Feuerwehrtaucher tödlich verunglückt Abgesandt von Armin am 09.02.2004 - 20:14:
Der 54-jährige Vermisste, nach dem im Herrensee bei Litschau (Österreich) im Waldviertel gesucht worden war, konnte nur noch tot geborgen werden. Auch einer der fünf an der Suchaktion beteiligten Feuerwehrtaucher erlitt bei dem Einsatz tödliche Verletzungen.
Der 35-jährige Feuerwehrtaucher aus Mautern bei Krems wurde bei der Suchaktion in drei Metern Tiefe durch die gefährliche Sogwirkung gegen eine Schleusenwand gedrückt.
Dort ist er steckengeblieben und hat das Bewusstsein verloren. Ein Kollege hat ihn gefunden und an die Oberfläche des Sees gebracht. Der Taucher wurde mit dem Rettungshubschrauber ins Krankenhaus Gmünd geflogen wo er seinen Verletzungen erlag.
Der 54-jährige Vermisste Wiener ist mittlerweile in einem Teich neben dem Herrensee tot geborgen worden.
Antwort von Harry am 09.02.2004 - 20:26 meine trauer um den verunglückten feuerwehrkameraden und mein beileid den angehörigen!
Antwort von **-diver am 11.02.2004 - 11:14 Auch wenn ich die üblichen Diskussionen wegen der i.d.R. fehlenden Informationen einfach nur unpassend finde, mal eine "Wortmeldung" von mir. Wie kann sowas passieren ? Wird bei solchen Einsätzen ungesichert (sprich: ohne Leine oder ähnliches) getaucht ? Mein Respekt denjenigen, die für solche Einsätze (die oft durch den Leichtsinn anderer verursacht werden - ohne das für diesen Fall zu vermuten) ihr Leben riskieren.
Antwort von Michael am 11.02.2004 - 13:34 Nach den veröffentlichten Informationen wurde, soweit mir erinnerlich ist, eine Sicherungsleine verwendet. Trotzdem scheint die Sogwirkung so stark gewesen sein, dass diese nicht ausreichende Sicherheit geleistet hat.
Diese Information gründet sich nicht auf persönliche Wahrnehmung, sondern lediglich auf Zeitungsberichte.
Antwort von µ-mike am 11.02.2004 - 20:25 @ **Diver
Die Leine bringt für die Rettung des Tauchers überhaupt nichts, weil die Sogwirkung eines auch nur minimal geöffneten Schotts extrem ist und i. d. R. immer unterschätzt wird. Der o. g. Taucher ist leider nicht der erste Rettungstaucher der in dieser Lage tödlich verunglückt ist. Die Problematik mit solchen Wasserbauwerken sollte in Feuerwehrkreisen eigentlich bekannt sein. Es wäre interessant zu erfahren wie der Taucher an die Sogstelle kommen konnte.
Antwort von leo am 12.02.2004 - 20:30 ich möchte zuerst den angehörigen die um den toten feuerwehrkameraden trauern mein beileid ausdrücken.
aber gleichzeit würde ich gerne wissen wo war sein tauchpartner oder die tauchgruppe bei der er zugeteilt war und wo waren die sicherungstaucher. bei uns in oberösterreich sind sicherungtaucher pflicht.
wie kann es sein das ein schott ofen ist oder sich öffnet wärend ein einsatz statt findet.
ich wäre sehr dankbar wenn man noch mehr info üder den tauchunfall erhalten könnte.
Antwort von Suesswassertaucher am 15.02.2004 - 01:19 @leo: Leider ist es so, dass diese Schotten leider nicht immer 100%ig schliessen. Oft reicht schon ein kleiner Ast oder so aus und das Ding ist nicht mehr richtig dicht - falls es das denn jemals war.
Und wie µ-mike bereits sagte: Es reicht nur ein winziger Spalt und schon ist dort eine nicht zu verachtende Sogwirkung. Daher müssen solche Wasserbauwerke nicht einmal geöffnet sein um sau gefährlich zu sein.
Antwort von fwt112 am 15.02.2004 - 23:10 guckst du:
www.feuerwehrtaucher.com/information/tauchen an wehranlagen
Antwort von hermann am 26.02.2004 - 09:12 Hallo,
ich bin in Litschau aufgewachsen und kenne den See. Dieser Unfall war völlig unsinnig und totale fahrlässigkeit. Wie kann man einen Taucher hinter den Rechen ins wasser lassen um einen Toten zu suchen? Die Leine ist einfach lächerlich gegen die sogwirkung des Sees. Die Kurbel um den Damm komplett zu Öffnen musste erst von dem Gemeindeamt besorgt werden. Der komplette Einsatz war Schildbürgerhaft. Wäre das mein Angehöriger, ich würde die Verantwortlichen zu Rechenschaft ziehen.Da ich von diesem Ort bin habe ich auch Insider Informationen.
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