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Foren - Tauchunfälle - TU Bodensee 22.7.




  

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TU Bodensee 22.7.
Abgesandt von Redaktion Registriertes Mitglied am 24.07.2006 - 14:18:

Zu einem Tauchunfall kam es Samstag in ca. 40 Meter Tiefe im Bodensee vor dem Ufer des Campingplatzes in Überlingen. Dabei musste ein 32 jähriger Taucher einem Notaufstieg durchführen.

Gegen 10.50 Uhr war der 32-Jährige zusammen mit seinen Tauchfreunden aus Heilbronn abgetaucht. In 40 Meter Wassertiefe strömte den bisherigen Ermittlungen der Polizei zufolge unkontrolliert Pressluft aus dem Lungenautomaten des Sporttauchers - eine Vereisung ist wahrscheinlich. Da er das Abströmen nicht mehr stoppen konnte, leitete er daraufhin einen Notaufstieg ein.

An der Wasseroberfläche wurden am Ufer befindliche Taucher auf seine Hilferufe aufmerksam - sie bargen den 32jährigen und leiteten die Erstversorgung ein.

Der alarmierte Rettungsdienst brachte den Sporttaucher in das Krankenhaus Überlingen.



Antwort von Platt Registriertes Mitglied am 24.07.2006 - 22:31
Wenn nichts ernsteres passiert ist, Glück gehabt. Hatter er denn keine zweite erste Stufe, die man hätte abdrehen können?

Timo
Antwort von ddbsotti Registriertes Mitglied am 25.07.2006 - 07:42
Wohl nicht oder er hat Panik bekommen und nicht daran gedacht.
Aber ich frage mich, wo waren den die "Tauchfreunde" mit denen er abgetaucht ist??? Schon seltsam, dass er einen Notaufstieg einleiten musste und erste Hilfe benötigt hat.

ddbsotti
Antwort von Mönchsrobbe Registriertes Mitglied am 25.07.2006 - 08:35
Entweder keine zwei ersten Stufen oder keine Ahnung wie man einen Hahn unter Wasser zudreht. Und schon wieder eine Meldung in der Zeitung, wie gefährlich doch tauchen ist.

Wenn man die Kosten für die Rettung zusammenzählt, würde dies auch für eine gute Ausbildung und Ausrüstung reichen...

Antwort von Xlendidiver Registriertes Mitglied am 25.07.2006 - 13:08
Hoppla, wie kommt man am Campingplatz auf 40m
ausser dass man an der öden Halde Richtung Wallhausen taucht???
Antwort von Sharkdiver1981 Registriertes Mitglied am 25.07.2006 - 21:03
Die Fakten der Redaktion über Tauchtiefe und Unfallhergang stimmen.
Der Taucher hatte eine vollständige, gut gewartete Ausrüstung mit zwei Abgängen und zwei ersten Stufen. Die Automaten waren kürzlich sogar bei der Revision.
Seine Buddys tauchten normal aus, da sie ihn nicht halten konnten.
Am Ufer befanden sich zu der Zeit Einsatztauchern der DLRG-Ortsgruppe Weingarten, Bezirk Ravensburg, die ein gemeinschftliches Tauchwochenende verbringen wollten. Diese retteten den Taucher zur Uferplattform und versorgten ihn mit Sauerstoff, einem intravenösen Zugang inklusive Blutabnahme und führten die primäre Diagnostik durch. Danach folgte die Übergabe an den alamierten Rettungsdienst der Rettungswache Überlingen.
Der Taucher wurde in der Druckkammer therapiert.
Antwort von gerneTaucher Registriertes Mitglied am 26.07.2006 - 07:35
gut das hier die DLRG da war.

Auch wenn ich weder den Verunfallten kenne noch DLRG-Miitglied bin: Danke dass ihr vor Ort wart und geholfen habt und alles Gute dem Verunfallten.



gut Luft
Antwort von Mönchsrobbe Registriertes Mitglied am 26.07.2006 - 07:56
@Sharkdiver1981
Danke für die Zusatzinformation. Habe keine weiteren Fragen.
Antwort von flasche Registriertes Mitglied am 26.07.2006 - 12:23
"Dabei musste ein 32 jähriger Taucher einem Notaufstieg durchführen."
MUSSTE er wirklich? Noch dazu wo er Baddies dabei hatte?

Ich habe, da ich auch bezweifle, in einer Notsituation schnell genug an ein Monoflaschenventil heranzukommen, Folgendes gemacht:
1. Ponyflasche gekauft, erlaubt in jeder Situation in Lufttauchtiefen (notfalls auch bis 70m) einen Normalaufstieg (evt. natürlich ohne ausgedehnte Deko). Flaschenzudrehen überflüssig. Kann man selbst oder dar Baddie auch noch die Flasche schnell zudrehen: Umso besser; Ventilverwechslung durch den Baddie ist ja bei getrennter Ponyflasche unmöglich.
2. Geübt, bei gedrückter Luftdusche Luft zu schlabbern, also trotz abblasender 2. Stufe normal weiterzuatmen. Kein Problem; vielleicht aber nicht ganz realistisch gegenüber wirklich abblasendem Regler.
3. Geübt, aus dem Jacket zu atmen; also die beim Aufstieg sich ausdehnende Jacketluft nicht sinnlos abzulassen, sondern zum atmen zu benutzen. Gibt im Notfall etwas zusätzliche Sicherheit. In der Tiefe ist das Jacket bekanntlich nicht leer, sofern man nicht ausschließlich per Trocki tariert (wovon ohnehin abzuraten ist).
4. Das Atemverhalten bei fast völlig leerwerdender Flasche ausprobiert. Wenn man`s merkt, hat man immer noch genug Zeit für einen Notaufstieg.
5. Mehrfach Aufstiege ohne Instrumente geübt, auch bei Dunkelheit (nur mit Notlampe), d.h. wegen vieler Blasen evt. nicht mehr erkennbarer Tiefenmesser/Computer ist auch kein Grund für einen versehentlichen Notaufstieg.

Klar, vor Panik ist man nicht sicher, aber ein wenig kann man vorbauen. Es ist hier ja zum Glück wohl nichts Schlimmes passiert.
Antwort von fwsg@gmx.de Registriertes Mitglied am 26.07.2006 - 12:56
Na vom Übungsmäßigen atmen aus dem Jacket würde ich stark abraten. Da freut sich nur der Lungnfacharzt.
Antwort von diver928625 Registriertes Mitglied am 26.07.2006 - 13:59
Danke an das DLRG, das vorbildlich gehandelt hat.
An alle sonstigen Taucher: Es geht nichts über üben, üben, üben. Das heisst aber nicht, einfach tauchen gehen und man meint, da übt man. Sondern bewusst solche dinge auch mal zu üben, wie einen abblasenden Automaten. Das kann man in 5 Meter Tiefe simulieren und mal schauen, wie schnell die Flasche leer ist, bzw. aus abblasendem Automaten atmen üben, usw.
Viele Tauchunfälle würden sich verhindern lassen, wenn man Situationen die auftreten können geübt worden wären...
Ich selbst gebe zu, dass ich auch noch zu wenig übe, obwohl ich aktiv in der Ausbildung von Tauchern teilnehme(aber da bekommt man schon ne Menge Übung was so alles passieren kann....)
Achja und auch noch Genesungswünsche an den verunfallten Taucher.
Antwort von thüringen-diver Registriertes Mitglied am 26.07.2006 - 14:12
mich würde mal interessieren welchen ausbildungsstand (brevet) der taucher und die buddys hatten und wieviel tauchgänge der verunfallte taucher bis zu diesem unfall gehabt hat, ebenso würde ich wissen wollen wieviele tauchgänge er mit seinen tauchbuddys in kalten dunklen gewässern wie dem bodensee gemacht hat.
nur wer taucht kann tauchen lernen ....
aber bitte nicht als wenig taucher vom warmen ägypten in den kalten und dunklen bodensee gleich auf 40m abtauchen...

auch schaut euch die logbücher eurer buddys vor dem tauchgang an, damit ihr wisst mit wem ihr taucht und ob diese überhaupt in der lage sind mit euch dort zu tauchen.
mit einem buddy der mit mir nicht mindestens 4 ordentliche tauchgänge (so bis etwa 25m) in kalten dunklen seen gemacht hat und den ich nicht kenne tauche ich nicht in 40m ab.so kann ich rausfinden ob wir beide überhaupt zusammen diesen tiefen tauchgang machen können

gut luft bernd
Antwort von fwsg@gmx.de Registriertes Mitglied am 26.07.2006 - 14:44
Vor übungsmäßigem Atmen aus dem Jacket würde ich abraten sonst bist Du schnell beim Lungenfacharzt. Als last line of defense ist´s ja ok aber zur Übung eher kontraproduktiv.
Antwort von latuma Registriertes Mitglied am 26.07.2006 - 15:33
die Tips von "Flasch" halte ich für gut - besonders das Atmen aus einem abblasenden Regulator gehört meines Wissens nach eh zur Grundausbildung.

Die beste Lebensversicherung ist aber immer noch ein funktionierendes "Buddyteam".
Da ich nicht dabei war, kann ich mir in diesem Fall kein Urteil erlauben, mache mir aber so meine Gedanken ... !
Antwort von blauriffhai Registriertes Mitglied am 26.07.2006 - 15:18
Hallo Flasche
Ich bin auch der Überzeugung, dass ein Notaufstieg nicht unbedingt nötig ist. Es gibt da sicherlich verschiedenste Möglichkeiten dies zu verhindern. Trotzdem möchte ich zu 2 deiner Punkte Stellung nehmen.

Punkt 2: Wenn ein Lungenautomat vereist, ist dies meinst in der 1. Stufe. Also hast du den vollen Flaschendruck, wenn es dumm geht 2oo bar, auf deinen Lungenautomat. Schon geübt? Na dann schlabere mal.

Punkt 3: Hast du wirklich während den Übungen aus deiner Weste geatmet? Normalerweiser erzählt der Instructor " dass üben wir nicht, weil es für eine Übung, wegen den vielen kleinen Tierchen, zu ungesund ist". Super hilt weiter. Rechne mal mit! 30 Meter Wassertiefe. Nehmen wir mal 5 Liter Luftvolumen wo sich in deiner Weste auf dieser Tiefe befindet. Tauchst du nun mit der Maximalgeschwindigkeit von 10 Meter pro Minute auf 20 Meter auf, hast du genau 1.6 Liter Luftvolumen (Ausdehnung von 30 auf 20 Meter) zur Verfügung. Reicht dass? Wohl kaum oder?

Also sei vorsichtig mit deinen Lösungen. Es könnte es jemand ernst nehmen.

Antwort von shark2005 Registriertes Mitglied am 27.07.2006 - 03:06
Hallo,

gut dass dieser Vorfall so "glimpflich" ausgegangen ist. Er hätte anderst enden können...

Was ich hier leider immer wieder lesen muss, macht mich nachdenklich. -Abblasender Automat- Hatte selber schon zwei mal das "Vergnügen", dass mir ein kaltwasser tauglicher Automat in Tiefen zwischen 30 - 40 Meter abgeblasen hat.

Nun, das Problem eines abblasenden Automaten auf Grund eines Vereisers kann ganz eingach mit einem Free Flow - Ventil, welches vor der zweiten Stufe eingebaut wird, behoben werden.
Man wechselt auf den Oktopus, schliesst das Free Flow, signalisiert seinem Body dass ein Problem anliegt, steigt mit ihm normal einige Meter auf und öffnet das Free Flow wieder. Normalerweise ist der Vereiser nun weg und man kann den TG mit der normalen 2. Stufe zu ende tauchen.

Dieses Free Flow kostet Euch ca. 80 Euro. Also eine seht gute Investition was Eure Gesundheit angeht.

Wenn jemand nur mit einer ersten Stufe in solchen Tiefen in unseren Gewässern taucht, tut es mir einfach nur leid.

@Flasche: Ich unterstütze Deine Ponyflasche voll und ganz.

Jeder Taucher sollte sich in erster Linie immer selbst retten können!
Antwort von Tobias Registriertes Mitglied am 27.07.2006 - 11:29
@Blauriffhai:

Ich glaube nicht das bei einem Vereiser der volle Flaschendruck an der zweiten Stufe an liegt, wohl aber ein deutlich erhöhter Mitteldruck. Lasse mich aber gern eines besseren belehren.


@shark2005:

Das freeflow control device hilft aber nur bei einem Vereisen der zweiten Stufe (was so gut wie nie passiert). Wenn nämlich die erste Stufe vereist erhöht sich der Mitteldruck extrem (Falls Blauriffhai recht hat sogar bis zum Flaschendruck).

Diesen stark erhöhten Druck halten dann aber deine Schläuche nicht aus, d.h. wenn due an der 2. Stufe mit dem DFC blockierst platzt irgendwann der Schlauch. Die MD Schläuche halten nämlich meines Wissens nur so ca. 35 Bar über Umgebungsdruck aus. Aus dem selben Grund sind nämlich die Argonautomaten (an denen ja nur ein Inflatorschlauch dran ist und keine 2. Stufe die als Überdruckventil wirkt) immer Überdruckventile zu verwenden, die bei einem Vereisen der 1. Stufe verhindern, das der Inflatorschlauch platzt.

Grüße

Tobias
Antwort von flasche Registriertes Mitglied am 27.07.2006 - 11:47
-Wenn man`s nicht ständig übt, sondern nur 1x im Jahr macht (vielleicht nicht gerade mit ganz altem/verdrecktem Jacket), halte ich Jacketatmen auch als Übung mal für vertretbar; mir jedenfalls hat es nicht geschadet. Ungeübt in Notsituation wird schiefgehen. Die paar Atemzüge werden bei einem gesundem Taucher nichts anrichten. Übungen natürlich immer mit Baddie, und an CO2-Anteil im Jacket denken, falls man`s übungsweise auch zurückatmet (beim Aufstieg ist zurückatmen ohnehin Unsinn).
-200bar können an der 2. Stufe nie anliegen, da platzt vorher der MD-Schlauch. Aber ganz egal, wieviel Luft da auch rauskommt: Besser schlabbern als nicht atmen, oder?
-Man kann, s.o., evt. (besonders in der Tiefe und bei vollem Jacket) die Luft sogar mehr als 1x atmen. Nicht unendlich oft, aber 2x geht. Egal, wie weit die Restluft reicht: Wenn man damit so 1..2min (bei sparsamer Atmung) mehr Zeit hat, kann das entscheidend sein; selbst 10 Sekunden können den Unterschied zwischen noch oben ankommen und in 5m Tiefe ertrinken machen. Zur Rechnung: Nimmt man 5l Luft an, und ein Atemzugvolumen von 0.5l, und eine Anfangstiefe von 30m, muß man bis zum nächsten Atemzug (10s später) ca. 0.5l Luftausdehnung im Jacket durch Aufstieg produziert haben, das entspricht rund 0.4bar Druckverminderung bzw. 4m/10s bzw. 24m/min. Das ist schneller, als empfohlen, aber vom unkontrolliert hektischen ohne-Luft-hochschießen weit entfernt. Ewig wird man die 0.5l/Atemzug aller 10s nicht durchhalten, aber für den Aufstieg kann`s gerade so reichen. Ganz oben hat man dann ja ohnehin ein leeres Jacket, d.h. man kann beim Aufstieg sogar noch mehr veratmen, als durch reine Luftausdehnung im Jacket entstünde; die genauere Rechnung wird etwas mühsam
-Aus 40m kommt man per Jacketluftatmung also natürlich nicht in 10m/min hoch, aber für einen etwas schnelleren Aufstieg oder als Überbrückung für eine entscheidende weitere Minute kann es reichen.
-FreeFlow dürfte gegen vereisende 2. Stufe helfen, außerdem evt. auch bei Erststufenvereiser die letzten 15bar retten, die sonst durch die dann auch vereiste 2. Stufe gegangen wären. Aber nur, wenn man bei vereister Erststufe auf`s Finimeter genau achtet, und das Freeflow im richtigen Moment schließt. 10..15bar reichen dann ebenfalls locker zum auftauchen (ohne Deko). Allerdings bezweifle ich, daß man sicher und genau im richtigen Moment das Freeflow wieder zumacht; ein genau anzeigendes Finimeter im 10bar-Bereich oder mehrere Schließversuche sind Voraussetzung.
-Es gibt ja noch die etwas teurere Variante mit der verlängerten HD-Leitung und den von vorne erreichbaren Ventilen, also HD von Hand im benötigten Rhytmus wiederholt auf/zudrehen.

Wie auch immer, über Einzelheiten kann man sich ja streiten:
Das Einzige, was nicht geht:
Eine Doppelventilflasche (oder gar noch weniger) kaufen und sich um nichts weiter kümmern, in der Hoffnung, daß es schon gutgehen wird. Genau das machen aber offenbar sehr viele Taucher. Der Baddie, falls überhaupt in Sichtweite, wird vielleicht das Falsche machen. Oder man taucht aus Angst, der Baddie wäre nicht schnell genug da, per Notaufstieg auf. Man hat ja nicht ewig Zeit für die Entscheidung, ob man auf Fremdhilfe warten, wenig geprobte Ventilschließ- bzw. Unterwasser-Jacket-Entkleideversuche starten, oder einigermaßen kontrolliert aufsteigen will.
Antwort von Barney Registriertes Mitglied am 27.07.2006 - 11:47
Halole Shark2005,

das Free Flow Ventil bringt nur was wenn die 2. Stufe vereist. Beim vereisen der 1.Stufe und anschließendem schließen des Free Flow wird Dir der Mitteldruckschlauch platzen da der Druck ansteigt.
Oder Du machst ein Überdruckventil in die 1.Stufe was aber beim vereisen der 1.Stufe und geschlossenem Free Flow abblasen wird.

Gruß
Barney
Antwort von mhille Registriertes Mitglied am 27.07.2006 - 11:59
@blauriffhai:

Dein Punkt zwei ist absoluter Blödsinn!

Die erste Stufe ist ja auch ein Druckminderer, der reguliert den Flaschendruck auf meist +/-9bar im Mitteldruckschlauch. Und das funktioniert auch, wenn die Stufe vereist = permanent offen ist!

Die zweite Stufe funktioniert auch, reduziert also den Druck auf Umgebungsdruck.

Es blubbert halt heftig - das Atmen aus einem abblasenden Automaten ist kein Problem. Man sollte es nur geübt haben. Eine ausgezeichnete Simulation ist, die Luftdusche zu drücken und atmen zu versuchen.

Ich weiß das - mir ist das schon mal passiert. BTDTGNT.

Zu Punkt 3: Bevor man absäuft oder Wasser inhaliert, ist es besser, wenn man noch versucht einen Zug aus dem Jacket zu machen. Besser als absaufen alle mal.

Gruß - Martin.
Antwort von kandy3 Registriertes Mitglied am 27.07.2006 - 12:43
Hi
@ shark2005
das mit dem Free Flow hat einen Hacken, es braucht zwingend ein Überdruckventil an der ersten Stufe. Ansonsten könnte oder würde der Schlauch zur 2.Stufe gesprengt.
Die Folge ist wenn die Luft zur 2.Stufe abgesperrt wird, und die 1.Stufe weiter abbläst, das dann das Überdruckventil aufgeht. Somit bläst es direkt aus der 1.Stufe anstatt aus der 2.Stufe, also auch keine 100% Lösung.
Ausserdem alle sprechen immer von Vereisen. Das kann so leicht niemand nachweisen. Ich persönlich meine das wohl meistens gar kein Vereisen vorliegt sondern simple mechanische Reibungsprobleme bei Kälte und Tiefe auftreten. Dann schliesst das Ventil nicht mehr richtig und es pfeift durch.
Kaltwassertauglichkeit der Regler wird vielfach versprochen und verkauft aber der Nachweis wird praktisch nie angetreten.
Der Anfänger muss schon etwas Glück haben um einen wirklich brauchbaren Automaten zu erwischen. Oder viel im Tauchernet lesen bevor er sich einen Regler kauft.

Antwort von Tauchhase Registriertes Mitglied am 27.07.2006 - 12:54
@Shark2005:
Ich vertrete da eine andere Meinung. Das "Free Flow" wird zwischen der 2. Stufe und dem MD-Schlauch montiert und ermöglicht das Abdrehen der 2. Stufe. Friert die zweite Stufe ein (nicht sehr wahrscheinlich) ist das FF sinnvoll. Friert die erste Stufe ein (dürfte die Regel sein) bläst das zusätzliche Überduckventil an der ersten Stufe ab, um ein Bersten des MD-Schlauches zu verhindern. Somit hast Du auch hier einen Gasverlust.
Nein - tauchen mit zwei unabhängigen Systemen und das Zudrehen des Ventils an dem vereisten System, erscheint mir die bessere, sichere und auch kostengünstigere Alternative.

Grüß`le
Tauchhase
Antwort von flasche Registriertes Mitglied am 27.07.2006 - 13:12
(Wobei ich grundsätzlich natürlich die Bedenken verstehe, "Jacketatmung" nicht etwa in organisierte Übungen/Ausbildung einzubeziehen, wegen möglicher Gesundheitsgefahren. Auch nicht mit Leihjackets oder jahrelang ungereinigten, feuchtwarm gehaltenen Jackets machen. Aber ansonsten, einmalig ein paar Luftzüge, bei gesundem Taucher.. ich persönlich halte das für mich für verträglicher, als es erst im Notfall zu überdenken. Letzte Verteidigungslinie, selbstverständlich.)
Antwort von blauriffhai Registriertes Mitglied am 27.07.2006 - 13:42
Wir in unseren tiefen schweizer Seen erleben ab und zu mal eine Automatenvereisung. Nicht dass wir mit ungeeigneten oder nicht reviedierten Automaten tauchen, sondern weil zugezogene Taucher oder sonstige Gäste die nur im Meer getaucht heben, nicht immer das optimale Material für die Tauchgänge bei uns haben. Die Übung Automatenvereisung muss bei uns im Club von jedem Taucher beherscht werden. Unser gängiges Vorgehen ist. Wechseln auf den Zweitautomaten (oder Westenautomat) wenn möglich gleichzeitig den Partner signalisieren. Der dreht den Hahn zu. Problem vorerst gelöst. Nach ein paar Minuten den Hahn wieder aufdrehen lassen und weiter tauchen. Grosser Luftverbrauch vermeiden. Die Fortgeschritenen machen dieses mit zusätzlichem Luftspenden. Gibt sicherlich noch andere Möglichkeiten. Wir aber haben die Sache so im Griff.

@Tobias
@Flasche
Der 100% volle Flaschendruck wird, wegen den diversen Wiederstände in der 1. Stufe und Schlauch, nicht herschen. Vorallem weil es das Ventil in der 2. Stufe aufdrückt. Aber die Luftmenge ist so gross, dass du nur damit zu tun hast die Orientierung und Tarierung zu behalten.
Antwort von blauriffhai Registriertes Mitglied am 27.07.2006 - 13:45
@Martin
Klar ist die 1. Stufe ein Druckminderer. Aber wenn diese vereist ist, ist es nunmal so, dass diese ihre Aufgabe nicht mehr warnehmen kann. Sprich Ventiel offen. Voller Durchlass.

Gruss Norbert
Antwort von Mönchsrobbe Registriertes Mitglied am 27.07.2006 - 14:58
@blauriffhai, genau so lehrt es cmas.ch. Aber dies scheint bei anderen Verbänden überhaupt nicht und bei cmas-Verbänden ausser halb der Schweiz nicht mehr gelehrt zu werden.

So iss es. Darum schiessen auch die Taucher weiterhin mit abblasenendem Automaten mit Notaufstieg aus dem Wassser, dürfen dann in einem Hubschrauber fliegen uns sehen dann eine Druckkammer von innen.

Einfach weil das Zudrehen des Hahnens nicht mehr gelehrt wird! So geht es Woche für Woche weiter und es gibt wenigsten etwas im Unfallforum zu berichten.
Antwort von fwsg@gmx.de Registriertes Mitglied am 27.07.2006 - 15:13
Genau, und voller Durchlass heißt Mitteldruck, also 9-11 bar.

Gruss
Frank
Antwort von shark2005 Registriertes Mitglied am 28.07.2006 - 01:30
Für alle welche die Funktionsweisedes FFCD nicht kennen, ist hier der Link: Hier klicken

Dort wird genau beschrieben was das Ding kann und was nicht. Es ist absolut richtig, dass das FFCD nicht einen Vereiser in der ersten Stufe "beheben" kann.
Doch die Meinungen, wo die meisten Vereiser passieren, gehen wie wir hier lesen, auseinander.

Nehmt Euch die Zeit und lest den Bericht -Automatenvereisung- unter dieser Adresse:
Hier klicken

Wünsche allen immer gut Luft!
Antwort von Tauchhase Registriertes Mitglied am 28.07.2006 - 12:55
Weitere Infos über Vereisung unter:

www.dive-starfisch.de/glossar Rubrik Vereisung
200.bar.de/praxistipps Rubrik Vereisung

Ob nun die erste oder die zweite Stufe vereist, dürfte dem Taucher in einer "Vereisungs-Notsituation" egal sein. Wichtig jedoch zu wissen, wie man solchen Situationen vorbeugen kann (Trockene Luft, vereisungsarme Automaten, usw.) bzw. richtig reagiert, sollte doch eine solche Situation auftreten.

Immer klares Wasser
wünscht Tauchhase
Antwort von kwolf1406 Registriertes Mitglied am 28.07.2006 - 13:00
@latuma
> Die beste Lebensversicherung ist aber immer noch ein funktionierendes "Buddyteam" <

Schön wärs:

1. schließ sofort die Augen und stell Dir Dein Ventil auf dem Rücken vor und stell dir genau vor, in welche Richtung du zudrehen musst. Und - bist Du sicher, dass es auf Anhieb stimmt? War´s nicht doch ander herum?
2. Bitte beim nächsten Tauchgang Deinen Buddy kurz vorm Abtauchen, Dir die erste Hauptstufe aufzudrehen, weil du das vorher vergessen hast...und halte dabei nicht unbedingt zu still... dann stell Dir vor, was passiert, wenn ihr unter Stress und halb panisch seid... dann entscheide Dich, ob Du nicht besser so geübt bist, die Ventile immer und in allen Situationen *selbst* zu bedienen.

Grüße
Klaus

Grüße
Klaus
Antwort von Tauchhase Registriertes Mitglied am 28.07.2006 - 13:01
Sorry - hier sind die Links direkt:

Hier klicken
Hier klicken

Grüß`le
Tauchhase
Antwort von Xorph Registriertes Mitglied am 28.07.2006 - 13:28
"Voller Durchlass" heißt keineswegs Mitteldruck. Der Mitteldruck wird deswegen auf 9-11 bar (oder was auch immer) gehalten, weil die 1. Stufe das Ventil zur Flasche schließt, sobald im Mitteldruckschlauch der korrekte Druck erreicht wurde. Dies wiederum geschieht dann, wenn an der 2. Stufe das Ventil geschlossen wird - was nun wiederum dann passiert, wenn im Mundstück der momentane Umgebungsdruck erreicht wurde.

Wird an der 2. Stufe abgeriegelt, ohne dass die 1. Stufe bei Erreichen des definierten Mitteldrucks dichtmacht, wird der Druck im Schlauch selbstverständlich weiter ansteigen und irgendwann den aktuellen Flaschendruck erreichen, was im allgemeinen zum Bersten des Schlauchs führt. Man braucht sich nur überlegen, dass Flasche, 1. Stufe und Schlauch bei offener 1. Stufe ein zusammenhängendes System bilden, in dem sich nach kurzer Zeit überall der gleiche Druck einstellen wird, Druckminderer, Bohrungsgröße und Ventilgeometrie hin oder her.

Frei strömende Luft übt übrigens überhaupt (3 ü-Worte in Folge keinen Druck aus... mal zum Nachdenken...
Antwort von blauriffhai Registriertes Mitglied am 28.07.2006 - 14:32
Die letzten 2 Einträge von mir sind nicht erschienen. Habe wahrscheinlich was falsch gemacht.

@Xorph
Danke! Endlich habe ich Unterstützung.
Antwort von flasche Registriertes Mitglied am 28.07.2006 - 15:25
Solange der MD-Schlauch nicht platzt, und übliche MD-Schläuche sind für einen Druck bis zu ca. 20bar ausgelegt (nicht etwa 200bar); platzen würden sie vermutlich bei vielleicht ca. 40bar; kann unmöglich ein Druck von 200bar im MD-Schlauch, und damit auch nicht in der 2. Stufe, vorliegen.

Wenn die 2. Stufe abbläst, die 1. Stufe aber korrekt regelt, liegt der Druck im MD-Bereich der 1. Stufe, und annähernd auch in allen anderen MD-Schläuchen, im Regelbereich von ca. 10bar. Genau genommen liegt er unmittelbar vor der 2. Stufe etwas unter 10bar, da durch den hohen Luft-Durchfluß ein Druckabfall zwischen 1. Stufe (10bar) und 2. Stufe (vielleicht ca. 7bar) entsteht.

Wenn auch die 1. Stufe versagt und zu weit öffnet, und zugleich die 2. Stufe abbläst, hängt der Druckverlauf zwischen Flasche (<200bar), MD-Bereich der 1. Stufe, MD-Schlauch-Anfang an der 1. Stufe (nicht geplatzt, also irgendwo zwischen 10..40bar) und Anfang der 2. Stufe (jedenfalls unter dem MD am Schlauchanfang an der 1. Stufe) von den hintereinander geschalteten Strömungswiderständen ab (Ventile, Bohrungen, Schläuche). Der Gesamtströmungswiderstand und der Flaschendruck bestimmen, wie stark es abbläst.

Jedenfalls ist es unmöglich, daß direkt vor der geöffneten 2. Stufe 200bar anliegen; es sind (je nach Vereisungszustand, Strömungsteilwiderständen, Konstruktion und Flaschendruck) zwischen 0 und 40bar. Sagen wir vereinfachend: Durchschnittlich 20bar.
Doppelter Druck (20bar bei Vereisung gegenüber 10bar MD im Normalfall) vor der 2. Stufe bedeutet etwa doppelter Durchfluß durch die 2. Stufe bei "Abblasen" gegenüber "voll gedrückter Luftdusche im Normalfall". 4-facher Druck (40bar) eben das Vierfache.

Wer`s nachvollziehen will: Es gibt Analogien zwischen z.B. Elektrotechnik und Pneumatik:
Druck - Spannung
Strömungswiderstand - elektrischer Widerstand
Durchfluß - Strom.
Ersatzschaltbild aufmalen, Zusammenhänge verstehen.

Nochmal, blauriffhai:
Es können *unmöglich* 200bar vor der 2. Stufe anliegen, da liegst du völlig falsch.
(Aber es blubbert sicherlich stärker, als bei übungsmäßig gedrückter Luftdusche.)
Folgerung: Man kann die herausblubbernde Luft schlabbernd atmen, oder sie nicht nutzen, wenn man eine Alternative hat. Hat man keine Alternative, sollte man sie besser nutzen, und das vorher mal üben.
Antwort von shark2005 Registriertes Mitglied am 28.07.2006 - 16:38
@Tauchhase; Habe Deine Artikel gelesen, doch in meinem Fall hatte ich Membrangesteuerte und mit Vereisungsschutz ausgestattete 1.Stufen.
Denke dass auch mit der Auslegung Deiner Artikel, der Vereiser an der 2.Stufe war. Im weiteren kenne ich weitere zwei Leute, die mit diesem Fabrikat das selbe Problem hatten und es mit dem FFCD lösen konnten. Sind alle auf andere Produkte umgestiegen.

Ausserdem kommt es wirklich daruaf an, mit was man taucht. Daher resultieren sicherlich auch die verschiedenen Meinungen.

Gruss und schönes Wochenende!
Antwort von blauriffhai Registriertes Mitglied am 28.07.2006 - 18:21
@Flasche
Meine Rede. Wenn du die anderen 2 Beiträge, die hier leider nicht erschienen sind, lesen könntest.

Mir ging es darum, dass der Druck sich erhöht, dass Luftvolumen viel Grösser ist als wenn auf die Luftdusche gedrückt wird und in einer "keine Luft" Situation es eine grosse Kunst ist vom dem Lungenautomaten zu schlabern. Mir ist vollkommen klar, dass sich der Druck von maximal 200 bar durch die diversen Wiederstände un kleinen Durchlässen reduziert. Es war nie die Rede, dass der Mitteldruck auf 200 bar ansteigt.
Grüsse
Norbert
Antwort von flasche Registriertes Mitglied am 28.07.2006 - 18:30
(P.S.: Und jetzt bitte nicht auch noch die Regeldynamik diskutieren, die zu abfallendem statt stabilem MD beim Einatmen führt. Aber das macht ja die Aussage, daß da bei Abblasen ein auf 200bar erhöhter Druck an der 2. Stufe anläge, noch unwahrer. Dynamik jetzt auch noch mit Ersatzschaltbildern/Analogien.. nein danke.)
Antwort von Xorph Registriertes Mitglied am 28.07.2006 - 23:04
Mich würde ja stark interessieren, worin genau sich die beiden Situationen "Vereisen der 1. Stufe" und "Drücken der Luftdusche" (und, wenn man will, auch das normale Einatmen) in Bezug auf Drücke, Luftmenge und Strömungsgeschwindigkeit im Lungenautomaten unterscheiden.

Nach meiner Ansicht gibt es grundsätzlich keinen Unterschied: In allen 3 Fällen sind sowohl in der 1. als auch in der 2. Stufe alle Ventile geöffnet, und es gibt eine direkte und ungehinderte Verbindung von der Flasche bis zum Mundstück. Warum im Fall des Vereisens der 1. Stufe die Luftmenge oder der Druck größer sein sollen als bei gedrückter Luftdusche, kann ich nicht wirklich nachvollziehen - ein Vereisen verhindert lediglich das Schließen der 1. Stufe, sie wird nicht etwa weiter geöffnet oder so.

Wenn die erste Stufe nicht mehr schließt, erreicht der Druck im MD-Schlauch sehr schnell die 200bar - aber nur, wenn an der 2. Stufe abgeriegelt wird! Bei freiem Abströmen wird der zulässige Mitteldruck definitiv nicht überschritten: Wenn das so wäre, würden MD-Schläuche regelmäßig bersten, weil bei normaler Atmung genau die selbe Situation eines freien Luftflusses aus der Flasche vorliegt.
Antwort von Xorph Registriertes Mitglied am 28.07.2006 - 23:29
Irgendwie gibt`s gerade Probleme mit den Beiträgen, also nochmal kurz meine Frage:

Was genau ist denn der Unterschied zwischen "Vereisen der 1. Stufe" und "Drücken der Luftdusche"? Mir fällt keiner ein... In beiden Fällen sind alle Ventile geöffnet und die Luft strömt frei und ungehindert von der Flasche zum Mundstück. Warum sollte beim Vereisen ein höherer Druck entstehen und mehr Luft abströmen als bei gedrückter Luftdusche?
Antwort von kandy3 Registriertes Mitglied am 30.07.2006 - 10:47
Nun ganz einfach ausgedrückt:
Ein Regler regelt den Druck am Ausgang der 1. Stufe je nach Hersteller so zwischen 7 und 14 bar.
Wenn nun etwas eingefriert oder sich mechanisch verklemmt dann regelt da nichts mehr und jenachdem wo sich der Regelmechanismus gerade festhängt ist das Ventil mehr oder weniger auf und es bläst entsprechend durch. Das der Druck höher ist als normal zeigt sich dadurch das die 2.Stufe aufgedrückt wird und abbläst.
Theoretisch könnten die Hochleistungsregler bis über 2000 Liter/minute liefern. Normal braucht ein Taucher so um die 10...20 Liter/minute. Soll heissen das der Regler die Luftmenge so regelt jenachdem was gerade verbraucht wird. Aber wenn der Regler festhängt dann regelt eben nichts mehr und es strömt mehr oder weniger ungebremst durch den Regler.
Beim drücken der Munddusche regelt die 1.Stufe immer noch und hält den Mitteldruck immer noch einigermaßen konstant.
Beim Einfrieren oder Festhängen des Mechanismus ist der Mitteldruck nicht mehr geregelt und es strömt mehr oder weniger ungebremst durch.
Wie gesagt eine einfache Erklärung.
K3
Antwort von DieHappy74 Registriertes Mitglied am 31.07.2006 - 10:46
was hier alles für ideen rumgeistern...

mich würden auch mehr details interessieren, warum man wegen eines abblasenden automaten (vereisst oder warum auch immer) immer gleich einen notaufstieg einleiten muss? jeder 2. TU zeigt genau dieses schema auf, was für mich a) mangelhafte ausrüstung oder b) mangelhaufte ausbildung/erfahrung/selbstüberschätzung oder beides zur ursache hat. aber eben: würde gerne jeweils etwas mehr zu den TUs erfahren, um daraus auch effektiv eigene lehren ziehen zu können.

üben finde ich grundsätzlich gut - nein: sehr gut. auch ich übe hin und wieder aus abblasendem automaten zu "schlabbern" was kein grosses problem ist - wenn mans schon mal geübt hat.

ich habe schon mehrere hundert see-tauchgänge teilweise über 50m tiefe und hatte noch NIE abblasende automaten. auch keiner meiner buddies. das da dauernd automaten abblasen sollen verstehe ich nicht. nichts desto trotz gilt bei uns eigentlich folgende ausrüstung als standard für kaltwasser-tauchen:

- zwei getrennte flaschenabgänge mit je einer 1. stufe dran

- primär und occti nicht am selben abgang

- ffcd

- vernünftige automaten wie z.b. apexs etc.

- zwei lampen

FFCD:
wenn ich das hier so lesen, dann stellt sich mir die frage, ob die lästerer hier überhaupt eine ahnung haben, was das für ein teil ist. ich für mich sage mir lieber, das ich sowas dran haben will und nicht brauchen als umgekehrt. in einer notsituation habe ich lieber eine option mehr als eine weniger. das mir das ffcd nicht jedes problem lösst ist völlig klar. aber ich kann mir die 2. stufe selbst "zudrehn". hilft das, weils z.b. ein klemmer oder vereiser der 2. stufe war, ist es ja schon mal gut. hilfts nix, dann geht die luft mindestens mal hinter meinem kopf durch den überdruck weg, und ich hab "klare sicht". dann kann ich ja locker auf den occi umsteigen bzw. aus diesem "schlabbern" wenn der dann auch durchblässt. zu guter letzt sollte ich ja dann in nützlicher frist auch noch meinen buddy "finden" können und der hat ja dann auch noch das selbe system.

also ich seh da echt nicht, warum jeder zweite TU wegen abblasendem automaten ausartet. kann mich da mal einer aufklähren, was neben mangelhafter ausrüstung, ausbildung und erfahrung noch die ursachen sein können?

guet luft!
marc
Antwort von Philipp555 Registriertes Mitglied am 31.07.2006 - 17:55


Hallo,

kandy3 hat Recht und die übrigen Beiträge zu abblasenden ersten Stufen sind nicht alle ganz richtig. Die Regelung des Mitteldrucks erfolgt über einen Kolben oder eine Membran die/der ein Ventil steuert, dass sich ja nach Umgebungsdruck (bzw. Tiefe) mehr oder weniger weit öffnet, um den Druck in der Mitteldruckkammer auf einem konstanten Wert zu halten. Vereist die erste Stufe, steht das Ventil in einer beliebigen Position offen, im Extremfall ist es voll geöffnet. Der Druck im MD-Schlauch steigt soweit an, bis sich das Ventil der zweite Stufe unfreiwillig öffnet (Downstream-Ventil). Die Luft bläst ab, es entsteht eine Strömung im System. Die erste Stufe wirkt weiterhin als Drossel (Druckminderer), so dass es auf keinen Fall dazu kommt, dass die Flaschendruck auf die 2.Stufe und den MD-Schlauch wirkt. Bevor der Schlauch platzt, öffnet die 2.Stufe. Die 200 bar aus der Flasche würden nur dann anliegen, wenn dahinter alles dicht wäre. Sobald aber eine Strömung entsteht, kann der Druck nur auf einen bestimmten Wert ansteigen, der durch die Konstruktion der beiden Stufen unter dem Berstdruck des Schlauches liegt. Dieser kann aber durchaus höher als der `normale` MD (ca. 10bar) liegen, der an der zweiten Stufe anliegt, wenn man die Luftdusche betätigt.
Antwort von armino Registriertes Mitglied am 02.08.2006 - 00:18
Greez -Meine Meinung aus eigener Erfahrung und & mein Tip !
Die Ponyflasche mit 4 Liter und Apex 1. Stufe ist ne gute Lösung als Ergänzung zum Doppel 10/12 System bei Tauchgängen mit Preßluft bis max. 40 m..Sollte dann aber auch zudem mit dem Wing verbunden sein wegen Auftriebsmöglichkeit wenn alles ausfallen sollte (Bei guter Wartung und Plege der Aüsrüstung aller Systeme fast zu 90 % außschließbar das ein Ausfall eintritt) .Mittels Mehrbereichsbventilblock (Bis 300 Bar und Manuel mit div.Absperrventilen für die Luftversorgung) ist das auch ne Versicherung für einen sicheren Notaufstieg.Bei Vollgesichtsmaske mit Ausfall der 1.Stufe (Vereisung) ist das mit einen Wechsel auf Tauchermaske schon gewöhnungsbedürftig bzw. ein Problem.Empfehle bei / ab 30 m Tauchgang lieber eine Tauchhmaske statt Vollgesichtsmaske (egal welcher Hersteller)und eine Zweite in Reserve denn das Wechseln der Maske bei 20-40 m und Atemregler auf die Pony in Notfall.(Berufstaucher haben eine andere Systemversorgung die über Oberflächenüberwachng mittes Schauchversorgung und Überwachung geleitet wird.Bei Ausfall wird durch der Ausfall der Luftversorgung über den Schlauch sofort die Reserveflaschean Tauche die Luftversorgung über die Bailoutflaschea aktiv-Nun wir sind eben Sport und Tekdiver-Für uns ist dann ähnlich zu gestalten so wie ein Reserve System mit 4l Flasche für den " NOTFALL".Tauchen soll doch auch Spaß machen und nicht ein Druckkammer TG- werden.Gute Wartung,Technischer Überblick der eigenen Ausrüstung(Lieber mehr Luft als zu wenig!und Umgang derselben & Planung ist das A & O ..Das Risiko und viele Tauchunfälle sind oft Fehler im Kopf!-Streß-Überheblichkeit-Gesundheitsprobleme und Selbstüberschätzung- .Greez armino
Antwort von kwolf1406 Registriertes Mitglied am 01.08.2006 - 21:18
@ DieHappy74

>kann mich da mal einer aufklähren, was neben mangelhafter ausrüstung, ausbildung und erfahrung noch die ursachen sein können? <

Ich denke, das reicht auch schon - ggf. gepaart mit höherer Grundangst. Ach ja: Die fehlende Fähigkeit, das Ventil zu zudrehen (hat aber direkt was mit Erfahrung und Ausbildung zu tun).

Grüße
Klaus
Antwort von kandy3 Registriertes Mitglied am 02.08.2006 - 06:00
Hi
@DieHappy74
schön das dir noch nie ein Automat abgeblasen hat.
Du hast eben auch (Glück oder Zufall) die richtigen Automaten. Mit Apeks wirst du solche Szenarien wohl kaum erleben dürfen.
Aber nicht jeder hat von vornherein Glück und gleich die richtigen Automaten. (Ich weiss ich werd jetzt gleich gesteinigt).
Es gibt da schon einige (viele) Hochleistungsautomaten die bei Kälte und Tiefe, schon bei nur etwas erhöhten Luftverbrauch, sofort mit Abblasen antworten. Und wie weiter oben schon beschrieben ist das nicht mehr mit Drücken der Luftdusche vergleichbar. Da bläst das Ding dann schon etwas höllischer. Das bringt dann schon mal auch den einen oder anderen aus der Fassung. Der Zustand der Panik stellt sich sehr schnell ein. Und wenn der Buddy dann etwas weit entfernt ist oder wie so oft einfach nichts davon mitkriegt, oder mit der Situation überfordert ist, dann kann es schon dramatisch werden. Man muss schon etwas abgebrüht sein und die Ruhe bewahren, das geht normalerweise auch nur wenn so eine Situation vorher schon mal eingeübt worden ist. Der Ernstfall ist aber trotzdem anders als eingeübt.
Der Panikzustand reicht von extrem aktiv bis total passiv. Der Aktive wird sich nur schwer davon abhalten lassen nach oben durch zu gehen, und der Passive wird teilnahmslos, schokiert, unfähig auch nur einen Finger zu rühren, und sinkt ab. Wie auch immer es gibt dann viel zu tun für den Buddy, sofern man diesen dann auch als Buddy bezeichnen kann, möglicherweise reagiert der auch geschockt und sein Automat bläst aus Sympathie gleich mit ab. Es gibt sicherlich viele Gründe warum es immer wieder zu solchen Szenarien kommt, einer davon sind mit Sicherheit die Regler, die trotz EN250 nichts taugen im kalten Tiefen. Es gibt nicht soviele standfeste Regler, Apeks ist einer davon, auf Poseidon kannst dich auch verlassen. Solange irgendwelche Revisionisten nichts kaputt gemacht haben.
Es befasst sich praktisch niemand (bis auf sehr wenige Ausnahmen) damit die Regler in Kälte und Tiefe im echten Wasser zu testen, jeder GLAUBT das sein Spielzeug nach EN250 zertifizierter Hochleistungsregler absolut geeignet ist. Nur ist meine Erfahrung (und ich hab das auch bei einigen nachgewiesen) das viele Regler einfach ungeeignet sind trotz der schönen Werbesprüche. Es ist sehr viel Gelumpe auf dem Markt. Revisionen schmieren und salben hilft auch nichts. Man kann Funktionalität nicht hinein testen oder hinein pflegen. Helfen kann nur ein ordentliches überprüftes Design, aber daran sparen vermutlich so manche Hersteller. Es kann Ihnen auch niemand so schnell beweisen das Sie Murks gemacht haben.
K3
Antwort von DieHappy74 Registriertes Mitglied am 02.08.2006 - 10:37
hallo kandy3,

deine statements kann ich grundsätzlich voll unterstützen. vorallem "und sein Automat bläst aus Sympathie gleich mit ab" fand ich geil

meine "provokationen" ziehlen mehr in die richtung, das es mir schon etwas zu denken gibt, wer da alles mit welcher ausrüstung und erfahrung was für tauchgänge macht. darum häufen sich wohl auch die TUs. keine paar wochen ohne neuen TU im deutschsprachigen raum. leider ziehen diese TUs in der öffentlichkeit immer das sporttauchen in ein schlechtes licht. da heisst es dann nicht: "der taucher war mit seiner nicht kaltwassertauglichen ausrüstung ohne erfahrung unterwegs" sondern: "das atemgerät versagte einmal mal..." - so in dem stil. irgendwie werde ich das gefühl nicht los, das es vermehrt "unterwasser-cowboys" gibt.

bei diesen TUs hier wollte ich in vergangenheit einfach auch versuchen lehren für mein tauch-alltag ziehen. habe aber meisst nicht verstanden, was da überhaupt die probleme waren und vorallem wie es jeweils soweit kommen konnte. das du meine vermutungen mit mangelhafter ausrüstung, ausbildung und/oder erfahrung bestätigst hilft mir insofern, als das ich das hier nicht mehr ganz so dramatisch sehe wie auch schon. würde mir halt jeweils etwas mehr hintergrundinformationen erhoffen, die es einem ermöglichen den TU einzuordnen: "selber schuld" oder "wirkliches problem aus dem man lernen kann". leider sind die meissten TUs hier aus der kategorie "selber schuld". :-|

automat hat mir - unter wasser - wirklich noch nie abgeblasen. dafür mal ein trocki ventil auf 40+m durchgeblasen. dann zieh ich halt da unten den trocki-schlauch raus bevor ich wie eine boje an der oberfläche treibe. aber der punkt ist das ich nicht nach wenigen TGs gleich mal auf 40m ging sondern mich da langsam rangetastet hatte und das erst nach vielen TGs.

auf mich macht es fast den eindruck, das immer mehr leute mal eben schnell ein kürslein machen, sich ne flasche und "ein bisschen ausrüstung" schnappen und sich gleich mal auf 40m schmeissen. dann wundern sie sich im nachhinein dann, das sie und ihre ausrüstung da unten völlig überfordert sind (wenn sie sich noch wundern können).

ist das die neue art zu tauchen? )
Antwort von Schleppanker Registriertes Mitglied am 03.08.2006 - 11:51
Hallo zusammen.

@ kandy3

In unseren Gewässern tauche ich bei jedem Wetter mit Poseidon und Apeks. Aber was ist mit der Luft? Am letzten Wochenende war ich zum Tauchen im Sauerland. Es war sehr idyllisch. Der See und die Wälder lagen in einem tollen Nebel. Und dann die Sonne...
Nur lag die Füllstation auch in diesem Nebel. Wie sieht es aus, wenn da mal der Kompressor nicht ganz in Ordnung ist? Möglicherweise vereist dann auch der Apeks oder der Poseidon wegen feuchter Luft. Das passierte mir zwar noch nie, aber ich habe davor einen riesen Respekt.
Antwort von DieHappy74 Registriertes Mitglied am 03.08.2006 - 13:44
>wenn da mal der Kompressor nicht ganz in Ordnung ist

öhms, also wenn da der kompressor "mal nicht in ordnung ist", dann würde ich da grundsätzlich keine luft mehr holen. füllstationen bei denen ich nicht einen top seriösen eindruck vermittelt bekomme, verwende ich grundsätzlich nicht.

also wenn die füllstation einigermassen stand der technik (und sicherheit) ist, dann müsste diese über die nötigen filter(s) verfügen, sodass die angesaugte luft entsprechend trocken und vorallem auch sauber sein sollte. die ganz vorsichtigen zeitgenossen (von denen ich einige kenne), haben darum noch ihren eigenen kleinen filter dabei, welchen sie beim füllen jeweils zwischen die flasche und den "zapfhahn" schrauben. siehst man da drauf dann verschmutzungen etc. ist die füllstation gleich gestorben, denn es gibt nicht wichtigeres als astreine luft.
Antwort von kandy3 Registriertes Mitglied am 03.08.2006 - 14:52
Hi
@Schleppanker
mit Poseidon und Apeks wirst du kaum einen Abblaser erleben. Habe da intensivere Tests mit AMV 50 in kalten Tiefen mit der Testpumpe gemacht, da passiert nichts.
Wenn andere Typen bei diesen Tests abgeblasen haben dann habe ich immer mit dem Xstream die Gegenprobe gemacht an der selben Luft (Doppelventil) da passierte nie etwas.
Die Luft wird immer gern angeführt als Ursache. Tatsächlich nachgewiesen hat das aber noch nie jemand, das geht auch nicht so einfach. Kann dich da beruhigen, wenn der Kompressor halbwegs gewartet wird dann ist die Luft so trocken das der Taupunkt unter -50°C liegt. Und so kalt wird der Regler selbst unter widrigsten Umständen wohl kaum.
Ich persönlich glaube auch nicht das die Regler vereisen, wie es immer wieder behauptet wird. Ich meine das da ganz einfache simple mechanische Reibungsprobleme bei Kälte und Tiefe auftreten bei so manchen Reglern. Mit echten Vereisern hat das alles wahrscheinlich gar nichts zu tun. Sonst müssten die anderen Regler an der selben Flasche auch einfrieren.
Antwort von Bierteufel Registriertes Mitglied am 03.08.2006 - 15:45
Sinn und Zweck des unfallforum? Ich dachte um über Fehler zu reden und die möglichst zu vermeiden. Wenn ich den Schwachsinn von Flasche (vorallem) und ein paar anderen lese scheint Ihr das Forum umzufunktionieren....
... neuer Zeck des Forums: Wenn sich ein Unfall ereignet, dann bitte soviel scheiss faseln, dass der nächste Unfall ein andere ist... (wohl zwecks Abwechslung)....

Es sind schon wirklich unglaublich schwachsinnige Aussagen hier drinn... man sollte das Forum zu machen das was hier gefaselt wird, kann man nicht ernst nehmen. Die die aus Unfällen etwas lernen wollen, sollten hier nicht mitlesen. Beispiel:

1. Ponyflasche gekauft, erlaubt in jeder Situation in Lufttauchtiefen (notfalls auch bis 70m) einen Normalaufstieg (evt. natürlich ohne ausgedehnte Deko). Flaschenzudrehen überflüssig. Kann man selbst oder dar Baddie auch noch die Flasche schnell zudrehen: Umso besser; Ventilverwechslung durch den Baddie ist ja bei getrennter Ponyflasche unmöglich.

-> ohne Wort... (schlage eine Doppel15 als Ponyflasche vor) eine Trimix eine Nitrox) das die Deko auch wirklich klappt..... (bei 70 Meter).....

angenommen: 4 liter * 200 Bar = 800 Barliter

Panik bei 70 Meter 5 mal tief luftholen und dann langsam Aufsteigen.... 5* 4(Luftholen)) Liter * 8 Bar = 160 Barliter ... und schon wirds knapp dann man schnell nach oben... mehr muss man zu dem Schwachsinn nicht sagen... naja .. oder der Grund Argon ins Jaket zu füllen ist mir auch schleierhaft... bestimmt damit nicht so kalt wird.. oder? Naja Prost Mahlzeit armes Forum
Antwort von gunther Redaktionsmitglied am 04.08.2006 - 12:16
da wir mittlerweile heftig Off-Topic sind und
sich bei uns die nicht mehr netten Beiträge häufen, denke ich kann man diesen Thread
beenden.
Man kann ja einen Thread über Selbstrettungs- Strategien starten wenn man möchte.

Grüße
Gunther

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