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Foren - int. Tauchunfälle - Harpunentaucher verblutet




  

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Harpunentaucher verblutet
Abgesandt von Registriertes Mitglied am 20.12.2004 - 14:16:

50 Meilen vom australischen Cairns entfernt ging ein Harpunentaucher am Opal Reef seiner Jagdlust nach,als ihn ein Hai biß. Dies tat er so unglücklich,daß die Beinarterie im linken Bein perforiert wurde. Der Taucher konnte zwar noch von zwei in der Nähe tauchenden Kollegen aus dem Wasser gezogen, verlor aber schon auf dem Weg an Land aus Blutmangel das Bewußtsein.Herbeieilende Rettungssanis konnten nur noch den Tod feststellen. Gelegentlich werden Haie vom Geruch harpunierter Fische angelockt und halten alles was im Geruchsumkreis schwimmt für eßbar. Ob dies in diesem Fall auch so war, ist unklar.



Antwort von whaleshark Registriertes Mitglied am 20.12.2004 - 19:56
Pech für die Haie und Pech für den "Harpunentaucher"

Gruss
Antwort von Kaiserfisch Registriertes Mitglied am 20.12.2004 - 23:25
Ja wenn man sich einen Köder(harpunierte Fische) um den Bauch hängt, braucht man sich nicht wundern wenn ein Hai zubeist.
Ist eigentlich eine uralte Weisheit. Das berücksichtigten wir schon vor 40 Jahren beim Speerfischen (harpunieren). Harpunierte Fische ins Boot oder in einen Beutel an einer Boje aber sicher nicht am Körper.

Servus
Kaiserfisch
Antwort von deepdeepdiver Registriertes Mitglied am 20.12.2004 - 23:58
Sorry,aber mittlerweile sollte man wissen auf was man sich beim harpunieren einläßt.
Vor allem in Australien ist das nicht das erste mal das so etwas vorkommt.
Am Ende sind es eh die Haie die als Meeresmonster
dargestellt werden,sehr oft wird vergessen das dies nicht der Lebensraum von uns Menschen ist.
Ganz ehrlich,sein Pech!!!
Antwort von Anke Registriertes Mitglied am 21.12.2004 - 18:56
Moin Moin,

der Mann war 38 Jahre alt und hinterläßt unter anderem eine kleine Tochter.

Quelle: Hier klicken

Er war gerade von Lizard Island zurück, wo er eine Woche mit Speerfischen verbracht hatte. Am 12. Dezember war er mit zwei Freunden zum ca. 75 km von Cairns entfernten Opal Riff gefahren, um im offenen Wasser Makrelen zu harpunieren. Als der Hai zugriff, befand sich der Mann 15 Meter vom Boot entfernt.

Die Gegend ist nicht gerade für Haie berüchtigt, dieser Unfall kam unerwartet und schockiert die Betroffenen.

Mich schockiert noch viel mehr, dass hier der Tod eines Menschen mit einem Smily begrüßt wird.

Die sich einbürgernde Sitte, jeden Taucher zu verhöhnen, der beim Sammeln oder Zusammentreffen mit Meerestieren verunfallt, zeigt an, wie wenig ein Mensch wert ist.


@deepdeepdiver
...Vor allem in Australien ist das nicht das erste mal das so etwas vorkommt...

stimmt, siehe Hier klicken

Nach der Statistik im Taronga Zoo gab es in Australien in den letzten 200 Jahren 548 registrierte Haiangriffe, 182 davon tödlich. Von diesen 548 Haiangriffe waren 205 aus New South Wales gemeldet, 69 davon tödlich, aus Queensland waren es 201, 68 davon tödlich.
In den vergangenen 30 Jahren gab es 31 tödliche Haiangriffe in Australien, davon 12 in Queensland und 2 in New South Wales.


@Kaiserfisch
...wenn man sich einen Köder(harpunierte Fische) um den Bauch hängt...

Der Mann war mit der Harpune unterwegs, weil es ihm Spass machte. Er hat die Makrelen nicht mit einem Netz aus dem Wasser gezogen, sondern er wollte sie sportlich erlegen. Dass er dabei auf einen Gleichgesinnten traf, der höher in der Nahrungskette steht, ist normal und es stimmt mich traurig, dass dieses Zusammentreffen tödlich für ihn endete.

Ich finde keinen Grund, ihm postum zu erklären, dass er zu blöd war. Seine Wahrscheinlichkeit, von einem Hai angegriffen zu werden, war kleiner als meine Wahrscheinlichkeit, dass beim nächsten Tauchgang mein Regler einfriert. Trotzdem werde ich tauchen gehen. Denn das Risiko ist kalkulierbar und es macht Spass.

Gut Luft!
Anke
Antwort von Kaiserfisch Registriertes Mitglied am 21.12.2004 - 20:54
@Anke

Das du Mitgefühl für den getöteten Speerfischer zeigst, ehrt dich.

Doch du dürftest mein Schreiben nicht richtig verstanden haben.
Der Mann war Apnoe tauchend mit einer Harpune unterwegs. Wenn er nun einen Fisch fängt hat er im Prinzip 3 Möglichkeiten:
a) Fisch sofort vom Speer nehmen und ins Boot geben. Funktioniert nicht immer, da das Boot nicht immer direkt neben dem Taucher ist. Somit kommen Möglichkeit b) und c) in Betracht.

b) Fisch vom Speer nehmen und in einen Beutel oder Netz geben das am Körper befestigt ist.
Dies kann einen Haiangriff provozieren. Der Hai will ja nur den Fisch, verletzt dabei aber unter Umständen auch den Taucher. Insgesamt ist dies die riskanteste Art. Wurde aber wahrscheinlich von dem getöteten so Taucher gemacht. So hat es auch Rodney Fox der bekannteste Speerfischer Australiens 1968 gemacht. Er hat die Attacke überlebt. Seine Torso wurde damals mit 400 Nähten zusammengeflickt.

c) Fisch vom Speer nehmen und in einen Beutel oder Netz geben das an einer Boje befestigt ist und mit einer 20 m langen Leine vom Taucher durchs Wasser gezogen wird. Wenn ein Haiangriff erfolgt attackiert der Hai die Beute die der Taucher hinterher zieht.

Wenn du Fische harpunierst must du immer damit rechnen, daß die schlagenden Bewegungen des verletzten Fisches Haie anlocken, da Haie über mehrere Kilometer diese Bewegungen wahrnehmen und diese Signale als Futter werten.
Dieses Risiko eines Haiangriffs geht jeder Harpunetti ein. Obwohl ich glaube das dies Vielen nicht bewußt ist.

Deshalb ist die sicherste Variante, harpunierte Fische so schnell wie möglich aus dem Wasser zu bringen. Was natürlich nicht immer möglich ist.

Die aller sicherste Variante ist natürlich gar nicht zu harpunieren.

Übrigens ich weis wovon ich spreche, ich habe Speerfischen viele Jahre als Wettbewerbssport betrieben.

Servus
Kaiserfisch


Antwort von abu Registriertes Mitglied am 21.12.2004 - 23:13
Hallo Ihr Alle,
es ist sehr tragisch und ein herzliches Beileid für die Angehörigen.
Der Taucher wird verurteilt und man bekommt den Eindruck (geschied im recht), er ist seinem Sport nachgegangen, ob gut oder schlecht, wer mag das zu beurteilen? Was ist mit den tausenden Anglern?
Habt doch auch ein kleines bisschen Verständnis
MfG. Josef
PS: das Smilie ist echt nicht OK
Antwort von whaleshark Registriertes Mitglied am 22.12.2004 - 17:52
Ich frage mich,wie
man sich so an einem Smily festbeißen kann???

@Anke
"Mich schockiert noch viel mehr, dass hier der Tod eines Menschen mit einem Smily begrüßt wird."

Wie du darauf kommst, dass ich dessen Tod begrüße habe ich keine Ahnung.

Ich setze normal immer diesen Smily weil es ganz einfach ein nettes -Hallo in die Runde der Leser hier- bedeutet. Und deshalb bleibt der Smily von meiner Seite weiter bestehen.

Wenn ich der Meinung wäre, dass es dem Verunfallten recht geschieht oder nicht dann würde ich das im Text schreiben.

Jeder der ein Risiko eingeht muss damit rechnen, dass etwas passiert. Und wer etwas herausfordert muss damit rechnen, dass es ihn überfordert.

Ich kenne mich mit Speerfischen nicht aus,käme allerdings selbst nie auf die Idee (vor allem an diesem Ort) dem nachzugehen wenn ich weiß, dass dort diese Tiere vorhanden sind.

Von dieser Seite aus gesehen muss ich dann allerdings sagen:
Sehr tragisch, aber meines Erachtens selbst Schuld.

Gruss

Antwort von Basti Registriertes Mitglied am 06.01.2005 - 17:10
Ich kann schon verstehen, warum jemand in Australien Speerfishing geht.
Es ist einfach phämomenal, wenn man auf "männlich archaische Weise" einen Fisch erlegen und diesen dann abends auf dem BBQ zubereiten kann.
Ich würde es immer wieder machen. Nur dass ich mit "einem" Fisch zufrieden bin und diesen sofort nach dem erlegen anlanden werde. Man kann dann immer noch ein wenig schnorcheln.

Meiner Meinung nach war es wirklich "nur" eine Verwechslung seitens des Hais. Hätte der Hai den Taucher als Futter gesehen, hätte er nicht viel vom Taucher übrig gelassen.

Ist eigentlich bekannt, um welche Gattung von Hai es sich handelte?
Antwort von mixalis Registriertes Mitglied am 09.01.2005 - 23:42
@whaleshark
Nicht unfaszinierend, wie schwach doch manche Menschen sind.
Einen Neigung gegen eine Sportart,die man selber für Risikobehaftet erachtet, und hat man noch so wenig Ahnung davon, denn reden kann man ja, und schon wird der Tod einem vergönnt.
Oder aber auch die wiederholten selber-schuld-Meldungen, mein Herr, zeugen von Characterschwäche.
Antwort von vertex Registriertes Mitglied am 21.03.2005 - 06:28
IMHO zeugt ein Angriff auf den Charakter von jmdm - nur weil man nicht dessen Meinung teilt - schon sehr viel eher von Charakterschwäche.

Ihr komischen Moralapostel solltet mal darüber nachdenken, worüber ihr euch überhaupt aufregt und bei der Gelegenheit mal nachsehen _wer_was_ geschrieben hat.

@mixalis:
Wenn du whaleshark ansprichst und von "wiederholten selber-schuld-Meldungen" faselst, solltest du den Text nochmal lesen. Tatsächlich sagte er nur ein einziges Mal "selbst Schuld".
--

Lest whaleshark`s erstes Posting nochmal. Er sagte Pech für beide Seiten - nicht mehr und nicht weniger. Dann überlegt ihr am besten mal gründlich.

Pech für die Haie: Stimmt, da solche Meldungen das ohnehin schlechte Image der Haie schädigt. Haie sind wider aller Meldungen keine blutrünstigen Monster! Und statistisch gesehen gibt es nichtmal viele Hai-Angriffe auf Menschen, wenn man die Zahl der Angriffe mit der Zahl der im Meer badenden Leute ins Verhältnis setzt.

Pech für den Harpunentaucher: Stimmt auch. Wenn es dort tatsächlich so gut wie nie Hai-Angriffe gab, dann ist es natürlich Pech, dass gerade ER von einem in die Beine gebissen wird. Zudem hatte er ja sogar doppeltes Pech... zum einen wird er gebissen - das is Pech. Dann aber hat er Glück, denn der Hai wollte ihn garnicht aufmampfen und dann hat er wieder riesiges Pech, denn er verblutet an dem Biss.

Selbst Schuld: Stimmt ebenfalls! Natürlich hat der Taucher eine gewisse Mitschuld.
In Deutschland hat man schon Mitschuld wenn man Wertgegenstände offensichtlich auf dem Beifahrersitz liegen hat und diese dann geklaut werden - glaube es nennt sich Anstiftung oder Verführung zum Diebstahl. Allein das Tragen einer Handtasche auf einer Schulter (also nicht mit dem Träger diagonal über den Kopf) degradiert einen "Raub" der Handtasche wenn sie gestohlen wird zu einem "Diebstahl", da sie so viel leichter mitgenommen werden kann.
Wenn jetzt aber ein Mensch ins Wasser hüpft und Fische harpuniert und somit Blutwolken - welche der Hai noch Kilometer entfernt wahrnehmen kann - verströhmt, dann ist das die alleinige Schuld des garstigen, blutrünstigen Tieres. Was denn auch sonst. Der Mensch der hier Tötet und mit seinem vorsätzlichen Verhalten das wohl hungrige Tier erst anlockt... der hat natürlich keinerlei Schuld. Neeein, der Mensch ist allenfalls das Opfer und Opfer sind ja bekanntlich die Unschuld in Person.

Es ist ausserdem gemeinhin bekannt, dass Haie den Geruch von frischem Blut über unglaublich weite Strecken wahrnehmen können. Und ausserdem sollte jeder wissen, dass die meisten Lebewesen anfangen zu bluten, wenn man ihnen spitze Gegenstände durch den Körper schiesst.

Wer hier von einem plötzlichen und absolut unvorhersehbaren Ereignis spricht, hat meiner Meinung nach nicht mehr alle Murmeln beisammen.

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