Schilderung Beinahe-Unfall im Bodensee Abgesandt von Ein Taucher.net User :) am 27.09.2005 - 06:54:
Hallo,
ich möchte mein Erlebnis bekanntmachen.Passierte in 38m, Tauchplatz Überlingen.Nach drei minuten Abstieg. Naja die Flasche leerte sich Ruck-Zuck weil der Zweitabgang sich gelöste hatte.Über das Gewinde blies er ab. Vereisen konnte da nichts mehr. Ventil M 25 Dachte zuerst mein Zweischlauch war defekt, griff nach dem andern, zog statt Luft Wasser.Griff nach meinem Fini, leuchtete und sah nur noch O Bar. Hochschiesen war nicht mehr, weil...keine Pressluft für Jacket, noch um zu Atmen. Suchte meinen Buddy.....der von allem nichts mitbekam, dabei war ich schon bestimmt 30 Sek.ohne Luft....machte das Zeichen für keine Luft, nahm seinen Zweitautomat und zog und schluckte das Bodenseewasser, eben weil ich nichts mehr zum Ausblasen hatte. Schmeckte nicht übel. Ich überlies alles weitere meinem Buddy, der mich mit mühe hochbrachte. Als Anfänger wären wir vermutlich beide draufgegangen. So und nun zu dem M 25 Ventil.Es gibt keine Sicherung damit sowas nicht passiert, wenn ja wäre das Ventil etwas teurer und könnte der Konkurenz nicht standhalten, war die Antwort.Aber normalerweise, wenn Druck vorhanden wäre, dürfte nichts passieren, meinte ....... Tauchsport.Meinte!! Nun sichere ich selbst dieses Ventil gegen Aufdrehen ab! Übrigens ist diese Verschraubung durch ein Plastikteil verdeckt, ansonst hätte ich`s vielleicht gesehen. Möglich dass andere Taucher dadurch Ihren Tod fanden.
Antwort von Jessica am 27.09.2005 - 07:05 >schluckte das Bodenseewasser, eben weil ich nichts mehr zum Ausblasen hatte
Der Automat hatte keine Luftdusche?
>Hochschiesen war nicht mehr, weil...keine Pressluft für Jacket, noch um zu Atmen.
Das koennte Dir das Leben gerettet haben....
>Über das Gewinde blies er ab
Und das hast Du nicht gehoert? Das muesste Dir eigenlich schon beim Zusammenschrauben aufgefallen sein. Ein ordentlich zusammengeschraubter DIN-Automat loest sich nicht, schon garnicht unter Druck. Du musst die Schuld in diesem Falle ganz allein bei Dir und dem fehlenden/nicht zureichenden Buddy-Check suchen.
>38m
>Suchte meinen Buddy.....der von allem nichts mitbekam
erm ja.. dazu eruebrigt sich wohl ein Kommentar
Aus deinem Posting laesst sich vermuten, dass Du der Anfaenger warst und Dein Buddy der Erfahrene. Ist das richtig?
Ein Glueck, dass Dein Buddy dann doch noch besonnen reagiert hat, und Du (den Umstaenden entsprechend) relativ ruhig geblieben bist und nicht doch noch hochgeschossen bist.
Ich moechte Dich hier nicht zerreissen und ich finde es sehr mutig, dass Du Deinen Unfall geschildert hast (deswegen habe ich Deinen Namen auch anonym gewaehlt), aber ich denke, Du musst Dir wirklich den Schuh selbst anziehen. An dieser Stelle kann nicht der Hersteller verantwortlich gemacht werden.
- Tauche innerhalb Deiner Grenzen
- mache einen gruendlichen Check Deiner eigenen Ausruestung und schau Dir zumindest die Basics bei Deinem Tauchpartner an
- Bei tiefen jenseits der Tiefenrausch-Grenze ist die Kontrolle des Buddies mehr als wichtig (wo war Deine Lampe? Hast Du damit nach ihm gefuchtelt?)
Dies gilt besonders, wenn man in dieser Tiefe noch keine/wenig Erfahrung hat
Zum Abschluss moechte ich nochmal fragen, WIE Du die Stufe bitte gegen "versehentliche" Abschraubung sicherst. Der Plastikdeckel den Du da erwaehnst, der das ganze verdeckt, ist uebrigens die Aussenseite vom Gewinde. Dreh da mal dran und schraub den Automaten nur maessig fest. Wenn Du dann die Flasche aufdrehst, kriegst Du das Ding nicht mehr los!
Antwort von Tümpi am 27.09.2005 - 07:40 Wenn ich das richtig verstanden habe, hat sich das zweite und unbenutzte Ventil eines Doppelventils geöffnet. Von alleine? Das kann ich mir bei Steilwandtauchgängen nicht vorstellen, höchstens bei engen Höhlen etc. Irgendwie ist die Beschreibung des Vorfalls nicht ganz eindeutig.
So ganz schlau werd ich aus den Angaben nicht.
War der Fehler beim Ventil (möglicherweise Verschraubung des Zweiten Abgangs) oder an der ersten Stufe?
Versuch mal bitte das abzuklären.
Antwort von Tobleronebrevetverteilerin am 27.09.2005 - 11:44 Ich habe es auch wie Tümpi verstanden. Dann ist aber noch der Satz mit dem Zweischlauch und dem Griff nach dem anderen.
Wäre gut, wenn sich der Betroffene wieder melden würde und dies klären könnte.
Sonst muss ich sagen: Hut ab, dass die Gschichte hier erzählt wird. Für einmal ist alles gut ausgegangen und hier ist eine sachliche Diskussion möglich.
@User:
Wie dem auch sei, mit oder ohne 2. Stufe unterwegs, wir machen egentlich grundsätzlich einen 3m-Check, sei es nun "vorgeführt" während der Ausbildung und/oder neuer Buddy, oder bei gewohntem Team einfach mal überprüfen und wenn was nicht stimmt, Buddy informieren.
Bei diesem Check kontrollieren wir ob die Flasche gut fest hält und schauen auch ob keine Luftblasen bei den Ventilen und/oder 1. Stufen entweicht. Zudem wird auch noch das Überdruckventil am Jacket kontrolliert.
So ein Check hätte deinen Vorfall vorbeugen können, denn wie Tümpi es schon gechrieben hat, glaube ich kaum, dass sich das Ventil einfach so während dem Abtauchen geöffnet hat.
In Erwartung weiterer Infos
Jackie
Antwort von Tauchbär am 27.09.2005 - 11:49 Hhmmm... also ich habe mir diese Geschichte jetzt mehrmals durchgelesen, aber irgendwie kommt mir das Ganze doch sehr "spanisch" vor ( Ich möchte ja niemanden etwas unterstellen, aber ich kann mir ehrlich gesagt nicht vorstellen, daß dieser Beinahe-Unfall so passiert ist, wie er geschildert wurde. Flasche entleert sich anscheinend innerhalb von wenigen Sekunden, 30 Sekunden auf 38m ohne Luft, Buddy nicht da und dann wieder doch ... klingt mehr nach einer Abenteuergeschichte, nicht nach einer Unfallschilderung ... nur meine Meinung!
Antwort von slick am 27.09.2005 - 12:22 Ich glaube das war ein drehbarer 2. Abgang,der nicht benutzt wurde und locker wurde, wie genau das kann ich mir auchnicht vorstellen, das muss man doch merken
Antwort von Doc am 27.09.2005 - 13:09 Du solltest mal überprüfen, was von Deiner Tauchausbildung nachgeblieben ist, falls Du überhaupt eine hast.
Das gilt auch für Deinen Buddy.
Kein Sicherheitscheck an Land...??
und schon gar nicht im Wasser...??
bloß schnell runter auf 38 Meter..!!
Ein guter Rat:
suche Dir schnellstens einen vernüftigen TL,
oder verkaufe Deine Ausrüstung.
Deine von Dir dokumentierte Unkenntnis bringt Dich und andere in höchste Lebensgefahr!!
Rolf (TL)
Antwort von flasche am 27.09.2005 - 13:53 "Flasche leerte sich Ruck-Zuck weil der Zweitabgang sich gelöste hatte."
Ich werde oft dumm angeguckt, wenn ich mit 2 unabhängigen Flaschen tauche. Scheint ja aber Vorteile zu haben:
- Nixda mit "kann Ventil nicht greifen"
- Nixda mit "Buddy merkt nichts, dreht mir Ventil nicht zu (oder dreht genau das falsche Ventil zu)"
- Nixda mit "Manometer/Tauchcomputer zeigt falschen Druck an, und Flasche ist plötzlich leer".
"Hochschiesen war nicht mehr, weil...keine Pressluft für Jacket,"
Vielleicht Dein Glück.
"Suchte meinen Buddy.....der von allem nichts mitbekam,"
Soviel zum Alibi-Buddy-Prinzip. (Allerdings hört man das doch wohl, wenn`s so stark blubbert?)
"nahm seinen Zweitautomat und zog und schluckte das Bodenseewasser, eben weil ich nichts mehr zum Ausblasen hatte."
Luftdusche?
"Als Anfänger wären wir vermutlich beide draufgegangen."
Soll wohl heißen, daß ihr KEINE Anfänger seid, also nur durch kluges Handeln überlebt habt? Das liest sich für mich anders (Buddy merkt nichts, Du kannst Ventil nicht schließen, und findest Luftdusche nicht).
"normalerweise, wenn Druck vorhanden wäre, dürfte nichts passieren, meinte "
Jaja. Kennen wir. "Bei uns funktioniert immer alles!" Technik (und Menschen) machen IMMER zu einem gewissen Prozentsatz Fehler. Genau das ist normal. Fehlerfreiheit ist unnormal. Allenfalls die Fehlerwahrscheinlichkeit kann man verringern.
"Nun sichere ich selbst dieses Ventil gegen Aufdrehen ab!
Übrigens ist diese Verschraubung durch ein Plastikteil verdeckt, ansonst hätte ich`s vielleicht gesehen."
Die Sätze verstehe ich nicht genau, aber egal. Redundanz schaffen, und nicht auf Buddy verlassen, und Training. Also Geld und Zeit investieren; das fehlt oft- dann eben zunächst vorsichtiger tauchen (z.B. bei nicht redundanter Ausrüstung und fehlendem Training erstmal nur bis 10m).
Antwort von flasche am 27.09.2005 - 14:25 Nochmal `ne Antwort:
"Naja die Flasche leerte sich Ruck-Zuck weil der Zweitabgang sich gelöste hatte."
Weiß zwar nicht genau, was sich da löste, finde aber Methode einer ganz unabhängigen (kleineren) Reserveflasche immer wieder vorteilhaft. Kein panisches Selbst-Ventil-Zudrehen (falls man`s kann), kein Alibi-Buddy nötig, der dann nicht schnell genug (und das richtige) Ventil findet.
"Hochschiesen war nicht mehr, weil...keine Pressluft für Jacket,"
Vielleicht gut so.
"Suchte meinen Buddy.....der von allem nichts mitbekam, "
Siehe "Alibi-Buddy". Ein Buddy ist vielleicht nützlich; nützlicher sind eigenes Training und redundante, sichere Ausrüstung.
"nahm seinen Zweitautomat und zog und schluckte das Bodenseewasser, eben weil ich nichts mehr zum Ausblasen hatte."
Luftdusche?
"Als Anfänger wären wir vermutlich beide draufgegangen."
Als Profis hingegen habt ihr überlebt
Antwort von Mönchsrobbe am 27.09.2005 - 15:13 und viel dabei gelernt. Ein kleiner Hinweis fürs nächste Mal: Kennt ihr den 3-m-Check? Ein Check auf "Dichtigkeit" auf 3 m. Bläst z.B. O-Ring 1. Stufe ab, LA 2. Stufe oder Inflator?
Durch das gegenseitige Kontrollieren (drehen um 180 Grad) kann manches, was an Land nicht festgestellt wird, überprüft werden. Luftpläschen lassen sich nicht täuschen.
(Bevor man auf 38 m ist). Nochmals kurz Finicheck und ab in die Tiefe. Einige machen noch einige Züge aus dem Zweitautomaten. Aber das ist alles.
Allzeit gute Luft
Antwort von Cuthalion am 27.09.2005 - 15:41 @user
Glück gehabt, gratuliere dir
38 m in 3 Minuten.
Das ist normal an der Steilwand, schließlich will man langsam hoch tauchen und nicht langsam runter.
Wenn man an der Oberfläche den Buddycheck macht merkt man in so einem fall wahrscheinlich nciht viel, denn es kommt ja Luft und mit Pech hört man es ja nicht zischen. Da hat jessica recht mit erneutem Check bei 3 meter, dann sieht an es.
Aber wenn sich das unterwegs gelöst hat hilft es einem auch nciht. ich für meinen teil mag es nämlich nicht, wenn unter Wasser von anderen leuten an meinen Abgängen zum Überprüfen rumgedreht wird.
und wer einmal panisch ohne Luft war weiß, daß man froh ist den Automaten zu greifen und sich mit Kleinigkeiten wie Luftdusche nicht aufhält.
Ob der Buddy tatsächlich 30 Sekunden nichts gesehen hatte? Ob er damit ein Schlechter Buddy ist? Oder ein Alibi-Buddy? Bleibt auf dem Boden, lest den Text durch, dann sind auch dreißig Sekunden vorbei. Das ist nicht lange und normalerweise ohne Luft zu überleben, auch wenn man untrainiert wäre. Nur auf 38m in Expiration ist es etwas anderes
@alle
Wie häufig (in Sekunden) schaut ihr nach eurem Buddy?
@user
kannst du das mit dem ventil nochmal genauer erklären? War es der zweite Abgang der Flasche oder ein Abgang an der ersten Stufe? Das habe ich nicht begriffen
CU
Antwort von shark2005 am 27.09.2005 - 16:30 Hab einige Fragen an den Berichtersteller, da bis jetzt keine wirklichen Angaben zu den Fähigkeiten der beiden Tauchern vorhanden sind.
Mich würde interessieren wie viele TG jeder von Euch hat und wie viele davon im Süsswasser.
Wie viele TG habt ihr schon etwa in dieser Tiefe?
Welche Brevetierungsstufe habt Ihr?
Eine andere Frage stellt sich mir;
Warum wurde nur mit einer ersten Stufe getaucht und nicht mit einer zweiten? (Ausser ich habe etwas nicht richtig verstanden und es ist mir auch klar, dass niemand verpflichtet ist, mit zwei 1. Stufen zu tauchen)
Ich bin froh, dass es bei Euch nochmals gut gegangen ist. Dass Ihr in Zukunft beim Boddy- und 3-Metercheck mehr als gut hinschaut bez. hört, nehme ich schweer an.
Antwort von dirmeldiver am 28.09.2005 - 09:49 Moin Leute,
da ich selbst mit 2-Schlauch tauche, verstehe ich den Vorgang so:
Nach Luftmangel mit dem 2-Schlauch Wechsel zu dem 2. Automaten am 2. Abgang. Hierbei zog Mister Unbekannt Wasser, was bedeutet, dass die 1 Stufe des 2-Automaten nicht richtig montiert war -kurzum sie war völlig locker, das muss man doch merken! Oder er hatte einen O-Ring-Platzer, dann lockert sich die 1.Stufe ebenfalls ( Ist mir an der Donator passiert - und der Ex-Buddy dachte nicht daran seinen TG abzubrechen!)
Antwort von Tümpel-Jo am 28.09.2005 - 16:39 Bei dem geschilderten Tauchgang war ich der Tauchpartner. Da hier viel ruminterpretiert wird, hier die Schilderung aus meiner Sicht:
Beim Abtauchen entlang der Steilwand am Einstieg Campingplatz Überlingen West war noch kein Luftverlust (Abperlen von Luftblasen) vom Ventil zu Bemerken. Beim Check an Land eh nicht). Geplant war ein TG vom Steilhang weg auf etwa 45m Tiefe und dann im Bogen wieder Richtung Steilwand um dort entlang und langsam höher zu tauchen. Im Prinzip ein TG, den wir dort schon öfters so durchgeführt haben.
Beim Abstieg schalteten wir, wegen der zunehmenden Dunkelheit bei etwa 20 m Tiefe unsere Lampen an (beides große 28er Hartenberger mit mind. 50 W). Bei Erreichen der Halde am Fuß der Steilwand (Minute 1:40) bei ca. 25m, tauchten wir nebeneinander von der Steilwand weg. Mein Partner links von mir in max. 1 bis 1,5m Entfernung.
Wir hatten erst eine Tiefe von 38 m erreicht (Minute 3:00), da drehte mein Tauchpartner nach links ab, ohne daß ich wie gewohnt, ein Zeichen zur Richtungsänderung von ihm erhalten hätte, und er tauchte die Böschung entlang hoch vorn mir weg. Ich folgte ihm sofort, hatte jedoch Mühe ihn einzuholen, weil er es ziemlich eilig hatte.
Ich möchte hier betonen, daß wir bis dahin in höchstens 1 bis 1,5m Entfernung nebeneinander getaucht waren und ich dennoch keine abströmende Luft gehört habe, obwohl ich nicht taub bin.
Als ich meinen Tauchpartner kurz darauf erreichte (ihm km die Zeit lang, wie 30 Sekunden vor, es waren aber sicher höchstens 20 Sekunden9 sah ich im Lichtkegel meiner Lampe, daß etwas nicht stimmte, wie er mit seinen Automaten rumhantierte. Ich nahm sofort meinen Oktopus und hielt ihn meinem Partner vor den Mund. Er griff auch sofort danach. Nachdem er etwas ruhiger war nach einigen Atemzügen, zeigte er mir sein Fini, das einen Flaschendruck von Null Bar anzeigte.
Wir begannen jetzt gemeinsam den Aufstieg aus 35m (Minute 4:00), der uns auf 27m hochführte und dann unterbrochen wurde, weil mein Tauchpartener wegen einer Computerwarnung wegen zu schnellen Aufsteigens, die Restluft aus seinem Jacket ließ (Minute 4:40), wodurch wir wieder auf 35m absanken. Von da ab überließ mein Tauchpartner den Aufstieg ganz mir und ich brachte uns in weiteren 2:20 Minuten (also durchschnittlich mit 15m Aufstiegsgeschwindigkeit pro Minute) an die Oberfläche. Dort angekommen berichteten uns dann Badegäste, daß sie an der Oberfläche eine ca 8m große Luftblase gaben hochblubbern sehen.
Das Ganze war ein sog. Nullzeit-TG. Bei Beginn des Aufstiegs Anzeige von 7 Minuten Nullzeit.
Warum ich die ausströmende Luft nicht gehört habe, obwohl ich neben meinem Tauchpartner (max. 1,5m Distanz) tauchte, kann ich nicht erklären.
Mein Tauchpartner benutzt ein Doppelventil, bei dem der 2. Abgang drehbar ist. Dieser Abgang ist eingeschraubt und hatte sich offenbar gelöst (was normalerweise unter Flaschendruch nicht passieren dürfte). Dieser Abgang saß jedenfalls nicht mehr fest, als wir die Ausrüstung an Land untersuchten. Dort muß auch die Luft entwichen sein. Dummerweise ist die Verbindung diesen drehbaren Abgngs durch eine Kunststoffhülse verdeckt, so daß man in zusammengeschraubtem Zustand keinen Blick auf die Verbindung werfen kann. (es handelt sich um das gleiche DIN Gewinde, wie bei den Automaten.)
Sowohl mein Tauchpartner, als auch ich verwenden zwei unabhängig absperrbare, relativ vereisungssichere Automaten. Mein Tauchpartner darunter einen Zweischlauchautomaten.
@ shark2005
ich hatte bis dahin 373 TGs, davon 170 in Salzwasser und über 200 in Süßwasser, ca. 90 TGs in Tiefen von mehr als 30 m, davon 22 TGs tiefer als 40m. Mein Tauchpartner hat weit über 400 TGs, davon sicher 2/3 in Süßwasser und weit mehr Tauchgänge tiefer als 30 und 40 m als ich.
Wir haben beide CMAS***(Gold) und mehr als PADI Teichmeister. Wir tauchen beide mit zwei 1. Stufen (getrennt absperrbar) und mind. drei 2. Stufen.
Bei einem Check an Land ist nichts aufgefallen und in 3 m Tiefe war auch nichts ungewöhnliches zu bemerken. Z.B. keine abperlenden Luftblasen am Ventil.
Cuthalion
wie gesagt: ich bemerkte, daß mein Partner nach links wegtauchte und ich folgte ihm sofort. Normalerweise habe ich meinen Tauchpartner immer im Blickwinkel bzw. sehen seinen Lampenlichtkegel neben mir. Wir tauchen je nach Sicht zw. Null und 1,5m Abstand nebeneinander.
Es handelt sich um den 2. (einen drehbaren) Abgang des Flaschenventils.
@ Flasche
ein Zudrehen der Absperrschraube hätte nichts genutzt, da der Abgang selber losgedreht war.
Der ("Alibi"-) Buddy merkte sehr wohl, brauchte nur einige Zeit, um den sich rasch entfernenden Tauchpartner einzuholen.
@ Doc
SUPERSCHLAU!! kein Kommentar
@ Slick
Ja , der 2. Abgang ist drehbar, darf aber unter Flaschendruck nicht "ab"-drehbar sein. Ist uns bisher unerklärlich, wie das passieren konnte.
@Toblerone...
Im Wasser, beim Abtauchen waren keine Luftblasen am Ventil und den 1. Stufen abgeperlt.
Das Ventil hat sich nicht geöffnet. Beide Abgänge waren selbstverständlich offen. Der 2. Abgang (um 360 Grad drehbar) hatte sich jedoch aus seinem Befestigungsgewinde gelockert.
@ Alle
Werde meinen Tuchpartner bitten, ein Fote diesen Ventiltyps einzustellen, damit jeder weiß, wovon hier die Rede ist.
Allen immer gut Luft
Joachim
Antwort von Tümpel-Jo am 28.09.2005 - 17:46 @ Jessica
Der Automat hat eine Luftdusche (Beuchat-Oktopus).
Mein Tauchpartner meint nicht das Gewinde des eingeschraubten Automten (1. Stufe) sondern das Gewinde des drehbaren zweiten Abgangs.
Der Automt saß schon richtig fest.
Der Buddy folgte sofort, brauchte ber einige Zeit um den Luftlosen zu erreichen, weil dieser sich äußerst schnell entfernt hatte.
Haben beide so um die 400±30 TGs.
Gut Luft
Antwort von michel-0125 am 28.09.2005 - 19:50 @Tümpel-Jo,
war das dann eine Form der Panik oder warum ist dein Tauchpartner ohne Luft von dir weg geschwommen? Waren da vielleicht noch andere Taucher, oder warum entfernt er sich. Das verstehe ich überhaupt nicht.
Gruß
Michael
Antwort von shark2005 am 29.09.2005 - 00:35 @Tümpel-Jo,
Danke für die Facts.
So sieht man wieder einmal, wie schnell man daneben liegt, obwohl man eigentlich sachlich bleiben wollte!
Vielleicht wäre ja eine alternative Luftversorgung, wie eine Pony-Flasche doch mal noch zum überlegen.
Wie soll man sich sonst gegen einen solch plötzlichen, aber sehr seltenen, "Luftverlust", durch brechen oder lösen einer wichtigen Verbindung schützten?
Gruss und gut Luft!
Antwort von Cuthalion am 29.09.2005 - 09:22 @Michel
Form von panik?
Hallo, 38m, keine Luft, Steilwand, tiefste Finsternis, Partner scheint es auf den ersten Blick nicht zu bemerken...
Wann Paniken, wenn nicht dann?
@Tümpel-Jo
jetzt habe ich es begriffen, der Abgang von der Flasche selbst. Da kann ich mir natürlich auch leichter vorstellen, dass so viel Luft innerhalb kürzester Zeit rausgeht.
@alle und Redaktion
Die Zeit zwischen den einzelnen Postings irritiert und führt zu Redundanzen, weil Leute nachfragen, obwohl die Frage schon beantwortet aber noch nciht freigegeben ist.
Dadurch klingt alles etwas komisch
Aber zum Problem: Wie kann sich der ganze Abgang lösen? Wäre gut, wenn das Bild drin ist, dennich habe auch einen drehbaren Abgang, bin ungefähr genauso erfahren und war dort auch schon tauchen. Und mehr als Check an der Oberfläche und angucken unter Wasser kann man ja echt nicht machen.Es hätte mich genauso treffen können!
CU
Antwort von Tobleronebrevetverteilerin am 29.09.2005 - 16:40 Hai Tümpel-Jo
danke vielmals für die genaue Schilderung. Jetzt ist auch alles klar. Ich habe nämlich auch ein solches Ventil mit drehbarem Zweitabgang und "sehe" wo der Hase im Pfeffer lag, auch wenn ich nicht verstehe wie sich der Abgang gelöst hat. Du sagst ja selber auch dass sowas unter Druck nicht passieren sollte. Versteh es bitte nicht falsch, es soll keine Kritik sein, aber du wirst sicher verstehen, dass mich so ein Zwischenfall interessiert, besonders da ich auch so ein Ventil tauche.
Hier noch ein Link zu einem dieser Ventile. Es ist eventuell nicht genau das hier zitierte Modell, zeigt aber den Aufbau eines solchen Ventils Hier klicken
Nun zu Deiner Reaktion. Ich finde, du hast gut reagiert. ich weiss wie es ist, wenn der Buddy plötzlich ohne Voranmeldung einen anderen Kurs einschlägt und du ihm folgen musst. Dass dein Partner ein bisschen unruhig wurde verstehe ich auch ganz gut. Es ist sicher alles andere als beruhigend, wenn einem plötzlich auf 38m die Luft ausgeht, ohne dass man was dafür kann. Auch wenn dann der Partner da ist, einem Luft gibt und den Aufstieg einleitet, man denkt doch immer noch an alles was hätte passieren können und da sind "falsche" Reaktionen, wie das Auslassen aller Luft im Jacket wenn der TC plötzlich piepst, verständlich.
Man darf einen echten Vorfall nie mit einer Übung vergleichen. Bei den Übungen weiss man ja im vorherein dass irgendwas passieren wird und stellt sich darauf ein. Also ist kein wirklicher Stress da. Wenn es aber mal Ernst ist, dann ist man gar nicht darauf eingerichtet und kann schnell ins rotieren kommen, auch mit viel Tauch-Erfahrung. Das ist nun mal so.
Nun wegen dem Luftverlust. Wenn die Badegäste einen 8m grosse Luftblase gesehen haben, muss sie eigentlich wirklich ruckartig aus der Flasche entwichen sein. Das du es nicht gehört hast ist vielleicht komisch, aber durchaus möglich. Du hast ja eine Kopfhaube an und da wissen wir eigentlich alle, dass man weniger gut hört. Zudem ist ja dein Partner kurz davor von dir weggetaucht, und wie du schilderst, auch höcher getaucht. Sehr wahrscheinlich ist die Luft erst dann entwichen und wenn er ein bisschen weiter weg und zudem höher ist, kann es gut sein, dass du die "Luftflucht" nicht gesehen und gehörst hast. Sicherlich warst du dich ja auch am fragen, warum er denn plötzlich weg ist und weniger auf die Umgebung konzentriert.
Nun, wenn ihr denn ausfindig machen könnt was genau mit dem Zweitabgang passiert ist, wäre ich euch dankbar wenn ihr es hier melden könntet. Das würde den anderen Benützer hilfreich sein, um dasselbe Problem zu verhindern.
Jackie
Antwort von Jessica am 30.09.2005 - 22:38 Hier noch mal ein Text plus zwei Bilder vom Verunfallten zur Verdeutlichung, was sich geloest hat:
Gestern holten wir unsere Flaschen ab,das Ventil war locker, klar ohne Druck nach dem Flaschentüv.Ich habe es nun so befestigt, mit Gewindeabdichtungsband und dann angezogen.Zusätzlich den Plastikring entfernt,somit erkenne ich sofort wenn sich dies nochmals lockern sollte.Noch ein Hinweis:Es gibt einen einzigen Hersteller der an so einem Ventilerweiterungsstück extra eine Sicherungsschraube angebracht hat.Warum wohl?Andere Hersteller verzichten aus Kostengründen.
Normalerweise dürfte sich ein unter Druck stehendes Erweiterungsstück nie aufdrehen.Und glaube mir, bis ich drauf kam, unter Wasser woher der plötzliche Luftverlust kam.Klar zuerst dachte ich mein einstufiger Zweischlauch.Nein.Da ich ja zwei getrennte Systeme tauche, griff ich um.Keine Luft.Ratlos,den Fini angeleuchtet.Und die Flasche war leer.Was tun?Rauf natürlich.Als ich begriff daß dies nicht mehr funktionierte.Mein Buddy hat Luft.!!In letzter Minute, ne letzten Sekunden.Da war keine Zeit mehr für ne Luftdusche.
Das Ventil muß sich nur um eine Umdrehung gelockert haben.Wie weiß ich nicht.Ich habe auch nichts gehört.Abperlen hört man.
Es kann auch vom letzten Flaschentüv kommen,denn die Ventile werden nicht geprüft.Die Flaschen wurden immer leer mitgenommen..Um nochmals so einem Vorfall vorzubeugen.Ich lege mir eine Pony Flasche zu.
Hier habe ich den Plastikring entfernt damit ich jederzeit sehe ob sich was gelöst hat
Antwort von musher am 30.09.2005 - 11:11 Hallo @ all
War es nötig, über die zwei Taucher herzuziehen, bevor die weiteren Fakten bekannt waren?
Ich finde es toll, daß sie den mut hatten und den Vorfall hier geschildert haben. Nur werden sich nun vielleicht Einige in einer ähnlichen Situation überlegen, ob sie dies auch noch posten wollen, wenn sie sich dann erstmal eh nur viele Vorwürfe anhören (bzw hier lesen) dürfen.
Danke für diese ausführliche Schilderung.
Wäre wirklich interesannt, die Ursache für das lösende Ventil rauszubekommen.
Die Flasche war nicht zufällig kurz davor erst beim TÜV? - Obwohl, erstmals hatte sie ja die Luft gehalten.
Und der Verdacht, denn cih zuerst beim Lesen hatte, daß die Flasche vielleicht nicht voll war habe ich auch wieder fallen gelassen, da ja sonst kaum die 8mLuftblase gewessen wäre. Außerdem war vermutlich doch ein BuddyCheck.
Hing dann der zweitabgang ganz weg oder war er schon noch mechanisch mit dem Hauptventil verbunden?
Dies alles hätte sich ja auch im Auto oder bei der Montage passieren können, und wer weiß, wie es dann ausgegangen wäre.
Wünsche für die Zukunft schöne und Unfallfreie tauchgänge
Grüßle
musher
Antwort von flasche am 30.09.2005 - 13:17 Ich fasele mal meinen Eindruck zusammen:
1. Verlasse dich nicht auf eine bewegliche Verbindung, auf einen O-Ring, auf ein einzelnes Manometer.
2. Verlasse dich nicht auf einen Buddy; auch gut ausgebildet kann er dich (oder du ihn) in Panik, bei schlechter Sicht o.ä. verlieren.
3. Mache einen Buddycheck in z.B. 3m Tiefe, aber verlasse dich nicht darauf, daß damit garantiert wird, daß ein paar Minuten später nicht doch was kaputtgeht.
4. Lasse dir von oberschlauen Profitauchern nicht erzählen, daß Ponyflasche (oder wie hier auch mal andiskutiert ein Rettungssystem zum automatischen auftauchen, oder vielleicht irgendein technisches Unterwasser-Signalsystem oder Ortungssystem zwischen Tauchern) völlig sinnlos seien (auch wenn`s Vieles so noch nicht gibt).
5. Wenn man wollte, könnte man ja auch eine Buddyleine benutzen (extrem uncool zwar, aber wenn man ohnehin "je nach Sicht zw. Null und 1,5m Abstand nebeneinander" taucht, stört so eine Leine doch auch wenig? Weniger störend jedenfalls, als Händchenhaltend ("Null Abstand" ist ja wohl so gemeint) zu tauchen, oder bei schlechter Sicht permanent Blickkontakt zu halten).
Antwort von michel-0125 am 30.09.2005 - 21:07 @Cuthalion
klar das es Panik war (38 mtr.) . Was mir nicht so ganz in Kopf geht warum schwimmt er von seinen Buddy weg, wenn er doch keine Luft mehr hat. Aber wahrscheinlich ist es aufgrund des Luftmangels geschehen und kann wahrscheinlich auch so nicht beantwortet werden. Mann kann aus dem Beispiel ersehen das man in so einer Situation nicht mehr logisch reagieren kann(Wegschwimmen anstatt hinschwimmen).
mein Fazit: Jeder kann froh sein wenn er einen Buddy dabei hat der so aufmerksam wie tümpel-jo ist.
Tschüß und allzeit gut Luft
michel-0125
Antwort von shark2005 am 01.10.2005 - 17:13 @ flasche
es ist nicht damit gemeint, dass er mit einer Pony-Flasche auftauchen soll (ausser sie ist gross genug), doch es hätte in diesem Fall, den in Not geratenen Taucher etwas Zeit und vor allem Ruhe in Form von Sicherheit gegeben. So dass er genug Luft hat, seinen Buddy möglichst ohne "Panik" zu erreichen.
So sehe ich es in diesem Fall. Dass kein Fall gleich ist wie der Andere, steht ausser Frage.
Antwort von ad-mh am 01.10.2005 - 20:16 @alle
Auch das sehr ähnlich aufgebaute Polaris Ventil hat einen drehbaren zweiten Abgang mit einer solchen Plastikkappe.
Sollte man die Plastikkappe generell entfernen?
Grüße
ad-mh
Antwort von Futura1 am 03.10.2005 - 08:39 Hier wurde nicht mit getrennten Systemen getaucht. Viele meinen, eine Flasche mit Doppelabgang und 2 ersten Stufen bedeute "2 getrennte Systeme". Der Buddy oder der Taucher selber kann ja ein Ventil zudrehen, dann ist alles paletti. Genau dieser Vorfall beweist das Gegenteil. Bei einer einzigen Flasche hat man genau 1 System "Flasche, Ventil". Wenn daran was defekt geht, hat man kein System mehr. Die Verbindung zwischen den beiden Abgängen ist ein Schwachpunkt (egal welches Fabrikat), die beiden Handräder sind ein weiterer (habe schon Handräder davon fliegen sehen, Luft war in 30 Sek. draussen, keine Möglichkeit einzugreifen), der O-Ring zwischen Flasche und Ventil kann auch undicht werden. All das ist sehr unwahrscheinlich, je nach Fabrikat ist das Risiko grösser oder kleiner, ABER das Risiko besteht immer. Es gibt nur 2 Lösungen: 1) Ponyflasche, halte ich für nicht so gut, weil sie klein ist. 2) Zwei getrennte Flaschen, Doppel-7 statt Mono-15 oder so. Natürlich ohne Brücke, mit 2 Finis. Oder wenn mit Brücke, dann absperrbare Brücke. Nachteil: man muss während dem TG einmal den Automaten wechseln. Wer das nicht kann, soll das Tauchen eh sein lassen.
Nur mit dieser Konfiguration hat man 2 echte, getrennte Systeme. Wenn eines knallt, nimmt man locker das andere, egal ob der Buddy helfen kann, egal, ob das Problem überhaupt lösbar ist.
Antwort von flasche am 03.10.2005 - 14:56 @ Futura1
"Bei einer einzigen Flasche hat man genau 1 System "Flasche, Ventil". Wenn daran was defekt geht, hat man kein System mehr."
Genau, oder wenn man nur 1 Manometer benutzt, oder am Ende des Tauchgangs (z.B. bei 60bar) plötzlich so viel Luft rausgeht, daß keine Luftreserve in der 1 Flasche mehr ist, oder man selbst bzw. der Buddy das Ventil nicht rasch zubekommt.
"Es gibt nur 2 Lösungen: 1) Ponyflasche, halte ich für nicht so gut, weil sie klein ist."
"SpareAir" war nicht gemeint Vorteil aber: Man muß nach jedem Tauchgang nur 1 Flasche (statt 2) füllen. Die einzelnen Flaschen (in Anschaffung und Montage) sind evt. auch billiger. Und man hat, auch in der letzten Tauchminute, noch immer die Reserve der Ponyflasche; bei Doppelflaschen ist man geneigt, beide Flaschen leerzuatmen.
(Nachteil: Ponyflasche ist für dekopflichtige Tauchgänge ggf. zu klein; aber noch immer besser, als keinerlei Reserve zu haben. Und Problemflasche Nr.1 ist ja vielleicht nach ein paar Minuten zudrehen wieder erneut inbetriebnehmbar, oder Buddy wiedergefunden.)
"2) Zwei getrennte Flaschen, Doppel-7 statt Mono-15 oder so. Natürlich ohne Brücke, mit 2 Finis. Oder wenn mit Brücke, dann absperrbare Brücke. Nachteil: man muss während dem TG einmal den Automaten wechseln."
Eher mehrmals wechseln, um beide Flaschen gleichmäßig zu leeren, und nicht nach leeren von Flasche1 keine Reserve mehr zu haben.
Aber ok: Das ginge auch, und das hat auch ein paar Vorteile so (gleichmäßigere Last auf dem Rücken, Schwimmlage/Wasserwiderstand, usw.)
Wenn schon nur mit Doppelventil an 1 Flasche, dann jedenfalls nicht mit drehbarem, oder nachgerüstetem, sondern nur mit Doppelventil aus 1 massivem Metallteil (und selbst da kann ja was schiefgehen, wenn 1 Ventil plötzlich nicht absperrbar ist.)
Antwort von waterdiver am 05.10.2005 - 16:08 hallo erst mal
Hier wird so viel spekuliert und diskutiert, und die Meinungen gehen sehr stark auseinander!
Ich denke einfach wenn man in Tiefen von 38m taucht, sollte auch ein erfahrener Taucher, bzw. ein ein erfahrenes Buddy-Team auf alles erdenkliche vorbereitet sein! - Denn wie wir alle in unserer Ausbildung gelernt haben, kommt ein Teifenrausch / Vertigo / Panik / ect. manchmal auch schon bei 20m. - Also ist es umungänglich vorallem in trüben, kalten Seen in Armlänge tauchen. - Jeder der das nicht gelernt hat, hat auf dieser Tiefe nichts verloren! - Wie heisst es so schön "Innerhalb seiner Grenzen tauchen"!
Soviel zum Menschlichen, und nun tum technischen:
Wie viele vor mir schon erzählten, kann man sich NIE 100% auf seine Ausrüstung verlassen. Also gibt es nichts wichtigeres als während des Tauchgangs nicht nur sich und seine Ausrüstung im Augenmerk zu halten, SONDERN AUCH DIE VOM BUDDY!
Betreffend Doppelflasche ect. denke ich sollte jeder so tauchen wie er es gewohnt ist. - Aber eine Pony-Flasche ist immer was gutes, obwohl sie bei vielen im Veruf steht. - Aber man darf diese NIEMALS in Planung eines TG`s einplanen, (so nach dem Motto: ja ja, und wenns nicht reicht, hab ich immer noch mein Pony....!) - Sowas ist dann tödlich! - Eine Pony Flasche ist genau für solche Situation wie die die hier diskutiert wird. - Taucher ist in Not "ohne Luft Situation", so hat er die Chance die schlimmsten Sekunden zu überbrücken! - Auch wenn er in Panik (und ev. mit Tiefenrausch) halt vom Buddy weg, anstatt auf ihn zu taucht!
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