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TU Hemmoor 14.10. Abgesandt von Redaktion am 14.10.2006 - 23:59:
Danke an Tauchteufel für die Info:
Heute kurz nach 12:00 Uhr kam es in Hemmoor am Einstieg 3 zu einem TU mit 2 Verunfallten. Einer der beiden, der sich nicht mehr bewegen konnte, wurde mit einem Rettungshubschrauber (es kamen vorsorglich zwei Hubschrauber zum Einsatz) abtransportiert. Da die Umstände zum Unfall uns nur spekulativ bekannt sind und der Küstenklatsch ebenfalls einzig Vermutungen funkt, verzichte ich auf diese Angaben.
Zusatz der Redaktion:
Unbestätigt aber glaubhaft: Tauchzeit 12min, Direktaufstieg aus 55m. Weiteres nicht bekannt.
Antwort von Tauchteufel am 15.10.2006 - 07:17 Moin, moin
Dank an die Redaktion: Uns waren auch nur diese wenigen Daten bekannt sowie eine ergänzende Aussage von einem der fliegenden Ärzte. Deshalb habe ich auf die Angaben verzichtet.
Viele Grüße
Peter
Antwort von Tinkerbell am 15.10.2006 - 10:13 Hallo!
Ja fast stimmen die Aussagen! Tauchtiefe 55 meter und Tauchzeit 12 minuten. Es wurden beide in die Druckkammer geflogen. Der eine hatte das Bewußtsein verloren, der andere war ansprechbar. Später war der andere auch ansprechbar.Beim Austieg keine Pause eingehalten!
Nun frage ich mich natürlich, warum die Leute sich dort einfach nicht an die Vorschriften halten?!Es sind doch klare Tauchtiefen genannt!
Einige Taucher fanden die Aktion belustigend, das die Taucher weggeflogen werden mußten. Sie meinten das wär nicht nötig, die reden ja wieder! Hallllloooo Erde!!! Das ist nötig!!!Die Taucher schweben solange in Lebensgefahr bis sie mit der Kammer durch sind!
Das ganze wird bestimmt auf ein Lebenslanges Tauchverbot hinauslaufen!
Zu all den negativen, stell ich mit einem glücklichen Gefühl fest, das die Rettungskette sehr gut funktioniert!Die Wachmannschaft arbeitet sehr gut vor, so das der Rettungsdienst gut übernehmen kann!
Meinen Dank für die gute Arbeit und Lob an den Betreiber + Wachmannschaft!
An die Taucher: Haltet euch doch bitte an die Vorschriften, so bleibt euch auch eurer Leben!
Antwort von Euregiotaucher am 15.10.2006 - 14:07 dann lass uns für die Rettungs / Wachmannschaften mal die Taucher Net eigene Daumenhoch Wertung einführen ...
Antwort von smileysunflower am 15.10.2006 - 14:20 @Tinkerbell
..meinst du ernsthaft, die haben das absichtlich gemacht?
Antwort von globetrotter1962 am 15.10.2006 - 16:24 ...die Rettungskette hätte noch effektiver funktioniert, wenn nicht die Gaffer im Weg gestanden hätten, um möglichst nah Fotos vom Unfall zu machen.... der zweite Rettungswagen wurde beim Eintreffen auf dem Gelände von einem der rumfahrenden Privatwagen ausgebremst, weil der Fahrer mit seiner Videokamera zum Ort des Geschehens mußte.... arme Taucherwelt
Antwort von musher am 15.10.2006 - 18:57 Hallo Tinkerbell,
gebe Dir Recht, daß so ein Flug zur Druckkammer keine Lächerlichkeit ist.
Auch wenn nicht unbedingt Lebensgefahr bestehen muß (allgemein gesehen - nicht nur auf diesen Speziellen Fall) es ja auch so andere Folgeschäden wie Lähmungen usw kommen können, welche mit Druckkammerfahrten liminiert bis verhindert werden können.
Wünsche den 2Verunfallten Gute Besserung - hoffentlich bleiben keine bleibenden Schäden.
Antwort von Doris am 16.10.2006 - 08:21 @ Sonnenblume
Meinst Du mit Deiner Frage den zu schnellen Aufstieg oder die Tauchtiefe?
OT aber leider der Realität entspringend:
Es ist leider oft die Jagd nach der ultimativen Tiefe , die Panik und den daraus resultierenden Tauchunfall hervorruft.
Antwort von Tinkerbell am 16.10.2006 - 09:14 @smileysunflower!
Nicht ich meinte es sondern andere Gaffer und Taucher! Ich bin vom Rettungsdienst und seh das etwas anders. Natürlich kennt jeder seine erlaubten Tauchtiefen. Jeder der weiter als die Spielregeln geht, ist sich auch im klaren das er sich in Gefahr bringt!
Ich finde das man sich an Regeln halten soll, damit euch Tauchern das Vergnügen im Kreidesee erhalten bleibt!
Der Betreiber hat seine Kontrollen schon verschärft und ich denke nicht das man hier die Mutter der Nation sein muß!
Ich wünsche euch weiterhin viel Freude beim Tauchen und paßt auf euch auf! )
Tinkerbell
Antwort von pitdiver am 16.10.2006 - 14:15 ... und wieder ein Tauchunfall im Hemmoor.
Ich möchte bestimmt kein Besserwisser sein, aber meiner Kenntnis nach gibt es insbesondere am Einstieg 3 ganz klare Vorgaben, wie dort am Rüttler zu tauchen ist.
Auch sollte jedem Sporttaucher (nicht TecDiver) bewusst sein, dass bei max. 40 Meter Schluss sein sollte. Aber, jeder ist nun mal für sich selbst verantwortlich.
Nur so interessehalber am Rande:
Waren die beiden Taucher mit Pressluft oder mit Trimix (als TecDiver) unterwegs ?
Es wäre wirklich einfach nur schade, wenn aufgrund der vielen Unfälle der letzten Zeit als Ergebnis doch noch irgendwann ein Tauchverbot für den Kreidesee kommt.
Antwort von Silberflosse am 16.10.2006 - 16:34 Die Antwort auf die Frage, ob die Taucher mit Luft unterwegs waren, würde mich auch sehr interessieren.
Antwort von jackel am 16.10.2006 - 22:04 Hello, i was there wen the accident took place. Fortunately we had oxygen, and could we act fast. I hope that it goes better with both divers.
Antwort von Pilar am 17.10.2006 - 12:47 Mir wurde gesagt, dass die beiden mit D10 bzw. Mono12 getaucht haben. Inhalt: Luft.
Antwort von jackel am 17.10.2006 - 19:51 beide taucher hatten 12 Liter. Was ich gesehen habe, ist eine tauchzeit von 8 Minuten,55 Meter und null bar. Der computer der buddy habe ich nicht gesehen. Ich war an erster Stelle mit der unbewußten beschäftigt.
Antwort von pitdiver am 19.10.2006 - 09:26 @jackel
vielen Dank für Deine Info. Nach den Tauchdaten aus dem Computer scheinen die beiden Taucher einen "Drop off" auf 55 Meter gemacht zu haben. Null bar würde heißen, Flasche entweder ganz leer oder abgedreht.
Ist eigentlich bekannt, ob die 1. bzw. 2. Stufe vereist war ?
Wichtig ist natürlich vor allem, dass es beiden hoffentlich wieder besser geht.
Antwort von jackel am 23.10.2006 - 21:54 Beide taucher sind aus das krankenhaus.
Gr.
Jackel (Holland)
Antwort von MatV am 26.10.2006 - 00:16 @QTinkerbell:
"Ich bin vom Rettungsdienst und seh das etwas anders. Natürlich kennt jeder seine erlaubten Tauchtiefen. Jeder der weiter als die Spielregeln geht, ist sich auch im klaren das er sich in Gefahr bringt!"
Ich nehme mal an, du bist vom "Wachdienst". Ob dich das qualifiziert, irgendetwas "anders" zu sehen, lasse ich mal dahingestellt. Anders als wer, zum Beispiel???
Dein Satz mit den Spielregel ist Stuss. Aber vielleicht hast du gemeint, " wer weiter geht, als seine persönlichen Fähigkeiten reichen..." Da gäbe ich dir uneingeschränkt Recht.
Nur, die Fähigkeiten des einzelnen haben a priori genau Null mit euren Spielregeln zu tun.
Es gibt genauso Taucher, die mit Pressluft ohne jedes Problem auf 55 m tauchen, und dies durch hunderte ähnliche Tauchgänge bewiesen haben, und es gibt solche, für die 30m schon zu tief ist, die aber aufgrund ihrer Qualifikation /( gekaufte Zettel halt) nicht mal auf 20 m dürften.
Grüße,
Mat
Antwort von pitdiver am 30.10.2006 - 09:58 @Mat
"Es gibt genauso Taucher, die mit Pressluft ohne jedes Problem auf 55 m tauchen, und dies durch hunderte ähnliche Tauchgänge bewiesen haben..."
Da versteh` ich die Welt nicht mehr. Das heißt, wenn diese Taucher hunderte von solchen Tauchgängen gemacht haben, dann haben die auch die Sicherheit, mit Pressluft auf 55m zu tauchen ???
Da kann ich nur vermuten, diese Taucher haben bisher immer Glück gehabt. Ob dies mit Können oder Tauchkenntnis zu tun hat, lass` ich mal dahingestellt. In unserer "hoffentlich" qualifizierten Ausbildung zu Sporttauchern hat man uns mal was ganz anderes erzählt (hinsichtlich Stickstoffsättigung u.s.w.).
Ich denke mal, jeder Tauchgang kann aufgrund von verschiedenen Gegebenheiten anders verlaufen. Wie Du sagst, ist mancher Taucher bereits mit einer Tiefe von 20m überfordert.
Ich meine, Dein Beispiel mit den Tauchern (Pressluft und 55m) ist dann genau solch ein Fall, der unserem Sport etwas Anrüchiges verpasst.
Warum gibt`s dann von allen Verbänden die absolute Empfehlung, als Sporttaucher mit Pressluft nicht tiefer als 40m zu tauchen ?
Ich denke mal, sicherlich nicht aus Spass, irgendwelche Empfehlungen auszusprechen.
Aber, wie Du schon sagst, jeder muss seine persönlichen Grenzen kennen. Ich habe ein Tieftauchbrevet und etliche Tieftauchgänge, sowohl im Süss- als auch im Salzwasser, halte mich aber trotzdem an die Grenze von 40m. Sollte mir ein Taucher bei der Tauchgangsbesprechung andeuten, dass er tiefer will, dann suche ich mir lieber einen anderen Buddy. Harakiri - Tauchgänge überlasse ich anderen.
Übrigens, wer die "Spielregeln" am Kreidesee nicht beachtet, sollte dort auch nicht tauchen.
Antwort von Tauchteufel am 30.10.2006 - 16:53 Moin, moin
@pitdiver
Ich weiß, ich wiederhole mich Aber eine Empfehlung ist eine Empfehlung ist eine ....
Und Mat hat Recht, es gibt tatsächlich Taucher, die hunderte TG unterhalb der 40m Marke gemacht haben sowie auch weiter machen werden, und die es auf gut Deutsch gesagt: auch wirklich können. Das hat wenig bis gar nix mit Glück zu tun und ist auch bestimmt kein Harakiri, denn diese Leute wissen, was sie da tun.
Ansonsten empfehle ich die VDST-Lektüre: Sicherheitsstandards für den Tauchsport, dort unter 8. Tauchtiefe: "Tauchgänge über 40m Tiefe sollten nur durch tiefenerfahrene Taucher*** und nur unter günstigen Tauchbedingungen durchgeführt werden."
Mehr muss man nicht dazu sagen, oder? Es ist also erlaubt, auch tiefer als 40m zu tauchen.
Andererseits hast Du natürlich Recht: In Hemmoor gibt es Spielregeln, die es einzuhalten gilt. Wer diese nicht beachten will, hat dort nichts zu suchen.
Viele Grüße
Peter
Antwort von musher am 30.10.2006 - 17:32 Hallo pitdiver,
aber am Kreidesee Hemmoor sind, zumindestens war es früher so 45m mit Pressluft erlaubt.
Ist also auch tiefer 40m.
Antwort von pitdiver am 30.10.2006 - 19:42 Grüß Gott,
@Tauchteufel
wie bereits gesagt, soll jeder innerhalb der Grenzen tauchen, für die er sich befähigt hält. Du hast Recht, es ist nicht verboten, tiefer als 40m mit Pressluft zu tauchen; wie gesagt, es handelt sich dabei um eine Empfehlung, auch gem. VDST.
Zum Glück gibt es ja immer noch die "berühmte" Tauchgangsbesprechung (jetzt wiederhol` ich mich), wo solche nicht unwichtigen Details vor dem Tauchgang geklärt werden können.
Und an @Musher:
Als ich im August diesen Jahres am Kreidesee war, hat man mir an der Basis empfohlen bzw. mich darauf hingewiesen, dass die Tiefengrenze von 40m einzuhalten sei. Alle tieferen Tauchgänge wären nur mit Trimix bzw. als Tecdiver durchzuführen und entsprechend anzumelden. Dies war während der Woche. Bei entsprechenden Kontrollen durch den VIST Wachdienst würden Verstöße entsprechend mit einem Tauchverbot geahndet.
Wenn`s hier eine andere Regelung gibt, bzw. gegeben hat, will ich dem nicht widersprechen und bin für solche Infos dankbar.
Euch beiden allzeit gut Luft.
Viele Grüße
(Ebenfalls) Peter
Es gibt kein Gesetz was tauchen über 40m mit Preßluft verbietet - dennoch:
"...In einer Tiefe von
40 m beträgt also der Druck der Einatemluft 5
bar. Ein solcher Druck bedeutet eine erhebliche
Dichtezunahme der Luft. Dies erfordert
eine erhebliche Atemarbeit. Ab ca. 30 m geht
die laminare Luftströmung in eine turbulente
über, d. h. Luftmoleküle fangen an zu rotieren
oder bewegen sich vereinzelt auch rückwärts.
Die Ventilation wird reduziert. Bereits bei
25 m Tauchtiefe (= mittlerer Tiefenbereich für
Sporttaucher) ist die maximale willkürliche
Ventilation um die Hälfte erniedrigt. Die daraus
resultierende CO2-Erhöhung wird zunächst
auf metabolischem Weg abgepuffert.
Reichen aber Abatmung und Verstoffwechselung
nicht aus, zeigt CO2 auch seine narkotisierende
Wirkung. Außerdem bewirkt die CO2-
Erhöhung eine Weitstellung der zerebralen Blutgefäße,
so daß zusätzlich verstärkt Stickstoff
anflutet und die narkotisierende Potenz exponentiell
steigt (Tiefenrausch)...."
Hier klicken
Ausserdem kann je nach Versicherung auch der Versicherungsschutz wegfallen gem. Überschreitung von Tiefenbegrenzungen an bestimmten Seen wie Hemmoor, z.B:
"In welchen Fällen ist der Versicherungsschutz ausgeschlossen?
(...)
Unfälle bei folgenden Tauchgängen:
Tauchgänge die
- allein
- oder vorschriftswidrig
- oder ohne einen sachkundigen Begleiter, wenn diese nach dem Stand der Ausbildung oder Art des Tauchganges nach örtlichen oder internationalen Richlinien,
ausgeführt werden
(...)
Hier klicken
Anscheinend müssen einige Leute das Rad selbst neu erfinden - können sie auch, am besten alleine und nicht in Hemmor. Und evtl. unerfahrene Taucher fühlen sich durch solche Beiträge noch ermutigt nach dem Motto: is doch alles ganz einfach
Antwort von Tauchteufel am 31.10.2006 - 09:16 Moin, moin
@Sanne13
Was Du dort zum Versicherungsschutz angibst, ist eine SSI-Vorschrift. Das gilt noch nicht einmal für jeden von SSI ausgebildeten Taucher, denn dazu müßten diese einen Versicherungsvertrag mit SSI bzw. dieser Gesellschaft abgeschlossen haben!
Für den Gerling-Konzern gelten andere Bedingungen, die Du gern beim VDST nachlesen kannst.
Hier geht es nicht darum, das Rad neu zu erfinden, sondern um aufzuklären.
Übrigens sind in Hemmoor 45m erlaubt:
Hier klicken
Es wird auch niemand ermutigt, sich über diese Regeln in Hemmoor hinwegzusetzen!
Ich (sowie auch meine Lebensgefährtin) gehöre zu der Klientel, die seit vielen, vielen Jahren Tauchgänge auch unterhalb von 40m absolvieren, glaub uns einfach: wir wissen, was wir da tun und wie wir damit umzugehen haben.
Viele Grüße
Peter
Antwort von Sanne13 am 02.11.2006 - 21:18 Hi Tauchteufel,
ich weiss, dass es von Versicherung zu Versicherung unterschiedlich gehandhabt wird. Deswegen habe ich auch bewust geschrieben "je nach Versicherung" (es lohnt sich sicher hier mal für sich diese Dinge zu überprüfen).
Folgender Tip: macht mal eine Druckkammer-Fahrt mit auf "nur" 50m. Dann werdet auch Ihr feststellen, dass Ihr teilweise einfache "Rechenaufgaben" nicht mehr lösen könnt etc. Ihr werdet von Euch selbst überrascht sein - ich wollte es auch nicht glauben! Probiert es selbst mal aus!
Alle grossen Tauchorganisationen "empfehlen" Tauchtiefen bis max. 40m.
"Aus Tauchmedizinischer Sicht ist daher dringend davor zu warnen, Tauchtiefen von 40 m Wassertiefe mit Presslufttauchgeräten zu überschreiten.
Dass im Einzelfall Tauchgänge nach 60 - 70 m WT vom Taucher als systemlos erlebt werden, erklärt sich zum einen aus der erwähnten Variabilität der Empfänglichkeit des Individuums für die N2-toxische Wirkung oder durch Adaption (Gewöhnung), oder aber der subjektive Eindruck der Systemlosigkeit ist bereits Symptom, nämlich Ausdruck nachlassender Hirnleistung und Kritik. In jedem Falle liegt es in der Verantwortlichkeit des einzelnen Tauchers für sich selbst, welchen Risiken er sich aussetzt. Aber die Risikolosigkeit, des Überschreitens des Tiefenlimits von 40m WT als Lehrmeinung unter Tauchern zu verbreiten, ist verantwortungslos."
Antwort von pitdiver am 03.11.2006 - 20:12 @Tauchteufel,
jetzt muss ich doch noch mal `nen Kommentar zu der ganzen Geschichte loslassen. Wenn Deine Lebensgefährtin und Du schon viele Tauchgänge auf weit mehr als 40 Meter gemacht habt und bis jetzt nichts passiert ist, toi, toi, toi. Aber ich muss Sanne13 recht geben. Eine Druckkammerfahrt auf bereits 50m offenbart eine ganz andere Sichtweise der Dinge.
Ich kann Deine Meinung nicht anders einschätzen, als dass Du den "besonderen Kick" mit Pressluft auf weit mehr als 40 Metern suchst. Das Risiko eines Tiefenrausches ist jenseits der 40 Meter um ein Vielfaches höher als unterhalb der "empfohlenen" Grenze. Dazu muss man kein Fachmann sein. Dies bekommt man in jeder halbwegs vernünftigen Tauchausbildung beigebracht. Aber das sollte Dir als erfahrenem Taucher ja bewusst sein.
Generell kann bei Deiner Argumentation schon der Eindruck entstehen (und dies insbesondere bei Tauchanfängern, zu denen ich mich mit meinen 120 TG und Deep Diver Brevet auch noch zähle), dass man 40 Meter und mehr erst einmal ausprobieren sollte, um zu sehen, ob`s gut geht oder nicht. Aber, wie bereits mehrfach gesagt, jeder muss wissen, was er tut.
Haben Du und Deine Lebensgefährtin eigentlich eine Brevetierung als TecDiver bzw. zum Trimix-Tauchen ?
Falls ihr beiden Gefallen an solchen Tiefen findet, wäre dies ggfs. ratsam, schon aus Gründen der Tauchsicherheit, zumal Du und Deine Partnerin ja nicht nur Verantwortung für Euch selbst sondern auch für den jeweils anderen habt.
Viele Grüße
Peter
Antwort von kwolf1406 am 04.11.2006 - 14:53 Naja - nach dem Artikel, den Sanne zitiert, sollte man gar nicht tauchen - viel zu riskant...
Ansonsten ist es eine Sache der persönlichen Erfahrung und Fähigkeit. 40m kann man ruhig noch als "Sporttauchtiefe" für Luft ansehen - aber halt je nach Tauchgebiet und für Leute, die das können. D.h., sich langsam und über viele TGs herantasten. Es sollte auch nicht jeder Führerscheinneuling Porsche fahren.
Schaut euch doch mal die Regelungen in Frankreich an: Das wäre eine gute Diskussionsgrundlage.
Grüße
Klaus
Antwort von Tauchteufel am 04.11.2006 - 17:51 Moin, moin
@pitdiver
Als TLs mit eigener Tauchbasis wissen meine Lebensgefährtin und ich wirklich recht gut, wie es um das Tauchen, auch in größere Tiefen, mit Pressluft bestellt ist. Übrigens zu unseren Brevets: sie reichen aus, um eine Tauchbasis zu führen.
Und jetzt Butter bei die Fische: Wir haben und werden keinen auffordern, "mal 40m zu probieren, um zu sehen, ob es gut geht". Wer so denkt, hat im Tauchsport wenig zu suchen. Es fordert dich auch niemand auf, mit einer Hayabusa weiter über 200 km/h zu fahren, oder?
Wer glaubt, dass innerhalb "starrer" Grenzen, z.B.
"18m", "20m", "30m", "40m" oder "Nullzeit", per Dekret verschiedener Orgs ja immer sicher getaucht wird, der hat noch gewaltige Defizite in seinem Wissen. Wir versuchen in unserer Art der Ausbildung deshalb auch klarzumachen, dass solche "Grenzen" niemals starr sein können.
Den Hinweis auf die Regelungen in Frankreich finde ich besonders gut, bin selbst etliche Male in Camaret gewesen, kenne also die französische Regelung sehr gut. Warum ist dort wohl per Gesetz für ***-Taucher erlaubt, auch tiefer als 40m zu tauchen?
Viele Grüße
Peter
Antwort von pitdiver am 06.11.2006 - 11:22 Hallo
@Tauchteufel,
"Als TLs mit eigener Tauchbasis wissen meine Lebensgefährtin und ich wirklich recht gut, wie es um das Tauchen, auch in größere Tiefen, mit Pressluft bestellt ist. Übrigens zu unseren Brevets: sie reichen aus, um eine Tauchbasis zu führen."
So, Ihr beiden seit Tauchlehrer. Nun gut, dann wisst Ihr sicher, was Ihr tut, hoffentlich auch im Hinblick auf Eure Vorbildfunktion als TL.
Es war auch nicht in Frage gestellt, ob Eure Brevets ausreichen, eine Tauchbasis zu führen. Wenn Du meinen Kommentar nochmals liest, wirst Du dies auch sicherlich feststellen.
Als TL wirst Du sicherlich nicht bestreiten, dass jeder Verband (CMAS, SSI, Padi) und auch der VDST unbedingt empfehlen, als Sporttaucher (ich weiß, ich wiederhole mich) die max. Grenze von 40 Metern zu respektieren.
"Und jetzt Butter bei die Fische: Wir haben und werden keinen auffordern, "mal 40m zu probieren, um zu sehen, ob es gut geht". Wer so denkt, hat im Tauchsport wenig zu suchen. Es fordert dich auch niemand auf, mit einer Hayabusa weiter über 200 km/h zu fahren, oder?"
Stimmt. Hier kann ich Dir nicht widersprechen. Wer solche Kenntnisse oder Meinungen vermittelt, hat im Tauchsport wirklich nichts zu suchen.
"Wer glaubt, dass innerhalb "starrer" Grenzen, z.B."18m", "20m", "30m", "40m" oder "Nullzeit", per Dekret verschiedener Orgs ja immer sicher getaucht wird, der hat noch gewaltige Defizite in seinem Wissen."
Stimmt auch. Wurde von mir aber auch nie bestritten(Achtung: Betrifft nicht Deine Anmerkung hinsichtlich der "gewaltigen Defizite..", sondern nur die "starren Grenzen"). Wie ich bereits mehrfach sagte, muss jeder selbst wissen, was er sich zumutet. Einen entsprechenden Vermerk von Dir findest Du auch in meinem Kommentar vom 30.10.06/09:58 Uhr.
"Wir versuchen in unserer Art der Ausbildung deshalb auch klarzumachen, dass solche "Grenzen" niemals starr sein können."
Ich denke, Ihr zeigt in Eurer Ausbildung Euren Schülern dann auch klar auf, warum es die empfohlene max. Tiefe von 40 Metern für Sporttaucher gibt ??!!
Viele Grüße
Peter
Antwort von pitdiver am 06.11.2006 - 11:31 ... und @kwolf1406
dem kann ich vorbehaltlos zustimmen.
Wo finde ich denn die Regelungen für Frankreich. Hättest Du hier einen Link für mich ?
Danke.
Viele Grüße
Peter
Antwort von kwolf1406 am 06.11.2006 - 19:28 z.B. hier:
Antwort von hket am 07.11.2006 - 08:03 Es gibt eine Richtgeschwindigkeit von 130km/h auf deutschen Autobahnen.
Es gibt Verbotstafeln in den Skigebieten, im Tiefschnee mit Lawinengefahr zu fahren.
Es gibt Warnhinweise auf jeder Zigarettenshachtel.
Alkohol und Drogen ...
dann darf es auch eine Tiefenempfehlung im Sporttauchen von 40m geben.
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