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Foren - Tauchunfälle - Nachtrag : TU Hitdorf Nov. 2003




  

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Nachtrag : TU Hitdorf Nov. 2003
Abgesandt von Horst T. Registriertes Mitglied am 03.07.2004 - 22:10:

Nachtrag - ein TU in Hitdorf November 2003

Mein Freund Ralf(8TG,OWD) und ich,Horst(205 TG,CMAS-Bronce+AOWD) und noch einige wollen tauchen gehen. Es ist kühl aber die Sonne scheint.Ich kenne den See und erkläre wo wir hin wollen.Bis auf 14 m geht alles prima.Die Sicht ist auch gut.Man kann prima ohne Lampe sehen.Dann kommt es ! Ralf gibt mir ein zeichen:keinen Druckausgleich mehr.Dann läuft ihm die Maske voll und der Automat fängt an abzublasen.(Er war gerade in der Inspektion)Ralf bekommt es nicht mit,das ich ihm meinen Octopuss vor das Gesicht halte.ER will nur noch nach oben.Ich habe Gr.XL und lasse sofort meine Luft aus dem Jacket
und halte mich an seinem fest.So steigen wir bis auf 7m kontrolliert auf.Dann sagt mein Alladin zu schnell! Ich lasse bei uns beiden nochmal Luft ab und dann sind wir oben.Ralfs Automat hat die ganze Zeit abgeblasen.ER reißt sich die Maske vom Kopf und schmeisst den Auomat weg.Er ruft ständig:Ich bekomme keine Luft! Er macht sich auch den Anzug auf.Dann geht es einigermassen.Ich blase sein Jacket auf und löse die Schultergurte und den Bauchgurt.Er liegt jetzt frei im Jacket.Ich schleppe ihn die ca.50 m bis zum Ufer.ER musste am anderen Tag in Düsseldorf in die Dekokammer.Leichte Taubheitsgefühle im rechten Arm .Nach einer Dekofahrt war wieder allen in Ordnung.Sein Automat ist kaltwassertauglich genau wie meiner.Seiner wurde in einem anderen Tauchshop nochmal überprüft ! Es wurde kein Fehler gefunden.Fazit : Wäre er mit seiner Frau (OWD +8 TG) getaucht,wäre wahrscheinlich schlimmeres passiert.Ich bin laut meiner Tauchlehrerin ein sehr ruhiger Taucher.Ich gehe auch sehr gerne mit Anfängern.Man kann ihnen so einiges zeigen das man selber schon oft gesehen hat.Ein Anfänger ist dann immer happy was man in unseren Seen so alles entdecken kann !



Antwort von scuba_steffi Registriertes Mitglied am 03.07.2004 - 22:44
Glück gehabt! Und sehr gut reagiert.
Ich gehe aber doch mal ganz stark davon aus, dass sich 2 Taucher mit jeweils nur 8TG nicht gemeinsam alleine ohne erfahrene Taucher in einen See wagen, oder?
Noch einige Fragen: hättet ihr nicht beide in die Druckkammer gemusst? Und was für einen Automaten hatte er?
Hatte er eine Zusatzversicherung, bzw. wer hat die Druckkammerkosten bezahlt?
Taucht er heute wieder?

Liebe Grüße und hoffentlich passiert euch sowas nicht mehr.
Steffi
Antwort von Sung Registriertes Mitglied am 04.07.2004 - 17:22
Da habe ich eine andere Meinung.
Zusammen mit meiner Frau hatte ich den TS gemacht und seitdem sind wir immer allein getaucht.
Was Horst da beschreibt klingt mir alles ein bisschen seltsam. Kein Druckausgleich, Maske läuft voll und dann bläst auch noch der Automat ab. Das sich dazu noch bei der kurzen Tauchzeit und der Tiefe auch noch ein Dekounfall eingestellt hat, naja.

Wie gesagt, das ist meine persönliche Meinung und ich möchte Horsts Geschichte auch nicht anzweifeln.

Antwort von Bert Rudeck Registriertes Mitglied am 05.07.2004 - 09:45
Ich möchte "Sung" beipflichten. Natürlich können 2 Anfänger mit 8 TG allein tauchen gehen. Entscheidend, ob dies verantwortbar ist, sind die Rahmenbedingungen, wie z.B., ob ich den See von der Ausbildung her kenne, wie die Sichtverhältnisse sind oder etwa wie tiefe das Gewässer ist.
Antwort von gunther Registriertes Mitglied am 05.07.2004 - 11:58
@ Horst
gut gemacht!!!

Bin etwas überrascht, dass sich ein DSC I in 14 Metern ausbildet, wenn ich mal davon augehe, dass Ihr gerade beim abtauchen wart, und bis 7 Meter ein regulärer aufstieg geklappt hat. Aber manchmal
sind die Randbedingungen einfach so.

@ Sung,
Je nach dem was so um Dich rum und in Dir los ist, kann man schon schneller in Deko Probleme kommen, und oftmals ist es der Kopf der einem vorgaukelt, "man müßte doch was haben" die Symthome folgen dann von alleine. Die Folge ist dann ein Sicherheits-Dekokammer Besuch, der auch immer prima wirkt.

Guß
Gunther

Antwort von scuba_steffi Registriertes Mitglied am 05.07.2004 - 12:00
Hallo, naja, da bin ich von mir selber ausgegangen und ich wäre nicht nach dem CMAS* und 6 TG mit jemandem, der den gleichen Erfahrungsstand hat, tauchen gegangen. Egal ob er das Gewässer kennt oder nicht. Ich war noch zuviel mit Tarieren beschäftigt und mit meiner Ausrüstung und ganz klar hätte ich, wenn Probleme in der Art wie o.g. auftauchen, nicht helfen können. Selbst heute, nachdem ich den CMAS** habe und 35 TG überwiegend in kalten Gewässern mit schlechter Sicht gemacht habe, habe ich lieber Jemanden dabei, der erfahrener ist. Und nun ist meine Ausbildung deutlich besser, mehr Kenntnisse über Medizin, Physik und ich weiss zumindest theoretisch und habe mal geübt, wie ich jemanden aus dem Wasser bekomme. Das konnte ich anfangs nicht.
Aber das ist meine persönliche Meinung, bin auch ein Sicherheitsfanatiker und wohl etwas übervorsichtig. Zu o.g. Beispiel: es ist doch anfängertypisch.....Probleme beim Druckausgleich, dann sackt man vielleicht etwas ab, die Ohren schmerzen mehr...dann läuft noch die Brille voll und der Taucher hat Panik und reagiert falsch. Mal den angeblich abblasenden Automaten aussen vor gelassen. Wie soll da ein anderer Anfänger richtig reagieren? Der weiss doch nach 8 TG gar nicht, was auf die Schnelle zu tun ist, weil er mit der eigenen Ausrüstung beschäftigt ist, oder nicht?
Antwort von Bert Rudeck Registriertes Mitglied am 05.07.2004 - 12:46
@scuba_steffi
Deine Überlegungen und Schlußfolgerungen sind für mich durchaus nachvollziehbar. Ich meine aber trotzdem weiterhin, dass auch Anfänger mit wenigen TG alleine tauchen können, wenn die äußeren Bedingungen ihren taucherischen Fertigkeiten entsprechen. Ich habe meine ersten TG im Uferbereich gemacht und bin dabei nur selten tiefer als 6 oder 7 m getaucht. Dabei kann man sich kaum `vertauchen` und das tarieren kann man dabei gut üben. Ich vertrete die Ansicht, man soll stets so tauchen wie man es für sich glaubt verantworten zu können, dies schließt aus, dass ich Tauchgänge mache, die mich von vorne herein überfordern, weil ich mich bei Problemen auf die Unterstützung eines erfahreneren Buddys verlasse. Denn ob dieser an Tauchgängen erfahrener Tauchpartner mir im Fall der Fälle wirklich helfen kann, ist letztlich nicht sicher.
Ist jemand mit 35 TG, der gerade seinen 2. Stern erworben hat, wesentlich erfahrener als ein "ein Stern" mit 30 TG? Muss sich ein "ein Stern" mit 350 TG von einem "drei Sterne Taucher" mit 150 TG begleiten lassen? Alles ist hier relativ.
Antwort von toerti Registriertes Mitglied am 05.07.2004 - 13:11
@ Bert

Gebe Dir völlig recht.... die Leute können alleine Tauchen, wenn sie den See kennen und die Bedingungen relativ gut sind...

Gut ist die Anmerkung zum Schluß *g*

An einen Deko-Unfall kann ich irgendwie nicht glauben... Lungenüberdehnung wäre bei dem TG eher möglich gewesen.
Antwort von musher Registriertes Mitglied am 05.07.2004 - 13:13
Ich finde auch,
daß ein blutjunger Anfänger mit einem erfahrenen Taucher seine ersten Versuche machen sollte.
Die Erfahrung muß deshalb nicht unbedingt an ein bestimmtes Brevet gesetzt werden, sicher gibt es *-Taucher, die weit mehr Erfahrung haben, als mancher Tauchlehrer.
Ich zum Beispiel machte meine ersten 60TGs in einem Süßwassersee, maximal 15m Tiefe.
War fast immer ein ***-Taucher dabe, zwischenzeitlich zuätzlich auch weitere Anfänger.
Ich bereue es nicht, im Gegenteil, für mich war es gutes Training.
Am Anfang war ich wirklich nur mit mir selbstr beschäftigt. Doch die erfahrenen Taucher forderten mich dann mit der Zeit immer mehr und auch ich mußte dann in dieser Zeit führen.
Machte danach meine **-Ausbildung im rauen Atlantik und kam dann auch gut mit dem Tarieren und meiner Ausrüstung zurecht.
Gebe somit der Steffi recht, daß nicht zwei blutjunge Anfänger gemeinsam abtauchen sollen.
Das Brevet an sich ist relativ beim einschätzen der Taucherfahrung, da stimme ich Dir Bert zu.
Grüßle
musher
Antwort von MichaT. Registriertes Mitglied am 05.07.2004 - 14:18
Hallo alle zusammen,

Es ist unbestritten, dass es wesendlich vorteilhafter ist, die ersten Tauchgänge nach der Ausbildung in der Begleitung erfahrener Taucher zu machen und so erste Erfahrungen zu sammeln.

ABER: Ihr könnt mich schlagen, ich werde das Gefühl nicht los, dass mit dem Ursprungsposting irgendwas nicht stimmt:

1. Warum wird der Unfallbericht 7 Monate nach dem Ereignis hier eingestellt ?
2. Eine derartig Häufung von Problemen innerhalb eines TG: kein Druckausgleich, Maske läuft voll, Automat bläst ab (war kurz vorher noch bei der Revision gewesen - wenn es der Eigene war, warum eigendlich schon vor dem 8. TG Revision ?) und zum Abschluß bei einer Maximaltiefe von 14 m (Nullzeit lt. Deco 2000 über 70 min)und Hochschiesen aus 7 m eine DCS I ... kommt mir irgendwie komisch vor.

Aber vielleicht gibt es ja plausible Erklärungen
viele Grüße
Micha
Antwort von scuba_steffi Registriertes Mitglied am 05.07.2004 - 14:23
@Bert,

"Ist jemand mit 35 TG, der gerade seinen 2. Stern erworben hat, wesentlich erfahrener als ein "ein Stern" mit 30 TG? Muss sich ein "ein Stern" mit 350 TG von einem "drei Sterne Taucher" mit 150 TG begleiten lassen? Alles ist hier relativ"

da gebe ich dir völlig recht, die Anzahl der Sterne sagt im Grunde nichts über die Erfahrung aus. Hier muss ich wohl erläutern, warum ich mit so wenig TG bereits den CMAS** gemacht habe.
Ich fühlte mich irgendwie unsicher und rein von der Theorie und der Praxis aus dem CMAS* nicht besonders beeindruckt, im Hinblick auf Vermeidung von Tauchunfällen. Somit war mein Grund, schnell im Anschluss daran den CMAS** zu machen, dass ich einfach mehr Übungen und theoretische Sachverhalte mal gründlicher gemacht habe. Es ist nicht so einfach, diese Dinge zu lernen, man braucht im Grunde einen Tauchlehrer. Und den gibts dann halt dazu
Trotzdem finde ich beim CMAS die 4****-Regelung nicht ganz verkehrt. Es sei denn, jemand nimmt 4 mal einen * mit jeweils wenigen TG, dann macht es wenig Sinn. Aber im Grunde hat man doch dort ein gewisses Polster, was die Erfahrung und Übung angeht und da ist mir Jemand mit 30 oder 40 TG lieber als jemand mit 8
Ich bin aber wirklich auch ein Feigling, zugegebenermaßen.....

Ich gebe dir auch recht, dass wenn man nicht so tief taucht und in bekannten Gewässern mit leichtem Schwierigkeitsgrad, das bestimmt nicht zwangsläufig zum Problem wird. Aber die eigene Einschätzung ist nunmal subjektiv und es gibt eine Menge Leute, die sich mehr zutrauen, als sie tatsächlich können.

Grüße, Steffi
Antwort von Bert Rudeck Registriertes Mitglied am 05.07.2004 - 14:48
@scuba_steffi
Die 4-Sterne-Regel macht vom Grundsatz her schon Sinn, da gebe ich Dir Recht. Ich würde sie als Taucher nur nicht als Dogma verstehen. In erster Linie dient sie heute meist der rechtlichen Absicherung der Betreiber/Verantwortlichen eines Sees. Vier-Sterne-Regel bedeutet übrigens, dass *zwei* Taucher zusammen 4 Sterne aufweisen müssen. Vier Ein-Sterne-Taucher die gemeinsam unter Wasser gehen erfüllen diese Regel demnach nicht, auch wenn dies clever gedacht ist
Gruß, Bert
Antwort von gunther Registriertes Mitglied am 05.07.2004 - 15:00
@all
noch ne idee ich geh mit 4 Sternen und 3 Tauchern ohne Stern tauchen....

ok ok, ich denke es ist immer von Vorteil eine ganze weile die Erfahrung von einem Andreren "alten Hasen" zu nutzen. Ich habe über 200 TG, tauche gerne mit Anfängern aber auch imemr wieder mit echt erfahrenen Tauchern, es gibt immer wieder was zum lernen.

2 Taucher mit 8 TG gehören so finde ich nicht alleine ins Wasser, auch wenn sie den See kennen.
Ich finde erst nach ca. 25 TG kommt etwas Ruhe auf, das AMV sinkt dann ja auch (als Indikator für mehr gelassenheit und nicht für Können).

Gruß
Gunther
Antwort von Sung Registriertes Mitglied am 05.07.2004 - 19:25
Lob an alle für diese Diskussion! Schon lange habe ich keinen so entspannten Topic mehr, über ein Streitthema gelesen.

Ich meine auch, dass Bert mit seiner Aussage recht hat. In einem Tauchgebiet das eine anfängertaugliche Maximaltiefe hat, sind bei guten Bedingungen doch schon die größten Risiken ausgeschlossen. Mit dem Grundwissen von * u. OWD sollten selbst Anfänger gut klarkommen. Unsere ersten 2 Alleintauchgänge machten wir damals gleich 2 Tage nach dem OWD. Im selben See an der gleichen Stelle. Nach 14 Tagen hatten wir dann 10 Alleingänge und trauten uns ein paar Kilometer weiter, in den nächsten Tümpel. Ich muss sagen, das Selbstvertrauen steigt dabei enorm. Den AOWD machten wir dann nach 50 TG.
Ich bin der Meinung gerade als Anfänger sollte man vertrauen in das eigene Handeln erlangen. Und das kann man am besten durch tauchen, tauchen, tauchen...

FG
Sung
Antwort von scuba_steffi Registriertes Mitglied am 05.07.2004 - 19:38
@Gunther und ich tauche gerne mit dir
auch wenn es morgen nicht klappt

Sung, das mit dem tauchen, tauchen, tauchen....da stimme ich dir zu, aber ich bin auch ein Tauchtörtchen und brauche etwa 768 TG bis ich es wohl kann *g*
Antwort von Stephan123 Registriertes Mitglied am 06.07.2004 - 20:59
Micha T. hat es bereits angezweifelt und ich kann mich seinem Statement nur anschließen OWD 8 TG, eigener Automat und dann noch die Revision und DCS I aus 7 Metern.

Das ist einfach zuviel des Guten. Da sich Horst T. bislang nicht wieder in dem Thread eingemischt hat denke ich, dass es diesen GAU nie gegeben hat.

Jedoch sei angemerkt, dass es bemerkenswert ist, dass man mal wieder Qualität statt Quantität in den Beiträgen findet.

Meine Meinung zum Tauchen von Anfängerpaarungen steht fest. Ich bin auch mal angefangen zu tauchen und das zusammen mit meiner Frau. Wir hatten dabei jede Menge Spass und konnten aus kleinen Fehlern, die ja wohl jedem passieren lernen. Inzwischen hat meine Frau 198 TG als PADI RD / IDC Nitrox und ich 362 als PADI DM / IDC Nitrox und wir haben nach wie vor viel spass am Tauchen. Selbstverständlich tauchen wir auch mit Anfängern.


Stephan

PS: Das mit dem 3 * und 1 * Beispiel von Bert finde ich recht amüsant und es trifft leider oftmals zu. 100 TG und viele Sterne machen noch lange keinen Costeau
Antwort von blubber_baer Registriertes Mitglied am 09.07.2004 - 14:47
Auch wenn sich Horst T. noch nicht wieder gemeldet hat, kann ich seine Ausführungen gut nachvollziehen.

Mir ist ähnliches auch einmal passiert. Ich mit zwei Anfängern, einer sackt urplötzlich ab und schiesst nach oben. Mit dem anderen Kontrolliert aufgetaucht, der andere wild fuchtelnd und mit Luftnot an der Oberfläche. Hat Panik bekommen und seine Ausrüstung noch nicht voll im Griff gehabt, der Automat ging ungewöhnlich schwer lt. eigener Aussage (war völlig in Ordnung). Er hatte einfach Panik bekommen und war mit dieser Situation überfordert. Auch ich habe daraus gelernt.

Vielleicht war es hier ja nur ein ungutes Gefühl unter der Kopfhaube durch den zunehmenden Druck, was als Druckausgleichsproblem gedeutet wurde, dann an der Haube hantiert und dadurch Wasser in die Maske bekommen, nicht ans Ausblasen gedacht, geatmet wie ein Maikäfer und dann auch noch aus versehen die Luftdusche gedrückt. Fertig ist der GAU.

Angst und Beklemmungen haben dann später dafür gesorgt, dass man auf Deko-Symptome tippen konnte.

Sicherlich, in meiner Beschreibung sind sehr viele Mutmaßungen, aber außer Horst T. war ja keiner von uns dabei.

Auf jeden Fall kann auch ich nur anmerken, dass das Verhalten sehr gut war.

8 TG, eigener Automat und grade frisch revidiert? Vielleicht handelte es sich um einen Gebrauchtkauf, ist bisher noch keiner darauf gekommen.

Unfallfreies Tauchen
blubber_baer
Antwort von Roy Registriertes Mitglied am 11.07.2004 - 13:23
Hallo erst mal,
keine Ahnung wie Ihr das seht, aber ich finde, wenn ein Tauchschüler seine erste Brevetierung erhält, dann sollte er wohl schon auf das Eine oder Andere vorbereitet sein. Wenn er erst jetzt anfängt das Tarieren zu üben, ist da wohl etwas falsch gelaufen. Ansonsten wurde hier wohl mächtig für das Maskeausblasen kassiert. Ist der Frischling gut ausgebildet, kann er natürlich mit einem gleichwertigen Partner tauchen, wobei ich hier eine geringe Schallmauer empfehle, wenn es um die Tiefe geht.
Ich danke Horst erst mal für seinen Beitrag. Es ist schon häufig vorgekommen, dass etwas passierte was ich mir nicht vorstellen konnte. Merkwürdigerweise passieren mir, wenn auch selten, ähnliche Sachen nur mit erfahrenen Tauchern. Wenn ich mit Anfängern tauche bin ich wahrscheinlich nicht so überrascht und reagiere besser. Die Vorbereitungen für den Tauchgang sind auch erheblich besser. Mögliche Szenarien und was zu tun ist in solchen Fällen, wird noch mal besprochen. Darauf bestehe ich, auch wenn ich mit erfahrenen Tauchern tauche. Neue Buddies sind zwar etwas überrascht, finden es aber später klasse. Vieles kann dadurch vermieden werden und das Verantwortungsbewusstsein füreinander wird so noch mal unterstrichen.

Antwort von Bert Rudeck Registriertes Mitglied am 12.07.2004 - 07:23
@Roy
Ich stimme Dir zu. Man muss sich nur mal vor Augen führen, wofür ein OWD brevetiert ist.
Ich zitiere mal aus dem Instructor Manual:
"PADI Open Water Taucher sind qualifiziert:
Mit einem Partner unabhängig (ohne Supervision) zu tauchen, in dem sie innerhalb der Grenzen ihrer Ausbildung und Taucherfahrung die Kenntnisse und Fertigkeiten anwenden, die sie im Laufe ihres Kurses lernen."
Dieses Kursziel in vier Freiwassertauchgängen zu erreichen ist die Verantwortung des PADI-Instructors. Darüber muss dieser sich im klaren sein.
Antwort von Bierkrug Registriertes Mitglied am 21.07.2004 - 14:23
Unabhängig vom Eingangspost möchte ich als Anfänger etwas zum Tarieren sagen. Klar ist das Tarieren Kursbestandteil. Klar ist auch, dass ich dies im Kurs (OWD) hinbekommen habe, aber danach mit eigenen (neuen) Jacket ist alles neu, alles anders. Es gibt Künstler, die packen´s sofort, andere, die ich kenne, haben schon mehrere hundert Tauchgänge und bekommen das völlige austartiert sein (Schweben) immer noch nicht richtig hin. Wiedereinmal ist alles relativ.
Antwort von Roy Registriertes Mitglied am 22.07.2004 - 08:08
Man möge mich berichtigen wenn ich hier auf dem Holzweg bin und sorry, wenn wir vom Ursprungspostding etwas abweichen, aber ich denke dazu wurde eh schon alles gesagt !

@Bierkrug
Meinen Glückwunsch zu Deiner neuen Errungenschaft. Es ist klar, dass Du dich an deine neuen Sachen erst gewöhnen musst und es ist gut, wenn Du dir damit ein paar Trainingstauchgänge gönnst. Bis Du die Bedienungselemente auch mit verbundenen Augen und dicken Handschuhen findest und Du die optimale Bleiverteilung herausgefunden hast, braucht es seine Zeit. Du könntest dies zunächst in der Halle oder im flachen Gewässer (ca.7m) ausprobieren. Du wirst mir recht geben, dass es nicht praktisch ist, damit bei einem Tauchgang in 15 Meter Tiefe oder tiefer zu beginnen. Wenn Du nach 100 Tauchgängen das Schweben noch immer nicht beherrschst, gehörst Du über das Knie gelegt. Das ist nämlich wirklich nur Übungssache.
PADI hat ja nun schlauer Weise alles was ein Tauchanfänger wissen sollte auf zwei Kurse verteilt. Da klingelt doch die Kasse. Wenn Du aber in unseren Gewässern tauchst, solltest Du bereits, nach meiner Meinung, nach der ersten Brevetierung das Tarieren in Perfektion beherrschen, bei schlechter Sicht mit dem Kompass navigieren können, wissen wie man einen verletzten Buddie an die Oberfläche befördert und zumindest einen direkten Abstieg vom Boot oder an einer Steilkante bis auf mindestens 20 Meter mitgemacht haben. Aber mich fragt ja keiner.

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