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TU Bodensee Meersburg
Abgesandt von Armin Registriertes Mitglied am 20.06.2005 - 12:31:

Zu einem Tauchunfall mit glimpflichem Ausgang kam es am späten Freitagabend im Bereich des Fähreanlegers Meersburg. Eine Gruppe von drei erfahrenen DLRG-Tauchern aus Weingarten führte an der dortigen Steilwand einen Tauchgang mit einer Maximaltiefe von 22 Metern durch. Beim anschließenden Aufstieg geriet einer der Taucher in Panik und wurde durch seine Mittaucher an die Wasseroberfläche und ans Ufer gebracht. Nach Erstbetreuung durch DRK und Notarzt musste der Taucher zur weiteren Behandlung ins Krankenhaus nach Überlingen eingeliefert werden. Er konnte am Samstag ohne weitere Beschwerden entlassen werden. Ermittlungen über die Unfallursache werden durch die Wasserschutzpolizei-Station Überlingen durchgeführt.



Antwort von shorty Registriertes Mitglied am 20.06.2005 - 17:44
Hallo

zum Glück geht es dem verunfallten Taucher wieder gut, aber in dieser Storry sind doch einige wiedersprüche drin...

[...erfahrene DLRG-Tauchern... Steilwand... Maximaltiefe von 22 Metern... Panik...]

Soviel ich weiss ist am Feähranleger in Meersburg Tauchverbot, es wir dort nur im Winter, wenn die Fähre micht fährt "geduldet"

dann ist dort eigentlich keine richtige Steilwand (höchstens bis 9m) dann geht es in Halde über (jedoch auch zügug abfallend)

Aber der Hauptwiederspruch ist der erfahrene Taucher der bei einer max Tiefe von 22m beim Austauchen Panik bekommt, hier kann beisst sich doch etwas...?

Vielleicht kann hier noch jemand ein bischen licht in die Sache bringen...?

(dive)shorty



Antwort von Thomas Weber Registriertes Mitglied am 20.06.2005 - 22:42
@shorty

Ich denke, daß Du an diesem Platz noch nie tauchen warst, oder ihn zumindest verwechselst! Die Maximaltiefe, die ich am sogenannten "Plätzle" erreicht habe liegt bei 32m. Zudem wäre mir neu, daß dort Tauchverbot besteht.

Über den Rest der ganzen Geschichte sollten wir den offiziellen Bericht abwarten, bevor wieder diese ganzen unqualifizierten Kommentare abgegeben werden.

Im diesem Sinne und immer eine handbreit Wasser unter dem Bauch.

mfg!

Thomas Weber
Antwort von shorty Registriertes Mitglied am 20.06.2005 - 23:11
Hallo Thomas,

so wie es aussieht habe ich den Platz wirklich verwechselt, ich nahm an, das es sich um den Platz an der Uferstrasse in Meersburg handelt, an dem auch die "Old Joe" liegt...

Aber bitte, was war an meinen Kommentaren unqualifiziert? Ich habe hier doch nur Fragen gestellt, da die (bisherigen) Fakten auf den ersten Blick nicht zusammen passen...

Und die Hauptfrage ist doch, Platz hin und Plätzle her, wieso bekommt ein erfahrener Taucher in einer moderaten Tiefe Panik?

Daher ja meine Frage aus dem ersten Beitrag nach etwas mehr Aufklärung.

(dive)shorty

Kopfschüttelnd, darüber, dass man hier gleich angegriffen wird, wenn man nur eine Frage stellt...
Antwort von Schnecke Registriertes Mitglied am 20.06.2005 - 22:58
@shorty
1. Meinst Du das Plätzle? Da ist das Tauchen erlaubt und man kommt auch ohne Weiteres auf 22m mit gutem Anteil Steilwand... Alles andere ist nicht Fähreanleger, sondern Wilder Mann, Promenade/Hexensteigle und Platz Eins (Linienschiffe). Dort ist es im Sommer verboten.
2. Soweit ich weiß, kann man aber auch weiter vorne zwischen Wildem Mann und Fähre über die Mauer reinhüpfen (nennt sich "Rondell") und dort soll es auch erlaubt sein. Tiefen dürften ähnlich Wildem Mann sein...
Ist aber doch alles eigentlich wurscht, oder? Tatsache ist das mit der Panik und über die Gründe wird uns wohl nur der Betroffene selbst was Genaueres sagen können... Irgendwann kann es jeden erwischen, das ist doch kein Widerspruch...
Antwort von Bert Rudeck Registriertes Mitglied am 21.06.2005 - 09:12
Die Meldung enthält nur einen einzigen Satz der sich mit dem eigentlichen (sogenannten) `Unfallgeschehen` befasst:
"Beim anschließenden Aufstieg geriet einer der Taucher in Panik und wurde durch seine Mittaucher an die Wasseroberfläche und ans Ufer gebracht."

Diese Schilderung liest sich so, als sei letztlich doch alles unter Kontrolle gewesen. Worin liegt eigentlich begründet hier von einem Unfall zu sprechen? Hatte der in Panik geratene Taucher nach dem TG gesundheitliche Probleme? Warum ermittelt die Polizei?
Gruß, Bert
Antwort von diver928625 Registriertes Mitglied am 22.06.2005 - 12:38
Ich möchte noch etwas anfügen:
Das Tauchen am "Platz 1" ist seit diesem jahr ganzjährig verboten, da es mittlerweile Privatgelände ist! Klingt zwar unglaubwürdig, ist aber so! Jeder am Platz 1 ins Wasser geht, muss damit rechnen eine Anzeige zu erhalten...
Das Tauchen an "der Wiese" oder auch "Plätzle" genannt, ist grundsätzlich auch verboten, wird aber toleriert! Jeder Unfall (oder auch Beinahe-Unfall) wird dazu führen, dass die Wapo, bzw. das Landratsamt ein Tauchverbot ausspricht.
Zum Unfall möchte und kann ich nichts sagen, da warten wir einfach auf den offiziellen Bericht. Fragen stellen ist erlaubt, aber Mutmaßungen anstellen über "22 meter, ist doch nicht tief", "erfahrener Taucher und dann Panik" hilft keinem weiter und entbehren jeder Grundlage...
Antwort von musher Registriertes Mitglied am 22.06.2005 - 12:28
Es wahren also 3erfahrene DLRG-Taucher? Hatten die dann alle schon die Freigabe auf 30m oder waren sie geade dabei, diese schrittweise anzugehen?
Wieviel DLRG-Personal war noch am Ufer?
Oder waren es etwa keine DLRG Tauchgänge nach GUV R 2101?

Wie geht es inzwischen den "verunglückten" Taucher?
Antwort von Bert Rudeck Registriertes Mitglied am 22.06.2005 - 15:01
@diver92...
Du schreibst: "Zum Unfall möchte und kann ich nichts sagen, da warten wir einfach auf den offiziellen Bericht."
Bekommst Du denn den offiziellen Bericht? Stellst Du ihn dann hier ein? Ist das erlaubt?
Gruß, Bert
Antwort von mic Registriertes Mitglied am 22.06.2005 - 18:19
Von offiziellen Berichten hab ich auch noch nicht viel gesehen (ohne `Sensationslust`), aber ihr glaubt doch auch nicht ernsthaft hier irgendeine amtliche stellungnahme o.ä. zu bekommen.

Umso besser und lobenswerter wenn sich Betroffene äussern, und alle davon (ohne dumme/sinnlose Spekulationen) profitieren lassen. Dazu MUSS der Tonfall aber sachlich bleiben, sonst wird es zum Verriß (einzelner Personen/Verbände/Gruppen,usw) und jemand der das absehen kann, schreibt doch dann nicht auch noch einen Bericht für das T.net.

Ich hoffe dem Verunfallten geht es wieder besser
MICHAEL
Antwort von Kaulquappe Registriertes Mitglied am 23.06.2005 - 18:26
Hallo Zusammen,
möchte Euch nur bescheid geben, dem "Verunfallten" geht es wieder gut. Dem Tauchen steht nichts mehr im Wege. Ohne jetzt ins Detail zu gehn, der gesamte Ablauf war Lehrbuchreif. Im Namen des "Verunfallten" bedanke ich mich bei Allen für deren Genesungswünsche. Nur eines möchte ich noch loswerden. Diese Aktion, wie ungefährlich sie auch letztendlich gewesen war, hat mir gezeigt, das eine gute Ausbildung mit stetiger Übung für mich mehr als wichtig ist.
MANNE
Antwort von Divetiger Registriertes Mitglied am 26.06.2005 - 15:05
Hi evrybody,
4 me its sounds like:"this man was not in "optimal" physical condition- DLRG diver should be experience and fit enough 2 support this facility..., I think he was not!!!- tired, stress(whereever it came from), 2 much Alc from the day before in his veins(I heard the wine is excellent from this area)- its so easy 2 get panic when the conditions r not ok....
keep on diving
Divetiger
Antwort von HiFi Registriertes Mitglied am 26.06.2005 - 15:27
Hey allerseits,

habe die Beiträge mit Interesse gelesen und bin vor allem erleichtert, dass der gerettete Taucher den Zwischenfall ohne innere Blessuren überstand und bald den nächsten Dive unternehmen kann. Beste Genesungswünsche!

Zum Tauchplatz selbst - den ich seit 1986 kenne - ist folgendes anzumerken:

Abgesehen von den akuten Problemen, dort den PKW abstellen zu können (da lästige Dauerparker/Fährennutzer die wenigen Stellflächen am Straßenrand zumeist blockieren) gilt das Gelände wegen seiner UW-Felssteilwand durchaus als attraktiv. Dass man dort beispielsweise bis auf 32 m und sogar tiefer gelangen kann, hat Thomas richtigerweise in seinem Beitrag schon ausgeführt.

Ein wesentlicher, wichtiger Aspekt blieb jedoch bis dato hier unerwähnt: Der ständige Pendelverkehr der dicht am Ufer vorbeifahrenden Autofähren (Meersburg - Konstanz) verursacht oft unterdurchschnittlich schlechte Sicht unter Wasser - gegenwärtig - jahreszeitlich bedingt - verstärkt durch die allgemeine "Algenblüte". So ist es leicht nachvollziehbar, dass der Taucher bei diesen gewöhnungsbedürftigen Verhältnissen vielleicht psychologisch überfordert wurde, zumal das vorbeirauschende laute Schraubengeräusch der Fähren auch noch irritiert (dies bedeutet jedoch kein Gefahrenpotential, sofern man sich tauchend an der UW-Felssteilwand aufhält). Durch viele Tauchgänge dort - mit unterschiedlichen Partnern - ist mir bekannt, dass manche sich hinterher äusserten, schon deutlich von den dröhnenden Schiffsschrauben verunsichert geworden zu sein. Mir ging es anfangs - ganz offen zugegeben - auch so!

Fest steht: Der sogenannte Fähren-Tauchplatz (außerhalb von Meersburg, an der Straße Richtung Uhldingen / nicht zu verwechseln mit der Meersburger Uferpromenade) ist beliebt und wird in Taucherkreisen seit Jahrzehnten vielgenutzt - bedarf jedoch gewisser vorsichtigerer Verhaltensweise durch den nahen Fährbetrieb! Am besten man erkundigt sich vor der Erstnutzung bei den ortskundigen Tauchsportler/innen!

Mit freundlichen Flossenschlägen
grüßt Euch

Jürgen



Antwort von Armin949706 Registriertes Mitglied am 11.07.2005 - 00:27
Bei der DLRG sollte man vielleicht den Begriff "Erfahren" neu definieren. Meiner Meinung nach sollte ein "erfahrener Taucher" in der Lage sein mit Stresssituationen fertig zu werden ohne in Panik zu geraten! Genau das macht einen "erfahrenen" Taucher aus. Ein gutes Beispiel hier ist das Tec-Tauchen, es gilt "Murphys Gesetz", alles was schief gehen kann wird schief gehen, also sei auf alles vorbereitet. Dazu gehört auch ein ständiges Training von allen möglichen Szenarien. Ein evtl. Panikanfall jenseits der 100 meter Marke würde unweigerlich zu schweren Verletzungen bis hin zum Tod führen.

L.G. Armin
Antwort von rob_shark Registriertes Mitglied am 13.07.2005 - 11:02
Hallo allerseits,
schön das es dem Verunfallten wieder gut geht!!
Ich möchte aber nachdem ich die Antworten hier gelesen habe eine Kleinigkeit ergänzen: "Mit Vorbereitung und Erfahrung kann nichts passieren" - Wer so denkt ist der potentiell nächste Kandidat über den wir hier lesen werden!!
Jedem (auch den Vereinstauchergurus) kann unter Wasser (aus welchen Gründen auch immer), etwas passieren das zur Panik führt. Natürlich kann durch Training und Vorbereitung so gut wie möglich vorgebeugt werden, aber niemand ist "der Übermensch" dem nie was zustossen kann. Verliert nie den Respekt vor dem Wasser!
Antwort von ET-H Registriertes Mitglied am 02.08.2005 - 17:38
Also, jetzt mal für alle, die irgendwelchen Müll zusammenreimen, weil sie nur die hälfte mitbekommen und so schlau sind das sie Ihr unheimliches gigantisches Wissen einfach nicht zurückhalten können. Die DLRG bildet auch mit den entsprechenden TL auf der CMAS Schiene aus, das heißt es gibt auch Übungstauchgänge, dies war so ein Übungs-TG. Erfahren war der TL der Azubi war zwar kein Anfänger hatte aber schon lange nicht mehr getaucht. Zum Hergang des Tauchganges: Es wurde ein Aufstieg von ca 20-22m ohne Flossenschlag und nachtatieren mit dem Inflator geübt, es verlief alles normal, STOP auf 12m, STOP auf 9m und erst dann auf 6m bemerkte er ein Außeratemkommen und zeigte dies auch an, daraufhin wurde der Tauchgang ganz normal beendet. Als Sie dann aus dem Wasser waren bekam er starken Husten und Ihm war unwohl darauf hin wurde der Rettungsdienst alarmiert(reine Vorsichtsmaßnahme). Bei so einer Alamierung, Taucher Unwollsein usw. kommt automatisch die WAPO (und nicht wegen irgendwelche Tauchverbote oder so was. Im Krankenhaus wurden keine schweren Verletzungen erkannt und er konnte dieses auch schnell wieder verlassen. Später kam heraus das der Anzug schon lange nicht mehr getragen wurde und dieser wegen ein paar Kilos mehr auf den Rippen zu klein war und dadurch die Atemerschöpfung (Essouflement) resultierte, ich hoffe jetzt ist jeder befriedigt und kann sich dem nächsten "Tauchunfall" voll und ganz widmen.

Gruß Anton
Antwort von musher Registriertes Mitglied am 03.08.2005 - 00:12
Danke Anton für diese ausführliche Schilderung.
Auch schön, daß es dem betrefenden wieder gut geht.

Gruß
musher

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