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Dies ist das internationale Unfallboard von Taucher.Net. Falls ein dir bekannter Unfall hier noch nicht aufgeführt ist, schickt uns am einfachsten eine Mail.
Quetsch-Tek Abgesandt von Oliver am 04.07.2002 - 16:39:
Gestern kam es am Wrack der San Tiburico im Moray Firth/GB zu einem Tauchunfall. Zwei Tauchpartner stiegen ab zu dem Wrack in 35m Tiefe und penetrierten es. Scheiinbar verloren die beiden sich dabei aus den Augen und ein Tauchpartner tauchte auf. Der Käptn des Tauchbootes Woodpecker (Specht) setzte daraufhin geistesgegenwärtig eine Notmeldung an den nächsten Coastguard-Hubschrauber ab und forderte diesen an. Währenddessen spielte sich in 35m Tiefe offensichtlich das gar nicht lustige Debüt eines neuen Tekzweiges ab. In der Erkenntnis nicht mehr aus dem Wrack herauszufinden legte sich der im Wrack gefangene Taucher sämtliche leicht ablegbare Ausrüstung ab und verbrauchte dabei den Rest seines Atemvorrates. Ohne Jacket,Flasche,Bleigurt usw. quetschte er sich nun durch einen Spalt im Schiffsrumpf und machte einen blitzartigen Aufstieg zur Oberfläche wo er sofort ins Boot gezogen und mit Sauerstoff beatmet wurde. Dies hätte alles nichts geholfen,wenn nicht schon der Hubschrauber zur Stelle gewesen wäre und ihn sofort in eine Druckkammer geflogen hätte.Dem wahrscheinlichen Vater eines neuen Tauchverbandes geht es wieder gut.
Antwort von Heiko am 04.07.2002 - 16:53 Schon eine beachtliche Leistung sich in einem Wrack zu verirren. Dann aber noch so relativ cool zu bleiben und nach Ablegen der Ausrüstung dann durch ein rel. kleines Loch raus zu kommen und aufzutauchen ist beachtlich. Er hat sicherlich daraus gelernt und dient nun als Beispiel für
a) falsches Verhalten im Wrack und
b) richtiges Verhalten in Notsituationen.
Antwort von Michael Hechler am 04.07.2002 - 16:53 Mehr Glück als Verstand!
Antwort von weLLman ~ am 04.07.2002 - 22:44 find ich auch, coole nummer !!!
Antwort von Taucher-Jörg am 05.07.2002 - 20:08 ...find ich nicht cool!
Hier regierte mal wieder Leichtsinn und Selbstüberschätzung. Wenn die Taucher richtig ausgebildet wären, hätten sie sich nicht so leichtsinnig in diese gefährliche Situation gebracht. Ich will dabei mal nur zwei grundsätzliche Beispiele anführen: a) Nutzung eines Reals, b)40m Regel (35m tief = max. 5m ins Wrack!)
Antwort von Mike am 06.07.2002 - 00:36 Real? wirklich?
Antwort von Taucher-Jörg am 06.07.2002 - 11:25 @Mike
kann auch sein, daß das Dingens Reel geschrieben wird. Real ist wohl doch mehr ein Einkaufsmarkt
Antwort von alex am 07.07.2002 - 10:30 würde mich schon mal interessieren wo diese regel b) nachzulesen ist.
Antwort von oliver am 07.07.2002 - 12:52 die regel gibts schon.schau halt mal in ein wracktauchbuch rein.gilt glaube ich auch für s anfängerhöhlentauchen.
Antwort von Mike am 07.07.2002 - 16:27 die Regel b gilt auch für PADI-Taucher
Antwort von Taucher-Jörg am 07.07.2002 - 19:29 ...falls ich mich in der Bezeichnung der Organisation irre, verzeit mir bitte: SSI-Wracktaucherlehrgang. Soll eigentlich ähnlich wie bei anderen Organisationen sein.
Antwort von Michael Hechler am 08.07.2002 - 10:49 Und was machst du wenn das Wrack erst bei 50m anfängt?
Blöder Kurs, wenn so was drinn steht.
Aber das mit dem Reel ist schon wichtig. Gerade bei tieferen Penetrationen.
Ich denke das macht der verunfallte beim nächsten mal richtig.
Antwort von Taucher-Jörg am 08.07.2002 - 12:22 @Michael
...draußen bleiben.
zur Info für all diejenigen die noch kein Wrack von innen gesehen haben: Ein Wrack kann von innen sehr verrostet sein. Taucht man hinein, kann die Sicht sehr gut sein. Durch die aufsteigenden Luftblasen, kann sich der Rost lösen und innerhalb von wenigen Sekunden ist die Sicht gleich Null.
Antwort von Pia am 08.07.2002 - 12:51 Nicht nur die Sicht gleich Null sein, es können sich auch Rost oder Schmutzpartikel in deinem Atemregler festsetzen und somit zum Abblasen des Automaten führen. Offensichtlich gibt es immer wieder Taucher die das Wracktauchen absolut unterschätzen, entweder weil keine Erfahrung vorhanden ist oder die entsprechende Ausbildung fehlt.
Antwort von flyswat am 08.07.2002 - 23:03 Bemerkenswerte Leistung!
Ich würde vorsichtig sein mit Behauptungen, die den verunglückten Taucher als leichtsinnig darstellen. Wir wissen nicht genau, was sich dort unten abgespielt hat!
Aber, den Informationen zufolge, muss der Taucher sehr durchtrainiert und erfahren gewesen sein. Oder hat ein unerfahrener Taucher solch eine "Coolness", die Nerven in solch einer Situation zu behalten und dann noch mit dem letzten Atemzug sich aus dem Wrack zu befreien, in dem Bewustsein noch 35m !!! vor sich zu haben?
Alles Gute dem Verunglückten.
Antwort von Wolfgang am 13.08.2002 - 21:30 Halte diesen TG auch für ein Katastrophenbeispiel, obwohl mir die 40m Regel nicht bekannt ist. (Mein SSI-Wrack-Kurs ist schon 2 Jahre her) Stell die vor das Wrack liegt dicht unter der Oberfläche. Kann ich dann wirklich knapp 40m weit eindringen - womöglich in die letzte Luke. Absaufen kann ich doch auch in der Badewanne! Tiefes Eindringen ohne Reel und Verlust des Sichtkontaktes zum Buddy und Ausgang ist in jedem Fall lebensgefährlich. Wenn er nach Verbrauch des 1. Drittels umgedreht wäre (Drittelregel - Die hab ich noch nicht vergessen!) hätte er vielleicht nicht nur sich sondern auch noch Restluft in der Flasche durch den Spalt schieben können (vorher Abnehmen natürlich). Ich freu mich das es ihm gut geht.
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