Neue EinträgeHilfeseitenImpressum und AGBMail an die RedaktionHauptseiteSeitenübersicht
Foren - Tauchunfälle - Schwerer Tauchunfall am Achensee




  

Momentan in den Foren unterwegs:
Castelpena, giovanni82, JDiver, PEET, Schaffel, scuba-p-r-o, silvi, Sputnik, tauchwolly und 31 Gäste

Dies ist das Unfallboard von Taucher.Net. Falls ein dir bekannter Unfall hier noch nicht aufgeführt ist, schickt uns am einfachsten eine Mail.

Weitere Foren :
Tauchgebiete - Tauchausrüstung - Biologie - Ausbildung - Tauchmedizin - TEK-Diving - Rebreather - Foto / Video - Wracktauchen - Recht - Diverses - int. Tauchunfälle

Moderatoren: gunther , Andreas , Heiko , Hans_S
 Forum Tauchunfälle 
Antworten auf eure Fragen...

Antworten - Mailbenachrichtigung - zur Übersicht - Hilfe - Foren-Regeln

Hier lesen noch 6 Benutzer mit!


Schwerer Tauchunfall am Achensee
Abgesandt von Redaktion -gm- Registriertes Mitglied am 18.02.2008 - 14:11:

Ein schwerer Tauchunfall ereignete sich am Wochenende im Achensee in Achenkirchen. Am Vormittag tauchte ein 29-jähriger Fügener in einer Tiefe von 55 Metern als sein Lungenautomat vereiste. In Panik stieg der Taucher zu schnell auf und erlitt einen Dekompressionunfall. Die Erstversorgung wurde von zufällig am See befindlichen Ärzten vorgenommen, zu weiteren Behandlung wurde der Taucher mit dem RTH Martin4 in das KH Murnau geflogen.

Die Ausrüstung des Verunglückten verfügt über eine zweite "Erste" Stufe.



Antwort von Harry Redaktionsmitglied am 18.02.2008 - 16:10
Infos auf ORF-Tirol:
Hier klicken

Harry
Antwort von kobipost Registriertes Mitglied am 18.02.2008 - 17:16
Es ist immer wieder sensationell zu beobachten, wieviel Dichtung die Presse, egal ob Fernsehen, Print oder online zum eigentlichen Geschehen hinzufügt. Den genauen Sachverhalt soll der Beteiligte schreiben, der weiss es am Besten.
Frage an die Redaktion ist nur: Wenn das schon ein schwerer Tauchunfall war, wie bezeichnet man dann einen mit bleibenden Schäden oder Todesfolge?
Antwort von kwm Registriertes Mitglied am 18.02.2008 - 18:41
@Harry,

Erstaunlich sachliche Berichterstattung.

@Unfallopfer,

Gute Besserung! Welche Marke ist der vereiste Regler?

Gut Luft,
Klaus
Antwort von kwolf1406 Registriertes Mitglied am 18.02.2008 - 20:11
"Dass Taucher in so einem Fall aber in Panik geraten ist insofern verständlich, weil in diesen Tiefen, abgesehen vom eher schwachen Schein der Taucherlampe, völlige Dunkelheit herrscht. Auch der Partner, der in unmittelbarer Nähe taucht, wird oft nicht mehr gesehen und kann nicht schnell genug reagieren."
Da hat aber der, der da spekuliert, wenig vom Tauchen verstanden...
Antwort von Burki Registriertes Mitglied am 19.02.2008 - 11:26
Leider entspricht die Berichterstattung nich ganz der Wahrheit. Es gab keinen vereisten Regler. Das Inflatorventil war defekt.
Antwort von kwolf1406 Registriertes Mitglied am 19.02.2008 - 13:51
Unkontrollierter Lufteinstrom?
Antwort von Bert Rudeck Registriertes Mitglied am 19.02.2008 - 19:53
In dem ORF-Bericht Hier klicken heißt es: "Dass Lungenautomaten beim Tauchen im Winter vereisen und damit keine Luft mehr geben, kommt immer wieder vor."
Ist es nicht eher so, dass vereiste Automaten zuviel Luft abgeben?

Gruß
Bert
Antwort von Doris Registriertes Mitglied am 19.02.2008 - 16:14
Wer auf 55 m taucht sollte in der Lage sein, schnell den Inflatorschlauch abzukoppeln.

Antwort von kwolf1406 Registriertes Mitglied am 20.02.2008 - 11:21
Shit happens - man sollte sich immer wieder vor Augen führen, welcher Shit das sein kann, damit man im Fall der Fälle schnell und richtig reagiert. Bezüglich Dingen, über die man lange nicht mehr nachgedacht hat (man braucht ja nicht alles ständig zu üben), wird man träge. Auch wenn man es eigentlich mal konnte.
Antwort von boesewicht Registriertes Mitglied am 20.02.2008 - 12:38
@Bert

im Groben stimmt der Bericht ja

ein vereister Automat gibt zuviel Luft ab, die Flasche ist dadurch schneller leer und dann gibt der Automat keine Luft mehr (sobald Flasche leer) - das ist ja meist auch der auftretende Gedankengang bei den betr. Tauchern - "die Luft ist bald zuende und es reicht nicht bis nach oben" ...
Antwort von Trimix... Registriertes Mitglied am 20.02.2008 - 17:03
Hallo!

Zunächst auch von mir gute Besserung.

Wurde der Tauchgang mit Luft oder Trimix durchgeführt? Doppelgerät oder Monoflasche?

Grüße!
Antwort von Bert Rudeck Registriertes Mitglied am 20.02.2008 - 19:45
@boesewicht

Im angeführten ORF-Bericht heißt es weiter:
"Wäre er beim Wegbleiben der Luft also nicht in Panik geraten, sondern hätte seinen zweiten Automaten benutzt, wäre ihm aller Wahrscheinlichkeit nach gar nichts passiert."

Ist die Flasche erstmal leer, ist der zweite Automat nur noch von begrenztem nutzen.

Meine Beiträge nehmen keinen Bezug auf den Unfall. Ich versuche nur die Logik des ORF-Berichtes zu ergründen.

Gruß
Bert
Antwort von dr-ducati Registriertes Mitglied am 21.02.2008 - 00:04
Sicher richtig....

aber wenn`s dir das Ventil in der 1-ten Stufe einfriert (kommt halt auch vor - bei feuchter Luft in der Flasche), bekommste keine Luft mehr. Und dann ist eben Asche.

Keep on rollin`
Antwort von ManuS Registriertes Mitglied am 21.02.2008 - 10:56
Guten Tag, ich möchte gerne zu einer Äußerung Stellung nehmen.

„Wer auf 55 m taucht sollte in der Lage sein, schnell den Inflatorschlauch abzukoppeln.“

Ja das stimmt, bei dieser Betrachtung ist aber tatsächlich von Bedeutung mit was für einem Gas getaucht wurde. Denn mit der guten alten und günstigen Pressluft dauert es in dieser Tiefe auch bei geübten alten Haasen eine ganze weile bis der Notfall von den Gehirn registriert wurde und die richtigen Maßnahmen entschieden und durchgeführt werden. (Auch wenn Betroffener und Buddy berichten, wir waren völlig klar im Kopp, wie langsam man da unten wird sieht man am besten wenn man mal einen guten bekannten Tauchpartner bei einem tiefen Presslufttauchgang mit TMX begleitet – dieses zu sehen ist wahrlich eine Offenbahrung)

Wir wissen doch, dass der Tiefenrausch auch von der Tagesform abhängig ist. Weiterhin ist es je nach Inflatormodell nicht einfach mit einer behandschuhten Hand den Schlauch abzukoppeln. Selbst bei den extrem dicken Modellen von Buddy dauert das im heimischen See bei Kälte länger als im roten Meer.

Verblüffend finde ich immer die Neigung zu überhebliche wirkenden Äußerungen, frei nach dem Motto „ Drottel wos mochst den do!“

Mir fehlt es doch an einer gewissen Demut zu akzeptieren, dass auch für die geübten Ganzjahrestaucher, reichlich Restrisiko beim Tauchen vorhanden ist.

In meinem Tauchdunstkreis sind sehr viel erfahrene Taucher/innen mit tausend Tauchgängen. Ich empfinde es aber bei meinen Freunden sehr wohltuend, dass hier offen über Beinaheunfälle berichtetet wird. So ist für mich offenbar geworden, dass jeder auf 1000 Tauchgänge 3-4 Beinaheunfälle zu verzeichnen hatte. Dies trotz Erfahrung, Vereinstraining und CMAS-Ausbildung.

Bei Erzählungen war es nie ein einziger Fehler der Richtung Unfall führte, sondern immer eine Verkettung von mehreren kleinen bösartigen Fehlern.

Tauchen ist und bleibt eine Risikosportart, ich weis das nicht nur Können, Träining und Ausbildung zum Überleben zählt, sondern auch eine ganze Portion Glück, Karma wie auch immer, auch wenn das in keinem Lehrbuch steht.
Antwort von kwolf1406 Registriertes Mitglied am 21.02.2008 - 22:00
ManuS



ich bin zwar auch ein eher vorsichtiger Taucher, der deutlichen Respekt vor den Risiken des Tauchsports hat, kann aber nicht zustimmen, wenn du Tauchen so hinstellst, als wäre Glück ein wichtiger Faktor, dabei gesund zu bleiben. Es gibt Risiken, die gehen aber zurück auf das allgemeine Lebensrisiko (sicher deutlich weniger riskant als die Teilnahme am Straßenverkehr), wenn man verantwortungsvoll und umsichtig handelt - auch als Lufttaucher. Und ein Seitenhieb auf "CMAS" hat hier nun gar nichts zu suchen.
Antwort von Scott Registriertes Mitglied am 25.02.2008 - 22:00
Kwolf1406, ich kann nichts von Glück in ManuS Posting lesen und finde auch keinen Seitenhieb auf einen Verband - eher finde ich richtige Aussagen.

Gruß
Scott
Antwort von divingtattoo74 Registriertes Mitglied am 26.02.2008 - 06:31
Hallo zusammen,
meiner Meinung nach ist es sowieso unverantwortlich,im Winter,auf 55 meter in einen See zu Tauchen.
lg
Antwort von ManuS Registriertes Mitglied am 26.02.2008 - 13:12
@ Scott :

Danke für die Klarstellung und Übersetzung meiner Worte. Mann will eben nur lesen, was man selbst gerne lesen will.

@ tattoo:

Ist es denn im Sommer auf 55 m dort wärmer als im Winter? Warst du schon mal in den verschiedenen Jahreszeiten so Tief? Wenn ja versteh ich deine Aussage nicht wirklich.



Ich war bemüht wertfrei Fakten zu nennen und Risiken darzustellen – mehr nicht.
Unverständnis empfinde ich für das überhebliche Gehabe, frei nach dem Motto „Ich bin so toll mir kann das nicht passieren“ meine tolle Ausbildung und und und.

Fakt ist, dass schon oft hervorragende Taucher (Ausbilder, Tabellenautoren und Physiker, Höhlenexperten und Tauchpioniere) schwer verunfallten, oder gar sterben mussten.

Die Gründe für diese schweren Unfälle sind vielfältig – aber doch nicht im Nachhinein zu kritisieren und zu schulmeistern – oder? (Jo moi, Spatzenhirn, warum konnst dönn dös Wosser net ouatmen!)

Lernen daraus ist das Eine, eine große Klappe riskieren ist das Andere. Sehr heilsam sind da die eigenen kleinen Missgeschicke, die in der Verkettung weiterer Fehler ins Desaster führen können. Ich tauche seit gut 25 Jahren und ich habe da schon selbst ein Paar nette Dinge erleben und beobachten dürfen.

Ein Schleimpfröpfchen in der Ohrtube und schon fährst du Karussell. Ein geplatzter O-Ring am frisch Revidierten Automaten, oder eine gebrochne Feder, dass ist dann ein Totalversager. (Redundantes System in Ägypten?)

Selbst erfahre TL bekommen hässliche Gesichter wenn Sie erst beim Abtauchen bemerken, dass eine fette Kakerlake die 2 stufe als Wohnzimmer besetzt hat und der Kipphebel will nicht mehr kippen.

Egal wie wir uns in Ausbildungsdiskussionen, Materialgläubigkeit etc ereifern. Die Schwachstelle Mensch ist zu akzeptieren. Oder sind wir als seelenlose Roboter die besseren Taucher (Menschen)?

Antwort von Bulette Registriertes Mitglied am 26.02.2008 - 11:20
@ divingtattoo74

Wieso ? Sieht es im Sommer da unten anders aus ??

Ich kann ManuS nur zustimmen. Zu einem Unfall gehört immer die Verkettung von mehreren ungünstigen Faktoren. Und keiner, auch nicht mit 1000 TG`en, ist davor gefeit. Und auch Routine ist nicht immer förderlich, weil man sich dann zu sehr auf sein Können verlässt. Und wer schon mal versucht hat den Inflatorschlauch im Normalfall mit Handschuhen zu entfernen, der kann ahnen, was das im Stressfall bedeutet. Und die Reaktionszeit bis zum Erfassen der Situation kommt noch dazu. Also alles kein Kinderspiel mehr. Ich denke dass das nur wenige von uns "cool" meistern.
Antwort von niemand Registriertes Mitglied am 26.02.2008 - 11:42
@divingtatto74
und ich finde es sowieso unverantwortlich wenn Leute mit deinem Ausbildungsstand tauchen.

Es macht keinen Unterschied ob man im Sommer oder im Winter in einem See taucht. Ab 30 Meter ist es immer gleich kalt. Die Ausrüstung muss in Ordnung sein und der Taucher sich über die Gefahren klar sein.
Solange ich nicht genau weiß was da schief gelaufen ist, wollt ich mich nicht äusern. Aber bei solchen Kommentaren kann ich mich dann doch nicht zurückhalten.
Ich werd wohl auch mal wieder ein paar Übungen mehr machen um Gefahrensituationen im Ernstfall besser handhaben zu können.

Den Inflator Schlauch schnell runterkriegen die Luft wieder rausbekommen und möglichst schnell das Ventil danach zukriegen, da kommt schon was zusammen. Da ist ja ein einfacher Vereiser noch ein Kinderspiel.

Dem Verunfallten wünsch ich jedenfalls gute Besserung.

Gruss JR
Antwort von aquatica Registriertes Mitglied am 26.02.2008 - 14:45
geschrieben wurde nun ja eine ganze Menge - doch die Ursache ist nicht vollständig beschrieben!

"Inflatorventil war defekt!"

Soll das heißen, dass beim drücken des Inflators, dieser nicht mehr zu verschließen war, weil die Feder nicht mehr in die ursprüngliche Position zurück sprang????

Ich gebe ManuS vollkommen Recht, dass ein Unfall immer die Verkettung von - sagen wir mal - unglücklichen Umständen ist. Wenn aber ein technischer Mangel vorliegt aufgrund fehlender Wartung (auch ein Jacket darf gewartet werden!) und dann tief getaucht wird, mit dem bewussten Eingehen des Risikos, dass der Inflator haken könnten, dann ist dieses schon fahrlässig, oder nicht?

In wieweit dieses als Restrisiko zu bewerten ist, sei dahin gestellt. Wenn jemand mit 130 km/h in eine Kurve rast und sich dabei überschlägt, unterhält sich am nächsten Tag auch niemand darüber, wie gefährlich doch Autofahren ist!

Darf ich - wenn auch zynisch - mal nachfragen, warum dieses Fehlfunktion des Inflators niemand beim Buddycheck gemerkt hat???

Gruß, TJ
Antwort von Allgaeutaucher Registriertes Mitglied am 26.02.2008 - 18:08
Hallo zusammen,

endlich mal (bis auf eine kleine Ausnahme) eine recht vernünftige Diskusion.
Auch wenn zum Sachverhalt nichts neues dazu kam ist es doch interessant zu sehen, dass es im Forum doch auch vernünftige Leute gibt, die dann nicht gleich Verbandsdiskussionen anfangen.
Schneinbar hat es sich gelohnt, dass man sich jetzt im Unfallforum vorher registrieren muß.

Jeder Unfall ist tragisch und hat (wie schon geschrieben) nie nur eine Ursache. Manchmal kann man gar nicht so blöd denken, wie es dann läuft. Oft sind unter Streß die banalsten Sachen plötzlich ein riesen Problem. Wenn dann noch die Erfahrung fehlt und der Tiefenrausch auch noch zuschlägt, dann kann das super schnell eskalieren und sogar tötlich enden.
Nichts desto trotz hab ich immer noch Spaß beim tauchen und versuche durch Ausrüstung, die dem Tauchgang angepasst ist und mit eingeschaltetem Kopf das Risiko zu minimieren.
Antwort von kwolf1406 Registriertes Mitglied am 26.02.2008 - 21:40
@ ManuS

"ich weis das nicht nur Können, Träining und Ausbildung zum Überleben zählt, sondern auch eine ganze Portion Glück,..." Aber Glück ist kein wichtiger Faktor für dich? An der Stelle verstehe ich dich nicht.

Dass ich vor den Risiken des Tauchens eine gute Portion Respekt habe (aber dabei nicht einfach auf mein Glück vertraue), hast du aber gelesen? Wenn zum Tauchen eine "ganze Portion Glück" gehört, gehe ich nicht mehr tauchen.

Und mit deinem Posting vom 26.02.2008 - 13:12 sind wir uns ja wieder einig.
Gruß
Klaus
Antwort von Doris Registriertes Mitglied am 26.02.2008 - 19:16
Hallo TJ,

ohne zu wissen ob das tatsächlich die Ursache war hier eine Antwort auf Deine Frage.

Das Inflatorventil hat eine Feder, die brechen kann. Wenn das passiert bläst sich das Jacket komplett auf. Die einzige möglichkeit, den Luftstrom zu unterbrechen, hast Du, wenn Du den Schlauch fom Inflator löst.
Sicher hat ManuS recht, dass man das schon mal gemacht haben sollte, um überhaupt auf die Idee zu kommen, sich so zu helfen.

Mir ist das auch schon passiert. Wenn die Feder bricht kann man nicht vorhersagen und es kündigt sich auch vorher nicht an.
Wenn man das Zischen hört sollte man schnell sein, sonst ist man ruckzuck oben.
Passiert das zu Beginn des Tauchganges ist es relativ ungefährlich, solange man beim Auftauchen atmet. Gegen Ende des Tauchganges kann man allerdings schon ganz schöne Nebenwirkungen haben.
Antwort von Peter aus Wien Registriertes Mitglied am 27.02.2008 - 10:03
Hallo Doris,

Das Inflatorventil ist vom Typ Upstream. Das heißt, es schließt durch den Druck. Bricht die Feder passiert nichts. Der Druck im Inflatorschlauch (Mitteldruck) schließt das Ventil wieder. Es ist bloß leichtgängiger. Damit es in offener Stellung blockiert muss es sich verklemmen, z.B. durch Schmutz.
Der Inflator sollte außerdem so dimensioniert sein, dass die einströmende Luft die Ablassrate nicht übersteigt.

Viele Grüße
Peter
Antwort von aquatica Registriertes Mitglied am 27.02.2008 - 10:19
Hallo Doris,

genau das wollte ich hinterfragen.
Im Prinzip gibt es zwei mögliche Ursachen:
- der von Dir genannte Bruch der Feder
- das Haken oder Klemmen der Feder

Beides ist ein Hinweis auf fehlende Wartung oder mangelnde Pflege. Vor allem letzteres tritt nicht spontan auf.
Gab es ein Schnellablassventil über den Inflator und funktionierte dieser??? Gab es weitere Schnellablässe???
Ich weiß nicht, ob wir diese Antworten bekommen, damit klargestellt werden kann, woran es wirklich lag.
Lasst Euren Tauchshop oder Tauchlehrer oder .... mal Euren Inflator zerlegen und schaut Euch einmal die Einzelteile an. Auch im Inflator sind Schmutzfilter etc. eingebaut, die vielleicht nicht jährlich erneuert, aber nach einiger Zeit mal geprüft werden sollten.

Gruß
TJ
Antwort von marioo Registriertes Mitglied am 27.02.2008 - 13:31
aquatica

zu dem was du geschrieben hast wegen "beim Buddycheck nicht aufgefallen" so etwas wie da geschehen ist kann mann beim Check nicht feststellen, da es diesen Fehler dort noch nicht gegeben hat. Es ist auch meinem Buddy nicht aufgefallen und der wäre ein erfahrener Tauchlehrer gewesen.

Es ist nämlich so, dass dieser Fehler erst ab einer gewissen Tiefe auftritt. Ich spreche aus erfahren da ich ganz genau das gleiche Problem hatte (bin aber nur aus 30m aufgeschossen) und mein Jacket hatte erst fünf Tauchgänge auf dem Buckel (betreff Wartung und so). So schnell wie das alles ging hat von uns keiner mehr reagiert. Zuerst glaubst du, du hast zuviel Luft im Jacket, dann bist du schon ein paar meter höher und bis du es kappierst, dass dien Jacket defekt ist bist du schon in voller fahrt. Wenn du glück hast, hast du noch einen Trocki an ( den du in der Aufregung stehen zu bleiben vergisst), der dir auch noch einmal Auftrieb gibt, dann sind 100m noch zuwenig um stehen zu bleiben.

gruß
Mario
Antwort von JoJoMan Registriertes Mitglied am 27.02.2008 - 19:27
@ ManuS
Ich habe selten so gute Beiträge gelesen. Danke!

@ niemand
"ich finde es sowieso unverantwortlich wenn Leute mit deinem Ausbildungsstand tauchen."
Wenn Du meinst, dass der Ausbildungsstand von divingtattoo74 unzureichend ist (Schließt Du das aus einer einzigen Aussage, oder kennst Du ihn persönlich?), dann hilf ihm doch und kläre ihn auf! Wenn man jedem Taucher, der bzgl. einer Fachfrage im Irrtum ist, gleich das Tauchen verbieten würde, dürfte man ja alle Anfänger und viele der 1-Stern- und 2-Stern-Taucher oder höher gar nicht mehr ins Wasser lassen. Dieses Forum ist ja gerade dazu da, aus der Diskussion zu lernen. Das grobe Abkanzeln von Diskussionsteilnehmern, die mal eine Fehleinschätzung außern, sollte hier nicht hergehören.

@divingtattoo74
Wenn Dir "niemand" das Tauchen verbieten will, kannst Du es ja auch einfach weiter betreiben

@kwolf1406
Selbstverständlich ist Glück immer ein Parameter in der Risikoformel des Tauchens. Er lässt sich vielleicht durch gute Aus- und Fortbildung sowie lebenslanges Training vom Einfluss auf das Ergebnis her minimieren, eliminieren lässt er sich ganz gewiss nicht. Dies gilt übrigens für alle Aktivitäten im Leben.
Ich selbst halte mich mit meinen nur 149 TG immer noch für einen blutigen Scuba-Anfänger. Obwohl ich mich stolz eher als Feigling bezeichne, denn nur Feiglinge leben lange und handeln bedacht, habe auch ich schon Situationen erlebt, die nur durch Glück gut ausgegangen sind.
1986 bin ich bei schönstem Sonnenschein und blauem Himmel auf einer Autobahn bei Tempo 120 von einer Orkan-Boe erfasst und gegen ein anderes Fahrzeug geschleudert worden. Beide Fahrzeuge waren danach noch fahrbereit mit geringem Blechschaden. Das nenne ich Glück.
Am 13.02.1999 kurz nach 16 Uhr schaufelte ich in Galtür gerade mein Auto vom Schnee frei, als eine Schneestaublawine in den Ort raste und 200 Meter entfernte Hotels dem Erdboden gleich machte. Ich habe überlebt, weil ich mich kurz vorher entschlossen hatte, nicht zum Marktplatz zu geben. Das nenne ich Glück.
2005 tauche ich in der Türkei mit Doppelventil im warmen Wasser, als plötzlich nur noch Luftblasen um mich herum sind. Meine Frau, mit der ich immer Schulter an Schulter tauche, kennt meine Ausrüstung genau und dreht sofort das entscheidende Ventil zu (Anm. Dreck in der zweiten Stufe). Ein Buddy, auf den man sich 100% verlassen kann. Dass nenne ich Glück.
Ein Knoten löst sich am Safariboot und ein Reserveanker rauscht hinab, knappt am Kopf eines Tauchers vorbei. Das nenne ich Glück.
u.s.w.
Ich hoffe ich habe hiermit hinreichend dargelegt, dass der Parameter Glück im Leben immer dabei ist. Hör aber jetzt bloß nicht auf zu tauchen
Antwort von allesuebertrieben Registriertes Mitglied am 27.02.2008 - 20:49
Richtigstellung Tauchunfall!

Hier klicken

Antwort von divingtattoo74 Registriertes Mitglied am 28.02.2008 - 06:23
@ niemand
zu erstens kennst du meinen ausbildungsgrad nicht und der ist sicher hoch,zweitens tauche ich genug in seen,war auch gerade erst am vergangenen sonntag eistauchen,aber ist es nicht so das im winter schon bereits beim einstieg ins wasser die flasche(luft) und auch die erste stufe schon kälter als im sommer ist??
Auch ich war in seen und im meer auf dieser tiefe,zum ´´glück´´ ohne probleme.

dem verunglückten gute besserung.
Antwort von kwolf1406 Registriertes Mitglied am 28.02.2008 - 13:07

Hier klicken

Da hat er ja Glück gehabt - Glück des Tüchtigen:
An vielen Punkten durch Wissen und Erfahrung haben alle Beteiligten richtig reagiert.

Erleichterte Grüße
Klaus
Antwort von Doris Registriertes Mitglied am 28.02.2008 - 14:43
alles Übertrieben

danke für den Link.

Ich werde bei den nächsten Tauchgängen üben, mit den dicken Winterhandschuhen den Inflator abzupopeln.

Antwort von ManuS Registriertes Mitglied am 28.02.2008 - 16:41
Es freut mich sehr, dass es unserem Tauchkameraden wieder gut geht.

Weiterhin hoffe ich, dass die sachlichen Informationen (dicke Handschuhe, Reaktionszeit in der Tiefe, technisches Wissen über Inflator-Ventile – die nicht abblasen bei einer gebrochenen Feder, sondern nur wenn der Steuerknopf bzw. der Kolben hackt oder klemmt) und die meist sachliche Diskussion, als positives Beispiel im Umgang Tauchunfällen dient. Danke hier ist der Beweis, das Tauchernet wird auch noch von Fachwissen getragen und nicht von der Polemik dominiert.

Durch Sachlichkeit in der Bewertung von Unfällen können wir alle profitieren, sie sind für uns alle Lehrbeispiele an denen wir wachsen können. Besserwisser und Überhebliche haben den Applaus der Sekunde – mehr nicht.

Viel Spaß in der Saison 2008, und immer gut Luft
Antwort von helix_nitrox Registriertes Mitglied am 28.02.2008 - 21:09
hilfe bei vereiser = free flow control (ca 70,-)… kennt ihr sicher: eine schiebekupplung zwischen schlauch und atemregler + kleines ablassventil direkt an der ersten stufe lässt grad soviel luft ab, dass der hochdruck auf mitteldruck reduziert wird, sonst würds ja bei geschlossenem schieberegler den schlauch zerreissen. euer tauchausstatter hat ihn sicher! die frage, ob ich ihn mir damals leisten soll hat sich nach einem vereiser am attersee schlagartig erübrigt, jetzt hab ich ihn auf haupt und oktopus. „provoziere” ab und zu einen vereiser zu trainingszwecken, dann schieber zu, 30 sekunden warten (dabei am oktopus atmen), schieber am hauptautomat wieder öffnen und, er hat sich mit sicherheit wieder beruhigt. allerdings muss gesagt werden, dass er für den rest des tauchgangs „beleidigt” ist. also ihn besser nicht mehr hektisch atmend „ärgern”, dann ist ein beenden des tauchgangs unter einhaltung aller mindestaufstiegszeiten ganz leicht durchführbar. kann ich nur empfehlen, bringt auch ein bissl menthale stressvermeidung im vorfeld schon mit sich, da ich genau weiss, dass mich dieses problem eigentlich nicht mehr aus der bahn werfen kann. bin wasserretter und zu 90% im kaltwasser unterwegs. also… „FREE FLOW CONTROL” kaufen kann was!!!
Antwort von DIVEBULLS BONN Registriertes Mitglied am 16.03.2008 - 23:16
Manus....

Danke für deine Ausführungen. Du hast absolut recht und meine Zustimmung. Wir sollten die TU an Fakten und aus objektiver Sicht beurteilen und nicht wie leider so oft an subjektivem Empfinden und klugen Sprüchen/Äußerungen von Anderen, die nicht dabei waren und die Fakten nicht kennen.

tatoo.....

Pauschaläußerungen wie deine "55 Meter im Winter" lassen wirklich ein bißchen an deiner Objektivität und an deinem Asubildungsstand zweifeln.

Nun gut....ich schreibe selten etwas in diesem Forum und beschränke mich aufs Lesen, da mir unqualifizierte Diskussionen wirklich zuwider sind. Deshalb laßt uns dahin zurückkehren, was dieses Forum einmal ausmachte......nämlich das Aufarbeiten von TU´s und dies auf einem Niveau, was dieses Thema verdient.

Dem Verunfallten auf jeden Fall für die Zukunft alles Gute!!!!!!

www.divebulls-bonn.de
Antwort von tauchott Registriertes Mitglied am 25.03.2008 - 11:41
Aber 55 Meter am Achensee sind für die meisten schon im Sommer zuviel, geschweige denn im Winter. Reicht mein Ausbildungsstand (5.500 TG, Master Instructor, CAMS Instructor, staatlicher Tauchlehrer)??? Aus solche Dummheiten wie Tieftauchen ohne entsprechende Ausrüstung (z.B. Ponyflasche)gehört jedenfalls zur Aufarbeitung derartiger Unfälle

Bei diesem Thema kannst Du nur als registrierter Benutzer mitdiskutieren. Falls Du schon registriert bist mußt Du Dich einloggen - oder - falls Dies noch nicht der Fall ist - kannst Du Dich hier registrieren.

Ich möchte eine Email, wenn jemand was zu diesem Thema hinzufügt.

E-Mail Adresse:


Code-Zahl übertragen:    (nicht notwendig wenn Du eingeloggt bist)

Hier klicken :      

TIPP:Wo ist die nächste Dekokammer? Und wie erreiche ich diese? Schau doch einfach mal in unsere Kammern-Datenbank.


30.08.2008 18:09 Taucher Online : 136
Heute 9279, ges. 28498456 Besucher
Login:  Autologin: 
Passwort:  
Gast : Registrieren - zur Login-Seite


Deine Bookmarks:
Taucher-News - Kalender - Sichtweiten - Postkarten

Unsere Produkt-Datenbank!
Über 2000 Tauchartikel mit detaillierten Daten!
Vergleichen lohnt sich!


Zu unserer Kooperationsseite...




   Aktuelle Hotelberichte:
Magic Life Imperial
(29.08.2008) Ich bin gerade zurück gekommen aus meinem 10 Tage Urlaub im Magic Life Sharm el Sheikh. Ich fang mal mit den Zimmern an. Sie sind sehr großzügig, neu und vorallendingen sehr sauber. Jeden Tag wird (mehr)

Hotel Waldesruh, Steyrermühl
(25.08.2008) Wir, vier Taucher(le), waren am vergangenen Wochenende an der Traun zum Tauchen. Die Tauchbasis ´Magic Dive´ hatte in der ersten Nacht kein Zimmer frei und so machten wir uns im Internetz auf die (mehr)

Brayka Bay Resort - Marsa Al..
(24.08.2008) Ich war Anfang Mai 2008 für eine Woche Gast im Brayka Bay. Da ich zum Tauchen nach Ägypten kommen wollte und bereits auf der Homepage des Extra Divers und des Hotels gesehen habe wie groß das (mehr)

Tauchszene Topliste


   DiveInside 08/08




   Aktuelle Basenberichte:
Tauchcenter Die Flosse, Goma..
(30.08.2008) Tauchcenter mit eigenem Pool und eigenem See direkt am Haus. Dadurch gibt es maximale Bequemlichkeit(keine unnötigen Anfahrtswege, warme Duschen nach dem Tauchen). Ausgebildet wird nach den (mehr)

Dahab Dive Paradise, Dahab
(30.08.2008) Leider komme ich jetzt erst dazu, meine Bewertung abzugeben, aber ich will auf keinen Fall versäumen, hier einen kurzen Bericht von unserem unvergessenen Tauchurlaub vom 3. Juli bis zum 17. Juli 2008 (mehr)

Coral Garden Diving Center, ..
(29.08.2008) Hallo Tauchgemeinde, ich war vom 21.-28.8.2008 wiederholt im CG zu Gast und wiederum begeistert. Das einfache, aber saubere Hotel besticht durch ein hervorragendes Preis/Leistungsverhältnis. Für (mehr)


   Unser Tauchkalender:
Tauchen im TV - aktuell

NDR: DAS!
Heute - 18:45 Uhr
Das NDR Taucherteam mit Ulrich Baron geht den Geheimnissen der Unterwasserwelt Norddeutschlands auf den Grund: Seltene Nahaufnahmen von besonders

NDR: DAS!
Morgen - 05:15 Uhr
Das NDR Taucherteam mit Ulrich Baron geht den Geheimnissen der Unterwasserwelt Norddeutschlands auf den Grund: Seltene Nahaufnahmen von besonders

HR: Giraffe, Erdmännchen & Co.
Morgen - 07:15 Uhr
Doku-Soap, BRD 2006-08
Folge: 20
Aruba macht Ärger

Ungewöhnliche Übung: Taucher der Frankfurter Feuerwehr reinigen das Robbenbecken im Zoo. Im Opel-Zoo hat Elefantenpfleger Oliver Reinh [mehr]




Mail and die RedaktionHauptseiteImpressum und AGBs
© 1997-2008 Taucher.Net GmbH - powered by TNetHosting