Berufs-TU Talsperre Dröda Abgesandt von Armin am 18.12.2001 :
Auf tragische Weise verunglückte am Montag ein 29-jähriger Berufstaucher aus Hamburg in der Talsperre Dröda. Bei Arbeiten an den Sauerstoffmatten in 40 Meter Tiefe blieb der Mann wahrscheinlich in Bojeleinen hängen und konnte sich nicht mehr selbst befreien. Vorher war sein Kollege wegen Problemen und Bleiverlust an die Oberfläche durchgeschossen. Als seine Kollegen die Leine hochzogen, holten sie ihren Kollegen nur noch tot an die Wasseroberfläche. Versuche, den Familienvater zu wiederbeleben, blieben erfolglos. Die Firma des 29jährigen hatte von der Landestalsperrenverwaltung den Auftrag erhalten, die sechs Sauerstoffmatten zu reinigen.
Antwort von Heiko am 18.12.2001 - 15:43 Mein Beileid für die Familie!
Leider können auch bei Profis mit viel Erfahrung Unfällen passieren. Vielleicht hätte man schneller mit dem Hochziehen anfangen sollen, aber in der Situation wo man annimmt, das sich der Kollege "nur" verheddert hat, rechnet man ja nicht gleich mit dem schlimmsten.
Antwort von wrack-uli am 18.12.2001 - 15:54 Was sind Sauerstoffmatten?
Antwort von Heiko am 18.12.2001 - 16:02 Über Sauerstoffmatten erfolgte eine Zufuhr von reinem Sauerstoff für die tieferen Wasserschichten damit das Gewässer nicht "umkippt". Besonders bei überdüngten Gewässern notwendig.
Hier findest Du ein Beispiel für den Einsatz:
Hier klicken
Antwort von Laura am 25.12.2001 - 18:26 Einer der wenigen Unfälle die nicht durch Ahnungslosigkeit, Leichtsinn oder völliger Selbstüberschätzung zustande gekommen ist.....
Antwort von Michael am 03.01.2002 - 19:52 So tragisch dieser Fall auch ist, so muss ich Dir, Laura, leider widersprechen. Denn in dem Moment, als der erste Taucher den Tauchgang abbrechen musste, hätte der zweite nicht allein weiter unten aktiv sein dürfen. Auch für Berufstaucher sollte dies gelten...
Antwort von Werner Hassel am 12.01.2002 - 10:43 Ich glaube Michael kennt sich sehr gut aus in der Berufstaucherszene wie man an seinen "sinvollen" beitrag hier dazu merkt.
Antwort von Uli Schmidt am 13.01.2002 - 15:37 Ich kannte Thorben drch seinen Vater Herbert Rennert.
Von dem Tod seines Sohnes erfuhr ich,als ich versuchte die Handy-Nr.von Herbert Rennert ueber das Buero in Hamburg zu erfahren.
Mein Gespraechspartner am anderen Ende der Leitung
fing an zu schluchtzen auf meine Anfrage ob ich Thorben sprechen koenne.
Ich habe im nachhinein Herbert gesprochen der mir zum Unfallhergang noch keine genauen Angaben machen konnte.
Erst als ich jetzt durch Zufall im Internet auf Eure Seite gestossen bin,habe ich Euren Bericht gelesen.
Ich kann nur versichern dass Thorben Rennert ein sehr umsichtiger Taucher war und niemals irgendwelche Risiken einging.
Mein Aufrichtiges Beileid gilt Thorbens Frau mit Kind und den Eltern.
Antwort von Stefan Richter am 30.01.2002 - 16:34 Ich bin mit Torben aufgewachsen,er konnte erst Tauchen dann laufen.Ich habe im selben Betrieb als Taucher gearbeitet und viel über Sicherheit gelernt, das war für Torbens Vater und auch für Ihn immer an erster Stelle.Dazu kommt das Sie sich auf sehr komplizierte Tauchgänge spezialisiert haben und seit Jahren erfolgreich ohne Zwischenfälle gearbeitet haben.
Es ist ein großer Verlust !
Antwort von Stefan Richter am 30.01.2002 - 16:55 Noch ein Nachtrag für den Michael der ja anscheinend so viel weiß.
Wenn der erste Taucher den Tauchgang abricht und der zweite dieses nicht bemerkt oder selber festhängt was macht er dann ? Am besten er ruft Dich an damit Du irgendwas kluges sagen kannst !
Es ist doch selbstverständlich, sollte Torben gesehen haben das der eine Taucher sein kompletes Equipment ablegt und aufsteigt das er hinterher geht !!! Überleg Mal.
Antwort von Volker Lekies am 13.02.2002 - 22:10 Weiß vielleicht jemand, wieso dieser Tauchgang offenbar ohne Kommunikation und ohne Oberflächenversogung durchgeführt wurde? Also quasi nacht "Sporttaucher-Manier"??....
Volker
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