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Dies ist das internationale Unfallboard von Taucher.Net. Falls ein dir bekannter Unfall hier noch nicht aufgeführt ist, schickt uns am einfachsten eine Mail.
TU Hurghada 2.1.2003 Abgesandt von Armin am 15.01.2003 - 12:54:
Danke an Ferry für die Info:
Folgenden Tauchunfall habe ich am 02.01.03 selbst miterlebt:
Am 02.01.03 entschloss ich mich bei XXX Diving zu meinen ersten Tauchgang ( sogenanntes hand in hand tauchen o. Intro).
Als ich bereits wieder an Bord war ( ca. 15.00 Uhr ), hörten wir ca. 30 meter von unserem Boot entfernt hilfeschreie von einer Italienerin. Offenbar Ihr Freund oder Mann trieb regungslos neben Ihr. Die zwei waren von einer anderen tauchbasis( Vermutlich XXX) und gerade aufgetaucht
Da wir das erste Boot vor Anker in der Reihe waren und auch noch eine ausgebildete Krankenschwester an bord war, wurden die zwei bei uns an bord gezogen.
Der Mann war offenbar bewusstlos. Bei den Wiederbelebungsversuchen kam nur Blut und schaum aus dem mund.
Ein notruf wurde abgesendet. es blieb aber nur die eine möglichkeit in hurghada den hafen anzulaufen. Ein krankenwagen sollte da schon warten. Nach ca 45 min. erreichten wir den Hafen. In der gesamten zeit wurden die wiederbelebungsmassnahmen ununterbrochen durchgeführt.
Der grösste schock für mich war, dass weit und breit kein arzt und kein rettungswagen zu sehen war. ( hätte wahrscheinlich auch nichts mehr machen können, aber warum kam da niemand...)
Nach einer weiteren 1/4 Stunde !!! kam ein pick Up von XXX. Dort wurde der reglose Körper unter menschenunwürdigen bedingungen auf die pritsche geschleift und abtransportiert.
Alles unter den Augen der völlig verzweifelten und von einem nervenzusammenbruch zum anderen getriebenen Partnerin.
Ist das normal, daß es in so einem großen tauchgebiet keine anderen rettungsmöglichkeiten gibt?
Was bringen die moderne deko kammern, wenn der verletzte erst in 90 minuten dort ankommt.
Macht es sinn, ein privates rettungsteam (Schnellboot oder Hubschrauber) über Umlagen auf die Tauchbasen zu finanzieren?
Antwort von HOLK am 15.01.2003 - 15:44 Ich kann nur sagen so "schön" es auch in Hurghada ist pasieren darf dir nichts. Wer das " Krankenhaus" oder die Dekokammer schon gesehen hat kann mir da nur zustimmen.
In Ägypten gibt es keinen Öamtc oder dergleichen der rasche Hilfe leisten kann.
Zum Thema Schnellboot oder Hubschrauber würde ich sagen, das wenn du überhaupt einen kriegst dann wahrscheinlich zu betauchen auf 30m Tiefe und Schnellboote nutzen auch nicht viel wenn die Rettungskette an Land nicht richtig weitergeführt wird.
Gut Luft
www.prodiver.at.tf
HOLK
Antwort von F. Jehle am 15.01.2003 - 17:27 bin noch etwas laienhaft unterwegs!was bitte ist ein Öamtc ?
mfg F. Jehle
Antwort von ioannis am 15.01.2003 - 17:32 Der Österreichische Automobil Motorrad und Touring Club.
Hier klicken
Antwort von harry am 15.01.2003 - 19:37 ähnlich ist es auch bei einem TU zugegangen, bei dem ich 1998 in safaga dabei war.
die verunglückte wurde zurück zum basissteg gebracht und von dort mit dem basis-pick up nach hurghada ins krankenhaus gefahren.
die weitere geschichte ist mir unbekannt- aber auch hier trotz alarm via funk kein krankenwagen und kein (hotel?)arzt.
traurige relität offenbar in ägypten!
wie holk schon sagte: so schön es ist- aber passieren darf einem nichts!!
harry
Antwort von Swordfish am 15.01.2003 - 23:06 Nach der Beschreibung der Symtome (Blut und Schaum) scheint es sich um eine Lungenverletzung gehandelt zu haben (Panikaufstieg ohne Ausatmen)?
Wäre interessant die Grundtiefe unter dem Boot zu wissen und an welchem Riff das passierte?
Kann mir vorstellen, daß dem Tauchfreund der dies erleben mußte (beim Schnuppertauchen !), die Lust auf diesen Sport etwas vergangen ist.
Wenn in Ägypten irgendwas nicht funktioniert, bekommst Du als Antwort "Inschallah" - so natürlich auch bei Unfällen.
mfg
swordfish
PS:
@armin
Wenn schon Zensur (XXX) dann bitte auch im
7. Absatz Deines Postings
Antwort von F. Jehle am 16.01.2003 - 11:53 Die maximal tiefe in diesem bereich am jasmin-riff
( ich glaube so ist es benannt ) liegt bei 12 m.
Ein Lungenriss wurde von den erfahrenen divern auch sofort vermutet.
Die lust ist mir dennoch nicht vergangen, werde den schein im nächsten ulaub machen, aber es ist sehr deutlich geworden das man sich niemals überschätzen sollte.
Kann mir jemand sagen, wieviel Tauchbasen es rund um Hurghada gibt und wieviel Taucher dort täglich im Schnitt ihrem Hobby nachgehen?
Gruss F. Jehle
Antwort von Emanuel am 16.01.2003 - 12:37 Vielleicht ein paar klärende Worte auch zu dieser Story und den Begleitumständen, ohne dass ich dabei war:
Blut und Schaum vor dem Mund weisen in der Tat auf einen "Lungenriss" hin, der beim (zu schnellen) Auftauchen mit angehaltener Luft entstehen kann. Hat aber nichts mit der Grundtiefe zu tun, sondern ist wirklich eher einer Panikreaktion des Tauchers selbst zu zuschreiben.
Die Gefahr bei einem Lungenriss ist sicherlich der Pneumothorax, der dadurch entstehen kann, dass die Lungen zusammenfällt, wenn Blut oder Luft in den Pleuraspalt eindringt. Dies mag je nach Art und Größe des Risses schnell oder weniger schnell von Statten gehen.
Erste Hilfe bei einem solchen Unfall, liest man immer wieder, ist die sofortige Verabreichung von Sauerstoff. Dies hilft aber mehr über den nicht betroffenen Lungenflügel die Sauerstoffversorgung des Körpers und v.a. des Gehirns zu gewährleisten. Ist also nur als 1.Hilfemassnahme zu verstehen. Die klassische Herz-Lungen-Wiederbelebung (HLW) kann aber den Zustand noch verschlechtern, wenn der Lungenriss dadurch noch vergrößert wird. Daher Vorsicht!
Mich würde interessieren, wie die Ärztliche Versorgung nach der obligatorischen Sauerstoffverabreichung aussehen würde.
Wer kann da Auskunft geben?
Sicherlich aber wäre in dem Fall einer Lungenüberdehnung aber die Dekokammer gar nicht hilfreich gewesen. Was soll die den da bringen?
Wie gesagt, Sauerstoff an Bord und ein Tauchguide oder Besatzungsmitglied, das damit umgehen kann, sind da schon viel sinnvoller, und sollten auf jedem Boot vorhanden sein, das mit Tauchern rausfährt. Vielleicht sollten wir Taucher uns zur Angewohnheit machen, uns vor Antritt der Fahrt über die Notfalleinrichtungen an Bord Auskunft geben zu lassen und ggf. auch einen Blick in den Koffer und auf die Sauerstoffflasche(!!!) zu werfen. Oftmals fehlen nämlich genau diese in den Koffern, weil sie schon mal benutzt wurden oder einfach abgelaufen oder leer sind...
Zwar gibt es in Hurghada auch eine Überdruckkammer für ev. Dekounfälle, allerdings sind die Wege vom Unfallort bis dorthin wirklich eher "unbeschreiblich", da nur sehr selten wenn überhaupt festgelegt. Der Hubschrauber, den man manchmal über Hurghada sieht, ist ägyptischer Armee und ihren "Angehörigen" vorbehalten. Um damit transportiert zu werden, müsse man wohl schon sehr gute Beziehungen haben, wurde mir mal versichert. Während in anderen Gebieten, wie z.B. den Malediven, wo die Entfernungen zur Druckkammer sicherlich viel größer sind, schon einiges auch von internationelen Verbänden wie z.B. DAN getan wurde, ist Ägypten, trotz immensem "Aufkommen" an Taucher-Touristen, in dieser Hinsicht weitgehendst diasporisches (Unter-)Entwicklungsland. Die moslemische Einstellung von "inschallah" ("wenn Gott es will") spiegelt hier nicht nur die Mentalität, sondern auch den Zustand. Dennoch gibt es auch unter den Tauchbasen welche, deren Leitung auf das Wohl und die Sicherheit ihrer Gäste besorgt ist und zumindest in dieser Hinsicht nicht am falschen Ende spart.
Dennoch wäre natürlich auch eine VERBESSERUNG der allgmeinen Rettungsmöglichkeiten vor Ort nicht nur sinnvoll und gewünscht, sondern schon lange fällig. Scheitert es möglicherweise am ägyptischen Staat und nicht an Gott?
Antwort von Oliver am 16.01.2003 - 13:22 Es dürfte wohl vor allem an den Kosten und am Gesundheitssystem selbst liegen. Wer blecht den Hubi? Und warum soll er nur für Taucher sein und nicht auch für die Landeskinder? Pro Tauchgang Zwangsabgabe zur Finanzierung des Hubi? Gibt es nicht schon genug Zwangsabgaben und wird der Urlaub irgendwann nicht kostenmäßig uninteressant? Tscha.
Bei deinem Erguß übersiehst Du die Gefahr durch eine Aterielle Gasembolie hervorgerufen durch einen Lungenriß, der sehr wohl mit einer Druckkammerbehandlung entgegengewirkt werden kann.
Des weiteren:
"Vielleicht sollten wir Taucher uns zur Angewohnheit machen, uns vor Antritt der Fahrt über die Notfalleinrichtungen an Bord Auskunft geben zu lassen und ggf. auch einen Blick in den Koffer und auf die Sauerstoffflasche(!!!) zu werfen."
Auch das ist zu wenig, Du mußt gleich weiterfragen - wenn vorhanden, wer kann damit umgehen (in der Regel haben nicht allzuviele Taucher auch eine entsprechende Ausbildung gemacht). Denn wenn nur ein Guide da ist, der das Gerät beherrscht, dieser aber mit unter Wasser geht - dann hast Du schon das erste Problem. Ein weiteres wenn das System nur die Behandlung einer Person zuläßt, denn in der Regel soll bei Deko auch der Partner mit behandelt werden (auch wenn keine akuten Symptome da sind).
Antwort von Markus am 17.01.2003 - 09:10 Etwas eigenartig finde ich, dass man (zumindes auf allen Tauchbasen auf denen ich in Ägypten bisher war) einen Beitrag für die Dekokammer in Hurghada zu leisten hat (Art Versicherung) - Hinweis auf DAN Mitgliedschaft wird meißtens damit abgeschmettert, dass sich die Dekokammer ohne den Beitrag nicht erhalten lässt. Schön und gut, bei unserem doch teureren Hobby soll es auf ein paar € mehr oder weniger auch nicht ankommen.
Was aber hilft mir aber die Dekokammer wenn ich sie ohnedies nicht lebend erreichen kann da es offenbar keinerlei organisierten Transport zu ihr hin gibt.
Hat jemand gute Erfahrungen nach einen TU am Roten Meer zu berichten?
Antwort von Emanuel am 18.01.2003 - 14:28 @ Sepp: Kannst du uns das hier mal erklären, wie die Druckkammerbehandlung bei einer Gasembolie durch Lungenriss helfen soll?
Antwort von Herbert am 18.01.2003 - 20:45 @Emanuel: siehe u.a. unsere Redaktionsausgabe - Nr 7 - Druckkammerbehandlungen.
...Unter der HBO werden Mikroblasen einer arteriellen Gasembolie, die die Blutzirkulation (besonders im Mikrobereich) einschränken, verkleinert und so die Versorgung des Gewebes wieder hergestellt. Je nach Lage des verschlossenen Gefäßes kann dies lebensrettend sein, da die AGE die gleichen Schäden verursacht wie ein Herzinfarkt, Schlaganfall oder eine Lungenembolie. Der einzige Unterschied besteht darin, dass es sich bei der AGE um Gasblasen handelt, die das Gefäß verschließen, und nicht um Blutgerinnsel wie bei den vorgenannten.
Gegen den Lungenriss selbst hilft das natürlich nicht
Antwort von Swordfish am 19.01.2003 - 23:24 @ Emanuel
@ Markus
Bezüglich der Druckkammer in Hurghada passt vielleicht auch folgendes:
Ich war Ende Oktober 2002 in El Gouna und dort wurde von einem Basenleiter erwähnt, die Kammer in Hurghada sei defekt und daher wäre das Gerät in El Gouna ganz schön ausgelastet !?!
Möglicherweise ist die Kammer noch immer Kaputt und keiner will das so recht zugeben.
Außerdem steht sie ja soviel mir bekannt ist im
Naval Hospital = Militär !
Allzeit gute Luft für alle
Swordfish
Antwort von Emanuel am 23.01.2003 - 10:39 @ Herbert & Sepp:
Danke für den Hinweis und die Ausführungen, die sich allerdings wohl auf den Fall der AGE durch Mikroblasen und (zu rasche) Druckverminderung beziehen.
Somit ist die Aetiologie also eine grundlegend andere als bei einem Lungenriss mit darauf folgender Gasembolie. Vielleicht wird es euch helfen, euch vorzustellen, welche Menge von Luft durch einen Lungenriss in die Gefässe gelangen kann, und dass es sich dabei keineswegs um Mikroblasen handeln kann, die durch Gassättigung unter erhöhtem Druck entstehen. Im Gegenteil, die Blasen, die sich hierbei in den Arterien bilden, sind schon groß genug, um die Arterien zu verschliessen (- daher die Embolie!). Zudem würde es mich sehr wundern, wenn sie sich dann unter dem Einfluss von Druck in der Kammer soweit zurückbilden, dass sie das Gefäss wieder freigeben...
Davon abgesehen, was wird wohl mit dem Lungenriss passieren, wenn man den Patienten in die Druckkammer bringt. Könnte es sein, dass dann durch den Lungenriss vielleicht sogar noch mehr Luft in die Arterien eindringt? Oder wolltet ihr den Lungenriss noch in der Druckkammer flicken?
Also was wird nun bei einer AGE durch Lungenriss in der Druckkammer passieren?
Antwort von Sepp am 23.01.2003 - 11:01 @ Emanuel
Zuerst mal Danke fuer die Bombe. Hier noch ein weiterer Auszug aus der Redaktionsausgabe 7 (vielleicht haettest Du sie doch lesen sollen wie von Herbert vorgeschlagen)
Es ist zwar im unten angefuehrten Text nicht von AGE die Rede, es tritt aber mit Sicherheit auch dabei ein positiver Effekt ein (sagen schon die Physikalischen Gesetzte - ODER ETWA NICHT).
Barotrauma der Lunge
Im Gegensatz zur DCS tritt das Lungenbarotrauma unabhängig von Tauchzeit und -tiefe auf. Wenn zum Beispiel beim Auftauchen die Luft angehalten wird oder es zu einem Stimmritzenkrampf kommt, kann ein Lungenriss die Folge sein. Durch den Druckabfall der Umgebung dehnt sich die Lunge im Brustkorb aus, die Lungenbläschen werden überdehnt, schließlich tritt Luft durch feinste Risse, die sich u. U. schnell vergrößern können, in die Lungenkapillaren und/oder das Mediastinum ein (Mediastinalemphysem). Reißt die Lunge an der äußeren Thoraxwand, dringt Luft in den Pleuraspalt ein. Das zum Atmen notwendige Vakuum, welches die Lungenflügel gebläht hält, wird aufgehoben, die Lunge kollabiert (Pneumothorax). Eine Thoraxdrainage führt wieder zur Entfaltung der Lunge, die Druckkammerbehandlung zur Rückbildung des Emphysems und Ödems.
Antwort von Emanuel am 23.01.2003 - 18:28 @ Sepp: Die Bombe galt weder dir noch deinem "Erguss", sondern vielmehr der Vorstellung, einen Taucher mit einem Lungenriss, auch wenn vielleicht nur zunächst einmal, einer Druckkammerbehandlung zu unterziehen.
Trotz der theoretischen Möglichkeiten wage ich nämlich stark zu bezweifeln, dass bei einem Lungenriss (insbesondere gerade in Hurghada) eine Druckkammerbehandlung die entsprechenden Aussichten auf Erfolg hätte.
Trotzdem einen Smilie zur Versöhnung, wenn es euch befriedet...
Antwort von Corinna am 23.01.2003 - 21:41 Emanuel:
Dein Erguss interessiert Niemanden!!!
Bis dann...
Antwort von Emanuel am 24.01.2003 - 11:56 ... bis auf ein paar wenige, die erkannt haben, dass man hier offensichtlich solche Themen nicht wirklich ernsthaft diskutieren kann, ohne sich solchen Kommentaren ausgesetzt zu sehen, und es daher vorziehen, mit mir per E-Mail zu kommunizieren...
Ich lade daher alle ein, die Zweifel an den hier oft sehr oberflächlich diskutierten Thesen haben, dies ebenfalls zu tun. E-Mail durch Anklicken des Absenders...
PS. Bitte nur ernsthafte Zuschriften und keine Schmähbriefe, wie die von Corinna!
@ Corinna et al.: Hoffentlich hilft euch das, was ihr glaubt zu wissen, in einem echten Notfall auch wirklich weiter.
Antwort von Herbert am 25.01.2003 - 17:04 @Emanuel
Warum sollte man das hier nicht diskutieren können ? Ich gehe jedenfalls nach wie vor davon aus, dass nach einem Pneu eine Druckkammerbehandlung angesagt ist. AGE ist zu 99,99% sicher nach einem Pneu und hier ist Erstversorgung mit O2 und schnellstens eine Druckkammerbehandlung lebensnotwendig.
Auf jeden Fall ist in der Literatur nichts gegenteiliges angegeben und die Frage wurde von einigen Tauchärzte auch so beantwortet. Woher beziehst du das Wissen für deine Aussage - ich lerne in dem Bereich wirklich gerne dazu. Wie würde deine Empfehlung einer Behandlung aussehen ?
Antwort von Alexander Mayer am 26.01.2003 - 16:17 Hallo Leute, jetzt mal langsam, man schweift hier wieder einmal vom Thema ab ohne genau zu wissen, was passiert ist. Aber eines ist sicher, einer unserer "Kollegen" ist, aus welchen Gründen auch immer, bei unserem geliebten Hobby ums Leben gekommen und ich denke, daß ist wohl traurig genug!
Die Herren Doktoren sollten doch lieber Ihre Medizin Kenntnisse im Forum für Tauchmedizin ausdiskutieren!
Eine anderes Thema ist sicher die sehr mangelhafte Rettungskette in Ägypten. Und das ist ein sehr enrsthafte Problem worüber nachgedacht werden sollte und welche möglichkeiten wir als Urlauber und Taucher habe, da etwas zu tun!
Gruß
Alexander
Antwort von Miri am 27.01.2003 - 14:14 mein mitgfühl den angehörigen!!
mich würde interressieren welche ausbildung der arme kerl hatte und wie es nun seiner partnerin geht.
gut luft
miri
Antwort von Swordfish am 27.01.2003 - 21:54 Hallo,
Also ich möchte mich hier nicht wichtig machen, aber zum Medizinischen Bereich dieses TU möchte ich (medizinische Null), folgendes anmerken:
Wenn es sich wirklich um einen Lungenriss gehandelt hat, sollte zumindest gemäß
"Pschyrembel" bei einem Pneumothorax eine sofortige Pleurapunktion durchgeführt werden ("Pschyrembel" 256 Aufl./Seite 1328)!
Da dies auf dem Tauchboot sicherlich nicht möglich gewesen wäre, führt eine Diskussion über Druckkammerbehandlung u.s.w. irgendwie am Kern der Sache vorbei.
Bezüglich der schlecht organisierten, bzw. nicht vorhandenen Rettungskette in Hurghada wäre aber eine breit angelegte Diskussion, im Sinne der Sicherheit unseres Tauchsports sehr zu begrüßen.
Nur müßten WIR uns auf die Füße stellen und die Basen und Verantwortlichen dort einmal in die Pflicht nehmen (Wir zahlen ja schließlich auch dafür).
Wenn jeder z.B. zuerst die Sicherheitsausrüstung kontrolliert und wenn nicht alles in Ordnung ist, dem Basenleiter sagt: "Dann fahrt ohne mich, aber auch ohne meinem Geld"
wird sich möglicherweise doch etwas ändern -
denn: Geld regiert die Welt.
Es ist mir klar, das dies nur EIN Ansatzpunkt ist, aber deshalb wäre ja ein Gedankenaustausch
(ohne Gehässigkeiten und ohne Untergriffe) wenigstens ein Anfang.
lG
Swordfish
Antwort von uli rose am 28.01.2003 - 23:55 @Alle
Ob eine Druckkammerbehandlung bei einer Lungenüberdehnungsverletzung der richtige Weg ist, kann nur der weiterbehandelnde Arzt entscheiden.
Auf jeden Fall waren die Ersthelfermassnahmen völlig richtig, nämlich HLW.
Ob dabei die Lungenverletzung vergrößert wird oder nicht, ist hier erst einmal zweitrangig.
Deshalb kann ich hier nur sagen, das ich den Hut ziehe vor den Tauchern auf dem Boot, die konsequent mit der HLW weitergemacht haben, obwohl nur Blut und Schaum als Resultat zu sehen waren.
Die wahrscheinlich einzige Möglichkeit den Taucher zu retten währe ein sofortige Intubation und Absaugen der Lungen gewesen mit anschließender Überdruckbeatmung.
Niemand auf dem Boot sollte sich hier Vorwürfe machen müssen, denn alle zur Verfügung stehenden Maßnahmen wurden getroffen!
Das was hier wirklich zur Diskussion steht, ist die nicht vorhandene Rettungskette in Ägypten.
Wenn weiterhin mit absoluter Betriebsblindheit ins Wasser gesprungen wird, kann sich dort nichts ändern.
Die Ägyptische Regierung hat immer wieder gezeigt, das sie sehr Tourismus orientiert reagiert.
Also dann, reagiert darauf und zeigt den Tauchbasen die Zähne. Ohne entsprechende Reaktionen der Touristen passiert gar nichts.
Einzelne Touristen haben wenig Chancen etwas zu erreichen, aber die Tauchbasen könne durchaus ihren Einfluss geltend machen.
Also:"Arsch hoch und Zähne auseinander!"
Antwort von Emanuel am 30.01.2003 - 18:27 Mal ganz ehrlich: Was kann man von einer ägyptischen Bootscrew erwarten? Und was darf´s dann kosten?
Wären nicht eigentlich die Basenleiter dafür verantwortlich, ihren Guides/Divemastern/Instructoren die Notfallausrüstung zu erklären und mitzugeben?
Vielleicht können sie selbst überdies ja auch noch mehr tun, indem sie ihr "Personal" gezielt auf Notfälle schulen (lassen)?
Wer macht den immer das Briefing? Und wer ist für die Taucher und deren heile Wiederkehr letztendlich verantwortlich?
Das wäre ja auch ohne weiteres machbar, denn die meisten Guides sind ja zumindest Divemaster und sollten den Rescue o.ä. gemacht haben. Warum dann da nicht mehr?
Natürlich sind auch da die Grenzen gesetzt! Für alle Fälle wie diese braucht es eben doch schon fast ein Medizinstudium, um zumindest die Diagnose klar zu stellen und die geeigneten Massnahmen zu treffen.
Da sollte man zumindest den Unterschied zwischen Druckkammerbehandlung und Druckbeatmung kennen, oder?
Antwort von hansemann am 31.01.2003 - 18:53 @Emanuel
Hallo,
Ich finde die Kommentare, die hier so abgegeben werden, recht lächerlich. Keine Ahnung haben - aber mann kann alles erklären.
Wer bei diesem TU nicht dabei war - sollte mit seinen Kommentaren doch ein bißchen vorsichtig sein. Dumme Sprüche sind hier fehl am Platz.
Ich hoffe, mein Eintrag ist der letzte bei diesem TU.
Ich spreche das aus, was auch viele denken:
Man ist zu guter letzt selber für sich verantwortlich. Wenn ich eine Basis besuche - erkundige ich mich vorher nach Ausstattung, Fähigkeit der Tauchbegleiter, eventuelle Rettungskette. Ägypten ist nun mal nichts für Warmduscher - hier sollte man sein Risko schon kennen - wenn man tauchen geht.
Grüße von Hansemann
Antwort von Emanuel am 31.01.2003 - 22:15 @ "Hansemann":
Danke für dein Lob, wäre nicht nötig gewesen!
Findet noch jemand, dass man diesen Thread mit Worten schliessen sollte, wie etwa:
"Ägypten ist nun mal nichts für Warmduscher - hier sollte man sein Risko schon kennen - wenn man tauchen geht." ?
Antwort von Swordfish am 01.02.2003 - 19:43 @hansemann
Würde mich nur interessieren - wie überprüfst Du die Fähigkeiten der Tauchbegleiter oder das Vorhandensein einer Rettungskette ?
Einfach die guten Leutchen fragen ? - Na, da bekommst Du sicherlich eine ehrliche Antwort !
Stimmt genau, denn auch wenn Du Dich erkundigst kann dann folgendes passieren (mir selbst so begegnet 2002 auf Südsafari):
Sauerstoff vorhanden (Wenol-System), der einzige der sich damit auskennt der Guide, der dann
Solo-Tauchgänge bis 60m macht. - Fand ich "TOLL" in dem Fall kommt das Wort TOLL aber eher von Tollwütig
Antwort von Farid am 05.02.2003 - 15:11 Der geschilderte Tauchunfall ist sicherlich für alle Beteiligten ein traumatisches Erlebnis gewesen.
Dennoch müssen sich auch die tauchenden Touristen fragen, weshalb einige Tauchbasen ein paar Euro mehr für den Tauchtag nehmen als andere.
Bei den "Billigcentern" lässt sich der teilweise absurd günstige Preis nur durchhalten, wenn Abstriche in Bezug auf Ausstattung (funktionierende! Sauerstoffsysteme, gut ausgebildete Tauchlehrer und Diveguides) und Gruppengrösse (ein Diveguide und bis zu zehn! Gäste) gemacht werden.
So hart es auch klingen mag, wähle ich ein günstiges Center, muß ich mich auch mit geringeren Sicherheitsstandards abfinden.
Im übrigen sollte die vorausschauende Frage nach dem Sauerstoff an Bord in jedem Tauchkurs gelehrt werden. Natürlich auch ein Blick in denselben.
In diesem Sinne...always save dives.
Antwort von Burkhard am 17.02.2003 - 21:30 Es ist seit dem letzten Kommentar etwas her aber ich möchte doch noch etwas dazufügen. Ägypten ist zur Zeit ein ausgesprochen günstiges Tauchland mit wunderschönen Spots. Wissen wir alle und ich denke wir wissen die Preise auch zu schätzen. Wir alle nehmen dafür Nachteile in Kauf und die sind oftmals auch in den Sicherheitskriterien zu finden.
Daher neben einer Reihe von negativen Beispielen auch mal etwas positives. Im Sommer 2002 war zum wiederholten Male in Safaga und habe dort bei Mahmoud von Barrakuda getaucht. Er ist sicher ein sehr geschäftstüchtiger Mensch, der auch nicht immer fein mit seinen Angestellten umspringt. So gibt es für mich eine Reihe von Dingen, die mir nicht so gut gefallen.
Beeindruckt hat mich allerdings eine Veranstaltung, die ich selbst miterlebt habe. Mahmoud hat während meines Aufenthalts für seine Guides und Angestellten ein Workshop veranstaltet, wo es um die hier angezweifelten Dinge wie "richtiges Verhalten Bei TU`s", "Vorstellung der richtigen Rettungskette", "Möglichkeiten der Dekokammer", "Wiederbelebung" etc. ging. Diese Veranstaltung wurde von 2 sehr engagierten Ärzten aus der Dekokammer Hurghada gehalten, die so wie man es mir erklärt hat, permanent bei tauchbasen unterwegs sind um diese Dinge zu lehren und zu besprechen. Das Interesse der Guides, der Tauchlehrer und sonstigen Angestellten hat in mir ein verstärktes Gefühl der Sicherheit hervorgebracht und meine Achtung für dieses Tauchcenter erhöht. Ich denke mir, dass Farid also durchaus recht hat, wenn er sagt, dass nicht alle gleich sind. Es liegt an uns dort zu tauchen, wo Sicherheitsstandards Beachtung finden wenn ich auch zugebe, dass es nicht immer einfach ist die richtige Wahl zu treffen. Da steht Geld sicher gegenüber dem Ruf und dem Einsatz des GF oder Besitzers im Hintergrund.
Antwort von Denise am 21.02.2003 - 12:07 Ich kann dazu nur sagen:
- bitte schaut euch die Basis, den Buddy und das Boot genau an und scheut euch nicht, nach dem Notfallplan zu fragen.
- kein Risikotauchen in Aegypten! Seid vorsichtig, denn Hilfe ist schwer zu bekommen.
Ich appeliere hiermit an die Selbstverantwortung jedes einzelnen Tauchers!!!!! Verlasst euch nicht zu viel auf die Basis und die Guides ..... und gesunden Menschenverstand walten lassen.
Dann könnt ihr wirklich das schöne Rote Meer in vollen Zügen geniessen.
Diving is fun!!
Antwort von Bubblemaker 01 am 09.03.2003 - 05:52 An alle Fernreisenden!
Ich bin auf Grund meiner Tätigkeit bei einer internationalen österr. Air Ambulance schon in sehr vielen Krankenhäusern in Europa und gerade auch in Ägypten gewesen, wo wir Patienten auch nach TU repartriert haben.
Seit nicht so leichtgläubig und verlaßt euch auf den gleichen Krankenhausstandard wie wir ihn hier in Mitteleuropa haben! Denkt in jedem Fall an eine gut Reiserückholversicherung! Nicht nur an VISA glauben!
Antwort von joky am 26.03.2003 - 15:19 Super Texte die hier verfast worden sind ich empfehle allen doch mal das Tauchmedizin Seminar beim VDTL in Lübeck zu besuchen.
Dort wird einem beigebracht wie man sich zu verhalten hat.
Leider kommt es immer wieder vor das schlecht ausgebildete guids an Bord sind die nicht wissen wie sie sich in sollchen fällen verhalten sollen.
Darum an ALLE bildet euch weiter.
Verlast euch BITTE nicht auf andere.
Antwort von Tina am 08.05.2003 - 18:18 Den letzten Kommentar fand ich eigentlich mit unter am Besten!
Wer sagt denn, dass Guides die Supermen(women) sind. Klar sie sind für die Sicherheit im und ausserhalb des Wassers zuständig und für so manches mehr. Aber:
Wir Taucher sollten genauso wissen, was zu tun ist, denn nicht immer passieren die TU gerade dann, wenn der Guide schon vom TG zurück ist!!!!!
Ach und einen schönen Gruss an die Helfer!
Ihr habt bestimmt Euer Bestes gegeben.
Kopf hoch
Antwort von new_owd am 22.07.2003 - 13:58 Komme selber gerade aus Ägypten und habe dort meinen OWD gemacht. Das Thema vom Dezember/Januar war dort scheinbar aktuell von einem Instructor an diverse Tauchanfänger bzw. beim Check-Up erwähnt worden. Unter dem Motto "immer Atmen, sonst geht es euch wie dem Italiener, der aus 3 Metern Tiefe ohne Atmung aufgetaucht und gestorben ist.... . Daher war die Geschichte am Strand immer Gesprächsthema und natürlich auch die Frage: wie schnell wird im Fall der Fälle reagiert. Im oben beschriebenen Fall wäre allerdings wohl jede Hilfe, ob Speedboot oder Hubschrauber, zu spät gekommen. Unter Wasser ist wohl alles, was schief gehen kann, schief gegangen und dies bei mehreren Personen gleichzeitig. Offenbar ist in den letzten 7 Monaten kein weiterer Zwischenfall vorgefallen, so dass die `alte` Geschichte immer noch diskutiert wird.
Meine Anteilnahme gehört den Angehörigen....
Antwort von tina am 22.07.2003 - 22:26 Hi New OWD!
Ein Tip von mir.
Beschäftige mit diesem Thema allgemein.D.h., man sollte ruhig mal vorstellen, was man in einer Notsituation tun würde. Denn im Notfall kann man nur das abrufen, was da oben gespeichert ist. Aber nie vergessen...........Jeder Tauchunfall ist anders. Und es gibt nicht für jede Situation eine passende Lösung.
Trotzdem, beschäftige Dich ruhig damit. Ich hoffe es nicht für Dich, aber nur so kannst Du, solltest Du mal in einer Notsituation sein, helfen.
Schöne Tauchgänge
Tina
Antwort von Emanuel am 23.07.2003 - 10:39 So soll es aber eigentlich nun wieder nicht rübergebracht werden! Negativ-Erfahrungen mit tödlichen Konsequenzen sollten nicht das Beispiel sein um die Motivation zum sicheren Tauchen zu stärken. Angst verkrampft ja eher die Menschen und führt nicht selten zu genau dem, wovor man Angst hat!
Wie man sieht ist daraus dann eine nicht enden wollende Diskussion zumindest in Hurghada geworden.
Mein Tip: nach dem "Advanced" den "Rescue Diver" o.ä. machen und dort mit einem "etwas erfahrenern" Instructor Unfall- und Notfallsituationen durchspielen. (Da gehört das nämlich hin.) Das schärft nicht nur das Wissen um die Sicherheit beim Tauchen, sondern gibt dir dieses Gefühl von "wie kann ich es wirklich vermeiden" und "was ist zu tun, wenn..."
Mir hat der viel mehr Sicherheitsgefühl beim Tauchen gegeben. Und auch Buddys sollen davon schon profitiert haben...
Gruß
Emanuel
Antwort von new_owd am 23.07.2003 - 11:15 Ich war über die Aussagen des Instructors auch etwas überrascht. Zum Glück war`s nicht meiner...zumindest helfen solche Bespiele nicht wirklich weiter. Bei meinem Tauchlehrer wurde die Sicherheit ganz groß geschrieben und jede Übung so lange wiederholt bis sie saß. Und auch in allen Tauchgängen standen Wiederholungen auf dem Programm. Ich hatte allerdings auch das Glück, dass wir im Kurs nur 2 Personen waren und ich am letzten Tag den TL ganz für mich alleine hatte.
Da bleibt sicherlich mehr Zeit zum Üben als wenn die Gruppe mit 6 Teilnehmern voll bestzt ist. Wobei ich gehört habe, dass andere Tauchschulen die Kurse auch mit 12 Personen durchführen. Da Frage ich mich dann allerdings wirklich, wie ein Instructor da evtl. Probleme bewältigen will....
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Ich würde mir gerne ein IDA 71 kaufen, aber ich finde keines!
Ich hoffe ihr könnt mir sagen wo ich noch ... [mehr]
Lauda Air (29.09.2008) Im August Wien...Marsa Alam Da schon im Frühjahr gebucht waren 10 KG Tauchgepäck frei. Hin und Rückflug pünktlich..in Wien sogar 20 Minuten zu früh zurück. Personal am Boden sowie in der Luft (mehr) Air Malta (24.09.2008) Als wir am 10.9.2008 2 Stunden vor Abflug beim CheckIn stehen um für den direkt bei MaltaAir gebuchten Flug mit Tauchgepäck einzuchecken, meint der Mann am CheckIn – „Sie wollen auch noch mit, die (mehr) Air France (23.09.2008) Bei Air France ist das Tauchgepäck kostenlos bis 23 kg. (mehr)