TU Plansee 03.10. - Trockiprobleme Abgesandt von Armin am 04.10.2002 - 13:59:
Vermutlich wegen eines mangelhaft gewarteten Tauchanzugs ist ein Münchner am Donnerstag am Plansee in Lebensgefahr geraten.
Während des Auftauchens aus einer Tiefe von ca. 60 Meter, klemmte am Trockenanzug das automatische Ablassventil. Die letzten 15 Meter stieg er ohne Dekompressionspause zur Wasseroberfläche auf. Er wurde geborgen und von Helfern des Roten Kreuzes Reutte erstversorgt.
Der 43-Jähriger aus München hatte am Donnerstag nach Mittag in Seewinkel am Plansee mit vier weiteren Tauchern den Tauchgang absolviert.
Wegen Verdachtes einer Dekompressionskrankheit wurde er mit dem Notarzthubschrauber RK2 zur Unfallklinik Murnau in Deutschland geflogen.
Als Unfallursache dürfte mangelhafte Wartung der Tauchausrüstung anzunehmen sein. Es handelte sich um seine eigene Tauchausrüstung.
Antwort von Ein Taucher am 04.10.2002 - 17:09 RK2 ???????
Antwort von Harry am 04.10.2002 - 17:39 Wie sieht es denn hier mit der Ausbildung aus? Es muß nicht unbedingt mangelnde Pflege sein. Man kann aber hier, allerdings nur mit dem entsprechenden Training und Übung, auch solche Situationen meistern.
Antwort von Sabine Schweer am 04.10.2002 - 18:12 Zum Tauchunfall am Plansee:
Die Erstversorgung vor Ort wurde weder durch den Veranstalter des Tec-Seminars noch von Ersthelfern des Roten Kreuzes vorgenommen.
Abgeborgen und versorgt wurde Valentin aus München von Tauchlehren und Tauchern der Tauchschule Schildkröte aus Sonthofen.
Valentin hat heute morgen die 2. Druckkammerbehandlung in der Druckkammer in Murnau erhalten und war bisher noch nicht beschwerdefrei. Wir wünschen ihm weiter gute Besserung.
Sabine Schweer - Tauchschule Schildkröte, Sonthofen
Antwort von Maximilian am 04.10.2002 - 22:00 Ein Ventil kann verrückt spielen,auch wenn die Wartung OK ist.Hier werden immer welche Thesen und Behauptungen aufgestellt welche sich irgendwelche Besserwisser aus den Fingern saugen.
(Siehe die wahren Ershelfer.Tauchlehrer und nicht Rotes Kreuz!)
Antwort von Soni am 05.10.2002 - 09:50 "mangelhaft gewarteter Tauchanzug" ist bestimmt das vorgeschobene Argument um den Verlust irgendwelcher Versicherungs- oder Gewährleistungsansprüche abzuwenden.
Ich tippe auf "taucherisches Unvermögen".
Ich stelle mir vor, nach einem TG auf 60m auszutauchen, und stelle fest, dass das Auslassventil klemmt. Um der Problematik Herr zu werden gibts doch `ne Handvoll Massnahmen. Aber das letzte was ich tue ist doch, ohne weitere Reaktion auszutauchen, und dann durchzuschiessen!
Was macht ein Taucher auf 60m, der seinen Trocki nicht beherrscht? (wobei die Tiefe nicht das Problem ist, sondern der Aufstieg)
Antwort von HOLK am 05.10.2002 - 09:52 Also hätte er ein Trockentauchbrevt dann hätte er bestimmt gelernt in so einer Situation die Halsmanschette so zu dehnen das die Luft entweichen kann. Nun ja wünsche trotzdem gute Besserung.
wenn man deinen Gedanken weiterspinnt, dann sollte es ja nur Tauchunfälle von Leuten geben, die GAR KEIN Brevet haben ... denn selbst bei OWD/* lernt man ja, wie man "Tauchunfälle" bzw Problemchen unter Wasser zu meistern hat.
Antwort von Holger am 05.10.2002 - 12:27 Es ist immer wieder interessant (lustig kann man es bei diesem Thema ja leider nicht nennen) geade die Einträge in diesem Forum zu lesen. Es scheint der absolute Tummelplatz für notorische Besserwisser und Spinner zu sein. Mal ehrlich: Wieso muss man das Pech anderer hier auf Basis von Spekulationen breittreten? Und das jeder die vorliegenden Probleme die zum jeweiligen Unfall führten besser gelöst hätte steht doch wohl ausser Frage, oder!??
Antwort von Ernst Paul am 05.10.2002 - 12:50 Hoffentlich muss der sogenannte Technical Diver
die Kosten der Druckkammer und ärztliche Behandlungen aus seiner eigenen Tasche bezahlen.
Wenn man so etwas machen will, sollte der Taucher
auch gründlich und gut vorbereitet sein und auch
die Ausbilder und Mittaucher müssten auf eine
solche Lappalie vorbereitet sein.
Wenn jemand von 60m auf 15m aufsteigt und dann
Probleme bekommt, kann ich nur sagen:
Gegen Dummheit kämmpfen Götter selbst vergeben.
Antwort von olli33 am 05.10.2002 - 15:15 Ich kann hier manchen nicht folgen.Beim meinem
Trocky Brevet habe ich in 8-10 m Tiefe eine
Bleitasche verloren.(6kg)
Bemerkt habe ich erst wo ich schon volle Fahrt nach oben hatte.Der erste Gedanke war "weiter atmen".So,dann war ich auch schon oben.Mit den dicken Handschuhen hätte ich eine Weile gebraucht
bis ich überhaupt zu einer Manschette gekommen wäre.Und bei 15m Tiefe hat man auch nicht viel mehr Zeit was zu richten..Aber hier gibt es ja fast alles nur "KÖNNER".(Gott sei Dank)
Antwort von Maximilian am 05.10.2002 - 16:18 Bei der hohen Anzahl der Besserwisser und Supertheoretiker in diesem Forum wundert es mich,das trotzdem Tauchunfälle passieren.Die haben noch immer nicht begriffen das es einen Unterschied zwischen erlernter Theorie ohne Angst und Streß im Notfall in Verbindung mit vielleicht Todesangst einen Unterschied gibt.
Die beschuldigen einfach Menschen über die sie gar nicht kennen als Versager oder ähnliches.Ich kann mir auch nicht vorstellen das die Klugscheißer wissen wie es in 60m Tiefe ist,sonst würden sie nicht so daherlabern.Das ist keine sachliche Diskussion mehr,sondern ein Strafgericht.Würde mal gerne wissen wie erfahren und Notsituationenerprobt diese Leute sind.
Antwort von "PINKY the navigator" am 05.10.2002 - 17:55 Ist mir eigentlich ziemlich egal wer was sagt, Hauptsache er beleidigt niemanden, und gibt anderen damit die Möglichkeit sich mit Problemen auseinanderzusetzen, und darüber nachzudenken, damit im ähnlichem Fall die Sache glimpflich abläuft.
Antwort von Maximilian am 05.10.2002 - 23:19 Ich denke man sollte froh sein das der Verunglückte wieder OK ist und keine bleibenden Schäden erleidet.
Antwort von divedeepsister am 06.10.2002 - 03:56 Sollte es nicht eigentlich Standart sein, eh man abtaucht das Auslaßventil des Trockis zu überprüfen, so wie alles andere auch... ich mach es immer so und das kostet fast keine Zeit, aber vielleicht das Leben.
Man sollte mal darüber nachdenken !
Antwort von Maximilian am 06.10.2002 - 06:56 Du kannst das Ventil ja nur mechanisch prüfen.Sonst müßtest Du ab-und gleich wieder auftauchen um den Automatauslaß zu überprüfen.Es kannja auch das Einlaßventil klemmen.Das alles kann auch erst beim Auftauchen passieren.Ganz sicher kann mann da nie sein.Aber das ist überall so,wo Mechanik im Spiel ist.
Antwort von Reiko am 06.10.2002 - 09:50 Also wenn ich tauche dann vertraue ich meiner Ausrüstung,wenn ich das nicht tun würde kann ich das Tauchen gleich aufgeben.Maximilian hat vollkommen Recht,urteilen sollte nur der der solche Notsituationen selbst schon mal erlebt und vor allem gemeistert hat.Alle anderen können Ihre Ideen einbringen aber sollten sich mit Besserwissereien und Aburteilungen eher etwas zurückhalten!
Antwort von "PINKY the navigator" am 06.10.2002 - 12:41 @reiko
Das ist aber eine ziemlich "wertfreie" Auslegung von Maximilians post. Wenn solche Notsituationen gang und gäbe wären, dann wären sie Standart. Und wenn das gleiche Problem öfter auftritt, und es handelt sich um mechanische Probleme, wäre der Hersteller gefragt.
Es bleibt dabei, jeder sollte seine Erfahrung, oder seine Meinung zu solchen Unfällen beitragen. Nur so können andere bei einem ähnlichen Problem evtl. besser reagieren. (immer vorausgesetzt, es ist nicht gorb fahrlässig!)
Antwort von Buddy am 06.10.2002 - 21:41 ich möchte mich den Besserwissern anschliessen.
Deshalb möchte ich meine unqualifizerten Worte auch loswerden.....
Vielleicht lag es am Trocki innen vor dem Auslassventil... gute Anzüge haben hier eine Polsterung, so das auf jeden Fall noch Luft hindurchströmen kann.
Bei zu engen Anzügen kann es dann halt auch passieren.
Außerdem wer 60m tief taucht sollte wissen worauf er sich einlässt...
Die anderen Verhaltensabläufe kann man trainieren, aber Pläne sind eben schöner wie Tatsachen.
Achja beinah hätte ichs vergessen.... wie tief und wo war denn der Buddy?
ok jetzt bin meinen Senf auch losgewirden.
Gute Besserung an den Taucher...
Antwort von Maximilian am 06.10.2002 - 23:14 Manche haben von Technik keine Ahnung.Direkt kindisch die Behauptung ein Anzu könnte zu eng sein u.darum das Ventil blockieren.Lieber Buddy,schau Dir mal ein Auslaßventil von innen an und dann wirst Du sehen das es unmöglich ist auf diese Art ein Ventil zu verstopfen!Oder meinst Du die Hersteller sind doof.Sonst würde bei einem Squeeze gar nix mehr laufen.Viele Anzüge haben auch das Auslaßventil auf dem Kopf und diese Hauben sitzen eng.Da kann man dann wohl nur mit Glatze tauchen damit die Haare nicht das Ventil blockieren!Also vergiß den Unsinn.Die Polster,bzw.Neoprenlappen sind bei den Einlaßventilen um die kalte einströmende Luft,bzw. Feuchtigkeit nicht direkt eindringen zu lassen.Manche hier scheinen ja gar keine Ahnung zu haben wie schnell man hochschießen kann.Man hat kaum Zeit zu reagieren.Ein Buddy kann gut helfen wenn man in Gefahr ist abzusacken.Aber beim schnellen Hochschießen ist man selbst gefordert.Versucht man nach dem TG,überhaupt bei Kälte,die Halsmanschette zu lösen ist das schon nicht einfach.Im Wasser mit Handschuhen dementsprechend schwerer.Meistens reicht es auch wenn man den Hals überstreckt.Man muß es einfach probieren oder üben.Es reicht halt die Zeit in den meisten Fällen nicht.Buddy soll mal einen Equipmentkurs machen und dann weiß er auch wovon er redet.(Oder schreibt)Auch die Frage nach dem Buddy erübrigt sich für alle die oft solo tauchen so wie ich.Es gibt einen Self-Rescuekurs der mehr nützt als ein TG mit einem nicht sicheren Buddy.Ich habe einige gute Partner auf die 100%tig Verlaß ist und mit denen ich gerne tauche.Aber sonst--lieber alleine.
Antwort von Markus Müller am 07.10.2002 - 02:29 1. ich bezweifle das es hier jemand gibt der bei einem verklemmenden trocki ventil aus 15m rechtzeitig abbremst. egal ob mit manschette dehnen und sofortigem abziehen des einlesses. davon abgesehen dehnt sich die luft im wing schon nach ein paar metern sehr aus. aus nem wing geht die luft aber relativ langsam raus. also auch noch mal pech gehabt.
ich hatte selber schon 2 mal ein verklemmendes ventil (jeweils aber in größerer tiefe) und hatte deshalb die möglichkeit den schlauch abzuziehen bevor ich oben war.
2. die maximaltiefe hat wohl mit dem unfall selber überhaupt nichts zu tun. braucht also nicht kommentiert werden. bei einem 30m tg hätte sich das ventil genauso verklemmen können. (folgen wären allerdings wahrscheinlich nicht so schlimm gewesen.)
3. der buddy kann in so ner situation meißt eh nichts machen, also ist auch die frage nach ihm wohl eher unnötig
Antwort von Maximilian am 07.10.2002 - 07:11 Markus hat recht,das ist auch meine Meinung.Man muß so eine Situation mal im Ernstfall meistern dann kann man mitreden.
Antwort von "PINKY the navigator" am 07.10.2002 - 09:46 Klingt logisch nicht gemeistert - nicht mitreden
Antwort von Soni am 07.10.2002 - 10:00 hey maximilian,
oben schreibst du "ein Ventil kann verrückt spielen". Und nachdem du festgestellt hast, dass "manche von Technik keine Ahnung" haben, sagst du, dass "es fast unmöglich ist ... ein Ventil zu verstopfen".
Ja, wie denn nun? Was ist denn deiner Meinung nach passiert?
Ausserdem ist es völlig unerheblich, was das Auslassventil gemacht, oder nicht gemacht hatte. Man sieht mal wieder: Wer seine Ausrüstung und Technik nicht beherrscht, den beherrscht die Technik selbst; und landet in der Röhre.
Antwort von Kralli am 07.10.2002 - 15:38 Wer hat schon mal probiert mit Trockihandschuhen die Halsmanschette bei angesetzter Kopfhaube abzuziehen???? Egal in welcher Tiefe. Viel Spass beim Versuch.
die Frage ist doch eingentlich eine andere (ohne dir zu nahe treten zu wollen)
Würde ich einen Trocki mit (angesetzten, z.B Ringsystem) Handschuhen und angesetzter Kopfhaube tauchen?
Antwort: nein.
Frage: Wieso nicht?
Antwort: weil dann ... siehe oben.
Antwort von Bernd am 07.10.2002 - 19:54 also...
entweder ich bin zu blöd zum lesen oder ihr seid es.
Da steht eindeutig Autom. Ablassventil und das ist für mich das Ausslaßvnetil das sich am linken Arm, am Kopf, am Ar... oder sonst wo befindet.
Also müssen auch nicht irgendwelche Schläuche abgezogen werden, auch war das Ventil an nem Trockie dran und nicht an nem "Wing".
Der Tauchbuddy kann zwar den Aufstieg dann nicht
gänzlich stoppen, aber zumindest soweit verlangsamen bis das Problem behoben ist, und in diesem Falle waren es sogar 4 Buddys.
IHMO taucherisches Unvermögen.
flame on
BB
Antwort von Maximilian am 07.10.2002 - 21:14 Ich finde man sollte hier nicht irgenwelche Theorien oder Schuldzuweisungen aussprechen,sondern ergründen was die Ursache für das defekte Ventil bzw.den zu schnellen Aufstieg war.Jedem passiert mal was oder jeder macht einen Fehler und wenn am Ende alles ohne schlimmere Folgen ausgeht kann ja jeder daraus lernen,auch wir.Wer aus Fehlern nicht lernt,dem ist sowieso nicht zu helfen.Bei einem meiner Trockis war mal am Auslaßventil die Feder schon irgendwie lahm,da habe ich das Ding einfach zugedreht,manuell tariert und den TG abgebropchen.Mit dem Einlaßventil ist es einfacher ,habe meine Tarierflasche so platziert,das ich das Ventil jederzeit abdrehen kann.Dann tariere ich mit dem Jacket und breche den TG ab.
Vielleicht kann sich der Pechvogel mal dazu äußern!
Ich finde auch jeder hat seine eigene Meinung zu der Art seiner Ausrüstung und sollte damit auch klar kommen.Egal welcheKopfhaube, Handschuhe oder Trocki er hat.Nur die Partner sollten natürlich wissen was wo ist und wie es funktioniert.Das ist nämlich oft nicht der Fall,besonder bei individuell im Urlaub zusammengestellten Teams.Da weiß man gar nichts über seinen Partner.Das ist das Problem!Wenn das so ist,tauche ich nach Möglichkeit lieber solo.
Antwort von Soni am 08.10.2002 - 08:20 ne ne ne Maxe,
also du hast dann dein Auslassventil zugedreht und den TG abgebrochen? Aha. Und, wie hast du die Luft aus dem Anzug bekommen beim Aufstieg??
Und, was bedeutet "manuell" tarieren?
Wann hast du eigentlich bemerkt, dass die Fehder "lahm" war? Schon vor dem TG? Und dann hast du das nicht korrigiert?
Was meinst du mit "tariere mit dem Jacket"? Womit tarierst du denn sonst?
Also ehrlich: aus deinen Beschreibungen werde ich nicht schlau. Und ich weiss nicht, ob ich das unter Wasser raffen würde was du hier versuchst uns zu vertickern (Tarierflasche? Du meinst Argon? Wo hast du die denn anders als da, wo sie hingehört?).
Und dann hättest du im Ernstfall wirklich ein Problem.
Antwort von Holger am 08.10.2002 - 13:52 @ Ernst Paul
"Hoffentlich muss der sogenannte Technical Diver
die Kosten der Druckkammer und ärztliche Behandlungen aus seiner eigenen Tasche bezahlen."
Da würd ich Dich mal sehen wollen, für was ist man denn versichert, ich hab ja meine Versicherungen nicht zum Spass, sondern weil UNFÄLLEKOSTEN dadurch abgedeckt sein sollen. Du bräuchtest ja dann auch keine Kfz-Versicherung, bezahl die Schäden doch einfach selber.
"Gegen Dummheit kämmpfen Götter selbst vergeben."
Das merkt man auch an Deinem Beitrag !
Antwort von Bert Rudeck am 09.10.2002 - 09:25 @Holger
Die Versicherungsfrage ist in der Tat interessant. Dein Vergleich mit dem Autofahren trifft ziemlich in Schwarze. Wenn ich einen Führerschein für Pkw habe und mit einem Lkw einen Unfall baue, wird die Versicherung wahrscheinlich nicht zahlen. Analog auf das Tauchen übertragen, vermute ich, dass meine Versicherung, wenn ich z.B. jenseits der 40-Meter-Grenze verunfalle und nur über ein übliches Sporttaucherbrevet verfüge, auch hier die Versicherung sagen wird, dieser Unfall sei nicht versichert.
In meinen Versicherungen steht jedenfalls so in etwa: ... versichert sind Tauchunfälle, die nach den Regeln der anerkannten Tausportverbände durchgeführt wurden und für die eine entsprechende Ausbildung nachgewiesen werden kann...
Gruß,
Bert
Antwort von Bernd am 09.10.2002 - 11:29 geil, gibts für Tauchunfälle jetzt auch schon
Regeln und Standards? immer her damit
BB
Antwort von Bert Rudeck am 09.10.2002 - 13:05 @Bernd
Du hast natürlich Recht. Nicht die Unfälle, sondern die Tauchgänge müssen den Regeln entsprechen. Ich habe das etwas unglücklich formuliert, aber ich denke, es kommt rüber, was ich sagen wollte.
Bert
Antwort von alfredo am 09.10.2002 - 14:37 Wenn der Verunfallte gesetzlich krankenversichert war, zahlt den gesamten Spaß (mit kleinem Fragezeichen hinter dem Hubschraubertransport) seine Krankenkasse. Aus und Amen!
Antwort von Reiko Pöschl am 09.10.2002 - 19:43 Genau so ist es,Alfredo! Im übrigen auch den Hubi-Transport so er medizinisch indiziert war.
Antwort von Bert Rudeck am 09.10.2002 - 20:37 @alfredo
@Reiko Pöschl
Für die Behandlungskosten und den Krankentransport steht das außer Frage!
Aber was ist mit der Unfallversicherung, Berufsunfähigkeitsversicherung, Lebensversicherung oder der Übernahme von zusätzlichen Bergungskosten?
Bert
Antwort von Günter am 09.10.2002 - 22:46 macht euch nicht gegeseitig fertig!
mit nem trocki hat wohl jeder schon mal seine probleme gehabt. Wichtig ist nur, dass man sich vorher gedanken darüber macht was zu tun ist wenn mal was nicht so funktioniert wie es soll.
hatte letztes frühjahr auch nen neuen trocki ausprobiert. allerdings im flachwasser bis 12 m tiefe. hatte bei den ersten beiden tauchgängen immer das gefühl, zuviel luft im anzug zu haben. hate echt tarier-schwierigkeiten. musste immer luft aus dem anzug lassen obwohl ich keine reingelassen habe. aber immer erst nach minuten in der selben tiefe.
Das einlassventil ließ unmerklich langsam luft in den anzug so dass ich nach wenigen minuten probleme hatte die tiefe zu halten.
plötzlich hat sich der anzug aufgeblasen (in 8m Tiefe). das ventil hat voll aufgemacht und ich war in wenigen sekunden oben. ok ich hab ausgeatmet und es ist nichts passier! (defektes Ventil - eine Woche säter är ich mit dem Anzug im bodensee gewesen, Jura-TG auf 36 m)
aber von da an hab ich mir gedanken gemacht was ich tun kann wenn mir sowas in größerer tiefe passiert. Ich hab im trockenen probiert mit handschuhen in die halsmanschette zu greifen und so zu entlüften, es geht! Mußt nur vorher geübt haben.
Inzwischen wurde das ventil ausgewechselt und das tauchen im trocki macht wieder spass.
Beschuldigt euch bitte nicht gegenseitig. wenn im trocki ein ventil versagt wird die zeit zu reagieren verdammt kurz. Helft euch lieber durch erfahrung und tipps
Antwort von Maximilian am 10.10.2002 - 06:41 Hallo Soni!Manuell tarierte man,als es noch keine automatischen Auslaßventile gab.Das kann man immer noch.Drehe das Ventil zu,drücke drauf und dann entweicht die Luft auch.Immer Sommer habe ich vorne eine Preßluftflache zum tarieren an der auch eine 2.Stufe für den Notfall ist.Wenn es halt kalt ist die Argonflasche,an der statt der 2.Stufe ein Überdruckventil ist.Kann mir nicht alles ins Kreuz hängen wegen meiner Rückenprobleme.Haut aber prima hin. Ich kenne Leute die tarieren nur manuell.Wenn das Ding natürlich total klemmt gibt es auch andere Möglichkeiten.Beim Neoprentrocki mit Frontreißverschluß könnte man auch den Reißverschluß ein Stückchen aufziehen.Einen Hanschuh abmachen.Im Extremfall kann man auch ein Loch in den Anzug schneiden.Man hört so viel,aber ob das in der Eile bei einem rasanten Aufstieg so hinhaut bezweifle ich.Wassereinbruch beim Neoprenzrocki ist auch nicht so tragisch wie beim Membrantrocki.Verstopfen direkt passiert auch nicht so leicht,meistens klemmt was,oder jemand hat das Ventil nicht ganz aufgedreht.Ich drehe meines ab etwa 30m auch etwas zu.Wenn ich dann nicht wieder aufdrehe sieht es ab ca.20m auch schlecht aus.Habe mit meinem jetzigen Neppoprentrocki ca.500 TG gemacht und noch nie größere Probleme gehabt.(Finn DRY)
Günter hat das richtige gemacht,er hat es vorher probiert.
Antwort von Reiko am 10.10.2002 - 08:06 @Bert
Da sieht es natürlich anders aus,aber wollen wir mal hoffen das der Verunfallte diese Versicherungen nicht braucht und mit einem blauen Auge davon gekommen ist.
Reiko
Antwort von Heser Karl am 10.10.2002 - 14:35 Hallo,
wenn er an der Oberfläche noch keine Symtome gehabt hat, hätte er die Deko nachholen können. Wenn ich mich noch richtig entsinne, steht im Ehm, das man durchaus eine Deko unterbrechen kann wenn es denn unbedingt sein muß. Also schließe ich daraus, daß man auch in so einem Fall, nach beheben des Problems die Deko nachholen könnte. Ich möchte aber nicht ausschließen, daß das beheben des Problems an der Oberfläche nicht möglich war.
Ich glaube aber auch, das jeder in eine Situation kommen kann, die er nicht mehr in den Griff bekommt.
warum sollten alle denken wie ich?
worüber sollten wir dann diskutieren?
oder wie meinst du das?
Antwort von Oceandiverkeylargo am 19.10.2002 - 17:18 @alfredo und reiko: "so einfach ist das mit der Kostenübernahme bei Tauchunfällen durch Krankenkassen leider nicht. Bitte schaut euch mal die Ausführungen von DAN-Deutschland/Dr.U.van Laak an:www.daneurope.de/dan/dtukost0101.htm - ZITAT: "Sporttaucher dürfen bei Tauchunfällen in Deutschland nicht mehr mit einer Kostenübernahme durch die Krankenkassen rechnen."
Antwort von alfredo am 23.10.2002 - 08:44 klar schreibt man sowas, wenn man für teures Geld Versicherungen verkaufen will. Das ist eine dieser typischen Halbwahrheiten. Fakt ist, dass Druckkammerbehandlungen im Rahmen einer stationären Behandlung voll übernommen werden. Probleme gibt es bei ambulanten Druckkammerfahrten, da leider die HBO wie so viele andere sinnvolle Behandlungsmethoden derart überzogen angewandt wurde, dass sie aus dem Leistungskatalog der gesetzlichen Krankenversicherung geflogen ist.
Antwort von Armin am 28.10.2002 - 11:26 Info von Dr. M. Neff (Notarzt RK2) zum RK2:
Bezüglich der vielen Fragezeichen hinter RK2. Seit Ostern diesen Jahres ist in Höfen bei Reutte der Rettungshubschrauber RK2 ("Rotes Kreuz") stationiert. Seit längerem gibt es den RK1 in Kärnten, zwischenzeitlich in Fresach. Beim RK2 handelt es sich um eine BO 105 mit Bergetaumöglichkeit, sowie den üblichen Ausstattungen eines Notarzthubschraubers. Betreiber des Hubschraubers ist die ARA
Flugrettungs GmbH, eine 70% ige Tochter der DRF.
Ich hoffe zur Klärung der vielen Fragezeichen beigetragen zu haben, bei weiteren Fragen stehe ich gerne zur Verfügung.
Antwort von Wolf am 16.11.2002 - 18:55 @maximilian
Ich kenne nur mein Apeks Auslaßventil und zum manuellen (nicht automatischen) Luftablaß brauche ich natürlich nicht vorher das Ventil zudrehen.
Würde nur unnötig Zeit kosten.
Vielleicht hast Du da was anderes - also nur zur Info für Andere und nicht gegen Dich
Zunächst kein Kommentar zum Unfall nur ein eigner Erfahrungsbericht der den Einen oder Anderen interessiert.
Zum einen brauche ich kein Wasser um die Auslaßfunktion zu testen. Ich schließe den Reißverschluß stülp die Trockenhandschuh auf und gehe erst mal in die Knie und drücke auf das Auslaßventil (Maximilian würde das manuell tarieren nennen) - Wenn flüssig zischt ist erst mal alles ok.
Mein Auslaß hatte auch schon Probleme (inzwischen habe ich ein neues eingebaut). Es war nicht komplett dicht, aber die notwendige Druckdifferenz entsprach ungefähr einem 3/4 geschlossenen Ventil. Später demontiert aber nichts Besonderes erkannt. Da ich darunter dick angezogen war erkannte ich das Problem auch nicht auf 30 sondern erst auf 12m. Da nutzte mir der Druck auf das Ventil gar nichts mehr. Ich merkte nur den zunehmenden Auftrieb und hätte mich gerne irgendwo festgehalten. Was mir geholfen hat war umdrehen und mit voller Flossenkraft mindestens 5m abwärts. Bei Auslaßproblemen (nicht wenn man auf einmal sein ganzes Blei verliert oder zu spät bemerkt das der Einlaß durchschlägt) nimmt der Auftrieb zunächst ganz langsam zu. Unten stimmte die Tarierung wieder - Durchatmen Adrenal sacken lassen und schauen, ob man die Luft doch noch los wird. Jetzt in einer stabilen Lage hatte ich beim 2 Versuch des Auftauchen tatsächlich eine Hand ständig an meiner Halsmanschette und hätte im Fall der Fälle den Anzug kontrolliert geflutet.
Zur Klarstellung ich halte mich für eine durschnittlichen aber vorsichtigen Taucher (gut 25TG Trocken). Langsames Auftauchen und sofortiges Abtauchen bei ungewolltem Auftrieb sind Maßnahmen für die man kein Teki sein muß.
Zu den hier so beliebten Spekulationen ergänze ich, dass auch ich der Überzeugung bin, dass die Auslaßprobleme bestenfalls ein zusätzliches Problem darstellten. Tippe bei den wahrscheinlichen Dekozeiten auf Luft- (oder was immer geatmet wurde Fehlkakulation) und dann war irgenwann ein Notaufstieg fällig.
Last an least:
Wenn ein technischer Defekt eines einzelnen nicht redundant vorhandenen Einzelteils zwangsläufig zum unkontrollierten Notaufstieg führen müsste, würde ich das Trockentauchen aufgeben. Ich schreib das nur, weil der Tenor der `Nicht Besserwisser` in diese Richtung geht. Vielleicht von mir nur falsch verstanden.
wünsche allen streßfreie TG
Wolf
Antwort von Albatross01 am 10.08.2003 - 23:41 @Hesser Karl
Soweit ich mich entsinne, ist die sog. Nasse Dekompression schon ne Weile out of order! Würde ich persönlich nur machen, wenn ich genau weiß, daß die nächste Deko-kammer weit, weit weg ist! Im vporliegendem Fall könnte meiner Meinung gar ein Patient mit möglicher Schocksymptomatik und möglicherweise ein Barotrauma der Lungen vor, nicht zu reden von den körperlichen Beschwerden, dem Streß und der Panik! So jemanden nach unten zu schleppen und dort zu dekomprimieren möchte ich nicht verantworten müssen! Zu den anderen Meinungen möchte ich nur sagen: hatte selber schon mal einen solchen Aufstieg(8 m) und einen plus 4 Kilo überbleiten Buddy Die Zeit war verdammt kurz und mein Buddy konnte auch nix mehr reißen! Also unter die Manschette wäre ich nie gekommen! Beim Hochkommen hilft nur volle Konzentration und die Wahrnehmung kleinster Nuancen in der Tarierung, so daß man noch genug Zeit zum Reagieren hat! Und nach nem 60m-Tauchgang ist das wahrscheinlich nicht mehr so Prickelnd mit der Konzentration!
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