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Dies ist das Unfallboard von Taucher.Net. Falls ein dir bekannter Unfall hier noch nicht aufgeführt ist, schickt uns am einfachsten eine Mail.
TU Matschelsee Abgesandt von Redaktion am 13.06.2006 - 11:29:
Wie die Polizei mitteilte, ist am Pfingstsonntag ein Taucher im Matschelsee verunglückt.
Eine fünfköpfige Tauchergruppe aus Unterfranken war zu einem TG aufgebrochen. Ein 28-Jähriger hatte mit seinem 41 Jahre alten Buddy nach wenigen Minuten eine Tiefe von rund 27 Metern erreicht. Dabei "schloss sich unvermittelt das Ventil der Taucherflasche" - so die Polizei.
Der 41-Jährige konnte seinem Kameraden zunächst über seinen Zweitautomaten versorgen. Sie konnten aber nur drei Meter aufsteigen, da vereiste auch dieses Gerät.
Der 28-Jährige reagierte panikartig. Es kam ihm aber ein Dritter aus der Gruppe zu Hilfe, der ihn aus seinem Gerät mit Luft versorgte. Gemeinsam gelang es, den Taucher nach oben zu bringen.
Mitarbeiter der Wasserwacht Ettenheim versorgten ihn mit Sauerstoff. Er wurde vorsorglich ins Krankenhaus gebracht. Dieses konnte er noch am gleichen Abend wieder verlassen.
Antwort von Haleh am 13.06.2006 - 12:32 Den Hersteller des Ventils, das sich "selbständig schliesst" würde ich an die Wand stellen. Wenn`s dann so war.
Antwort von musher am 13.06.2006 - 17:32 Was war nun?
Da steht oben, daß sich das Ventil plötzlich selbstständig schloß - WARUM?
Kurz drauf stand, daß dann nach 3m Aufstieg das gerät des Buddies, der ihn daraufhin mit Luft versorgte AUCH vereiste.
Was war nun? Falls ersteres ein Vereisen gewessen sein soll, dann kam doch Luft und somit kein verschlossenes Ventil?
Momentan ist hier in dem Beschriebenen noch sehr viel unklar und unlogisch.
Antwort von floh2207 am 13.06.2006 - 16:59 Denke eher, dass das Ventil nicht ganz auf war und dann wg. Wasserdruck nicht mehr genug Luft geliefert hat. Ist mir auch schon bei ca. 18m passiert, aber mein Buddy Stephan hat da suber reagiert.
Antwort von D-32 am 14.06.2006 - 20:15 Zwei Vereiser binnen kurzer Zeit in der gleichen Gruppe? Erinnert an den tödlichen Unfall der Hamburger Gruppe beim Eistauchen im Schweriner See, die allesamt Luft der gleichen Füllstation drin hatten - und da war wohl der Filter ein wenig viel zu lange drin.
Hoffentlich hat auch hier jemand die Geräte sichergestellt und eine Luftanalyse beantragt. Wer in Zeiten beginnender Rezession auf dem Tauchmarkt an Filtern spart und feuchte Luft verkauft, gehört an den Pranger!
Antwort von Tauchteufel am 15.06.2006 - 08:15 Moin, moin Jo
@D-32
Ist zwar ungewöhnlich, aber ... Ich habe so etwas bislang ein einzige Mal vor vielen Jahren in den echten Anfangszeiten in Hemmoor in meiner 3-er Gruppe erlebt.
Übrigens: An Zweitautomaten, zwei getrennte Ventile etc. wurde seinerzeit noch nicht gedacht und war überhaupt kein Thema.
Ablauf grob: Automat 1 vereist in ca. 28m Tiefe. Mein 1. Partner spuckt seinen Automaten aus und gibt Signal Luftnot. Wir starten also die Wechselatmung und signalisieren, den TG abzubrechen und aufzusteigen. Beim Aufstieg während der WA vereist jetzt zusätzlich mein eigener Automat, so dass unser dritter Mann die WA mit Partner 1 übernimmt und ich aus meinem abblasenden LA weiteratme. So ging es dann bis zur Oberfläche.
Mein damaliges persönliches Fazit aus dieser Situation war: Anschaffung eines Doppelpaketes mit zwei Ventilen sowie zweier hochwertiger LA, lange bevor es in Hemmoor vorgeschrieben wurde.
Viele Grüße
Peter
Antwort von scuba62 am 15.06.2006 - 01:08 @D-32
"Zwei Vereiser binnen kurzer Zeit in der gleichen Gruppe? "
Scheint ja wohl doch öfters mal vorzukommen...
Auch hier sind zwei Automaten in einer Gruppe vereist:
Hier klicken
Wäre es da nicht besser gleich Vorsorge zu treffen, so dass man den TG auch dann sauber zu Ende bringen kann wenn alle Automaten gleichzeitig abblasen?
Z.B. dadurch, dass man einfach durch den abblasenden Automaten weiteratmet?
1. Bei modernen guten Automaten ist eine volle 10-Liter-Flasche in weniger als 90 Sekunden bei free flow leer. Reicht also von 15 m auf null bei 10 m/min.
2. Es gibt auch so etwas wie TG mit Dekopflicht von 1 - xx Minuten. Lernt man zwar beim "Weltmarktführer" nur als absolut böses und strafbewehrtes Tun, ist aber ansonsten durchaus üblich. Wie willst du z. B. 5 Minuten auf 3 m bei frei abblasendem Automaten absolvieren?
"1. Bei modernen guten Automaten ist eine volle 10-Liter-Flasche in weniger als 90 Sekunden bei free flow leer. Reicht also von 15 m auf null bei 10 m/min."
Das ist so nicht ganz richtig, also ich habe schon mal 41min aus einen abblasenden Automaten geatmet (10L, Luftdusche dabei durchgedrückt).
"Wie willst du z. B. 5 Minuten auf 3 m bei frei abblasendem Automaten absolvieren? "
Da will ich dir dann ein wenig weiterhelfen:
Zum einatmen ein HD-Ventil öffnen, zum ausatmen wieder schliessen....
Viertelumdrehung reicht (für mich) auf 40m.
Schau dir doch mal meine Ausrüstung etwas genauer an:
Hier klicken Dann klappts auch mit der Deko.
Alle Taucher stecken ne Menge Geld in angeblich vereisungssichere Automaten, aber eine echte Sicherheit ist es noch lange nicht.
Mit meinem System ist es ein 100% Schutz gegen abblasende Automaten.
Gruß
scuba62
Antwort von Blaupunktrochen am 15.06.2006 - 17:30 Hatte auch mal einen Vereiser in ca. 30m.
Hab dann aus dem abblasenden LA weitergeatmet
Die Luft hat dabei genau bis oben gereicht.
Beim nächsten Tg haben wir dann das gegenseitige
Flaschenzudrehen geübt.....
Fazit für mich:
1.) Aus nem abblasenden LA kann man immer solange weiteratmen,
bis man sich mit seinem Buddy koordiniert hat.
...Soo schnell ist die Flasche nicht leer !
2.) Das Gegenseitige Flaschenzudrehen sollte man mal geübt haben,
wenn man in vereisungsgefährdeten Gewässern unterwegs ist.
Wenn bei beiden Tauchern gleichzeitig alle Automaten vereisen,
Kann man sich evtl. durch wohldosiertes Auf- und Zudrehen am
Absperrventil gegenseitig helfen (ne interessante Übung...)
Alternativ könnte man mit dem Absperrventil eine kleine
konstante Luftmenge von z.B 1 l/s anstatt der 20 l/s (von Jo)
einstellen -dann blubbert`s weniger und hält länger...
Allerdings weiss ich nicht ob bei abfallenden Druck in der Flasche
der Hahn dann ganz zugeht...
Gruß
Christoph
Antwort von scuba62 am 15.06.2006 - 19:58 @Blaupunktrochen
"2.) Das Gegenseitige Flaschenzudrehen sollte man mal geübt haben,
wenn man in vereisungsgefährdeten Gewässern unterwegs ist. "
An der Stelle bin ich vollkommen anderer Meinung...., jeder sollte selber in der Lage sein sich um einen Abblaser persönlich zu kümmern.
Auch den Wechsel auf das Sek. System würde ich nicht mehr durchführen solange aus Prim. noch irgendwie dosierbar Luft kommt.
"Wenn bei beiden Tauchern gleichzeitig alle Automaten vereisen,
Kann man sich evtl. durch wohldosiertes Auf- und Zudrehen am
Antwort von Mönchsrobbe am 18.06.2006 - 20:13 Das Flasche zudrehen wie auch zwei unabhängige Automaten gehören für mich zur Standardausbildung, wenn man in kalten Gewässern unterwegs ist. Wer aus warmen Gewässer kommt, soll sich updaten. Beim üben gilt: Einmal ist kein Mal!
Nur was sitzt, kann man in Notfall auch anwenden.
Antwort von scuba62 am 19.06.2006 - 09:38 @Mönchsrobbe
"Das Flasche zudrehen wie auch zwei unabhängige Automaten gehören für mich zur Standardausbildung, wenn man in kalten Gewässern unterwegs ist."
Wenn du damit SELBER zudrehen meinst, halte ich es schon für deutlich besser als dieses komische "Dann dreht mein Buddy gerade mal zu".
Aber immer noch nicht gut, auch wenn es das zur Zeit übliche Verfahren darstellt.
Aber was machst du nach dem Zudrehen, du wechselst auf sek. vermute ich mal so...
Was hindert denn dein sek. System daran auch gleich abzublasen, grundsätzlich liegen doch schon begünstigende Bedingungen vor?
Sofort flacheren Bereich aufsuchen, in der Hoffnung das du dabei schneller bist als die thermische Trägheit des sek. System?
Wäre nicht meine Denkensweise, auf so etwas zu bauen.
Warum also nicht ein Verfahren anwenden, was dem einfachen Zudrehen in allen Punkten überlegen ist?
Gruß
scuba62
Antwort von Blaupunktrochen am 19.06.2006 - 12:34 @ Mönchsrobbe:
100% Deiner Meinung
@ scuba62:
Kar, mit einer zugänglichen Absperrvorrichtung, wie Du sie hast, ist das Selber-Flaschezudrehen kein Problem. Würd` ich auch so machen.
Hat aber nicht jeder hat sowas.....
Normalerweise ist das eigene Ventil nicht
-oder nur mit Mühe- erreichbar.
Wenn dann beim Zudrehen was nicht tut, oder z.B der 2. Automat
auch das Abblasen anfängt, ist der Buddy gefragt.
Meistens merkt man ja, dass der Automat allmählich einfriert.
Der Regler liefert nach dem Einatmen noch etwas Luft nach,
oder schliesst nicht mehr vollständig.
Wenns nur wenig nachblubbert kann man durch Wechsel auf den
Zeitautomaten das 1.Sytem sich aufwärmen lassen.
Nach ner Minute zurückwechseln -tut fast immer....
Unabhängig davon ob sich das Problem von alleine löst, sollte man
seinem Buddy Bescheid geben. Wenn dann wirklich ein Problem
daraus wird, sind beide nicht ganz unvorbereitet.
Die Kommunikation hilft einfach Stresspotentiale abzubauen !!
....
Wenn Deine Haltung "Hilf dir selbst = 1.Priorität" dazu führt, daß
Du nicht mehr mit Deinen Partner kommunizierst oder Solotauchst.
Halte ich das einfach für falsch!
Es gibt einfach Situationen, bei denen man allein
-auch mit der besten Ausrüstung- wirklich keine Chance hat.
.... aber ich denke So hast Du das nicht gemeint
Gruß
Christoph
Antwort von scuba62 am 19.06.2006 - 14:08 @Blaupunktrochen
"Hat aber nicht jeder hat sowas..... "
Das ist der Grund, warum ich hier ein bisschen Werbung dafür mache (übrigens ohne Gewinnabsichten).
Ich hab mir das Ding vor 6 Jahren selber gebaut, und sehe darin den Sicherheitsgewinn (bei Abblasern) schlechthin.
"Normalerweise ist das eigene Ventil nicht -oder nur mit Mühe- erreichbar."
Genau da liegt der Fehler, der Auslöser für viele Tauchunfälle bis jetzt war.
Ich war inzwischen ca. 10mal dabei wie ein Automaten (der eigene erst einmal) vereist ist.
Hauptsächlich tauche ich hier in Deutschland in Hemmoor und Messinghausen.
Trotzdem, dass immer alles vorbildlich ablief, halte ich das herkömliche Verfahren für stark verbesserungswürdig.
Bei jedem zweiten Unfall, der hier diskutiert wird kommt doch das Wort Abblasen drin vor. Das ist doch ein sicheres Zeichen dafür, dass das herkömliche Verfahren doch erhebliche Schwächen aufweist.
Den systematischen Fehler den man dabei begeht, auf thermische Trägheit zu setzten, kommt dabei in den Diskussionen sogar nur selten zum tragen.
"oder z.B der 2. Automat auch das Abblasen anfängt, ist der Buddy gefragt. "
Oder es gar nicht erst soweit kommen lassen. Wenn ich nicht nach sek. wechseln muß, fängt da auch nichts an abzublasen....
"Nach ner Minute zurückwechseln -tut fast immer.... "
Das sind auch meine Erfahrungen dabei. Nach meinem Verfahren ne gute Minute lang korrigierend eingreifen, und schon kann man vollkommen entspannt weitertauchen als ob nichts gewesen wäre.
Und selbst wärend der Zeit des Eingreifens hält man die volle Redundanz aufrecht.
Ist ganz einfach, und man kann es im Vorfeld üben indem man einfach mal die Luftdusche gedrückt hält. Ist auf Tiefe übrigens noch leichter zu händeln als im Flachbereich.
"Wenn dann wirklich ein Problem daraus wird, sind beide nicht ganz unvorbereitet.
Die Kommunikation hilft einfach Stresspotentiale abzubauen !! "
Bei mir kommt dabei erst gar kein Streß auf. Aber ich glaube das liegt weniger an mir, sondern mehr an Technik und Verfahren....
"Es gibt einfach Situationen, bei denen man allein -auch mit der besten Ausrüstung- wirklich keine Chance hat."
Keine Frage, und dafür muß man noch nicht einmal tauchen gehen.
".... aber ich denke So hast Du das nicht gemeint. "
Du siehst die Person die für dein Leben verantwortlich mehrmals am Tag, in jedem Spiegel.
Aber meine Meinung zum Buddysystem ist hier recht gut beschrieben:
es gibt durchaus Flaschenventile mit abgesetztem Drehknopf im Fachhandel zu erwerben. Erst kürzlich hatte ich dieses Gespräch mit einem Fachhändler. Fazit war: Niemand kauft es weil es teurer ist als ein normales Ventil.
Viele Grüße, Michael
--------------------
www.hid-tec.de
Antwort von scuba62 am 22.06.2006 - 15:00 Hallo Michael,
"es gibt durchaus Flaschenventile mit abgesetztem Drehknopf im Fachhandel zu erwerben."
Ich vermute mal du meinst diese Absperrwelle:
Hier klicken
Grundsätzlich halte ich die Idee erstmal für gut, aber....:
- Dürfte nur auf Nautec-Ventile passen.
- Ohne lästiges umschrauben, müsste man jede Flasche damit ausstatten.
- Trägt ein wenig "dicker" auf, lässt sich nicht so leicht verstecken.
- Die Verwindungssteifheit soll wohl auch nicht so berauschend sein:
Hier klicken - Mal eben an einer Leihflasche verwenden, dürfte auch nicht gehen.
"Meine" Variante gibt es inzwischen auch fertig zu kaufen:
Hier klicken
Allerdings mit 220 Euro reichlich im Hochpreissegment angesiedelt..
Der Eigenbau ist da deutlich günstiger.
"Niemand kauft es weil es teurer ist als ein normales Ventil."
Das verstehe ich allerdings nicht wirklich....
Da wird ein Haufen Geld für Automaten ausgeben, die dann doch irgendwann mal abblasen. Aber für etwas was mal wirklich zu 100% hilft, ist dann angeblich kein Geld mehr übrig....
Prioritäten falsch gesetzt, schätze ich mal.
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