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Noch ein Toter bei Eistauchgang in Südtirol
Abgesandt von Jessica am 28.01.2002 :

Quelle: Dolomiten Online Hier klicken>
Ein tragisches Ende nahm gestern ein Tauchgang von sechs Freunden im Levico-See unweit von Trient. Einer aus der Gruppe, ein 27-jähriger aus Levico, tauchte nicht mehr aus dem Wasser auf. Trotz sofort eingeleiteter Suchaktionen konnte der Mann bis zum Einbruch der Dunkelheit nicht gefunden werden.

Die sechsköpfige Gruppe war kurz nach Mittag an den See gekommen, um zu tauchen. Da der See derzeit nur teilweise mit einer Eisschicht bedeckt ist, dürften die Freunde beschlossen haben, vom Ufer aus ins Wasser einzusteigen.

Vermutlich hat der Taucher unter dem Eis die Orientierung verloren und das Ufer nicht mehr gefunden. Seine Freunde, die kurze Zeit später auftauchten und ihren Freund vermissten, veranlassten sofort eine Suchaktion. Diese blieb allerdings bis zum Einbruch der Dunkelheit ergebnislos.

Da der Levico-See nur teilweise zugefroren ist, hatte die Gruppe beschlossen, ohne Sicherungleine ins Wasser zu steigen.



Antwort von Kamikaze am 28.01.2002 - 23:10
Tödlicher Fehler!
Da hätte man ihn doch wenigstens nacher an der Leine wieder rausziehen können.
Wo waren denn nur wieder die Bunnies?
Also ich geh nicht mehr ohne meinen Bunnie tauchen! An der Leine, versteht sich!
Antwort von Jessica am 29.01.2002 - 19:28
Der Taucher wurde heute tot geborgen. Zitat aus "Domolmiten Online":

"Angeblich ist die siebenköpfige Gruppe in einem Abstand von jeweils mehreren Metern an einem Seil, das der erste Mann - ein Hilfs-Tauchlehrer - hielt, ins Wasser gegangen. Vier Tauchschüler waren von einem Lehrer und zwei Hilfs-Tauchlehrern begleitet abgetaucht. Angeblich war die Sicht im Levicosee am Sonntag sehr schlecht - ein Sichtkontakt zwischen einem Taucher und dem nachfolgenden soll nicht möglich gewesen sein. Oss dürfte seine Hand vom Seil gelöst haben, ohne dass jemand aus der Gruppe dies bemerkte. "
Antwort von Michael Mather am 31.01.2002 - 07:02
Größenwahn, Dummheit, maßlose Selbstüberschätzung und - wenn das mit dem "Hilfstauchlehrer" stimmt - kriminelle Verantwortungslosigkeit. Und wieder einmal wird Eistauchen in der breiten Öffentlichkeit diskreditiert. Obwohl: Mit Eistauchen hat das ja nichts mehr zu tun...

Michael
TL**
Antwort von Kamikaze am 06.02.2002 - 10:04
Also hör mal! Das kannst du doch so auch nicht sagen!
Man kann doch mit so einer Tauchschule nur dann richtig Geld verdienen, wenn man seine Leute bei egal welchem Wetter und egal welcher Sicht ins Wasser jagt, oder?
Was kann denn der Tauchlehrer dazu, wenn da einer die Leine plötzlich loslässt und sich verdünnisiert?
Antwort von Maximilian am 11.02.2002 - 23:49
Habe auch bei uns am Epplesee Taucher ohne jegliche Sicherung beobachtet.Am Einstiegsloch war das Wasser 40 cm tief,man kam kaum unters Eis,keine Leine.kein Mann zum sichern,(Der 3.Mann ging hoch zum Auto und blieb dort!) usw.Eisdecke 20cm dick und voll geschlossen.Da fragt man sich,wo die Idioten ausgebildet wurden!
Antwort von Rudi am 12.02.2002 - 07:47
Wird wohl Zeit, daß wieder vernünftige Eistauchsemninare veranstaltet werden. Wenn ich sehe wie viele Eistauchunfälle heuer schon passiert sind...
Vor allem welch sträfliche Regelverstöße da begangen wurden. Kein Seil, nich beidseitig angebunden, keine Sicherungstaucher, keine Leinenführer, keine 3 Löcher, kein Kompass, keine Notfallstrategie usw. usw.
Besonders schlimm finde ich wenn eine Tauchschule solch hanebüchenen Mist baut!
Antwort von Blubber-Bär am 14.02.2002 - 10:48
Klasse, wenn aufgrund solcher Ereignisse das Tauchen immer weiter reglementiert wird oder Stellenweise sogar verboten.

Auch die Tauchschüler waren doch bestimmt keine Anfänger im Tauchsport (falls doch->welcher TL macht dann einen solchen Tauchgang mit?).

Zur Ausrüstung gehört für mich auch immer ein Kompaß und speziell bei solchen schwierigen Bedingungen würde ich auch trotz Seil immer die Richtung zum Ausstieg bzw. Ufer peilen. Ein Seil kann ja immer auch reißen oder sich lösen.

Der Ruf nach mehr Seminaren ist mit Sicherheit berechtigt. Wer hieran spart, riskiert sein Leben und ggf. auch dass der Mit-/ Rettungstaucher. Vor dem Hintergrund vonm immer mehr Eistauchunfällen sind mit Sicherheit die Reglementierungen, die z.Zt. bestehen berechtigt, wenn nicht sogar zu lasch. Zwar bin auch ich nicht begeistert, wenn ein TG in enormen Aufwand ausartet, aber vielleicht ist dass auch ein Schutz vor dem eingenen Übermut/ Überschätzung.

Auch wenn hier nicht alle o.g. Punkte zutreffen, sollte doch jeder Unfall zum nachdenken anregen und uns die Gedanken hieran immer auch auf den nächsten Tauchgängen begleiten.

So war, so pervers es vielleicht klingen mag, der Tod eines Tauchers nicht ganz umsonst.
Antwort von Adam am 25.02.2002 - 11:26
Der Taucher ist nicht wegen seines Unglücks zu bedauern sondern wegen seiner Dummheit !!!

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