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Britische OWD-Taucherin tot
Abgesandt von oliver am 24.11.2001 :

Eine britische Taucherin aus London war Tauchgast im Negril Scuba Centre in Negril/Jamaica.
Bei einem Tauchgang mit drei weiteren Tauchern wurde sie durch unbekannte Umstände getrennt. Beim auftauchen merkten die übrigen Taucher,daß eine Taucherin fehlte. Bei der anschließenden Suche wurde die Taucherin tot auf 25m Tiefe gefunden.




Antwort von Rudi am 25.11.2001 - 23:08
Auch hier die Frage: Wo war der Tauchpartner? Warum ist er nicht aufgetaucht? Hat er den Guide informiert?

Hier bestätigt sich langsam bei mir der Eindruck den ich auch auf Basen immer wieder habe. Das Sichern des Partners wird meistens als Aufgabe des Guides angesehen.

Übrigens, ich bin kein TL oder Guide! Aber das sind nun einmal Grundregeln die auch "easydiving" nicht ersetzen kann.Wie denkt ihr darüber?
Antwort von Gerald am 28.11.2001 - 18:10
Ich war bei dieser Basis schon beim tauchen, und habe folgendes erlebt:
Das erste mal war es sehr toll und auch die Guides waren sehr aufmeksam, und als ich ein zweites mal dort war, hab´ich nach dem ersten Tag die Basis gewechselt, weil die Ausrüstung in einem äuserst deolatem Zustand war und von den guten Guides war auch nichts mehr zu sehen.
Antwort von Emanuel am 13.12.2001 - 23:09
Servus Rudi,

da sagst du was! Wie wichtig ist doch der Buddy! Darum heißt es ja "Buddy-System".
Und nicht "hinter dem Guide hertauchen"!
Ich habe gerade den Rescue-Diver gemacht und lese in dem gesamten Lehrbuch nichts davon, was man machen soll, wenn einem der Buddy davonschwimmt. Richtig, das lernt man nämlich eigentlich schon beim OWD, dass man das nicht macht, sondern immer schön beisammen bleibt, oder? Sollte man jedenfalls meinen...
Aber in der Praxis sieht´s dann manchmal anders aus. Insbesondere, wenn du keinen festen Buddy hast und dir kurz nach dem Briefing noch schnell auf dem Boot einer zugeteilt wird, den du gar nicht kennst. Der vielleicht nicht einmal überwasser deine Sprache spricht...
Mal ehrlich, wer würde sich da die Mühe machen und alles wichtige nochmals abstimmen? Zeichen (kennen wir ja alle, haben wir ja schließlich alles schon beim OWD gelernt), Ausrüstung (wieso, die haben wir uns doch gerade bei der Basis geholt, muss doch OK sein)Was tun, wenn... (gibt´s das überhaupt? Bloss nicht dran denken...)
Und tust Du´s, gaffen sie dich alle doof an...
Leute! Bei meinem letzten Tauchurlaub auf den Malediven habe ich mal wieder einen TG ohne meine Partnerin getaucht und wurde dann auf dem Boot einer Spanierin zugeteilt: die wußte nicht mal, wie man tariert (interessant, so´n UW-Jojo), geschweige denn, was ein Skorpionfisch macht, wenn man ihm eins mit der Flosse langt. Ich wage nicht dran zu denken, wer mir geholfen hätte, wenn ich da ein Problem gehabt hätte...
Keine Angst, wir haben sie dann später ein bisschen aufgeklärt und ihr geraten, noch mal den OWD (o.ä.) zu machen, wofür sie eigentlich recht dankbar war. Sie wurde dann "Octopussi" getauft, weil sie natürlich nach 20 Min. an einem anderen Schnulli nuckeln mußte. Naja, so kann sie wenigstens nicht verloren gehen, oder?
Wenn ich dann noch höre, dass mir auf dem gleichen Boot eine australische Divemasterin sagt, sie könne meinen "Tank-banger" nicht leiden, lästige Geräusche unterwasser...
Ich plädiere an dieser Stelle dafür: Egal wer mit wem und wie oft:
1. gescheiter Buddy und gescheiter Buddy-Check.
2. Alle Zeichen abstimmen: insbes. Notsignale! (Da gibt´s übrigens noch mehr Möglichkeiten.)
3. Und auch wenn´s einigen nicht gefällt, (denn man kann TB´s natürlich auch missbrauchen)Tankbanger für alle!
Hätte sich die besagte englische Taucherin bemerkbar machen können, z.B. durch andauernd, schnell-wiederholtes Schallsignal, (Sollte man ähnlich der Seeschiffahrt überwasser auch unterwasser als internationales Notsignal einführen!) wäre sie vielleicht noch am Leben.
Tankbanger sind übrigens gar nicht teuer, und man kann sie notfalls mittels eines Gummis und einer Sechskantmutter o.ä. selbst herstellen.
Das Morsealphabet läßt übrigens viele Möglichkeiten zu, sich für jedes Buddyteam unterschiedliche Erkennungskodes zuzuweisen. Ich habe mich mit meiner Partnerin auf eine Zeichenfolge abgesprochen, die wir immer beibehalten und daher sofort erkennen. So ist es uns möglich, unseren Aktionsradius etwas über das normale auszudehnen. Und wenn man sich was zeigen will, reichen drei Ping´s und den Rest machen wir dann per Handzeichen...
Ich hoffe, Euch hilft´s auch. Porbiert´s mal aus...
Emanuel
Antwort von Bonito am 14.12.2001 - 11:16
@manuel,stimme Dir insgesammt zu, aber... Drei Pings um was zu zeigen!
Mit wievielen Pings meldest Du ein Prob bei Deinem Buddy an?
Kann er das dann immer unterscheiden von anderen "Team`s" die sich lediglich einen Fisch zeigen wollen?

Ich meine ein Buddy-Team, das den Namen verdient, taucht Schulter an Schulter und hat regelmäßig Blickkontakt.
Auch in klarem Wasser sollten 2m Abstand das Maximum sein.

Akustische Signale sollten nur bei Gefahr eingesetzt werden.
Das gäbe sonst (k)ein schönes Geklappere,Gehupe oder Gepfeife unter und auch über Wasser.
Gruß Helmut
Antwort von Klaus am 17.12.2001 - 13:16
Hi,

@Bonito, @Emanuel, grundsätzlich sehe ich das genau so wie Ihr, aber aber eine Frage bleibt mir dennoch vollkommen unklar; wenn man sich unter Wasser verliert, ist die Grundregel: max.1 Minute suchen, dann auftauchen und an der Oberfläche sammeln.
Das hier die "Buddy`s" gepennt haben, steht außer Frage, aber warum ist die verunglückte Taucherin nicht eigenständigt aufgetaucht. Hier fehlen wieder Informationen über der Unfall Hergang.

Leider muß ich immer wieder erleben, daß Taucher, die "abhanden" gekommen sind, fröhlich solo weitertauchen.

Auch von solchen "Könnern" müssen wir hier öftelesen.


Happy Bubbles
und
Merry Christmas

Klaus
Antwort von Emanuel am 17.12.2001 - 22:11
Dank Euch beiden für die Post und die "Fingerzeige". Prizipiell gebe ich Euch natürlich auch Recht: Tankbanger ersetzen keine Buddies - in der unmittelbaren Nähe bleiben ist natürlich oberste Pflicht!
@Bonito: drei Pings, um Aufmerksamkeit MEINES Buddies zu erregen, Blickkontakt herzustellen und alles andere dann per Handzeichen oder Tafel! - War vielleicht nicht klar genug ausgedrückt!
Ich weiß, dass man sich da unten nicht morsend unterhalten kann, ist ja auch gar nicht notwendig...
Das "internationale" Notsignal der Schifffahrt: - andauerndes und schnell-wiederholtes Schallsignal - sollte aber jeden Taucher aufschrecken und nicht nur den Buddy veranlassen, doch mal zu schauen, ob da irgend jemand Hilfe brauchen könnte. Überwasser klappt das eigentlich ganz gut, weil es (fast) jeder Bootsführer kennt... Warum nicht auch unterwasser?
Antwort von oliver am 17.12.2001 - 23:11
wenn man euch so hört, fragt man sich wie die fischkes denn überhaupt bis jetzt ohne tankbanger auskamen)
Antwort von Emanuel am 18.12.2001 - 11:05
@Oliver Scherzkeks! Da hast du natürlich auch wieder Recht. Es wird aber auch niemand gezwungen. Genauso wenig, wie niemand gezwungen wird im Dunkeln eine Lampe mitzunehmen, oder? Die Fischkes haben ja auch nie eine dabei.
(Übrigens werden von den Fischkes aber immer wieder nachts welche gefressen, weil sie nix von ihren Fressern sahen...)
Das gleiche gilt meiner Meinung nach auch für Taucher, womit wir schon wieder beim nächsten Problem wären: Wenn du dich mit diesen Seiten hier etwas näher beschäftigst, könnte es dir durchaus auch in den Sinn kommen, dass es sich bei dem ein oder anderen Taucher, der schonmal um´s Leben kam, sicherlich auch um einen gehandelt haben könnte, der dachte: "Das brauch ich doch nicht! Das haben wir ja noch nie gebraucht!" oder: "Der TL (resp. jede andere "Vorbildsperson") hat das auch nicht nötig, warum ich?" oder: "Wieso das denn, davon hat man in meiner Ausbildung doch nie geredet?"
Ich bin da allerdings anders: Ich bin für jeden konstruktiven Tip dankbar.
(Ich kann ja nunmal auch nicht alles wissen und kennen und mich ja immer noch persönlich dafür oder dagegen entscheiden.) Und ich gebe diese Tips auch gerne weiter... selbst auf die Gefahr hin, dass sich da irgendjemand drüber lustig macht!
Antwort von oliver am 18.12.2001 - 13:55
emanuel: ich habe in meinem taucherdasein eigentlich nur 2 arten von tauchern gekannt die uw geräuschsignalmittel benutzten.
1. diveguidesTL weil ihnen die neutaucher abgahauen sind bzw. diese in der neuen welt zu abgelenkt waren
2. neutaucher in den ersten 30 tg.
ansonsten taucht man als buddypaar so nah beieinander,daß man sich berühren kann.und sonst nix. oder man taucht solo auch wenn mehrere taucher im wasser sind.man taucht also vollkommen autark ohne auf andere angewiesen zu sein-mit der entsprechenden erfahrung und ausrüstung.
Antwort von Emanuel am 18.12.2001 - 21:32
@Oliver: Danke für den Erfahrungsbericht.

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