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Foren - int. Tauchunfälle - Audrey Mestre stirbt bei Rekordversuch




  

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Audrey Mestre stirbt bei Rekordversuch
Abgesandt von Armin am 14.10.2002 - 12:53:

Wie bereits gestern in den News berichtet - ist Audrey Mestre bei einem Rekordversuch ums Leben gekommen. Wir geben diesen Vorfall hier zum diskutieren frei:

Santo Domingo - Beim Versuch, einen neuen Weltrekord im Tauchen aufzustellen, ist eine 28 Jahre alte Französin ums Leben gekommen. Audrey Mestre wurde neun Minuten nach Beginn ihres Tauchgangs im Osten der Dominikanischen Republik tot geborgen. Wiederbelebungsversuche scheiterten. Mestre wollte 171 Meter tief tauchen und damit den Weltrekord ihres kubanischen Ehemannes Francisco Ferreras von 162 Metern brechen.

"Irgendetwas ist furchtbar schief gelaufen", sagte ein Sprecher von Mestres` Sponsor, dem Tauchartikelhersteller Mares. Die Taucherin wollte ihren Rekordversuch ursprünglich bereits am Samstagmorgen in La Romana, rund 130 Kilometer östlich der Hauptstadt Santo Domingo, starten, musste das Vorhaben aber wegen schlechten Wetters auf den Abend verschieben. Sie hielt den Weltrekord der Frauen im Tieftauchen, seit sie im Mai vergangenen Jahres in Florida 130 Meter Tiefe erreichte.



Antwort von Bernhard Potrz am 14.10.2002 - 13:12
Hi Armin,

mein Mitleid hält sich in Grenzen. Ohne zusätzl. Luft auf 170 m ?! Muss das sein? Was treibt einen Menschen in diese Tiefe? Sie musste wissen, auf was sie sich da einläßt.

Klar ist so ein Unfall tragisch aber bei der Jagd
nach solchen Rekorden muß man sowas wohl in Kauf nehmen, oder? - siehe Benjamin Franz.

Liebe Grüsse
Bernhard
Antwort von oliver am 14.10.2002 - 13:32
Hmmm...
Bernhard....Frauen kommen mit weniger Luft sensationell viel weiter.Das kann man speziell bei der Amerikanerin Tanya Streeter sehen.Da bleibt einem oft die Luft weg,was die Mädels so schaffen.Von daher sehe ich das nicht als unrealistisch an.
Ich hatte mich mal mit Audrey Mestre unterhalten bei einem rekordversuch in wallhausen am Bodensee.Ein Bildbericht davon liegt bei Tauchernet. Sauhübsches intelligentes Mädel. Schiet.
Antwort von TaucherPaPa am 14.10.2002 - 13:37
Es ist eben Extremsport. Und wenn in diesen Tiefen was schief geht, wars das meistens. Trotzdem mein Beileid an Pippin - Apnoe als Lebensinhalt und dabei die Frau verlieren...ganz schlimm.

Hier gibts noch ein Bild, aber nichts für zarte Gemüter:Hier klicken

Gruß TP
Antwort von Kamikaze am 14.10.2002 - 13:42
@ Bernhard:
Wer sagt, dass sie diesen Rekord ohne zusätzliche Luftversorgung aufstellen wollte?

Tragisches Ende einer Rekordsüchtigen, die trotzdem sie noch den Weltrekord für Frauen hielt, anscheinend zum Schluss nur noch eines im Kopf hatte: den Rekord ihres eigenen Ehemannes zu brechen. Mich erinnert das ganz stark an "The Big Blue - le grand bleu - Im Rausch der Tiefe". Eigentlich sind die Psychogramme dieser Menschen schon fast interessanter als die Möglichkeiten so tief zu tauchen:
Wie wäre es wohl weitergegangen, wenn sie überlebt hätte? Wer hätte den nächsten Rekordversuch unternommen. Unter welchen Risiken?
Und vor allem: warum???
Keiner von uns Sporttauchern weiß wohl wirklich, wie sich der Körper des Menschen in solchen Tiefen wirklich verhält, bzw. wie man da heil runter und heil wieder rauf kommt.
"Irgendetwas ist furchtbar schief gelaufen..."
Aber es gibt anscheinend immer wieder genügend Todeslustige, denen es einen Versuch wert ist.
Hauptsache Weltrekord!
Antwort von oliver am 14.10.2002 - 13:55
Die 170m hatte sie am Vortagals Training schon gemacht.Also von daher nichts was "unmöglich" ist.
Antwort von Benicio am 14.10.2002 - 14:15
Es scheint hier einigen nicht klar zu sein, dass Audrey eine Apnoe-Taucherin war. Deshalb ist auch die Diskussion bzgl. der "Sauerstoff"-Flasche (Zitat "Bild.de") hier überflüssig.

@ Oli:
Du scheinst einiges über den Vorfall zu wissen. Was mich interessiert:
- Warum hat es 9 Minuten gedauert, bis man sie rausgeholt hat?
- Wo waren die Sicherungstaucher?
- Bis zu welcher Tiefe sind Sicherungstaucher bei derartigen Apnoe-Dives positioniert?

Ich war sehr betroffen, als ich heute morgen irgendwo unter "Aktuelles" so nebenbei über Audreys Tod erfuhr und hoffe sehr, dass nun über diesen Thread im Unfallforum mehr Informationen an die Öffentlichkeit gelangen.
Antwort von Oliver am 14.10.2002 - 17:02
Zunächst einmal mein Mitgefühl den Angehörigen und natürlich dem Ehemann...
Eine faszinierende Frau ist an einem hochgestecken Ziel gecheitert und hat einen sehr hohen Preis dafür bezahlt...
Ich denke es ist müssig, sich über die Motivation, über Sinn oder Unsinn von Extremsportlern zu unterhalten oder über deren Rekordjagden..
Ob Audrey Mestre oder Ayrton Senna.....und all die vielen anderen haben ihren Sport im Extrem betrieben, es waren Erwachsene Menschen, die genau wussten, worauf sie sich einlasen und die auch die Risiken kannten.
Nur mal so als kleine Veranschaulichung..-170m sind 18 bar Druck....bei "normalen Menschen geht man von einem Residialvolumen von 1,2 bis 1,5l aus. Selbst wenn sie ein Lungenvolumen von 9 Litern gahbt hatte, hatte sie "dort" noch einen kümmerlichen Rest von 0,5 Litern!!!
Ich gehe mal davon aus, daß ganz einfach die Lunge kollabiert ist ( auf der US-Tauchunfallseite steht etwas von: "...she was foaming from her mouth and bleeding...")
Denn die Tiefe hatte sie wohl schon erreicht...
"Gestolpert" bin ich allerdings über den Satz:"...Mestre was given Oxygen during the ascend by one of the divers..."
Wenn sie da nicht mehr selbständig geamtmet hat oder nicht regelmässig, kann auch das ihre Lungen gesprengt haben.
es HAt nicht 9 Minuten gedauert, bis man sie rausgeholt hat sondern 9 Minuten nach dem Abtauchen war sie wieder oben......
Die Sicherungstaucher können eben nicht so schnell auftauchen...warum dürfte hinlänglic bekannt sein, außerdem muß sie ja auch mehrmals (wie oft hängt von der Tiefe ab, in der es passsierte) "übergeben" werden, denn niemand, der in 170m Tiefe den Sicherungstaucher macht, kann in einem Zug bis an die Oberfläche durch...
Ich gehe mal davon aus, daß das Obduktionsergebnis sicherlich veröffentlicht wird...

Oliver

Antwort von oliver am 14.10.2002 - 18:35
hmmm...nö benicio.ich weiß auch nichts genaues.ich hatte nur beim google-suchen zu diesem vorfall eine seite gefunden wo einer beim trainingstauchen des vortages dabei war und sagte dass die schon erfolgreich auf 170m war an dem tag. da das erfolgreich war, nehme ich an daß audrey mestre das als machbar mit vertretbarem risiko eingestuft hat und am folgetag irgendwas schief gegangen ist. blöd wäre es,wenn sie "nur" ohnmächtig geworden wäre und durch die sauerstoffgabe und beschleunigte auftaucherei auf den ewigen tauchgang gegangen wäre.
Antwort von oliver am 14.10.2002 - 18:46
Hmm...nach den neuesten mir zugänglichen Nachrichten soll Audrey die Zieltiefe 171m erreicht haben.Dann wurde sie aber von den Supporttauchern von dem Schlitten gezogen und nach oben gebracht.Diese versuchten ihr für den Aufstieg Atemgas zu Verfügung zu stellen. Nach 9 Minuten 44 Sekunden uw kam sie an die Oberfläche. Sofort starteten "Medics" Wiederbelebungsversuche.Ohne Erfolg. Gerüchten zufolge soll der vom Veranstalter IAFD bereitgestellte Tauchschlitten defekt gewesen sein und zu einer Unterbrechung des Aufstiegs geführt haben. Die IAFD sagt,daß irgendwas den Schlitten getroffen haben muß.
Somit ist wohl tatsächlich irgendwas mit dem Schlitten gewesen.

Antwort von Harry am 14.10.2002 - 20:13
ein riskanter sport- eine faszinierende frau !

meine trauer. audrey wird in unseren herzen weiterleben !

harry
Antwort von jochen am 15.10.2002 - 09:14
Ich kann mich Harry nur anschliessen, ohne weitere Worte!
Antwort von *-diver am 15.10.2002 - 12:07
Natürlich weiß jeder, der einen derartigen Sport(??) betreibt, worauf er sich einlässt. Schlimm finde ich nur die Situation für die Hinterbliebenen, denen mein Mitgefühl gilt. Beeindruckend finde ich die Einträge im FREEDIVING FORUM Hier klicken die alles wiedergeben (Euphorie, Zuversicht, Sorgen und Trauer - in dieser Reihenfolge) einschl. der Beiträge von Pipin, Audrey und ihren Eltern.
Antwort von oliver am 15.10.2002 - 12:32
det forum is abgeschaltet bei denen...
Antwort von *-diver am 15.10.2002 - 13:53
H(a)i oliver - bei mir klappt´s
Antwort von Melanie am 15.10.2002 - 15:58
Jetzt muss ich doch auch mal was zu dem Unfall sagen. Ich habe den Artikel zufällig in der Bild-zeitung gelesen und war natürlich erst einmal geschockt. Natürlich gilt mein Respekt Audrey, obwohl ich den Sport nicht für Gut heissen kann. Irgendwo hat der menschliche Körper Grenzen und man sollte sie nicht bis aufs letzte ausschöpfen. Es tut mir zwar unheimlich leid, dass so etwas tragisches passieren musste, aber irgendwo denke ich, ist sie selbst schuld. Früher oder später wäre doch jemand an diesem "Sport" gestorben. Ich frage mich nur die ganze Zeit, wo die Sicherungstaucher gewesen sind. Normalerweise müsste doch irgendjemand etwas gesehen haben ? Sehr schade um die junge, hübsche Frau. Mein Mitleid gilt natürlich den Angehörigen.
Antwort von Oliver am 15.10.2002 - 16:18
@Melanie

...du hast dir das, was hier so geschrieben wurde aber schon mal durchgelesen???
Sie wurde von einem der Taucher nach oben gebracht.....vermutlich gab es ein Problem mit dem Schlitten....so wie es sich liest, hat sie von einem der taucher oder auch von allen auf dem Weg nach oben Gs zu atmen bekommen....eventuell hat sie genau das umgebracht....hätte sie aber nix bekommen...wäre sie sicherlich in den Armen eines der Taucher auf dem Weg nach oben auch gestorben...also...Scheißspiel ...da hat einfach Murphy zugeschlagen und das ist ja das so tragische daran...sie selbst hat , so wie es aussieht eben gerade NICHT die Grenze überschritten sonder sie hat ihren "Teil" hinbekommen..Sie war ja am Vortag schonmal auf -170m.... Warten wir es mal ab, was sich noch herausstellt aber nach all den Berichten sieht es für mich so aus, daß es nach erreichen der Tiefe beim Aufstieg ein Problem mit dem Schlitten gab und sie von den Tauchern nach oben gebracht werden musste, weil es für sie aus eigener Kraft nicht möglich war..dabei hat sie was zu atmen bekommen...das endete letal

Oliver
Antwort von Jonno am 15.10.2002 - 16:29
Irgendwie klingt das alles wie ein schlechter Scherz. Oder fast wie eine selbsterfüllende Prophezeiung. Vergleicht man die Unfälle von Benni und Audrey mit dem Film `Im Rausch der Tiefe` komme ich für mich persönlich leider auch nur zu der Erkenntnis die der Arzt im Film hatte: kein Mensch kann in diesen Grenzbereichen das auf Dauer überleben.

Auch wenn sich die Spezialisten unter den Freitaucher immer mal wieder für wissenschaftliche Experimente zur Verfügung gestellt haben bleibt doch am Ende ein nicht zu kalkulierendes Risiko.

Makaber finde ich auch die Meldung, dass der Triningstauchgang vom Mittwoch jetzt als Weltrekord anerkannt werden soll. Lest selber mal nach. Hier klicken

Mein tiefes Mitgefühl allen Betroffenen und für Benni die besten Wünsche für die Genesung.
Antwort von Joe am 15.10.2002 - 19:38
Hallo Divers,

Frau Mestre ist ein klassischer Fall, siehe Friedrich Schillers Taucher:

"Da treibt`s sie, den köstlichen Preis zu erwerben,
Und stürzt hinunter auf Leben und Sterben."

Im Westen also nichts neues.

So long,
Joe
Antwort von oliver am 16.10.2002 - 01:04
hmmm....habe gerade nochmal franz` unfalldings gelsen.da ging es auch um 170m. nur hat ers noch nach oben geschafft mit den sicherungstauchern.hmmmm..
Antwort von Astrid am 16.10.2002 - 14:11
@all

Jetzt wurden erste Konsequenzen gezogen :

Tödlicher Apnoe-Unfall: erste Konsequenzen

Mit sofortiger Wirkung hat am 14. Oktober der US-amerikanische Apnoe-Verband F.R.E.E. (Freediving Regulations & Education Entity) seine Regeln zur Anerkennung von Freitauch-Rekordversuchen geändert. Danach wurde die "No-Limit"-Kategorie vollständig von der Liste der Wettkampfdisziplinien gestrichen und die Kategorie "Variables Gewicht", deren Bedingungen zur Zeit Überprüft werden sollen, als Disziplin vorübergehend ausgesetzt. Außerdem werden alle Teildisziplinen der Kategorie "Konstantes Gewicht" generell auf 80 Meter (262 Fuß) Tiefe beschränkt. Damit reagierte F.R.E.E. unmittelbar auf den jüngsten tragischen Unfall. Die französische Apnoeistin Audrey Mestres (28) ist am 12. Oktober in der Dominikanischen Republik bei dem Versuch, in der Kategorie "No Limits" auf 171 Meter abzutauchen, tödlich verunglückt. Infos: Hier klicken

Ich finde das sehr vernünftig....leider mußte dafür erst jemand sterben um zu sehen dass es Grenzen gibt. Traurig aber wahr !

Grüße Astrid
Antwort von Caro am 16.10.2002 - 14:27
Hallo Astrid,
ich glaub aber net, daß die Rekordversuche dadurch, daß sie offiziell nicht mehr anerkannt werden, nicht mehr gemacht werden. Ich denke aber auch, daß diejenigen, die wirklich an der Spitze mittauchen, sich der Gefahren bewußt sind, und wenn sie sie eingehen wollen...sind schließlich erwachsene Menschen.
Liebe Grüße Caro
Antwort von Tom am 16.10.2002 - 14:50
Hi Tauchers

Wenn es keine offiziellen Weltrekorde mehr
gibt,ist auch der kommerzielle Aspekt verschwunden. Es ging doch bei diesen Tiefenjägern
nur um die Kohle. Für Geld machen manche Leute die gefährlichsten Sachen.
Wenn jetzt noch jemand aus eigenem Antrieb seine Grenzen ausloten möchte, dann fällt das unter natürliche Auslese und man muss darüber kein Wort mehr verlieren.
Ist genauso, wie mit dem Leistungssport.
Oder glaubt Ihr, wenn es nicht um ne Menge Kohle ginge, würde jeder freiwillig in dem Ausmaß dopen???
Kann Astrid nur zustimmen: SEHR VERNÜNFTIG, DIE NEUE REGELUNG!!!





Antwort von *-diver am 16.10.2002 - 17:54
H(a)i,
F.R.E.E. ist doch nur eine Organisation - und was ist mit den anderen ? Ich glaube nicht, dass sich etwas ändern wird. Pipin hat kurz vor dem Unfall noch bekannt gegeben, dass er die 200m-Marke anpeilt - wie er jetzt darüber denkt, weiß ich natürlich nicht. Ich könnte mir aber gut vorstellen, dass er und die anderen irgendwann wieder Rekorde jagen (nach dem Motto: "Audrey hätte es so gewollt ...)
Antwort von astrid am 17.10.2002 - 12:56
ahhhh oliver .....was soll der saublöde kommentar *sauhübsches intelligentes mädel, shit"????? und wenn sie nun hässlich gewesen wäre?????
*kotz*
Antwort von Oliver am 17.10.2002 - 13:47
Nur mal so eine Frage.....
Was versteht ihr denn unter "offiziell anerkannt"????
"no Limit" ist schon lange keine Wettkampfdisziplin mehr.
Und daß es dabei "nur um`s Geld geht" wage ich zu bezweifeln, denn wenn man den Trainingsaufwand dagegen hält, dann dürfte bei dem ganzen ein "Stundenlohn" von deutlich unterhalb einer Raumpflegerin herauskommen und ob das dann "nur um`s Geld gehen" ist...ich weiß nicht.
Ein Michael Schuhmacher fährt ganz sicher nicht (mehr) wegen des Geldes....in diesen Kategorien muß es andere Triebfedern geben....

Oliver
Antwort von Bianca am 17.10.2002 - 16:12
Ich finde es total schrecklich was mit -Audrey passiert ist. Ich selber übe diesenb Sport auch aus und kann verstehen warum es Audrey immer mehr in die Tiefe zog. Natürlich muss man damit rechnen das soetwas passieren kann, aber Tauchen ist immerhin ihre große Leidenschaft gewesen und sie hat ihr Lebenlang nichts anderes gemacht, ich empfinde großen respect vor solchen Menschen die so etwas können. .und je mehr ich von solchen unfällen höre desto mehr zieht es mich in die Tiefe. -mein herzlichstes Beileid--111
Antwort von ComRam am 17.10.2002 - 18:52
Bianca: Der Satz "und je mehr ich von solchen unfällen höre desto mehr zieht es mich in die Tiefe" ist ja wohl kompletter Blödsinn. Faszination am Apnoe-Tauchen schön und gut, aber das hört sich ja nach Todessehnsucht an. Das geht auch mit geringerem Aufwand.
Antwort von carcharodon am 17.10.2002 - 20:39
Es ist wohl das Schicksal von Tiefenbessesenen irgendwann mal "unten zu bleiben". Viele wünschen sich wohl wenn überhaupt diesen Tod. Den Weltrekord zu halten ist wie der schnellste Mann (Frau) der Welt auf 100m zu sein, nur bedeutend gefährlicher.
Wenn ich von Pipin in Interviews las, hörte sich das arrogant und überheblich a la Muhammed Ali in seinen besten Tagen an. Diese Art von Extremsportler ist meiner Ansicht nach wahrnehmungsgestört (was Gefahr betrifft) und süchtig, es so lange fortzusetzen, bis entweder jedwege Konkurrenz oder er/sie selbst den Tod findet.
Mein Beileid gilt den Angehörigen und Freunden. Pipin wird sicherlich aufgrund seiner Tauchideologie schneller darüber hinwegkommen, auch wenn ich leider befürchte, dass sein Schicksal auch vorherbestimmt ist, spätestens, wenn ein Konkurrent auftaucht, der an seinem Rekord nagt und er nicht anders kann, als nachzuziehen.
Die Psychische Abhängigkeit ist leider fatal...
Antwort von oliver am 17.10.2002 - 22:54
@astrid: tsts...schiet istr nicht im omnipräsenten us-amerikanischen sinn zu verstehen als vielmehr im norddeutschen. dort wird dieses wort verwendet .eben zb auch um emotoionen deutlich zu machen *schiet an boom*
"sauhübsch" na.....es ist sicherlich nachzuvollziehen daß ich bei meinen äußerungen nicht immer die mönchsbrille ausetzen will.und um deine frage mit dem "was wenn nicht hübsch" zu beantworten.....es dürfte dir da nicht entgangen sein,daß ichweiter oben bemerkt habe daß ich mir ein persönliches bild von ihr habe machen können,na ch dem sie nicht nur hübsch,sondern auch intelligent ist.was ich in einem atemzug in ein einzelnes statement reingepackt habe.nächstes mal lege ich meinen kommentaren eine gebrauchsanweisung bei und mach außerdem noch ne zeichnung. *schiet an boom*
Antwort von uli rose am 17.10.2002 - 23:49
Hallo zusammen,
alle die hier ihr Sprüchlein aufgesagt haben zum Thema "Isse doch selber Schuld!" oder "Das musste ja passieren!"
Vieleicht sollten sich die betreffenden Leute mal an den Kopf fassen und etwas nachdenken.
Wenn es in der Geschichte der Menschheit keine Menschen wie Audrey oder Pipin gegeben hätte, säßen wir heute vermutlich noch auf den Bäumen und würden uns mit Kokosnüssen bewerfen.
Ich darf hier an so ziemlich alle wichtigen Errungenschaften unseres Lebens erinnern.
Sicherlich waren die Leute, die das Weltraumprogramm nach Vorne getrieben haben alle Irre?
Schaut euch einmal in eurer Wohnung um und überlegt, welche "Abfallprodukte" aus allein diesem Projekt in eurem Leben eine unverzichtbare Rolle spielen.
Sicherlich ist der wissentschaftliche Aspekt aus diesen Tieftauchversuchen nicht so einfach zu erkennen, aber ich kann euch versichern, das die Tauchgangsdaten sehr genau festgehalten und untersucht werden.
Alleine der Umstand, das sich eine komplett kollabierte Lunge wieder selbsttätig entfallten kann, ohne bleibenden Schaden zu nehmen, halte ich für sehr interessant. Fragt doch einmal bei den Wissenschaftlern nach, mit welchem Erstaunen diese Leistungen aufgenommen worden sind.
Bis vor ein paar Jahren ist man davon ausgegangen, das eine kollabierte Lunge sich nicht mehr selber entfaltet.
Wie funktioniert der Gasaustausch, was passiert im Körper beim "Bloodshift", also der Zentralisation. Warum kann ein Mensch das ohne Schaden überstehen?
Alles Fakten, die der Intensivmedizin sicherlich neue Denkanstöße gegen haben und auch weiterhin geben können.
Als hört bitte hier auf den Stab darüber zu brechen und verneigt euch vor einem Menschen, der für seine Passion das letzte gab.
Meine Hochachtung vor ihren Leistungen und ebenfalls ein tief empfundenes Mitgefühl für alle Anghörigen.
Antwort von carcharodon am 18.10.2002 - 00:28
Also, beim besten Willen, *uli Rose*,

natürlich würden sich Ärzte auch freuen, wenn sich Menschen z.B. bewußt mit derzeit noch immer oder zumeist tödlich verlaufenden Infektionskrankheiten, wie Hep C oder HIV infizieren würden, um die Krankheitsverläufe zu studieren.
Dies könnte ebenso bei Apnoe-Tauchgängen weit unter 100m, sofern überhaupt nötig, untersucht werden. Ich argumentierte gegen die "NON-LIMIT-Philosophie" mit aller (man entschuldige die Wortwahl) Hirnrissigkeit, die dazugehört, dieser nachzugehen.
Ich weiß, dass Physiologen die Leistung solcher Extremisten (wie auch Reinhold Messner) würdigen, aber eine direkte Anwendbarkeit und Übertragung von Erkenntnissen auf den Durchschnittsmenschen ziemlich bedeutungslos ist.
Wenn sich jemand, und das machen Apnoisten ja nicht im Sinne der Forschung, umbringen möchte, kann er das jedoch selbstverständlich tun. Ein Fall für den Verhaltenspsychologen oder Psychoanalytiker, um nochmals Deine Ärzte aufzugreifen, ist er für mich trotzdem, auch wenn ich ihm immer wieder Glück wünsche, unversehrt wieder aufzutauchen.
Antwort von Oliver am 18.10.2002 - 00:49
@carcharodon

Glaubst du wirklich, daß deine Meinung " Alles was ich nicht kann und nicht machen will oder nicht gut finde, ist überflüssig und deshalb bezweifle ich den Geisteszustand derer, die es tun" zu dem Thema passt, bzw. hier angebracht ist???
Mach doch einen neuen Thread über Sinn und/oder Unsinn von Apnoe-Tauchgängen auf. Hier gehört es (zumindest meiner Meinung nach) nicht hin, weil es nicht passt......Hat irgendwas mit Respekt vor jemandem, der sein Leben gelassen hat zu tun....Denk mal darüber nach

Oliver
Antwort von Frank am 18.10.2002 - 09:54
Respekt ist eine besondere Sache und den bringe ich grundsätzlich zunächst jedem entgegen. Aber bei allem Erstaunen über die Leistung der Apnoisten muß es erlaubt sein diesen Sport kritisch zu sehen.

Es liegt in der Natur der Sache das dabei Menschen umkommen müssen. Es ist letztlich nichts anderes als ein Wettbewerb "Wer kann aus der größten Höhe ohne Fallschirm springen?".

Die Apnoeisten wollen diesen Sport ausüben und sind bereit die Gefahr dafür auf sich zu nehmen.Das ist Ihr gutes Recht aber daraus erwächst zumindest für mich kein zusätzlicher Respekt.

Der Vergleich zur Raumfahrt hinkt wohl deutlich. Die ökonomische Effekte des Apnoetauchens sind sicher vernachässigbar.

Frank
Antwort von Oliver am 18.10.2002 - 14:30
@ Frank

also ich habe grundsätzlich auch Repekt vor Menschen, vor allem, wenn sie nicht mehr am Leben sind...nicht nur vor irgendwelchen Leistungen oder so...

Da aber wer lesen kann etwa weiter vorne ist, blieb dir sicher nicht verschlossen, daß ich carcharodon vorgeschlagen hatte, doch einen neuen Thread zu eröffnen, wenn er über die Sinnhaftigkeit des Apnoe Tauchen diskutieren möchte, aber daß ich es eben nicht sehr passend finde, wenn im Zusammenhang mit einem Todesfall von Hirnrissigkeit geschrieben wird.

Oliver
Antwort von Frank am 18.10.2002 - 16:38
Treffer, da hast Du recht.

Gruss

Frank
Antwort von carcharodon am 18.10.2002 - 17:11
Soweit es um den Respekt vor Menschen als solches und die Trauer der Angehörigen und das Bedauern des Todes eines Mitmenschen geht, bin ich gänzlich Eurer Meinung.

Meine Kritik paßt in der Tat nicht zum Header, aber es war nunmal mein zweiter Gedanke und hoffe nicht der einzige zu sein, der von Apnoe-Unfällen in letzter Zeit aufgerüttelt wurde und nur den Kopf schütteln kann. Junge fitte Menschen sterben viel zu früh oder enden mit lebenslangen Schäden. Kann ich davor Respekt trotz aller körperlicher Leistung haben?
Zumindest offiziell ist eine Diskussion in den Apnoe-Verbänden längst überfällig!
Früher dachte ich, der Film "Im Rausch der Tiefe" schildere die Szene überspitzt und zu dramatisch. Leider nicht.
Antwort von Babsi am 18.10.2002 - 18:09
Obwohl ich mich beim Apnoe-Tauchen nicht besonders gut auskenne, finde ich diesen Unfall schrecklich. Allerdings haben einige von euch schon richtig bemerkt, dass man bei einem solchen Weltrekordversuch einfach mit Gefahren rechnen muss! Ich denke Audrey hat für das Apnoe-Tauchen gelebt und ist leider auch dafür gestorben! Mein Beileid an alle Angehörigen u. vor allem an Pippin!
Möge sie in unserer Erinnerung weiterleben als eine große Sportlerin
Antwort von teyer am 18.10.2002 - 19:56
Gibt es schon news die Unfallumstände betreffend???
Würde mich schon sehr wunder nehmen was da falsch gelaufen ist.
Antwort von Phoebe am 18.10.2002 - 19:56
I´m sorry audrey mestre died!!!
Antwort von Gerhard am 18.10.2002 - 21:20
Hallo alle zusammen,

zu der Suche nach Weltrekorden und was Menschen dazu treibt wollt ich doch noch was beisteuern.

Es klingt fast ein bisschen banal, aber ich bin überzeugt,dass auch wir alle eine gewissen Teil dazu beitragen.


Leute, die davon Leben Ihre Höchstleistungen zu vermarkten, werden auch von der (Tauch)-Presse und den Herstellern und Sponsoren auf Händen getragen, solange Sie immer weiter, tiefer, höher, schneller was auch immer tun.

Solange alles gut ging haben wir doch fast alle jeden neuen Weltrekord mit Be- und Verwunderung zur Kenntnis genommen (s.a. Benjamin Franz).
Wenn man die Artikel über die jetzt leider Betroffenen vor den Unfällen liest wird einem dies sehr deutlich.

Ja sogar ein IMAX-Film wurde über diese Sportart gedreht.

Natürlich entscheiden diese Leute selbst ob sie solche Rekordversuche wagen. Wenn man allerdings davon lebt wird der Grad der Freiwilligkeit schmäler und die Bereitschaft irgendwann aufzuhören schwieriger.

Du stehst halt nun mal nur dann in der Zeitung, wenn Du zu den "Besten" gehörst.


Den richtigen Zeitpunkt dann noch zu finden aufzuhören ist nicht immer einfach. Die, die überlebt haben sind danach halt auch Legenden (siehe Reinhold Messner).

Das Risiko steigt nun mal gigantisch an,wenn Du an die Grenzen gehst. Eine Rettung aus dieser Tiefe ist äußerst problematisch (wie schon von einigen erläutert).

Trotzdem sollte man bei der Beurteilung erst abwarten, welche genauen Ursachen hier eine Rolle gespielt haben (falls man dies jemals in Erfahrung bringen kann).

Mein Mitgefühl den Angehörigen von Audrey
Antwort von Gerhard am 18.10.2002 - 21:40
Hallo Klaus,
tut mir natürlich leid, was mit Deinem Bekannten passiert ist. Es ist durchaus verständlich,dass man als Bekannter des Verunfallten emotional reagiert.

Die Thesen die vorab aufgestellt wurden sind aber nich als Angriffe auf den Verunfallten gedacht, sondern nur mangels Wissen über die wahren Ursachen diskutiert worden.

Bei so Diskussionen soll man und kann man sich doch in der Sache auseinander setzen.

Es ist allerdings überhaupt kein Gegenargument in der Sache zu sagen ich bin TL 50* usw. und alle Anderen reden Blödsinn.

Bis auf die Info, dass die Ausrüstungskonfiguration in Ordnung war, kam kein einziges Argument von Dir.

Wenn Du schon weißt, was passiert ist, könntest Du ja zu den Ursachen einiges an Informationen geben.
Dies ist nun mal ein Diskussions und Austauschforum. Allen zu unterstellen Sie reden nur Müll halt für schlichtweg völlig daneben.

Ansonsten verweise ich auf
www.wie diskutiere ich richtig.de


Den Verunfallten wünsche ich gute Besserung.
Antwort von Gerhard am 18.10.2002 - 21:41
Sorry,
ist leider im falschen thread gelandet.....
Antwort von Aurelien am 20.10.2002 - 17:36
Ein Text von Umberto Pelizzari damit man versteht worum es geht :

"From the depth of 0 to 100 metres and even deeper, headlong into the abyss the heart beat gets slower, the body disappears, and all the feelings take a new form. The only thing that remains us is the soul. A long jump into the soul, which seams to absorb in the universe. Every time I re-ascend is making a choice: it`s me who re-find myself in my human dimension, metre by metre, to come up then to see the light again. It often happens that I am asked what is there to see deep down in the sea. Maybe the only possible answer is that one does not descend in apnoea to look around but to look into himself. In the abyss I look for myself. This is a mystical experience bordering the divine. I am immensely alone but it feels as if inside of me there were all the humanity with me. It is my being a human-being that surpasses the limits that are looked for becoming absorbed in the sea, which melts into itself and re-finds itself."

Umberto Pelizzari

Certaines personnes ne comprendront jamais le but de cette quete, pour Audrey comme pour Umerto elle semble claire : l`unite...Et c`est effectivement la seule chose qui vaille la peine d`etre atteinte...

Audrey, ich werde Dich nie vergessen...
Antwort von Bagheera am 21.10.2002 - 11:47
Mein Beileid!
Falls jemand wirklich Interesse daran hat, so findet Ihr die Antworten auf viele Fragen auf der IAFD Seite (www.iadfusa.com) wenn Ihr das Trainingstagebuch vom 16 Okt. lest.
Antwort von riki mountain am 21.10.2002 - 18:26
schad um sie...
zur info: der rekord ihres mannes wurde schon gebrochen... 165m - von einer frau..
und anscheinend zählt auch einer von audreys trainingstauchgängen als neuer rekord...
man braucht hier im forum garnicht lang auf leuten rumhacken die ihre grenze suchen! das ist ganz natürlich und das muss jeder respektieren... sie hat genau gewusst worauf sie sich einlässt - hat halt diesmal nicht geklappt!
wie gesagt.. schade,
aloha, e
achja, wie wir alle wissen ist das freitauchen in amerkia nicht sehr populär - ergo wird auch der ausschluss aus dem F.R.E.E programm nur wenige folgen haben (ich finds sowieso blödsinnig)...
hier gehts wohl mehr um die versch. A.I.D.As ...
Antwort von Thomas H am 21.10.2002 - 23:28
ich las, dass B. Franz (der natürlich keinen Tauchunfall hatte, wie es hier im Forum stand)
einen Not-Luftsack hatte, falls der Schlitten versagt.
Ich verstehe nicht, warum Mestre selbigen nicht hatte.
Antwort von Melanie am 22.10.2002 - 02:06
Bei allem Respekt was Ihr hier schreibt. Ich verstehe nicht, wie manche von Euch den Unfall "schön reden". Ich finde diesen Sport einfach nur überflüssig und es dauert nicht mehr lange bis der nächste, Tod aus dem Wasser gezogen wird. Es ist schlimm was Audrey passiert ist, aber daran ist jeder selbst schuld.
Antwort von riki mountain am 22.10.2002 - 07:26
@ melanie:

du findest den sport überflüssig!
apnoetauchen ist eine der schönsten sportarten die es gibt... du trainierst geist und körper, kannst in ruhe flora und fauna der UW welt in ruhe geniessen und ausserdem gibt es einem, wie auch in den meisten anderen (extrem)sportarten, ein gefühl der befriedigung wenn du die eigenen grenzen austestest bzw. brichst und neue pers. rekorde aufstellst!
probiers lieber mal aus, anstatt es aufgrund eines, wenn auch tragischen, unfalls als überflüssig zu bezeichnen...
aloha, e
Antwort von Scubapro2002 am 22.10.2002 - 08:47
Als erstes mein Beileid den Angehörigen und Freunden von Audrey.

Ich würde gerne mehr und genaueres über den Unfall erfahren. Hab im Netz sehr viele Berichte gesehen die alle sehr unterschiedlich sind.
Dabei stieß ich auf einen Bericht von Bild (Hier klicken) desen Bild für mich etwas geschmaklos ist.

Wenn jemand was genaueres erfahren hat könnte er es hier bitte posten.
Antwort von riki mountain am 22.10.2002 - 09:41
Hier klicken

das bild bei bild.de ist wirklich ziehmlich geschmacklos...
Antwort von Melanie am 22.10.2002 - 10:53
@ ricki mountain

Es mag ja sein, dass viele diesen "extrem" Sport mögen, jedoch ist finde ich, dass tiefen bis zu 170m einfach nicht sein müssen. Aber wie ich auch bereits erwähnte, jeder ist selbst für sich verantwortlich. Aber erwarte bitte nicht von mir, dass ich Audrey sozusagen "vergöttere" für das was Sie getan hat !
Antwort von Sascha am 22.10.2002 - 10:58
@Thomas: Es waren 9 recue-assistenten im Wasser, als der Schlitten versagte hat einer davon ihr auch diesen Auftriebsbeutel gegeben mit dem sie hoch ist, bis Pipin (lt. Presse) sie auf ca.100 m abgefangen hatte und mit ihr Oberfläche aufstieg.
Antwort von Oliver am 22.10.2002 - 11:17
@Melanie

ich glaube dur kriegst hier was in den falschen Hals...also ich kann in keinem der Postings was von vergöttern erkennen.....wenn du Apnoe-tauchen überflüssig findest...niemand zwingt dich...denn wie du schon sagtest: Jeder ist für sich selbst verantwortlich...also warum etwas lesen und auch was dazu schreiben wenn es für dich doch so überflüssig ist?????
ansonsten bin ich Rikki`s Meinung....versuche es mal (aber nicht alleine!!! unter Anleitung und mit Hilfe von jemanden der es zumindest etwas kann) und entscheide dann...

Oliver
Antwort von Thomas H am 22.10.2002 - 11:29
@Sascha,

wo hast Du das gelesen?
B. Franz hatte so ein Teil gleich auf dem Rücken, quasi als Jacket angeschnallt.


Antwort von Sascha am 22.10.2002 - 11:43
@Thomas:
Hier klicken
Hier klicken
Hier klicken
Antwort von Thomas H am 22.10.2002 - 12:24
danke Sascha,
hoffentlich gibt man ihr wenigstens den inoffiziellen Rekord.
Sie war ja vorher auf 160m, las ich irgendwo.
Antwort von riki mountain am 23.10.2002 - 07:11
@ thomas h:
160m wurden schon im august von tanya streeter erreicht...
Antwort von Astrid am 23.10.2002 - 08:28
Wenn ich den Artikel richtig verstanden habe, dann soll die von Audrey beim Training erreichte Tiefe von 170m als Record annerkannt werden. Aber was soll das jetzt noch, sie hat leider nichts mehr davon. Schade das diese sympatische junge Frau sterben mußte, aber sie war sich dieses Risikos bestimmt bewußt. Es ist für Außenstehende schlecht nachzuvollziehen,warum solche Recorde aufgestellt werden, aber man sollte es respektieren. Jetzt hat Audrey dort ihre letzte Ruhestätte gefunden wo sie sich wohlgefühlt hat.
Antwort von Thomas H am 23.10.2002 - 09:02
sorry, ich meinte 170m
Antwort von riki mountain am 23.10.2002 - 10:04
@ astrid...
schön gesagt
Antwort von onnie am 23.10.2002 - 11:42
Please look to the page: www.iafdusa.com as there is an open letter from Pipin dated yesterday.
Antwort von teyer am 23.10.2002 - 14:29
Schade....!!! Nach diesem Brief zu urteilen, werden wir wohl nie erfahren was passiert ist.
Kann das nicht verstehen dass sie die Umstände nicht veröffentlichen wollen.
Immerhin hielten sie den Rekordversuch auch öffentlich ab...!!
na ja...werden wohl ihre Gründe haben.
Antwort von Thomas H am 23.10.2002 - 15:31
auf den 3 Links von Sascha stehts doch, was nicht geklappt hat.
Antwort von teyer am 23.10.2002 - 15:41
Da steht meiner meinung nach gar nichts konkretes. Es steht bloss das diese Firma die die Computer zur Verfügung gestellt hat noch daran sind die Daten auszuwerten.
Es steht bloss was die Rescue-Diver getan haben, und auch das nicht ganz klar. Was aber wirklich passiert ist steht meiner Meinung nach nirgends. Bitte korrigiert mich wenn ich falsch liege.
Antwort von Sascha am 23.10.2002 - 16:41
Nachdem unter den mails an iafd auch viele Kiritkmails i. S. support dabei waren, ist die Reaktion auch mehr als verständlich.
Ich denke man sollte pipins statement akzeptieren und es dabei belassen.
Sascha K.
Antwort von Thomas H am 23.10.2002 - 16:45
ich dachte gelesen zu haben, dass der luftsack vom schlitten nicht richtig aufgegangen ist
Antwort von dirk am 23.10.2002 - 18:58
Hier klicken
hier näheres zum tauchcomputer
Antwort von Thomas H am 23.10.2002 - 21:45
in einigen Berichten stand auch was vom defekten Schlitten. Das wars wohl.
Antwort von *-diver am 23.10.2002 - 23:10
Ich möchte nicht das letzte Wort haben, aber Pipin´s Brief bestätigt meine Meinung vom 16.10. - o.k. ich denke, er hat keinen anderen Lebensinhalt (armer Mann) - vielleicht kann man diesen Beitrag einfach schließen, an Information oder Aufklärung scheint ja ohnehin keinem der "Eingeweihten" gelegen zu sein. Audrey hilft´s sowieso nicht mehr und alle anderen s. Loic Leferme hält´s auch nicht ab.
SUUM CUIQUE
Antwort von Alex am 24.10.2002 - 00:31
Hallo zusammen,

bin durch Zufall auf diese Seite gekommen und kann etwas zu den Hintergruenden sagen.

Ich hatte an dem Wochenende, als der Unfall passierte, meinen Tauchkurs in Bahabibe gemacht. Wollte urspruenglich bei dem Event dabei sein.

Mein Tauchlehrer hat am Tag nach dem Unfall mit den Sicherungstauchern gesprochen. Diese Sicherungstaucher haben ihm folgendes erzaehlt und ich gebe hier das wieder, was ich erfahren bzw. verstanden habe.

- es gab 5 Sicherungstaucher
- den vorlezten auf 90 und den lezten auf 160m - dazwischen nichts
- Audrey ist erfolgreich runter auf 171m
- beim Versuch aufzutauchen hat sich der Ballon nicht mit Luft gefuellt (aus welchen Gruenden auch immer)
- als der naechstgelegene Sicherungstaucher den Vorfall bemerkte (160m) ist er zu ihr runter und hat den Ballon mit Luft aus seinem Oktopus gefuellt. Damit ist sie rauf bis auf 90m
- ab 90m ist der Ballon ohne sich aufgestiegen
- als ihr Mann den Ballon an die Oberflaeche kommen sah ohne Audrey ist er SELBST auf 90m runter und hat sie SELBST hochgeholt
- nach Aussagen der Taucher die dabei waren starb sie beim Verladen vom Boot in den Krankenwagen
- es gab keinen Arzt auf dem Boot, also der Tauchstelle
- es gab keine Vorbereiutungen fuer einen Unfall in dieser Art
- einer der Anwesenden im Kurs der den Arzt dort unten kennt bezeichnete die Wahl genau diesen Artz zu nehmem als den "Worst Case"
Antwort von riki mountain am 24.10.2002 - 14:11
ich finds nicht fair sich über den wunsch von pipin ferreras hinwegzusetzen...
wir werden von diesem unfall ausserdem kaum was lernen können, da die wenigsten von uns in apnoe auf 170m tauchen....
Antwort von Gerhard am 24.10.2002 - 18:14
Nach dem "Computerbericht" und der Schilderung von Alex (falls es sich so zugetragen hat) wird die Sache klarer.

Da für es auch für mich nicht nachvollziehbar war, dass eine Wiederbelebung nach 8.38 (angebliche Zeit unter Wasser)nicht möglich sein sollte.

Ausnahme wäre eine kollabierte Lunge.

Sollte es sich bewahrheiten,dass hier kein entsprechender Arzt verfügbar war, ist dies in der Tat fast unvorstellbar.

So kämen hier (wie bei fast allen Unfällen) mehrere Dinge zusammen:

Versagen des Schlittens
Zu wenig Sicherungstaucher
Kein ausreichendes Notfallmanagement

Falls es so war, eigentlich nicht nachvollziehbar, wie ein/zwei Profi/s so "arbeiten" konnten.

Für die Betroffenen macht´s im Ergebnis keinen Unterschied, mein Beileid.....


Antwort von darius am 28.10.2002 - 18:34
pipin ferreras ist ein grossartiger apnoe taucher, aber er ist auch ein extrem dominantes Grossmaul. Weil er mit vielen nicht konnte (und wahrscheinlich auch nicht wollte) gründete er einfach einen eigenen Verband (IAFD) in dem er sich die Dinge nach eigenem Belieben richtete.

"IADF is the largest organization of its type in the world" prangt es grossartig von der Homepage des Verbands. Strenge Regeln werden dort auch für die verschiedenen Disziplinen angeführt und an von anderen Organisationen angeführten Rekorden herumgemäkelt.

Nun passierte dieser schreckliche Unfall und jetzt ist alles schlagartig anders. Die "Offiziellen" des grossartigen Verbands breiten eisern den Mantel Schweigens über die Misere....
Vielleicht is ja die IAFD doch nicht so professionell wie er es gerne wäre?

Auf einmal wird auch dann ein Trainingstauchgang auch noch als gültiger Rekordversuch gewertet. Wenn man weiss wie stark andere Freitaucher wegen Kleinigkeiten kritisiert wurden, kann man diese Vorgehensweise nur noch als peinlich einstufen.
Antwort von Sascha am 28.10.2002 - 19:36
dies ist der audrey-mestre-gedächtnis-thread. Oliver hat bereits vor 10 Tagen gebeten, solche Disskussionen unter einem neuen thread fortzuführen...
Antwort von Thomas H am 28.10.2002 - 19:51
Auf jeden Fall ist es schön, dass es das Web mit seinen Foren gibt und wir nicht mehr wie im Mittelalter leben, wo man von einem Ereignis nie oder erst Monate später etwas erfahren hat.
Antwort von St3fan am 02.11.2002 - 19:25
Einen detaillierten Bericht mit Video gibt es jetzt endlich unter: Hier klicken

Leider ist der Artikel in Spanisch verfasst. Eine fast vollständige Übersetzung ins Englische findet sich unter: Hier klicken
(Registrierung notwendig)
Antwort von Marushin am 02.12.2002 - 15:52
Der tragische Unfall ereignete sich am 12 Oktober vor der Küste der Dominikanischen Republik.
Nach 1:42 Minuten ruckelte es am Seil. Audrey war unten, auf 171 Metern, auf Weltrekordtiefe und damit begann das Drama. Sie brauchte dort unten 25 Sekunden, um den Ballon zu füllen. Sie kam nur 7 Meter hoch und blieb dann für 30 Sekunden auf 164 Metern hängen. Wieso???




Erst nach 3:50 Minuten erreichte sie 120 Meter, dort wurde sie ohnmächtig, ließ die Geräte los, sackte in die Tiefe. Audrey trug kein Sicherungsseil, mit dem ihr Team sie hätte hinaufziehen können. Der Sicherungstaucher Paul griff sie und brachte sie auf 90 Meter, wo er warten musste, weil ein zu schneller Aufstieg ihn selbst gefährdet hätte. Von oben kam Pipin, der 90 Sekunden für den Abstieg brauchte. Er trug Audrey nach oben. Nach 8:38 Minuten war Audrey Mestre an der Oberfläche. Tot.

Quelle : Der Spiegel , Ausgabe Nr. 45

Antwort von ThomasH am 02.12.2002 - 16:21
vielleicht bringt eine Übersetzung des spanischen Berichts etwas. Ich kann leider kein Spanisch.

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