TU Hemmoor 10.9. Abgesandt von Redaktion am 10.09.2006 - 21:00:
Danke an Stephan für diese Info:
Am 10.09.2006 gegen 13:20 Uhr ereignete sich ein TU in Hemmoor. Der Taucher kam aus den NL. Er reiste in einer Gruppe,
Am 09.09. machte er 3 TG, der letzte ein Nachttauchgang Am 10.09. 1 TG am morgen, beim 2 TG kam es dann zum Unfall.
Der Taucher befand sich in 31m Tiefe, es kam zu einem vreisen der 1.Sufe am Hauptautomat, daufhin nahm er seinen Oktopus der ebenfalls vereiste. Sein Buddy konnte nicht eingreifen, da alles rasend schnell ging. Er tauchte normal aus. Dann schoss er nach oben aus 27m Tiefe. Tauchzeit komplet betrug 7min.
Ob er abgeatmet hat beim Aufstieg war/ist unklar. Taucher wurde vom Wachdienst aufgenommen und mit O² versorgt. Notarzt und RTW betreuten dann weiter. Taucher war ansprechbar zeitlich und örtlich orientiert.
Zur Vorsicht wurde der Taucher in die Druckkammer nach Bremen geflogen mit dem Christoph 26.
Antwort von difooltl88 am 10.09.2006 - 23:55 Wie sieht das gesamte Tauchprofil aus von diesem Wochenende ?
Antwort von fundiver10 am 11.09.2006 - 10:44 Mich würde interessieren, ob er mit nur einer 1 Stufe getaucht ist? Für tiefere TG`s in Hemmoor dürfen es auch im Sommer gerne zwei 1. Stufen sein.
Warum Konnte der Buddy denn nicht mehr helfen?
Er wechselte noch auf seinen Oktopus (was ja bei nur einer 1. Stufe auch wenig Sinn macht) Also ging das ganze doch nicht so rasend schnell. Oder war der Buddy zu weit weg? Aber selbst dann hätte er nach nur 7 min Tauchzeit genügend Zeit gehabt um mit einem abblasenden Automaten selbst zu seinem Buddy zu tauchen.
Wieso war unklar, ob er beim Aufstieg abgeatmet hat? Hatte er denn einen Lungenriss? Wenn nicht, bräuchte man sich diese Frage nicht zu stellen.
So wie der Bericht geschrieben ist, scheint ihm nichts passiert zu sein. Er kam nur zur Vorsicht in die Druckkammer.
Ich wünsche ihm, dass ihm wirklich nichts passiert ist.
Günter
Antwort von CobraNRW am 11.09.2006 - 11:35 Hallo Günter,
da ich den betroffenen Taucher mit meinem Buddy zusammen ans Ufer geschleppt habe und ein weiteres Buddieteam mit dem ich unterwegs war die Rettungskette aktiviert hat kann ich vielleicht ein paar Fragen von Dir beantworten.
Der verunfallte Taucher war nicht mit einem einzigen Buddy alleine unterwegs, sondern mit zwei weiteren Buddies. Da er ansprechbar war schilderte er den Fall so, daß sein erster Automat abblies woraufhin seine Buddies im das Ventil zugedreht hätten. Er wechselte dann auf seinen zweiten Automaten. Als dieser ebenfalls abblies nahm das Unglück seinen Verlauf. Er begann zu diesem Zeitpunkt - vermutlich in Panik -einen zu schnellen Aufstieg. Seine beiden Buddies haben ihn noch kurz versucht festzuhalten um einen unkontrollierten Aufsteig zu vermeiden, mußten jedoch loslassen da sie die Situation nicht in den Griff bekommen haben. Er schoß daraufhin nach oben und rief um Hilfe. Seine Buddies haben dann offenbar einen sicheren Aufstieg begonnen und kamen später ebenfalls an die Obefläche. Zu diesem Zeitpunkt hatten wir den Taucher jedoch schon ans Ufer geschleppt und aus dem Wasser gebracht.
Laut eigener Aussage hatte er eine zeitlang Luft im Bauch die er aber beim Aufstieg versuchte abzuatmen.
Da er voll ansprechbar war, keine Symptome hatte und auch direkt Sauerstoff erhalten hat denke ich auch daß er nur zur Vorsicht in die Druckkammer gebracht wurde.
Viele Grüße
Jörg
Antwort von GWS am 11.09.2006 - 13:38 @ Jörg; Welche Automaten hatte der Verunfallte?
Antwort von CobraNRW am 11.09.2006 - 13:57 Das kann ich Dir leider nicht sagen da ich in dem Moment nicht auf solche Details geachtet habe. Mir war eher daran gelegen ihn so schnell wie möglich zum Ufer zu schleppen und ein paar Infos über den Unfall von ihm zu erhalten damit er an Land entsprechend versorgt werden konnte.
Antwort von sukkubus am 12.09.2006 - 11:08 Dazu kann ich als Jörgs Buddy noch folgendes ergänzen: Ich habe mir die Ausrüstung noch kurz angesehen, Die 1. Stufe an der das Fini hing war abgedreht und die Flasche hatte noch einen Restdruck von 125 Bar. Die zweite 1. Stufe habe ich danach nicht mehr überprüft. Es handelte sich bei beiden Stufen um INT Systeme.
Ich wünsche dem Verunfallten auf jedenfall alles gute, und vielleicht sieht man sich ja noch mal unter Wasser!
vermehrte Vorfälle in letzter Zeit mit abblasenden Automaten zeigt mir wieder mal ganz klar, dass solche Situationen vermehrt simuliert und geübt werden sollten. Dies würde jedem Taucher eine bessere Chance geben in so einem Fall besser zu reagieren und vielleicht etwas weniger in Panik zu geraten.
Ich denke nämlich auch, dass nach 7min Tauchzeit grundsätzlich noch genügend Zeit übrig gewesen wäre um so noch einen sicheren Aufstieg zu machen.
Für mich stellt sich weniger die Frage, was für Automaten der betroffene hatte, als vielmehr wann diese das letzte mal bei einer qualifizierten Wartung waren? Ich gehen dabei einfach mal davon aus, dass ein Taucher, welcher 2 1. Stufen hat, auch Modelle mit Vereisungsschutz besitzt
Grundsätzlich: Ist natürlich schon ein riesen Pech, wenn gleich beide, anscheinend getrennten, Automaten versagen!
Dem betroffene wünsche ich dass hoffentliche nichts schlimmeres passiert ist und ansonsten gute Genesung!
Antwort von Torres_Diver am 12.09.2006 - 16:00 Was mich immer wieder verwundert, nach 7 Minuten Gesamttauchzeit ist der Automat vereist. Ist es nicht sinnig, sich ein bißchen mehr Zeit zu nehmen? Kann es nicht sein, dass man erst einmal runtergeht, schaut ob alles okay ist und dann gemächlich und gelassen, sich tiefer legt? Vielleicht sind Tauchunfälle mit vereisendem Automaten auch der Hektik des Tauchgangs geschuldet? Was meint ihr????
Antwort von Pilar am 12.09.2006 - 16:13 Hm, schon auffällig, wenn beide Automaten direkt hintereinander versagen. Das spricht ja eher dafür, dass das Problem in Form von feuchter Luft aus der Flasche kam.
Antwort von Dirk F. am 12.09.2006 - 16:51 > Was mich immer wieder verwundert, nach 7 Minuten
> Gesamttauchzeit ist der Automat vereist. Ist es
> nicht sinnig, sich ein bißchen mehr Zeit zu nehmen?
Ist doch egal, ab 15m ist es (fast) gleich kalt. Und schon mal nachgedacht, warum die Abblaser meist früh beim TG geschehen? Entspannungskurven- und Temperaturverlaufverlauf sagen ja Eindeutiges aus.
Die meisten Abblaser werden um die 170bar Flaschendruck geschehen, wenn Normalgas enthalten ist.
Antwort von Torres_Diver am 12.09.2006 - 17:56 Stimmt, in 15 m ist es fast gleich kalt, aber es ist deutlich leichter, einen kontrollierten Notaufstieg aus 15 m statt aus 31 m zu machen. wie man anhand der Beschreibung des Unfalls ja deutlich lesen kann.
Aber genau dies ist die Frage! Warum passieren die TUs immer früh bei einem TG? Den Zusammenhang mit dem Flaschendruck erscheint mit fraglich.
Antwort von Juergen_S am 13.09.2006 - 08:38 @Padi-Divemaster,
wäre das Vereisen der Automaten mit Vereisungsschutz nicht aufgetreten??? Wäre es nicht besser sich noch mal den Unterschied zwischen innerer und äusserer Vereisung zu Gemüte zu führen?
@ Pilar
Ich denke auch das es sich hierbei um eine innere Vereisung gehandelt hat, es ist schon auffällig wenn beide Automaten kurz hintereinander vereisen.
Gruss
Jürgen
Antwort von Juergen_S am 13.09.2006 - 09:05 @Torres Diver,
wenn dir das fraglich erscheint dann lies mal das.
Hier klicken
Antwort von kandy3 am 13.09.2006 - 13:16 Hi
das die Abblaser immer bei nahezu voller Flasche auftreten ist ja nun mal logisch. Bei >170 Bar ist die Entspannungskälte an der 1. Stufe natürlich viel massiver als bei 50 Bar. Die Druckdifferenz macht es aus.
Dann gibts auch noch Automaten die mehr dazu neigen und welche die weniger dazu neigen. Wenn man gleich zwei von den Typen dabei hat welche sehr gern abblasen, dann ist es auch verständlich warum der 2. Automat auch abgeblasen hat.
Übrigens kann keiner so leicht beweisen das es tatsächlich ein Vereisen war. Man spricht zwar schnell von einem Vereiser, aber ich persönlich meine das es da auch ganz einfache mechanische Probleme gibt (erhöhte Reibung bei Kälte z.B.)
Wie ist es sonst zuerklären das der eine Automat abbläst und ein anderer an der selben Flasche bei gleichen AMV (z.B. definierter AMV 50) nicht abbläst. Durch eventuel vorhandene Feuchtigkeit müssten dann auch beide "vereisen".
Ich komme immer wieder zum dem Schluss das es große Unterschiede gibt von einem Regler Typ zu einem anderen. Auch wenn beide das EN250 Label tragen. Und durch putzen, salben und revidieren lässt sich kein Automat verbessern. Das kann nur der Hersteller über ein entsprechendes Design.
Das einzige was der geneigte Schrauber machen kann ist den Mitteldruck entsprechend niedriger einzustellen, damit den Atemwiderstand erhöhen und die Abblasneigung etwas verringern.
Grüße
K3
Antwort von bibi. am 13.09.2006 - 13:28 Hallo zusammen,
ich habe mal einen abblasenden Automaten gefilmt und ein paar Zeilen dazu geschrieben: Hier klicken Im Übrigen ist es vollkommem egal, ob nun die erste oder zweite Stufe innen oder außen vereist, Folge davon ist, dass der Regler abbläst. Wenn er abbläst, muss man nicht nur zwei erste Stufen haben, man muss das Problem auch selber oder mit seinem Buddy lösen können. Und das geht am besten mit Übung. Leider wird eine solche Übung selbst bei VDST-Gold nicht verlangt. Wäre ja auch viel zu praxisnah...
Bei welche Verbänden gibt es eine solche Übung??
Antwort von flasche am 13.09.2006 - 13:28 Da das nur ein leichter Unfall mit vorbeugender Druckkammerbehandlung war, will ich doch noch mal mitspekulieren.
Warum treten Abblasprobleme meist im ersten Drittel des Tauchgangs auf?
1. Weil bei 170bar tatsächlich die größte Abkühlung im Regler erfolgt.
2. Weil am Tauchanfang abgetaucht wird, und genau da auch zusätzlich zur Atmung mehr Luft in`s Jacket oder in den Trocki muß; der Luftverbrauch beim abtauchen ist also wegen der Tarierung nochmal größer. Besonders bei sehr schnellem Abtauchen.
3. Weil oft am Tauchanfang durch vorherige Anstrengung (Weg zum Tauchplatz) oder durch anfängliche Nervosität der Luftverbrauch auch durch die Atmung höher ist.
Sehr schön sieht man das mit luftintegriertem Computer. Beim Abtauchen geht der Luftverbrauch lt. Anzeige z.B. auf 30l/min oder noch höher (normalisiert an Umgebungsdruck) hoch, in der Tiefe geht er dann wieder auf ca. die Hälfte runter.
170bar, Maximaltiefe, Minimaltemperatur, doppelter Luftverbrauch beim Abtauchen, dann Abblasen. Aufregung (weil keine getrennten Luftvorräte), Ventil dann irgendwie zubekommen, dann sogar 4facher Luftverbrauch wegen Aufregung, Wechsel auf Reserveregler, und, oh Wunder, der bläst dann auch ab.
Das kann, muß aber nichts mit feuchter Flaschenluft zu tun haben. Das kann auch ein schlechter Regler (beide Regler gleich schlecht bzw. gleich schlecht gewartet) in Kombination mit den genannten verschärfenden Bedingungen sein. Beim Baddie blies es ja auch nicht ab, trotz gleicher Luftqualität.
Gute Regler, getrennte Luftvorräte (Brücke zu oder Ponyflasche), und möglichst zusätzlich noch etwas Übung im Flaschenzudrehen. (Vielleicht auch nicht übertrieben rasch abtauchen; aber in 10m warten, bis nur noch 150bar in der Flasche sind, wird auch unpraktikabel sein.)
Aus ca. 30m kommt man normalerweise, zumal nach nur 7min Tauchzeit, auch noch mit einem abblasenden Regler akzeptabel langsam (in ca. 2min, evt. die letzten Sekunden auch ohne Luft) hoch. Sofern man nicht Wasser schluckt oder in Panik gerät. "Luft im Bauch" klingt etwas nach Problemen, mit dem hohen Druck beim abblasen noch normal (schlabbernd) zu atmen, und deswegen erfolgtes schnelles aufsteigen; das ist aber nur Spekulation.
Antwort von alex.diver am 13.09.2006 - 14:50 @divemaster-marc:
Erklärst Du dem geneigten Leser, wie Du Dir eine realitätsnahe Simulation eines abblasenden Reglers vorstellst, und wie Du diese in ein Übungsszenario unterbringen würdest?
A.
Antwort von hgeeratz am 13.09.2006 - 18:44 Bei TDI lernt man mit so eine situation umzugehen. Der Instructeur last unerwartet den Regulator abblasen, der Schüler muss den Regulator wechseln und der Flasche zudrehen. Weiter muss mann einige Minuten aus ein stage Flasche Atmen durch diese auf un zu zu drehen wehrend der Instructeur dein Regulator abblasen lest, mal mit und mal ohne Maske.
Und nicht nur 1 mal, bei mein Kurs war dass ein wichtige Bestandteil der Übungen. Diese Übungen sollte auch für Sporttaucher zum standart gehören. Bei Padi muss man 30 sec aus ein abblasende Regulator atmen, etwas was die meiste hassen, daher wird diese Übung nur halb halb gemacht.
Klar wie mann den in eine wirkliche situation handelt hangt von mehr Faktoren aber Übung schadet nicht.
(ich weiss das gilt auch für meine DE Rechtschreibung, ich bin dabei )
Cheers !
H.
Antwort von Tauchteufel am 14.09.2006 - 06:40 Moin, moin
@alex.diver
Das ist doch wirklich kein Problem, oder?
Wir üben bei unseren Gruppenführungseminaren u.a. auch die Reaktion auf einen abblasenden Regler. Wie ich das erreiche? Ganz einfach: Streichholz mitnehmen, Luftdusche drücken und mit Streichholz verklemmen. Dann schwimme ich auf einen unserer Teilnehmer zu, zeige ihm den abblasenden Regler und ... den Rest denk Dir.
Viele Grüße
Peter
Antwort von scuba62 am 14.09.2006 - 08:29 Hallo padi-divemaster-marc,
"Grundsätzlich: Ist natürlich schon ein riesen Pech, wenn gleich beide, anscheinend getrennten, Automaten versagen!"
Das sehe ich nicht ganz so, es ist eher ein systematischer Fehler den man begeht, wenn man ein Bauteil (was einen konstruktiven Mangel hat)
durch ein anderes (welches genau den selben konstruktiven Mangel hat) ersetzen will. Und das Ganze zu allen Überfluss auch noch genau in der
Situation in der der konstruktive Mangel anspricht. Automaten blasen in kalten Wasser ab, und das tun auch alle!
Der Redundanzgedanke bleibt da etwas auf der Strecke....., wie auch wieder dieser Fall beweisst.
Besser wäre es gewesen, gleich beim abblasenden System zu bleiben (den Wechsel nach sek. nicht durchzuführen) und zum beispiel durch
auf- und zudrehen seine Luftzufuhr zu steuern. Geht ganz geschmeidig ohne nennenswerten Luftverlust, beliebig lange.
Dann wäre das entsprechende HD-Ventil, in Verbindung mit dem Verfahren (auf- und zudrehen) zur Redundanz für den Automaten (für den Fall eines Abblasers) geworden.
Üben kann man es auch ohne das etwas wirklich abbläst.
Gruß
scuba62
Antwort von alex.diver am 14.09.2006 - 13:15 @peter:
Wie schon gemailt - manchmal ist das Simpelste nicht zu erahnen...
Danke und Gruß - Alex
Antwort von Fun-Diver am 19.09.2006 - 18:09 @ fundiver10
Was heisst denn, es DÜRFEN gerne im Sommer auch zwei 1. Stufen sein? Ohne zwei völlig getrennt absperrbare Systeme darfst Du in Hemmoor überhaupt nicht ins Wasser. Wenn sie Dich dabei erwischen, bekommst Du im besten Fall eine Verwarnung und im schlimmsten Hausverbot.
Antwort von FANATIC DIVER am 22.09.2006 - 07:52 Hallo,
das hier diskutierte Problem ist mehrschichtig.
01) Feuchte Luft scheint es nicht gewesen zu sein, sonst hätten mehrere Taucher Probleme bekommen. Gab es am INT-Ventil evtl. ein leichtes Abperlen, also eine mögliche Undichtigkeit?
02) Das Buddy-Team hat offensichtlich funktioniert - auch wens im Endeffekt nicht geholfen hat.
1) Abkühleffekt ist der "Joule-Thompson"-Effekt. In den Druck- und Temperatur-Bereichen des Tauchens bedeutet eine Druck-Reduktion eine Abkühlung.
(In anderen Bereichen ist er auch umgekehrt. Das "Linde"-Verfahren zur Luft-Verflüssigung nutzt dies aus.)
Als technische Vorkehrungen könnte man mal einen Thread aufmachen, in dem über dreistufige Druck-Reduktion diskutiert wird. (wäre hier off-topic)
Ebenso gehört hinzu, dass beim Abtauchen nicht aus der ersten Stufe geatmet wird, an der der Inflator von Jacket oder Anzug hängt.
2) Atmen aus abblasendem Automaten ist möglich (siehe PADI-OWD). Problem ist ein anfänglicher hoher Druck mit ggf. Luft verschlucken und in den Magen bekommen. Problem ist ebenfalls, dass der große Luftstrom die Maske verrutschen und fluten kann, was zu einem weiteren Stress-Faktor führt.
Man könnte einen Thread im Ausbildungs-Forum starten über Notwendigkeit, Art und Umfang einer solchen Übung beim OWD/*.
3) In 25+ Metern, wo der Unfall war, sind normalerweise nur Taucher mit Erfahrung und/oder Tieftauch-Ausbildung. Man könnte einen Thread im Ausbildungs-Forum starten und dort diskutieren ob und wann das Abdrehen von Flaschen ausgebildet werden sollte, sowie folgende Überlegungen:
Luft-Verlust durch den ersten abblasenden Automaten, Luft-Verlust durch den zweiten Automaten, aber noch früh im Tauchgang. Geringe Gefahr von DCS weil früh im Tauchgang. Allein wenn es eine Prüfungs-Frage ist, hat man sich damit beschäftigt und der Stress wird geringer falls es auftritt.
Nach einem Abblaser und Notaufstieg noch 125 bar an der Oberfläche sind ja nicht das erste mal so aufgetreten. Und wenn die eigene Flasche dem Ende entgegen geht ist man schon weit oben und hat noch die Octopüsse der Buddiess!
4) Mentale Vorbereitung auf den Fall der Fälle. Jeder, der hier die TU-Seiten gelegentlich liest, hat sich schon damit beschäftigt und tut es auch weiter.
Bei der Fahrt zum Teich im Auto kann man mit dem Buddy die notwendigen Schritte durchgehen. Oder in geringer Tiefe z.B. am Ende des TG mal gegenseitig üben.
Ich erachte es als sinnvoll, das Flasche Abdrehen in die Lehrpläne mit aufzunehmen. Hier wurde nur 1 Organisation für Anfänger aufgeführt, die wenigstens den Abblaser mal simuliert. Aber genau diese Orgnisation hat als weltweites Haupt-Klientel den klassischen minimalistischen Urlaubstaucher mit 30 TGen in 10 Jahren; alle bei 25°C Wasser aufwärts. Dort wird mit Mono-Ventil getaucht. Vielleicht kann man ja zu offiziellen Zusatz-Empfehlungen für Binnen-See-Tauchen kommen. Denn wenn diese Idee nur bei der Welt-Konföderation mit aufgenommen wird, gibt es einen weiteren Streitpunkt zwischen diesen beiden......
Ein anderer Ansatzpunkt wäre das Ausrotten der Monoventile und das Erhöhen des Redundanz-Gedanken. (Wenn ich eine unabhängige zweite Luft habe, kann ich meinen Buddy, der durch ein Missgeschick seine Luft verbraucht hat, erst recht sicher versorgen.) In den letzten 35 Jahren sind einige Sachen Standard geworden. Vielleicht kann es ja auch so weit gehen.
Bin übers WE nicht zu Hause. Lese erst danach wieder mit.
Da bin ich etwas anderer Meinung. Im Prinzip bestätigt es doch lediglich das man sich
nicht auf einen Lungenautomaten verlassen darf. Wenn man dies auch
für das Sek. System so sieht und auch für die Automaten seiner Buddys, ist man doch schon auf der sicheren Seite. Es fehlt dann nur das geeigntete Verfahren, aber dazu später mehr..
"01) Feuchte Luft scheint es nicht gewesen zu sein, sonst hätten mehrere Taucher Probleme bekommen."
Vielleicht hatte auch nur einer der Taucher feuchte Luft in der Flasche.
"Gab es am INT-Ventil evtl. ein leichtes Abperlen, also eine mögliche Undichtigkeit?"
Ich vermute mal, dass Abperlen dürfte wohl eher keinen Abblaser auslösen..
"02) Das Buddy-Team hat offensichtlich funktioniert"
Ja, nur ist doch wesentlich besser wenn sich jeder um seinen Abblaser selber kümmert.
" - auch wens im Endeffekt nicht geholfen hat. "
Genau das meine ich damit. Es ist ein systematischer Fehler der (leider) gelehrt wird und der hier, mit all seinen Nachteilen, zur Anwendung gebracht wurde.
"Ebenso gehört hinzu, dass beim Abtauchen nicht aus der ersten Stufe geatmet wird, an der der Inflator von Jacket oder Anzug hängt."
Ja, alles andere wäre nicht sinnvoll. Das ist einer der Gründe warum auch ich zwei erste Stufen verwende.
Sozusagen vorbeugender Schutz, für einen wirklichen Abblaser brauche ich kein Sek. System.
"2) Atmen aus abblasendem Automaten ist möglich (siehe PADI-OWD). "
Ja genau, dass ist ein Teil der Lösung, um so ein Desaster zu umgehen.
"Problem ist ein anfänglicher hoher Druck mit ggf. Luft verschlucken und in den Magen bekommen. Problem ist ebenfalls, dass der große Luftstrom die Maske verrutschen und fluten kann, was zu einem weiteren Stress-Faktor führt."
Ist nicht wirklich ein Problem, man hat doch die Möglichkeit den Druck/Durchfluss am HD-Ventil fein säuberlich zu dosieren.
Dann treten all diese Probleme nicht auf und man ist auch nicht von der "Abblassicherheit" irgendwelcher Automaten abhängig.
Es setzt doch lediglich eine gute Erreichbarkeit des Ventils vorraus.
"4) Mentale Vorbereitung auf den Fall der Fälle. Jeder, der hier die TU-Seiten gelegentlich liest, hat sich schon damit beschäftigt und tut es auch weiter."
Ja, damit steht und fällt fast alles. Wenn man dann noch das Standardproblem aller heimischen Taucher ein wenig übt und es mal durchspielt, sollte man doch schon auf der sicheren Seite sein.
"Bei der Fahrt zum Teich im Auto kann man mit dem Buddy die notwendigen Schritte durchgehen. Oder in geringer Tiefe z.B. am Ende des TG mal gegenseitig üben."
Ich brauche keine Buddyhilfe für einen abblasenden Automaten. Dies ist mir auch sehr wichtig, an dieser Stelle!
Da gibts div. Berichte drüber, das Buddys mal nicht das gemacht haben, was sie eigentlich sollten.
"Ich erachte es als sinnvoll, das Flasche Abdrehen in die Lehrpläne mit aufzunehmen.
Ja, und zwar in der Form das damit selber abdrehen gemeint ist, und das in einer Qualität die den Wechsel nach Sek. überflüssig macht.
"Hier wurde nur 1 Organisation für Anfänger aufgeführt, die wenigstens den Abblaser mal simuliert."
Ja genau, einfach mal die Luftdusche gedrückt halten. Wer dann nicht wechseln muß und einfach
(eigenständig) seinen TG "normal" zu ende führen kann, sollte auch Sicherheit vor einem abblasenden Automaten erlangt haben.
Gruß
Scuba62
Antwort von weisahai am 01.10.2006 - 20:58 Hallo zusammen,
Euere physikalisch-technischen Ausführungen in allen Ehren, aber ich meine, der Grund für die allermeisten Vereisungen liegt wohl in der zu feuchten Flaschenluft. Die meisten Füllstationen warten ihre Filtersysteme nicht in der erforderlichen häufigkeit und/oder Qualität, so dass die Luft oft zu feucht ist (auch wenn es die meisten und insbesondere die Betreiber der Stationen nicht wahr haben wollen!). So ist es auch zu erklären, wenn kurz hintereinander beide Automaten abblasen.
Unabhängig davon verwundert es mich immer wieder, dass ein Taucher durch einen abblasenden Automaten in Panik gerät. Anscheinend wissen die betreffenden nicht, dass man auch aus einem abblasenden Automaten atmen und nötigenfalls auch ohne Abrdehen einen kontrollierten Aufstieg zusammenbringt. Hier liegt das Problem letztendlich nicht in der Luft oder der Technik und auch eigentlich nicht in der Ausbildung (denn den Automatenwechsel und das ganze Zeug üben die meisten ja wohl bis zur Vergasung) sondern vielmehr in der Psyche - diese Taucher sind einfach nicht mit dem Medium, in das sie sich begeben, und ihrer Ausrüstung (so sie für diesen Tauchgang überhaupt wirklich geegnet ist),richtig vertraut.
weisahai
Antwort von weisahai am 01.10.2006 - 20:43 Hallo, Euere physikalisch-technischen Ausführungen in allen Ehren. Aber das Problem bei den häufigen Vereisungen liegt ganz offensichtlich überwiegend daran, dass man in den meisten Füllstationen eben keine gut gefilterte = wirklich trockene Luft bekommt (auch wenn es viele und insbesondere die Betreiber der Füllstationen nicht wahr haben wollen). So ist es auch zu erklären, dass sofort hintereinander beide Automaten vereisen.
Auszug aus diesem Forum: TU Costa Brava vom 03.10.2007 : Deutscher Taucher verunglückt tödlich an der Costa Brava (Spanien). ... [mehr] Tauchunfall auf Grand Canaria vom 25.10.2007 : 23 jähriger Franzose stirbt bei einem Tauchunfall am 24.10 vor Gran Canaria. Der erfahre Taucher ging zusammen mit einer Gruppe ... [mehr] TU Griechenland vom 04.11.2007 : Ein 67-jähriger Taucher aus dem Waadtland ist nach einem Tauchgang im Siphon von Lili in Griechenland nicht wieder aus der Höhle ... [mehr]
Libyen (29.05.2008) (mehr) Thailand (20.06.2007) Das Königreich Thailand liegt in Südostasien und grenzt im Nordwesten mit seiner längsten Landgrenze von 1.800km an Burma, im Nordosten mit 1.754km an Laos, im Südwesten mit 803km an Kambodscha,im (mehr) Österreich (19.02.2007) Österreich befindet sich mitten in Europa und grenzt auf insgesamt
2.562 Kilometern im Nordosten an die Tschechische Republik, im Osten an
die Slowakei und Ungarn, im Süden an Slowenien und Italien (mehr)
Flinke-Flosse e.V. Rudersberg (30.06.2008) Ich habe einen Tauchclub gesucht um einen Tauchkurs PADI OWD zu absolvieren. Nach längerer Recherche im Internet nach Tauchclubs oder -Vereinen in meiner Umgebung bin ich auf den Tauchclub Flinke (mehr) Dive in Essen (24.06.2008) Dieses mal ging es mit 29 Tauchern nach PANHEEL in di Niederlande. Ein echter Urlaubstag für alle. Spass, Sicherheit und gute Laune, sowie eine Riesenportion Glück mit dem Wetter. Fazit wir kommen (mehr) Flinke-Flosse e.V. Rudersberg (22.06.2008) Die Flinke-Flosse Rudersberg Ein Kleiner unabhängiger eingetragener Verein die Mitglieder haben erst ihren neuen Vereinsraum ( Füllhütte ) den sie in Eigenleistung ausgebaut haben bezogen. Die (mehr)
Diving Akassia (05.07.2008) Hallo wir sind John und Gabriëlle und komen aus Holland und waren zum vierte mal ins Akassia um bei Diving Akassia zu tauchen. Es war vorher immer sehr gut aber wir konnen nur sagen das es noch (mehr) Dive DreamDiving Center, Tro.. (05.07.2008) Hallo, wir waren Ende Mai für 16 Tage bei Feroze und seinem Team, und die ersten, die in die neuen Appartements eingezogen sind. Trotz laufender Restarbeiten und des Umzugs der Basis in die neuen (mehr) TOPdive, Bora Bora (05.07.2008) Haben im Juni 2008 vier TG mit TopDive Bora Bora gemacht. Fazit durchzogen: Sicher keine schlechte Basis, aber recht teuer. Teilweise seltsame Gruppenzusammenstellung. Leihausrüstung ok. (mehr)