Dies ist das internationale Unfallboard von Taucher.Net. Falls ein dir bekannter Unfall hier noch nicht aufgeführt ist, schickt uns am einfachsten eine Mail.
TU Ginnie Springs / Florida Abgesandt von Armin am 01.03.2004 - 22:27:
Danke an jviehe für die Info:
I was at Ginnie Springs today and was witness to a near drowning. About 4pm, I was standing on the deck at the Ginnie head spring, when there was a mass of bubbles erupting from near the cavern entrance. Someone in the area started yelling that they had an unconscious diver, and another person on the deck ran in to help pull the unconcisou diver out. It was a 24 year old female and she was not breathing at this time. Once on the deck, the man who pulled her out of the water turned her on her side and water came out of her mouth and nose. He then started CPR. He gace her 2 quick breaths and she started breathing. He turned her on her side again, and she let out some more water. At the same time, a nearby Ginnie employee radioed for help, and within 60 secs, someone from the shop was down with her with an 02 kit. Someone also called 911. A few minutes later she was making sounds and seemed to be breathing fine. The local volunteer figher fighter showed up within another few minutes, and an ambulance a few minutes later. A helicoper was also on the way. The diver was pretty upset but seemed to be OK. From what I overheard she had been down near the grate and started to choke. She switched regs but still couldnt breathe. She then bolted for the cavern exit. Her buddy or another diver tried to slow her ascent and give a reg, but she didnt take it, and also lost her weightbelt. She went straight to the ceiling and floated along it. One of the divers in the water pushed her towards the exit, and by this time she was unconcious but near the exit. She was quickly brought to the surface.
ID like to say that the diver involved in the rescue and the man who gave CPR did a textbook job of rescuing and first aid. The Ginnie staff was also amazingly quick to respond. They all deserve major kudos. I think this shows exactly why Ginnie is the best dive park around, and I think we all hope that the woman will be OK.
Antwort von MSDT am 02.03.2004 - 09:55 Ich weiß nicht, wie es euch geht, aber beim Lesen dieses Berichts gehen mir viele Fragen durch den Kopf:
Wer kennt den Platz und die Verhältnisse dort?
Kann es sein, dass ihr Automat vereist war?
Wie kam es überhaupt zu diesem Unfall, bei dem sie dank einer "vorbildlichen Rettungsaktion" mit dem Leben davon kam?
Was lief schief?
Was hätte besser laufen können?
Fragen, auf die hier im Bericht keine Antworten zu finden sind. Wer weiß mehr?
Antwort von MSDT am 02.03.2004 - 09:57 Ich weiß nicht, wie es euch geht, aber beim Lesen dieses Berichts gehen mir viele Fragen durch den Kopf:
Wer kennt den Platz und die Verhältnisse dort?
Kann es sein, dass ihr Automat vereist war?
Wie kam es überhaupt zu diesem Unfall, bei dem sie dank einer "vorbildlichen Rettungsaktion" mit dem Leben davon kam?
Was lief schief?
Was hätte besser laufen können?
Fragen, auf die hier im Bericht keine Antworten zu finden sind. Wer weiß mehr?
Ginnie Springs, FL ist einer von mehreren Höhlentauch-Sites dieses Bundesstaats, weshalb dieser Vorfall unter dieser (speziellen) Tauch-Disziplin zu bewerten sein dürfte.
Daher muß hier die Umgebung (Höhle = "overhead environment"), sowie auch das Equipment (Doppeltank-konfiguration) und der Ausbildungsstand der Verunglückten("Cavern" vs. "Full Cave") berücksichtigt werden. So wie der Fall geschildert wird, hat sie sich zumindest am Höhleneingang (cavern) befunden, weshalb sie nach dem Bleigurtverlust an "der Decke geklebt" ist. Weshalb sie mit aus keinem ihrer Automaten Luft bekommen hat, ist wahrscheinlich die zentrale Frage - daß sie den Automaten ihres "Buddys" nicht angenommen hat, läßt auf Panik schließen.
Da in Florida subtropisches Klima vorherrscht, dürfte Deine Frage nach der Vereisung wohl hinfällig sein - die Wassertemperaturen sind ganzjährig um 20°C(+).
Mehr zur Umgebung kannst Du beispielsweise unter folgendem Link erfahren: Hier klicken
Antwort von fwt112 am 11.03.2004 - 12:16 Hallo,
in Ginnie Springs ist trotz des grossen Karstsystems nicht nur Höhlentauchen ("Cavern", "Full cavern") möglich. Als ich das letzte Mal dort war, 1992, war es ohne weiteres möglich in den verschiedenen Quelltöpfen, so auch Devils Eye, ohne besondere Ausrüstung oder Brevetierung zu tauchen.
Manche waren nach einer kurzen Strecke mit abgesperrten Gittern verschlossen, bei anderen waren dann ab den möglichen Abzweigungen nur Warnschilder aufgestellt, hier nicht weiterzutauchen.
Aber fast immer waren entweder beengte Verhältnisse oder teilweise bis zu 20 m Penetration in Overhead Environment möglich. Ausser man genoss das glasklare Quellwasser ausserhalb der Schüttungen.
Das Wasser ist warm genug um über die ganze Jahreszeit den Gedanken an Vereisung ruhig vergessen zu können.
Möglich wäre aber Panik mit reflektorischem Verschluss der Epiglottis, was bei klaustrophobisch veranlagten dort schnell passieren kann.
Das Wasser ist so klar und warm, dass alle Vorsicht vergessen wird und man weiter reinschwimmt als man möchte. Gilt besonders für den Ginnie Springs Haupt-Quelltopf. Ausserdem wird die Schüttung kontiuierlich stärker und kann einen an die Decke drücken (Wir haben uns so verkeilt um zu verschnaufen bevor wir weiter bis zum Gitter vordrangen). Wenn man dabei den Atemregler verliert kommt es zwangsweise zu dem starken Blasenschwall wie beschrieben.
Aber jetzt sind wir im Bereich der Spekulation und deshalb hör ich auf.
Gruss
OEugenS
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