TU Attersee, 1.8. Abgesandt von Harry am 02.08.2005 - 08:56:
Ein 14-jähriges Mädchen aus Deutschland hat sich am Montag bei einem Notaufstieg im Attersee verletzt. Die Schülerin nahm an einem Lehrgang einer deutschen Tauchschule teil.
Gemeinsam mit einem weiteren Jugendlichen und einem Tauchlehrer sollte sie beim Aufstieg aus 20 Meter Tiefe die so genannte Wechselbeatmung üben.
In etwa acht Meter Tiefe bekam die 14-Jährige aber Probleme und musste einen Notaufstieg durchführen. Die Schülerin wurde vom Rettungshubschrauber mit Atemproblemen in die Dekompressionskammer nach Traunstein in Bayern geflogen.
Quelle: ORF OÖ
Antwort von presse am 02.08.2005 - 10:54 Ich weiß nicht was bei diesem Tauchunfall genau passiert ist, sollten aber die Nachrichten vom ORF stimmen, dann wird es endlich Zeit die Ausbildungsrichtlinien einiger Verbände zu überprüfen. Wie kann es möglich sein, daß ein Mädchen von 20 Meter einen Aufstieg mit Wechselatmung durchführen muß? Dies unter Aufsicht eines Tauchlehrers? Dann noch ein Tauchunfall passiert? Für mich stellt sich nun die Frage. Sind 20 Meter zuviel? Sind die Tauchlerher zu schlecht ausgebildet? Sind die Richlinen zu überzogen? Es gib da sicherlich einige Fragen die offen bleiben, aber wenn wir im Tauchernet etwas genauer reinschauen, werden die Tauchunfälle wo Tauchlehrer die Verantwortung tragen sollten immer mehr???????????!!!!!!!!!!!!!!
Antwort von kwm am 02.08.2005 - 11:28 Warum wird aus einer Tiefe von 20 Metern ein Notaufstieg mit Wechselatmung geübt. Tauchschüler sind Anfänger!!! Ein Notaufstieg mit Wechselatmung ist eine Extremsituation. Dies ist nur notwendig, wenn der Supergau eingetretten ist. Sinnvoll ist es dem Tauchschüler den Notaufstieg mit Oktopus beizubringen. Auch sind 20 Meter etwas sehr Tief für einen Tauchschüler! Bleibt zu wünschen, das die Tauchschülerin wieder gesund ist und der Tauchlehrer mal ernsthaft über seine Verantwortung nachdenkt.
Antwort von christian_bergler am 02.08.2005 - 11:46 Ohne die näheren Umstände zu kennen kann ich die Vorgangsweise dieses Tauchlehrers nicht verstehen. Mit zwei Teenagern im Rahmen der Ausbildung Seetauchgänge auf 20m zu machen und dann auch noch Übungen durchzuführen halte ich für nahezu verantwortungslos.
Ich kann nur sagen, daß in unserem Verein die Ausbildung so nicht abläuft. Übungen werden generell im Pool in geringer Tiefe durchgeführt und so lange wiederholt bis sie ohne Probleme beherrscht werden. Erst dann werden Seetauchgänge durchgeführt, wobei die Übungen dann nicht mehr im Vordergrund stehen und auch nur in geringer Tiefe wiederholt werden.
Schade, daß nichtmal bei allen Tauchlehrern gilt, daß Sicherheit über alles geht...
Antwort von Jessica am 02.08.2005 - 11:58 Nun, es spricht ganz und garnichts gegen das Erlernen von WA, ganz im Gegenteil. Nur den Aufstieg mit Oktopus zu erlernen finde ICH jetzt grob fahrlässig. PADI sollte leiber CESA streichen und wieder WA ins Programm nehmen.. Aber das würde jetzt in eine Verbandsdiskusion ausarten.
In der Tat bleibt aber die Frage, was ein 14-jähriges Mädchen in dieser Tiefe zu suchen hatte. Und auch eine WA-Aufstieg aus dieser Tiefe muss man nicht mit Teenagern machen sondern erst mit **-Anwärtern...
Antwort von gunther am 02.08.2005 - 12:03 Ich melde mich hier mal als Vater:
- 14 Jahre auf 20 Meter! - 14 Jahre kann max. * sein, Wechselatmung sollten die schon können, aber sicherlich nur unter sehr enger Begleitung durch den TL - einem TL darf(!!) bei dieser Übung keiner unkontrolliert nach oben gehen er ist bei allen Verbänden angewiesen genau dies sicher (!!) zu verhindern durch geeignete Maßnahmen (gegenseitiges Festhalten etc.)
Ich hoffe der Jugendlichen geht es wieder gut, und auch dem anderen Jugendlich, der sicherlich einen Schock abbekommen hat.
Als Vater von tauchenden Kindern und Jugendlichen hätte ich eine Menge Fragen an den TL.
Gunther
Antwort von presse am 02.08.2005 - 12:30 Weiß jemand um welche Ausbildung es hier geht? Zwei Kinder, eines davon 14 Jahre, Wechselatumg von 20 Meter unter Aufsicht eines Tauchlehrers?
Kann mir das nicht vorstellen, daß es sowas wirklich gibt.
Antwort von musher am 02.08.2005 - 12:02 Ich hoffe auch, daß es der Betreffenden wieder gut geht und vor Allem, daß sie keine bleibenden Schäden behält.
Bevor erst mal im Allgemeinen gelästert wird, sollte erstmal klargestellt werden, um was für eine Ausbildung es sich überhaupt handelte.
War es eine reine Anfängerausbildung, war es auf jeden Fall viel zu tief.
Der zweite Punkt ist, warum lassen Verbände überhaupt zu, daß mehrere Tauchschüler mit einem Tauchlehrer bei Prüfungen unterwegs sind.
Da hatte ich ja richtig Glück, daß ich immer der einzige Schüler war, der mit dem Tauchlehrer im Wasser war (Außer bei Nitrox). Teilweise zwar noch andere Taucher, aber nicht Schüler mit dabei waren.
Also alles Guten der Verunglückten.
Antwort von Katharina am 02.08.2005 - 14:01 Hier noch ein Bericht aus der Oberösterreiche Rundschau www.rundschau.co.at:
Verhängnisvoller Tauchgang
Zwei 14-jährige Schüler aus Deutschland unternahmen Montag Nachmittag einen Übungstauchgang mit einem 46-jährigen Tauchlehrer bei einem Campingplatz in Steinbach/Attersee. Nachdem in eine Tiefe von ca. 20 Meter abgetaucht wurde, tauchten die drei wieder ca. zehn Meter auf. Ab dieser Tiefe führten die beiden Schüler übungsmäßig eine so genannte „Wechselatmung“ durch. Dabei geriet die 14-Jährige Schülerin in ca. acht Metern Tiefe in Schwierigkeiten. Der 14-jährige Bub führte den Automaten und das Mädchen sollte diesen annehmen. Dabei dürfte sie Wasser eingeatmet haben, worauf sie einen Notaufstieg durchführte.
Am Ufer wurde die Schülerin von einem Arzt und dem Roten Kreuz erstversorgt. Anschließend wurde sie mit dem Notarzthubschrauber Martin 3 mit Verletzungen unbestimmten Grades in die Dekompressionskammer nach Traunstein (Deutschland) geflogen.
Antwort von henri am 02.08.2005 - 13:25 Bei genauer Betrachtung der Situation muß ich hier mal einfügen, daß nicht die Wechselatmungsübung an sich das Problem ist. Oder die Ausbildungsrichtlinien. Es gibt bei PADI die WA leider nicht mehr. Bei den CMAS-Verbänden gibt es keine Tauchscheine, die man mit 14 Jahren machen kann, die eine Wechselatmung aus 20 Metern Tiefe beinhalten. CMAS* heißt WA (angedeutet, durchgeführt nur auf besonderne Wunsch des Tauchschülers) aus 8 bis 10 Metern Tiefe.
Die 20-Meter-WA-Übung ist erst bei CMAS*** fällig. CMAS*** kann man aber nicht mit 14 machen.
Um sich aber ein genaues Bild zu machen hat die obige Schilderung viel zu wenig Detail. Bleibt nur zu hoffen, daß es der Taucherin wieder besser geht und die Ursachen aufgeklärt werden.
Antwort von aquascum am 02.08.2005 - 13:39 Wie Gunther schon sagt, scheint es sich um folgende Übung gehandelt zu haben:
3.0 Tauchgang: 6-15 Meter Tiefe / mindestens 15 Minuten Dauer / mindestens 1 Taucher und Tauchlehrer
3.1 Geschwindigkeitskontrolliertes Aufsteigen unter angedeuteter Wechselatmung aus dem Lungenautomaten des Bewerbers aus der maximalen Tiefe (vom Tauchlehrer bestimmt) im freien Wasser bis an die Wasseroberfläche. (Auf ausdrücklichen Wunsch kann die Wechselatmung auch durchgeführt werden.)
3.2 Transportieren des „verunfallten“ Tauchpartners an der Wasseroberfläche bis zum Ufer bzw. Boot und anschließend an Land bzw. an Bord.
3.3 Demonstrieren der stabilen Seitenlage und der Schocklage.
3.4 Aufzählen der nachfolgenden Maßnahmen, um die Rettungskette in Gang zu setzen.
Ich hab in der Europäischen Norm für Tauchausbildung nachgelesen und muß "musher" voll und ganz recht gegen.
Es gibt eine Ausbildung für Minderjährige auf 20 Meter und hier die Voraussetzungen:
Bei Minderjährigen ist eine dokumentierte Einverständniserklärung seitens der Eltern bzw. des Erziehungsberechtigten einzufordern, Gesundheitsfragen, Schwimmkentnisse
......das ist alles.......
aber da steht noch etwas:
Der Tauchausbilder muss sich.............................und die volle Verantwortung tragen.
Das heißt vom Gesetz her sind alle Möglichkeiten offen. Vieleicht sollte man einmal bei den Ausbildungsverbänden nachhacken und prüfen ob die Ausbildung ihre Tauchlehrer ausreichend ist. Mich würde interessieren wie oft die Situation bei einer Tauchlehrerausbildung "minderjähriges Kind-Aufstieg unter Wechselatmung aus 20 Meter" geübt wird????????????????!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!
EN 14153-2
Alle Fertigkeiten im Freigewässer sind von einem Tauchausbilder der Ausbildungsstufe 2 zu unterrichten, direkt zu beaufsichtigen und zu bewerten. Der Tauchausbilder muss sich während jedes Freigewässer-Tauchgangs im Wasser befinden und die volle Verantwortung tragen.
Die sichere Beaufsichtigung der Tauchschüler liegt ausschließlich in der Verantwortung des Tauchausbilders. Der Tauchausbilder muss die Anzahl der Tauchschüler beschränken, wenn keine optimalen Umgebungsbedingungen vorherrschen, z. B. bei schlechter Sicht unter Wasser oder bei erheblichen Wasserbewegungen.
Der Tauchausbilder darf auch zusätzliche Hilfsmittel zur Erhöhung der Sicherheit, wie z. B. Aufstiegsleinen, Einrichtungen zur Unterstützung an der Wasseroberfläche oder Sicherheitstaucher, einsetzen. Wo Sicherheitstaucher eingesetzt werden, müssen diese über ausreichende Fähigkeiten zur Rettung von Tauchern, zumindest auf dem Niveau der Ausbildungsstufe 3 Tauchgruppenleiter nach EN 14153-3 verfügen.
Der Tauchausbilder muss die Anzahl der Tauchschüler während eines Freigewässer-Tauchgangs so beschränken, dass er oder ein Sicherheitstaucher während des Freigewässer-Tauchgangs jederzeit Körperkontakt zu jedem Tauchschüler herstellen kann.
Der Tauchausbilder muss einen Freigewässer-Tauchgang absagen oder abbrechen, wenn die Umgebungsbedingungen, Probleme mit der Ausrüstung, das psychische oder das körperliche Befinden eines Tauchschülers dies erfordern.
Antwort von Diver5082 am 02.08.2005 - 14:18 liebe jessica
was ist bitte cesa antwort bitte für einen unwissenden
danke
Antwort von Geddi2003 am 02.08.2005 - 15:26 CESA ist der kontrolliert schwimmende Notaufstieg, Controlled Emergency Swimming Ascent. Wird aus einer Tiefe von 6 bis 9 Metern durchgeführt.
Gerd
Antwort von Lupo am 02.08.2005 - 14:03 Frage an Jessica:
Was ist bitte bei der Oktopusatmung alleine grob Fahrlässig??
Lupo
Ich wollte hier jetzt _keine_ Verbandsdiskussion lostreten und ich denke, ich habe Dir bereits per PM erlaeutert, warum ich denke, dass das Erlernen der WA nach wie vor Sinnvoll ist... Das Unfallforum ist nicht der richtige Ort dafuer, Du darfst gerne einen neuen Thread zu dem Thema eroeffnen.... Jessica
Antwort von Pucher am 02.08.2005 - 14:58 Ich hoffe es ist nichts groeberes passiert und das 14 jaehrige Maedel wurde nur Sicherheitshalber nach Traunstein geflogen. Ich wuensche Ihr schnelle und gute Besserung.
Bei diesem Unfall handelt es sich wieder einmal ganz klar um das Verschulden der Tauchschulen und Tauchverbaende. Der Grund dafuer ist schlicht und einfach nur Geldgier mehr nicht. Weil das Kindertauchen ein grosses Geschaeft fuer alle ist. Auch die Eltern sind sehr viel Schuld. Wenn man von medizinischen Standpunkt aus geht, muss man wissen das Personen die das Tauchen beginnen wollen erst einmal ihre Koerperliche Reife, bzw soll der Wachstumsvorgang schon abgeschlossen sein. Das heisst ein Mindestalter von 18 Jahren waere Sinnvoll, alles andere kann mit gesundheitlichen Schaeden enden. Ich verstehe auch die Aerzte nich das sie so ohne weiters eine positive Tauchuntersuchung ausstellen und die Eltern nicht ueber die moeglichen gesundheitlichen Schaeden nicht Informieren. Oder wird von den Tauchschulen aus Geldgier kein aerztliches Attest verlangt. Ich hoffe dieser Beitrag hat ein bisschen dafuer beigetragen das, das Kindertauchen nicht auf die leichte Schulter genommen wird.
Gerhard Pucher
Antwort von matt am 02.08.2005 - 17:24 ob mit 14 überhaupt schon ein TA schein sein muß ist fraglich,
was die übung an sich angeht bin ich jedoch absolut anderer meinung als praktisch alle hier.
wer auf 18m tauchen will, der sollte sich auch aus dieser tiefe befreien können.
wer tiefer gehen möchte muß auch die ALLE übungen, die zur problemlösung dienen könnten in größerer tiefe beherschen. kontrolliert in einer übung so etwas durchzuführen ist ja wohl absolut erforderlich! es können noch genug andere unvorhersehbarere dinge passieren
ich finde die entwicklung in D der VDST/CMAS in richtung sterne verschenken absoluten non sense, die passen sich immer mehr an PADI ("tauchen kann jeder der zahlt") an, das ist alles.
Kann ja wohl nicht angehen das man die fundamentalsten übungen nicht mehr für einen schein braucht nur weil manche denken da könnte ja was passieren.
tauchen ist nun mal mit einem gewissen risiko verbunden -> nicht für leute die das risiko nicht selbst tragen wollen/können
beim autofahren kann ja auch nicht auf die autobahnfahrt verzichtet werden, nur weil man da rein theoretisch mit 130 km/h verunglücken kann!
Antwort von und 26 Gäste am 02.08.2005 - 17:54 Muss Jessica ausnahmsweise recht geben: WA sollte -auch im Freiwasser, nicht nur im Schwimmbad - durchaus beherrscht und demnach auch weiter gelehrt werden. Dass allerdings der TL , sofern man dem Pressebericht glauben schenken darf, die Übung zwischen zwei Vierzehnjährigen durchführen lässt, ist grob fahrlässig... Wenn meine Tochter (14, *, knapp 100TG bei Ablegung der Bronzeprüfung, also nicht ganz unerfahren) diese Übung so hätte machen sollen, wären dem TL anschließend ein paar eindrucksvolle Argumente auf die Ohren sicher gewesen...
Antwort von peter die lunge am 02.08.2005 - 20:14 Leute Leute Leute,
schlimm, daß wieder ein TU passiert ist, und wieder im Attersee. Ich hoffe für alle Beteiligten, daß er ohne ernsthafte Folgen bleibt.
ABER: Tauchen an sich ist ein Sport in lebensfeindlicher Umgebung. Ich muß dem matt völlig recht geben. Wer tauchen will muß auch Aufsteigs- und Rettungsübungen aus "normalen Tauchtiefen" beherrschen. Sonst gibt`s wieder Tote wenns mal zwickt. Der Automat bläst halt nicht in 8 oder 10 Meter ab, sondern in 25 oder 30 Meter. Desshalb haut nicht alle gleich auf den TL ein. Der Unfall hat sich laut Bericht ja auch nicht in 20 Meter ereignet, sondern in der minimal geforderten Tiefe von 8 Metern!
Vielleicht sollten sich manche Leute überlegen ob Tauchen wirklich der richtige Sport ist. Fallschirmspringen oder Drachenfliegen macht ja auch nicht jeder, nur weils der Nachbar gerade tut.
wünsche euch allen unfallfreie TG`s
peter die lunge
Antwort von Marco_NRW am 02.08.2005 - 21:45 Zitat : Der 14-jährige Bub führte den Automaten und das Mädchen sollte diesen annehmen
Seit wann üben die Tauchschüler miteinander ? Ich finde immer noch das der TL die Übung mit jedem einzelnen Schüler selber machen sollte. Sicherlich ist es bequemer und schneller wenn man 2 Schüler miteinander die Wechselatmung machen lässt, aber was dabei herauskommt sieht man ja leider. Davon ab, ist der Aufstieg unter Wechselatmung wenn ich nicht komplett falsch liege aus 20m erst bei CMAS ** fällig.
Ich wünsche dem Mädel das es bald wieder auf die Beine kommt und manchem TL das er erstmal die grauen Zellen bemüht bevor er mit Anfängern solche Übungen macht.
Antwort von und 26 Gäste am 02.08.2005 - 22:54 Lunge Peter:
nicht wissend, ob wir beide unter "normalen Tauchtiefen" das Selbe verstehen: Diese Übung gestaltet sich aus 25 bis 30 Metern Tiefe wesentlich komfortabler als aus 8 Meter Tiefe...
Probiere es einfach mal aus...
Ds grundsätzliche Problem bei dieser Übung ist in der Regel die fehlende Referenz bei gleichzeitiger Ablenkung, gerade im Flachbereich geht es da ganz schnell ab nach oben - also nicht so das ganz richtige für zwei Vierzehnjährige unter Wasser...
Antwort von musher am 03.08.2005 - 00:09 Hallo Peter die Lunge,
es geht hier nicht allein um die Wechselatmung.
Hier sicher Einige auch FÜR die Wechselatmung gesprochen haben.
Aber muß es denn sein, daß zwei 14jährige Jugendlichen die Wechselatmung miteinander praktizieren im Rahmen einer Prüfung?
Dann stellt sich die Frage, was für eine Prüfung?
War es für beide die ** Prüfung?
<-- d.H. Dürften nach bestandener Prüfung auch beide miteinander nach Verbandsvorgaben tauchen?
So falsch ist die ****-Regelung von CMAS/CEDIP nicht. Diese Verbände wollen mit guten Grund nicht, daß 2Anfänger gemeinsam tauchen.
Hoffe weiterhin, daß es der betreffenden Jugendlichen gut geht.
musher
Antwort von gunther am 03.08.2005 - 09:27 Ich gebe 26 Gästen vollkommen RECHT
alle meine Kinder (11-17J.) können WA und zwar richtig. Der TL kämme sicherlich in erheblichen Erklärungsnotstand wenn es meine Kinder gewesen wären.
Antwort von Duck am 03.08.2005 - 10:52 Die Konstellation 2 Schüler und 1 Tauchlehrer ist generell problematisch. Verlangt ein Tauchschüler (z.B. bei einem Zwischenfall) die volle Konzentration des Tauchlehrers ist der zweite Schüler mehr oder weniger unbeaufsichtigt und so gut wie auf sich alleine gestellt. Muss dann noch ein Notaufstieg durchgeführt werden wird vom zweiten Schüler, der in diesem Augenblick zwangsläufig ebenfalls unter „Strom“ steht verlangt, selbständig und überlegt zu handeln. Bei den manchmal nur wenige Meter betragende Sichtweiten der hiesigen Gewässer kann der Sichtkontakt schnell verloren gehen. Und was wird gelehrt? Tauche nie nie nie alleine sonst…. Ein weiterer Stressfaktor. Gerade bei TG mit Kindern und Jugendlichen ist jedem Tauchschüler ein in der Ausbildung erfahrener Tauchbegleiter zuzuteilen. Und liebe Tauchlehrer, macht euch generell noch einmal Gedanken zur Dreiergruppe in der Ausbildung.
Antwort von stefanotto am 03.08.2005 - 13:30 Hallo, trotz aller möglicher Angaben wissen wir nicht, ob es sich bei dem Tauchkurs um einen Crashkurs handelte oder die Ausbildung vereinsmäßig über einen längeren Zeitraum ging. Wie groß die Erfahrung mit PTG war brauchen wir wohl nicht zu spekulieren.
Allerdings, meine persönliche Meinung und das habe ich bei der Ausbildung (VDTL) meiner 14-jährigen Tochter so gesehen, findet die Wechselatmung nicht zwischen zwei Kindern statt – und was anderes sind 14-jähige nicht. Dies hat nur zwischen TL und Schüler stattzufinden, schon deshalb, weil ein TL merken sollte, sobald nur die geringste Unsicherheit bei dem Kid auftaucht. Und 8 – 10 m reichen auch wenn es schon unbedingt sein muß, da lernt man es auch am besten, wie die Tiefe dafür viel anspruchsvoller ist. Dann gehören solche Späße an den Anfang eines Tauchganges. Ich brauche hier keinem was von Stickstoffsättigung zu erzählen und kenne auch keinen der nicht schon mal einen Rutsch oberhalb der Aufstiegsgeschwindigkeit gemacht hat.
Und wenn es dann heißt, haut nicht gleich wieder auf den Tauchlehrer ein, dann werde ich es auch nicht tun, es war ja nicht meine Tochter. Im anderen Fall hätte ich es getan, weil das einfach nur leichtsinnig war und sich der TL einen Abstieg sparen wollte. Nochmal, Kindertauchen ab 14 ist meiner Meinung nach kein Problem bei einer vernünftigen, einfühlsamen, nicht profitorientierten Ausbildung. Ob sich der TL dabei überhaupt etwas gedacht hat würde mich interessieren.
Ich finde die Diskussion darüber müßig, ob Kids ab 14 schon tauchen sollten. Wer mal gesehen hat, wie unbekümmert die sich unter Wasser bewegen und mit welch sauberer Schwimm-Tauchlage, der macht wohl solche Aussagen nur aus Neid oder wirklich aus begründeter Angst für die Kids, Wachstum etc., jedoch sollten unsere Kids ja keine TG´s machen wie ich sie letzte Woche am Attersee gemacht habe sondern schön weit weg von der Deko bleiben, also immer sauber in der Nullzeit!
Hoffentlich geht es dem Mädchen bald wieder gut und es bleibt nichts zurück.
Stefan
Antwort von Michael Hechler am 03.08.2005 - 17:16 Da wird ja wieder mal geflissentlich überlesen, daß die Übung in 10m began. Statt dessen wird auf den Instrukor eingeprügelt. Und nun wird auch noch die Einzelbetreuung verlangt.
Seid ihr bereit, das auch zu bezahlen? Ihr seid es doch, die Tauchbasen mit der "Geiz ist Geil" Mentalität dazu zwingen, möglichst effizient auszubilden. Von irgendwas muß der Tauchlehrer auch leben. Und bei allem Gelabere über die Geldgeilheit der Tauchlehrer; ich habe noch keinen gesehen der im Prosche oder fetten Benz an den See fährt. Ganz im Gegenteil zu einigen hier. Und die regen sich dann auf wenn auch ein Tauchlehrer was verdienen will.
Spielt doch Halma!
Im übigen: Das bei einem Aufstieg niemals die Luft angehalten wird war der Schülerin sicher bekannt. Sie hat sich wohl aber nicht daran gehalten.
Antwort von Nitroxsauger am 03.08.2005 - 22:59 Also wenn ich auch mal meinen Senf dazu beitragen darf...
Ich hoffe, das Mädchen ist nicht ernsthaft verletzt und es geht ihm wieder besser.
Generell spricht m. E. nichts gegen einen Tauchschein mit 14, sofern die Ausbildung - egal bei welchem Verband - verantwortungsvoll vorgenommen wird.
Probleme, die unter Wasser eintreten können, werden jedoch nach meiner Erfahrung nicht ausreichend genug "auf dem Trockenen" durchgesprochen. Dabei ist Konditionierung das Wichtigste überhaupt, um auf alle Eventualitäten vorbereitet zu sein, ein genaues Handlungsmuster im Kopf zu haben, wenn das und das eintritt.
Also wenn ich hier lese, dass der Lungenautomat von dem männlichen Schüler gereicht wurde, dann könnte es zum Beispiel sein, dass er verkehrt herum (Blasenabweiser nach oben) gereicht wurde. Was dann beim Einatmen passiert, weiß hier wohl jeder. Oder aber, die verunfallte Schülerin hat, anstatt erst einmal in die überreichte 2. Stufe auszuatmen, eingeatmet und hat zunächst mal Wasser gezogen. Wenn das einem Anfänger passiert, so ist leicht die Panik da.
Was ich damit sagen will: Gerade die geschilderten 2 möglichen Fehler sollten im Unterricht und beim Briefing vor einem Tauchgang mit derartigen Übungen lieber fünf als viermal durchgesprochen werden. Ferner sollte ein TL solche Übungen wie kontrollierter Notaufstieg, Wechselatmung bei Aufstieg etc. immer in einer 1:1-Situation vornehmen. Das ist doch wohl nicht zuviel verlangt, oder? Weiterhin schöne und vor allem unfallfreie Tauchgänge!
Antwort von Bleiente am 04.08.2005 - 01:46 Egal wie oder warum das 14 jähr. Mädchen den Notaufstieg gemacht hat. Die einzige Frage die sich hier stellt ist:
wo war der TL in dem Moment?????
*wobei ich diese Spekulationsthreads kein Stück leiden kann*
Antwort von gunther am 04.08.2005 - 12:01 @ Michael Hechler
mit der Einstellung wirst DU meine Kinder nicht natürlich soll ein TL auch Geld verdienen, aber nicht auf Kosten der Gesundheit meiner Kinder!
Ich würde niemals mit 2 Kindern under 14 jährigen eine solche Übung machen, es spricht doch nichts dagegen dieses Übung 2x hintereinander zu machen und einen derweil am Strand zu parken! Ich mache es mit meinen Kindern zumindestens so, und für mich nehme ich dann im Zweifel eben ein Nitrox um meine Belastung ein zu grenzen wenn ich es für notwendig halte.
Im übrigen spiele ich kein Halma, sorry
Gunther
Antwort von stefanotto am 04.08.2005 - 10:08 Also bei allem was recht ist, es ist immer noch einen Unterschied, ob ich Ausbildung mache mit Kindern oder Erwachsenen, ob es Beginner oder Fortgeschrittene sind. Kenne genügend TL, die bei der Anfängerausbildung sogar bei Erwachsenen die Wechselatmung nur angedeutet bzw. direkt mit dem Schüler machen. Ich bin halt so blöd und finde es einfach unverantwortlich, zwei Tauchnovizen bei so etwas direkt aufeinander loszulassen.
Und die Frage der „Bleiente“ stellt sich mir auch.
Ein wichtiger Punkt ist natürlich das Alter der Tauchschüler. Ich bin grundsätzlich nicht gegen Kindertauchen (habe auch selbst Kinder die tauchinteressiert sind), aber es muß natürlich maßvoll betrieben werden.
Verkannt ist hier offensichlich worden, nicht business-as-usuall anzuwenden, sondern wirklich auf die Schüler einzugehen und auch den TG entspr. anzupassen. Z.B. kann man Wechselatmung in 3-4m durchführen und schon gar nicht in diesem Level als Kombination mit Aufstieg. Auffstiegsübungen sind sicher sinnvoll, man beginnt damit deutlich flacher und steigert sich.
Dennoch bin ich der Meinung, daß hier die Verbände sich ein wenig mehr Gedanken zu diesem Thema machen sollten. Sie legen schließlich die Richtlinien fest. Und die Richtlinien vom VDST beispielsweise sind so alt wie Methusalems Bart.
Viele Grüße, Patrick
Antwort von Marco_NRW am 05.08.2005 - 23:47 Also hier nochmal etwas zu den Ausbildungsmethoden :
Ich habe selber mehrere Monate als Guide auf einer Basis im Ausland gearbeitet, und da wurde prinzipiell wenn es ums Kindertauchen ging die Übungen mit einem TL gemacht und je nach Alter der Kids auch nur *ein* Kind pro TL. Wenn mehrere dabei waren bin ich halt als TLA mitgegangen und hab das zweite Kind im Auge behalten während der TL seine Übungen mit dem anderen gemacht hat.
Sicher ist das hier in Deutschland nicht immer realisierbar, aber dann sollte man wenigstens das zweite Kind an der Oberfläche "parken" während man mit dem anderen die Übung macht und nach Abschluss dann einfach wechseln.
Es ist mehr arbeit, sicher, aber ich denke die Sicherheit geht immer noch vor.
Mfg
Marco
Antwort von tuempeltaucher1a am 18.08.2005 - 13:52 Hallo.
Ich war als Begleiter auf dieser Atterseefahrt dabei, also:
1. die Wechselatmung begann bei 10m
2. max. Tauchtiefe war 20m
3. sie war nicht in der Dekokammer, sondern zur
Beobachtung im Krankenhaus
4. Wir sind keine tauchschule, sondern ein Verein
Der Tauchunfall wurde von der örtlichen Polizei aufgenommen (Steinbach/Attersee, Österreich, interessierte können sich das Protokoll sicherlich ansehen.
Gruß
Antwort von tuempeltaucher1a am 18.08.2005 - 14:14 .... der Tauchlehrer war ein CMAS(VDST) TL1... also soviel zu einem evtl schlechten Ausbildungsniveau.....
Antwort von Tauchloewe am 19.08.2005 - 11:59 @tuempeltaucher1a
hm, und in welche Richtung möchtest du mit deiner Aussage weisen?
Hatten wir das nicht schon mal, das ein Brevet nix über ne Qualifikation aussagt? Egal bei welchem Verband?!
Ich bin durchaus für Wechselatmung, aber die Tatsache das eine 14jährige auf 20m geht finde ich schon fragwürdig. Würde ich nicht verantworten wollen.
Antwort von Deepdreamer am 19.08.2005 - 12:33 Ich finde es erstaunlich, daß bevorzugt Leute, die bei den entsprechenden Zwischenfällen (denn als echten "Unfall" möchte ich das hier nach den Schilderungen der Betroffenen nicht bezeichen)gar nicht dabei gewesen sind, sich lang und breit darüber auslassen müssen, was die Anwesenden denn alles falsch gemacht haben. Irgendwie hat das für mich etwas von bildzeitungsäquivalenter Sensationsgeilheit.
Und dann auch noch auf den langfristig erprobten Ausbildungsmethoden der Tauchvereine herumzuhacken, ist ein altes Spiel. Warum können sich die Planschbecken-Brevetinhaber nicht mal dezent zurückhalten?
Für mich ist es eine Selbstverständlichkeit, im Freiwasser einen Aufstieg unter Wechselatmung zu trainieren. Ich denke, daß JEDER Kaltwassertauchgang irgend ein Trainingselement beinhalten sollte, sei es, daß man das dann nur am Schluß absolviert, um sich selbst zu testen. Nur dann sind Unfälle reduzierbar.
Darüber hinaus wird Tauchen IMMER ein Sport bleiben, bei dem es Verletzte und Tote gibt. Wer das nicht akzeptieren will, der sollte Murmeln schieben gehen. Wir alle leben mit dem Risiko, daß etwas schief geht. Jede Art von Notfallszenario ist daher sinnvoll, gerade auch für die Tauchanfänger, um mit solchen Situationen selbstverständlicher und auch selbstbewußter umgehen zu lernen. Nur so ist im Ernstfall noch ein kühler Kopf zu behalten.
Also stellt doch bitte das ewige und nicht nur in diesem Faden zu findende "um-Gottes-Willen-wie-können-die-nur-Gerede" ein und nehmt das Tauchen als das, was es ist: ein Abenteuer, aber eben auch eine Risikosportart!
Genau dieses Gerede hat der eigenverantwortlichen Gemeinschaft von Tauchern weltweit durch die Ausbreitung von massen- und profitorientierten Standards längst eine ganze Menge von wunderbaren Tauchplätzen verdorben und unzugänglich gemacht.
Vielmehr sollte sich mal jeder (Urlaubs)taucher überlegen, ob er sich nicht lieber selbst Grenzen anhand seiner eigenen Fähigkeiten setzt und den Tauchcomputer zwischen seinen Ohren einschaltet, anstelle zu erwarten, daß einem das Tauchen als streng begrenztes Konsumgut a la Achterbahnfahren häppchenweise in Klarsichtfolie mit einem entsprechenden Unbedenklichkeitszertifikat präsentiert wird.
Es gibt eine Menge Taucher, die auf`s Alditauchen gern verzichten können und ihr Hobby nicht als Funsportart, sondern als sportliche, körperliche und manchmal auch psychische Herausforderung begreifen - ohne 20 Tektauchbrevets zu besitzen.
Ich wünsche Euch allen entsprechend Euer faktischen Qualifikation viele spannende Tauchgänge und immer "Gut Luft!"
Deepdreamer
Antwort von Cuthalion am 19.08.2005 - 15:34 @tuempeltaucher
vielen Dank für deine Info Meinst du, du kannst uns noch etwas zum unfallhergang sagen? Es wurde viel spekuliert. Stimmt es was die Presse berichtete?
(www.rundschau.co.at): Dabei geriet die 14-Jährige Schülerin in ca. acht Metern Tiefe in Schwierigkeiten. Der 14-jährige Bub führte den Automaten und das Mädchen sollte diesen annehmen. Dabei dürfte sie Wasser eingeatmet haben, worauf sie einen Notaufstieg durchführte.
War es tatsächlich so?
Danke CU
Antwort von tuempeltaucher1a am 21.08.2005 - 13:20 @tauchloewe: die Richtung in die ich weisen möchte ist folgende... an diesem "Unfall" trägt niemand sowirklich schuld. Es ist wie so oft, eine Anreihung von unglücklichen Begebenheiten, die ind er masse dann ein großes Problem bewirken. Wir sollten uns alle mal darüber klar werden, daß wir uns als Taucher in einem Element bewegen, wo wir nur Gäste sind und von Natur aus nicht hingehören. Mit dieser Erkenntnis müssen wir uns eingestehen, daß es immer zu Schwierigkeiten kommen kann, die es halt gilt zu bewältigen, oder den Tauchsport sein zu lassen.
Ich gebe Dir recht, daß ein Brevet gar nichts sagt, aber ich denke daß man mit dem Titel TL1 nicht unbedingt prahlen kann. Vielelicht wurde ich einwenig Missverstanden. Der beteiligte TL ist ein überaus gewissenhafter Mensch und Taucher, der alle Sicherheitsvorkehrungen trifft und regeln einhält.
Ein ganz wichtiger Punkt, der mich hier langsam nervt ist die 20m-Diskussion. Die jenigen, die dem TL ankreiden mit dem Kind auf 20m gegenagen zu sein sollten aber auch wissen, das dieses im Zuge der Bronzeabnahme geschah und somit einen Pflichttauchgang i.d. Abnahme darstellte. Nochmal: Ihr Problem war NICHT der 20m TG, sondern schlicht und ergreifend, daß sie bei einer Wechselatmung in 8-10m Wasser gezogen hat und Panik bekam. Das kann jedem passieren, dem erfahrenen, dem unerfahrenen, dem alten und dem jungen....
Gruß
Tümpeltaucher
@cuthalion:
die Schilderung ist soweit richtig, also haben die Medien doch mal richtig berichtet! Ergänzend ist zu sagen, daß der TL, wie auch der Junge versucht haben, ihr den Automaten in den Mund zu schieben, jedoch verkrampfte sie zu arg. Beide haben versucht sie festzuhalten, doch sie stieg dann in Panik hoch und während dessen versuchte der TL ihr noch den Mund zu öffnen, damit sie ausatmet. Versucht mal jmd., der aus 10m hochschießt zu halten.... no chance, der ist schneller oben, als man reagieren kann.
Antwort von tuempeltaucher1a am 21.08.2005 - 13:30 noch eins, an marco_nrw:
eine Sache, die Du wissen solltest, die Deine Meinung zu diesem Fall bzgl. Tauchen mit 2 Kindern angeht: der Junge ist trotz seiner 14 Jahre ein relativ erfahrener Taucher, mit immerhin über 150TG. Das hat so mancher Erwachsener Taucher nicht, der dann aber trotzdem meint, er sei DER Taucher. Ein Kind an der Oberfläche zu "parken" wie Du sagst ist nach meiner Meinung leichtsinnig, denn es ist nur ein Kind.... Wenns blöd läuft, macht der nen Soloflug... und dann?
Antwort von Marco_NRW am 23.08.2005 - 11:53 @tuempeltaucher1a
Aus dem Bericht ging nicht hervor wieviele TGs der Junge hatte. 150 ist schon ne Menge, da gebe ich Dir recht. Auch was das Kind an der Oberfläche "parken" angeht. Sicher ist da auch ein risiko bei, weil kids in dem alter gehören beaufsichtigt, gerade beim Tauchen. Da siegt leicht die Neugier über den gesunden Menschenverstand und es kann schnell zu deinem erwähnten "Soloflug" kommen.
Nachdem Du die ganze Sache hier geschildert hast, stellt sich der ganze Sachverhalt doch wesentlich anders da.
Doch eins frage ich mich trotzdem : Anscheinend wart ihr ja als Gruppe unterwegs, das heisst der TL hätte mit dem Mädel den Aufstieg persönlich machen können und sich nicht eines dritten bedienen müssen. Wenn der Junge schon 150 TGs hat, gehe ich mal davon aus das er auch im besitz eines gültigen Brevets ist.
Ich denke es ist immer noch ein Unterschied ob ein Erwachsener oder ein Kind eine übung durchführt, auch wenn das Kind vielleicht 50 TGs mehr hat.
Antwort von phuket am 25.08.2005 - 06:52 schade daß dieser unfall passiert ist und ich hoffe dem mädchen gehts mittlerweile wieder gut.
schade finde ich aber auch daß aus sehr wenig information so viel spekulation wird und dann auch noch verurteilt wird.
unabhängig davon finde ich einen aufstieg unter WA aus 8-10 meter für nicht übertrieben und daß der junge dabei der spender war ist auf alle fälle der realität näher als wenn der TL spender ist. schließlich ist der buddy nicht bei jedem tg tauchlehrer und auch dann sollte man sich zu helfen wissen. allerdings setze ich voraus, daß dies nicht zum ersten mal geübt wurde.
mich würde interessieren wie sich ein vater verhalten würde wenn er die gleiche übung mit seiner tochter machen würde und sie würde dabei wasser saugen und nach oben wollen.
gruß
phuket
padi-owsi/cmas-TL3
Antwort von burkhard1 am 27.08.2005 - 11:25 Dieser Bericht ärgert mich so dass ich einfach auch noch meinen Senf dazugeben muss. Zur WA selbst ist an sich alles gesagt. Aber...
Wir reden hier vom Attersee mit folgenden Wassertemeraturen. 0 - 10 m etwa 22 Grad, 10 - 15 Meter circa 11 Grad und dann 4,5 bis 3,2 Grad. Erklärt mir bitte was im Zuge eines Übungstauchgangs mit einer geplanten WA ab 10 m ein Mädchen mit 14 Jahren auf 20 m zu suchen hatte. Wenn das ein TL mit meiner Tochter macht weiss ich nicht was passieren würde. Die Kombination aus tauchen ins eiskalte und dann ab 10 m eine WA Übung unter diesen Verhältnis ist für mich absolut nicht nachvollziehbar. Es schwimmen im Attersee genug Plattformen auf 5 m herum (z.B. Föttinger. Darüber hinaus sollte man sich schon klar werden was einem Kind zumutbar ist. Diese Übung so zu planen würde ich mir sogar bei Erwachsenen gut überlegen. Dabei ist es völlig egal welche Bestimmungen bei den unterschiedlichen Verbänden existieren. Hier geht es um Hausverstand und die Einschätzung einer Umgebungssituation in einem See wie dem Attersee. Ich muss euch ja nicht sagen, wieviel dort alleine schon in diesem Jahr passiert ist.
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