Eis-TU im Lac des Joncs Abgesandt von Armin am 11.01.2003 - 21:44:
Danke an Melanie für die Info:
Am Mittwoch 8.1.03 ereignete sich ein tödlicher Unfall im Lac des Joncs bei Chatel-St-Denis FR in der Schweiz.Die beiden Männer aus dem Wallis steigen mit einem Seil gesichert,dass sie an einem Baum befestigt haben, durch ein Eisloch ins 2 Grad kalte Wasser.Wenig später bemerkt sein jüngerer Kollege, ein erfahrener Taucher, dass sich sein Kollege vom Seil gelöst hat.Der jüngere kollege fängt ihn sofort an zu suchen und wenig später kommt der Verschwundene wieder an die Oberfläche von einem anderen Eisloch,dass sich 25m vo Einstiegsloch empfand.Der Verschwundene(40 Jahre alt) gab seinem jüngeren Kollegen(35) das OK Zeichen.Als der Jüngere aber zum Loch kam war dieser schon wieder verschwunden.Er nimmt die Suche sofort wieder auf,aber ohne Erfolg. Der vermisste Taucher wurde bis Freitag noch nicht gefunden!
Antwort von Harry am 12.01.2003 - 12:37 Jedes Jahr das Gleiche, keine Erfahrung, keine Leine, keine Sicherungsgruppe. Die Dummen sterben einfach nicht aus und sich bei diesem TG von der Leine abzunabeln war dumm. Trotzdem gilt mein Beileid den Angehörigen. Vielleicht sollten diese Unfallberichte als Pflichtlektüre im jedem Verein und Tauchshop ausliegen.
Antwort von Wolf am 12.01.2003 - 17:53 Dumm auch. Sich bei einem solchen TG einfach von seinem Buddy zu trennen und ihn sich selbst zu überlassen ist schlicht eine verantwortungslose Schweinerei. Das es diesmal diesen Ignoranten selbst getroffen hat ist bei allem Mitgefühl für die Angehörigen noch positiv zu sehen. Es hätte auch den Taucher an der Leine verunfallen können. Ich kapier nicht was Taucher in so einem Fall bewegt.
Antwort von Jackie am 13.01.2003 - 17:17 Zuerst mal mein Beileid den Hinterbliebenen.
Also hier noch ein paar Hinweise, dies aus Zeitungsartikel einer Freiburger Zeitung stammen.
Die beiden Taucher waren aus den Waadtland und nicht dem Wallis. Der Überlebende ist Berufstaucher und er hatte sich mit der Sicherungsleine gesichert. Der verunfallte war "nur" an einer 2 meter langen Buddy-Leine, diese riss angeblich. Am Freitag abend wurden die Recherchen mit Einstimmung der Familie des Verunglückten bis auf weiteres unterbrochen. Sie werden im Frühling, oder früher wenn das Wetter sich verbessert, wieder aufgenommen.
Nun noch ein paar Infos zum Lac des Joncs. Ich selber war noch nie dort tauchen, aber Kollegen vom TC waren letzten Sommer dort um eine besondere Art Seerosen zu pflanzen. Sie erzählten uns dann dass man das Gefühl habe, im Kaffeesatz zu tauchen. Sogar um die Daten des Compis abzulesen brauchte man bei 2-3m Tiefe die Lampe und musste die Hand praktisch vor den Augen halten. Zudem sei der Grund des Sees mit Baumstämmen und Ästen übersäht und es ist nur Schlick.
Mich wundert hier nur, dass ein Profi-Taucher mit so wenig Sicherheitsvorkehrungen in einen See tauchen geht, dies erst noch unter Eis, den er anscheinend nicht kennt. Denn ich kann mir nicht vorstellen, dass man, wenn man die Verhältnisse kennt, dort nur zum Plausch tauchen geht.
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