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Foren - Tauchunfälle - TU Gosausee




  

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TU Gosausee
Abgesandt von Armin am 25.06.2002 - 15:00:

Seit heute Vormittag wird im Gosausee im Bezirk Gmunden ein deutscher Taucher vermisst.

Der Mann war am Vormittag mit seinem Sohn zu einem Tauchgang aufgebrochen. Als der Vater nicht mehr auftauchte, verständigten der Sohn und die am Ufer wartende Mutter die Einsatzkräfte. Feuerwehrtaucher haben bereits bis in eine Tiefe von 48 Metern ohne Erfolg nach dem Deutschen gesucht.

Von dem Vermissten fehlt bis jetzt noch jede Spur. Möglicherweise wird heute noch eine ferngesteuerte Unterwasserkamera eingesetzt.



Antwort von mario_untergetaucht am 25.06.2002 - 16:25
hallo leute

wollte nur berichten: war heute am gosausee dabei, folgendes spielte sich ab: der deutsche urlauber wollte den 1. TG alleine eine grosse tiefe aufsuchen und danach den 2. TG mit seinem 14jährigen sohn absolieren.

mutter und sohn warteten am Ufer, Vater tauchte langsam auf und sank wieder ab. (er wollte den grund sehen - dort ist die stelle ca. 65m tief - zum austauchen hatte er eine nitroxflasche dabei)

wir wollten gerade einsteigen, als die feuerwehr hinzukam (1 person). dieser ersuchte uns ob wir ihm helfen konnten. wir absolvierten 3 TG (zwei auf 50 meter und einen auf 20 meter) leider erfolglos. die einsatztaucher brauchten ca. 3 h bis sie am unfallort angelangten (was glaub ich nicht gerade ein renumeé sein sollte)

schliesslich wurde der taucher auf 25 meter gefunden...

was ich noch zu denken geben möchte: 3 h bis die einsatztaucher vorort waren, ist glaube ich nicht nötig. weiters wurden uns pressluftflaschen von der feuerwehr zur verfügung gestellt, eine mit 4l 200 bar - ist ein bisschen wenig für eine flächendeckende suche (wir hatten je 2 flaschen mit, wobei wir sofort beim wechsel auf die reserveflasche auftauchten)

mein mitleid gilt der gattin und dem sohn, die tapfer am ufer warteten und die rettungskräfte so gut wie möglich unterstützten!
Antwort von Micha am 25.06.2002 - 16:46
Wieviel Gas hatte der Verunfallte dabei ? Pressluft ?
Antwort von Boland am 25.06.2002 - 17:05
3h bis Rettungstaucher vor Ort waren oder besser gesagt nur EIN Taucher, der dann noch andere Sporttaucher mit auf 50m nimmt????
Was ist das für eine Feuerwehr????
Nichts gegen Dich Mario, ich ziehe mein Hut vor deiner Leistung den vermissten Taucher zu finden. Aber ich bin selbst bei der Feuerwehr und mich verwundert diese Einsatztaktik etwas. Natürlich kenne ich die Infrastruktur der dortigen Rettungskräfte nicht. Aber aus eigener Erfahrung kann ich sagen, mein Respekt an die Sporttaucher die versucht haben, den Taucher zu retten. Oft genug drehen sich die Leute in solchen Situationen um oder gaffen nur.
Ein weiterer mir unverständlicher Fehler ist, daß Tauchen mit 4Liter Flaschen. Diese werden normalerweise nicht zum Tauchen benützt sondern rein an Land (Brandbekämpfung usw.). Mir scheint die dortigen Einsatzkräfte haben keine Wasserrettung und dies ist alles improvisiert.
Aber lieber ein wenig helfen, als gar nicht und den Hinterbliebenen das Gefühl geben, man habe alles versucht.
Mein Beileid
Antwort von Harry am 25.06.2002 - 19:20
@boland: versuch mal wochentags, während des tages bei einer freiwilligen feuerwehr im ländlichen bereich gleich mehrere feuerwehrtaucher zu bekommen.

du solltest nie vergessen, dass auch die FREIWILLIGEN feuerwehrmänner ihren unterhalt irgendwo verdienen müssen (und aus dieser gegend meist weit pendeln müssen). feuerwehreinsätze sind während des tages für JEDE freiwillige feuerwehr ein problem !
und wenn du auch noch taucher brauchst wird´s umso schwieriger...

da du selbst feuerwehrmann bist, ist dir dies aber sicherlich bewusst !

meine trauer dem verunglückten tauchkameraden und mein mitgefühl den angehörigen !

harry
(freiwilliger feuerwehrmann einer gemeide am stadtrand in oberösterreich)
Antwort von Boland am 25.06.2002 - 22:11
@Harry:
Genau weil ich es anders kenne, erschreckt mich die Situation so!!!! Ich kenne GENUG FF´s die auch tagsüber 20 Mann stark sind. Aber ich denke das wird jetzt offtopic.
Vielleicht ist das in Ö anders...

Bol
(österr. Feuerwehrmann einer Hauptstadt in Baden-Wü)
Antwort von Thomas M. am 25.06.2002 - 23:10
@Boland
Genau das ist aber der Punkt - du bist aus einer Hauptstadt, aber am Land ist das (wie Harry bereits schrieb) etwas anderes!!!

Und das ist egal ob in Deutschland oder Österreich.

Natürlich wäre es besser wenn die Einsatzkräfte überall und zu jeder Zeit viel schneller am Unglücksort wären, nur in der Praxis, so traurig es auch klingt (gerade für die Beteiligten), ist dies nicht immer durchführbar!

Mein Beileid allen Angehörigen, Verwandten und Bekannten!
Antwort von Gerhard Pucher am 25.06.2002 - 23:12
Ich weis nicht ob das was Ihr von Euch gebt stimmt. Ich komme selber aus der Gegend und kenne alle Feuerwehrtaucher vom Bezirk Gmunden persönlich. Ich kann 100% behaupten, daß kein Taucher der Feuerwehr mit einer 4 Liter Flasche ins Wasser geht und einen Vermißten Taucher sucht. Weiters bezweifle ich das ein Feuerwehrtaucher alleine zum Unfallort kam und mit einen fremden Taucher 2x hintereinander auf 50 Meter und 1x auf 20 Meter tauchte. Die Feuerwehrtaucher brauchten auch nicht 3 Stunden bis zum eintreffen am Unfallort.

Mein Beileid gilt den Angehörigen
Antwort von mario_untergetaucht am 26.06.2002 - 07:56
sodala, jetzt muss ich da mal was klar stellen: die feuerwehr hatte keinen einzigen taucher dabei.

mein buddy und ich tauchten bis die einsatztaucher kamen und die waren nur zu zweit!

warum mit 4l-flaschen getaucht wurde: es war sonst nichts anderes da, nachdem unsere flaschen leer waren!!! (wir hatten 2 davon mit - sobald eine aus war, leiteten wir den aufstieg ein)
Antwort von Gerá am 26.06.2002 - 09:10
Ich bin mir sicher, daß der Oberösterreichische Landesfeuerwehrverband diese Aussagen genau überprüfen wird! Es gibt ja sicherlich ein genaues Einsatzprotokoll. Abgesehen davon gehören die Taucher der Feuerwehr in OÖ sicherlich zu den am besten geschulten Tauchern!
Ich glaube sowieso, daß es keine Rolle mehr gespielt hat, ob der Verunfallte nach 30, 60 oder 180 Minuten geborgen wurde! Mein Mitgefühl den Angehörigen!
Antwort von Martin am 26.06.2002 - 09:25
@mario,

hm mich interessiert auch die Frage von Micha. Hast Du Infos welches Gas und wieviel der Verunfallte dabei hatte??

Antwort von Jackie am 26.06.2002 - 09:32
Hallo Mario

Du schreibst: Vater tauchte langsam auf und sank wieder ab...

mich würde es interessieren warum er wieder absank, hatte er da schon ein Problem?
Antwort von monika Wasser am 26.06.2002 - 16:43
Oberösterreich - Gosau
Verunglückten Taucher geborgen 26. Juni 2002




Feuerwehrtaucher fanden das Opfer in einer Tiefe von 25 Meter.

Am 25.06.2002, ereignete sich am Vorderen Gosausee ein Tauchunfall mit tödlichem Ausgang. Ein aus Ostdeutschland stammender Hobbytaucher war um ca. 10.00 Uhr nach einem Tauchgang, welchen er allein unternommen hatte, ca. 50m vom Ufer entfernt kurz aufgetaucht, um dann vor den Augen seiner Familienangehörigen, welche sich am Ufer aufhielten, zu versinken.
Zwei zufällig ebenfalls anwesende Hobbytaucher versuchten sofort, jedoch vergeblich, den Versunkenen zu finden. Feuerwehrtaucher des alarmierten Tauchstützpunktes III (BtF Steyrermühl und FF Traunkirchen) starteten kurz vor 15.00 Uhr einen weiteren Tauchgang und wurden nach kurzer Zeit „fündig“.
Der verunglückte Taucher wurde ca. 40m vom Ufer entfernt in einer Tiefe von 25m geortet und geborgen. Die Unfallursache ist bislang ungeklärt.




Antwort von wolfgang am 26.06.2002 - 16:57
Hackt nicht an den Helfern herum! Wer geht schon alleine tauchen, dann noch in tiefere Bereiche! - selber Schuld.
Mein Beleid an die Hinterbliebenen
Antwort von Hary am 26.06.2002 - 17:01
Sieht mir nach DEEEEEEEP ohne Buddy aus.
Schade! Sollte nicht passieren!

Weis wer was genaueres?
Link zu Zeitung oder anderer Newspage?
Antwort von Rainer am 26.06.2002 - 20:41
@ Gerhard Pucher
Würde mich mal interessieren ob du bei dem Unfall dabei warst. Wenn nicht könntest du dir deinen Beitrag eigentlich sparen. Einfach den Bericht von Anwesenden zu kritisieren bringts wohl nicht.
Mein Beileid den Angehörigen

Wichtig ist meiner Meinung nach nur das jeder sein möglichstes getan hat um zu helfen!!!!
Antwort von Harry am 26.06.2002 - 20:49
weitere infos hier:
Hier klicken

unter juni/block 9

harry
Antwort von Jörg am 27.06.2002 - 00:08
Moment mal ......

Irgendwie klingt das Ganze schon recht seltsam.
"Vater tauchte langsam auf und sackte dann wieder ab ..." ?
"Hatte Nitroxflaschen zum Austauchen dabei ...." ?

Ist das Ganze zu Beginn oder am Ende des Tauchganges geschehen ?

Hat jemand von Euch Infos, die etwas genauer sind ?

Immer Gut Luft

Jörg
Antwort von Tubu am 27.06.2002 - 16:57
Mein Beileid an die Familie des Tauchers.
Solotaucher bitte Unfallbericht genau lesen.

P.S. Bitte keine Diskussion über Solotauchgänge
Antwort von HOLK am 27.06.2002 - 19:12
Hy Mario. Du tappst ja überall mit rein. Also ich würde auch meine Hilfe jederzeit zur Verfügung stellen sollte es wirklich einmal notwendig sein.
Letztendlich wurde der tote Taucher geborgen und da hilft alles nörgeln nix. Sicher wäre es jedem lieber nicht 3 Stunden am Uferrand warten zu müssen auf einen Angehörigen. Aber die Umstände lassen es halt nun mal oft nicht anders zu.

Beileid an die Angehörigen und Lob an meinen alten Dekokumpel Mario

ps:
Antwort von Armin am 28.06.2002 - 09:48
Noch ein Pressetext vom Mittwoch:

Gosau: Die Serie tödlicher Tauchunfälle in Oberösterreich reißt nicht ab:
Gestern Nachmittag wurde jener deutsche Taucher gefunden, der seit dem Vormittag im Gosausee vermisst worden war. Die Leiche des Technikers Uwe K. (39) aus Sangerhausen wurde von Feuerwehrtauchern aus 25 Metern Tiefe geborgen. Wie es zu dem Unfall gekommen ist, war noch unklar. Der Mann war gegen 9.30 Uhr allein zu einem Tauchgang in dem etwa 60 Meter tiefen See
aufgebrochen. Als K. gegen 10.20 Uhr kurz an der Wasseroberfläche erschien, aber sofort wieder unterging, schlugen die Frau und der Sohn des 39-Jährigen Alarm. Gegen 15.30 Uhr wurde dann die Leiche entdeckt. Ein Kriseninterventionsteam des Roten Kreuzes überbrachte den Angehörigen die
Todesnachricht.
Antwort von Uwe am 28.06.2002 - 17:30
Ohne jemanden zu nahe treten zu wollen - das klingt wiedereinmal nach Selbstüberschätzung (der TG auf 65m).

Wieder ein falsches Licht auf den ohnehin schon angeschlagenen Ruf des Amateurtauchens...

Hut ab auch vor den Sporttauchern, die unverzüglich die Suche unter großem persönlichen Risiko durchführten.
Ich erachte die schnelle Suche als äußerst wichtig, da ein Ertrunkener (wenn es sich hier um einen Ertrinkungsunfall handelt) auch nach mehreren Minuten (bei Unterkühlung und damit minimierten Sauerstoffverbrauch auch >10 min.) ohne bleibende Schäden reanimiert werden kann.
Leider blieben in diesem traurigem Fall die Bemühungen erfolglos.

Mein Beleid den Hinterbliebenen.

PS: Ich komme aus der Nähe von Sangerhausen, da das aber ein anderer Kreis ist, habe ich in unserer Regionalpresse noch nichts über diesen TU gelesen. Wenn ich was finde, gebe ich es hier zum Besten.
Die näheren Umstände wären zur weiteren Diskussion hilfreich (verwendete Technik bzw. Atemgase / Tauchprofil / Ausbildungsstand).
Ist darüber schon was bekannt geworden ?
Antwort von taucher am 30.06.2002 - 21:58
Beim Tauchen ist die Selbstüberschätzung für Nichttaucher meist nicht ersichtlich.

Wenn in der Zeitung steht: Porschefahrer ist in der Innenstadt von Hamburg mit einer Geschwindigkeit von 220 Kilometer in der Stunde gegen eine Mauer gefahren weil er zu schnell war und die Kurve nicht mehr bekommen hat.

Dann hört doch auch nicht jeder das Autofahren auf - oder.

Dann wir nur der Kopf geschüttelt und weitergefahren - und das zurecht.

Damit möchte ich nicht sagen dass man nicht Tieftauchen soll.

Michael Schuhmacher wäre in der Innenstadt mit 150 Kilometer in der Stunde vielleicht auch noch sicher unterwegs.

Antwort von Henry am 01.07.2002 - 14:30
taucher schrieb:
>Beim Tauchen ist die Selbstüberschätzung für Nichttaucher meist nicht ersichtlich.

Nichttaucher bekommen in der Regel aus den Medien die Information, dass es als gefährlich angesehen wird, tiefer als 40 m zu tauchen. Für Nichttaucher und unerfahrene Taucher besteht also eher die Gefahr, dass jeder Tauchgang in größere Tiefen als bodenloser Leichtsinn abgestempelt wird. Solche Pauschalurteile werden den Verhältnissen aber nicht gerecht. Ohne die Erfahrung, den Trainingszustand und die Ausrüstung eines Tauchers zu kennen, ist es unmöglich zu beurteilen, ob eine Selbstüberschätzung vorliegt oder nicht. Viele Taucher sind bereits in 20 m Tiefe überfordert, andere beherrschen die Situation dagegen noch in über 60 m. Bitte seid vorsichtig mit Euren Urteilen, auch wenn ihr meint, dass ihr nach einigen hundert Tauchgängen etwas vom Tauchen versteht.

Henry
Antwort von taucher am 02.07.2002 - 10:26
@ Henry

Der Taucher wurde mit einer Situation unterwasser
konfrontiert mit der er so schlecht umgehen konnte, dass er sterben musste.

Er hatte sich in seinen Fähigkeiten so eingeschätzt - d.h. er hat gemeint-, dass er diesen Tachgang bestehen kann.

Dies war aber nicht der Fall also hatte er sich selbst überschätzt.

Man kann natürlich auch davon ausgehen, dass eine Selbsttötung vorliegt.

Davon darf man aber nicht ausgehen, weil man sich die Diskusion sonst sparen könnte.

Obwohl es natürlich falsch ist IRGENDETWAS anzunehmen was am Ende gar nicht der Wirklichkeit
entspricht und vorschnell zu urteilen.

Ich bin bestimmt der beste Taucher auf der Welt - wie ich das auch oben schon behauptet habe )

Antwort von Henry am 02.07.2002 - 11:37
@taucher

um mir eine Meinung zu dem Unfall bilden zu können, benötige ich offenbar mehr Informationen als Du. Ich weiß nur, dass ein Mann in einem bis 65 m tiefen See einen Solotauchgang unternommen hat, zurück an die Oberfläche kam und dann wieder abgesunken ist. Ein Teil seiner Ausrüstung bestand aus einer Nitroxflasche zur Dekompression.

- Wir haben keine Informationen zum Ausbildungs- und
Trainingszustand des Tauchers.
- Von seiner Ausrüstung wissen wir nur, dass er eine zusätzliche Nitroxflasche dabei hatte, was ein Indiz für eine gewissenhafte Vorbereitung auf einen Dekotauchgang ist.
- Wir wissen nicht, wie tief der Taucher tatsächlich war
- Wir wissen nicht, was ihm zugestoßen ist und warum er nach dem Auftauchen wieder abgesunken ist.

Ich denke, Du machst es Dir zu leicht, wenn Du alleine den fatalen Ausgang als Beweis für eine Fehleinschätzung heranziehst. Kannst Du z.B. ausschließen, dass Kreislaufprobleme oder verunreinigtes Atemgas zu dem traurigen Ergebnis geführt haben? Etwas mehr Zurückhaltung bei der Veröffentlichung von Urteilen über verstorbene Sportskameraden würde so manchem in diesem Forum gut zu Gesicht stehen.

Henry
Antwort von taucher am 02.07.2002 - 16:52
Hi Henry,

Du hasst recht. War ein bischen zu voreilig.
Obwohl ich sonst noch nie voreilig geposte.

Antwort von Henry am 03.07.2002 - 11:44
@taucher
schön zu sehen, dass es in diesem Forum Leute gibt, die bereit sind, eine vorschnell abgegebene Äußerung zu überdenken, statt stur einen einmal gefassten Standpunkt mit an den Haaren herbeigezogenen Argumenten zu verteidigen.

Henry
Antwort von Fino am 06.07.2002 - 12:58
@Uwe

Ich gebe dir zwar recht, dass durch die Unterkühlung der Sauerstoffverbrauch reduziert wird und die Chancen zur Reanimation steigen, wenn der vermisste Taucher in kurzer Zeit gefunden wird. Trotzdem sollte die Suche den professionellen Organisationen überlassen werden, ein toter Taucher sollte reichen. Warum weitere Leben riskieren?

Zwar empfinde ich die Interventioszeit der Feuerwehr von über 3 Stunden ebenfalls als zu lange aber bedenkt:

Es vergeht eine gewisse Zeit, bis der Unfall als solcher überhaupt wahrgenommen wird. Jetzt muss durch die Anwesenden die Notfallorganisation oriententiert und aufgeboten werden. Bis die ausrückenden Funktionäre die Meldung erhalten dauert es somit im besten Falle 3 Minuten. Die Dauer zur Bewältigung des Anfahrtsweges ist natürlich von der Enternung Stützpunkt-Unfallstelle abhängig. Auch hier vergehen bestimmt einige Minuten. So werden die Rettungskräfte im besten Falle frühestens 10 Minuten nach dem Unfall einsatzbereit am Ort sein! Erst jetzt kann die Suche beginnen. Somit können wir hier auch nicht mehr von Retten sondern nur noch von Bergen sprechen. So ist die Realität! Machen wir uns nichts vor, ein Taucher der von Rettungskräften erst noch gesucht werden muss, kann bei unseren Sicherverhältnissen leider nur noch tot geborgen werden.

Also bitte keine weitere Leben riskieren!
Antwort von Peter die Lunge am 09.08.2002 - 23:02
Hallo zusammen,

zunächst einmal herzliches Beileid an die Angehörigen.

@ fino

lieber fino,
wenn ich am Ufer stehe und ein Tauchunfall ereignet sich vor meinen Augen, da frage ich sicher nicht lang ob es gefährlich sein könnte ins Wasser zu sprigen und dem Verunfallten zu helfen. Da habe ich die besten Chancen eine erfolgreiche Rettung durchzuführen, da ich zeitlich und örtlich einfach am nächsten dran bin. Das alarmieren der Rettungskette kannst du ruhig denen überlassen, die sowieso nur rumstehen. Wenn du auf die Rettungskräfte wartest vergeudest du unnötig Zeit.
Du selbst hast geschrieben, die ersten 10 Minuten sind die entscheidenden. Ich sage sogar, im kalten Wasser ( < 5°C-6°C) die ersten 20 Minuten.
Keine Frage, der eigene Ausbildungsstand und die eigene Ausrüstung (z.B. Nitrox, denn O² verzeiht keine Fehler) bilden die Grenze für die Hilfeleistung.
Selbstschutz geht sicher vor Hilfeleistung!
Aber wenn ich vor Ort bin, werde ich sicher versuchen, den Verunfallten zu finden und an die Oberfläche zurück zu bringen.
Wer nur am Ufer sitzt und hofft, daß bald Rettung kommt, ist auch nicht besser als die Gaffer am Unfallort.

In der Hoffnung nie selbst in eine solche Situation zu kommen.
Allzeit gut Luft

Peter die Lunge
Antwort von Mr. T am 23.09.2002 - 18:47
Ich bin kein Befürworter des Solotauchens aber diese Verurteilungen, die sich manche Deppen hier abhalten ist zum Kotzen! Der Mann war bestimmt auf diesen Tauchgang vorbereitet, (zus. NITROX - Flasche), und ist warscheinlich nur deshalb allein getaucht, weil sonst niemand da war und er seinen Sohn nicht gefährden wollte. Das ist doch sein gutes Recht.

Das Geschwafel das die Feuerwehr nur mit 4l- Flaschen taucht, da brauch man nix dazu zu sagen!!

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