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TU Leutesheim ?
Abgesandt von Armin am 04.02.2003 - 10:23:

Danke an Susanne für die Info:

Am 02.02 soll sich im badischen Leutesheim ein Tauchunfall ereignet haben.
Leider war bisher nicht mehr zu erfahren, in der lokalen Presse war auch noch nichts zu lesen. Am See spazierende Leute haben Rettungsdienste bei der Wiederbelebung eines Tauchers angetroffen. Gibt es weitere Informationen, wie geht es dem
Verunfallten?



Antwort von Joachim am 04.02.2003 - 21:52
Oder hat hier eine der hier zahlreich erscheinenden Tauchschulen einen Rettungs-Kurs durchgeführt?
Antwort von Susanne am 04.02.2003 - 22:48
Kommen zu einer Übung der zahlreichen Tauchschulen ein Notarzt, ein Rettungswagen, die Wasserwacht und 4 Polizisten mit 2 Streifenwagen??
Antwort von Joachim am 05.02.2003 - 10:51
In dem Fall, Susanne, muß ich dir leider Recht geben, daß es wohl ernst war.
Antwort von Buddy am 05.02.2003 - 12:59
Leider endete dieser tragische Tauchunfall tödlich. Die Umstände sind noch nicht abschließend geklärt, deshalb möchte ich es an dieser Stelle zunächst mit dieser Info belassen.

Herzlichstes Beileid an Familie, Freunde und Tauchkollegen, die einen schmerzlichen Verlust erlitten haben.
Antwort von Jürgen Wunn am 05.02.2003 - 18:33
Wurden die Rettungskräfte vor Ort nicht durch die Baumabsperrungen behindert.?
Auf dieses Problem hatte ich bei einem eventuellen Tauchunfall,- vor 3-4 Mon.,-bei der Wasserwacht,Herrn Weibel,- hingewiesen.Sekunden können das Leben Retten.!!
Der Familie : Herzlichstes Beileid.
Antwort von Freund am 05.02.2003 - 22:17
Um allen Spekulationen den Boden zu nehmen, bei diesem tragischen Geschehen handelte es sich nicht um einen Tauchunfall, sondern einen Unfall beim Tauchen, da es unter Wasser zu einem Herzinfarkt ohne äusere Umstände kam. Die Rettungskette hat funktioniert, wenn auch einzellne Unbeteiligte statt zur Hilfe, nur zu dummen Kommentaren in der Lage waren.
Antwort von Susanne am 06.02.2003 - 20:56
Hallo Freund,
warst Du denn dabei ?

Wenn es unter Wasser zu einem Herzinfarkt kommt, können dann nicht auch die Tauchumstände Auslöser sein ?

Daß Unbeteiligte dumme Kommentare abgeben, ist leider in der Tauchbranche ganz normal, wurde von den Beteiligten überhaupt Hilfe angefordert ?

Wenn Du Spekulationen den Boden nehmen willst, solltest Du dann nicht umfassend informieren, anstatt gleich abzulenken und andere zu beschimpfen ?

Mir drängt sich der Eindruck auf, daß hier weitere Fragen abgewürgt werden sollen. Ein Unfall beim Tauchen ist immer ein Tauchunfall und alle Beteiligten sollten eventuelle Begleitumstände darstellen und aufklären, damit künftig Gefahren verringert werden können.
Herzinfarkte unter Wasser sind scheinbar gar nicht so selten, was ist denn ein Herzinfarkt ohne äusere Umstände ? Ich denke, daß Tauchumgebung, Überschreiten persöhnlicher Grenzen und Gruppenzwang immer eine Rolle spielen.


Auch von meiner Seite Beileid den Hinterbliebenen
Susanne
Antwort von Freund am 06.02.2003 - 22:17
Hallo Susanne,
1. ja, ich war an der Reanimation beteiligt.
2. natürlich können ganz allgemein, wie auch alle anderen Stressfaktoren, besondere Tauchumstände Auslöser sein.
3. Hilfe wurde angefordert und traf auch recht zeitnah ein - allerdings verging schon einige Zeit bis effektive Hilfe geleistet werden konnte. (Erkennen, Bergen usw.)
4. Beschimpfungen liegen mir fern, aber Leute die sich aus persönlicher Betroffenheit in psychisch sehr schlechter Verfassung befinden sollten beruhigt und nicht mit haltlosen Vorwürfen konfrontiert werden.
5. Es ist schon ein Unterschied, ob ein Unfall durch Tauchen verursacht, oder sozusagen zufällig während des Tauchens stattfindet.
Es ist nun mal eine Tatsache, dass vor allem auch in fortgeschrittenem Alter das Risiko eines Herzversagens besteht. Dass sofortige erste Hilfe in diesem Fall in medizinisch gut versorgter Umgebung schneller und effektiver erfolgen kann als unter Wasser ist auch klar. Es gibt eine Vielzahl von Verknüpfungen dieser Problematik.
In diesem speziellen Fall scheint es jedoch so zu sein, dass nicht von besonderen äuseren Stressfaktoren ausgegangen werden kann.
6.Die umfassende Information hat natürlich seine Grenzen, wo das Persönlichkeitsrecht der Beteiligten berührt wird.
Antwort von Susanne am 09.02.2003 - 08:24
War der Verunfallte eigentlich Solotaucher?
Wenn nein, warum verging dann einige Zeit, bis Hilfe geleistet werden konnte ?
In vermutlich welcher Tiefe kam es zu dem Unfall ?

Hallo Freund,
bitte laß einfach mal ein paar effektive Informationen raus. Das Persönlichkeitsrecht der Beteiligten in allen Ehren, aber aus Tauchunfällen (oder Unfällen beim Tauchen) sollten Schlüsse gezogen werden können, die helfen, solche Unfälle zu vermeiden oder die Risiken zu minimieren. Habe von anwesenden Tauchern gehört, daß schon während den Rettungsmaßnahmen Streitereien der anwesenden Tauchschulen im Gange waren, die jedoch die Maßnahmen nicht behinderten.
Dieser Unfall bekommt so langsam einen ganz faden Beigeschmack.

Gefrustet
Susanne
Antwort von Freund am 09.02.2003 - 08:49
Hallo Susanne,

es lebe die Gerüchteküche, aber abgesehen davon folgendes:
Das Einschätzen als schweren Unfall, die Bergung an Land, den Transport aus dem Wasser an unzugänglicher Uferstelle und das Befreien aus einem Trockentauchnazug kostet leider wertvolle Zeit.
Das eigentliche Unfallereignis fand wahrscheinlich in ca. 20m statt.
Ich würde sagen, der Beigeschmack ist vom Ergebnis sowieso schon beeinträchtigt, aber ich wiederhole es noch mal:
Meines Erachtens hat trotz Hindernissen die Rettungskette funktioniert, konnt aber leider in so einem Fall wahrscheinlich sowieso nicht mehr helfen.
Antwort von Birgit am 09.02.2003 - 22:08
Hallo Freund,
danke für die Infos, die sehr sachlich und vernünftig übermittelt wurden.
@Susanne: Auch ein Informationsrecht hat Grenzen, zumindest und zum Glück in Deutschland. Bei einem Herzinfarkt werden wir zum Thema Unfallvorbeugung wohl keine allgemeinverbindliche (und nicht hinreichend bekannte) Tipps bekommen.

Mein Beileid an die Angehörigen. Ich hoffe, eine solche Situation nie miterleben zu müssen (im übrigen auch nicht an Land), da es natürlich schwierig ist, die Nerven zu bewahren, effektiv zu helfen, und zu verkraften, dass es vielleicht nicht genug war (bzw. umsonst).
Alles Gute an Freund.
Birgit
Antwort von Skorpionstaucher am 10.02.2003 - 21:05
Wo war denn den Buddy die ganze Zeit ?
Antwort von Jürgen Wunn am 10.02.2003 - 21:41
Also ich denke schon dass sein Buddy dabei war,- was sollte Er auch bei Herzinfarkt tun.? Hochbringen,-rehanimieren,Hilfe holen.
CMAS oder Padi Taucher.?Ich hoffe,helfen zu können,-falls ich mal in solche Situation gelange,-trotz guter Ausbildung beim TC-Saar,-aber unter Wasser ist alles anders.Meine letzte Tauchpartnerin wurde bei 30 m Ohnmächtig,- da half auch nur ein klarer Kopf.
Antwort von Guido am 10.02.2003 - 22:57
Hab bisher, in diesem Forum jedenfalls, noch nichts gepostet und mach es diesmal auch nur weil es das eine Querverbindung zu einem Beitrag im Ausrüstungsforum geht. Da wurde ein Tauchermesser als Teil zum Wichtigtuen bezeichnet! Aber schneller wie mit einem Messer bekomm ich niemanden aus seiner Pelle. Das soll natürlich keine Aufforderung sein direkt die Anzüge zu zerschneiden, aber wenn es wie hier um Leben und Tot geht. SCHEISS AUF DEN ANZUG. Bitte nicht als Kritik in diesem Fall verstehen sonder einfach mal zum nachdenken, denn dafür ist das Forum ja da.
Mein Beileid den Angehörigen und Freunden. Allen an der Rettung Beteiligten, ich bin sicher das Ihr alles getan habt was möglich war!!!!
Antwort von Nadine am 11.02.2003 - 19:59
@Guido: Grundsätzlich bin ich deiner Meinung, aber wie willst du einen querverlaufenden Trockenreißverschluss zersägen? Das würde noch länger dauern. Es war ja nicht so, dass kein Messer dagewesen wäre... Aber in diesem Fall wäre das nur ineffektiv und zeitraubend gewesen.

Nadine
Antwort von Guido am 11.02.2003 - 20:39
@ Nadine
Ich habe noch nicht versucht einen Anzug zu zerschneiden, aber wenn ich denk mich sollte jemand ohne Mithilfe aus meinem Anzug pellen, na besser nicht. Meine Vorstellung ging eher dahin das man einfach den Anzug zerschneidet ohne Rücksicht auf Verluste sprich einfach an Armen und Beinen komplett durchschneidet. Wäre aber mal ein Versuch Wert bevor man einen Anzug der eh hinüber ist wegschmeißt. Ganz unerfahren bin ich allerdings nicht wenn ich überlege wie lange ich bei meinem Mopedunfall damals brauchte bis ich die Helfer mal soweit hatte mir die Regenkombi und die Jeans einfach durchzuschneiden (die Kombi war eh durchgescheuert) und nicht noch über einen offenen Unterschenkelbruch zu ziehen. Wie gesagt sollte auch nicht als Kritik in diesem Fall verstanden wären. Evtl hat ja jemand anderes Erfahrung oder mal gesehen wie verletzte Taucher von einem Anzug befreit wurden.
Antwort von Tom-0866 am 11.02.2003 - 22:37
Tauchunfall Leutesheim............

Am 02.02. befand ich mich um die Mittagszeit am Leutesheimer See und wollte mit meinem Buddy den sonntäglichen Tauchgang in Angriff nehmen. Unruhe kam in die Tauchergruppen, als einige Leute in Richtung Wald/Fischreuse rannten. Auf unser Zurufen, was los sei , erhielten wir keine Antwort. Kurz später rannte eine weitere Person mit einem Seil in den Wald, inzwischen hatten auch andere anwesende Taucher nachgefragt, wieder keine Antwort oder Anforderung von Hilfe. Nachdem nun weitere Leute in den Wald rannten, beschlossen wir, auch mal nachzuschauen. Als wir gerade in den Wald kamen, hörten wir, wie hinzugeeilte Taucher einen Notruf absetzten. Meiner Meinung nach waren weit mehr als 5 Minuten vergangen. Im Wald startete gerade die Wiederbelebung, engagiert gingen die Ersthelfer ans Werk, mehrere Hinzugeeilte boten Mithilfe an, mit geringer Verzögerung kam dann auch der Sauerstoff zum Einsatz. Wir begaben uns auf die Zufahrtswege, um die Rettungsdienste einzuweisen, die schnell da waren und mit ihren Maßnahmen begannen. Wir klinkten uns aus......
Der Tauchcomputer des Verunfallten zeigte eine Maxtiefe von etwas über 30 Meter und eine Tauchzeit von 27 Minuten.
20 Minuten nach der begonnenen Wiederbelebung war niemand zu finden, der mit dem Opfer tauchen war oder zum Unfallhergang irgendwelche Angaben machen konnte.
Kurz später kam der Tauchpartner des Opfers aus dem Wasser. Die Tauchzeit betrug mindestens eine Stunde.

Das ist der Ablauf, wie ich ihn mitbekommen und empfunden habe.

Da ich gelegentlich solo tauche, bzw. nach Absprache vom Partner trenne, hat mich das, vom tragischen Ende mal abgesehen, sehr beschäftigt.

Die offenen Fragen soll sich jeder selbst beantworten.............

Tom (aus Offenburg)
Antwort von Tom-0866 am 12.02.2003 - 06:41
Ganz wichtig:
Es liegt mir absolut fern, irgendjemanden zu verurteilen. Wenn es sich wirklich um einen Herzinfarkt gehandelt hat, waren die Chancen verschwindend gering ( Forum Tauchmedizin ).

Ich habe mir lange überlegt, ob ich hier überhaupt was schreiben soll, aber aus Fehlern müssen Lösungen für die Vermeidung derselben gefunden werden.

Beim Tauchen im Buddysystem wird beim Verlust des Tauchpartners nach kürzester Suche der Aufstieg eingeleitet. An der Oberfläche trifft man sich......
Erste Hilfe muß regelmäßig trainiert werden, die Handhabung der jeweiligen Sauerstoffsysteme muß in der Ausbildung erklärt werden.
In Notfällen ist Hilfe schnell anzufordern, viele Taucher sind entsprechend ausgebildet und können effektiv helfen.

All das sind Dinge, die eigentlich selbstverständlich sein sollten, oft aber in den Hintergrund geraten oder vernachlässigt werden.

Das soll es nun von meiner Seite gewesen sein, an weiteren Diskussionen werde ich mich nicht beteiligen.

Tom
Antwort von Susanne am 15.02.2003 - 07:33
Gibt es eigentlich einen Abschluss der traurigen Geschichte, sind die Untersuchungen abgeschlossen?
Die lokale Presse hat nicht über diesen Unfall berichtet.

Antwort von Nixe am 06.03.2003 - 17:51
Also ehrlich, dieses Forum bringt mich zur Raserei. So oft ich hier mal reingucke wird nur geklugscheißert, was man alles hätte besser machen können und blablabla.
Jeder Taucher muß selber wissen was er tut und sich auch über die Risiken im klaren sein. Wenn 2 Taucher ausgemacht haben, dass sie sich eben nicht suchen wenn sie sich verlieren (und so könnte es ja in diesem Fall gewesen sein!), dann ist das ihre Sache. Wenn sich jemand überschätzt-auch seine Sache. Ist im Strassenverkehr auch nicht anders(und hier müssen noch andere Unschuldige dran glauben-beim Tauchen eher nicht, außer man bringt durch Panik seinen Buddy in Gefahr, aber es wird ja eh immer so getan, als ob das Buddy-System das Sicherste überhaupt sei!). So ist das Leben. Der Sinn dieses Forums, aus Fehlern zu lernen, scheint mir nicht gegeben, denn meistens weiß eh nie jemand was genaues und was in den Köpfen der Verunglückten vor sich ging weiß schon grad keiner. Vor einiger Zeit hat mal jemand geschrieben, dass ein Forum mit Beinahe-Unfällen sinnvoll wäre, wo die Beteiligten (Überlebenden)erzählen was passiert ist und auch ich halte das für sinnvoll, denn da würde man wirklich mehr draus lernen. So long...
Antwort von Skorpionstaucher am 06.03.2003 - 21:48
_ Nixe

Auch wenn 2 Taucher vereinbart haben sich nicht suchen wenn sie sich verlieren ; als PADI Taucher kann ich mich nicht vorstellen ob als Rescue oder Scuba oder DM. mein Buddy in Not zu lassen wenn er klare Indikation gibt daß, er Probleme hat und auftauchen muß !
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