TU Hemmoor 5.4. Abgesandt von Armin am 07.04.2003 - 01:49:
Danke an Stefan für die folgende Info:
Hallo Redaktion,
es hat am 05.04.2003 gegen 08:30 Uhr einen TU in Hemmoor am Einstieg 3 (Rüttler) gegeben. Mein Team und ich haben den Taucher geborgen.
Hier die verifizierten Angaben. Der Verunglückte hatte offensichtlich die Kontrolle verloren und ist unkontrolliert aus 54,3 Meter (laut Tauchcomputer) nach oben geschossen. Tauchzeit insgesamt 11 Minuten! Nach dem Erreichen der Wasseroberfläche trieb er mit dem Gesicht nach oben auf dem Wasser und rief um Hilfe. Der Trocki war komplett aufgeblasen und er konnte sich nicht mehr bewegen. Die Rettungskette wurde von uns sofort aktiviert. Zwei Taucher (einer aus unserer Gruppe und ein Taucher der gerade aus dem Wasser kam) schwammen zu Ihm und begannen die Bergung. Der Verunglückte war bei Bewusstsein, jedoch völlig benommen und handlungsunfähig. Bei erreichen der Plattform am Einstieg 3 wurde er durch einen anwesenden Sanitäter sofort mit Sauerstoff behandelt. Das Rettungsboot traf nach einer Minute ein. Der Verunglückte wurde unter Bewusstsein und mit Sauerstoff zum Einstieg Eins im Boot gebracht, der Rettungshubschrauber traf nur wenige Minuten später ein und brachte ihn nach Bremen. Sein Tauchbuddy tauchte nach ca. 15 Minuten (!) erst auf.
Nun zu den Rahmenbedingungen: Nach Aussage von Jens (Betreiber Hemmoor) waren beide Taucher nicht angemeldet! Beide Taucher waren noch nie am Rüttler gewesen! Der Verunglückte hatte eine kaltwassertaugliche Ausrüstung (Trocki etc.) jedoch nur eine Monoflasche 10 / 12 Liter. Der Verunglückte war nach Aussage von Jens Padi AOWD mit 70 TG. Sein Begleiter war VDST Übungsleiter! Nach Aussage des Buddy ist der Verunglückte aus 54 Meter aufgeschossen. Der Buddy hat nach ihm gesucht (?) und ist dann nach 15 Minuten aufgetaucht. Beide Taucher haben gegen die geltenden Regeln in Hemmoor (Tiefenbegrenzung) verstoßen, der Verunglückte hätte eine max. Tiefe von 25 Meter erreichen dürfen.
Ich möchte an dieser Stelle nochmals eindringlich darauf hinweisen, dass die Rettungskette in Hemmoor an diesem Tag vorbildlich funktioniert hat. Dank der Notfalltelefone am See konnte der Verunglückte sofort einer weiteren Versorgung zugeführt werden. Ich denke er wird es den Tauchern danken, die dort die 9 Euro Eintritt zahlen, um diese Rettungskette zu finanzieren. Solch Leichtsinn führt dazu, dass Seen wie Hemmoor in den Verruf geraten – obwohl dort wirklich etwas für die Taucher getan wird.
In diesem Sinne allzeit gut Luft
Antwort von Jessica am 07.04.2003 - 06:43 soweit, sogut... aber kannst du mir verraten, was Du mit dem Satz sagen moechtest?: "Der Verunglückte hatte eine kaltwassertaugliche Ausrüstung (Trocki etc.) jedoch nur eine Monoflasche 10 / 12 Liter."
Nur eine Monoflasche? Oder meintest Du Monoventil? Denn, wenn Du wirklich Flasche meinst, muss ich mich ueber diese Aussage wundern. Gruss, Jessica
Antwort von Kasimir am 07.04.2003 - 07:32 Was gibt`s da zu wundern? 12 Liter Luft sind für über 50 Meter schon ein bißchen wenig.
Antwort von jogi am 07.04.2003 - 07:47 "kaltwassertaugliche Ausrüstung" heißt in diesem Zusammenhang "zwei getrennt voneinander absperrbare kaltwassertaugliche Atemregler nach EN250 in technisch einwandfreiem Zustand" wie in den Tauchregeln für Hemmoor von Betreiber gefordert (§5)
Hier klicken
Antwort von Jessica am 07.04.2003 - 08:21 Kasimir, Du musst nicht von Dir auf andere schliessen. Es gibt Leute, die kommen mit ner Mono-10 mit genausoviel Luft wieder raus, wie die Buddies mit der Do-10! Auch bei Tiefen jenseits der "Sporttauchgrenze".
Antwort von Bernd am 07.04.2003 - 08:48 Leute fangt nicht wieder an Erbsen zu zählen und zu spekulieren, was wäre wenn. Fakt ist das die Tauchregeln in Hemmoor nicht einfach aus der Luft gegriffen sind, sondern wie dieser Unfall wieder zeigt, für dieses Gewässer einfach wichtig sind. Und wenn Unfälle passieren die unter Missachtung dieser Regeln geschehen, sollte das auch Konsequenzen haben. Und in diesem Fall sollte nicht nur ein Tauchverbot für immer ausgesprochen werden, sondern auch eine Anzeige wegen Hausfriedensbruch erfolgen.
Antwort von Kai Redemann am 07.04.2003 - 08:55 Auch wenn alle gleich wieder aufeinander einschlagen...
Ich freue mich (und auch für den Taucher), dass die Rettungsaktion so gut funktioniert hat und dass der der Verunfallte so glimpflich davon gekommen ist. (So hört es sich jedenfalls an...)
Ich finde es schade, dass diejenigen, die sich die Mühe machen und sich hinsetzen um einen Bericht zu schreiben wegen kleinen Ungenauigkeiten sofort in der Luft zerissen werden. Ich bin für meinen Teil zufrieden wenn ich weiß, was, wie und warum etwas passiert ist.
Leider ist die Tauchszene von Profilneurotikern durchsetzt, die immer beweisen müssen, dass sie die besseren Taucher sind. Ich finde das beweist man am besten, indem man nicht als Verunfallter / Verunfallte "auftaucht" und - wenn man VOR ORT Fehler bei anderen bemerkt - die Sportsfreunde DEZENT darauf hinweist, anstatt sich umzudrehen und sie lächerlich zu machen. "Wollt ihr euch selbst beweisen oder tatsächlich helfen?"
Antwort von Kralli am 07.04.2003 - 08:57 @ Jessica es war bestimmt ein Monoventil gemeint.
Was mich viel mehr erschreckt is der Buddy des Verunfalten. Wo um alles in der Welt war der? Auch wenn er dem Taucher beim Aufstieg nicht helfen konnte( nich bemerkt zu weit weg oder was auch immer) warum steigt der nicht nach 2 Minuten auf? Wenn der Buddy Übungsleiter oder TL oder IDC oder was auch immer war, hat der meiner Meihnung nach unverantwortlich gehandelt damit.
Gruß Kralli
Antwort von Uwe am 07.04.2003 - 09:17 ... TL oder Übungsleiter hin oder her - es sind halt auch bloß Menschen...
Und wer behauptet, dass er in Stresssituationen alles richtig macht, der lügt.
Allerdings muss man sagen, dass nach 15min ohne fremde Hilfe an der Wasseroberfläche der Zustand des Verunfallten sicherlich noch schlechter gewesen wäre und die Chance der erfolgreichen Hilfe noch geringer. Daher wäre, wenn man merkt, dass der Partner durchschießt ein zügiges Auftauchen von Nöten (oder hat sich der "Schwarztaucher" auf die Helfer an der Oberfläche verlassen? Dann ist`s ja ein Glück, dass die da waren...
Vielleicht gibt das den beiden (wenn der Verunfallte hoffentlich wieder genesen ist) zu denken über den Sinn von Regeln und Anmeldepflichten.
Gute Besserung dem Verunfallten.
Antwort von Froschmann Rehlein am 07.04.2003 - 10:05 Was will den der allgegenwärtige Superbuddy dagegen unternehmen, wenn sich ein Newbee aus 54 m hochkatapultiert? Die eigene Reißleine ziehen und sich hinterherschießen? Den menschlichen Hebesack festhalten?
Antwort von Uwe am 07.04.2003 - 10:31 Q Rehlein
...na relativ wenig kann der Buddy unternehmen.
Aber wenn er gemerkt hat, dass der andere durchschießt, dann braucht er keine 15min mehr rumsuchen, sondern kann seinen Aufstieg einleiten, um an der Wasseroberfläche zu helfen. Und die Tauchzeit war erst 11min, sodass kaum längere Deko`s zu machen waren.
Aber ich fange auch schon wieder an zu spekulieren, was ich mir eigentlich verkneifen wollte. Fakten vom Tauchgangsverlauf können eigentlich nur die beiden Taucher bzw. deren Tauchcomputer liefern... Erst dann lohnt wirklich eine Analyse des Unfallgeschehens.
Antwort von Michael am 07.04.2003 - 11:43 Ich denke, es war durchaus eine Mono_flasche_ gemeint;
1. kein Mensch würde von "kaltwassertaucglich" sprechen, wenn ein Monoventil in der "Nähe" ist
2. eine Monoflasche kann ja bei Kaltwassertauchgängen auch für Probleme sorgen, ich glaub, beim TU am Neufeldersee/Ö war das der Fall; bei einer (von zwei) abblasenden 1. Stufen an einer Monoflasche kann es im übelsten Fall zu einer (geschlossenen) Vereisung des Steigrohres kommen, welches sich dann natürlich auf beide Ventile und auf beide ersten Stufen auswirkt.
lg
Antwort von Patrick am 07.04.2003 - 14:52 Ich finde es ohnehin etwas bedenklich, mit (offenbar) normaler Pressluft - und insbesondere natürlich mit nur einer ersten Stufe- auf über 50 Meter abzutauchen. Vor allem, wo die schönen Stellen am Einstieg 3 mit dem Rüttler ja auf ca. 30 Meter aufhören. Zudem war die Sicht am Samstag wirklich bescheiden (Einige Baggerseen hatten vergangene Woche höhere Sichteiten), ich persönlich hatte in Hemmoor bisher immer [deutlich] bessere Sichtweiten erlebt.
Antwort von Sepp am 07.04.2003 - 15:07 Wer rechnen kann der rechne:
54,5m bei max 10m/sec Aufstiegsgeschwindigkeit = 5,5 min.
Deko: je nach Tabelle sage ich mal 6 min.
2 min Partner gesucht
Summe: 13,5 min.
Wenn also der Buddy nach einer Viertelstunde an der Oberfläche war hat er absolut richtig reagiert.
Platsch........
Antwort von Bernd am 07.04.2003 - 15:18 Sepp du hast Recht ! Aber 10m / Sec.
Uiuiuiui und wusch
Antwort von Kasimir am 07.04.2003 - 15:18 Ja liebe Jessica, ich hätte wirklich nicht von mir auf andere schließen sollen. Ich habe in meine Bedarfsrechnung nämlich einbezogen, dass ich am Ende der Grundzeit noch soviel Luft haben möchte, dass sie auch dann reicht wenn der Buddy einen Totalausfall hat und bei mir gestreßt und daher mit erhöhtem Atemvolumen mitatmet.
Antwort von TaucherLaden am 07.04.2003 - 15:32 EEEEEEENDLICH wieder mal nen unfall,jetzt können wir uns mal wieder so richtig gegeneinander fertig machen fakt ist,unangemeldet getaucht,zu tief getaucht,
SELBER SCHULD
Antwort von Uli Padi MI 6000 Tgs am 07.04.2003 - 18:09 taucherLaden geb dir 100% recht, jedoch blöd für alle anderen.
Fakt ist, auch wenn es niemand möchte, mehr Kontrolle
1. Kontrolle durch Schranke beim betreten von
Hemmoor( Anmelden)Nachweis von Erfahrung
2. Kontrollen durch Personal beim zusammnenbauen
der Aurüstung und prüfen auf Eiswasser -
tauglichkeit.Kann auch an den Einstiegen
erfolgen.
3. Keine Tauchgänge tiefer als 40 Meter, auch
nicht für TECis mit 2X 20 ltr.und 2x 10ltr
Stage oder noch mehr an Flaschen !!!
Keine dekopflichtigen Tauchgänge !!!
4. Bei Temperaturen von unter 15° nur tauchen mit
Troki und nachgewiesenem Lehrgang im Gebrauch
von Trockis und mind. 25 TGs damit.
5. Überprüfung des Tiefenmesser ( Tauchcomputer )
beim verlassen des Sees.( Schranke)Bei
verstoss gegen die Regeln, sofortiges
Tauchverbot mit Speicherung des Namens und
Tauchverbot für 1 Jahr.
Habe bestimmt nun gegen einige Schienbeine getreten, aber wenn Hemmoor weiter zum Tauchen geöffnet bleiben soll, muss der Betreiber nun durchgreifen.Es könnte sonst der Eindruck entstehen es geht nur noch um Kohle am See.
Dann ist mit baldiger Schließung des Sees zu rechnen.
Antwort von buffy am 07.04.2003 - 18:40 Also bei soviel Kontrolle und Vorschriften, lieber Uli, brauchst du auch keine Angst mehr haben, das Hemmoor überlaufen ist. Dann kann sich`s nämlich keiner mehr leisten. Die Regeln, die da sind reichen vollkommen aus. Aber wenn, irgendwelche meinen sie müssen sich darüber hinweg setzen, sind sie selber schuld. Und diese beiden Kameraden hier, gehören nicht in diesem See.
Antwort von Reiko am 07.04.2003 - 19:20 @Uli
Richtig so, wir brauchen noch mehr Regeln und Vorschriften.Das lieben wir Deutschen ja! Jeder muß selber wissen was er macht!
ich kann Dir nur teilweise zustimmen. Punkt 1 finde ich ist OK. Aber bei der Kontrolle der Ausrüstung fängt es dann schon an. Ich behaupte einfach mal das die Leute die kontrollieren nicht erkennen, ob es sich um einen Kaltwassertauglichen Automaten handelt. Vom Wartungszustand wollen wir mal gar nicht mal sprechen. Punkt 3 ist der absolute Witz. "Tec" Taucher müssen, wenn sie tiefer wollen sich an besondere Regeln halten. Vorher anmelden, Gase vor Ort analysieren, nur ein Termin im Monat usw. Punkt 4 finde ich nicht schlecht. ABER soll ich dann nicht mehr mit Trocki tauchen dürfen ??? ( ich habe ca. 400TG und tauche ausschließlich mit Trocki)???????
Der Rest wird eh schon durchgeführt.
Antwort von Werner am 07.04.2003 - 21:11 @Uli,
Daf ich aus deinem Synonym schließen, das du PADI Master Instructor mit über 6000 Tauchgängen bist, oder einfach nur ein Angeber? :o So oder so, deine Einstellung ist einfach nur dämlich.
Zu den Tatsachen: Ich war am Samstag morgen selbst mit anwesend und die Schilderung von Stefan war sehr umfassend und korrekt. Es war übrigens eine einzel 12 Liter mit Doppelabgang. Der Taucher hatte sich auf 54 Meter Tiefe verschluckt, mußte Husten und ist in Panik aufgestiegen. Meines wissens geht es ihm wieder gut. Die beiden Taucher haben übrigens lebenslanges Tauchverbot in Hemmoor und werden warscheinlich auf den Kosten von ca 15000 Euro sitzenbleiben! (Sie haben aber zum Glück den Eintritt gespart)
Aber noch mal zu Uli. Da ich häufig am See bin und zu den meisten Unfällen viele Informationen bekomme, kann ich dir sagen, das an KEINEM der Unfälle ein sogenannter TEC DIVER beteidigt war. Das sind Leute die Trainieren und gehen auch mit Doppel 20 auf 10 Meter tiefe um zu üben. Und zu guter letzt, PADI (DSAT) bildet bis 50 Meter tauchen mit Luft aus.
Schöne und sichere Tauchgänge wünscht Werner
Antwort von TaucherLaden am 07.04.2003 - 21:28 @ werner,,,,wieso 15000 euro,du meinst doch bestimmt 1500euro
wenn das mit den 15000euro stimmt,dann sollte man doch so etwas in hemmoor ausschildern ,zb irgend eine tafel,indem die taucher bekannt gegeben werden (schade das darf man ja icht),und vor allem was so ein spass kostet, das schreckt bestimmt die nächsten kamikazetaucher ab
Antwort von Werner am 07.04.2003 - 21:41 @ Taucher Laden
Ein Rettungseinsatz mit Krankenwagen (2 Pers.), Notarztwagen, Polizei, Rettungshubi mit ziel Druckkammer Bremen, Dekokammer - Rechne mal zusammen und sage mir welche Versicherung bei so grober Fahrlässigkeit zahlt.
Antwort von buffy am 07.04.2003 - 21:58 @ tauchladen
das mit den 15.000 Euro ist ausgeschildert. Steht beim Haus angeschlagen.
Moin Werner, danke für die zusätzlichen Infos. Ich war mir gestern Abend nach der Fahrt zurück nicht mehr sicher ob es eine 10 oder 12 Liter Flasche war. Was die Versicherung angeht kann ich Dir nur zustimmen, ich denke man wird den beiden Tauchern entweder Vorsatz oder grobe Fahrlässigkeit nachweisen und damit eine Haftung ausschliessen. Wird also auf jeden Fall teuer! Ansonsten war soweit wir das gesehen haben (Jogi war auch dabei) die Ausrüstung gem. den Bestimmungen am See "kaltwassertauglich". Die Wassertemperatur lag nach meinem Computer am Wochenende bei 5 Grad, die Sicht stellenweise unter 5 Meter. Ich hoffe der arme Kerl hat alles gut überstanden, dass ist für mich persönlich eigentlich das Wichtigste. Was seinen Buddy angeht, der war natürlich beim Ausstieg fertig mit der Welt. Fakt ist aber auch, wenn an dem Morgen nicht schon Taucher am Einstieg drei gewesen wären, dann wäre der verunglückte Taucher wahrscheinlich ziemlich weit abgetrieben worden. Wir haben das ja bereits bei der Bergung gemerkt, denn der starke Wind hat ihn in nur kurzer Zeit weit von den beiden Bojen nach rechts geblasen. Er hätte also leicht übersehen werden können.
MfG Stefan
Antwort von Taucher-Jörg am 08.04.2003 - 12:51 ...weiß jemand warum er unktrolliert ausgestiegen ist? Panik, defekte Ausrüstung, zu wenig Erfahrung im Trockentauchen,...?
Antwort von Herbert am 08.04.2003 - 13:10 @Taucher-Jörg:
Siehe Werners Antwort 7.4./21:11 :
Zitat: "Der Taucher hatte sich auf 54 Meter Tiefe verschluckt, mußte Husten und ist in Panik aufgestiegen."
Antwort von markus müller am 08.04.2003 - 14:48 z.B. DAN zahlt in diesem Fall.
das natürlich der vdst o.ä. versicherung nicht zahlen wird ist klar. vdst ist halt ein verband für sporttaucher und hat sich ein max. tiefenlimit gesetz.
Antwort von Froschmann Rehlein am 08.04.2003 - 17:29 manche essen, trinken und pinkeln unter Wasser und andere können nicht mal einen abhusten. demnächst schießt einer hoch, weil ihm der Hintern gejuckt hat ...
Antwort von TaucherLaden am 08.04.2003 - 18:25 na, da sind wir uns ja alle endlich mal einig hier, dieser mann,soll seine flossen an den nagel hängen
Antwort von Sepp am 09.04.2003 - 07:32 @ Rehlein + TaucherLaden
Na Ihr Spezialisten - Ihr habt Euch sicher noch nie verschluckt das Euch die Luft wegblieb. Ist an Land schon nicht schön. Unter Wasser kann da sehr wohl die Panik kommen.
Ich wünsche aber trotzdem jedem der hier mit liest Zwischen- und Unfallfreie TG.
Platsch.....
Antwort von GWM04 am 09.04.2003 - 08:01 Ich möchte mal wissen wie man sich ein Urteil über den verunglückten macht, ohne wirkliche Kenntnisse über den Unfallhergang zu haben. Der hat sich verschluckt, oder ähnliche Bemerkungen in anderen Threads finde ich nützlich aber nicht unbedingt alles sagend. Es ist schade das sich in diesem Forum die Gier nach Selbstbestätigung einzelner so pervers zeigt.
Leider wird so ein "Lehrmittel" für nicht total perfekte und besserwissende Taucher denunziert und zu einem Gaffer und Blutgeilen befriedigungs Board gemacht.
Ich finde diese Threads nach wie vor wichtig aber ich glaube man kommt um eine redaktionelle Betreuung nicht herum. So schade das ist aber es wird wohl Tradition in Boards, das man einfach mal irgend einen Scheiß einträgt ohne wirklich zu wissen worum es geht. wäre da manchmal angebrachter und die wirklich interessierten könnten sich auf das lesen von Fakten beschränken und müßen nicht jeden hohlen Kommentar hier lesen. Auch wenn ein Schumi am Sonntag aus der Kurve geflogen ist, bleibt er der beste Autofahrer.
Denkt mal drüber nach ob Ihr nicht auch schon mal unvorsichtig seid und Fehler macht. Darauf hinzuweisen welch tolle Rettungskette da in Hemmoor existiert und auch funktioniert finde ich wichtig. Und erst recht das man dafür auch ruhig eine "finanzielle Unterstützung" zu zahlen hat, aber ob man, wenn man es nicht tut ein schlechterer Taucher ist, weiß ich nicht. Gute Besserung den Verletzten und bei den nächsten Tauchgängen mehr Glück dabei die richtigen Entscheidungen im richtigen Moment zu treffen.
Antwort von EnzuCMAS unter 6000 Tgs am 09.04.2003 - 09:57 @UliPadiMi.6000Tgs.....
tolle Ide, nur so kann`s sein. Allerdings finde ich die Kontrollenn dann immer noch zu lückenhaft.
Tauchgenehmigung nur nach Vorlage eines ärztlichen Attestes - nicht älter als 1 Woche. Vorlage von Wartungsunterlagen von sämtlichen techn. Gerätes mit Unterschrift eines amtlich anerkannten Sachverständigen. Regelmäßige Überprüfung der Lagerung der Gerätschaft während der tauchfreien Zeit. Kontrolle des Kfz ob die Ausrüstung auch sachgerecht transportiert wurde.
Zusätzlich könnte während des Tauchganges am Auto ein Kundendienst durchgeführt, und bei Bedarf TÜV und ASU erneuert werden. Das alles zum Paketpreis von ... sagen wir mal 220.-€
Ich wünsche gut Luft und unfallfreie Tauchgänge
Antwort von TaucherLaden am 09.04.2003 - 11:31 @Sepp und GWM04 ihr zwei dummbabler,dann macht mal schön weiter so,nacher dumm schauen wenn überall tauchverbot sepp du schnorchler,lese das nächste mal den kompletten thread,bevor du so nen müll posten tust
Antwort von Sepp am 09.04.2003 - 13:15 @ TauchLaden
Danke für den persönlichen Angriff - sagt mir einiges über dein intellektuelles Niveau.
Zu Deiner Beruhigung - ich hab die gesamte Diskussion verfolgt. Was ich immer noch nicht weis - wieso soll der Mann seine Flossen an den Nagel hängen?
Weil er einmal einen Unfall hatte?
Weil er gegen bestehende Regeln verstossen hat?
(Da ist er mit dem Tauchverbot in Hemmoor gestraft genug finde ich).
Wenn ich eines beim Tauchen gelernt habe dann das:
Du kannst Dich so gut vorbereiten wie Du willst es kann immer etwas unvorhergesehenes passieren.
Dann nicht die Nerven zu verlieren kann man bis zu einem gewissen Grad trainieren aber eben auch nicht vollständig (sonst wären wahrscheinlich auch noch nie Tauchlehrer ertrunken).
In diesem Sinne wünsche ich allen (sogar Dir mein Freund TauchLaden) gleich viele sorgenfreie Aufstiege wie Abstiege.
ich hab` mich schon mehrmals verschluckt, auch unter Wasser, war auch nicht immer schön. Froschmann Jan hat sich mal bei mieser Sicht im kalten Wasser an seinem Bifi verschluckt. Und der ist nicht nach oben geschossen. Der hat sich an seinem Cyklon festgebissen und das weggehustet. Ob wir dadurch Spezialisten sind oder nicht, bleibt dahingestellt.
Mir persönlich ist völlig wurscht, ob der sich nun verschluckt hat oder nicht. Ich bin aber der Meinung, daß niemand etwas auf 54 m zu suchen hat, wenn ihn schon ein Husten nach oben treibt. Diese Meinung darf gerne als allgemein betrachtet werden und hat nichts mit Spekulation in diesem bestimmten Unfall zu tun.
Dies ist übrigens die einzige Sichtweise, die mir in diesem Unfallforum als angemessen erscheint, da man im Regelfall die echten Fakten nie alle kennen wird. Anhand der ständig auftauchenden Spekulationen (der hatte keine TTU, nur ein Bein; man sagt, der sei blind ...) kann man aber Lösungsansätze diskutieren, auch wenn sie am Ende mit dem diskussionsaulösenden Unfall nichts mehr zu tun haben.
Und dieses ewige "mein Beileid den Angehörigen" finde ich einfach zum kotzen.
Antwort von Werner am 09.04.2003 - 16:41 @GWM04
Bis zu deinem Komentar fand ich eigentlich alles sehr interessant.
Da die Fakten auf dem Tisch liegen, denke ich schon, das man sich über die Fehler des Tauchgangs unterhalten kann und auch zu unterschiedlichen Meinungen kommt.
Fakt ist, das ein AOWD mit 70 Tauchgängen mit einem VDST Übungsleiter ? TG, in 54 Meter getaucht sind. !Ich!! war zu diesem Zeitpunkt bei weitem noch nicht so weit, das ich es mir zugetraut hätte. Wenn er wirklich so weit war, vieleicht nur Pech. MEINER Meinung nach einfach die Tiefe und Panik.
Werner
Antwort von rikimountain am 09.04.2003 - 16:45 ich hab mir zwar nicht alle replys gelesen weils mir zu anstrengend is, aber wo is das problem wenn der buddy erst nach 15 minuten auftaucht?
wenn sie auf über 50 waren können sie wahrscheinlich deko (zumindest der buddy) gehabt haben...
und warum 2 opfer wenn eins schon reicht...
Antwort von Stefan am 09.04.2003 - 20:52 @rikimountain
Um das wirklich beurteilen zu können, müsste man ein genaues Tauchprofil haben, insofern ist das natürlich alles rein spekulativ. Ich habe mich mit seinem Tauchbuddy nur kurz unterhalten können als er am Rüttler am Ausstieg aus dem Wasser kam. Seine Aussage war, "er habe seinen Buddy aufsteigen sehen und hat dann nach ihm gesucht". Bei einer Tauchzeit von insgesamt 11 Minuten kann also die Verweildauer in der Tiefe von 54 Meter nicht all zu lange gewesen sein, wenn man die Topographie des Tauchplatzes betrachtet, es sei denn die Beiden sind rausgepaddelt und haben sich direkt auf die Tiefe fallen lassen (wovon ich nicht ausgehe). Ob der Buddy direkt nach dem Abflug seines Partners einen kontrollierten Aufstieg durchgeführt hat, kann wahrscheinlich nur er beantworten, jedenfalls ist er erst aufgetaucht, als der Verunglückte schon auf dem Weg zum Helikopter war, also nicht direkt nach dem Unfall. Eine Bewertung überlasse ich jedem selbst, ich habe eingangs nur versucht die Fakten zu erläutern. Da wir nicht wussten ob der 2. Taucher auch ein Problem hatte, waren wir zu dem Zeitpunkt schon kurz davor nach ihm zu suchen. Er kam uns dann am Einstieg entgegen, fragte ob wir seinen Buddy gesehen hätten, ging zu seinem Auto und packte erst mal in Ruhe seine Ausrüstung weg....
Was hast Du gegen eine Aufstiegsgeschwindigkeit von 10m/Minute?
Idst sie Dir wohl zu langam????
Antwort von Bernd am 10.04.2003 - 06:20 @musher
10m/Minute sind voll ok. Aber der Kollege sprach oder schrieb 10m/Sekunde !?
Beim Lesen :o < Augen auf !
Antwort von Sepp am 10.04.2003 - 07:21 Man kann sich ja mal verschreiben......
Antwort von Bernd am 10.04.2003 - 07:57 @Sepp
Ist ja ok Sepp. War ja auch nicht Böse gemeinet
Antwort von GWM04 am 10.04.2003 - 11:05 Das man als pflichtbewusster Taucher Regeln einzuhalten hat habe ich auch nie bezweifelt. Es kann auch gesagt werden das der verunfallte sich da nicht korrekt verhalten hat und hinweise auf ein richtiges Verhalten finde ich ebenfalls sehr wichtig. Aber der darf nie mehr tauchen oder die Flossen an den Nagel hängen und so einen quatsch finde ich sollte man dem Taucher selber überlassen, falls er aufgrund seiner Verletzungen überhaupt noch tauchen kann. Aber auch das ist reine Spekulation. Oder Luft- oder Gemischtauchen,alt oder jung, alleine oder mit Buddy, CMAS gegen PADI, usw., usw. Diskussionen können in anderen Threads und in anderen Foren diskutiert werden.
Antwort von Dieter am 11.04.2003 - 11:25 1. Antwort an Werner: PADI bildet nicht bis 50m mit Luft aus, sondern empfielt eine maximale Tiefe von 30m, wobei als absolute Grenze 40m gelten, die 42m auf der Tabelle sind lediglich für (ungeplante) Fälle wie versehentliches Überschreiten des Tiefenlimits angegeben
2. wie kann man sich bei einem intakten Automaten und trockener Luft verschlucken?
Antwort von HW am 11.04.2003 - 12:00 Ach erlich Dieter,
und was ist mit den "dollen" Tec Rec Sachen, die die da so anstellen ?
Antwort von Taucher-Jörg am 11.04.2003 - 12:22 @Dieter
...mir ist es auch schon passiert, dass ich UW husten mußte. Wenn man dann nicht geistesgegenwärtig sofort den Automaten festhält, kann es passieren, dass man ihn "aushustet". Und wie verlangsamt die eigenen Reaktionen, egal ob bei 30, 40 oder 50m sind, dass wissen wir wohl alle. Beim Husten zieht man auch beim einholen der Luft alles was der Automat hergibt. Wenn man dann einen Automaten hat, der nicht soviel Luft gibt, wie man in dem Augeblick ziehen möchte, kann ich mir schon vorstellen, dass man das große P in den Augen bekommt, oder dass man sich verschluckt.
Antwort von hansemann am 11.04.2003 - 14:50 Kurz nur zum PADI-Tieftauchen. Damit keine Mißverständnisse aufkommen.
Dieter hat recht - maximale Tiefengrenze sind 40 m. Außnahme ist das TecRec-Programm von PADI, wobei hier allerdings keine reinen Lufttauchgänge bis 50 m durchgeführt werden. Nachfolgend ein Auszug aus der Kursbeschreibung:
"Im DSAT Tec Deep Diver Kurs erlernst du die Durchführung von erweiterten Nullzeittauchgängen mit Atemgaswechseln (gas switches), Dekompressionstauchgängen und „beschleunigten“ Dekompressionstauchgängen in denen Luft und „Enriched Air“ (Nitrox) benutzt und auf Tiefen bis zu 50 Meter getaucht wird."
Allzeit weiter viel Spaß dei der Diskussion.
Antwort von Werner am 11.04.2003 - 18:31 @Dieter
Wer lesen kann und sich fortbildet ist eindeutig im Vorteil. Meine Aussage war das PADI (DSAT) Tauchgänge bis in 50 Meter tiefe mit Luft macht und das ist richtig. Ich kann dir gerne informationen zukommen lassen.
@ Hansemann
Muß dir leider wiedersprechen. Die Tauchgäng bis auf 50 Meter finden mit Luft statt. Es kommen allerdings min. Doppel 12 zum einsatz, mit Nitroxstages usw, usw.......
Antwort von Tobi am 11.04.2003 - 19:19 Hallo Freunde! Warum zieht ihr so über den Buddy her? Habt ihr schonmal was von TG-Planung gehört?
Bei einer Tiefe von 54m betragen alleine die Deco-Zeiten 14 min(lt. Deco2000). Die maximale Aufstiegstgeschwindigkeit sollte bei etwa 10m/min sein. Also hätte hätte der Buddy eigentlich noch länger brauchen müssen um auszutauchen...
Er kann froh sein, dass ihm nicht auch was passiert ist...
Antwort von Jan am 11.04.2003 - 20:04 @EnzuCMAS unter 6000 Tgs
Mannomann, Tauchen, Kundendienst und TÜV/ASU für EUR 220.-? Mache ich sofort, wann kann ich vorbeikommen?
Gruß, Jan
Antwort von Jessica am 11.04.2003 - 22:29 wenn noch einer was konstruktives zu sagen hat - oder neues zum Fall, soll er mir ne PM schreiben, ich setz es rein!
An dieser Stelle wurde der Thread von einem Taucher.Net Moderator geschlossen. Es sind keine weiteren Kommentare mehr möglich (und wahrscheinlich auch nicht nötig)!
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