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TU Attersee, 11.7. Abgesandt von Redaktion (HM) am 11.07.2010 - 17:42:
Am Attersee sind bei einem Notaufstieg zwei Taucher aus Wien im Alter von 43 und 48 Jahren verletzt worden. Beide waren nach dem Aufstieg ansprechbar, mussten aber in ein Krankenhaus gebracht werden.
Die beiden Wiener tauchten Sonntagmittag beim "Kohlbauernaufsatz" bei Unterach. Bei einem der Männer dürfte in einer Teife von etwa 30 Metern das Mundstück vereist sein, so ein Polizist. Sein Tauchkollege half ihm beim Notaufstieg.
Beide waren nach dem Aufstieg ansprechbar, sollen aber laut Polizei Lungenverletzungen erlitten haben.
Der 48-Jährige wurde mit dem Rettungshubschrauber in das Salzburger UKH geflogen. Auch der zweite Taucher kam in ein Salzburger Krankenhaus.
Quelle: ORF OÖ
Antwort von Speedy2402 am 11.07.2010 - 18:53 Gott sei Dank wenigstens gut ausgegangen
Die Sichtweite am Kohlbauernaufsatz ist nach Abgang mehrerer Muren dieser Woche unter aller Sau. Ab etwa 10 meter tiefe ist die Sichtweite bei unter 30cm. Am Grund liegt die Temperatur derzeit zwischen 5 und 6 Grad.
Antwort von enzi110 am 12.07.2010 - 19:29 Bei den beiden Tauchern besteht keine Lebensgefahr und sind auf dem weg der Besserung!
Antwort von Bert Rudeck am 12.07.2010 - 20:55 Interessant wäre, zu erfahren, warum ein Vereiser in 30 Meter Tiefe zu einem *Not*aufstieg führte. Hatten die beiden Taucher keine zwei kompletten Reglersätze? Das ist doch, soweit ich weiß, im Attersee vorgeschrieben.
Und was soll heißen, "sein Tauchpartner half ihm beim Notaufstieg".
Natürlich kann an dieser Stelle nur das geschrieben werden, was bekannt ist, aber aus einer solch mageren Meldung ohne Informationsgehalt kann man nichts lernen. Und ein gewisser Lerneffekt sollte doch der Anspruch dieses Forums sein.
Besten Gruß
Bert
Antwort von boesewicht am 16.07.2010 - 14:49 "Interessant wäre, zu erfahren, warum ein Vereiser in 30 Meter Tiefe zu einem *Not*aufstieg führte."
Weil vielen Tauchern zwar ein Vereiser "theoretisch" bekannt ist, die aber diesen entweder noch nie hatten (und somit falsch reagieren) oder dahingehend grundsätzlich keine Übungen machen ...
Antwort von Bert Rudeck am 17.07.2010 - 20:02 @boesewicht
Genau! Deswegen sollte dies im Zusammenhang mit diesem Unfall auch angesprochen werden. Ein Vereiser auf 30 Meter muss kein Grund sein zu sterben. Mein Tauchpartner hatte im vergangenen Winter zwei Mal einen abblasenden Automaten in dieser Tiefe. Niemand ist zu Schaden gekommen.
Abblasenden Automaten abgedreht, auf zweites System gewechselt und normal ausgetaucht.
Mein erster Beitrag zum Thema war auch eher als Kritik am Unfallforum gedacht. Ausser sogenannnter "Fakten" wird ja üblicherweise nichts mehr veröffentlicht.
Möglicherweise überwacht eine Urlaubsvertretung dieses Thema
Besten Gruß
Bert
P.S.: Da sich eine Ursachen beide Male nicht ausmachen ließ, hat der Hersteller den ein Jahr alten Automaten (1. + 2. Stufe) im Rahmen der Garantie ersetzt.
Antwort von LakeDiver am 18.07.2010 - 11:55 ich habe gestern mit Freunden gesprochen die bei der Bergung der Verunglückten geholfen haben. Folgende Beobachtungen / Informationen haben sie gehabt:
- die Taucher waren NICHT mit 2 separaten 1. Stufen tauchen
- wegen dem ablasenden Regler wurde von dem betroffenen Taucher ein Notaufstieg eingeleitet (in 30 m Blei abgeworfen und Jacket aufgeblasen)
- sein Buddy hängte sich daran um den Auffstieg zu verlangsamen, ging dadurch auch viel zu schnell nach oben
-beide Taucher riefen nach dem Notaufstieg ca. 80 m vom Ufer entfernt an der Oberfläche um Hilfe
Die Rettungskette hat nach Aussagen meiner Freunde optimal funktioniert, am Ufer wurde von anderen Tauchern bereits alles vorbereitet (Decke ausgelegt, Sauerstoff bereit gestellt, Rettungskräfte verständigt etc.). Man sieht, Taucher helfen einander!
Fazit für mich- wieder mehrere Faktoren zusammen gekommen:
-sehr schlechte Sicht (stellenweise <50 cm wie bereits oben geschrieben)
-für Seetauchgänge mangelnde Ausrüstung
-fehlende Skills zum Beherrschen der Notlage
-insgesamt für die Bedingungen zu tiefer Tauchgang
-das in der Ausbildung gelernte: "Du musst deinen Buddy durchschießen lassen, wenn du keine Möglichkeit hast euer beider durchschießen zu vermeiden um ihn danach unverletzt an der Oberfläche helfen zu können" ist sicher richtig, aber: in der Notsituation seinen Kumpel (oder wie bei mir meine Freundin) wirklich loszulassen braucht viel kühlen Kopf!
@bert rudeck: im Attesee gibt es KEINE Pflicht für 2 getrennte Systeme, es wird aber von allen ansässigen Basen eindringlich empfohlen!
Grüße
LakeDiver
Antwort von boesewicht am 19.07.2010 - 13:45 @Bert Rudeck
Darum werden solche entstehenden Thematiken ja auch in den restlichen Foren diskutiert - dafür ist das Unfallforum def. nicht gedacht - siehe zb. in der Vergangenheit, als derartige Themen im Unfallforum diskutiert wurden, Fragen dann zu Vermutungen ginsichtlich des entspr. Unfalles wurden ...
Sowas ist nun mal im Unfallforum wirklich nicht in Ordnung ...
Bei entspr. Interesse an einem derartigen Thread kann also jeder einfach einen entspr. Thread in den anderen Bereichen starten ...
Antwort von BWE am 02.11.2010 - 13:38 @ Bert: Gut ausgegangen Deine Situationen mit Deinem Buddy.
Meiner Meinung nach sollte aber nach jedem techn. Problem ein Tauchgang abgebrochen werden. Wenn Ihr wirklich weiter normal ausgetaucht seid, wäre das aus meiner Sicht auch gefährlich!
Glaub mir, hab mit über 1000 Tg`s im Süsswasser und als aktiver TL schon viele Sachen erlebt.
Wenn bei uns ein techn. Problem auftritt, wird es gelöst, sofern möglich, und dann sofort unter Berücksichtigung der Regeln aufgetaucht.
Antwort von musher am 03.11.2010 - 18:41 @ BWE , also wenn ich den Beitrag von Bert lese, machte er nichts Anderes, als was Du hier als vernünftig findest.
Nach dem Vereiser wurde dem betreffenden Atomaten die Luftzufuhr genommenund normal = nach allen gültigen Regeln und Empfehlungen ausgetaucht - und dadurch eben kein Notaufstieg, sondern unter Einhaltung aller Geschwindigkeitsempfehlungten und aller Deko- und Sicherheitsstops.
Was Anderes erzählte Bert hier auch nicht.
Antwort von Bert Rudeck am 03.11.2010 - 18:58 @BWE
"... sollte aber nach jedem techn. Problem ein Tauchgang abgebrochen werden. Wenn Ihr wirklich weiter normal ausgetaucht seid ..."
Ausgetaucht heißt üblicherweise, einen TG normal zu beenden. Im Gegensatz zu irgendwelchen Notaufstiegskatastrophen.
Antwort von kwolf1406 am 04.11.2010 - 12:56 "Notaufstiegskatastrophen"
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