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Erneut TU Hemmoor 15.10.
Abgesandt von Redaktion Registriertes Mitglied am 16.10.2006 - 09:36:

Gestern um 12.50 Uhr gab es am Einstieg 3 in Hemmoor erneut einen Tauchunfall. Wie schon beim Unfall am Tag zuvor war sehr schnell das Boot im Wasser und die verunglückte Person an Land und in Behandlung.

Angeblich tauchen zwei Dänische Taucher auf 40m, nach 6 Minuten machte einer der beiden einen Notaufstieg. Der Buddy tauchte ordnungsgemäß aus.

Rettungshelikopter war im Einsatz.





Antwort von Tinkerbell Registriertes Mitglied am 16.10.2006 - 11:01
Hallo!

Was ich bei diesem Einsatz gut fand...

Der Tauchpartner sah seinen taucher hochschnellen.Er behielt die Nerven und hielt sich an seine Deco! Meinen Respekt das er die Nerven behielt! Das ist leider nicht oft so!
Die anderen aus der Gruppe wußten nicht wo er war und somit galt er als vermisst! Sofort wurde außer dem Rettungsdienst die Rettungstaucher,Feuerwehr Und Organisatorischer Leiter Rd alarmiert. Nach beherzten suchen des tauchers wurde er von der Wachmannschaft des Sees gesichtet. er gab noch unter Wasser das O.K - Zeichen! Es wurde aber zur Sicherheit gewartet bis er an der Wasseroberfläche war. Hier wurde der Name mit dem gesuchten verglichen und der Tauchcomputer angeschaut. Der Taucher war wohl auf und glücklich, das alles so glimplich war. Gut das er so besonnen war!

Tinkerbell
Antwort von gerneTaucher Registriertes Mitglied am 16.10.2006 - 11:54
Ob er nun die Nerven behalten hat oder Eiskalt war, wird nur er wissen und die die ihn kennen. In jedem Fall hat er sich richtig verhalten, seine Deco abzusitzen! Er sollte sich aber Gedanken dazu machen in Zukunft seine Bojen mitzunehmen und diese in so einem Notfall hoch zu schießen.

Gelbe Boje mit S.O.S.
Am Besten man versieht seine Bojen noch mit seinem Namen.
Antwort von Doppeldreier Registriertes Mitglied am 16.10.2006 - 17:12
gelbe Boje mit S.O.S.? Warum S.O.S.? Habe ich da was verpasst?
Gruß,
D3
Antwort von tiefenbetrüger Registriertes Mitglied am 16.10.2006 - 18:24
Ich frage mich was da für eine Deko enstehen soll... Zudem bin ich fest der Meinung dass ich bei meinem Partner bleibe !!
ich gehe mal vom 1.TG aus, ohne grosse belastungen vom vortag)aufstiegsgeschwindigkeit grob beachten, partner beobachten wenn ich schon nicht mit ihm aufsteige, ausatmen, oben - gefahr erkennen, situation einschätzen, handeln !

fertig.

6min Tauchzeit und 40m Wassertiefe kosten nicht das Leben bei einhaltung bestimmter dinge.

selbst habe ich sowas mehrmals in dieser tiefe und mehr solches erlebt und bin schadensfrei aufgetaucht und konnte meinem tauchpartner helfen.

natürlich darf man diese situatiuon nicht unterschätzen, aber mit genug wissen (!!) ist dies kein beinbruch!
zudem kommt, das man aufgrund des druckverhältnisses von "höheren" tiefen positiver schneller aufsteigen kann als in niedrigen..
als faustformel kenne ich ich bis zur 15m marke und ab dann "langsam und sicherer"...

Trotzalledem wünsche ich gute Besserung - dennoch vielleicht grundsätze überdenken (zusammenbleiben) !
In Hemmoor ist es noch "einfach" aufgrund der Sicht, bei anderen See, (Sorpe, Eder..) kann bei 3m unterschied schon nichts mehr zu erkennen sein, sollte da dem partner vor erreichen der wasseroberfläche was passieren kann man defeinitiv nicht mehr helfen !!!

MfG
tiefenbetrüger
Antwort von gerneTaucher Registriertes Mitglied am 16.10.2006 - 18:55
@D3
Wenn dir bei einem Deko-Pflichtigen Tauchgang dein Buddy nach oben wegschießt, ist er verunfallt!
Bei Unfällen in denen du nicht an die Oberfläche darfst, schießt du deine S.O.S.-Boje, so dass auch jeder am Ufer sehen kann, dass da keiner Schwimmübungen macht, sondern ein Tauchunfall vorherrscht.

Verstehst du das jetzt?
Antwort von o2loop Registriertes Mitglied am 16.10.2006 - 19:31
@ tiefenbetrüger
ein zwanghaftes Verfolgen des hochschießenden Partners kann tödlich enden!!
Wenn du solche Aktionen schon des öfteren durchgeführt hast und keine Schäden davon getragen hast, kann ich nur sagen: Glück gehabt.
Es muß nur eine Kleinigkeit bei dir nicht stimmen (Dehydration) und du wirst deinem Partner nie wieder eine Hilfe sein.
Warum sollte man seinem Partner hinterher jagen?
Er ist ein ausgebildeter Taucher und hat ein Problem unter Wasser, welches er jetzt nicht lösen konnte und Panik reagiert. Diesem Menschen kann man unter Wasser nicht helfen!!! Nicht auf 40m wenn er durchschießt.
Wenn du jetzt noch den selben Fehler machst, kannst du ihm auch oben nicht mehr retten, weil du daneben liegst.
Aber da du ja genug Wissen hast, weißt du sicher auch, dass du in Hemmoor so gut wie nie alleine an der Oberfläche bist und das Rettungsteam mit einem (!) Notfall schon genug zu tun hat.

Ich kann nur sagen, dass der Taucher gut und besonnen gehandelt hat!
Mein Respekt dem Rettungsteam in Hemmoor, wir fühlen uns dort immer sehr gut aufgehoben!!

Ich hoffe, dass es dem Verunfallten wieder besser geht und er keine weiteren Schäden davon trägt.

In diesem Sinne, taucht sicher mit Bedacht alles andere hat schon viele umgebracht.

O2
Antwort von Tinkerbell Registriertes Mitglied am 16.10.2006 - 21:01
Hallo Tiefenbetrüger!
Durch das zusammenbleiben haben wir aber die schlimmsten und meißten Tauchunfälle!Ich finde (auch wenn ein Teil stimmt) das man dieses nicht auf die leichte Schulter nehmen sollte! Diese Geschichte mit den Bojen sollte zur Pflicht für alle Taucher werden. Damit kann eine Suche und Kennzeichnung vereinfacht werden. Der Umgang mit solchen Bojen ist nur leider (so wurde es mir erzählt) nicht gerade geübt! Es werden damit viele Fehler gemacht! Uns vom Rettungsdienst geht es darum, euch noch besser und schneller helfen zu können. Das geht nur wenn es von beiden Seiten Verbesserungen und Regeln gibt.

Gruß
Antwort von Markus E Registriertes Mitglied am 16.10.2006 - 23:50
@ gerneTaucher

< Er sollte sich aber Gedanken dazu machen in Zukunft seine Bojen mitzunehmen und diese in so einem Notfall hoch zu schießen. >

Das wird Dir in Hemmoor wenig bringen. Ich habe in der Vergangenheit mehrfach Bojenmanöver bei der Aufsich angemeldet. Hintergrund war der Part der Seeregeln, in dem sinngemäß steht, dass jedes Zeichen außer OK über Wasser als Notfall angesehen wird. Als Reaktion auf mein Anmelden bekam ich irgendwann die Antwort: "Mach mal. Bei den vielen Bojen, die hier täglich hochploppen, hätten wir viel zu tun, jeder machzuforschen oder ständig die Rettungskette gestartet".
Nicht falsch verstehen. Ich prangere diese Aussage nicht an. Es geht nicht anders. Insofern ist der Tip mit der Boje recht sinnlos.

Schönen Gruß
Markus
Antwort von Bert Rudeck Registriertes Mitglied am 17.10.2006 - 08:29
Den Betrag von "gerneTaucher" bezüglich des Bojeneinsatzen möchte ich aufgreifen.
Gibt es eigentlich ein standardisiertes Bojensignal, welches eine Notfallsituation unter Wasser anzeigt?
Nach meiner Kenntnis zeigt die Boje nur an, dass sich an dieser Stelle etwas (ein Taucher) unter der Oberfläche befindet.
Im Blausteinsee ist zum Beispiel laut Tauchordnung das Setzen einer Boje vorgeschrieben, wenn man ausserhalb der Auftauchzone auftaucht bzw. man sich nicht sicher ist, ob man noch in dieser Zone ist. Ein Notfall wird damit aber nicht angezeigt. Die Boje soll nur verhindern, dass man von Segelbooten oder Surfern überfahren wird.
Gruß
Bert
Antwort von Gespensterkrabbe Registriertes Mitglied am 17.10.2006 - 08:37
Viele Grüße zusammen!

Mal unabhängig von diesem aktuellen Tauchgang: Ich finde, der Taucher, welcher noch seine Deco absitzt, macht es richtig. Leider ist das nicht oft der Fall. Mir ist kein Ausbildungsprogramm bekannt, das lehrt, man soll seine Deco abbrechen und dem Partner hinterherschiessen um zu helfen. Stellen wir uns doch mal zwei Bergsteiger vor: Sie klettern an einer 40 Meter Steilwand, an einem Seil. Einer löst sich vom Seil und fällt 40 Meter in die Tiefe. Er liegt da mit gebrochenen Beinen und gebrochener Hüfte und schreit. Sollte man da verlangen, dass der Kletter-Buddy sich ebenfalls vom Seil löst, sich fallen lässt, um schneller bei seinem Partner zu sein? Dann liegen beide mit gebrochenen Beinen am Boden und können selber keine Hilfe holen. So einen Buddy würde man wohl als schwachsinnig bezeichnen. Er sollte, so schnell es geht, aber ohne sich zu gefährden sich abseilen und Hilfe holen. Wieso wird das beim Tauchen oft nicht so gesehen?
Wenn einer (auch ohne Deco) aus z.b. 43 m aufsteigt, dann benötigt er ca 5 Minuten Aufstiegszeit - plus 3 Min Sicherheitsstop. Das sind dann 8 Minuten. Wenn einer an der Oberfläche um Hilfe schreit ist das eine lange Zeit für andere Helfer, das sieht dann so aus, als ob der Buddy sich zu viel Zeit lässt. Und ob man bei Aufstiegen aus grosser Tiefe ohne Deco (!) noch einen Sicherheitsstop macht, sollte jeder selber entscheiden. Definitiv sind schon Leute an DCS erkrankt, die noch in der Nullzeit waren. Wer seinen Partner in solch einer Situation nervlich nicht allein lassen kann, der sollte nicht tief tauchen, und definitiv keine Deco-TGs machen. Leider musste ich auch mal 15 Min Deco absitzen, ehe ich meinen Buddy erreicht habe - es ist kein schönes Gefühl. Natürlich, wenn ein Buddyteam ins Wasser geht, dann sollten sie zusammen bleiben. Bei schlechter Sicht notfalls in Griff-Weite.
Zum konkreten Tauchgang: 6 Min Tauchzeit inkl. Abstieg auf 40 Meter, das sind ca. 5 Min auf 40 Meter Tiefe, das ist nach Tabelle Bühlmann/Hahn mal eben noch in der Nullzeit. Den TG mit GAP berechnet, mit Luft als Atemgas, (GF 0,7/0,2) zeigt eine Runtime von 12 Minuten, also auch 6 Minuten "Wartezeit", bis der Buddy wieder oben ist.

MfG
Gespensterkrabbe

Antwort von Mönchsrobbe Registriertes Mitglied am 17.10.2006 - 10:12
@Doppeldreier, du bist nicht der einzige!
Ich habe eine orange Boje, soll ich jetzt noch eine gelbe mitnehmen? Wer erzählt den sowas? Welcher Verband?
Ich bin nicht der Meinung, dass ich mit meinem Buddy nach oben schiessen muss. Aber nach 6 min. Grundzeit, kann ich zügig auftauchen. Sollte so nach 3 min oben sein. Bis auf 25 m. kann man sogar 15 m/min. machen. (Aladin ist so eingestellt und zeigt Aufstiegsgeschwindigkeit 100 %). Auf 40 m ist noch nicht Deko, meist an der Grenze. Also geht Dekozeichen bei Aufstieg wieder weg. Schauen, denken handeln. Partner hat sich richtig verhalten.
Antwort von Tauchloewe Registriertes Mitglied am 17.10.2006 - 14:48
Hi zusammen,
hab das erstemal seit langem mal wieder ein Unfalldiskussion mit viel interesse und Wissensdurst gelesen. Ich denke, das das Thema Boje wirklich wichtig ist und langsam aber sicher zur "normalen" Ausrüstung gehört.
Ich habe selbst eine gelbe (Notfall) und eine rote "normale" Dekoboje. Es gehört echt Übung dazu, seine Boje korrekt zuschiessen und ich habe auch lange gebraucht um es halbwegs anständig und sicher hinzubekommen. Bei so ziemlich jedem TG bei dem es machbar ist, schiesse ich die rote hoch, einfach um zu üben.
Wenn ich das richtig sehe ist es bei den (jaja, ich weiss, keiner mag sie ;-> ) Techjungs üblich gelb für einen Notfall und rot für Deko zu schiessen. Hab auch schon oft gesehen, das jemand an der gelben eine kleine Slate hatte um Notizen hoch zu schicken. Keine doofe Idee, aber sicher der nächste Schritt.
Warum nicht immer mind. die gelbe dabei haben und für den Notfall gerüstet sein?
Ich seh oft genug Leute tauchen gehn, die irgend nen krimskrams am Gerödel haben, den sie definitiv nicht brauchen, da kommts doch eher drauf an mal "aufzuräumen" und lieber ne Boje und n Spool mitzunehmen!? Oder? Was denkt ihr? Vielleicht eine sinnige neue Regel für Seen wie Hemmoor? Nur mal als Gedanke.
@Tinkerbell, was denkst Du? Wäre das eine Hilfe auch für euch als Helfer?
Antwort von Tinkerbell Registriertes Mitglied am 17.10.2006 - 19:10
@Tauchloewe!

Ja, ich denke das wär absolut Sinnvoll! So wissen wir das da jemand in Deco ist, oder ein Problem hat. Andersrum haben wir einen Anhaltspunkt wo jemand sich aufhält. Das Problem ist die Umsetzung! Viele haben keine und wollen auch nicht. Andere können damit nicht umgehen und es kann zu einem Unfall kommen. Laßt euch diesbezüglich nocheinmal schulen. Das ist keine Schande! Ich würde es Top finden.
Meine Meinung steht für ein offenhalten des Kreidesees, wenn ihr helft es stetig zu verbessern.

Gruß Tinkerbell
Antwort von Tauch-Teddy Registriertes Mitglied am 17.10.2006 - 22:03
Moin, Moin miteinander!

Zum Bojenthema meine Meinung.

Zunächst ist mein Eindruck, dass erfreulicherweise die Anzahl der Taucher, die überhaupt eine Boje ("Elfantenp...", rot) besitzen prozentual zugenommen hat.

Wenn man daraus folgert, dass die Bereitwilligkeit diese auch zu nutzen bzw. durch erlangte Fertigkeiten diese auch nutzen zu können ebenso gestiegen ist, dann halte ich dies schon für eine erfeuliche Entwicklung.

Für diese jetzigen und auch künftige Bojenbesitzer mein pragmatischer Lösungsansatz für den Notfall.

BOJE NICHT NUR BESITZEN, SONDERN AUCH BEIM TG MITNEHMEN - AUCH WENN HIERZU KEINE AUFLAGE BESTEHT!

IM NOTFALL (sofern Deko-Pause notwendig) BOJE AUF DEKO-TIEFE SETZEN UND DURCH LEINENZUGZEICHEN - wie auch immer - AUF DIE BOJE AUFMERKSAM MACHEN.

Was hindert Euch den daran, z.B. ZU VERSUCHEN ein Morse SOS (dreimal kurz, dreimal lang, dreimal kurz - ständig wiederholt) bei straffer Leine als Leinenzugzeichen zu verwenden.

Und selbst wenn diese SOS-Zugzeichen nicht als solche auf die Boje übertragen bzw. erkannt werden (ungeschickt oder durch Notfallsituation zu hektisch ausgeführt; Boje hat soviel Auftrieb, dass sie nicht stark genug nach unten gezogen werden kann...), eine sich ständig mit eventuell zumindest noch wahrnehmbaren Zuckungen bewegte Boje erhöht die Wahrscheinlichkeit, dass jemand auf diese Aufmerksam wird, hoffentlich erkennt, dass kein normaler Deko-Stopp vorliegen könnte und entsprechend handelt.


Sollche Verhaltensweisen zu erreichen erscheint mir zumindest für den "Gemeinen Breitensporttaucher" realitätsnaher, als davon auszugehen, dass zur vorhandenen roten noch eine gelbe hinzu oder gar gleich eine rote und gelbe Boje zusammen gekauft wird und diese dann auch mitgeführt werden.

Oder?

Viele Grüße vom Tauch-Teddy


Antwort von Tariernix Registriertes Mitglied am 17.10.2006 - 22:38
Also: mein Buddy schießt durch. Ich beschließe, mich durch Einhalten eines sicheren Aufstiegs nicht zu gefährden, soll aber dann mindestens eine gelbe SOS-Boje setzen. Und dann?

Was schließen die Retter/Taucher an der Oberfläche daraus? Hier ein hochgeschossener Taucher, ggf. nicht ansprechbar...?, dort eine gelbe SOS-Boje?

Retten die dann den Verunfallten schneller? Oder fädeln die mich dann nach oben? Ich würde in diesem Fall ja womöglich noch ein Problem bekommen!

Mir scheint, allenfalls das Anbringen einer Notiz könnte Informationen an Fremde an der Oberfläche übermitteln. Die Sache mit der gelben Boje sollte auf diese Fälle beschränkt werden, wo definierte TG von Supporttauchern überwacht werden, die ggf. nach Absprache handeln (z. B. verlorenes Gas ersetzen).
Antwort von weisahai Registriertes Mitglied am 17.10.2006 - 23:12
Wenn man Eure (ausser Tiefenbetrüger) Kommentare so liest, taucht doch wieder einmal die Frage nach dem Sinn des alten Dogmas "Tauche nie allein" auf. Der (allseits hochgelobte) Buddy hat es nicht geschafft, seinen Kameraden am Hochschiessen zu hindern, und konnte ihn dann auch nicht mehr erwischen. Frage also: Was bringt so ein Buddy, wenn er sich (nach Eurer Meinung) so richtig und lobenswert verhalten hat? eigentlich?
Antwort von D-32 Registriertes Mitglied am 18.10.2006 - 10:04
Boje mit SOS zu beschriften: Wenn man nur eine Boje hat, wäre das absolut daneben für die Situationen, in denen man an der Boje seine Deko abhängt. Gesetzt den Fall es sieht einer vom Boot aus, angelt er dich am Bojenseil hoch, was du nun wirklich nicht willst.

Die Tauchparallele zu Gespensterkrabbes Beispiel haben wir mal bei einem Medizinseminar durchdiskutiert, es ging um Bergung eines bewusstlosen Tauchers durch jemand, der reichlich Dekopflicht hat. Es gilt Eigenschutz vor Fremdrettung, also Opfer auf eigenen ersten Dekostop hochbringen, dann dessen Jacket aufblasen, ihn schießen lassen und selbst die Deko machen. Hat der Berger relativ wenig Deko und nur auf 3 m, kann er mit dem Opfer aufsteigen bis zur Oberfläche, Hilfe heranrufen und binnen 1 - 2 Minuten wieder auf Dekotiefe gehen. Dekozeit dann sicherheitshalber verlängern. Dieses Procedere setzt natürlich eine Taucheruhr plus redundanten Tiefenmesser voraus, weil der Computer in den SOS-Modus geht.

Die Einstellung der Seewache ist verständlich, denn Bojesetzen sollte man regelmäßig üben.
Antwort von røykdykker Registriertes Mitglied am 18.10.2006 - 18:38
Ne gelbe Boje??
fände sowas auch in ordnung,das wäre dann zumindest ein zeichen: "hallo,MIR is der buddy nach oben durchgeknallt,den ihr da jetzt am boot habt"...dann hätten rettungstrupps nich so arg den gedanken "na samma,was is denn mit dem zweiten,wo is der abgeblieben??"
wenn da nen trupp der bojen-leine folgt und unten is nen taucher,der OK zeigt,wär es erstmal soweit klar und man könnte es im auge behalten.
müsste dann aber wirklich von den tauchern an -und ernst genommen werden,die gelbe nicht zu missbrauchen getreu dem motto: zwei bojen sind mir zu viel aufwand oder zu teuer,ich nehm nur ne gelbe mit,falls was passiert....unnd dann ständig diese ohne notfall zum austauchen nutzen...

ansonsten,bin schon mal als dritter mann mitgetaucht.naja-der eine meinte mit dem anderen nen tief-tg machen zu müssen,obwohl er tiefenangst hat...mich unterrichteten sie darüber natürlich nicht.waren alle aus einer tauchschul-truppe,die beiden neu hinzu.
verspätet,nöhlten sie an mir rum,weil ich sagte bei mir gehts nicht tiefer als 30 weil mein erster tg mit nem anderen taucher so tief war,es war schon dunkel,kurzum:
bei 22m drehte der eine ab,der andere hing dran,damit er nicht nach oben durchknallt. durch den starken flossenschlag malmten sie zur dunkelheit noch alles zur nullsicht auf und sind nach oben.
als ich wieder was auf meinem computer erkennen konnte,war ich auf 25 und hab mir auch gedacht:einer dreht ab,einer hängt dran,geht mit hoch,du sitzt im nebel,also tauch mal dein ding allein aus.
war mein persönliches erlebnis zum thema "buddy und tauchteam-auswahl"
Antwort von Diving Registriertes Mitglied am 18.10.2006 - 23:16
@Tauchloewe und allen anderen !!
hi erstmal zusammen.
also tauchloewe gebe dir in der sache der bojen nur recht ich selber ca 700 tg habe ebenfalls zwei bojen eine orange und eine gelbe die gelbe boje wird in der tat als notfallboje genutzt und auch in hemmoor als solche gesehen denn die orange boje dienst meist nur als deko-boje !!! (denn gerade in hemmoor machen manche tauche ja auch wirklich eine deko weil sie müssen. und wie schon gesagt man sollte das bojen schießen wirklich üben !!
so nun meine gedanken zu dem unfall in hemmoor :
zum einen finde ich es richtig bei seinem partner zu bleiben aber nicht zu jedem preis!!! aber mal wirklich wenn es so war das die grundzeit nur 6 min auf 40 meter war kann man getrost einen zügigen wenn nicht sogar einen notaufstieg machen um seinem buddy oben zhu helfen oder hilfe zu rufen (klappt meistens) kann ja dann inerhalb von 3 min ja den sicherheitsstopp nachholen soviel stickstoff nimmt man in dieser zeit nicht auf !!
und an alle tauchen ist nicht gefährlich man sollte nur seine grenzen nicht überschreiten und gewisse dinge immer üben denn erfahrung kann man nur mit mehr erfahrung toppen also alle allzeit gute luft und schöne tauchgänge !!!
Antwort von Mönchsrobbe Registriertes Mitglied am 19.10.2006 - 09:12
Verstehe ich das richtig? Man soll mit der Boje SOS Morsern, wenn man die Deko absitzt? So ein Schmarren! Ist denn das Absitzen einer Deko ein Notfall? Kann man nicht alleine in 3 oder 6 m eine Deko absitzen??

Ist ein Fehler aufgetreten, braucht man ja nicht sogleich einen zweiten Fehler zu begehen.

Zumal - im geschilderten Fall - noch gar keine Deko angezeigt war. Der Partner kann zügig aber nicht panikartig auftauchen. Für diejenigen, die auf Eselbrücken bauen möchten. Achtet auf die 45-Regel: Tauchzeit und Tiefe, sollten 45 nicht überschreiten. (TZ 6`, Tiefe 40 m = 46, also Beginn Deko, die beim Auftauchen wieder weg geht.
Auf 45 sollte man ja unter Wasser noch zählen können.

Ich gebe D-32 recht, Selbstrettung geht vor. Hier auch besonnes Handeln. Und sollte der Zwischenfall vom Ufer aus bemerkt werden, ist eine gesetzte Boje sicher hilfreich. Dann weiss man:

1. Boje gesetzt - ich warte Deko ab

2. kommen Luftblasen hoch, atmet der Taucher gleichmässig
Also ist alles o.k.

Wieso gelbe Boje? Dies ist für mich kein Notfall. Wenn er Hilfe braucht, muss er hochkommen. Und er kommt hoch, bestimmt).

Und ein 40-m-Tauchgang ist etwas für geübte Taucher. In diesem Fall hatten Sie ja bestimmt eine Deko in Kauf genommen.

Antwort von gerneTaucher Registriertes Mitglied am 19.10.2006 - 09:38
Meine orangefarbene Boje ist ein Hebesack!
Meine gelbe Boje ist eine lange Boje (Elefantenpariser). Auf der steht vom Hersteller aus: S.O.S.

Für wie viel Sicherheit jemand bereit ist zu zahlen und wieviel Ausrüstung jemand mitnehmen will muss jeder für sich selbst entscheiden.

@D-32 "Boje mit SOS zu beschriften: Wenn man nur eine Boje hat, wäre das absolut daneben für die Situationen, in denen man an der Boje seine Deko abhängt."
Wenn du etwas als Schei.. ansehen willst, dann änderst/verfasst du den Text entsprechend um andere auf deine abwegige Meinung zu leiten, oder wie sehe ich das?
Von SOS auf die Boje schreiben war hier nie die Rede. Du als TL und Profi (wenn ich das richtig in den anderen Foren gelesen habe) solltest doch wissen, dass man die Boje eben nicht an sich befestigt. Wenn ein Depp die Boje samt Leine und Spool rausziehen will, dann bekommt er den Kram halt, in dem man losläßt!

Gelb=Notfall! Orange=alles andere!
Antwort von gerneTaucher Registriertes Mitglied am 19.10.2006 - 11:04
@Mönchsrobbe "Wieso gelbe Boje? Dies ist für mich kein Notfall."

Wenn einer aus 40m hochschießt, ist das für dich also kein Notfall. Hast du schon mal was von Barotrauma gehört? Hast du mal mitbekommen, wie hier im Unfallforum mal über Schaulustige abgelästert wurde, die angeblich "Das ist bestimmt nur eine Übung" gesagt hätten?

Wenn mein Buddy aus 40m hochschießt, gehe ich von einem Unfall aus. Etwas anderes anzunehmen steht mir nicht zu. Wenn ich nicht sofort hoch darf/kann schieße ich meine gelbe S.O.S.-Boje. Ich lasse lieber eine Rettungsmannschaft ausrücken als anschließend einen toten Buddy zu haben. Durch Schmerzen kann man das Bewustsein verlieren, den Atemregler aus dem Mund verlieren, sich unbewusst mit dem Gesicht ins Wasser drehen und ertrinken. Das kann geschehen muss nicht!

Genau so ein Müll, "bist du denn bekloppt das Rettungsteam zu verständigen" "Das ist doch kein Notfall" führt dazu, dass immer mehr zögern werden, Hilfe zu rufen. Je schneller die Hilfe kommt desto höher sind die Überlebenschancen für die Verunfallten.

Ich erinnere hier an den Unfall am Blausteinsee wo der TL (angeblich laut Zeugen) den Unfall heruntergespielt hat: Hier klicken

Für einige hier ist es offensichtlich wichtiger nicht in den Schlagzeilen zu stehen, was man bei manch einigen Vorwürfen hier im Netz durchaus verstehen kann. Was ich nicht verstehen kann ist, dass dieses höher als das Leben des Buddys gestellt wird.

Bei rauhem Wind, den es in Hemmoor auch gibt, sieht man keine Blubberblasen!
Antwort von D-32 Registriertes Mitglied am 19.10.2006 - 12:35
@ GerneTaucher

Wenn ich auf Deko hänge und eine SOS-Boje setze, wer meldet dann SOS: Ich!
Wer weiß, dass deine gelbe Boje SOS meint? Nur du.
Wenn du an E4 gelbe Boje mit SOS drauf setzt, kann niemand von der Wachtruppe an E1 das lesen.

Wenn ich mit einer normalen Boje auf 3 m Deko hänge und mein Bojenseil am Jacket einschäkle, kann ich mich gefahrlos dranhängen - wie du mit deinem Hebesack. Wenn dann eine Oberdepp mich daran hochfädelt, sei ihm mehr als ein Fluch gewiss.

Wenn das Jacket des Opfers nicht ohnmachtsicher ist und das Opfer zwangsweise in Rückenlage und Kopfhochlage hält, hat er eben eines der vielen Mülljackets gekauft, bei deren Konstruktion zugunsten Gewicht, Volumen, Modetrends so ein Notfall nicht bedacht oder ignoriert wurde. Ist das mein Problem? Wieder gilt: Eigenschutz vor Fremdrettung. Soll ich ggf. mit Spätfolgen in der Kammer landen, nur weil xy sich so ein Jacket kaufte?
Antwort von gerneTaucher Registriertes Mitglied am 19.10.2006 - 15:50
@D-32
wenn du meinst deine Boje dauerhaft an dir festmachen zu müssen, ist das deine Entscheidung. Es gibt auch Leute, die mit einem Boot über Bojen fahren oder sie als Wendepunkte zum Surfen nutzen.

Wenn jemand ein Mülljacket gekauft hat, dann entbindet mich das nicht einen Notfall anzuzeigen. Wenn mein Buddy hochschießt ist er verunfallt! Da gibt es kein aber.
Dein Festhalten NUR an dem "Ohnmächtig werden" interessiert mich nicht. Bei 40m hochschießen, MUSS ich von Verletzungen ausgehen, die schnellstmöglich zu behandeln sind und nicht erst, wenn ich gefahrenlos auftauchen darf.

Der Eigenschutz wurde von mir nie angegriffen.

Wenn ich nicht direkt aufsteigen kann, setzte ich ein Notfall-Signal. Da ist es egal, dass die Wahrscheinlichkeit, dass jemand dies sieht und als Unfall erkennt, gering ist. Die Chancen, das der Rettungseinsatz schneller in Gang kommt, kann doch durch Signale jeder Art nur erhöht werden.

Ich hab auch nie grüne, blaue oder violette Bojen gesehen. Die meisten Hersteller stellen gelbe Bojen als Notfallboje her. Es wundert mich, dass einige Verbände diese Farbunterscheidung nicht übernehmen!

S.O.S bedeutet auch Save Our Souls und nicht Sucker on Sailtour! Festlegung und Reglementierung bedeuten nicht nur Böses. Manchmal hat so etwas einen Sinn! Daher kann man auch eine gelbe Boje als Notfallboje festlegen!


Zu Hemmoor: Dort sind mehrere Einstiege wo Taucher ins Wasser gehen und aus dem Wasser kommen. Die Wahrscheinlichkeit, dass eine gelbe Boje mit dem S.O.S. erkannt wird ist sehr hoch, da vorallem auch Nichtaucher, oder Taucher die auf andere warten, am Ufer stehen und aufs Wasser blicken.


Ich kann eure grundsätzliche Ablehnung zu den beiden Bojen nicht nachvollziehen.

"Wenn dann eine Oberdepp mich daran hochfädelt, sei ihm mehr als ein Fluch gewiss." Dem und dem Selbstschutz kann ich dir zustimmen, dem anderen nicht.
Antwort von musher Registriertes Mitglied am 19.10.2006 - 19:31
D-32, Dein letzter Beitrag sagt eigentlich, daß Du mit Deiner Einstellung auch nicht mit einem Buddy tauchen solltest/darfst, der ein "Mülljacket" hat - Oder so ein Buddy nicht mit Dir?

In gewisser Weise finde ich auch, daß Eigenschutz sehr wichtig ist und im Falle einer echten Deko diese auch eingehalten werden sollte.

Nun aber zur Frage mit der Boje.
Nun hat der Buddy des Verunfallten eine Boje als Notfall nach oben gesendet - und?
Woher sollen nun Leute oben wissen, daß es einen Notfall zwar gibt, aber nicht am anderen Ende der Bojenleine, sondern "nur" in der Nähe?
Wie kann ein Taucher, der seinen Buddy als verunfallt meint einem anderen Taucher beim Absitzen seiner Deko getrost das OK-Zeichen geben?
Für diesen Taucher ist doch nichts OK - er ja nicht weiß, was mit seinem Buddy ist und aus Sicherheitsgründen nicht in der Lage ist, selbst nachzusehen.
Meiner Meinung nach wäre spätestens hier das Einzig Hilfreiche eine Schreibtafel, um einen fragenden Taucher seine Sorgen mitteilen zu können.

Antwort von Tinkerbell Registriertes Mitglied am 19.10.2006 - 17:34
Ich verfolge es mit Spannung!
Antwort von alexz Registriertes Mitglied am 19.10.2006 - 22:57
@Tinkerbell - ich auch... und hoffe, Dich Mitte November nicht zu treffen - nimm`s nicht persönlich...

Ich kann nicht verstehen, das eine Regelung nicht definitiv in den Seeregeln festgelegt wird.

Boje = Notfall. Zack! Fertig! Egal ob gelb oder rot - das sind zusätzliche Feinheiten, die das Ganze nur verkomplizieren.

Wichtig ist einzig und alleine der Faktor Zeit - durch Eingrenzung des Suchgebietes, Start der gezielten Suche und der Möglichkeit einer frühen Rettung.
Da müssen leider alle, die sich auf der Deko an eine Boje hängen müssen, leider zurück stecken.

(... mal ehrlich - ihr taucht mit Material von mehreren tausend Euro, habt womöglich Brevetierungen wie ein Kartenspiel, Tauchgänge bis zum Abwinken und könnt euch nicht auf einer Tiefe austarieren? - da stimmt doch was nicht...)

Mein Komfort im schlechtesten Fall gegen ein Menschenleben? Wer da noch überlegt . . .

Gruß Alex
Antwort von Tauchloewe Registriertes Mitglied am 20.10.2006 - 15:47
@alexz
mir geht es dabei nicht darum, das ich nicht tarieren kann (mag auch sein...) sondern einfach darum, es auch üben zu können. Wo sonst? Wenn der Fall eintritt das man es braucht ist es ja wohl ein bischen spät, und was ist mit denen die gern dieses Signal nutzen wollen, wo sollen sie es üben? In der Badewanne? Im 1,80 tiefen Schwimmbad? es geht dabei ja nicht nur um das Handling der Boje und das schiessen selbst, sondern auch darum, ein zwei Meter Seil ziehen zu lassen und es dann auch aufwickeln zu können oder das man aussieht wie ne Roulade.

Und eine kleine Frage: Warum willst du Tinkerbell nicht treffen? Haben wir was verpasst? neutraler geht´s ja bald nicht und ich habe das unbestimmte gefühl, das er auch nur anregungen mitnehmen möchte und nicht derjenige ist, der die Regeln macht...oder @Tinkerbell

Bin in 14Tagen wieder da. Werde meine rote Boje ein zwei mal schiessen (obwohl ich diesmal kein Trimix tauche und nicht tief sein werde) und schaun ob ich für Thailand in 5 Wochen fit bin
Antwort von D-32 Registriertes Mitglied am 20.10.2006 - 15:52
Moin Alex,

Widerspruch! Hemmoor ist eines der meistbesuchten Taucher-Trainingsgewässer. Und das Bojesetzen ist etwas, das vielfach geübt und beherrscht werden sollte. Bojensetzverbot im See ohne Notfall wäre total falsch, zumal dort keine blöden Surfer etc. sie als Wendemarke nehmen.
Antwort von Bert Rudeck Registriertes Mitglied am 20.10.2006 - 17:03
@alexz
"Boje = Notfall. Zack! Fertig! Egal ob gelb oder rot - das sind zusätzliche Feinheiten, die das Ganze nur verkomplizieren."

Dass es dafür aber nun mal keine Grundlage gibt und dass es viele Gewässer gibt, wo das Setzen einer Boje beim Auftauchen obligatorisch ist, haben wir ja im Verlauf der Diskussion herausgefunden.

Bei welchem Notfallszenario soll den eine Boje überhaupt sinnvoll eingesetzt werden? Das wäre doch ein minimaler Anteil. Im Regelfall taucht man bei Problemen auf oder man ist dazu ohnehin nicht mehr in der Lage. Das Setzen einer Boje muss auch gekonnt werden. 99% der in einer Notsituation befindlichen Taucher, sind dabei ohnehin überfordert - hier liegt ja in den meisten Fälle der Grund für den Notfall. Dann anzunehmen, die würden es jetzt auch noch schaffen eine Boje zu setzen, halte ich für illusorisch.
Gruß
Bert
Antwort von tiefenbetrüger Registriertes Mitglied am 20.10.2006 - 13:07
hallo zusammen!

prinzipiell kann man nicht für alles eine lösung finden.
jeder sollte und muss für sich entscheiden wie er handelt bzw. handeln würde und sollte das aufjedenfall mit dem tauchpartner absprechen!!

für mich selbst kann ich sagen,dass ich weiss wie ich mich uw verhalte wenn sowas passiert (nach abschätzung der TGs, Gefühl und umgebung) werde ich wie "immer" meinen tauchpartner mit den mir möglichen mittel im auge behalten !!!!!
Als "heftigstes" ereigniss kann ich da von einem TG sprechen der in 47m passiert ist. Ich wollte mit meinem Tauchpartner noch ca. 2m tiefer tauchen um uns eine speziele gegebenheit anzuschauen.. ich tauchte ca. 2m vor ihm, sah seinen lampenschein verschwinden, drehte mich um und er "stand aufrecht", ich fragte das OK ab und es kam LUFTAUS - dann wollte ich im meinen 2.Automat geben (~1m Entfernung) und konnte nur noch erkennen wie er noch oben schoss...
ich folgte ihm direkt, die ersten paar meter konnte ich ihn noch gut erkennen (aufgrund der sehr guten sicht (~10m), blau (ähnlich wie in hemmoor) )
dann wurde er immer schneller (trocki & tarierweste!) und ich (halbtrocken) begann mit flossenschlägen hinter her zu kommen - ich konnte ihn nur noch an den vorhandenen luftblasen verfolgen und sah den körper grob von unten..
der computer piepste sich natürlich einen wolf..

in ca. 10m wo ich schon die oberfläche erkannte wurd ich auch extrem langsamer (hatte bereits nach lautem knallem am auslassventil der tarierweste weiter luftabgelassen)
und beobachte weiter.. anhand der flossenbewegungen konnte ich in den letzten sekunden auch noch erkennen dass er bei bewusstsein ist..
oben angekommen kurzen check - wobei man sagen muss das er selbst arzt ist..
alles war io soweit.
wir führten dann um zum ausstieg zu kommen nach ca. 15min auf 10m.
Uns beiden ist bis auf den Schreck nichts passiert!

wie gesagt, ich persönlich weiss für mich, dass ich die gesetze verinnerlicht habe und die auch in solchen situation umsetzen kann, von daher denke ich nicht,dass es als falsch anzusehen ist wenn mann beim tauchpartner bleibt!
Meine Ansätze waren in dem Moment:
- helfen
- gute sicht
- 1.TG des tages
- keine 10min UW
- persöhnliche gute form

Dass muss(!!!) jeder für sich entscheiden !

Zum Thema Bojen möchte ich folgendes sagen:
ich finde diese einfach unzweckmässig, da sie
a) stören (wenn nicht gut verpackt im jacket - hängen bleiben, tasche öffnet sich...)
b) meisstens nicht richtig bedient werden (und wenn dann das reel,spool,... sich abwickelt - prost mahlzeit unterwasser)
c) es keine regelung im tauchsport (bezüglich eurer disk. farben, sos) gibt
und
d) andere wassersportler ERST RECHT NICHT wissen was die bedeuten.. (sieht man an der alpha flagge)

MfG
tiefenbetrüger

PS: Ich würde mich freuen wenn die Red. das Bild mit einstellt um den TG nachzuvollziehen..


Antwort von D-32 Registriertes Mitglied am 20.10.2006 - 18:31
Hallo Bert,

genau so ist es: Wer eine Boje setzt, der ist handlungsfähig und hat keinen Notfall. Was auf der Boje draufsteht, erkennt ab einer gewissen Entfernung von Land aus ohnehin keiner, und an weniger betauchten Seen guckt eh kein Spaziergänger ständig auf den Teich.

Jo

Antwort von alexz Registriertes Mitglied am 21.10.2006 - 09:03
@Tauchloewe - ich will Tinkerbell nicht treffen, da - wenn ich die anderen Einträge korrekt interpretiere - Tinkerbell beruflich/ehrenamtlich - aber jedenfalls vom Rettungsdienst her in Hemmoor ist - wie gesagt - er soll`s nicht persönlich nehmen - nur der Anlass sollte dann bitte nicht aus der Rettungsdiensttätigkeit stammen.

Zum Oberflächensignal - generell geht es mir darum, das ein Notfall angezeigt werden kann, ein entsprechendes Gebiet (z. B. für eine frühzeitige Suche) klar definiert ist und somit eine enorme Zeitersparnis eintritt.
Warum kann nicht festgelegt werden, das eine Boje ein Notfallsignal ist - wenn der Betreiber das entsprechend festlegt?
Zum Üben sollte es doch kein Problem sein, eine Boje in der Nähe von Einstieg 1 im direkten Sichtbereich des Wachdienstes nach Anmeldung zu setzen, oder? Mir ist auch klar, das niemand ohne Probleme eine Boje setzt, der das noch nie gemacht hat.
Vielleicht mache ich mir das Ganze auch ein wenig zu einfach, aber ich denke, das durch eine entsprechende Festlegung eine Zeitersparnis eintritt, die vielleicht (ok . . . ist Spekulation)ein Leben rettet - und ich bin immer noch der Meinung, das es sich auch nur für ein Leben lohnt, vielleicht gewässerspezifische Regeln aufzustellen.
Gruß und ein schönes Wochenende
Alex
Antwort von D-32 Registriertes Mitglied am 21.10.2006 - 11:12
@ Tiefenbetrüger

" ich finde diese einfach unzweckmässig, da sie
a) stören (wenn nicht gut verpackt im jacket - hängen bleiben, tasche öffnet sich...)"

Wenn du ein gut konstruiertes Jacket hast (einige neuere Buddy`s haben sogar eine Extratasche für die Boje), kann all das nicht passieren. Wenn die Boje da nicht ordentlich reinpasst oder die Tasche öffnet sich, dann taugt das Jacket nix. Das ist keine Ausrede, deshalb keine Boje dabeizuhaben, sondern ein guter Grund, das Jacket zu entsorgen!

"b) meisstens nicht richtig bedient werden (und wenn dann das reel,spool,... sich abwickelt - prost mahlzeit unterwasser)"

Was schrieb ich oben shon mal? Handhabung und Setzen einer Boje sollte man häufiger mal üben. Auch bei Reel/Spool gibts Schrott und Gutes auf dem Markt. Bei Bojen gilt das gleiche, die unten komplett offene Folientüte ist Schrott und sollte lieber als Regenschutzpräser über den Gartenschirm kommen.

Jo
Antwort von MatV Registriertes Mitglied am 23.10.2006 - 12:55
@Jo:
Boje setzen = Handlungsfähigkeit.... Ja, aber. Bei vorhersehbarem Luftmangel und bestehender Dekopflicht ( Shit happens) kann man so den Wunsch nach einer Flasche signalisieren.
Die unten offene Boje( hoffentlich mit Bleikranz an der Öffnung) ist besser als garnichts, und besonders leicht mit der Ausatemluft, der 2. Stufe, etc. zu befüllen. Wenn man sie auf Spannung hält, ist es OK.
Oben kann man sich in eine Schlaufe des Seils reinstellen, damit sie auch bei Wind bis Bf 4 gerade bleibt.
Viel wichtiger ist die Qualität des Materials. Die Dinger werden ja idR vernachlässigt.
Mir ist schon eine $pro Boje wieder auf den Kopf gefallen, weil sie porös war wie ein alter DUI CX.
Peinlich. War bei Filmarbeiten für Planetopia vor Bülk.
Grüße
Matthias
Antwort von D-32 Registriertes Mitglied am 23.10.2006 - 13:52
Moin Matthias,

bei besagter shit-Situation (hatte ich im August in Dahab/Lighthouse mit 25 min auf 3 m, aber nur Luft für 15 min, hatten wir vor Jahren mal auf ner Tour mit Otto beim Bergen seiner gebrochenen Ankerkette an S-103) kann man immer noch kurz auftauchen, an Land/zum Schiff "Bringt mit irgend einen Tank mit xx bar drin und Regler dran" brüllen und gleich wieder auf Dekotiefe verschwinden. Wo man ist, zeigt die Boje.

2. Aspekt: Hast Recht - auch eine paar Monate nicht genutzte Boje sollte mal inspiziert werden auf Vermorschung.

Gruß Jo
Antwort von Stickstoffelfe Registriertes Mitglied am 24.10.2006 - 12:04
Welchen Hersteller sind denn eigentlich empfehlenswert in Bezug auf Bojen bzw. Deko-Bojen???

Möchte mir eine kaufen, aber leider keinen Plan!
Antwort von D-32 Registriertes Mitglied am 24.10.2006 - 14:02
Hallo Elfe,

viele Taucher,ich auch, schwören auf die von AP-Valves. Die hat unten eine Art Schnabelventil, damit die Luft nicht entweicht, falls sie vor dem Strammziehen an der Oberfläche umfällt, und ein Überdruck-/Ablassventil. Nicht billig, aber gut und sehr haltbar.
Antwort von MatV Registriertes Mitglied am 26.10.2006 - 00:06
Irknwie hab ich ja den Eindruck, dass der ganze Fred absolut nix mehr mit dem Unfall in Hemmoor zu tun hat...
Grüße
Mat
Antwort von sur-mer Registriertes Mitglied am 05.11.2006 - 13:22
Hallo,
bei absehbaren Dekotauchgängen ist mir die Prozedur geläufig, eine Boje zu setzten. Dies ermöglicht es der Oberflächenmannschaft einen Überblick zu haben. Bei Problemen wird eine zweite Boje dazugeschossen. Dies ist ein absolut unmißverstänliches Signal an die Oberfläche, einen Sicherheitstaucher zu schicken.So haben wir das immer gebrieft und haben dann dementsprechend handeln können (bspw. wurde zusätzlich Sauerstoff/Luft auf die Dekostufe gebracht, ein verhedderten Taucher wurde befreit...etc.)
Gut Luft, sur-mer

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