Deutsches Taucherpaar im Attersee verunglückt Abgesandt von Armin am 06.01.2006 - 15:41:
Zwei deutsche Taucher sind am Freitagvormittag im Attersee schwer verunglückt. Ein 35-Jähriger und eine 36-Jährige hatten in Unterach einen Tauchgang unternommen, als angeblich der Lungenautomat der Frau vereiste.
Die Frau geriet in 33 Meter Tiefe in Panik, beide führten einen Notaufstieg aus. An der Oberfläche leistete ein 25-jähriger Taucher aus Wels der bereits bewusstlosen Frau Erste Hilfe.
Die schwer Verletzte wurde mit Verdacht auf Lungenriss vom Hubschrauber ins Krankenhaus Salzburg gebracht. Ihr 35-jähriger Begleiter wurde vorsorglich zur Beobachtung ins Landeskrankenhaus Vöcklabruck eingeliefert. Für ihn dürfte der Unfall glimpflicher verlaufen sein.
Antwort von wavemaker am 07.01.2006 - 19:13 Hier ein widersprüchlicher Bericht aus der Kronenzeitung:
Wieder ein gefährlicher Zwischenfall im Attersee (OÖ)
Die beiden Deutschen Taucher hatten sich beim Kohlbauern-Aufsatz in eine lebensgefährliche Tiefe gewagt: 33m unter der Wasseroberfläche vereisten die beiden Lungenautomaten der Unterwassersportlerin. Sie geriet so in Panik, dass sie sich von ihrem Begleiter nicht mehr helfen ließ. Trotzdem bekam der Mann die Frau zu fassen, um sie bei einem riskant raschen Notaufstieg mit in die Höhe zu reißen. Er hielt dabei sicherheitshalber den Atem an, bis er oben benommen ankam: Er konnte nur noch um Hilfe schreien. Das hörte der Welser Medientechniker: Er schwam sofort mit seinen Flosen zum 50m entfernten Paar und begann mit der Wiederbelebung der Frau. Sie kam zu sich und wurde per Helikopter ins Spital geflogen. Auch ihr Begleiter kam ins Krankenhaus.
Soviel zu diesem Bericht. Es wäre jetzt interessant zu erfahren, wie sich der Zwischenfall tatsächlich abgespielt hat. Die Berichterstattung der Krone kann nicht ganz der Wahrheit entsprechen. Zitat: "Er hielt dabei sicherheitshalber den Atem an, bis er oben benommen ankam." Bei einem Notaufstieg aus 33m Tiefe, ohne abzuatmen ("...hielt sicherheitshalber die Luft an...") soll der Taucher nur leicht benommen oben angekommen sein (in diesem Bericht ist keine Rede von einer Lungenüberdehnung oder einem Lungenriss).
Alles in allem scheint mir die Berichterstattung der Krone ziemlich dürftig, vielleicht gibt es hier jemanden, der etwas genaueres über den Unfallhergang sagen kann.
wm
Antwort von Burnswigg (25) am 08.01.2006 - 14:06 Bis auf das mit dem anhalten der Luft stimmts
Antwort von Deco1 am 09.01.2006 - 09:19 @ Burnswigg:
Was stimmt? "..beide Automaten der Frau vereisten..." wo waren die Automaten des Partners?
Oder hatten beide jeweils nur einen Automaten?
Ob beide Automaten vereisten glaub ich nicht da beide Taucher mit 2getrennten 1ten Stufen ins Wasser gingen. Sie sind beide als Rescue Diver ausgebildet und auf keinen Fall Anfänger. Beide hatten 2 Automaten.
Die vorläufige Diagnose war auch falsch da sie keinen Lungenriß erlitt sondern viel Wasser in der Lunge hatte.
Antwort von mhille am 10.01.2006 - 08:48 @wavemaker:
Soviel ich weiß ist die "Kronenzeitung" ein ziemliches Revolverblatt, welches knapp unterhalb der deutschen Bild-Zeitung an zu siedeln ist.
Ich würde daher so ziemlich garnichts auf deren Berichterstattung geben - außer wenn ich UFOs suchen würde
Gruß
Martin.
Antwort von ewmasi am 10.01.2006 - 17:59 Seit Ihr noch zu retten. Vielleicht denkt jemand mal an die Frau, an den Mann, an das Kind, an den Retter. Ein einfaches "super" an den Medientechniker aus Wels, der ausserdem Bernhard Hetzmannseder heißt, wäre da sicher angebracht, oder? Typisch.
Antwort von Bonavena am 10.01.2006 - 19:03 Hallo Burnswigg,
falls du zu diesem Unfall mehr weisst, teile dies uns bitte mit. Warst du dabei?
Antwort von Burnswigg (25) am 11.01.2006 - 09:04 @all
ja ich war dabei, bin der 25jährige Welser
@ewmasi
Der Frau geht es schon besser, soweit ich weiß ist sie noch im Krankenhaus. Dem Mann geht es auch gut er war profelaktisch in der Dekokammer in Traunstein. Das Kind hat auch alles gut überstanden und auf mich einen sehr aufgeweckten Eindruck gemacht.
Leider haben die Medien nicht darüber berichtet dass zb. meine Tauchkollegen Robert F. und Klaus P. aus Lambach auch eine entscheidende Rolle bei der Erstversorgung der Frau hatten. Sie halfen mir am Ufer die Frau aus dem Wasser zu heben und unterstützeden die Sanitäter bei ihrer Arbeit.
Die Rettungskette an sich funktionierte ebenfalls perfekt, ung. 3 min nach dem ich sie zum Ufer gebracht hatte war schon der Notarzt da nach weiteren 5 Minuten die Rettung und nach 10min der Hubschrauber.
@taucher.net
Danke dass ihr die Namen raus getan habt.
ein Freund von mir kam gerade am Kohlbauernaufsatz an, als der Unfall passierte.
Auch nach seiner Aussage möglicherweise kein Lungenriss (nur weißer Schaum im Mund der Taucherin - nicht rosa).
Der Mann soll auf alle Fälle zwei erste Stufen gehabt haben (hat mein Freund selbst gesehen).
Was aber seltsam erscheint: angeblich hat der Mann das Gerät der Frau an der Oberfläche abgeworfen - (warum?) das dann angeblich erst wieder geborgen werden musste.
Lt. Aussage der Tochter hatten die beiden schon vorher etwas Stress, was möglicherweise der Auslöser für die Vereiser war.
Antwort von Cheminee am 12.01.2006 - 09:32 Zum Unfall Hergang müsste eigentlich jedem Sport od. Hobbytaucher klar sein dass es verschiedene Möglichkeiten gibt, die ohne Training jedem passieren können. Eine Möglichkeit - wie in diesem Fall - ist das man nach dem Abblasen des Atemreglers den Oktopus nimmt und „Wasser saugt“. Einfaches Vergessen von „drücken der Luftdusche“ oder „Ausblasen“ in der Stresssituation. Der/die Taucher/in saugt Wasser verschluckt sich und ist auf dem weg zur Oberfläche! Nachdem beide Taucher an der Wasseroberfläche waren rief der Mann 4mal um Hilfe. 2-3 Taucher waren am Ufer u. wollten ihren Tauchgang beginnen. Eine Gruppe Oberösterreicher (4 Pers.) war am Parkplatz ca. 20m Hang-Aufwärts entfernt beim umziehen, hatten den Tauchgang schon beendet. Bernhard H. hatte sein Gerät schon abgelegt ich meines noch nicht. Durch die Kopfhauben ist es ziemlich schwierig Schreie wahrzunehmen. als wir nachschauten sahen wir eine Person im Wasser. Es war nicht sofort zu erkennen ob jemand Hilfe über od. unter Wasser brauchte. Zu diesem Zeitpunkt wurde die Rettung von uns alarmiert und Bernhard schwamm im Anzug samt Flossen zu den verunglückten Tauchern. Ein Taucher war dann auch im Wasser bei den Verunglückten, entfernte sich beim beatmen aber wieder. Die Taucherin wurde aus dem Wasser geborgen. Ihr Tauchpartner schwamm aus eigener Kraft zum Ufer, wurde später mit 100%O versorgt ( von Braunau Dive 1???). Gott sei Dank sie atmete (sehr schwaches röcheln) - ihr wurde die Kopfhaube u. Halsmanschette entfernt. Kopf überstrecken, Mundhöhle kontrollieren wegen erbrochenem u. seitlich lagern. Notarzt, Rettung samt Hubschrauber waren sehr schnell vor Ort. Danke an diese, denn für die Ersthelfer war dies eine Premiere und es ist doch beruhigend wenn Profis vor Ort sind. Abtransport vom Kohlbaueraufsatz nach ca. 60min. Für unsere Gäste am See merken!!!! : Wenn jemand um Hilfe ruft, ist das keine Übung (zumindest soll man nicht davon ausgehen). Und wenn man mehr als 100 geloggte TG hat muss trotzdem geübt werden(immer wieder). Alles Gute an die Taucherin u. ihre Tochter (kein Kind - ca. 20jahre, die wegen Wassereintritt im Handschuhsystem nicht tauchte). Hoffentlich weiterhin schöne TG und alles Gute.
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Antwort von Burnswigg (25) am 12.01.2006 - 10:30 @sepp
Tauchgerät und Bleigurt wurden entfernt um sie schneller ans Ufer zu bringen. Während des ablegens wurde sie ebenfalls von mir beatmet.
Antwort von Harry am 12.01.2006 - 20:50 DANKE!!! für eure bereitschaft, euch bei uns zu melden! dies hilft vielen tauchern! spitze gehandelt und 1a notfallkette! hut ab!
alles gute und baldige genesung an die betroffenen tauchkollegen!
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