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Höhlentauchunfall auf Mallorca Abgesandt von wrack-uli am 14.10.2004 - 08:59:
Am Dienstag den 12. Oktober 2004 ist ein tödlicher Tauchunfall in einer Höhle auf Mallorca passiert. 2 spanische Taucher, mit je 200TG, sind in eine abgelegene schwer zugängliche Höhle eingetaucht und verschollen. Die spanische Spezialpolizei bat den Tauchbasisbesitzer Jaime J. Ferriol i Escanellas, Besitzer der Mero-Tauchbasis um logistische Unterstützung und Informationen über die, für die Behörden unbekannte Höhle. Jaime mit weit mehr als 5000 Höhlentauchgängen kennt natürlich alle Höhlen und Grotten bis zu den hintersten Winkeln und fertigte eine Zeichnung der Höhle an.
So konnte sehr schnell ein Taucher tot geborgen werden. Der Andere blieb vermisst.
Die Tauchaktion wurde am Mittwochvormittag mit Hilfe von Jaime fortgesetzt. So führte die Zeichnung von Jaime (Zivilisten sind bei Leichenbergungen nicht erwünscht) zu einer abgelegenen Stelle mit einer Luftblase in der der unglückliche Taucher 24 Stunden bei Dunkelheit und Kälte ausharrte und von den Polizisten, dank der genauen Skizze von Jaime gerettet wurde. Er wurde sofort in ein Krankenhaus gebracht da er sehr stark ausgekühlt war und auch sein seelisches Gleichgewicht etwas gelitten hat. Nach Abschluss der Rettungsaktion wurden Jaime, Udo, Boxer und die Crew der Mero-Basis von den Behörden für ihre Informationen und Unterstützungen belobigt, ohne die diese Aktion nicht so glücklich verlaufen wäre. Heute am Donnerstag werden die zurückgelassenen Ausrüstungsteile von Udo und Jaime geborgen und der Polizei übergeben.
Die Stelle dieser Höhle wird geheim gehalten um möglichen Rekordjägern keine Gelegenheit zu einer Wiederholung zu geben.
Antwort von Jessica am 15.10.2004 - 07:24 Und noch ein Pressebericht. Quelle: SF DRS
PALMA DE MALLORCA - Rettungsexperten der spanischen Polizei haben auf Mallorca einen totgeglaubten Taucher lebend geborgen. Der Mallorquiner wurde seit 25 Stunden vermisst, hatte aber nur Sauerstoff für 2 Stunden bei sich.
Wie die Lokalpresse berichtete, hatte sich der 35-Jährige zusammen mit einem Kameraden in einer Unterwasserhöhle an der Nordostküste der Insel verirrt. Sein Begleiter wurde später tot aus der Höhle geborgen.
Die Retter gingen davon aus, dass auch der zweite Taucher ertrunken war. Sie trafen ihn aber zu ihrer Überraschung 250 Meter vom Höhleneingang entfernt lebend an. Der 35-Jährige hatte in der weit verzweigten Höhle eine kleine Luftkammer entdeckt.
Antwort von gunther am 16.10.2004 - 19:59 Hallo,
ich habe mal etwas gehört von einer int. tätigen Höhlentaucher-Bergungs-Truppe oder Rettungs-Truppe. Kenn Jemand von Euch diese Gruppe.
Gunther
Antwort von Michael Fisch am 17.10.2004 - 16:02 " ich habe mal etwas gehört von einer int. tätigen Höhlentaucher-Bergungs-Truppe oder Rettungs-Truppe. Kenn Jemand von Euch diese Gruppe."
Ja. International Underwater Cave Rescue and Recovery Commission. www.iucrr.org
Antwort von _SCUBANAUT_ am 31.10.2004 - 04:33 Bislang noch nicht erwähnt ist die Tatsache, dass es ursprünglich 6 Taucher in der Höhle waren, diese nach irgend einem Problem (bin mir nicht ganz sicher, vermutlich stärkerer Wellengang, da an jenem Nachmittag ein starkes Unwetter aufzog - ich war in der Nähe) umkehren wollten. 4 Taucher fanden raus und haben Hilfe alamiert, nachdem 2 verschwunden blieben, der Tote wurde wie bereits oben erwähnt recht schnell gefunden, der in einer Luftblase eingeschlossene erst einen Tag später.
Antwort von wrack-uli am 02.11.2004 - 08:39 In dieser Höhle haben zwei sehr gute Taucher Patz oder drei Verrückte.
Wenn da 6 Spanier rein wollten ?
Antwort von wrack-uli am 10.11.2004 - 09:38 Wegen den Unfall , weiß ich nicht viel neues
am Freitag bin ich in der Tauchpolizei Zentrale in Palma)
Der Geretteter ist jetzt in eine sehr depressive Phase gekommen , da er nicht mehr Dunkelheit verträgt und er kann nur mit eingeschalteten Licht schlafen , er
beschuldig sich anscheinend täglich, dass der andere gestorben ist wegen seiner schuld unsw.... Der steht unter Antidepressiva Medikamente.
Er will wohl rauskommen aber es wird noch einige Zeit dauern behaupten die Psychologen.
Ich hoffe es geht soweit gut
Besten wünsche von
Jaime
Antwort von wrack-uli am 19.01.2005 - 13:43 Der verunfallte Taucher hatte ca. 30TG der Überlebende 50TG.
Sie wollten ursprünglich in eine andere, größere Höhle eintauchen. Erwischten aber den Eingang zu einer sehr kleinen schmalen Höhle daneben, die schon durch den kleinsten Flossenschlag eine sehr starke Sedimentaufwirbelung hat und die Sicht gegen Null geht.
Es gibt einen anderen Ausgang zum Durchtauchen, so dass das trübe Wasser immer hinter einen bleibt.
Nur ist er sehr versteckt und für einen Uneingeweihten nicht sichtbar.
Die zweite Tauchgruppe aus zwei Tauchern kehrten schon am Eingang wegen der schlechten Sicht um, sie hatten 3TG und 5TG.
Ein Seil das ihnen das Leben gerettet hätte, befand sich auf dem Boot, wurde aber nicht benützt.
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