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Dies ist das Unfallboard von Taucher.Net. Falls ein dir bekannter Unfall hier noch nicht aufgeführt ist, schickt uns am einfachsten eine Mail.
Notaufstieg im Faaker See Abgesandt von Armin am 12.05.2002 :
Einen unbeabsichtigten Notaufstieg führte am Samstag ein 49-jähriger Taucher aus Villach im Faaker See durch. Warum er den Notaufstieg vollzogen hat, ist noch nicht geklärt. Möglicherweise hat ihn ein Defekt an der Tauchausrüstung dazu gezwungen. Der Villacher hatte im Bereich des Bundessport- und Freizeitzentrums in Faak am See einen Tauchgang unternommen, als er aus etwa 15 Metern Seetiefe plötzlich viel zu rasch aufstieg. Ein Bekannter, der am Ufer auf ihn gewartet hatte, alarmierte sofort den Notarzt und die Rettung, die den Taucher erstversorgten. Mittlerweile war auch schon die Flugrettung alarmiert. Der Rettungshubschrauber flog den Taucher dann in die Druckkammer an der Universitätsklinik in Graz.
Antwort von Armin am 12.05.2002 - 17:58 Um die erste Frage vorwegzunehmen: Buddy?
Antwort von Stephan K. am 12.05.2002 - 19:00 "Unbeabsichtigter Notaufstieg" hört sich nach Bleiverlust, ein Defekt oder Panik an.
Der Bekannte hat gut reagiert.
Antwort von Tino Kossmann am 13.05.2002 - 01:18 @Stephan: Ich stimme Dir vollkommen zu
@Armin: Bei einem "unbeabsichtigten Notaufstieg" ist dieser, wie der Name schon sagt, "unbeabsichtigt". Ein Buddy kann Dir da auch nicht viel helfen. Stell Dir mal vor, Du verlierst auf 15 Meter Dein Blei (aus welchem Grund auch immer). Kein (einzelner) Buddy der Welt kann dies ausgleichen, ohne sich selbst erheblich zu gefährden - er hat eigentlich noch nicht mal die Chance zu reagieren, da Du (wenn Du das Blei verlierst) so schnell nach oben schiesst, dass Dich keiner (in 1-2 Meter Entfernung) mehr packen kann...
Die Frage nach dem Buddy finde ich langsam (mir fehlt jetzt das passende Wort)... im Unfall-Forum wird sie immer sofort gestellt, ist läßt sich nach gründlichem Lesen des Beitrages eigentlich sehr oft selbt "beantworten".
Was aber eigentlich wichtig ist: Was ist den aus dem Taucher geworden? Wieder fit?
Hmm .. naja .. die Theorie mit dem Blei halte ich fuer sehr unwahrscheinlich.
Und ich denke trotzdem - wer im Sporttauchbereich (15m) solo umhertappt und dann wohl ausrüstungsbedingt einen notaufstieg macht - der sollte nicht alleine tauchen. Somit ist die frage nach dem Buddy ohne weiteres berechtigt. Vielleicht ist ja blos die luft weggeblieben? Da haette der Buddy schon was machen koennen.
Also nicht spekulieren - sondern mal abwarten was noch so rauskommt.
Ein Bleiverlust ist nicht unbedingt Grund einen Notaufstieg durchzuführen. Ich habe selbst mehrfach Bleiverlust erlebt und in allen Fällen ging dies ohne Notaufstieg gut. Dies ist sicherlich ein Grund, der dafür spricht ein wenig überbleit zu sein.
Jedenfalls, ein Bleigurt verabschiedet sich selten spontan. Spontan fallen Bleitaschen aus bleiintegrierten Jackets heraus und dann meist auch nur eine einzige Tasche. Dies kann man in 15 oder 20 Metern direkt über dem Grund in den Griff bekommen, wenn alle schnell und richtig handeln.
@Armin:
Deine Formulierung finde ich gewagt:
Wer im Sporttauchbereich (15m) solo umhertappt und dann wohl ausrüstungsbedingt einen notaufstieg macht - der sollte nicht alleine tauchen...........
Der Satz hat es in sich. Wer solo taucht, der taucht wohl nicht mehr als "Sporttaucher" eines Verbandes, weil die meisten Sporttauchverbände dies ablehnen.
Aber auch ein Solotaucher darf wohl einen Notaufstieg machen, wenn ihm danach ist. Warum sollte ein Notaufstieg eines Solotaucher diesen als Solotaucher deklassieren?
Was ist das für eine Logik? Du meinst, weil er evtl. die falsche Ausrüstung hatte?
Ausrüstung ist eine Frage des indviduellen und meist psychologisch bedingten individuellen Sicherheitsgefühls und variiert von Taucher zu Taucher je nach Tauchgebiet. Insbesondere die Tiefenwahrnehmung scheint ebenso, wie das Zeitgefühl von verschiedenen Faktoren abzuhängen.
60 Meter im roten Meer sind für Taucher, die in der Ostsee mit Ach und Krach 12 Meter tief tauchen oder bei einem 20 Meter Tauchgang wieder während des Abstiegs auf der halben Strecke kehrt machen oft kein Problem und werden dort "locker" mit kleinem Gerät betaucht. Natürlich im Buddyverfahren, weil es ja sicher ist. Soweit zur Logik mancher Taucher.
Aber ich vermute, daß Du folgendes meinst:
Wenn ein Solotaucher wg. einer ohne Luft Situation einen Notaufstieg machen muß und dies vielleicht sogar einkalkuliert, dann sollte er zu Beginn des Tauchgangs gleich den Leichenwagen bestellen denn dies darf unter keinen Umständen der Grund für den Abbruch eines Tauchgang sein!
Antwort von Roswita am 13.05.2002 - 13:20 Eine Frage: wie kann man, ohne einen dekotuachgang gemacht zu haben, aus 15m einen notaufstieg machen, und dann in eine dekokammer müssen? Da dürfte eigentlich nicht viel passieren...
Antwort von Gunther am 13.05.2002 - 16:27 Hallo Roswita,
nicht nur die Dauer des Aufenthaltes sondern auch die Aufstiegsgeschwindigkeit ist neben vielen anderen Details (Körperliche und mentale Verfassung etc) maßgeben für einen DCI.
Denn auch kleiner Mengen von gelössten N2 können
bei plätzlichem Druckabfall ausperlen. Die Gesamtmenge N2 ist dann zwar nicht so groß, jedoch so zu sagen explosionsartig wirksam. Dies führt dann bei den schnellen Gewebearten (in Bezug auf die Sättigung-Entsättigung)
zu einem ausperlen und den bekannten Symtomen.
Gruß
Gunther
P.S.: Ich hoffe ich habe halbwegs recht
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