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TU - Schweizer stirbt bei Höhlentauchgang in den USA
Abgesandt von Redaktion (HP) Registriertes Mitglied am 15.03.2008 - 12:46:

Mark Fyvie aus der Schweiz wurde nach einem Tauchgang in der "Ginnie Springs" tot geborgen.

Details hierzu findet ihr hier:

Hier klicken

Vielen Dank an Urs für die info.



Antwort von ttm49 Registriertes Mitglied am 16.03.2008 - 01:17
Den Nachrichten-Artikeln nach war er alleine und mit einem Rebreather unterwegs. Das wären mir erheblich zu viele Risikofaktoren auf einmal... aber als erfahrener Höhlentauchlehrer hat er das offenbar anders eingeschätzt.
Antwort von keepcool Registriertes Mitglied am 16.03.2008 - 16:27
tja ttm49, das sieht wohl so aus.
wenn ich mir überlege, wie sich tauchlehrer über fehler von schüler oder anfänger aufregen und erbrüsten können, dann muss ich leider sagen, mich wundert nix mehr.
natürlich ist es tragisch, aber anscheinend werden viele nach tausenden tauchgängen leichtsinnig.
Antwort von db8us Registriertes Mitglied am 17.03.2008 - 18:38
Ja, aber diesmal soll es tatsaechlich eine Unfallursachenanalyse geben.
Bisher wurden diese ja immer fleissig ausgelassen.
Antwort von Patrick B Registriertes Mitglied am 18.03.2008 - 16:27

Hallo Micha,

in einer der am meisten frequentierten Höhlen in USA wird man das wohl machen müssen.
Hier stellen sich ganz sicher einige Fragen, die auch im Sinne aller Höhlentaucher beantwortet gehören.

Viele Grüße, Patrick
Antwort von Dr.Hot Registriertes Mitglied am 21.03.2008 - 12:37
Hier noch ein Link zu dem Tauchunfall in Ginnie Springs:

Hier klicken
Antwort von CCR Registriertes Mitglied am 30.03.2008 - 19:34
Mein aufrichtiges Beileid an die Angehörigen.

Ich finde es sehr schade, das bei solchen Dingen dann immer auf der Moral vom Buddy Tauchen herumgehackt wird! Es ist ja wohl klar das solche extrem Tauchgänge in der Regel alleine getaucht werden! Denn erstens ist es schwer einen entsprechenden Buddy für solche Tauchgänge zu finden und zweitens ist das Risiko das dann beide sterben grösser als der Nutzen. Oder glaubt Ihr allen Ernstes das Ihr auf 120m. Tiefe oder 1000m in einer Höhle jemanden retten könnt? Wie naiv muss man auf den Verbandsrichtlinien sitzen um sowas zu glauben? Ich bin absolut der Meinung das Sporttaucher nur im Buddy System zu tauchen haben.
Aber bei Tek Tauchgängen und noch dazu bei extremsten Tauchgängen bringt ein Buddy höchst wenig.

Ich frage mich auch warum es immer Alle aufregt wenn Jemand alleine taucht?? Gefährdet er andere Leben? Wohl eher nein. Warum darf eine einzelne Person ein zweimotoriges Flugzeug fliegen welches noch Passagiere befördert? Warum kann eine Einzelne Person einen Tanklaster voll mit Benzin fahren?
Da würden bei einer Ohnmacht oder anderen Gebrechen jedesmal unschuldige Leute umgebracht!
Keiner regt sich aber darüber auf das dies so ist!
Es wird auch nicht über Extrembergsteiger welche ohne Seil und alleine unterwegs sind hergezogen!
Und die könnten ja im schlechtesten Fall bei einem Absturz eine unschuldige Person erschlagen!!

Nur wer alleine taucht ist ein Blödmann, Idiot Dummkopf und weis der Teufel noch was!

Die Menschheit hat es Leuten wie Mark und vielen anderen herausragenden Menschen zu verdanken das sie da ist wo wir sind!
Ohne Pioniere und Enteckergeist würden wir noch immer in Höhlen hausen und uns gegenseitig die Holzkeule über die Rübe schlagen!

Hunderte Leute sterben oder werden schwer verletzt beim Ski Fahren und stellt Euch vor Einige treibens gar zu Bunt und fahren alleine den Hang hinunter!!!!
Und das mit teilweise 100Kmh Wenn so einer bewustlos würde könnte er glatt paar unbeteiligte
zu tode fahren! Wie kann man sowas blos zulassen??

Ihr solltet Euch mal überlegen ob Ihr in Zukunft etwas besser beurteilen und differenzieren solltet. Rob Palmer zum Beispiel hat hunderte Tauchgänge solo gemacht. Die meisten sehr Tief und in Höhlen. Und bei seinem Todestauchgang hat er mehrere Buddys gehabt und tauchte blos im Roten Meer! Und was hat es gebracht? Kein Buddy konnte Ihn retten!

Wünsche allen Klugscheissern allzeit gut Luft und vor allem gute Buddy`s!

Nic Megert
PADI OWSI/EFR Instructor
TDI/SDI Instructor
IANTD Instructor
CCR Inspiration und Evolution Instructor
Trimix Expedition Instructor
und weitere blablabla Grade und Levels

Antwort von Patrick B Registriertes Mitglied am 31.03.2008 - 13:26

Sag mal Nic,

was hat Dein Ausbruch von Volksbelehrung hier im Unfallforum zu suchen ? Es hat hier kein einziger was zum Thema Solotauchen gesagt noch dagegen oppuniert.

Übrigens war es auch nicht Mark der die Leine verlängerte, sondern Marius F. Es scheint eher so zu sein, dass Mark die zu erforschende Region nur unzulänglich kannte und auch falsche Mittel zur Exploration einsetzte. Ob er für diese Aktion einen Buddy hätte aktivieren können, möchte ich mal wenigstens "als sehr fragwürdig" einstufen.

Dir wünsche ich jedenfalls ein etwas besseres Nervenkostüm, sonst wird das auch mit den Buddies nix.
Antwort von CCR Registriertes Mitglied am 04.04.2008 - 10:44
An Patrick B

Es ging mir um folgende beiden ausagen:

ttm49 "Den Nachrichten-Artikeln nach war er alleine und mit einem Rebreather unterwegs. Das wären mir erheblich zu viele Risikofaktoren auf einmal... "

sowie

keepcool "wenn ich mir überlege, wie sich tauchlehrer über fehler von schüler oder anfänger aufregen und erbrüsten können, dann muss ich leider sagen, mich wundert nix mehr"

Es ist ein unnötiges verbreiten von Vorurteilen im Zusammenhang mit einem Tragischen Unfall. Es reicht doch eigentlich wenn dieser Part jeweils von der Presse verzerrt dargestellt wird. Wir Taucher sollten nicht auch noch mithelfen.

Antwort von Patrick B Registriertes Mitglied am 05.04.2008 - 13:12
Hallo CCR,

im Kern der Sache braucht man bei Explorationen nicht über Solo oder nicht zu diskutieren. Da ist jeder auf sich alleine gestellt. Noch dazu wenn es sich dabei um extreme Engstellen handelt. Und die wenigsten hier im Forum sind Explorer, insofern ist die "Respektschwelle" woanderst angesiedelt, als man es in Befahrungsberichten in der Plongeesout liest. Das Problem hier war auch nicht das Solotauchen, sondern vielleicht zu großer und auch falscher Ehrgeiz.

Ich gestatte mir auch noch eine persönliche Anmerkung zu Explorationen im allgemeinen:
Gerade in den letzten Jahren sind sehr viele neue Regionen erforscht worden und es sind immer "neue Erfolge" veröffentlicht worden. Gerade diese Rekord-Tauchgruppen werden bei uns teilweise heroisiert. Neben wichtigen neuen Erkenntnissen, gibt es leider immer wieder Nachahmer, die sehr weit über ihre persönlichen Grenzen hinausschießen. Ein gesunder Respekt zum Tod sollte schon vorhanden sein. Angst schadet auch nicht, um wieder auf den Boden der Tatsachen zu gelangen. Es ist wichtig das ständig ansteigende Risiko mit wachsender Eindringtiefe (Strecke, Deko, Gasverbrauch, Bailout, Leinensicherung) irgendwann mal im Verlauf des TG´s dem geplanten Ziel Vorrang einzuräumen. Man sollte regelrecht üben, manchmal NEIN zu sagen, dann ist auch technisches Tauchen sicheres Tauchen.

Viele Grüße, Patrick
Antwort von uanliker Redaktionsmitglied am 25.05.2008 - 11:16
Fatality at Devils Ear UWS Vol 35 #3

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