TU Rursee / Nideggen Abgesandt von Armin am 16.08.2004 - 17:48:
Bei einem Übungstauchgang im Rursee bei Nideggen sind drei Sporttaucher in Gefahr geraten. In rund 40 Metern Wassertiefe war bei einem der Tauchgeräte der Atemregler zugefroren, wie die Polizei am Montag mitteilte. Die zwei Männer und eine Frau mussten sich die noch intakten Atemgeräte teilen und einen schnellen Notaufstieg durchführen. Der Tauchlehrer, der vom Ufer aus Zeuge des Zwischenfalls wurde, alarmierte sofort die Rettungskräfte.
Während die 45-jährige Taucherin mit einem Rettungshubschrauber ins Klinikum Aachen geflogen wurde, wurden die beiden Männer in umliegende Krankenhäuser eingeliefert. Sie konnten die Kliniken bereits wieder verlassen, während die Frau noch für einige Tage stationär beobachtet werden soll.
Antwort von Deco1 am 16.08.2004 - 18:10 Rursee, 40m, Übungstauchgang,....
Mußten sich die noch intakten Atemgeräte teilen....
Warum muß man bei 40m mit mehreren funktionierenden LA`s einen NOTAUFSTIEG machen?
Warum nutzt man in den tieferen, und damit kälteren Gewässern nicht 2 erste Stufen?
Kopfschütteln von einem der sehr gerne im Rursee taucht.
Deco1
Antwort von N2-Junky am 16.08.2004 - 20:57 @Deco1
Ich sehe den Zusammenhang zwischen einfrierendem LA und dem Gebrauch von zwei separaten ersten Stufen nur bedingt. Meistens ist es nicht die erste Stufe, die einfriert, sondern die zweite.
In solch einem Fall kann man dann auch anderweitig das Abblasen der primären zweiten Stufe verhindern, indem man z.B. den Schlauch knickt oder den Mitteldruckschlauch auf eine andere Weise unterbricht. Dann ist ein Weitertauchen auch mit nur einer ersten Stufe gut möglich.
Gut Luft
N2-Junky
Antwort von Lekies am 16.08.2004 - 23:54 @ N2-Junky: Wer hat dir denn gesagt, dass es die 2. Stufen sind, die einfrieren?? Das stimmt nämlich definitiv nicht! In der ersten Stufe ist die relative Entspannung der komprimierten Gase am größten und der Joule Thompson Effekt ist bei ca 180bar am ausgeprägtesten, daher vereisen die meisten Automaten auch zu Anfang eines Tauchganges, bei eben diesem Flaschendruck und nicht in den Dekostufen.
Wenn die erste Stufe einfriert und du knickst den Schlauch der 2.Stufe wirklich ab... dann gute Nacht... dann wird er dir nämlich mit Sicherheit ins Gesicht springen, da er sich so etwa bei 100 bar verabschieden wird.
Du kannst dann auf 40 meter bei blubbernder 2.Stufe darüber philosophieren, ob nun die erste oder die zweite Stufe vereist ist...
Abdrehen der vereisten HD-Stufe ist die einzige Möglichkeit außer einer kontrollierten Wechselatmung.... wenn man denn nur einen Automaten hat!
Volker
VDTST TL2/385
Antwort von Trimixler am 17.08.2004 - 08:13 @N2-Junky
Also, die Aussage mit dem Einfrieren der zweiten Stufe muss ich dich berichtigen.
Es ist immer die erste Stufe die einfriert, nur eben die Auswirkung wird bei der zweiten Stufe bemerkbar.
Ein Abblasen der Zweiten Stufe UW aufgrund eines defektes ist natürlich auch möglich aber vereisen tut sie nicht, hingegen kann die Zweite Stufe an der Oberfläche bei minustemperaturen durch Ein- und Ausatmen einfrieren.
Hoffe das Missverständnis gelöst zu haben.
Gut Luft allerseits
Antwort von gunther am 17.08.2004 - 08:25 100 Punkte für Volker
Aber unabhängig davon wer wo was abbläßt, wenn eine von 3 Luftvversorgungen zusammenbricht, sollten die dann noch vorhandenen 4 Systeme oder im Fall von Oktupus Systemen noch vorhandenen 2 Systeme, vollkommen ausreichen um geregelt aufzusteigen. Notaufstieg, heiß in diesem Fall wohl auch ungeregelt...
Es sieht wohl gott sei dank so aus, dass alle wieder wohl auf sind, prima.
Der TL sollte einmal reflektieren, was da wohl falsch gelaufen ist.....
Gruß
Gunther
Antwort von Kurt am 17.08.2004 - 16:30 Nur mal so ne Frage:
Hatte der TL am Ufer was mit den dreien zu tun oder war der nur zufällig Zeuge des Geschehens?
Sollte ersteres zutreffen, was hat er dann am Ufer zu suchen und ist nicht im Wasser mit seinen Leuten?
Antwort von Deco1 am 17.08.2004 - 19:31 @Kurt
Der Rursee ist Ausbildungsgewässer des VDST.
An der sogenannten Bank 1 dürfen nur ***-Taucher ins Wasser, an der Bank 2 nur **.
Ebenso haben sich einige umliegenden Tauchvereine
eingepachtet.
Ich entnehme der Unfallschilderung, dass es sich um einen Übungstauchgang dreier mindestens **-Taucher gehandelt hat.
Ein Ausbildungstauchgang auf 40m sollte wohl ausgeschlossen sein!?! ODER?......
Das Zusammenspiel der Buddy´s mit den noch verbliebenden LA´s hat nicht so recht funktioniert.
Wenn man den Aspekt der Panik berücksichtigt,ja dann............
Es wäre schön genauere Details zu erfahren.
Zum Glück ist keinem der Taucher etwas ernstes Zugestoßen.
many Bubbles und den 1.ten Stopp auf 12m,
Deco1
Antwort von und 26 Gäste am 17.08.2004 - 20:34 Hat zwar nicht unmittelbar mit dem Unfallvorgang zu tun, aber Trimixler redet wirr und muss bezüglich des Vereisens der zweiten Stufe korrigiert werden: Selbstverständlich ist ein Abblasen der Zweiten auf Grund von Eiskristallen UW möglich und auch keinesfalls die Ausnahme. Ich behaupte, dass eine temperaturbedingte Fehlfunktion eher an der Zweiten als an der Ersten auftritt - sofern nicht die Problematik der feuchtigkeitsbelasteten Flaschenfüllung zum Tragen kommt.
Antwort von Kapt. Nemo am 17.08.2004 - 20:53 Zu aller erst einmal ist es egal welche Stufe vereist ist - wir sollten zufrieden sein das nichts schlimmeres passiert ist.
Nach den Vorschriften zum Tauchen im Rursee kann ich mir nicht vorstellen das man da jemanden mit nur einer ersten Stufe auf 40 m läßt.
Da muß ich sagen das ich es nicht weiß - in Hemmoor jedenfalls wird nur mit 2 getrennten 1. Stufen getaucht - also vermute ich mal das ist im Rursee ähnlich.
Ob die Taucher nun CMAS ** oder *** gehabt haben spielt beim vereisen wahrscheinlich eher keine Rolle - und das man bei einer vereisten Stufe in 40 m Wassertiefe auch einem gewissen Stress ausgesetzt ist - sollte logisch sein.
Ob der TL am Ufer jetzt was mit der Gruppe zu tun hatte oder nicht - weiß ich auch nicht - es ist jedenfalls wohl so das er die Rettungskette ausgelöst hat als die Gruppe an der Oberfläche war und die Tauchpartner haben wohl auch nach bestem Wissen unter Wasser gehandelt.
Wie gesagt - ob da nun die 1 oder 2 Stufe vereist
Scheiß egal ... hauptsache alle mehr oder weniger unbeschadet wieder auf den Beinen.
Was mich interessieren würde ist der Grund dieser Vereisung ...
War der Automat und die Stufe von entsprechender Qualität - also Kaltwassertauglich - oder nicht ...
Welcher Automat von welchem Hersteller war das ...
Sind die Revisionen gemacht wurden ....
Denn bei diesen Fragen kann ich am besten abschätzen ob das mir auch passieren kann - oder ob es sich wenn alles OK war einfach nur um ein Unglück handelt - denn das gewisse Restrisiko ist nunmal nicht auszuschließen.
Antwort von Lekies am 18.08.2004 - 06:12 @und 26 Gäste: Auf die Gefahr hin off Topic zu werden, würde es mich sehr intressieren, wie du darauf kommst, dass temperaturbedingte Fehlfunktionen in der 2.Stufe entstehen? Es gibt nunmal nur 2 Ursachen für echte Vereisungen, innere (d.h. zu feuchte Luft, auf Grund derer sich Eiskristalle bilden können) und äußere Vereisung (auf Grund des Joule Thompson Effektes und des adiabatischen Energieverlustes) und diese beiden Effekte treten nunmal, physikalisch bedingt, fast nur in der ersten Stufe auf. Daher gibt es ja auch Frostschutzkappen zum Nachrüsten für die erste Sufe. Hast du schonmal einen Automaten gesehen, der voll vereist ist? Da bildet sich so viel Eis, dass die HD Stufe größer wird wie eine Männerfaust! 2 cm Eis drauf! auf der 2.Stufe ist da nix zu sehen. Woher sollen denn auch die Eiskristalle in der 2.Stufe kommen? Wenns keine innere Vereisung ist, die sich dann gleich an der ersten Stufe bemerkbar gemacht hätte, kann nur die Feuchtigkeit der Ausatemluft im Gehäuse kondensieren und dir dann irgendwann im Luftstrom der Einatemluft in den Rachen fliegen (passiert gerne mal bei Poseidon Automaten). Jedenfalls wird dieses gefrierende Kondensat sich immer nur AUSSEN auf der Hebelmechanik innen in der 2.Stufe niederschlagen aber nicht durch das geschlossene Ventil nach innen gelangen.
Da ich auch Lungenautomaten warte, wage ich mal die Behauptung, dass die Mehrzahl aller "Vereisungen" gar keine solchen sind, sondern, dass die Mechanik der 2.Stufe so zugegammelt ist, dass der Automat, zumal die meisten ihre Venturiunterstützung voll aufreißen (der atmet sich ja sooooo komfortabel!!!) in der Einatemposition "kleben" bleibt.
Es ist immer die 1.Stufe, die vereist und es ist (fast) immer die 2.Stufe die vergammelt!
Volker
VDST TL2/385
Antwort von andreasrichter am 18.08.2004 - 10:42 @Lekies
Du bist selbst schon bei Deinen Postings von der Aussage "ausschließlich 1.Stufen frieren ein" zu "...treten fast nur in der ersten Stufe auf." gewechselt.
Gegenfragen:
Warum bauen (fast) alle Hersteller wie die bekloppten Wärmetauscher in die 2.Stufen ein?
Warum sind 2.Stufen ohne Wäremtauscher und einstellbarem Atemwiderstand bestenfalls kaltwassergeeignet, aber keinesfalls kaltwassertauglich nach EN250?
Soweit ich mich entsinne, sind in der 2.Stufe mechanische Kipphebel. Dort kann also sehr wohl bei Abkühlung des Ventiles und folgender äußerer(!) Eisbildung dieser in der Einatemstellung einfrieren und nachfolgend abblasen.
Da dieses unabhängig vom Feuchtegehalt der Pressluft passiert, fällt dies unter "temperaturbedingte Fehlfunktionen in der 2.Stufe". Eine trockenlaufende membrangesteuerte 1.Stufe kann so nie und nimmer einfrieren.
MfG
Andreas
Antwort von gunther am 18.08.2004 - 11:37 @Volker
es ist durchaus möglich ne 2.Stufe zu vereisen, wenn ich es schaffe etwas wasser z.B. in den Oktopus zu bekommen oder in die zweite zweite Stufe, dann kann sich dort wenn ich sie benutze
einige Eiskristalle bilden, die dann vorübergehend den Automaten abblasen läßt.
Ich denke in bezug auf den Unfall kann es nur die 1.Stufe gewesen sein, sonst hätte man ja aus der alternativen 2. Stufe zumindestens genug Luft für einen geregelten aufstieg hinbekommen.
Warten wir mal ab ob einer der Beteidigten sich hier meldet.
Gunther
Antwort von Flo am 18.08.2004 - 17:16 Wiso sollten 2. Stufen ohne Wärmetauscher nicht kaltwassertauglich sein, hast Du schon mal nen Posseidon Regler getaucht?, da sind keine Wärmetauscher oder Einstellmöglichkeiten drann, und Trotzdem taugen die Dinger auch im kalten Wasser was. Das die Teile bei Tekkies nicht so beliebt sind hat andere Gründe, auf die ich hieer jetzt nicht eingehen kann.
Antwort von Lekies am 18.08.2004 - 17:42 langsam... Ich bin keineswegs von meiner Aussage abgerückt, aber wenn man ernsthaft diskutieren will, kann man eine 1:1000 Chance nicht absolut ignorieren... Der Einbau von Wärmetauschern in den 2.Stufen ist das Ausreizen technischer Möglichkeiten - schließlich müssen die Hersteller Ihren Kunden immer wider irgendwelche technischen Innovationen anpreisen - auch wenn diese kein bisschen zur Sicherheit beitragen - na gut... es eliminiert die 1:1000 Chance... Es ist halt in der "Werbung griffiger" sowas anzupreisen als eine 2.Stufe mit einem richtigen Metallgehäuse, was diesen Effekt deutlich wirksamer beeinflussen würde.
Auf den mechanischen Kipphebeln kann sich natürlich eine Eisschicht bilden, die aber in der Regel von der relativ warmen Ausatemluft wieder zumindest zum größten Teil aufgelöst wird und immer nur äußerlich bleibt. Allenfalls Spülwasser was in die 2.Stufe durch verkehrtes Spülen (Drücken der Luftduche beim Ausspülen!) gelangen kann, könnte an dieser Stelle für Probleme sorgen - aber das gehört genau in die Abteilung Gammel und mangelnde Pflege!
Volker
Antwort von Lekies am 18.08.2004 - 17:46 Sorry hab eine Stellungnahme übersehen. Es ist keinesfalls so, dass alle Automaten ohne Wärmetauscher oder Venturiklappen oder solchem Schnickschnack nur warmwassertauchlich wären....
z.B. Poseidon Automaten, die nun anerkannt kältetauchlich sind, da gibts son Schnickschnack, den die Welt nicht braucht, gar nicht....
Volker
Antwort von Stephan123 am 19.08.2004 - 10:32 Das Gerede über die ertse und zweite Stufe bei diesem TG ist technisch inzwischen sehr weit fortgeschritten. Jedoch nur eine kleine Anmerkung zu Volkers Statements.
Er hat zwar nichts falsches in Bezug auf die erste und zweite Stufe behauptet. Jedoch gibt es eine Vielzahl an Vereisungen, deren ein Einfrieren der zweiten Stufe zuzuschreiben ist.
Durch das permanente Abgeben der Luft friert dann Selbstverständlich auch die erste Stufe ein. Hier bilden sich dann auch die dicken Eisschichten, da die erste Stufe zum größten Teil aus Metall besteht. Und eine größere Angriffsfläche bietet.
Die zweiten Stufen blasen zum einen ab, weil sie u.a. im Bereich der KIpphebel verdreckt sind. Aber die meisten Kipphebel / Schieber sind noch aus Metall. Bereits einige Eiskristalle auf dem Kipphebel blockieren den sauberen Abschluss und die Luft strömt, was zur folge hat, dass es immer mehr Eiskristalle gibt und irgendwann auch die erste Stufe (gekapselt oder nicht) einfriert.
Volker du solltest dir mal von Aqualung das Air - Flow - Controll vor der zweiten Stufe einbauen. Und unterwasser einen ablasenden Automaten simulieren. Du wirst sehen, dass nach dem Absperren der Luftzufuhr - kein Schlauch platzt bzw. die erste Stufe über das Sicherheitsventil abbläst.
Das zeigt doch, dass das Zündlein an der Waage die Kipphebelmechanik ist. Weiterhin ist es so, dass in größeren Tiefen mehr Luft an der empfindlichen Kipphebeltechnik vorbei muss, d.h. wenn dieser einmal offen steht, dank einer evtl. Vereisung, dann hilft auch die Ausatemluft nicht mehr, denn die Luft strömt ja!
Beim Gebrauch - eines Oct. ist das Abknicken, falls kein AFC angebaut ist nicht weiter tragisch, da bevor der Schlauch platzt der Überdruck über den Oct. entweichen kann. Volker, da du wie ich Automaten wartest, sollte dieses zum Grundwissen gehören - wird der Mitteldruckbereich überschritten, bläst die zweite Stufe ab.
PS: Den Test mit den AFC haben wir in einer Tiefe von 20 Metern mit diversen LA durchgeführt. Bei uns waren es immer die zweiten Stufen die eingefroren sind. Nicht einmal ist eine erste Stufe eingefroren (Kandidaten: MK 20, MK 25 AF, Legend LX Supreme, Apeks ATX 200, Abyss und Cyklon 5000).
Danke für die Erklärung der Gegebenheiten an diesem See, der mir gänzlich unbekannt ist. Daß es sich nicht um einen TG zur Grundausbildung handelte, war mit natürlich klar. Jedoch war es bei mir so, daß bei weiterführenden Ausbildungs TG`s, sei es Orientierung, Nitrox, * auf ** der TL dabei war und nicht nur am Ufer stand. Daher meine Frage, aber lassen wir jetzt dieses Thema.
Antwort von Kapt. Nemo am 19.08.2004 - 17:55 Ich mag ja mal nicht nörgeln ...
Aber bitte: Was taucht Ihr für ein Material ?
Ich hab jetzt gut 200 Tauchgänge ... Die Tauchgänge sind teilweise bis zu 40 m tief - im Blausteinsee Eschweiler - Sommer und Winter - mir ist bislang nicht einmal was zu oder eingefroren - außer nachher beim umziehen bei 15 Grad Minus -
Antwort von Lekies am 20.08.2004 - 06:03 attn Stephan123: Ich frage mich, woher du erkennenwillst, welche Stufe nun eingefroren ist! In jedem Falle, egal was nun eingefroren ist, strömts nunmal aus der 2.Stufe ab...
Volker
VDST TL2/385
Antwort von Stephan123 am 20.08.2004 - 13:45 @ lekies
Das ist doch ganz einfach, dass AFC unterbricht die Luftzufuhr zur zweiten Stufe, d.h. es kann aus der ablasenden zweiten Stufe keine Luft mehr strömen. Sollte jetzt nicht die zweite sondern die erste Stufe eingefroren sein, müsste der entstehende Überdruck entweder über den Oct. oder dem Überdruckventil an der ersten Stufe (wird beim AFC mitgeliefert) abblasen ist dieses nicht der Fall, dann war es die zweite Stufe die eingefroren war.
Nach ca. 5 bis 10 Sekunden spülen mit dem Umgebungswasser, hat sich die Vereisung am Kipphebel wieder gelöst und die AFC Sperre kann wieder herausgenommen werden. Hiernach hat jeder der zuvor genannten Automaten einwandfrei funktioniert.
@ Kapt. Nemo
Mir geht es wie dir - ich hatte selber auch noch nie einen ungewollten Luftverlust. Die durchgeführten "abblaser" wurden mit vollen Flaschen provoziert - und es hat echt gedauert, bis einer der Automaten vereiste - beim Legend LX Supreme mussten wir sogar über 100 Sekunden die Luftdusche betätigen, damit er endlich zum unkontrollierbaren Ablasen neigte.
I.d.S.
Stephan
Antwort von gunther am 20.08.2004 - 14:54 Bitte mal das thread unter Ausrüstung beachten, "Abkühlung bei Luftentnahme"
Gunther
Antwort von Lekies am 20.08.2004 - 15:47 oki... dann ist mir einiges klar... wenn du unter wasser die Vereisung durch drücken der Luftdusche provozierst wird ganz logisch die 2.Stufe einfrieren, weil sie voller wasser ist! Was bei "normalem" Atmen eben nicht der Fall ist... ebenso feflt bei deinem Test die warme Ausatemluft.... Es ist eben doch ein Unterschied, ob in der 2.Stufe nur etwas kondenswasser gefriert, oder ob dort massiv Wasser vorhanden ist.
Volker
Antwort von Kapt. Nemo am 20.08.2004 - 17:04 Ich dachte hier würde ein Unfall diskutiert - wie es dazu kommen konnte und wie nicht verunfallte Taucher das Problem eben nicht bekommen ... ich denke mal nicht das einer von der Gruppe in 40,5 m Tiefe die Luftdusche gedrückt hat ...
Irgendwas ist da ja wohl schief gelaufen - eigentlich würde mich interessieren was - um selber diesen Fehler für mich und meine Buddys ausschließen zu können.
Ob jetzt wer mit drücken der Luftdusche 100 Sekunden lang Zeit hat bis ein Teil vereist - oder ob zuerst die erste und dann die zweite Stufe vereist - ist mir gelinde gesagt so was von SCH**** EGAL ...
Vieleicht könnte der ein oder andere mal was zur Ursache des Unfalles sagen ... Am besten einer der dabei war ...
Antwort von rustler am 21.08.2004 - 12:27 @all
sorry, aber ich muß nochmal zur technik zurück.
@Lekies
entweder habe ich damals bei der ausbildung nicht aufgepasst, oder habe ich jahrelang beim wechsel des atemreglers uw wasser eingegeatmet. ich war immer der meinung durch drücken der luftdusche drückt die luft das wasser aus automat und mundhöhle. wie kommt jetzt plötzlich beim kontinuierlichen luftstrom der luftdusche wasser an die mechanik des reglers?
man möge mir verzeihen, aber ......die erklärung hierzu wäre hochinteressant.
Antwort von Marco_NRW am 22.08.2004 - 23:19 @Kapt.Nemo
Ich tauche dem MK25 mit S550 / Apeks ATX 100 mit DS4.
Mit dem Scubapro hatte ich auch schon 2x einen "vereiser" im Bausteinsee. Allerdings ging das auf meine eigene Kappe, da ich vergessen hatte dem Automaten aus dem Kofferraum zu nehmen und sich so Kondenswasser von der anderen Ausrüstung in der ersten Stufe absetzen konnte.
Den erste "Vereiser" (war ein kontinuirliches Abblasen) des S550 auf 35m. Allerdings nicht in dem Sinne das die Luft stark entwichen ist, sondern nur in der Menge wie ich den letzten Atemzug aus dem Automaten genommen habe. Nach einem Telefonat mit der ScubaPro Service Hotline wurde mit von einem Techniker bestätigt, das es vorkommen kann das der Kipphebel nach dem einatmen bei zu hoher Feuchtigkeit im Automaten "einfrieren", sprich in geöffneter Position hängen bleiben kann. Das Problem lässt sich aber recht einfach lösen wenn man die Flasche dann für 2 min zudreht und dannach wieder öffnet.
P.s: Im Blausteinsee über 40 zu kommen ist auch fast eine Kunst, Ponton sind 40,6m und da taucht man zumindest nicht vom Einstieg aus hin
Antwort von gunther am 23.08.2004 - 08:21 @MArco-NRW
und anders als vom Eistieg aus darf man nicht tauchen.... aber mann kann in 5 meter oder so fast bis ran und dann freier Fall, das geht !! Ist zwar öde, aber es geht.
Gunther
Antwort von Kapt. Nemo am 23.08.2004 - 17:51 Ja - und dann bei dem Surfergetummel das ich beim letzten Tauchgang da gesehen hab.
Jungen - wenn man da die Notboje gesetzt hätte - die hätten Halsen um die Boje geübt.
Bis etwa 38 m war ich auch schon mal im Blausteinsee - ja - ging so - Aber zu sehen gab es nichts ...
Ich tauch dann lieber da wo die Sachen zum Antauchen stehn (z.B. Zelt oder LKW Führerhaus, oder mal zu dem "Wals"
Tief tauchen eigentlich nur wenn ich mal wieder auf die Idee komm: Hey du mußt mal wieder was tiefer tauchen"
Aber wie Gunther schon sagte: Eh nur am Einstieg - der nette Kontrolleur kontrolliert - und was soll ich mich mit den Jungens anlegen.
Und warum sollte ich in 5 m Ewigkeiten in Richtung der ehemaligen Fontaine tauchen um dann einmal auf 40 m und dann fast direkt wieder zurück nach oben und von da erstmal wahrscheinlich im 5 m und später bei 0 m zurückzustrampeln ???
Macht nicht wirklich Sinn.
Also dann fahr ich lieber ab und an mal nach Hemmoor - halte am Rüttler das Auto - zieh mich um -steig ins Wasser und bin "mal eben" auf gut 40 m - und das ohne Lampe und bei hervorragender Sicht.
Antwort von Bert Rudeck am 23.08.2004 - 20:11 @Marco_NRW
Das von Dir geschilderte kontinuierliche Ablasen in größeren Tiefen, war vermutlich kein vereisen. Allgemein hört man, dass dieses Verhalten bei der S500er-Serie durchaus üblich sei. Die 600er sollen das nicht mehr machen.
Leider wird (verständlicherweise) so etwas vom Hersteller nicht bekanntgegeben. Sodaß es ein Gerücht bleibt.
Gruß, Bert
Antwort von Bert Rudeck am 23.08.2004 - 20:35 @Kapt.Nemo
Abgesehen davon führt das Setzen einer Boje bei den Rettern von der DLRG stets zu einer gewissen Betriebsamkeit. Und das, obwohl das Bojensetzen beim Auftauchen ausserhalb des Tauchbereichs (oder eben wenn man sich nicht sicher ist wo man ist) in der Tauchordnung des Blausteinsees vorgesehen ist. Man sollte besser von Signalboje und nicht von Not- oder Notfallboje sprechen, um nicht den Eindruck zu erwecken, diese Bojen würden einen Notfall anzeigen.
Gruß, Bert
Antwort von Marco_NRW am 23.08.2004 - 21:37 @gunther
Sicher geht es auf 5m hintauchen, einfacher ist es aber dem DLRG was in die Kaffeekasse zu schmeissen und sich rausfahren zu lassen :D
@Kapt.Nemo
Mit Hemmoor geb ich Dir recht, Rüttler ist ein schöner tauchplatz wo man auch wunderbar mal richtig tief gehen kann.
Antwort von Kapt. Nemo am 23.08.2004 - 22:30 @Bert Rudeck:
Im großen und im ganzen stimme ich dir zu.
Aber ich würde als Signalboje (für den NICHTNOTFALL) die Taucherboje mitnehmen - zumindest dann wenn ich da Tauche wo Surf - oder Bootsverkehr ist.
Die Boje die ich jedoch in der Weste mitführe - verwende ich ausschließlich (Ausnahme ist die Übung eine solche Boje zu setzten) für den Notfall.
Damit ist die rege Betriebsamkeit beim DLRG gerechtfertigt und der Begriff Notfallboje hat seine Richtigkeit.
Das blöde bei diesen "Notfallbojen" ist das diese Bojen von Tauchern regelmäßig zu Übungszwecken gesetzt werden.
Beispiel letzten Samstag:
Ich war mit Buddy aufgetaucht und sah eine dieser "Notfallbojen" kurz darauf taucht ein Taucher auf - direkt neben der Boje - und schaut immer wieder ins Wasser - und auch in meine Richtung. Ich gebe Zeichen (Frage ob alles OK ist) es wird nicht reagiert - stattdessen versucht er abzutauchen - ist jedoch nach einigen Sekunden wieder oben - und schaut ins Wasser - aber auch in meine Richtung. Ich frage wieder ob alles OK ist - wieder keine Reaktion.
Ich deute meinem Buddy an sich nochmal fertig zu machen - und aufgrund der unklaren Situation sage ich einem der anwesenden Taucher er möchte uns im Auge halten - und auf mein Zeichen unverzüglich die Rettungskette auslösen.
Buddy und ich schwimmen in Richtung des Tauchers ... mehrfach wird zwar in meine Richtung gesehen - aber auf zurufe und Zeichen nicht reagiert .... Ich erreiche den Taucher und frage A. Was ist passiert
B. Warum antwortet er nicht
Er so blöd: Er ist Tauchlehrer und übt mit seinem Schüler das setzten der Boje und kontrolliert das von der Wasseroberfläsche aus ...
Und das wichtigste: Ich soll mich nicht so blöd anstellen und einen auf Panik machen ... Boje setzen gehöre schließlich zur Ausbildung.
Ich sagte darauf er möge seinen Schein abgeben - denn das Reagieren auf ´Zeichen und Zurufen gehöre auch dazu. Und vom Ufer aus kann niemand erkennen das es sich um Schulung handele - schon gar nicht wenn der Schüler in gut 4 m Wassertiefe sitzt und der Lehrer von oben zuschaut.
Antwort von Michael P. am 23.08.2004 - 23:55 Nachdem ich diesen Unfall schon eine ganze Zeit beobachte möchte ich Euch zum eigentlichen Geschehen zurück bringen!
Der Unfall ist an Bank 2 geschehen! Die besagt "Übung" (keine Abnahme) sollte auf einer Tiefe von 40 Metern beginnen. Dort vereiste der Regler der Frau. Es wurde ein kontrollierter Aufstieg zur Oberfläche unter Atmung aus dem Zweitregler (gertennte erste Stufen) eines Tauchpartners eingeleitet. In ca. 16-18 Metern hat die Frau wohl Panik bekommen (Atembeklemmungen oder andere ähnliche Probleme), daraufhin hat sie ihr Jacket voll aufgeblasen. Daraufhin sind beide (Frau und Partner der Oktupusatmung) nach oben durchgeschossen. Der dritte ist normal ausgetaucht und sicherheitshalber mit den andern zwei ins Krankenhaus gebracht worden.
Ich hoffe hiermit alle Infos, die ich von einem anwesenden Freund (auch TL) bekommen habe, an alle Spekulanten gegeben habe.
Eine eigene Anmerkung: An solche Postings mit den wildesten Vermutungen sollte man sich doch etwas zurück halten. Wer den Rursee kennt und schon betaucht hat der kennt seine "Tücken". Dort sind schon einige Vereiser oder andere unangenehme Zwischenfälle während des Tauchens passiert. Deshalb gibt es dort auch sehr genaue Vorschriften die ich persönlich auch gut finde.
Was der Rursee allerdings mit dem Blausteinsee gemeinsam haben soll verstehe ich nicht ganz. Den die Tauchverhältnisse an den beiden Seen kann man überhaupt nicht vergleichen. Zwar kommt man mit viel Glück im Blausteinsee auf eine Tiefe von 40 Metern aber die Umwelteinflüsse sind dort viel besser und angenehmer als am Rursee, wo ein Tauchgang ab 20 Meter in ein Nachttauchgang (Lichtverhältnisse) ist und die Felsabbrüche in die Tiefe auf den einen oder anderen phsyschich besonders wirken.
Im Blausteinsee tummeln sich hingegen viele Möchtegern-Techis rum, die schwer aufgerödelt ins Wasser stampfen aber von tauchen nicht die geringste Ahnung haben. Nur weil sie seit 1-2 Jahren ein Brevet (die mit ihrem Padi Kärtchen aber nicht in den Rursee dürfen) in der Tasche haben und in der Zeit ihre 100-200 Tauchgänge geklotz haben, haben sie in meinen Augen noch lange keine Ahnung.
So jetzt könnt ihe mich ruhig steinigen, aber ich wollte in dieser langen Rederei einfach den Unfall sachlich schildern und alle Spekulationen ausräumen.
Gruß
Michael
Antwort von gunther am 24.08.2004 - 08:23 @michael,
danke für die Infos im ersten Teil, der zweite Teil na ja
@marco
wird umgehend getestet, danke
gunther
Antwort von Bert Rudeck am 24.08.2004 - 09:43 @Kapt.Nemo
Wie unterscheiden sich denn bei Dir die Signalboje und die Notfallboje? Woran soll ein Beobachter an der Oberfläche erkennen, dass Du einen Notfall anzeigst?
Das übliche "Elefantenkondom" zeigt nur an "Taucher" und wird allgemein genutzt um das Überfahren von sich unter der Wasseroberläche befindlichen Taucher zu verhindern, bzw. ihr Auffinden durch Begleitboote zu erleichtern. Desweiteren bietet diese Boje einen gewissen Komfort, wenn man sich während eines Dekostopps an sie hängt.
Gruß, Bert
Antwort von Bert Rudeck am 24.08.2004 - 10:00 @Michael P.
Danke für die Darstellung der Faktenlage zum Besprochenen Unfall. Auch Deine Stellungnahme zum Vergleich der beiden Gewässer `Rursee` und `Blausteinsee` ist nachvollziehbar und ein durchaus wichtiger Hinweis.
Warum aber verfällst Du dann im vorletzten Absatz in die übliche PADI-Hetze? Deine dort geäusserten Annahmen mögen im Einzelfall rzutreffend sein, aber sind solche Behauptungen geeignet verallgemeinert zu werden? Mit diesem unsachlichen Ausfall minderst Du m.E. die Qualität Deines gesamten Beitrags erheblich.
Gruß, Bert
Antwort von scuba_steffi am 24.08.2004 - 11:28 @Michael, es stimmt, dass man Blausteinsee und Rursee nicht vergleichen sollte. Im Blausteinee ist es völlig anders. Ich war im Juli am Rursee an Bank 2 und ab 15m war es stockdunkel und bei 20m lag die Temperatur bei 5°C. Bei gleicher Tiefe im Blausteinsee ist es hell und die Temperatur liegt bei 12°C. Dazu kommt, dass am Rursee durch die Wand ein Orientierungsverlust möglich ist, mir passiert mit Drehschwindel. Auch der Einstieg ist deutlich schwerer. Der Rursee ist durch die Reglementierung zum Glück erst ab CMAS** betauchbar und das hat m.E. nach Sinn. Sonst würde dort noch viel mehr passieren. Durch die dort hängenden Funkgeräte an den Einstiegen ist auch eine Rettungskette schnell einzuleiten, das finde ich sehr positiv.
Gruß, Steffi
Antwort von Michael P. am 24.08.2004 - 11:54 @ Bert
Ich möchte hier keine Hetze gegen Padi anschüren! Ich bin selber im Besitz eines Kärtchen von einem PAID Verband, daher würde ich mich dann ja auch schlecht machen! Oder?! Nein, es handelt sich lediglich um die Tatsache, das nur VDST Mitglieder dort tauchen dürfen, da es ein Verbandsgewässer ist.
Worauf ich mich beziehe sind Beobachtungen am Blausteinsee, die ich und andere gemacht haben. Leider sind es nunmal die Newbies die dort den ach so erfahrenen Taucher raushängen lassen und meinen nur sie haben die Taucherweisheiten auf ihrer Seite, alle anderen sind unwissend und das nervt.
Ich hoffe jetzt alles richtig gestellt zu haben.
Antwort von Bert Rudeck am 24.08.2004 - 13:55 @Michael P.
Ich gebe zu, dass ich Dich nur allzu gut verstehe. Derartige Beobachtungen hat wahrscheinlich schon jeder gemacht. Ich kenne auch Taucher, die mit 50 TG Erfahrung meinen, ihnen könne niemand mehr etwas vormachen.
Aber meines Erachtens ist das a) unabhängig vom Ausbildungssystem und b) sind das bei objektiver Betrachtung nicht die Mehrzahl.
Gruß, Bert
Antwort von Kapt. Nemo am 24.08.2004 - 17:36 Danke Michael P.
auf genau diese Schilderung hab ich schon seit Anfang an gewartet.
Bis auf die Tatsache das in beiden See´n Wasser ist haben der Rursee und der Blausteinsee nichts gemeinsam.
Grüßle
Antwort von Flaschengeist am 30.08.2004 - 19:45 Hallo zusammen
Es kommt zwar spät aber ich möchte jetzt trotzdem stellung zu dem Unfall nehmen.
Der schilderung von Michael P. ist nichts endgegenzusetzten. Der Grund des Vereisers war zu viel Wasser in der Flasche. Nach zehn Metern Aufstieg war dann die Flasche, an der die taucher hingen leer und sie schoßen bis an die Oberfläche durch.
Ich möchte noch mal ganz deutlich sagen, dass der sich am ufer befindliche TL überhaupt nichts mit der Gruppe zu tun hatte. Sie konnten aber froh sein, dass er anwesend war und so schnell reagiert hatt
Antwort von Uriel2000 am 12.04.2005 - 16:34 Hallo zusammen,
um mal mit den Angaben zum Rursee aufzuräumen:
Es darf sogar ein Grundtauchscheinler an Bank 2, und zwar mit einem TL, oder auch CMAS* und CMAS***. Es gilt dort die 4* Regel.
Also nicht erst ab CMAS**.
An Bank 1 gilt die 6* Regel, hier dürfen nur CMAS*** und alle anderen mit TL tauchen.
Es ist erlaubt, auch nur mit einem Atemregler zu tauchen.
Im übrigen dürfen dort auch PADI Taucher tauchen, sofern Sie Mitglied beim VDST sind. Sie brauchen KEINE VDST-Ausbildung, müssen nur die Sterne-Regel nach Äquivalenzliste beachten.
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