buddy nen Tick zuweit weg.Panik(jetzt kommt die super Tagesform zum tragen) und ab geht der Fahrstuhl.....weiter oben noch mal Nitrox geatmet, aber alles schon zu spät...
das waren meine wilden unqualifizierten erlesenen Spekulationen,denn was anderes lese ich hier nicht(ausgenommen unserer Östereichischer Freund)
Und was bleibt meist übrig? Ein Zusammenwirken von Hektik,Pech und schlechter Tagesform(unerkannt). Da kann auch der Buddy nix kitten.
Mein Beileid ihm und der Familie.
Antwort von Thomas am 17.11.2001 - 18:17
Es ist ein sehr dramatisches Ereignis was hier passiert ist. Aber jetzt auf dem Buddy rumzuhacken finde ich ziemlich blöd! Wenn man mal versucht sich in die Laage bzw in die Person versetzt, erkennt man vielleicht wie schwer es für ihn so schon ist. Immerhin war er ein sehr guter Freund. Und wenn man dann auch noch mit "ansehen" muss wie er verunglückt? Na gute Nacht. Oder mal dran zu dencken er machte seine Dekos wie geplant und immer die Ungewissheit und Fragen Was ist passiert? Wo ist er? Wie geht es ihm? Ich glaube das ist mit das schlimmste was einem je passieren kann. Und dann muss man noch lesen wie er als Buddy zerflückt wird. Klar ist es ein harter Schlag. Für alle, seis die Familie
die ganzen Freunde und Bekannten oder jeder einzelne von uns. Der grosse Gedanke sollte lieber sein was man daraus für sich persönlich lernen kann.
An dieser Stelle unser Beileid den Hinterbliebenen
Antwort von Micha am 17.11.2001 - 18:29
Thomas ich gebe Dir recht und was lerne ich draus ?
Eben noch mehr auf den Buddy achten ! Und die Deko wenn moeglich unterbrechen und nachholen.
Antwort von Marek am 17.11.2001 - 19:39
" die Deko wenn möglich unterbrechen und nachholen." Falsch! Bei dem o.g. technischen Trimixtauchgang ist nichts mit Deko nachholen. Du kommst oben kaum noch lebend an.Wenn doch bist du warscheinlich nicht mehr in der Lage dem Buddy zu helfen. Das einzig Richtige ist bei dem Tauchunfall gemacht worden. Schnellstmöglich austauchen und Hilfe organisieren.
Als Lehre würde ich sehen: IMMER eigenverantwortlich UND mit Buddy zu tauchen - sich auch nie zu sicher zu sein.
Antwort von Micha am 18.11.2001 - 10:39
Hallo Marek,

ich wuerde daher auch nicht mit Dir tauchen, da Du meiner Meinung nach die falsche Einstellung hast, aber es kann ja jeder tauchen wie er moechte und mit wem er moechte.
Antwort von Heiko am 19.11.2001 - 10:48
Hallo Micha,
meiner Meinung nach bist Du etwas bluäugig, was das "Unterbrechen" der Deko angeht. Beim Tauchen mit Pressluft kann man vielleicht noch riskieren die letzten 5 Minuten Deko zu ignorieren, um den Tauchpartner zu helfen. Dann sollte man die Deko aber nicht "nass" nachholen sondern immer eine Dekokammer aufsuchen, wofür dann sicherlich genügend Zeit wäre. Beim Tauchen in extremen Tiefen ist das aber nicht möglich, da sich schon beim Auftauchen massive DCS-Folgen einstellen. Wenn man einfach über 20 Minuten Deko ignoriert, kommt man höchstwahrscheinlich nicht lebend oben an. Ich schliesse mich dabei der Meinung von Marek an.
Antwort von Micha am 19.11.2001 - 11:07
Hallo Heiko,

ich habe es einfach schon ausprobiert...
Die etablierten Verbaende machen die Deko einfach zu etwas mysthischem, wenn auch ausrechenbarem. Beides ist falsch IMHO.
Antwort von joeat am 19.11.2001 - 11:40
Lieber Micha!

Du magst ein "erfahrener" Taucher sein, aber in meinen Augen bist du ein absoluter Vollkoffer. In solch einem Forum, wo offensichtlich eine ganze Menge Anfänger mitlesen, solch eine Meinung so massiv zu vertreten, grenzt in meinen Augen schon fast an "Gemeingefährdung".
Ich habe keine Ahnung, ob du hier nur große Sprüche klopfst, oder tatsächlich das schon "probiert" hast. Wenn ja, so wünsche ich dir viel Vergnügen in späteren Jahren mit den Folgeerscheinungen deiner mißachteten Dekopausen. Ich kenne kaum einen ehrlichen Taucher, der nicht zugibt, dass sich im Laufe der Jahre auch unter Einhaltung der "Regeln" trotzdem ganz offensichtliche Nebenwirkungen einstellen.
Offensichtlich kann es mit deinem Wissen aber nicht recht weit her sein, denn sonst wüsstest du auch, warum die etablierten Verbände zunehmend mehr Wert auf die Deko-Pausen legen, bzw. das Tauchen innerhalb der Null-Zeit nahe legen.
Deine Meinung ist genau so sinnvoll, wie wenn jemand behauptet, dass man mit einer Menge Alkohol immer noch sicher Auto fahren kann. Sicher mag es den einen oder den anderen geben.

Sorry, aber nicht genug damit, dass es zunehmend mehr "Urlaubstaucher" gibt, die innerhalb von ein paar Stunden durch die Theorie gepeitscht werden, da sie ja Spaß haben sollen, die keine Ahnung von den medizinischen und technischen Zusammenhängen geschweige denn von Notfallsausbildung haben, sind es genau solche Leute wie du, die mir in den letzten Jahren zunehmend den Spaß am Tauchen verdorben haben.

Und die Deko ist alleine schon deshalb etwas "Mystisches", da kein Mensch sagen kann, wie sich sein eigenes Gewebe und seine Tagesverfassung tatsächlich auf verschiedene Sättigungszustände auswirken.

Ich wünsche dir noch ein langes Leben als Taucher. Aber bitte vertritt solche Meinungen am Stammtisch unter "Deinesgleichen" und nicht in öffentlichen Foren, wo es vielleicht etliche gibt, die sich das zu Herzen nehmen und die nächsten sind, die aus dem Wasser gefischt werden müssen.
Antwort von Micha am 19.11.2001 - 11:53
Joe, jetzt wird es aber bizarr. Du sagst damit, Du wuerdest mich nach oben entschwinden lassen, wenn ich Probleme haette ?

Ich rede ja nur von "Notfallverfahren" und nicht vom "Alltaeglichen". Beachte bitte die Rubrik in der wir posten !
Deko koennen wir getrennt im Tek-Forum diskutieren, einverstanden ?
Antwort von joeat am 19.11.2001 - 13:21
Das kommt auf die Situation drauf an. Niemand weiß, was in diesem Fall wirklich passiert ist.
Und niemand kann sagen, ob du in dem Fall ihn noch erreicht hättest, bzw. ob man dich dann nicht auch aus dem Wasser fischen hätte müssen. Oder?

Wir sind grundsätzlich gar nicht so weit voneinander entfernt. Ich gehe mit dir über deine allgemeinen Ansichten bezüglich der "Problematik Buddy" konform. Aber wenn ich ins Wasser gehe, so bleibt ein gewisser Grad an Restrisiko, das mir niemand abnehmen kann und das ich auf niemanden abwälzen kann. Und sein Leben auf`s Spiel zu setzen würde ich nicht einmal von meinem besten Freund verlangen.

Und gerade von jemandem mit deiner Erfahrung geht mir hier so etwas wie Vorbildwirkung ab.

Vielen Dank für deine Mail
Antwort von Micha am 19.11.2001 - 13:49
Ich wuerde verlangen das mein Buddy die Deko unterbricht, denn das wuerde ich auch fuer Ihn tun. Ich gehe nicht davon aus, das hier einer mitliest und das dann "just 4 fun" mal ausprobiert.
Ok, diskutieren wir ueber die Deko im Tek-Bereich weiter...
Antwort von HAI0105 am 27.11.2001 - 17:23
Rest in peace Micha!
Ich glaube Dir kein Wort wenn du erzählst das du nach solch einem TG die Deko ausgelassen hast. Da ist der Selbstmord sicherer als sich ne Kugel in den Kopf zu schießen. Bei einem TG mit Helium kannst du keine Deko auslassen, hast du schon mal ne Schampusflasche aufgemacht? Genau so muss der Tote ausgesehen habe.
Ach und nochwas zu deiner einstellung zum Buddytauchen. Ich selber tauche mit einem sehr guten und verantwortungsvollen Buddy, aber ich würde von Ihm nie erwarten das er eine Deko auslässt und damit sein Leben für mich riskiert. Das Risiko ist zu groß das dan 2 Leichen an der Oberfläche treiben.
Meinen Einstellung kennen meine Buddys und bis jetzt hatt sich noch niemand geweigert mit mir in Wasser zu gehen.
Mein Beileid an die Familie des Taucher und an seinen Buddy!

Gruß Heiko
Antwort von Micha am 28.11.2001 - 11:47
Hi Heiko, komm doch mal mit tauchen, Du kannst ja unten bleiben.
Ich weiss nicht, wer euch den Bullshit mit der Angst vor dem Helium erzaehlt. Es geht ja lediglich drum, die Deko zu unterbrechen und dann direkt nachzuholen. Blasen manifestieren sich ja nicht sofort !
Kann es sein, dass Deine Infos mehr als 5Jahre alt sind ?
Antwort von Uwe am 29.11.2001 - 13:28
Hi,
ich verfolge die Buddy-Diskussion schon eine Weile in diesem Forum und möchte kurz meinen "Senf" dazugeben. Ich bin zwar noch kein so "erfahrener" Taucher wie die meisten hier (ca. 250 TG, aber ich bin Mitglied der DLRG und dort in einer Tauchstaffel. Wir haben die Aufgabe Menschenleben zu retten, wobei man aber vermeiden sollte selbst in Lebensgefahr zu kommen, denn dann tritt der oben diskutierte Fall ein, dass dann Retter und Verunfallter das zeitliche segnen. Wir üben Maßnahmen, die es ermöglichen den Verunfallten ruhig zustellen - aber eben nur an der Wasseroberfläche. Passiert so eine Situation mit ein paar Metern Wasser über`n Kopf ist das schon gefährlicher. Der in Panik geratene kann einen selber zur Panik verhelfen...
Und dann einen kühlen Kopf zu bewahren dürfte selbst den "abgebrühtesten Vieltauchern" schwer fallen, zumal man diese Situationen nicht trainieren kann. Jeder Taucher sollte immer wieder konzentriert tauchen (Routine ist fehl am Platz) und sich geistig während des TG immer mal wieder vor Augen führen was für Situationen eintreten könnten - besonders bei TG`n die jenseits der Sporttauchergrenze passieren.
Ich vertrete auch die Meinung, das ein schlechter Buddy mehr Schaden anrichten kann als Nutzen - siehe Urlaubstaucher. Ich würde meinem "unbekannten" Tauchpartner sicher im Rahmen meiner Möglichkeiten helfen, ich würde mich aber nicht auf ihn verlasssen - meine eigenen Fähigkeiten kenne ich, seine aber nicht. Und das viele Urlaubstaucher mangelhaft ausgebildet sind ist oft diskutiert - ich habe es öffters erlebt (z.B. 10 TG und dann auf 30m im roten Meer / Kondition mangels Übergewicht keine usw.)- da kann man auf Hilfe nicht hoffen.
Also Buddysytem okay, aber man sollte sich seiner eigenen Fähigkeiten bewußt sein und diese immer wieder verbessern. Auch 1000 TG schützen vor Weiterbildung nicht.
Zur Meinung Deko unterbrechen - ich finde, das ist Situationsabhängig - bei 110m Fahrstuhlfahrt hätte ich auch die Notbremse gezogen, denn nach den Unfallbeschreibungen wäre auch der Tod des Buddys die Folge gewesen. Meiner Meinung nach hat der Buddy richtig gehandelt.
Zur Frage "110m warum ?" - da kann ich nur sagen warum fahren Menschen auf den Autobahnen 200 km/h und mehr - ich würde mich auch nicht davon abhalten lassen meine Grenzen auszuloten - bei Minimierung des Risikos durch gute Vorbereitung.
Antwort von Michael am 29.11.2001 - 13:38
Hi Uwe,
das hört sich vernünftig an. Allerdings handelt es sich ja nicht um 2 Urlaubstaucher sondern um Buddys die gemeinsam tiefe Trimix-Tauchgänge durchführen. Und da stellt sich für mich schon die Frage warum jemand in einer Notsituation in Panik aufsteigt, anstatt von seinem Buddy Hilfe anzufordern. Wenn ich genug Vertrauen zu meinem Partner habe gerade ich doch gar nicht erst in Panik, denn ich bin mir sicher: Er kann mir helfen.
Antwort von Uwe am 29.11.2001 - 16:34
Hallo Michael,
ich bezog die Urlaubstaucher auch nicht auf die beiden Taucher im Attersee - das war allgemein gemeint.
Es ist schon richtig, dass man in so einem Fall die Hilfe des Buddys anfordern sollte...wenn man noch dazu in der Lage ist. Wir können hier schön aus der Distanz diskutieren, aber keiner wird jemals erfahren, was im Kopf des verunfallten Tauchers vorgegangen ist - Panik kann man nicht erklären. Und nur wenige Menschen haben ihre Nerven in jeder Situation unter Kontrolle. Ich war noch nicht in so einer Entscheidungssituation und kann nicht sagen, ob ich selbst in solchen absoluten Streßsituationen nicht auch durchgeknallt wär. Normalerweise gehe ich in den meisten Situationen abgeklärt zu Werke und versuche das Gehirn zu benutzen. Aber bei einem richtigen Kurzschluss in der "Birne" macht man sicherlich Sachen, die hinterher nicht mehr zu erklären sind. Es sollte zwar bei unserem (eben auch gefährlichen)Hobby nicht so sein, es kann aber immer wieder passieren. Ich denke dagegen ist niemand gefeit. Und wer im Schwimmbad mühelos 50m Streckentauchen hinlegt muss noch lange nicht in 100m Tiefe die 10m bis zum Buddy schaffen, weil es eben im Kopf "klick" macht.
Ich denke Berufstaucher sind in der Lage ihre Nerven besser im Zaum zu halten, aber selbst dort passieren Unfälle. Das größte Unfallrisiko ist und bleibt der Mensch.
In diesem Sinne wünsche ich uns allen immer streßfrei Tauchgänge den Hobbys sollen ja vor allem Spaß machen.
Antwort von Micha am 29.11.2001 - 17:02
In 100m ist man hoffentlich nicht 10m voneinander entfernt !
Das Buddysystem ist eine Einstellungssache.
Ich gebe Dir recht, dass man nicht weiss wie man reagiert, aber ein guter Buddy sollte erkennen dass es ein Problem gibt, BEVOR dem anderen die Augen bis zum Maskenglas stehen.
Wer solo tauchen mag, moege es tun, ich mag es nicht mehr....
Antwort von Marek am 29.11.2001 - 19:37
Hallo Micha,

wie jetzt, du schreibst:"Wer solo tauchen mag, moege es tun, ich mag es nicht mehr.... "

Du bist also auch mal Solo getaucht. Warum nicht mehr? Was war der Anlass?
Allein macht mir z. B. keinen Spaß.
Antwort von Micha am 30.11.2001 - 06:42
Hallo Marek,

also ich bin gegen Solotauchen, aber es gibt halt welche die es fuer sicherer halten. Ich bin bis zum Todetag von lady Di auch ab und an Trimix solo getaucht, aber seit dem habe ich gute Buddies gefunden und sehe nur noch Nachteile im Solo tauchen.
Ich hab schon jeden Scheiss ausprobiert, glaube es mir, aber ich habe kine Probleme damit es zuzugeben, dass es falsch war.
Schade finde ich nur, wenn Leute nicht ueber Ihren schatten springen koennen und sagen koennen, Hey, das war falsch, ich mach es ab jetzt anders.
Du hast natuerlich recht, es macht auch viel mehr Spass zu zweit zu tauchen und danach ueber den TG zu plaudern !
Antwort von Markus am 04.12.2001 - 21:18
Servus
Ein kleiner Beitrag zu Uwes Kommentar.
Kondition und Übergewicht über einen Kamm zu scheren ist FALSCH.
Ich selber bin ein ganz normaler Preßlufttaucher und habe 150kg Lebendgewicht. Da staunst Du. Aber trotzdem bin ich genauso leistungsfähig wie jeder andere. Du vergißt anscheinend, daß wir dicken im Wasser auch schwerelos sind und dadurch über viel mehr Kraft und Ausdauer verfügen als mancher denkt.
Wir haben nämlich einiges an Gewicht an Land zu schleppen und sind dadurch eigentlich gut trainiert. Dies gilt aber nur für jene die eine körperliche Arbeit verrichten (Job).
Es ist logisch das einer der den ganzen Tag im Büro auf seinem Hintern sitzt weniger Energie hat. Warscheinlich hast Du solche Taucher gesehen.
Zwecks Buddy werde ich nie von meinem Buddy verlangen mich aufs Land oder an Bord zu schleppen. Da gibt es andere Möglichkeiten.Aber raufbringen muß er mich.
2. Ich habe gelernt auf mich selbst aufzupassen bzw. auf mich selbst zu verlassen, so daß ich mir
im Notfall selber helfen könnte.
Das hilft mir, mich besser auf meinen Buddy zu konzentrieren um ihm helfen zu können wenn etwas passiert.
Übrigens war ich am 2.12.01 am Attersee und uns wurde schon wieder von einem Unfall an der "schwarzen Brücke" von vor 2 Wochen berichtet.
Gespannt bin ich wann mal jemand bis zum Grund, der angeblich bei 160 m sein soll, vordringt.
Antwort von Uwe am 05.12.2001 - 10:20
Hi Markus,
sorry wenn ich jemanden mit der Bemerkung vom Übergewicht auf den Schlips getreten habe. Hätte sichlich auch andere Eigenschaften wählen können - war nur ein Beispiel.
Und wenn es dich tröstet, ich bin mit 41 Jahren auch nicht mehr Adonis. Meine Konfirmantenhose kneift auch ganz schön...
Nein Spaß beiseite wir haben in unserer Tauchstaffel auch mehrere Taucher mit ein paar Pfund zuviel, die aber durch körperliche Arbeit und Training im Verein, "kreislauftechnisch" gesehen topfit sind und auf die ich mich verlassen kann. Ich bezog mich auf Beispiele aus meinen Erlebnissen. Bitte nicht alles verallgemeinern - das sind keine wissenschaftlichen Studien, sondern subjektive Beobachtungen meinerseits.
Grüsse Uwe
Antwort von Markus am 05.12.2001 - 18:31
OK Genehmigt
Antwort von kim michalek am 08.12.2001 - 17:00
leber micha!
ich hoffe du kommst NIE in so eine situation. da tätst nänlich schön schaun, wie schnell dein partner weg ist.
Antwort von kim am 08.12.2001 - 17:06
lieber micha!
ich hoffe du kommst nie in so eine situation, weil du tätest nämlich schön schaun wie schnell dein partner weg ist
Antwort von Micha am 08.12.2001 - 17:36
Glaub mir Kim, ich war schon oft in Situationen, wo der Buddy haette fluechten koennen und er blieb da !
Antwort von Markus am 08.12.2001 - 17:47
Ich habe schon einige Berichte über tieftauchen gelesen und auch gesehen.
Und immer wurde darauf hingewiesen das es praktisch
Solotauchgänge sind. Aus dem einfachen Grund, daß es sich hierbei um extrem Tauchgänge handelt.
Da nützt dir auch der beste Buddy nichts mehr.
Was ich mich frage, wozu sollte ich eigentlich so tief tauchen. Etwas anderes wäre es wenn ich es beruflich.
Antwort von Micha am 08.12.2001 - 22:22
Wenn nie einer mal nen Schritt weiter geht...wuessten wir nicht was um die naechste Ecke ist.
www.tekdyk.dk/doux
Im August wollen wir auf 7km tauchen. Dauer dann ca 20Stunden.
Natuerlich NICHT solo, sondern mit nem "gscheiten" Buddy.
Antwort von Markus am 09.12.2001 - 09:17
Meinst Du unter Wasseroberfläche die zurückgelegte Entfernung in der horizontalen ???
Antwort von Micha am 09.12.2001 - 11:10
Jope. Um es korrekt zu sagen p=7000m bei d=70m
Wir hoffen nicht, dass es hinten tiefer als 90-100m wird, da dies wohl die MOD des tiefsten gases sein wird. Das Tauchprofil ist ziemlich aetzend, erst 60m, dann 30m und dann richtig tief. Dies wird auf dem Rueckweg Probleme machen, da wir ca 1h im 30m Bereich sein muessen. Wir muessen also ca 5km entfernt in der Hoehle eine Teildeko absitzen um dann wieder in eine Vollsaettigung zu gehen ;-(
Antwort von Uwe Gasser am 12.12.2001 - 17:31
Hallo an alle,
Toedlicher Unfall-schlimm genug.Aber gerade TL`s
sollten es besser wissen.Warum 100mtr +???
Gruss Uwe MI-Padi
Antwort von UWE am 12.12.2001 - 18:47
Hallo Sepp,
Deine ach so klug formulierte Aussage,das ein PADI
OWD nicht kompetent genug sei fuer TEC Tauchen,ist absolut korrekt.Allerdings gilt dieses auch fuer andere Verbaende.Um Tauchgaenge dieser Art durchzufuehren sollte man ueber das noetige Wissen und Ausbildung verfuegen.Ich persoenlich kenne PADI OWD`s die mehr Erfahrung im Tec bereich haben wie du jemals erreichen wirst.Es ist auch absolut unsinnig sich ueber den Sinn und Zweck des Tech- tauchens zu streiten da jeder Mensch,insbesondere jeder Taucher sein spezielles Faible hat.Genauso sinnlos ist es zu behaupten,das Taucher des von dir genannten Verbandes weniger gute Taucher sind,bzw schlechter oder oberflaechlicher ausgebildet worden seien.Die Standards der einzelnen Verbaende sind nun mal sehr unterschiedlich und haben ihre Schwerpunkte in total unterschiedlichen Bereichen der Ausbildung von "Tauchern" gelagert.
Unfaelle gab es immer und wird es immer geben,da nicht der Ausbildungsstand,sondern der im menschlichen Wesen manifestierte Drang zu immer neuen Sphaeren,sowie die bereitschaft Risiken einzugehen zu solchen Unfaellen fuehrt.Von Ausruestungs abhaengigen Problemen mal ganz abgesehen.Ein erfahrener Taucher ist nicht unbedingt derjenige der auf tausende von TG`s
verweisen kann,sondern selbiger der seine Grenzen
kennt und auch akzeptiert und nicht versucht diese immer weiter nach " unten " zu verlagern.
Wie gesagt,andere extrem wichtigen Punkte wie :
Ausruestung,Tauchumgebung,physische Verfassung,
TG-Planung und Verfahren im Notfall lassen wir mal ganz aussen vor.
Mit freundlichen Gruessen
Uwe / PADI-CD

Antwort von eric condette am 13.12.2001 - 14:59
Als ehemaliger techdiver, kann ich euch nur sagen, nichts auf dieser welt kann jemanden unter wasser helfen oder retten. Es ist nicht unser element und unser körper keine Maschine.
Also heute fühle ich mich gut und morgen auch. aber dann wenn ich unten bin und wieder auftauchen möchte, bedeutet es nicht da ich mich dann immernoch so fühle wie gestern.

Viele Taucher gehen ins wasser wenn sie sich gut fühlen und denken nicht darüber nach wie es ihnen unten gehen wird. Halten sich nicht mental fitt. Spielen nicht alle und ich meine alle Situationen durch.

ich habe aufgehört mit dem Techdiving als mein Buddy deutschland verlassen hatte. Und das sollte sich jeder klar machen ein Buddy ins seine Lebensversicherung. Auch beim Solotauchen !
In der Cave sieht es auch nicht anders aus. da ist Dein Buddy der Mann der dir beim planen und richten hilft.

Ich habe auch kein Streß damit meinem Buddy den Anzug oder das "wing" aufzuschneiden wenn er anfängt unkontrolliert aus der Tiefe zu schiessen oder in panik gerät.

also kann mann darauf zurückschliessen das die zwei jungs nicht zusammen getaucht sind.

Antwort von eric condette am 13.12.2001 - 14:59
Als ehemaliger techdiver, kann ich euch nur sagen, nichts auf dieser welt kann jemanden unter wasser helfen oder retten. Es ist nicht unser element und unser körper keine Maschine.
Also heute fühle ich mich gut und morgen auch. aber dann wenn ich unten bin und wieder auftauchen möchte, bedeutet es nicht da ich mich dann immernoch so fühle wie gestern.

Viele Taucher gehen ins wasser wenn sie sich gut fühlen und denken nicht darüber nach wie es ihnen unten gehen wird. Halten sich nicht mental fitt. Spielen nicht alle und ich meine alle Situationen durch.

ich habe aufgehört mit dem Techdiving als mein Buddy deutschland verlassen hatte. Und das sollte sich jeder klar machen ein Buddy ins seine Lebensversicherung. Auch beim Solotauchen !
In der Cave sieht es auch nicht anders aus. da ist Dein Buddy der Mann der dir beim planen und richten hilft.

Ich habe auch kein Streß damit meinem Buddy den Anzug oder das "wing" aufzuschneiden wenn er anfängt unkontrolliert aus der Tiefe zu schiessen oder in panik gerät.

also kann mann darauf zurückschliessen das die zwei jungs nicht zusammen getaucht sind.

Antwort von Dauchdeppi am 13.12.2001 - 22:14
Hmmh... ich habe zwar keine Erfahrung und auch keine Meinung. Und überhaupt muss ich sagen, fehlt´s mir mit meinen wenigen Tg´s in meist warmen Gewässern (kältestes bislang 7 C) auch an Kompetenz, um da überhaupt mitzureden...
Auch würde ich nie auf die Idee kommen, so tief "unter" meine Fähigkeiten zu gehen, aber ich möchte folgenden Vorschlag machen: Warum treffen wir uns nicht alle mal am Attersee. Da könnte dann jeder von Euch zeigen, was er so draufhat. Nicht, dass mich da einer falsch versteht. Ich würde mich lediglich auf die Brücke stellen und zuschauen. Oder vielleicht maximal auf 10m austarieren und dann einfach nur schauen, was dann da unter mir so alles passiert...
Also, lasst mich wissen, wann´s losgehen kann. Morgen wäre doch ein schöner Tag zum Sterben, da soll´s so richtig warm werden.
Auch mein Beileid den Hintergebliebenen...
Antwort von luk am 15.12.2001 - 18:14
falls du einen buddy brauchst, komm ich gerne mit
Antwort von Blue Fins am 31.12.2001 - 08:07
Hallo Leute
Wir sind aus dem Raum Salzkammergut (Strasswalchen)und hier betreiben wir auch eine Tauchschule. Die Tauchunfälle an unseren Seen nehmen Jahr für Jahr zu, was nicht unbedingt eine Werbung für unseren Sport bedeutet. Zumal es noch dazu die Qualität der Ausbildung in Frage stellt.
Wir bilden seit 1991 Taucher aus, und komischer Weise ist es bei von uns ausgebildeten Tauchern NOCH NIE zu einem Tauchunfall gekommen. Und das dürfte schon einiges Aussagen. Nicht, daß wir so wahnsinnig gut sind, nein, aber bei uns dauert ein Anfängerkurs noch 3 Wochen, und nicht 3 Tage !
Ansprechen möchte ich damit die Taucher, die irgendwo im Süden einen billigen Kurs absolviert haben, vielleicht noch in einer Fremdsprache, und nun glauben, sie wären auch bei uns absolut Seetüchtig. Leider ist es NICHT so. Süsswassertauchen unterscheidet sich um ein vielfaches zum Meerestauchen. (Helligkeit, schlechte Sicht, kaltes Wasser, usw. )
Auch für uns, hier im Taucheldorado Salzkammergut ist es schrecklich mitanzusehen, wie, und wieviele Taucher jährlich verunglücken.
Unsere Empfehlung :
Nehmt Euch genung Zeit für Eure Tauchgangsvorbereitung, informiert Euch über den Tauchplatz, macht anfangs flache Tauchgänge (auch da gibts genug zu sehen), wenn Ihr nicht sicher seid, nehmt die ersten paar mal einen ansässigen Tauchgangsführer mit.
Wir alle sollten den Tauchsport als SCHÖN und SICHER repräsentieren, was er ja auch ist.
Wir hoffen damit allen einen Denkanstoss gegeben zuhaben.
Ein gutes neues Tauchjahr !
Blue Fins
Antwort von Markus am 31.12.2001 - 08:33
Dem Kommentar von Blue fins kann ich selbst nur zustimmen da ich selber schon solche sachen wie Streßbewältigung bei WARMWASSERTAUCHERN in heimischen Seen gesehen habe. Unsicherheit,Angst,Desorientierung und nicht den hiesigen Anforderungen angepaßte Ausrüstung.
Ich habe schon einmal hier bei Taucher.net einen Beitrag zu diesem Thema abgegeben. Aber ich glaube das Thema Ausbildung gehört nicht hierher.

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