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Foren - Tauchunfälle - TU Attersee, 13.8.




  

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TU Attersee, 13.8.
Abgesandt von Harry Registriertes Mitglied am 14.08.2004 - 16:31:

Danke an Werner für folgende Info:

Am Tauchplatz `Versunkener Wald` kam es am 13.8. zu einem Tauchunfall.

Ein Paar führte dort gestern einen Tauchgang mit einer Maximaltiefe vom 38 m durch. Beim Aufstieg bekam die Frau ab 20 m keine Luft mehr (=??).

Der Partner leitete darauf einen kontrollierten Notaufstieg durch und brachte die verunglückte Taucherin anschließend zu einer wenige Kilometer entfernt gelegenen Tauchbasis in Weyregg.
Die Taucherin zeigte starke Schocksymtome.
Erst dort wurde die Rettungskette eingeleitet.

Nach einer Untersuchung und Erstversorgung durch den Notarzt wurde die verunfallte Taucherin mit der Rettung ins Krankenhaus Vöcklabruck zur weiteren Untersuchung und Beobachtung gebracht.

Mehr Infos liegen uns zur Zeit noch nicht vor!

Der verunglückten Taucherin alles Gute und eine rasche Gesundung!




Antwort von MSDT Registriertes Mitglied am 14.08.2004 - 18:37
In 20m Tiefe kann man aber ruhig auch mal seinen Oktopus lockermachen und anbieten oder, wenn nicht vorhanden, mit Wechselatmung den Aufstieg normal beenden...
Ganz allgemein gesprochen: so was lernt man doch eigentlich schon in jedem Beginnerkurs.
Aber, weil man es ja nie übt, vergisst man es dann schnell wieder.
Ich wage zu behaupten, dass so mancher Tauchunfall mit weinger Komplikationen enden würde, wenn die Leute hin und wieder mal ihre erworbenen Fähigkeiten üben würden.
Antwort von musher Registriertes Mitglied am 14.08.2004 - 20:37
Hallo MSDT,

warte doch erstmal ab, ob nicht noch mehr Informationen kommen.
Hatte auch mal einen Buddy, der in 20m Tiefe mir das Zeichen gab, daß er keine Luft mehr hat.
Er meinen Oktopus bekam und wir aufstiegen.
Oben bekam er allerdings doch wieder aus seinem Automaten (seiner Flasche) Luft.
Es kam damals aus seinem Kopfinneren.
Du weißt nicht, ob es nun akute Luftnot in der Flasche war, oder eben nur etwas in dem Körper/Kopf der Frau momentan nicht in Ordnung war und sie deshalb Luftprobleme hatte.

Sicher allgemein gesprochen magst Du auf jeden Fall Recht haben, aber in diesem fall? Ist eben nicht bekannt.
Antwort von Marco_NRW Registriertes Mitglied am 15.08.2004 - 09:41
Hallo musher

Es kann durchaus vorkommen, das wenn sich bei der ersten Stufe der Mitteldruck verstellt hat, ab einer gewissen tiefe keine Luft mehr geliefert wird und ein paar meter höher funktioniert dann wieder alles normal. Es muss nicht zwingend eine Kopfsache sein. Mir ist ein fall bekannt wo ein Automat bei 35m kein bisschen Luft mehr geben wollte, aber sobald sich der Taucher über 20m befand wieder alles einwandfrei funktioniert.

Antwort von Harry Redaktionsmitglied am 15.08.2004 - 19:56
ich hab noch ein kurzes statement eines direkt beteiligten reinbekommen:
---
Tauchgang bei den Bäumen. Er und sie beide gut ausgerüstet sie hat aber nur eine erste stufe, dafür aber erst 2 TG alt. TG auf 37 m 15 min sie bekommt „nur Wasser“ – wechsel auf Oktopus von ihm- sie bekommt trotzdem keine Luft- kontrollierter Aufstieg bis ca. 20m von da unkontrolliert zur Oberfläche- sie übergibt sich an land- beide fahren zur Tauchbasis wo sie umgehend O2 bekommen- er ist ok – sie ist stark unterkühlt und geschockt- Neuro chek bei beiden OB- Rettung trifft nach ca. 5 min. ein – Rettungspersonal total überfordert- NAW wird alamiert- Beide Patienten bleiben relativ stabil und generell Beschwerdefrei-NAW Dokter hat eigentlich auch keinen Plan und nach einem telefonanruf wird sie mit in das Krankenhaus genommen und er fährt selbst mit dem Auto hinterher.

Nach einer Untersuchung können beide das Krankenhaus verlassen.
---
danke dafür!
Antwort von musher Registriertes Mitglied am 15.08.2004 - 20:37
Hallo Marco,

in oben beschriebenen Fall war es allerdings trotzdem eine Kopfsache. Die Ausrüstung wurde extra danach überprüft.

Hallo Harry, danke für die weiteren Infos.

Hoffen wir nur, daß es keine Folgeschäden geben wird, nachdem ja das Personal überfordert war.
Antwort von Haribo Registriertes Mitglied am 15.08.2004 - 21:33
Bin vom Attersee und frage mich immer wieder: Wann werden endlich alle begreifen, dass man in einem kalten Gewässer wie dem Attersee ohne 2 getrennte erste Stufen nicht tauchen gehen sollte.

Wenn das jeder beherzigen würde, dann könnten wir uns 90% der Tauchunfälle sparen.
Antwort von Goldi Registriertes Mitglied am 15.08.2004 - 23:25
Hallo.
Ich war auch am Attersee. Hab den Rettungswagen reinfahren sehen, aber leider keine weiteren Infos. Auch wenn er an der Oberfläche 20 Grad hat, beginnt die erste Sprungschicht bereits auf 11m und sinkt dort auf 12 Grad und bei 18m geht es auf ca. 8 Grad über. Wie kalt es auf 37m ist, spielt in diesem Fall keine Rolle: 2 separate Systeme sind notwendig.

Toll, dass der Buddy so gut reagiert hat und die Basis Nautilus mit der freundlichen, sicherheitsbewussten Crew die Erstversorgung übernehmen konnte.

Gute Besserung den Beteiligten.

Hab dich Harry leider nicht getroffen - aber irgendwo im Getümmel der Party warst du wohl ;)
Antwort von gunther Registriertes Mitglied am 16.08.2004 - 10:44
Hallo,
2.Stufe, keine Frage....

vieleicht sollte man einmal veruschen durchzusetzten, daß jeder der solche TG macht auch
eine O2 Versorgung und eine Notfall-Tel. haben MUSS bzw. in der TG verhanden seien muß.

Es ist verwudnerlich, dass sowohl das Rettungsdienstpersonal als auch der NA keinen Plan haben, da diese gerade am Attersee wohl öfters solche Fälle haben müßten. Soweit ich weiß gibt es einen Rettungsplan Tauchunfall auf der Leitstelle. Das ein NA sich Fachkundigen Rat per Tel. einholt spricht allerdings für Kompetenz
denn keiner weiß alles, und man muß wissen wo man was erfahren kann, in NRW ist es durchaus üblich das ein NA das Wissen der Druckkammer Heidelberg oder Düren anzapft.

@all
kennt jemand eine Statistik wie oft ein fehlender 2.Automat einen Unfall verursacht hat???

Gunther
Antwort von Haribo Registriertes Mitglied am 20.08.2004 - 18:06
Habe mich nochmal wegen der angeblich planlosen Rettungsdienstmannschaft schlau gemacht und folgende Version bekommen:
Beide Taucher keine offensichtlichen Verletzungen, O2-Gabe bereits durch Tauchbasis.
Akute Erstmaßnahmen daher nicht nötig und von den beiden Tauchern auch nicht unbedingt gewollt.

Es spricht wohl für sich, dass einer der beiden Opfer dann den Transport verweigert hat und selber mit dem Auto ins Krankenhaus gefahren ist.

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