|
  Unser Onlinemagazin Aktuelle Ausgabe:
 Frisch, authentisch, kostenlos! PDF-Download |
|
|

|

Momentan in den Foren unterwegs: Bibe, bundeskater, JochenG, koelle76, metzgermatt, Neptun, SKIPPER, sunshineblub, ZyanCarlos und 42 Gäste Dies ist das Unfallboard von Taucher.Net. Falls ein dir bekannter Unfall hier noch nicht aufgeführt ist, schickt uns am einfachsten eine Mail.
Weitere Foren : Tauchgebiete - Tauchausrüstung - Biologie - Ausbildung - Tauchmedizin - TEK-Diving - Rebreather - Foto / Video - Wracktauchen - Recht - Diverses - int. Tauchunfälle
Moderatoren: gunther , Andreas , Heiko , Hans_S
|
|
  | Forum Tauchunfälle | | | | Antworten auf eure Fragen... |
|
|
Antworten - Mailbenachrichtigung - zur Übersicht - Hilfe - Foren-Regeln
Hier lesen noch 13 Benutzer mit!
 | TU 17.08. Hemmoor ? Abgesandt von Armin am 19.08.2002 - 23:31:
Info von Claudia: Ich war letztes Wochenende (16.-18.08. in Hemmoor gewesen. Am Samstag wurde ein bewußtloser Taucher aus dem Wasser geholt. Weiß jemand wie es dazu gekommen ist? |
|
|

 | Antwort von mq am 20.08.2002 - 02:25 sicher das es keine übung war?r |
|
|
  | Antwort von Claudia am 21.08.2002 - 00:14 Kann ich leider nicht sagen, aber so wie die komplette Rettungskette ablief, einschl. Notarzt, Krankenwagen usw. kann ich mir das nicht vorstellen. |
|
|
  | Antwort von Alex am 21.08.2002 - 20:39 Hallo!
Ich habe mich mal auf den Seiten des Kreidesees umgeschaut. Dort ist weder in der Rubrik "Neuigkeiten" noch im Forum was zu finden.
Vielleicht doch eine Übung?
Alex |
|
|
  | Antwort von kroete am 22.08.2002 - 01:10 Das war leider keine Übung sondern ein Tauchunfall. Ein junges Mädchen ist aus 31m tiefe viel zu schnell aufgetaucht. Wieso ??? Das Übliche vielleicht, Panik bekommen? Dem Mädchen ging es wohl soweit wieder gut und hat keine schwereren Blessuren erlitten, stand unter Schock... aber auch das reicht ja! Man soll sich nicht selber überfordern oder andere überfordern! |
|
|
  | Antwort von Claudia am 23.08.2002 - 00:23 Ich freue mich, dass es dem Mädchen wieder gut geht. Wünsche allen Tauchern "gesundes Auftauchen". Claudia |
|
|
  | Antwort von bashdel am 23.08.2002 - 11:08 Immer Hemmoor!
Ich war am gleichen Wochenende dort! Habe nichts mitbekommen, doch die Problematik wird wohl dort nicht aufhören!
Hab leider dort ein Jahr lang diese Erfahrungen gemacht un ´98-´99 in Hemmor im Rettungsdienst meinen Zivi gemacht! Taucher am See sind leider Stammkunden. Kann aber sagen, dass der Rettungsdienst und die Notärzte wissen was sie zu tun haben, auch die Ausrüstung wie Dan-System ist auf dem Notarzteinsatzfahrzeug und dem Rettungswagen Ausstattung! Doch eines kann ich allen Hemmoortauchern nur wünschen. Gut Luft und frohes Tauchen ohne ernsthafte Zwischenfälle |
|
|
  | Antwort von Schnorcheltaucher am 23.08.2002 - 16:52 @Bashdel:
????
Was will uns das sagen? Besser wir haben keinen Tauchunfall in Hemmoor? |
|
|
  | Antwort von TortugaUdo am 24.08.2002 - 11:21 Ich war am Samstg auch da. Wir hatten zwei wunderschöne Tauchgänge trotz mäßiger Sicht. Doch bei guten Lichtverhältnissen zwischen 5 und 10 Meter durch den Unterwasserwald zu schweben, war herrlich. Was sollen Tieftauchorgien? |
|
|
  | Antwort von Oliver am 24.08.2002 - 11:39 BITTE Nicht schon wieder .......
Grund für einen Unfall ist doch nicht die Tiefe alleine....für den einen sind 6m genug, der andere taucht sicher auf 25 und dann gibt es auch noch andere....warum immer wqieder dieser Blödsinn: "flach ist sicher-tief ist gefährlich" zum ersaufen reicht eine Pfütze, die 5cm tief ist, wenn du da mit dem Gesicht reinfällst und nicht weißt, was du tun musst um rauszukommen, weil es dir niemals jemand beigebracht hat, dann war es das....
Oliver |
|
|
  | Antwort von Axel am 24.08.2002 - 19:12 TortugaUdo,
Oliver hat Recht - Eine Pfütze reicht.Die meisten - auch tödlichen - Tauchunfälle passieren an der Oberfläche. Erklär uns doch mal bitte was du mit "Tieftauchorgien" meinst und wer so was macht .Da würde ich gerne mitmachen.
Bei der Gelegenheit kannst du uns auch mal erklären warum "Flachwasserorgien" im lichtdurchfluteten Unterwasserwald vom Kreidesee besser sein sollen.Wo man doch gerade da überall hängen bleiben kann.
Noch eine allgemeine Frage - ist bekannt wie viele Taucher in Hemmoor ertrunken sind ?
|
|
|
  | Antwort von Tuempeltaucher am 24.08.2002 - 22:31 @Oliver: Nimm doch immer einen Schnorchel mit, der rettet dich vorm Ertrinken in der Pfütze.
@Alex: wer nicht durchs Wäldchen ohne Hängenbleiben kommt, sollte lieber draußen bleiben. |
|
|
  | Antwort von Oliver am 25.08.2002 - 01:02 @Tuempeltaucher
...und wenn ich den dann am Maskenband trage, gebe ich mich damit als Angehöriger der Tauchgruppe "Tieftauchen ist böse, Deko ist gefährlich" zu erkennen, ausgebildet bei der Tauchbasis "Schönekleineinsel"...
Axel scheint vrstanden zu haben, was ich damit meinte, du offensichtlich nicht...schade eigentlich...aber gut, jeder eben so, wie er kann....
Oliver |
|
|
  | Antwort von stefan am 25.08.2002 - 18:29 Ich finde es entsetzlich welche platten Behauptungen hier von einigen in die Runde geschmissen werden.
Nach meinen, bisherigen Beobachtungen existieren zwei Unfallschwerpunkte beim Sportauchen. Zum einen sind Anfänger und ganz besonders schlecht ausgebildete Anfänger hochgefährdet und zum Zweiten verunglücken ebenso häufig erfahrene Pseudoprofis. Viele Anfänger hauchen ihr leben tatsächlich im Flachwasserbereich unter 10 Metern aus und die anderen verunglücken jenseits der 40 Meter Marke.
Leider gesteht sich fast keiner von den beiden Seiten ein, das sie zu einer Risikogruppe innerhalb des Tauchsports gehören. Die Anfänger deshalb nicht, weil ihnen von ihren Ausbildern völlig falsche Signale gegeben werden (häufig PADI) und die sog. Fortgeschrittenen (Selbst des öfteren CMAS Tauchlehrer) diskutieren jedes Risiko weg da es sie angeblich mit ihrem Top Erfahrungsschatz ohnehin nicht treffen kann. Letzere verhalten sich in jeder Hinsicht so verantwortungslos wie irgendwelche Heroinabhängigen Junkys im Bahnhofsviertel.
@Axel
Ein Blick ins Unfallforum genügt um zu sehen, das keinseswegs die meisten Unfälle im Flachwasser vorkommen.
@TortugaUdo
Ich kann Dir beipflichten das in Hemmoor im ganz flachen Bereich sehr schöne und interessante Tauchgänge durchgeführt werden können. Axel interssiert sich wahrscheinlich nicht so sehr für große Flussbarsche die Teichmuscheln knacken oder für den brütenden Zander im kleinen Wald. Um keine Missverständnisse aufkommen zu lassen. Ich tauche in Hemmoor ab und zu auch tiefer als 30 Meter. Die schönsten Tauchgänge sind im Süßwasser für mich immer noch die flachen Tauchgänge.
Die tieferen Tauchgänge, von denen zugegebenermassen einige auch ganz nett sind führe ich in der Regel hauptsächlich als Übungstauchgänge durch. |
|
|
  | Antwort von Jürgen am 25.08.2002 - 18:57 Tja Stefan,
so ist es eben. Die Einen so und die Anderen so. Aber so wie Du es darstellst ist aber auch nicht.
Tieftauchen hat nichts mit Profitum zu tun, genau sowenig wie Flachwassertauchen mit Diletantismus.
Ist es nicht letztendlich Ausbildung, Erfahrung und ein klein wenig Angst ( oder wer keine Angst haben möchte! - Respekt ) die uns alle wieder an die Oberfläche kommen lässt? Der Rest ist technisches Versagen oder ganz menschliche Panik, die jeden von uns greifen kann. Und Panik hat irgendetwas mit Vertrauen in sich selbst wie auch zum Tauchpartner zu tun - jedenfalls beim Tauchen.
Tieftauchgänge jenseits der 40- 50 -60 m sind genausowenig ein Problem wie ein Dekounfall bei 8 m. In Hemmoor wars ein Barotrauma II - hat Glück gehabt die Gute!! Aber wo war ihr Buddy? Er hats einfach nicht mitbekommen was da ablief. Kann jedem passieren! Stimmt, aber bitte nur ein mal.
und noch eins: Tieftauchgänge als Übung finde ich super - das sind genau die Leute die als nächste auf der Trage liegen! Entweder Du kannst es richtig - oder Du lässt es lieber. Ohne Arrogant zu sein. Und dazu gehört auch das Stückchen Angst die Dich wieder wohlbehalten nach oben bringt. Glaub mir ich weiß wovon ich spreche. Wenn Du mal die Chance bekommst 90 m tief zu tauchen, dann spätestens wirst Du mir beiplichten.
Ich wünsche dem Mädchen auf jedenfall gute Besserung und noch viele schöne Tauchgänge!! |
|
|
  | Antwort von Oliver am 25.08.2002 - 19:15 Danke Jürgen *beipflicht*
Oliver |
|
|
  | Antwort von Axel am 26.08.2002 - 01:46 Jürgen, woher willst du wissen welche Taucher mit welchen Tauchgängen als nächste auf der Trage liegen ? Selbstverständlich müssen Tieftauchgänge als Übung stattfinden. Soll man Tieftauchen etwa im Flachwasser üben? im übrigen ist ein 90 Meter Tauchgang keine großartige Chance. Jeder kann das machen - wenn er will.Tieftaucher sind nicht die "Helden" als die sie sich oft präsentieren.
|
|
|
  | Antwort von stefan am 26.08.2002 - 11:06 @Jürgen
Selbstverständlich wirst Du Dich ebenfalls nicht zur zweiten Risikogruppe zugehörig fühlen. Du bist sicherlich auch so einer, der jedes Risiko im Zusammenhang mit Tieftauchen ignoriert.
Für mich ist in Hemmoor ein 40 Meter Tauchgang bereits ein Tieftauchgang, den man vorher vernünftig plant und durchdenkt. Jeder TG über 15 Meter hat für mich Übungs und Lerncharakter. Für mich klíngt es so, dass Du 90 Meter mit Pressluft tauchst.
Wenn dem so ist, dann mach dies bitte alleine und werbe damit nicht in der Öffentlichkeit. Solche Einstellungen kann man leider nicht verhindern. So etwas kommt immer wieder vor, genauso wie sich nicht die Drückerszene am Hauptbahnhof verhindern lässt.
Unter Berücksichtigung von Naturwissenschaftlichen Erkenntnissen verbieten sich Tauchgänge mit wesentlich gößeren Tiefen als 40 Meter mit Pressluft für verantwortungsvolle Menschen ganz selbstverständlich.
Da Vernunft leider nicht zum Erbgut der Menschen gehört kann man Dich auch ganz sicher nicht von der Verantwortunglosigkeit Deines Handelns überzeuegn. |
|
|
  | Antwort von Axel am 26.08.2002 - 12:58 Stefan, ein tiefengewohnter Taucher braucht einen Tauchgang in Hemmoor von 40 Meter nicht jeweils groß planen und durchdenken da so was für ihn alltäglich ist - wie für dich brötchenholen beim Bäcker.
Im übrigen hat Jürgen hier nicht fürs Tieftauchen mit normaler Pressluft geworben. Wie kommst du zu solchen "Quatschbehauptungen"?
Das für dich Tauchgänge unterhalb 15 Meter Übungs- und Lerncharakter haben ist unverständlich. Aus welchen, der von dir erwähnten "naturwissenschaftlichen Erkenntnissen, leitest du denn diese Grenze für dich ab und was ist mit Tauchgängen oberhalb der 15 Metergrenze ? Schaltet sich da dein Gehirn ab - denn nur so ist erklärbar das du da nichts lernst ?
Deine Unterstellung von "Verantwortslosigkeit" und dein Vergleich mit "Drückern" am Hauptbahnhof sind aus der Luft gegriffen und als Diffamierungen hier fehl am Platz
Im übrige ist tieftauchen mit normaler Pressluft, entgegen deiner Behauptung, nicht zwangsläufig verantwortungslos. Mir sind eine ganze Reihe Taucher bekannt die mit normaler Pressluft bis 70 Meter tief tauchen. Das soll keine Empfehlung für Jedermann sein - ist aber die Realität. Im Mittelmehr machen Korallentaucher so was jeden Tag - sind das alles "Verantwortungslose"?
Du scheinst auch eine "naturwissenschaftliche Vorbildung" zu haben oder woher leitest du ab, das Jürgen "verantwortungslos" ist und Vernunft "leider" nicht zum Erbgut der Menschen gehört ?
Selbstverständlich gehört Vernunft zum Erbgut. Sollte dir aber der Nachweis des Gegenteils gelingen schlagen wir dich für den Nobelpreis vor. |
|
|
  | Antwort von stefan am 26.08.2002 - 13:49 @Axel
1. Jürgen hat nichts von Mischgas gesagt. Wovon soll ich also denn sonst ausgehen außer von Pressluft?
2. Für mich sind flachere Tauchgänge entspannender als tiefere. Die meisten meiner TG spielen sich halt oberhalb der 15 Meter ab. Daher bin ich Flachwassertauchgänge gewohnt und tiefere Tauchgänge erfordern von mir daher eine grössere Aufmerksamkeit. Selbstverständlich plane ich alle Tauchgänge, auch die ganz flachen.
3. Ich kann wirklich nur empfehlen sich auch über 40 Meter TG Gedanken zu machen. Ein Problem, das in 40 Metern auftaucht kann gravierendere Konsequenzen haben, als wenn es in 5 Metern Tiefe entsteht.
4. Die narkotischen Wirkungen von Stickstoff sind bei 70 Metern (über 6 bar N2 Partialdruck) schon beträchtlich. Auf den Gewöhnungseffeckt kann man sich hier nicht verlassen da die Stickstofftoleranz von der Tagesform abhängt. Ebenso überschreitet man bereits in dieser Tiefe den für Sporttaucher maximal zu empfehlenden Sauerstoff Partialdruck. Der sollte maximal 1,6 bar nicht überschreiten aber liegt in 70 Meter schon fast bei 1,7 bar. Somit hat man in diesen Tiefen schon mit zwei schädlichen Einflüssen zu tun. Den zunehmenden Tiefenrausch und zusätzlich die Gefahr spontan einen Krampfanfall zu erleiden (Paul Bert Effekt). Das schlimme ist, das niemand seine Tagesgrenzen hinsichtlich Stickstoff- und Sauerstofftoleranz wirklich kennt und viele das überschreiten ihrer Grenzen nicht bemerken, bis es zum Unfall kommt. Hier liegt der Unterschied bei anderen Sportarten. Niemand kann einen Maraton schneller laufen als es seine körperliche Verfassung ermöglicht. Tiefer tauchen hingegen ist immer drin.
5. Vor dem Hintergrund dieser Daten und vieler Erfahrungen aus Tieftauchberichten (Wir haben auch 70 Meter Pressluftfreaks im Verein) bleibe ich ausdrücklich bei der Titulierung Verantwortungslos.
6. Zum letzten Punkt, der eigentlich nicht mehr zum Tauchen gehört seien am Rande nur die selbstgemachten Katastrophen der Menschheit in den letzten 100 Jahren erwähnt.
Abschliessend: Alle Aussagen gelten für Pressluft. Dem Tieftauchen mit geeigneten Mischgasen stehe ich wesentlich positiver gegenüber. Hier lassen sich die Risiken nach dem derzeitigen Kenntnisstand auf ein vertretbares Maß reduzieren. Leider steigen aber die technischen Aufwände für viele in nicht finanzierbare Höhen. |
|
|
  | Antwort von Kralli am 26.08.2002 - 13:51 Da soll noch mal einer behaubten..tauchen macht nicht blöde, oder sind es gar keine Taucher die solche hirnrissigen Komentare beziehungsweise Romane hier schreiben? Nur gut das Taucher oder Nichttaucher so tolle Hechte sind und alles besser wissen, können und machen (oder auch nicht).
Schaltet doch mal vor dem schreiben das Hirn ein, sowas soll helfen *gg* Gruß Kralli |
|
|
  | Antwort von stefan am 26.08.2002 - 14:34 @Kralli
Ich finde es wirklich gut das Du versuchst etwas zu diesem Thema von Dir zu geben. Es war zwar nicht viel aber immer hin. Deine Attacke gegen mich zeigt das Du bei dieser oberflächlichen Diskussionstiefe bereits mächtig gegen Deinen eigenen geistigen Poller gefahren bist. Jedoch kannst Du Dich auch gerne weiterhin infantil, wie bisher mit einbringen, auch wennn es sich um eine Diskussion zwischen Erwachsenen handelt. |
|
|
  | Antwort von Axel am 26.08.2002 - 17:15 Kralli, gut das du vom tauchen noch nicht verblödet bist. So können wir auf weitere inteligente Baeträge hoffen.
Stefan, gut das du uns endlich über die narkotische Wirkung aufklärst. Das sind ganz "neue" Erkenntnisse! Was gibt es denn bei "ganz flachen" Tauchgängen groß für dich groß zu planen ? Ich geh ins Wasser - auf gehts - ohne jeweilige Planung. Mach ich da was falsch ?Oder kann es sein das du im Anfängerkurs nicht aufgepasst hast ? Denn alle für sichere Flachwassertauchgänge notwendigen Kentnisse werden da vermittelt. Deshalb muß nicht jeder Tauchgang neu "durchdacht" und "geplant" werden.Man muß die Sache nicht schwerer machen als sie ist.Das steht natürlich im Wiederspruch zu den "Tauchgöttern in schwarz" die sich bei ellenlangen Planungsbriefings gerne wichtig machen, in der anspruchsvollen Realität aber nichts draufhaben - Padi läßt grüßen
|
|
|
  | Antwort von stefan am 26.08.2002 - 18:44 @Axel
Klar man kann bei Flachtauchgängen ganz easy ins Wasser fallen, den Geradeauskurs tauchen und bei Halbzeit einfach zurück tauchen oder an irgendeiner Uferlinie entlang tauchen. Das finde ich aber auf Dauer ein wenig langweilig. Deshalb überlege ich mir gerne Kurse die ich Tauche und wo ich mich dann freue, wenn ich möglichst metergenau meinen Zielpunkt erreiche. Hierzu suche ich mir einige Punkte aus die ich untersuchen oder einem Begleiter zeigen möchte. Diese bestimmen dann die Tauchtiefe. Die mögliche Tauchzeit kann ich daraus abschätzen und eine Aussage über den Umfang und die Länge des Tauchganges machen.
Nach einem Tauchgang rechne ich jedesmal aus der Durschnittstiefe meinen Luftverbrauch aus um ihn ins Logbuch einzutragen. Mit der Zeit habe ich einen guten Überblick darüber bekommen welche Situationen und Stimmungen den Luftverbrauch auf welche Art und Weise beeinflussen. Beim Tauchen mit Anfängern kann ich diesen genau sagen wie wir tauchen werden, was sie zu erwarten haben und wann sie wo wieder auftauchen. Das hat bisher immer Vertrauen und Sicherheit geschaffen.
Ich bin ganz sicher, das die meisten über den Stickstoff und den Sauerstoff bescheid wissen. Leider wird dieser Punkt doch oben ignoriert, wenn scheinheilig gefragt wird, welche Punkte gegen das Tieftauchen sprechen.
Leider gewinne ich immer mehr den Eindruck das viele von der Tieftauchfraktion in eine psychische oder sogar physische Abhängigkeit vom Stickstoff geraten sind, was auch durch die aggressiven und substanzlosen Äusserungen von Kralli belegt wird. Sie benehmen sich wie Suchtabhängige , denen man ihre Droge wegnehmen möchte.
Deine Vermutung über meinen Verband ist nur halb richtig.Ich selber bin Brevetierter PADI und CMAS Taucher.Jedoch liegt mein Schwerpunkt bei CMAS. Mir ist klar das ich mit meinen 170 TG noch lange kein richtiger Fortgeschrittener Taucher wie Du bin. Daher plane ich meine TG auch mehr als die anderen und bin beim tiefer Tauchen auch sehr vorsichtig. |
|
|
  | Antwort von Axel am 26.08.2002 - 20:25 Stefan, eine "Tieftauchfraktion" mit Tauchern die in psychische oder physische Abhängigkeit vom Stickstoff gekommen sind und die Auswirkungen der Gase ignorieren gibt es nicht. Es ist nur so das Taucher mit sehr vielen Tauchgängen zwangsläufig irgendwann Interesse an der Tieftaucherei gewinnen. Schön das du deine Tauchgäne so gut planst und alles säuberlich ins Lügbuch schreibst. Ich kenne gute Taucher die kein Lügbuch führen - wie beim Golf,Fußball, Turnen, Rennfahren, Bergsteigen und tausend anderen Freizeibeschäftigungen. Vor dem Buchführungshintegrund ist natürlich eine "Tauchgangsplanung" wichtig. Wie soll man sonst seine gut geplanten Tauchgänge belegen. Bezüglich "deines" Verbandes hatte ich übrigens keine Vermutung. Es ist nur so das die Tauchschüler des "Flachwasserverbandes" Padi zu neunzig Prozent innerhalb kürzester Zeit des Tauchen aufhören. Deshalb sind mir "Tieftauchetr" auch als Tauchpartner wesentlich lieber. Die stehen noch nach Jahren zu ihrem Hobby und sind in der Regel in der Lage kritische Tauchsituationen alleine zu meistern.
Was die Anzahl deiner Tauchgänge betrifft kenne ich Taucher die sind mit einer vergleichberen Zahl Tauchgänge "Tauchnieten" und ich kenne welche die alle Fertigkeiten sehr gut beherrschen - das sind alles Leute die auch "tief" tauchen.
|
|
|
  | Antwort von franzl am 26.08.2002 - 21:48 Axel würde gerne deinen verband wissen, bzw. deine brevetierungsstufe und tauchgänge |
|
|
  | Antwort von Axel am 26.08.2002 - 23:13 Franzl,ich häng mich hier nicht mit meiner Brevetierungsstufe raus habe aber eine ganze Kiste der unsinnigsten Brevets mehrerer Ausbildungsverbände, auch unnötige Karten von Padi. Das ist aber kein Nachweis irgendeiner Qualifikation da sich jeder Taucher die Brevets ohne Wasser kontakt kaufen kann.Ich kenne eine ganze Reihe TL die für Tauchlehrebrevets eine Menge Geld hingeblättert haben - ohne weitere Gegenleistungen. Andere haben gleich einen Ausbildungsverband gegründet und sich selbst zum "Präsidenten" und obersten Kursdirektor ernannt. Genau dieser unqualifizierte "Brevetierungsrummel" fördert die Gefahr von Tauchunfällen.Die Brevetierungsstufe ist in keinster Weise ein Erkennungszeichen sicherer Taucher.Mir sind Taucher ohne Brevet oder mit Anfängerbrevet bekannt die super tauchen können und ich kenne viele Tauchlehrer die bis auf "belehrendes Geschwätz" taucherisch nichts drauf haben - fast alles Padi Tauchlehrer.
Wie viele Tauchgänge ich habe weis ich nicht genau, da ich nach dem Ausfüllen eines ganzen Stapels Logbücher im Laufe der Jahre, die "Buchhaltung" nur noch gelegentlich erledige. |
|
|
  | Antwort von stefan am 27.08.2002 - 09:31 Das viele Brevets eine geringe Aussagekraft besitzen ist leider wahr. Meine weiterführenden Brevets mache ich hauptsächlich deshalb, damit mich die TLs unseres Vereins in Ruhe mit Anderen tauchen lassen. Beim VDST wurden Juristen eingestellt die sämtliche Tauchlehrer völlig durcheinander bringen. Die sog. 4-Sterne Regel soll bis zum abwinken eingehalten werden. Somit haben neu ausgebildete nur wenig Chancen ihre Taucherfahrungen zu sammeln weil es in vielen Vereinen zu wenig Goldtaucher gibt. Einige unserer TLs machen sich bereits in die Hose wenn ein Silber mit einem Bronzetaucher los zieht. Dieselben TLs brechen aber sorgenlos ihre eigenen Verbandsregeln wenn sie z.B. im Roten Meer TGs bis in 80 Meter Tiefe mit Pressluft durchführen.
Ich selber bin sehr Tiefenrauschanfällig. Mich hat es schon in 34 Meter Tiefe im Bergsee erwischt oder in fast 40 Meter im Mittelmeer. Das ist für mich ein weiterer Grund vorsichtig zu sein.
@Axel
Ich hoffe das Du Das Tieftauchen wirklich im Griff hast und Dir nie etwas passiert. |
|
|
  | Antwort von Robbe am 27.08.2002 - 14:01 @Stefan
Hallo Stefan, ich bin ganz genau Deiner Meinung, was das Tieftauchen betrifft. Es ist tatsächlich eine grosse Verantwortungslosigkeit, einen TG in 70 m mit Pressluft zu machen und es steht doch wohl ausser Frage, obwohl einige das nicht wahrhaben wollen, dass Tiefen ab 40 m sicherlich immer, diskussionslos immer, ein Risiko darstellen. Lass Dich nicht beirren durch die Tiefen- und Stickstoffjunkies, die hier das Wort führen. Deine Einstellung dazu ist die genau die Richtige. Deshalb werden wir hier auch wohl nie einen Bericht über Dich lesen müssen, was ich bei den anderen nicht ausschliessen möchte.
Allzeit Gut Luft |
|
|
  | Antwort von Oliver am 27.08.2002 - 15:40 @Robbe
deinem Beitrag zufolge bist du der tiefen und festen Überzeugung, daß "...Tiefen ab 40m sicherlich immer, diskussionslos immer, ein Risiko darstellen...", so schreibst du zumindest..woher nimmst du diese Überzeugung???
Du gibst Stefan recht, der schreibt, daß es ihn schon in 34m im Bergsee und in "fast" 40m im Mittelmeer passiert ist (Tiefenrausch). also sind wohl auch Tauchgänge von weniger als -40m mit einem gewissen Risiko behaftet. Wie passt das nun zu deiner Meinung???
Ich frage mich immer und immer wieder, woher denn manche Menschen ihr Wissen und ihre Überzeugungen beziehen...und noch mehr frage ich mich, woher dann genau dieselben Menschen das Sendungsbewußtsein haben, andere bevormunden und reglementieren zu wollen.
Es gibt Grenzen im Universum und es wird immer Menschen geben, die sich gerne an diesen Grenzen versuchen daraus resultiert das Motto "Weiter, schneller, höher" das es im Leistungssport schon von jeher gibt...Im tauchen gibt es für manche eben " Tiefer, länger weiter (drin in Höhlen)" es mag nicht in deinen Interessen liegen, so etwas zu tun....dann laß es...ganz einfach...Vielleicht mag es auch deinen Horizont übersteigen, so etwas zu tun...auch nicht schlimm...du bist deshalb kein "schlechterer" Taucher oder gar Mensch, aber sei dir klar drüber, ein "besserer" auch nicht. Also laß den erhobenen Zeigefinger doch einfach stecken und lebe damit, daß es eben solche und solche gibt.
Und ob es eine Verantwortungslosigkeit ist, -70m zu tauchen oder nicht, das kannst du nicht beurteilen. Es ist sicherlich eine Aktion im Grenzbereich, aber mit absoluter Sicherheit bei guter Vorbereitung, entsprechender Erfahrung und entsprechender körperlicher sowie mentaler Verfassung nicht gefährlicher als für jemand, der
mit dem Motto "nicht tiefer als 18m, denn ab dort ist es gefährlich" "Immer innerhalb der Nullzeit, denn alles andere ist gefährlich" "Ein Deko Stop ist ein Notfallverfahren" und ähnlichem Dummfug ausgebildet wurde ein Tauchgang auf 20m. Denk doch mal darüber nach, bevor du solche Statemants abgibst.
Eins noch: Immer wenn es um tieftauchen, längere Tauchgänge, die eine entsprechende Planung der Stops erfordern, geht, sehe ich von der sog. "Tieftauchfraktion", die doch angeblich ihr bisschen Hirn bereits dem Stickstoff geopfert haben, zumeist relativ sachliche Beiträge in denen sie darstellen wie SIE es machen, was SIE für richtig halten und was SIE für machbar halten. Von den Gegnern, wie zum Beispiel dir, immer nur, was MAN nicht macht, was MAN nicht darf usw. Warum willst du und deinesgleichen immer die anderen gleich mit bekehren???? Trag doch du deinen Schnorchel am Maskenband und bleibe bei 18m. Da hat doch niemand was dagegen..
Bringe aber auch die Toleranz auf, daß es Taucher gibt, die wissen wollen, was nach diesen 18m noch so ist.
Oliver |
|
|
  | Antwort von Axel am 27.08.2002 - 15:52 Hallo Robbe,ein wirklich durdachter Beitrag. Was sind denn "Tiefen- und Stickstoffjunkis"und wieso sollen gerade nur Tauchgänge unterhalb 40 m ein Risiko sein? Ich hatte gedacht jeder Tauchgang mit manglhafter Erfahrung sei ein Risiko.
Im übrigen hat sich hier,entgegen deiner Äußerung ,noch keiner für 70 m Tauchgänge mit Presluft ausgesprochen. Auch hat noch keiner, entgegen deiner Darstellung, versucht Stefan von seinem taucherischen Weg abzubringen.
Tatsache ist aber das die wenigen "Tieftaucher"anzahlmäßig bei weitem weniger Unfälle produzieren ald die weltweit, millionen "Flachwassertaucher" und damit meine ich nicht das was Padi als "Tieftauchen" verkauft.
Persönlich bin ich ein Anhänger des eigenverantwortlichen Tauchens -ohne Reglementierungen wie sie die Ausbildungsverbände aufstellen.Bei deren Regelwerken ist die Hauptmotivation nicht gute Ausbildung- sondern gute Rendite.
So was, wie die von Stefan erwähnte hirnrissige vier Sterneregel, giebt es auch nur beim VDST.Sonst ist mir ähnliches von keiner anderen Freizeibeschäftigung oder Sportart bekannt- und da giebt es unfallträchtigere.
Da kann es passieren das ein guter, sicherer Einsterntaucher sich einem unfähigen CMAS Dreisterntaucher oder CMASTauchlehrer, als "Leiter der Tauchgruppe" anschließen soll .Maßgeblich ist da nur die "Dokumentengläubigkei". Ein eigenverantwortliches Tauchen existiert es in VDST Vereinen nicht - irgenwer spielt sich immer als "Verantwortlicher" auf.
Es giebt aber auch unabhängige Vereine in denen man siene Ausbildung bis zum Tauchlehrer, nach den Richtlinien mehrerer Ausbildungsverbände auch CMAS und PADI, machen kann. Ohne den "Bevormundungsbeamtenapperat" des VDST. Wer im Bereich des Niederrhein an einer solchen Ausbildung Interesse hat kann sich ja mal bei mir melden.
|
|
|
  | Antwort von Uwe am 28.08.2002 - 15:59 "Flachwassertaucher", "Tieftaucher" man, man, man...
Jeder glaubt die Weisheit mit Löffeln gefressen zu haben. Warum versucht eigentlich immer jeder SEINE Meinung als Dogma hinzustellen ?
Ich war im Glauben, wir "frönen" alle der gleichen Leidenschaft - dem Tauchen...
Ich denke, dass eine fundierte Tauchausbildung wichtig ist, ganz gleich von welchem Verband, wenn sie nur das rüber bringt, was wirklich wichtig ist fürs Tauchen (Tauchphysik, Vorgänge im Körper, Technik, Biologie und Ökologie, Gefahrenquellen, Rettungsmaßnahmen, Tauchunfallanalyse).
Alle weiterführenden Kurse sind jedem selbst überlassen und meineserachtens nur noch reines Geschäft.
Die taucherische Qualität eines jeden stellt sich meiner Meinung nach mit der Erfahrung von vielen TGen ein, vorausgesetzt man verwechselt nicht Erfahrung mit Leichtsinn.
Ich selbst tauche mit einigen Bekannten, die überhaupt keine Sonderbrevets haben und ich fühle mich mit denen sehr sicher. Andererseits kenne ich einige Brevetjäger, die das ganze wie Trophäen zur Selbstbestätigung handhaben.
Beide Seiten sind okay - jeder nach seiner Fasson.
Und um auf die Verbände zu sprechen zu kommen - mein Sohn hat seine Ausbildung im Urlaub bei PADI gemacht (war mir eigentlich nicht so recht), aber mit ihm tauche ich seither in unseren Gewässern regelmäßig ab (auch tiefer als 18m ) und ich staune über seine Ruhe und Gelassenheit. Es macht Spaß mit diesem PADI-Taucher zu tauchen...(ich hab` übrigens nicht bei PADI gelernt und hab auch ein paar Sonderbrevets...*gg*).
Nun zu den sogenannten Tieftauchern - wer ein Auto mit 180 PS hat, der möchte es auch mal "kitzeln" oder ? Und wer die Möglichkeit und die Voraussetzungen hat, mal die Grenzen beim Tauchen auszuloten, warum nicht - eben jeder nach seiner Fasson.
Ich finde beides gut - sich mal jenseits der 30m sacken zu lassen (auch die Dunkelheit und die Leere dort unten hat ihren Reiz) oder mal `nen Easy-Dive auf 10-12m im Sonnenlicht durch die Pflanzen zu machen und ein paar Fische zu beobachten.
Im Endeffekt ist jeder für sich selbst verantwortlich.
Wichtig ist, das jeder für sich einzuschätzen lernt, wo seine Grenzen liegen. Das kann bei guter Vorbereitung langsam erforscht werden.
Leider sind wir beim Tauchen von unserer Technik und von unserer Psyche stark abhängig. Gibts da Defekte, ist der Grat zwischen Leben und Tod sehr schmal.
Das ist beim Autofahren mit Tempo 200 allerdings ähnlich - also jeder nach seiner Fasson... (ups zum 3. Mal...)
Also Leute der "obigen Fraktionen", geht euch nicht zu sehr an die Wäsche und akzeptiert andere Meinungen - manchmal kann man was draus lernen
Gruß Uwe. |
|
|
  | Antwort von Uwe am 28.08.2002 - 16:01 "Flachwassertaucher", "Tieftaucher" man, man, man...
Jeder glaubt die Weisheit mit Löffeln gefressen zu haben. Warum versucht eigentlich immer jeder SEINE Meinung als Dogma hinzustellen ?
Ich war im Glauben, wir "frönen" alle der gleichen Leidenschaft - dem Tauchen...
Ich denke, dass eine fundierte Tauchausbildung wichtig ist, ganz gleich von welchem Verband, wenn sie nur das rüber bringt, was wirklich wichtig ist fürs Tauchen (Tauchphysik, Vorgänge im Körper, Technik, Biologie und Ökologie, Gefahrenquellen, Rettungsmaßnahmen, Tauchunfallanalyse).
Alle weiterführenden Kurse sind jedem selbst überlassen und meineserachtens nur noch reines Geschäft.
Die taucherische Qualität eines jeden stellt sich meiner Meinung nach mit der Erfahrung von vielen TGen ein, vorausgesetzt man verwechselt nicht Erfahrung mit Leichtsinn.
Ich selbst tauche mit einigen Bekannten, die überhaupt keine Sonderbrevets haben und ich fühle mich mit denen sehr sicher. Andererseits kenne ich einige Brevetjäger, die das ganze wie Trophäen zur Selbstbestätigung handhaben.
Beide Seiten sind okay - jeder nach seiner Fasson.
Und um auf die Verbände zu sprechen zu kommen - mein Sohn hat seine Ausbildung im Urlaub bei PADI gemacht (war mir eigentlich nicht so recht), aber mit ihm tauche ich seither in unseren Gewässern regelmäßig ab (auch tiefer als 18m ) und ich staune über seine Ruhe und Gelassenheit. Es macht Spaß mit diesem PADI-Taucher zu tauchen...(ich hab` übrigens nicht bei PADI gelernt und hab auch ein paar Sonderbrevets...*gg*).
Nun zu den sogenannten Tieftauchern - wer ein Auto mit 180 PS hat, der möchte es auch mal "kitzeln" oder ? Und wer die Möglichkeit und die Voraussetzungen hat, mal die Grenzen beim Tauchen auszuloten, warum nicht - eben jeder nach seiner Fasson.
Ich finde beides gut - sich mal jenseits der 30m sacken zu lassen (auch die Dunkelheit und die Leere dort unten hat ihren Reiz) oder mal `nen Easy-Dive auf 10-12m im Sonnenlicht durch die Pflanzen zu machen und ein paar Fische zu beobachten.
Im Endeffekt ist jeder für sich selbst verantwortlich.
Wichtig ist, das jeder für sich einzuschätzen lernt, wo seine Grenzen liegen. Das kann bei guter Vorbereitung langsam erforscht werden.
Leider sind wir beim Tauchen von unserer Technik und von unserer Psyche stark abhängig. Gibts da Defekte, ist der Grat zwischen Leben und Tod sehr schmal.
Das ist beim Autofahren mit Tempo 200 allerdings ähnlich - also jeder nach seiner Fasson... (ups zum 3. Mal...)
Also Leute der "obigen Fraktionen", geht euch nicht zu sehr an die Wäsche und akzeptiert andere Meinungen - manchmal kann man was draus lernen
Gruß Uwe. |
|
|
  | Antwort von Axel am 28.08.2002 - 17:51 Hallo Uwe,
Dogmen hat noch keiner aufgestellt. Autofahren mit 200 ist auch nicht gefährlich - wenn man es kann und alleine auf der Straße ist Nur gehen beim "Tieftaucher" in der Regel die "Gefahren" von ihm selber aus da er alleine oder mit nur einem sicheren Partner in der Tiefe ist. Beim Autofahren wird auch der sicherste Fahrer von millionen Idioten umschwirrt die ohne Unterbrechung sein Leben bedrohen.
Das ist der Unterschied |
|
|
  | Antwort von Uwe am 29.08.2002 - 11:43 Hmmm Axel,
wollte auch nur damit sagen, das es Grenzbereiche auch in anderen Sport- bzw. Freizeitbetätigungen gibt.
Bloß da wird nicht soviel drüber "gelabert".
Beim Tauchen zeigen alle gleich mit Fingern auf einen, wenn man mal äußert, das es auch tiefer als 30m nach unten geht...
Wie gesagt, ich praktiziere den Tauchsport seit Jahren, um mich an allen Nuancen dieser Sportart zu erfreuen - sowohl dem Tieftauchen, als auch dem "Sightseeing" in 6m Wassertiefe. Ich betreibe diesen Sport, um mal abzuschalten und zu entspannen. Das kann man auf die eine oder auch die andere Weise tun.
Ich muss aber auch sagen, dass ich von hause aus ein vorsichtiger Mensch bin und keine Kamikazeaktionen beim tauchen mache.
Die Sicherheit für mich und meinen Buddy (ja ich bin bekennender Buddy-Taucher - ich Weichei ) steht immer im Vordergrund.
Aber wie schon oft angesprochen - dafür ist jeder selbst verantwortlich. Der eine nimmt`s ernster der andere weniger... das ist eben wie im richtigen Leben.
Aber wir sind schon weit vom eigentlichen Grund dieses Threads entfernt, dem genannten Unfall.
Es kam weiter oben die Frage, wo war der Buddy.
Da ich beim Tauchen in Gedanken und auch in praktischen Übungen (soweit das überhaupt möglich ist) ab und an Notfallsituationen durchspiele, fallen mir dabei manchmal Fehler auf.
Zum Beispiel das Thema Buddy - wenn mein Buddy 2m hinter mir schwimmt, dann achtet man nicht jeden Flossenschlag auf ihn (wäre ja Streß für die Halswirbelsäule...gg). Schießt dieser aus irgendwelchen Gründen nach oben, dann hat man kaum eine Chance ihn aufzuhalten, den 5 Sekunden ohne direkten Sichtkontakt können da schon zu viel sein.
Also denke ich, dass jeder TG irgendwie ein Allein-TG ist. Buddy hin und Buddy her - in der entscheidenden Sekunde bin zuerst ich selbst gefragt (bei eigenen Problemen). Dessen sollten sich auch alle Buddy-Taucher bewusst sein.
In so einem Fall wie dem hiesigen TU sieht ein Buddy immer ein bisschen blöd aus und steckt hinterher Kritik ein, die nicht immer gerechtfertigt ist.
Auch wenn ich gerne mit Buddy tauche (sonst glaubt mir ja hinterher keiner die Größe der gesehenen Hechte... ) denke ich, jeder sollte sich damit auseinandersetzen, in Problemsituationen sich selbst zu helfen und die richtigen Handlungen einzuleiten. Wie war das gleich "Stopp, Breath, Think..." oder so ähnlich.
Wenn der Buddy helfen kann ist`s okay, aber sich darauf verlassen wäre gefährlich.
Wobei ich bei diesem TU nicht einschätzen kann, wo die Ursachen lagen, und sich zum Thema Erfahrung, Psyche und Panik sicherlich ganze Bücher füllen ließen.
So, schläft jetzt schon alles, oder hat jemand bis hier gelesen?
Grüße Uwe. |
|
|
  | Antwort von Axel am 29.08.2002 - 16:34 Hallo Uwe,
habe bis dahin gelesen. Das du beim Tauchen Entspannung suchst ist gut verständlich. Manche Taucher suchen Spannung, Adrenalinausstoß und Abenteuer. Die stoßen leider bei Easydivern, die ihre "Weisheiten" nur aus Büchern und Anfängertauchkursen ableiten, wenn sie sich mit dicken Flaschenpacketen zu "Tieftauchgängen" schleppen ständig auf Kritik - da hast du recht.
Nur "Flachwassertauchen und "Tieftauchen"sind eben unterschiedliche "Welten". Wie bei Reihold Messner - der hat auch vom Bergsteigen ganz andere Vorstellungen als millionen Mittelgebigskletterer.
Mit dem Buddysystem und der "Hinterhertaucherei" ist es wirklich, wie du festellst ein Sicherheitsproblem. Persönlich habe ich bei vielen Tauchgängen die Erfahrung gemacht das unsichere Taucher gerne hinterhertauchen. Man muß ständig den Hals verrenken und oft sind sie weg. Sichere Taucher bleiben auf einer Höhe und können auch, da sie gelegentlich die Kompassrichtung kontrollieren, eine Gruppenführung übernehmen und mit Hand- oder Lichtzeichen auf Fehler und anderes aufmerksam machen - das können die "Hinterhertaucher" nicht obwohl ensprechende Fertigkeiten Kursinnhalt eines jeden Anfängerkurses sind. Sie haben im Wesentlichen den "Vordermann" und nicht die Tauchumgebung im Auge. Da klaffen Kurstheorie und Realit auseinander. |
|
|
  | Antwort von Buddy am 29.08.2002 - 17:12 Es ist einfach theoretischer Müll der diskutiert wird. ohne euch zu kennen - so bin ich stolz auf euch.
Wie o.a. steht es doch :Ein junges Mädchen ist aus 31m tiefe viel zu schnell aufgetaucht. Wieso ??? Sind wir nicht alle mal zu schnell....
tauchen im Buddy System ? = versuchs doch mal mit Leine...? Selbstüberschätzung ? Panik? Tiefenrausch?
Das haben wir doch alle schon gehört und trotzdem tauchen wir weiter. Das Mädchen kann froh sein das ´die Rettungskette funktionierte- Die besten Genesungswünsche an dieser Stelle. Das Forum auf dem Kreideseetaucher ist auch ein Lacher - schaut euch nur die Beiträge an... aber ohne wärs auch schade- so ist es halt gut für Holger.. |
|
|
  | Antwort von Uwe am 29.08.2002 - 21:02 @Buddy
kannst du das nochmal zusammenfassen - ich bin wohl zu primitiv, dass zu begreifen
Ich dachte immer Foren sind zum diskutieren da, und wenn`s "theoretischer Müll" ist, lasse ich mich gern korrigieren.
Bei meinen Kindern sage ich immer, dass man sich nicht in Gespräche von Erwachsenen einmischt - wie alt warst du doch gleich... also erst denken und dann schreiben.
|
|
|
  | Antwort von Wolf am 29.08.2002 - 23:42 Da begeht jemanmd einen beinahe katastrophalen Fehler auf 31m und im Forum wird über die Übel des Tieftauchens auf 70m diskutiert. Es werden Brevets und Taucherfahrungen verglichen und naturwissenschaftliche Erkenntnisse zitiert.
Ich habe den Eindruck das Opfer dient nur als Katalysator um jedesmal die selben Thesen abzulassen.
Wäre ich ein Newbie und würde hier die Threads verfolgen, wäre ich mir sicher Tauchen ist eine gräßliche Sache.
Gott sei Dannk ist es so nicht.
Tauchen mit Freunden macht wirklich Spaß auch ohne ein festes dreidimensionales Kurs-Polygramm beim Abtauchen im Kopf. Mein Logbuch ist ein Tagebuch kein Helden-Epos und tiefer geht es, weil mein Buddy+ich mich an dem Tag gerade so fühlen ohne die Risiken jedes Tauchgangs (wie jeder Motorradtour) aus den Augen zu verlieren.
Einer von vielen mir bekannten Spaßtaucher, die ihr Hobby so oft es ihre Freizeit zuläßt ausübt. |
|
|
  | Antwort von Axel am 30.08.2002 - 01:45 Buddy ist der "Größte". Er hat erkannt das hier 20 Nutzer nur theoretischen Müll schreiben und im Kreideseeforum 200 Nutzer " Lacherbeiträge" abliefern. Verhältnis: Buddy als Taucher mit "Durchblick" auf 220 "Bekloppte"
.
|
|
|
  | Antwort von stefan am 30.08.2002 - 09:38 @Wolf,
Du hast Recht, dieses Unfallforum ist ganz bestimmt nicht der geeignete Ort solche Grundsatzdiskussionen zu führen.
Leider reichen häufig nicht die Informationen zu den Unfällen aus, um sich darüber sinnvoll zu unterhalten. Vielleicht sollte man Besser nur Unfälle posten zu denen etwas mehr bekannt ist.
Hierzu wären folgende Dasten wichtig.
1. Ausbildung der Taucher
2. Erfahrungshintergrund (Anzahl Tauchgänge)
3. Zusammensetzung der Gruppe
3. Tauchgewässer, Besonderheiten
4. Maximale Tiefe
5. Länge des TG bis zum Unfall
6. Wetter, Wassertemperatur |
|
|
  | Antwort von Uwe am 30.08.2002 - 10:13 @Stefan
ich gebe dir vollkommen recht, dass man eigentlich nur über die TU diskutieren sollte, von denen Fakten bekannt sind.
Aber wenn nicht genug bekannt ist, wird trotzdem drüber geredet. Dazu ist ein Forum doch auch da. Solange sachlich geredet wird spricht meiner Ansicht nach nichts dagegen, auch mal ein paar theoretische Diskussionen zu führen.
Unsere Gesellschaft im allgemeinen krankt daran, dass zuwenig miteinander gesprochen wird.
Es ist einfacher "Hau-drauf-Argumente" zu liefern, als sachlich zu diskutieren.
Aber ich muss von mir ausgehen - vielleicht sollte man nicht zu jedem Thema seinen "Senf" abgeben. *besserunggelob*
Aber - auch aus Fast-TU oder TU mit unklarem Hergang kann man manchmal noch was lernen. Deswegen werd` ich weiter mitdiskutieren (bei dem *besserunggelob* hatte ich die Finger gekreuzt... *muhahaha*.
PS: Bevor wieder mahnende Zeigefinger kommen - ich bin mir schon bewusst, dass wir über TU diskutieren, bei denen, wie hier fast Menschenleben in Mitleidenschaft gezogen wurden. Deshalb möchte ich nicht den Eindruck erwecken, ich ziehe diese Diskussion ins Lächerliche. Es ist mir wichtig Unfallhergänge zu erfahren, um für mich selbst Schlüsse zu ziehen.
Wenn über TU mit unklarem Hergang nicht diskutiert werden soll, dann gebe ich Stefan recht - garnicht erst posten...
Und ebenfalls noch gute Besserung der verunfallten Taucherin - vielleicht kann sie, sollte sie jemand hier kennen, mal ein Statement abgeben und so zur Aufklärung beitragen.
"Sachliche" Grüße von Uwe
|
|
|
  | Antwort von Axel am 30.08.2002 - 18:29 Die Ursache für einen Schnellaufstieg in Hemmor aus 31m kann nur Selbstüberschätzung sein. Die Ausbildung, Erfahrung oder Ausrüstung war für dieseTiefe nicht ausreichend. Um das zu beurteilen braucht man nicht den ganzen Unfallhintergrund zu wissen. Solche Selbstüberschätzung wird durch Ausbildungsverbände - in denen sich Kurs an Kurs - ohne geeignete Praxiserfahrung reiht gefördert. Da liegt das Unfallrisiko im Tauchsport begründet und da muß bezüglich der Unfallvermeidung angesetzt werden. |
|
|
  | Antwort von Wolf am 31.08.2002 - 11:38 @Axel
Woher weißt Du, dass kein spontanes technisches Versagen vorlag, oder vorher nicht erkennbare medizinische Probleme.
Woher weist Du, dass es sich bei dem jungen Mädchen nicht um eine hochbrevitierte Vereinstaucherin gehandelt hat.
Solltest Du über Infos verfügen, die über die bisherigen Postings hinausgehen lass es uns wissen.
|
|
|
  | Antwort von Axel am 31.08.2002 - 21:54 @Wolf,
das weiß ich alles nicht ---- nur ein Taucher der seine Tauchfähigkeiten bzw. seine Ausrüstung und deren Zustand nicht überschätzt legt keinen Schnellaufstieg in Hemmoor hin. Ein Ausrüstungsproblen hat er, insbesondere in Hemmoor wo zwei getrennte Atemregler und ein Tauchprartner vorgeschrieben sind, im Griff. Vertraut er einer Flasche mit zwei Reglern nicht nimmt er halt zwei Flaschen. Mit allen Ausrüstungsproblemen - wie Flossenverlust, Maskenverlust, vollgelaufener Troki,usw kommt er klar ohne gesundheitsgefährdenden Schnellaufstieg.
Sollte ein vorher nicht erkennbares medizinisches Problem, wie du schreibst, die Ursache für eine Schnellaufstieg sein hat der Taucher sich imeigenen Gesundheitszustand oder der Untersuchungsfähigkeiten des Taucharztes überschätzt. Deshalb soll man ja gerade nur tauchen wenn man sich bezüglich der eigenen Tauchtauglichkeit 100 Prozent sicher ist. Es kann aber tatsächlich nicht vorhergesehene Gesundheitsprobleme wie Schwindel, Erbrechen, Airtrapping usw. geben. Mit denen wird ein Taucher, der die Sache beherrscht auch fertig ohne gesundheitsgefährdenden Schnellaufstieg.
Auch, weiß ich nicht, ob es sich wie du schreibst um eine hochbrevetierte Vereinstaucherin handelt. Das Brevet hat allerdings mit der tatsächlichen Beherrschung der Tauchfertigkeiten absolut nichts zu tun.Oft ist gerade eine hohe Brevetierung die Ursache für Selbstüberschätzung. Mir sind Tauchlehrer bekannt deren "Erfährungsmanko" machen Tauchgänge in Hemmor auf 30 Meter für sie und ihre Tauchpartner zum Risikotauchgang da gerade viele der "Hochbrevetierten" sich selbst überschätzen. Die bunten Karten suggerieren leider oft Fähigkeiten die tatsächlich nicht vorhanden sind. Genau den Unterschied zwischen brevetierter und tatsächlicher Beherrschung der Tauchfertigkeiten meine ich wenn ich behaupte das dort das größte Unfallrisiko im Tauchsport begründet ist. Oder glaubst du im Ernst eine hohe Brevetierung sei das Erkennungszeichen guter, sicherer Taucher ?
Diese Brevetierungen kann jeder, auch ein Nichttaucher, vielerorts kaufen. die Fragebogen zu den "Tauchprüfungen" kann sich jeder vor "Prüfungsbeginn" im Internet runterladen. --- erzähl mir nichts von "hochbrevetierten Tauchern". Die Brevets sind ein Witz.
|
|
|
  | Antwort von michi am 01.09.2002 - 15:09 hallo zusammen!
ich hab mir eure berichte mal durchgel..
möchte dazu nur sagen
jedem das seine !
aber bitte keine selbstüberschätzung!
soll doch spass machen ,bei manchen leuten denke ich
das sie sich nur für den logbucheintrag ein paar meter runter lassen
und das ist eigentlich nicht sinn der sache!
zu den dive org.
ich denke (ich weiss) egal ob CMAS PADI SSI ....................usw.
es gibt überall vollidioten !
teilweise merkt man das schon an der oberfläche!
gruss michi
viel spass beim talken!
p.s.: vergesst das tauchen nicht! |
|
|
  | Antwort von jan am 02.09.2002 - 11:17 @Axel
"nur ein Taucher der seine Tauchfähigkeiten bzw. seine Ausrüstung und deren Zustand nicht überschätzt legt keinen Schnellaufstieg in Hemmoor hin " usw. ...
Hey, toller Beitrag. Nun wissen wir also: das junge Mädchen war keine Tauchgöttin, weil Tauchgöttern so etwas nicht passiert. Und weiter lernen wir: Ursache des Unfalls ist Fehleinschätzung der eigenen Fähigkeiten oder der Ausrüstung oder des Gesundheitszustandes etc.
Diese Binsenweisheiten treffen auf alle Unfälle im Wasser und sonstwo zu. Und was heißt das nun für uns? Keiner zieht los und sagt sich "Heute will ich mich mal richtig überschätzen" oder "jetzt gehe ich mal ganz dolle über die Belastbarkeit meiner Ausrüstung hinaus."
Der Punkt ist, daß man aus dem Unfallforum nur lernen kann, wenn konkrete Fehler benannt und die Vermeidung solcher Fehler erläutert werden. Wenn man nichts weiß, helfen auch solche Binsenweisheiten wie "wenn was passiert ist, muß ja jemand was falsch gemacht haben" nicht weiter.
Hilft alles nichts, ohne mehr Infos über den Ablauf kommen wir hier nicht weiter.
|
|
|
  | Antwort von Axel am 02.09.2002 - 14:01 @Jan,
um in Heemmoor sicher zu tauchen braucht man kein "Tauchgott" wie du schreibst sein. Es reicht die Beherrschung der Tauchfertigkeiten in der aufgesuchten Tiefe
Wenn sich ein Schnellaufsieg in Hemmoor resultierend aus "Selbstüberschätzung" ergibt - mit dem Resultat das die gesamte Rettungskette mobilisiert wird ist diese Schlussfolgerung auch nicht auf alle Wasser und sonstige Unfälle übertragbar - schließlich gibt es täglich tausende Unfälle mit Fremdverschulden.
Das sich selber oder die Ausrüstung keiner vorsätzlich überschätzt ist schon klar. Lernen kann man zumindest das ein Tauchen in den eigenen Grenzen, und damit meine ich nicht die Brevetierungsstufe, in jedem Falle sicherer ist. Zu dieser allgemeinen Schlussfolgerung kommt man leicht ohne den genauen Ablauf zu kennen.
Aber schreib doch mal was über die Tauchausbildungsverbände - wo jeder "Hans und Franz schnell mal "Tauchlehrer werden kann und auf die Menschheit losgelassen wird- ist das kein Sicherheitrisiko ? Fördern nicht gerade diese gewinnorietierten Verbände die Unfallgefahr ?
|
|
|
  | Antwort von jan am 02.09.2002 - 16:12 Mal anders formuliert:
Ob Hemmoor oder Bad Dideldumbureger Burggraben ist erst mal vollkommen wurscht. Mit dem "Tauchgott-Begriff will ich darauf hinweisen, daß es sich bei dem Unfallopfer wie bei uns allen erst mal um einen normalen Menschenhandelt, der halt auch mal Fehler macht, ´nen schlechten Tag erwischt, was vergißt oder was falsch einschätzt. Es hilft nur nicht weiter, wenn jetzt in Oberlehrermanier geschrieben wird, die Ursache sei Selbstüberschätzung, ohne daß Fakten bekannt sind. Wer von uns kann sich denn wirklich selber realistisch in seinen Fähigkeiten einschätzen? Und mit denjenigen, die jetz laut "Ich kanns!" schreinen, geh´ich lieber nicht ins Wasser. Nur wenn der Unfallablauf näher bekannt ist, kann ich doch für mich die Fragen beantworten: Was hätte ich gemacht? Wäre ich mit der Situation klargekommen? Kann ich was an Fertigkeiten verbessern oder an der der Ausrüstung optimieren, um aufsolch einen Fall vorbereitet zu sein?
Keine Ausbildung, egal welchen Verbandes, liefert perfekte Taucher ab. Gerne gebrachtes Beispiel: Wie mit dem neuen Führerschein macht erst die Praxis den erfahrenen und guten Fahrer (hier: Taucher). Falls jemand meint, er habe das goldene Schnickschnackbrevet mit Knusperrand und sei nun fertig, ist der erste Fehler schon gemacht. Aber jetzt verfalle ich auch schon ins Verbreiten von Binsenweisheiten a la "Herr Lehrer, ich weiß was! Im Keller brennt noch Licht!" |
|
|
  | Antwort von Axel am 02.09.2002 - 20:28 @Jan,
entgegen deiner vorgebrachten Meinung sind die meisten Taucher in der Lage ihre taucherischen Fähigkeiten realistisch einzuschätzen. Das bedeutet nicht das sie fehlerfrei tauchen aber selbstverschuldete schwere Tauchnfälle haben die nicht und auch keine gesundheitsgefährdenden Schnellaufstiege Zumindest das muß jeder sicher drauf haben- zumal es bei Dekotauchgängen eine lebensnotwendige Fertigkeit ist. Wenn du mit keinem ins Wasser gehst der laut schreit "ich kanns" ist festzustellen das sowas keiner rausplärrt sonder einige nur so auftreten und auch tauchen als ob sie es könnten - auch in Hemmoor auf 30 Meter. Wegen der Unfälle die diese Typen provozieren werden leider auch Taucher die es können mit Tauchwerboten, Tauchordnungen, und Sicherheitsregeln bombardiert.
Auch in Hemmoor haben Taucher, die ihre Fähigkeiten überschätzen, ihren Sportskameraden verschärfte Tauchregeln eingebracht. Vor diesem Hintergrund ist deine Einlassung nach dem Motto " das kann jedem mal passieren" dem Ereignis nicht angemessen.
Taucher , die in Kamikazemanier, für immer rigorosere Tauchverbote sorgen sollten nicht mehr tauchen dürfen. Schwere Verstöße im Straßenverkehr führen zur Aberkennung des Führerscheins. ImTauchsport kann leider jeder auch nach verschuldeten Unfällen mit Personenschaden, auch Tod, weitertauchen und andere gefährden.
Daher bin ich für Aberkennung der Tauchgenehmigung bei Kamikazetauchern - zum Beispiel nach zwei mal, wie hier Schnellaufstieg mit Schock und ausgelöster Notfallkette.
Taucher die bundesweit für immer schärfere Tauchvorschriften sorgen haben an keinem Tauchplatz was zu suchen !!!
|
|
|
  | Antwort von Wolf am 02.09.2002 - 21:37 @Axel
Deine Überzeugung bezüglich des Strassenverkehrs bedarf einer Ergänzung. Bin von einem betrunkenen, rot über die Ampel preschenden Autofahrer auf meinem Motorrad umgemäht worden. Als Sahnehäbchen hat er noch Fahrerflucht draufgesetzt. Trotzdem erwischt und 1 Jahr Führerschein weg. Weil 2,1 Promille gibt verminderte Schuldfahigkeit in unserem Lande. Hat hier mit dem Tauchen nichts zu tun und wurde von mir nur erwähnt, weil Du dir analoge Verhältnisse beim Tauchen wünschst.
Im besagten Fall hat sich das Opfer nur selbst geschadet - schlimm genug - aber daraus ein Tauchverbot anzudrohen find ich völlig überzogen. Das würde ich liebend gerne, gegen solche Taucher verhängen, die sich vorsätzlich in den Korallen verkeilen um ein besseres Foto zu erlangen. Kein Scheiß - gesehen in Ras Mohamed. Oder sich an eine flüchtende Schildkröte anhängen. Hat batürlich wieder nichts mit Unfallforum zu tun Tschuldigung
Wolf |
|
|
  | Antwort von Ralph aus Essen am 03.09.2002 - 14:19 Hallo,
vielen Dank an alle, denn ich weiß jetzt warum ich tief und warum ich nicht tief tauchen soll.
Ich habe sogar gelernt, dass ich mit wer weiß wie vielen redundanten 1. und 2. Stufen und "haste nich` gesehen" tauchen soll.
Aber ich weiss bisher immer noch nicht, wie ich diesem Mädchen als Buddy hätte helfen können.
Glaubt ihr wirklich, dass es möglich ist, einem "panisch durchschiessenden" Buddy helfen zu können??
Und wenn ja wie? (Ich weiss es wirklich nicht!)
Bekomme ich mit dicken Handschuhe wirklich die Halsmanschette abgezogen?
Bekomme ich mein Messer wirklich so schnell raus um die Westenblase zu perforieren?
Und mal abgesehen davon wird dies nirgendwo gelehrt. (Mir jedenfalls nicht bekannt)
Zu allem Überfluß sind die Buddys meist soweit von einander entfernt oder, wie oben bereits geschrieben, tauchen hinterher, sodass du sie immer suchen musst.
IMHO bin ich nicht in der Lage einer Panikattake nach oben folgen zu können, geschweige noch dabei Hilfe zu leisten.
Wer es kann, mag mich gerne dazu ausbilden.
Das meine ich ernst.
Mit Grüßen aus Essen
Ralph
|
|
|
  | Antwort von jan am 03.09.2002 - 14:55 @ Axel
Du bist ja mit Begriffen wie "Kamikazetaucher" für das Unfallopfer und "Aberkennung der Tauchgenehmigung" flink bei der Hand! Hoffentlich bist du kein verkappter Blockwart, der Anderen das Tauchen verbieten will, nur weil sie nicht so tauchen, wie er es für richtig hält (zu tief, zu flach, zu langsam, zu solo, zu was auch immer). Sollte das Mädchen tatsächlich groben Unfug gemacht haben, wird ihr Holger (Kreideseebetreiber) schon ein Tauchverbot gegeben haben. Dein Job ist das nicht.
Noch ein letzter Versuch:
Wesen einer Fehleinschätzung ist, daß der Betroffene subjektiv meint, richtig zu liegen, während er objektiv Fehler macht. Da hilft es nur, den Tauchern durch Aus- und Fortbildung und z.B. Unfallanalysen (aber bitte an Fakten orientiert!) Kriterien an die Hand zu geben, die ihm helfen, sich realistischer einzuschätzen. Natürlich gibt es auch die Haiducken, die mit einem fröhlichen "Passt schon!" auf den Lippen den größten Bullshit bauen, obwohl sie es eigentlich besser wissen. Nur dies hier dem Unfallopfer zu unterstellen, ohne daß der Unfallablauf bekannt ist, und aus dem Hochschießen aus 31m auf "Kamikazetauchen" und "Selbstüberschätzung" zu schließen, ist mir zuwider. Punkt. |
|
|
  | Antwort von Axel am 03.09.2002 - 18:07 @jan,
so ein "verkappter Blockwart" bin ich nicht. Das an Seen wie dem Kreidesee solche Typen, die ein eigenverantwortliches Tauchen behinder, aufgestellt werden ist mir zuwider. Doch die Notwendigkeit wird leider von Tauchern die sich selbst überschätzen provoziert.
Es ist auch nicht so, wie Wolf schreibt, das sich das junge Mädchen nur selbst geschadet hat ! Schließlich waren besorgte Tauchpartner, im Nachhinein auch besorgte Familienangehörige und die gesamte Rettungskette beteiligt. Sind da keine Schäden zu verzeichnen? Muss da keine Rücksicht auf andere genommen werden ?
Sind die Taucheinschränkungen, die solcherlei vermeidbareVorkomnisse provozieren, kein Schaden der allen Tauchern entsteht?
Im übrigen sind Sportverbote in den meisten Sportarten normal und an der Tagesordnung - nur nicht im Tauchsport. Da hat ein Taucher der gedopt,besoffen,bekifft, oder sonst in extremer, unsportlicher oder sich offensichtlich selbst überschätzender Art und Weise taucht keine Konsequenzen zu tragen.Er kann weiter gefährliche Stümpertauchgänge, bei denen teils auch andere gefärdet werden ,machen. Hinterher heist es dann einfach -- "das kann jedem mal passieren"
Bei einer bisher vierstelligen Tauchgangszahl hatte ich nur einmal Angst um mein Leben ! Als ein junges Mädchen in einer Tiefe von zwanzig Metern,im trüben See, plötzlich alleine, ohne Lungenautomat im Mund auftauchte - versuchte meinem Tauchpartner den Hauptautomat zu entreißen - ich ihr meinen Hauptautomat in den Mund steckte - sie einen "Ringkampf veranstaltete"- ich auf Grund des Gerangels meinen Octo nicht erreichen konnte - das Mädchen meinen Automat wieder ausspuckte - mein Tauchpartner mir seinen Zweitautomat gab - Das Mädchen sich von mir losriss und in der Trübung verschwand. Am Grund habe ich sie, während mein Tauchpartner die Rettungskette mobilisierte, erst alleine - dann mit ca. 15 anwesenden Tauchern gesucht. Auch die 20 Minuten später angerückte DLRG mit mehreren Tauchern und Suchleinen hat sie nicht gefunden. Am nächsten Tag rückte ein Großaufgebot Polizei mit mehreren Polizeitauchen zur Suche an. Die Polizeitaucher ware erfolglos da sie nur bis zu einer Tiefe von 20 Meter tauchen dürfen. Die DLRG, die auch mit ca 15 Mann, mehreren Einsatzfahrzeugen und zwei Tauchboten angerückt war fand dann nach einem Tag Suche das Mädchen in 30 Meter Tiefe - weitab von der Unfallstelle.Wie sich im nachhinein herausstellte hatte das Mädchen einen PADI - Anfängerkurs im MIttelmehr gemacht. DerTauchgang der sie das Leben kostete - bei dem sie auch mich, damals noch Anfänger mit ca.80 Tauchgängen, fast für immer in die Tiefe gerissen hatte- war ihr erster Tauchgang im See !!
Den Tauchplatz hat dieses junge Mädchen im Zinksarg verlassen.Das junge Mädchen vom Kreidesee hatte nach dem Schnellaufstieg etwas mehr Glück. Kann das "jedem mal passieren" - oder nur welchen mit extremer Selbstüberschätzung ?
Die Taucherallgemeinheit muss vor solch unverantwortlichen Tauchern geschützt werden.Mancher Irre muss auch vor sich selbst geschützt werden. Durch personenbezogene individuelle Tauchverbote und nicht durch Verbote die für alle Taucher aufgestellt werden.Warum wird da immer die Taucherallgemeinheit durch Vorschriftenerlass und Verbote bestraft?
Es nützt auch ein durch Holger ausgesprochenes, personenbezogenesTauchverbot am Kreidesee nichts. Die Kamikazetaucher treiben dann nur woanders ihr andere gefährdendes oder schädigendes Unwesen.
|
|
|
  | Antwort von Nick am 03.09.2002 - 23:44 Also nachdem ich mich durch all diese Romane gelesen habe werd ich auch mal was sagen. Erst mal gute Besserung an das Mädel vom Unfall.
Ich finde es schade das hier viele Dinge so Verallgemeinert werden.Ich habe ja auch schon recht viele Lügenbücher mit meinen TG gefüllt und dann aufgehört, aber öb ich dadurch ein guter oder schlechter Taucher bin kann eigentlich nur mein Buddy (wenn ich mal einen hab ) oder die Taucher die ich schon retten muste sagen.
Jeder Taucher sollte für sich einschätzen wie weit er gehen kann,nicht will.
Jeder sollte bereit sein einen TG abzubrechen, wenn er sich unwohl oder durch Erfahrung noch nicht Bereit fühlt.
Sicher giebt es genügend Taucher die dies leider nicht können.(egal ob mit 50 oder 3000 TG )
Ich selbst muste erleben das ein Taucher mit 1657 TG meinem Leben fast ein Ende bereitete, und das aus reiner Selbstüberschätzung die schon an Blödheit grenzte.
Deshalb sind aber nicht alle Taucher mit vielen TG so.
Ich hoffe Ihr versteht was ich meine.
Auch die Sache mit den Organisationen ist nicht so einfach, den ich finde für Urlaubstaucher und die eigentlichen Sporttaucher ist es OK wenn es Regeln giebt, aber mann sollte nicht jeden gleich an den Pranger stellen nur weil er Tieftauchgänge mit Luft unternimmt.
Tauchverbote finde ich absoluten Schwachsinn.
Auch das Tauchen ab einer bestimmten Ausbildungsstufe in einigen Seen ist müll.(sollten nur als Emphehlung gelten)
Ich selbst habe meine ersten 1200 TG ohne eine anerkannte Ausbildung gemacht.
So ich denke das reicht jetzt.
Leute vergest den Spass am Tauchen nicht.
Best Mix
Nick |
|
|
  | Antwort von Uwe L. am 04.09.2002 - 07:47 Endlich mal einer der die Sache auf den Punkt bringt. Gruß Kralli |
|
|
  | Antwort von jan am 04.09.2002 - 08:53 @ Axel:
Um im von dir erlebten Fall mit dem tragischen Ausgang zu bleiben: Klar hat sich die verunfallte Taucherin "selbst überschätzt", sie war ja bei der Vorgeschichte (Tauchanfängerin mit PADI-Mittelmeerausbildung, nicht wertend gemeint) gar nicht in der Lage, den für sie tödlichen TG einzuschätzen. Nur: es bei der Feststellung "Selbstüberschätzung des Opfers" zu belassen, greift wohl zu kurz: Hat sie einen Solo-TG unternommen? Wohl kaum. Hat sie ihre Tauchgruppe geführt? Bei der Vorbildung sehr unwahrscheinlich. Also hat es da offensichtlich einen Tauchgruppenführer gegeben, der überhaupt nicht auf das schwächste Glied seiner Gruppe eingegangen ist. Wenn man diese Geschichte im Unfallforum diskutiert, sollte für den Leser (Vorsicht: Lerneffekt) dabei hängenbleiben, daß man´in vollkommen neuen Tauchumgebungen (Tümpeltauchers erster Blauwasser-TG genauso wie Urlaubstauchers erster See-TG) erst mal ganz klein anfangen sollte, bzw. entsprechend vorsichtig führen, wenn man so jemand in der Gruppe hat. Eigentlich selbstverständlich, muß aber anscheinend immer wiederholt werden.
Die Geschichte mit den individuellen Tauchverboten führt zu einer Art "Taucherführerschein" und einer "Taucherpolizei", die den Schein bei Regelmißachtung einziehen kann. Wollen wir das wirklich?
|
|
|
  | Antwort von Axel am 04.09.2002 - 12:38 @Jan,
klar kann man die Ursache für Tauchunfälle immer bei anderen suchen - Bei der Ausbildungsorganisation, dem Tauchlehrer, den Ausrüstungsherstellern, den Tauchschiffbetreibern,den Seebesitzern, dem Buddy, dem Tauchgruppenleiter oder - Adam und Eva.
Tatsache ist das Tauchunfälle keiner "hat" sondern diese gemacht werden. Unfallaucher die hier im Forum immer als die armen, armen Opfer dargestellt werden sind nicht die Opfen! Schließlich findet unter Wasser kein Taucherkrieg statt.Opfer ist die Taucherallgemeinheit die wegen dieser Risikotaucher mit Tauchverboten und Reglementierungen bestraft wird sowie Unfallhelfer, Tauchpartner und Hinterbliebene.
Die "Tauchverbote" und die "Taucherpolizei" die du nicht willst haben wir schon. Die "Polizisten" lauern auch in Hemmoor an den Einstiegen Tauchern auf und kontrollieren Brevets,Computer,Tiefenmesser und Ausrüstung. Nur werden in der Regel nicht die Taucher durch Verbote und Reglementierungen bestraft die ihre eigenen Grenzen nicht abschätzen können und durch Risikotauchgänge, die im Wiederspruch zu ihrer Erfahrung stehen auffallen, sondern pauschal die Taucherallgemeinheit.
Des ist genau die real praktizierte Kehrseite der individuellen Tauchverbote. Es trifft die Falschen.Ist das etwa richtig und gerecht ? Wollen wir das etwa ?
|
|
|
  | Antwort von jan am 04.09.2002 - 13:31 Axel,
ich denke mal, wir sind gar nicht so weit auseinander: Unfälle "passieren" nicht, sie werden verursacht, ok. Mir liegt es auch fern, die Ursache "bei anderen" zu suchen. Thema individuelle Tauchverbote: einverstanden. Mir ging es bei der ganzen Diskussion eigentlich nur darum, daß ich zur kritischen Betrachtung meiner eigenen Tauchfertigkeiten mit der Aussage "Ursache: Selbstüberschätzung" nichts anfangen kann, so richtig sie auch sein mag. Ich bohre halt nach Informationen über den konkreten Unfallablauf, u.U. incl. Verkettung verschiedener Ursachen, um für meine Taucherei was draus zu lernen und ggf. zu verbessern. Deshalb sind meiner Meinung die Beinahe-Unfälle oft auch viel "ergiebiger", da die Betroffenen meist genau sagen können, wie sich die Situation entwickelt hat. Wenn sie sich denn dazu äußern mögen.
Hoffentlich sind nicht allzu viele Leser durch unser Hickhack abgenervt |
|
|
  | Antwort von Uwe am 04.09.2002 - 14:33 @Jan
wieso sollte hier jemand genervt sein... Wer`s nicht lesen will, kann`s doch wegklicken, oder
Ich denke bei der Diskussion hier (speziell zwischen Axel und Jan) liegt die Wahrheit (wenn`s sowas gibt) irgendwo in der Mitte.
Axel hat recht, dass die Dummheit von einzelnen immer zu Lasten aller Taucher geht. In Deutschland wird sehr schnell verallgemeinert und die (subjektiv) Schuldigen sind schnell gefunden - DIE Taucher.
Andererseits muss ich Jan beipflichten. Es geht sicher keiner bewusst ins Wasser und denkt "jetzt überschätze ich mich mal". Es sind meist die Verkettung von mehreren Umständen, die dann zu solchen Unfällen.
Nach meiner Meinung muss sich ein Anfänger in vielen TG langsam an größere Tiefen "heranarbeiten". Die Anspannung ist beim ersten 30m TG sicherlich höher und da reicht ein Funke um eine Panik auszulösen.
Und da trifft dann auch zu, das man seine Grenzen abschätzen lernen muss. Man muss dem Tauchpartner unmissverständlich zu verstehen geben, wenn man sich beim Tauchgang (auch mental) nicht wohlfühlt.
Wenn man schon mit Angst im Kopf abtaucht, dann gefährdet man sich und vielleicht andere.
Man muss sich in diesem Fall aber auch bewusst sein, dass nur ich selbst dieses Signal geben kann (und muss) und darf keine falsche Scham an den Tag legen, nur weil andere einen vielleicht hinterher für ein Weichei halten - lieber Weichei als tot...
Gruß Uwe |
|
|
  | Antwort von Oliver am 04.09.2002 - 15:55 Die Diskussion über die Ursache von Unfällen bzw. wo die Selbstüberschätzung herkommt ist durchaus sehr interessant...
Mal ein Gedanke zu Selbstein- bzw. -überschätzung.
Wer wird denn kritischer mit der Situation, mit sich selbst und mit seiner Angst umgehen??? Der Taucher, dem von ständig grinsenden Menschen vermittelt wurde daß beim tauchen alles easy und fun ist??? Der wird doch eine aufkeimende Angst, die jeder von uns mal hatte bzw. auch heute noch bei nicht ganz einfachen TG`s hat nicht zugeben, denn Angst kommt ja in diesem Ausbildungssystem nicht vor....Alles easy und alles fun oder der, der in einer vernünftigen Ausbildung auch den Grundtenor vermittelt bekommen hat, daß es bei jedem Problem primär ab ungefähr 60 Sekunden irgendwie um das Leben geht und daß man das alles mit Ruhe lösen kann. Daß Probleme da gelöst werden, wo sie auftreten, nämlich UNTER Wasser, daß also der Weg nach oben niemals die Lösung eines Problems sein kann sondern nur die Folge eines Problems (zum Beispiel Abbruch des Tauchgangs mit dem Sekundärregler oder am Sekundärregler des Partners oder wie auch immer)
Wir kommen wieder mal an den Punkt, daß eine fundierte, den Tauchgebieten angepasste Ausbildung der Schlüssel zu Sicherheit ist.
Und dann anschließend, mindestens genauso wichtig, daß die "Frischlinge" die wir alle mal waren, von den "Alten Hasen" (oder auch Häsinnen *lächel* die müssen nicht unbedingt alt sein) an die Hand genommen werden damit sie relativ streß- und Gefahrenfrei ihr Erfahrungen sammeln können.
Oliver |
|
|
  | Antwort von Kralli am 04.09.2002 - 17:02 In Hemmoor werden Tauchcomputer und Ausrüstung gescheckt????? Ich war ja erst 2X da aber ich hab da noch nie jemanden Checken gesehn.Die Hütte war besetzt aber das war auch alles und es waren haufenweise Taucher am See. Es ist sich aber auch jeder selbstverantwortlich und das ist auch gut so |
|
|
  | Antwort von Axel am 04.09.2002 - 18:40 @Kralli
ich bin am Kreidesee schon mehrfach kontrliert worden. Die Blockwarte picken sich da offensichtlich gerne welche raus die "Tec" aussehen. Mal kam ich alleine aus dem Teich, weil meine Luft etwas eher als die der Tauchpartner zu Ende war ( bitte keine Vorträge über Verbandsstandads und Sinn der Luftreserve) - promt Kontrolle. Der Blockwart hat einen riesen Aufstand gemacht weil mein Fini fast Null zeigte und mein Schleppzeiger auf 70 Meter (bitte auch keine Vorträge über Tiefenbegrenzungen) stand. Meine Erklärung das dieses noch von einem älteren Bodenseetauchgang stammt hat er nicht geglaubt. Er rätselte rum wieso der Tiefenmesser diese Tiefe zeigt - wo doch der Kreidesee nur 60 Meter tief ist. So sind die Blockwarte
Uwe und Jan, das Tauchunfälle immer eine Verkettung mehrerer Umstände sind liegt auf der Hand. Das eine gute Ausbildung wichtig ist auch.
Dann muß man aber auch klar sagen das "Divmaster" mit 60 Tauchgängen und "Instructoren" mit 100 Tauchgängen selber noch Anfänger sind und zur qualifizierten Tauchausbildung, mit eigenem Erfahrungshintergrund, nichts taugen - da können sie noch so viel grinsen.Das muß auch jedem Tauchanfäner klar sein.Wenn er sich auf eine solche Ausbildung verlässt hat er schon den ersten schwerwiegenden Fehler am Anfang seiner Taucherlaufbahn gemacht.
Den nächsten Fehler macht der Tauchschüler wenn er mit der Einfachausrüstung die ihm dieseTauchlehrer schöngereden ,ohne Lampe, kein Trocki, eine erste Stufe, keine Ersatsmaske, kein Ersatzflossenband, keine Notboje, kein Reel, keine Notfallmedikamente, kein Notfallsauerstoff und andere notwendige Dinge in unseren Breitengraden tauchen geht. Auch dem Tauchanfänger muß klar sein das wir hier nicht in Florida wohnen - wo die Ausbildungsstandards oft herkommen.
So ausgebildt und ausgerüstet sind die nächsten Fehler, wie beispielsweise Panik-Schnell- und Notaufstiege vorprogrammiert..
Daher kann man jedem Tauchnfänger nur, wie Oliver schreibt, raten - geht mit alten erfahrenen Hasen oder Häsinnen ( so alt wie Leni müssen die ja nicht sein), - nicht mit unerfahrenen Tauchlehrern tauchen
|
|
|
  | Antwort von Uwe am 04.09.2002 - 20:50 @Axel
un woran bitteschön erkennt ein Tauch-Eleve ob ein "Divemaster" unerfahren ist? Das ist graue Theo |
|
|
|