TU Nienburg / Niedersachsen Abgesandt von Armin am 03.01.2003 - 10:10:
Am 2.1. soll im bereich nienburg, niedersachsen ein tödlicher unfall geschehen sein. "mann" sagte unterm eis und seil verloren und auch panik bekommen.
Mehr ist nicht bekannt.
Antwort von ein taucher am 03.01.2003 - 10:57 ist leider richtig, ich bekomme morgen den zeitungsbericht mit der post. werde dann die geneuen umstände kennen und veröffentlichen. mein beileid den angehörigen.
Antwort von ein taucher am 04.01.2003 - 14:48 zitat aus der tageszeitung:
die harke vom 03.01.2003, seite 11.
landsberger ertrinkt beim eistauchen
husum(krg). ein 29-jähriger landsberger ist am nacmittag des neujahrstages durch einen tauchunfall im zugefrorenen heye-see bei husum gestorben. wie die polizei erst gestern mitteilte, war der unerfahrene taucher mit zwei freunden aus landesbergen und steimbke an den baggersee gefahren, unter der eisdecke zu tauchen.
die drei männer hatten ein loch in die eisdecke geschlagen und waren gemeinsam abgetaucht. vermutlich riss die orintierungsleine des landbergers, der darauf wohl in panik geriet. weiter ist bekannt dass der 46 jährige rehburg-loccumer aus dem versiten see auftauchte und seine kollegen nicht antraf. erging noch zweimal unter wasser, um sie zu suchen- fand sie aber nicht. der 42 jährige steimbcker hatte inzwischen den landsberger gefunden und versuchet die eisdecke nach oben zu durchbrechen. als diese nicht gelang, ahbe er versucht, ihn mit hilfe eines kompasses zur mitte des sees zu bringen, weil diese nicht zugefroren war. eine fußgängerin hörte die hilferufe, sah die männer und verständigte einen notarzt. der dritte tauchereilte zu hilfe. der 29 jährige war bereits tot, wiederbelebende maßnahmen scheiterten. der artz stellte ertrinken als todesursache fest.
ob die tauchausrüstung versagte,der mann aus panik sein mundstück verlor, prüft die polizei noch. auch ob die männer tauchvorschriften verletzt haben steht noch nicht fest.
zitat ende.
Antwort von ein taucher am 04.01.2003 - 14:57 ein kurzer kommentar und eine bitte von mir.
die männer haben nach meiner einschätzung und den preese artikel, alle tauchvorschriften verletzt. keine supprt taucher, verdacht auch solo tauchgänge, was hat ein unerfahrener taucher unter einer eisdecke zu suchen, wieso kann eine orientiungsleine reissen?
das sind fragen, vorwürfe die ich mir stelle. ich war bei dem unfall nicht dabei kenne die männer auch nicht, aber es berührt mich doch sehr. auch ich bin gefragt worden ob ich mittkommen möchte zu einem eis tg, habe vor ort aber kehrt gemacht, weil keine sicherheits vorkehrungen getroffen waren, dazu kommt das ich denke das ich die nötige erfahrung habe um so einen extremen tg zu machen, owd/aowd april 02 fertig gemacht und ca. 96 tg. diesen mut sollte jeder von euch haben, einfach nein zu sagen und sich vieleicht im verein, club, basis bei einigen unbeliebt zu machen, aber dafür einen heilen arsch mitnach hause zu nehmen!
ein taucher
Antwort von Holgi am 05.01.2003 - 12:05 Mein Mitgefühl an die Hinterbliebenen.
@ ein Taucher
Ich muß dir Recht geben in Punkto Gruppenzwang, lass die anderen doch sauer sein, wenn ich nicht will dann will ich nicht. Aber so wie sich der TU im Zeitungsartikel darstellt haben die 3 so ziemlich alles falschgemacht, was mann nur falsch machen kann.
1: Wo waren die Sicherungstaucher ?
2: Warum wurde kein 2´tes oder 3´tes Loch ins Eis geschlagen, als Rettungsausstieg ?
3: Was für eine Sicherungsleine wurde verwendet, etwa eine Wäscheleine ?
4: Und eine TG Planung wurde anscheinend auch nicht durchgeführt!!!!!!
Was mir auch nicht so richtig einleuchtet, ist der Umstand wie der Verunfallte per Kompass zur Seemitte geführt werden sollte, wenn er noch nicht einmal das Einstiegsloch wiedergefunden hat. Wie sollte er von der Seemitte wieder zurückkommen?
Dieses sind alles Fragen, die bei richtiger Ausführung nicht zu diesem Tragischen ausgang geführt hätten !!!!
Antwort von Die Spaziergängerin am 05.01.2003 - 15:03 Hallo Leute.
Also ich bin die spaziergängerin aus dem Zeitungsartikel.Zu erst mein herzliches beileid den angehörigen.Leider war unsere hilfe umsonst.So nun zu den fragen und artikeln aus der Zeitung und zu euren Fragen.Es wurder wirklich sehr viele Vorschriften verletzt.
1. die "Orientierungsleine" war ein REEL
2. es fehlte eine Sicherungsleine wie sie vorschrift ist.
3. es fehlte ein Sicherungstaucher
So zu Holgi also der See ist nicht ganz gefroren,am einstieg ist ein "Loch" welches seit "winterbeginn" regelmäßig von Tauchern genutzt wird.Ist etwas flach *g* beim einstieg.man muß sich so ein bischen klein machen wenn man da in den See steigt.Nach ca 50 bis 75 metern ist kein eis mehr auf dem Wasser.auch ist das Ufer An diesen Stellen Eisfrei, so das man vom Rand des Eiseszum Ufer gelangt (wie eine Art zugefrorene Bucht).Der Verunfallte hatte meines wissens gerade "6" Tauchgänge.NR"7" unter das eis.
Hallo ein Taucher: es ist kein Seil gerissen. Ein
Reel war an der Platform. Das 2. am 1. . Dadurch hat se sich wohlgelöst. Umd dan kam DIE PANIK. so war das Leider. Ich bedauerenden tragischen unfall.Den ob Regeln verletzt werden oder nich, den Tod hat keiner in dieser Art verdient.
Antwort von kaiderhai am 06.01.2003 - 22:39 Winterzeit, Eiszeit, Tauchzeit !!!! Zuerstmal mein Beileid an die Hinterbliebenen! Wir wissen ja alle,das die jetzige Jahreszeit keine fehler in der Planung und in der Ausführung eines TG duldet, Vereisung des Geräts, Orientierungslosigkeit (auch im sonst bekannten Gewässer)können ganz schnell zur realität werden. Deswegen paßt auf euch auf, ihr wollt ja bestimmt nicht selbst hier auf dieser Seite zu finden sein! Gut Luft und ein schönes neues Tauchjahr, kaiderhai
Antwort von PetraZ. am 07.01.2003 - 01:25 Mein aufrichtiges Beileid an die Angehörigen!
Leider kann ich zu dem geschilderten Unfallhergang nur sagen:
...Murphy ist ein begeisterter Taucher und sein Bruder Darwin hats mal wieder gerichtet...
Der Unfallbericht müsste in jeder Tauchschule im deutschsprachigen Raum als Abschreckung ausgehängt werden.
betroffene grüße
Petra
Antwort von Oliver Möller am 08.01.2003 - 18:42 Wirklich ein tragisches Unglück. Ich kenne den Heye-See von ca 6 Tauchgängen flüchtig.
Ich bin Silbertaucher mit etwa 120 Tg und möchte auch gerne unter das Eis. Aber nur mit entsprechend erfahrenen Tauchlehrern und Tauchern. Wichtig ist wirklich der nötige Sicherheitsstandard, welcher hier absolut außer acht gelassen wurde. Mein Beileid den Angehörigen.
Antwort von blubber_baer am 09.01.2003 - 16:54 @Petra Z.: Besser hätte ich es auch nicht ausdrücken können, zwar drastisch, aber leider wahr.
Es ist jedes Jahr das Gleiche, fast alle Unfälle sind auf die Verletzung der grundlegenden Sicherheitsvorschriften zurückzuführen. Lediglich ein kleiner Rest basiert vielleicht auf technischem Versagen.
Die vorschriften wurde hier ja schön öfters genannt:
- Redundante Systeme
- Leinenführung durch einen Leinenführer (nicht durch ein Reel)
- kein Taucher taucht ohne Leinensicherung (Von Land aus oder Buddy-Leine an einem von Land aus gesicherten Taucher)
- getaucht wird nur mit entsprechender Erfahrung
Grade der letzte Punkt ist für mich völlig unverständlich, wie jemand mit nur 6 Tauchgängen unter das Eis gehen kann. Sicherlich ist der eine früher reif dafür als ein anderer. Einer ist vielleicht schon mit 40 oder 50 TG soweit, der andere erst mit 100. 6 TG ist aber schon sträflicher Leichtsinn.
Über den Gruppenzwang wurde hier ja schon gesprochen, dass man diesem auch mal wiederstehen muß. Jedoch haben auch die anderen, hier wohl hoffentlich erfahreneren Taucher eine Verantwortung gegenüber dem noch unerfahrenem Neuling. Zum einen sollte man niemanden zu Tauchgängen überreden, zu denen dieser nicht in der Lage ist, zum anderen sollte man einen Neuling auch nicht zum Eistauchen mitnehmen, den Tauchgang mit diesem in einem solchen Falle also ablehnen.
Wenn man dem "Ausgestoßenen" erklärt, dass es hier nur um seine eigene Sicherheit geht, wird dieser es hoffentlich auch verstehen und nach einer sorgfältigen Erstausbildung sich auch wieder an die erlernten Grundregeln der Vorsicht erinnern.
Schade, dass wieder ein Mensch sein Leben lassen mußte, aber das Risiko, welches hier in kauf genommen wurde, war eindeutig zu groß. Eine Streßsituation wie extreme Kälte und der fehlende "Flucht"weg nach oben ist für einen Anfänger noch nicht zu beherschen, der sich vielleicht erst einmal mit seiner Ausrütung vertraut machen muß.
So schön die Lichtspiele unter Eis auch sein mögen, so verlockend die guten Sichtweiten auch sind, das eigene Leben oder das Leben anderer (Mittaucher) ist es nicht wert.
Auch wenn einige es als langweilig bezeichnen mögen:
Safty first !
Und ein langes, glückliches Taucherleben.
Denkt daran, wir sind keine Fische, das Wasser ist für uns nun mal eine lebensfeindliche Umgebung, die nur sehr wenige Fehler verzeiht.
Amen, blub blub
Antwort von Heimo am 10.01.2003 - 17:55 Es ist schade, immer wieder der gleiche Fehler.
Die meisten Tauchunfälle könnte man verhindern, wenn die Buddys doch nur ein bißchen verantwortungsbewußter handeln würden. Mit 6. !!!
Tauchgängen hat ein Anfänger nichts unter Eis verloren. So schlimm der Verlust eines Freundes und Tauchkolegen auch sein mag, ich denke hier sind die 2 Tauchpartner mal juristisch unter die Lupe zu nehmen. Hätten sie diesen Tauchgang mit einem so unerfahrenen Taucher verweigert wäre es nicht zu diesem Unfall gekommen. Schaut Euch doch bitte mal die meisten Únfälle an, meistens hätte ein aufmerksamer und verantwortungsbewußter Buddy das Unglück verhindern können. Die Buddy-Regelung gibt doch nicht nur weil sich jemand gerade etwas ausgedacht hat, sonder weil es Sinn macht. Dann ist es allerdings wichtig sich an die Spielregeln zu halten, ( Sicherungstaucher, 3 Ein-Ausstiegsöfffnungen im Eis, Sicherungsleine, Leinenzugsignale, EISTAUCHBREVET!!!)
Wie so oft, wäre dieser unfall absolut vermeidbar gewesen. Solches handeln schadet dem Ruf aller Taucher. Vom Schmerz der Hinterbliebenen mal ganz abgesehen. Wir haben nur eine sehr schwache Lobby, wir sollten alles daransetzten unseren Sport populär zu machen und den Leuten nahezubringen. Diese vollkommen unsinnigen Unfälle führen aber höchstens zu Tauchverboten. In vielen Bundesländern sind die meisten Seen schon nicht mehr frei zu betauchen, leider.
Den Angehörigen mein Beileid
Antwort von enzo am 13.01.2003 - 10:18 Stimme euch ja prinzipiell zu. Allerdings stelle ich fest, dass z.B. Heimo ein Eistauchbrevet zu den Sicherheitsregeln zählt. Ich denke, man sollte endlich klarstellen, dass ein Brevet keine zusätzliche Sicherheit bringt. Habe schon zu oft Plastikkarten-Sammler mitgenommen, die schlichtweg versagt haben und sich selbst und andere gefährdet haben. Ich selbst habe mich an das Eistauchen mit erfahrenen Buddys herangetastet und denke, dass Menschenverstand, Erfahrung und optimierte Ausrüstung der Weg zum Ziel ist.
Zum Thema Sicherungsleine: Wir tauchen auch öfters unter eis nur mit Orientierungsleine. Die Bedingungen sind da ähnlich dem Wrack- und Höhlentauchen (Kein Freier Aufstieg möglich). Da haben wir auch keine Sicherungsleine.
Und bitte: Auch wenn es wieder zu seltsamen Antworten führt - ich bin der Meinung, dass Solotauchen unbedingt geübt werden sollte, da ein nicht unerheblicher Teil der Unfälle auf Zusatzstress durch Verlust des Buddies zurückzuführen sind.
Abschließend: Ich habe Respekt vor Buddies, die einfach auch nein sagen können. Habe selbst schon hier und da vor Extrem-TG`s festgestellt, dass nicht mein Tag ist und bin nicht getaucht.
Wer sich nicht gesund einschätzen kann, hat in diesem Sport nix verloren.
Da hilft dann auch kein Brevet-Quartett.
Antwort von Heimo am 14.01.2003 - 12:28 @ Enzo,
klar ist ein Brevet kein Freifahrschein. Es stellt jedenfalls zumindest sicher, das Du die Regeln kennst. Der Führerschein als Plastikkarte verhindert auch keinen Unfall, der gelernte Inhalt eines Kurses schon. Zugegeben, nicht immer, aber immer öfter. Du kannst das Brevet aber auch als ABC ansehen, es stellt einfach mal die Grundlagen dar. Das finde ich durchaus wichtig und richtig. Das heißt nicht, das man nachdem man einen Eistauchkurs gemacht hat,Profi ist, sondern ab jetzt unter Berücksichtigung des gelernten, Erfahrungen sammeln und vertiefen kann, bis mann irgendwann mal zu den geübten gehört. Das Problem mit dem schätzen liegt in den ersten 3 Buchstaben, die manchmal unsichtbar davorgeschrieben sind (ver)schätzen.
Antwort von Conrad am 19.01.2003 - 08:50 Hai @all
Ich hab da mal ne frage: Wie sieht es eigendlich Rechtlich aus ? Ich gehe mal davon aus das, die beiden Buddy`s mehr Erfahrung haben als der leider Verunfallte Taucher. Denn wie sich dieser tragische Unfall darstellt, hätten sie ihn garnicht mitnehmen dürfen.
Aber auf der anderen Seite frage ich mich wie soll ein Anfänger, egal ob mit oder ohne entsprechende Plastikkarte das Eistauchen lernen, wenn ihn aufgrund seiner TG`s keiner mitnimmt. OK 6 TG`s sind ein bisschen wenig.
Antwort von Olaf am 20.01.2003 - 13:57 Ganz einfach : GAR NICHT !!!
Anfänger (im Sinne von Tauchanfänger) gehören nicht unter Eis.
Eistauchgänge gehören nun mal zu den anspruchsvollsten TG.
Seht Euch doch nur mal das Brimborium an, das ums Höhlentauchen gemacht wird. Eis ist eben auch eine nach oben abgeschlossene Umgebung, nur nicht so eng.
Minimum an Voraussetzung für die "Plastikkarte" nach CMAS ist ** + 50 TG + Orientieren + Nachttauchen.
Und Tauchen mit Sicherungsleine ohne sich zu erwürgen will auch gelernt sein...
Sinnvoll sind noch Fertigkeiten wie Ventile selber schliessen können (der Buddy soll schließlich max. Back-up, aber niemals Hauptsystem sein !).
Und dann noch ein bischen ausgeglichene Psyche, Respekt vor dem Ganzen, Überlegung statt Improvisation, und so altmodische "sekundärtugenden" wie Disziplin (Selbstdisziplin), verantwortungsbewußtsein, Zuverlässigkeit...
Ich glaube, das hätten auch Cousteau und Hass nicht beim 6. (oder 16. oder 26. TG) hinbekommen.
So, jetzt dürft Ihr auf mich einprügeln, aber das mußte m,al gesagt werden.
Antwort von PetraZ. am 20.01.2003 - 14:12 @ Olaf
ich gebe dir uneingeschränkt recht...
zum Tauchen gehören nun einmal die "Sekundärtugenden" egal ob altmodisch oder nicht...
Antwort von Olaf am 20.01.2003 - 15:02 @ Petra
Danke. Bin positiv überrascht, dass es nicht nur noch "Diving is fun und sonst nix"-Typen gibt.
@ enzo
1) Solotauchen : Gebe Dir recht, aber nur unter o.g. Einschränkungen...
2) Solokompetenz : Ist etwas, das auch beim Tauchen mit Buddies hilft. Leider bemühen sich zu wenige, diese zu erwerben (psychisch / physisch / technisch), sondern tauchen nach dem Motto : "Der Buddy wirds schon richten". Deine Folgerung : "Verlust = Panik" ist dann richtig.
3) Reel statt Sicherungleine :
Ich habe auch schon überlegt, ob die aus den Frühzeiten stammende Sicherungsleine wirklich der aktuelle Stand der Erkenntnis ist. Ehrlich gesagt : Ich glaub es nicht, sondern halte ein Reel auch für machbar; allerdings steigen damit auch die Anforderungen an den Taucher. Soviel wieder zum Thema "Anfänger unter Eis"
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