Momentan in den Foren unterwegs: Bine 64, Deco1, tl3 und 12 Gäste
Dies ist das internationale Unfallboard von Taucher.Net. Falls ein dir bekannter Unfall hier noch nicht aufgeführt ist, schickt uns am einfachsten eine Mail.
TU Safaga / Ägypten Abgesandt von oli am 29.10.2003 - 06:02:
Gleich ein halbes Dutzend Emails erreichten uns als Benachrichtigung bzw. Nachfrage zu folgendem Unfall:
Ein deutscher TL aus Dieringhausen ist vor Safaga noch auf See verstorben. Der 54 Jahre alte C.N. befand sich letzten Sonntag mit einer von einem Safariboot aus tauchenden Gruppe auf einem Tauchgang als ihm schlecht wurde. Er tauchte auf, aber auch ein zufällig mitreisender Arzt konnte ihm nicht mehr helfen. Bevor das Boot Land erreichte war der gelegentlich in Safaga als TL arbeitende Mann schon tot.
Antwort von tlmr am 29.10.2003 - 12:38 Der Unfall ereignete sich nicht vor Safaga, sondern im südlichen Roten Meer.
Antwort von Noco am 29.10.2003 - 16:38 C.N. war unser TL hier in Dieringhausen, haben kurz vor seiner Abreise unseren OWD bei ihm gemacht. Haben uns schon auf seine Rückkehr gefreut-wir sind fassungslos und traurig. Unser aufrichtiges Beileid gilt seiner Familie! Andrea+Dirk
Antwort von sue am 31.10.2003 - 11:51 hat jemand die information, an welchem riff das unglück passiert ist?
Antwort von Gunny am 31.10.2003 - 15:45 Auch ich habe bei meinem Freund das Tauchen erlernt und möchte der Familie und den Anverwandten mein Bedauern ausdrücken.
Jeder der ihn kannte, wußte, was er für ein lebensfroher Mensch war. Dem Tauchsport galt seine volle Aufmerksamkeit und Hingabe.
Falls jemand näheres über den Unfallhergang und den Auslöser des Unglücks erfährt, so würde es sicher helfen, diesen tragischen Verlust zu verstehen.
Hochachtungsvoll, Gunny
Antwort von kreisel1 am 06.11.2003 - 21:01 Das Riff heisst Abu Galawa West.
Dort liegt ein altes Schleppdampferwrack.
Dieses Riff liegt ca.2 Std südlich von Hamata
Maximale Tauchtiefe 22m
Antwort von kreisel1 am 06.11.2003 - 21:34 Leider war ich bei diesem letzten Tauchgang dabei,
Folgendes ereignete sich.
Wir befanden uns in Abu Galawa West und wollten den alten Schleppdampfer als letzten Tauchgang einer tollen Tauchwoche betauchen.
Clemens ging mit seinem Inspiration und einem Schnuppertaucher mit dem Dolphin Kreislaufgerät ins Wasser. Warum auch immer trennten sie sich kurz nach Tauchbeginn,und der Schnuppertaucher schloss sich einer in der nähe befindlichen anderen Gruppe von unserem Boot an.
Nach Rückkehr zum Boot stellten wir fest das Clemens noch nicht zurück war ,und begannen mit Ferngläsern die Wasseroberfläche abzusuchen,wo wir ihn dann nach kurzer Zeit am Riff liegend mit dem Kopf nach oben sahen.
Sofort fuhren einige von uns, unter anderem auch der Bord befindliche Artzt,mit dem Zodiac zu Clemens,hier stellte der Artzt aber schon seinen Tod fest,trotzdem versuchten wir zurück am Boot ihn mehr als eine Stunde lang zu Reanimieren,was aber leider keinen Erfolg hatte,
Was auch immer dort nun wirklich passiert ist, ich kann bis heute nicht verstehen,warum wir als Buddy Team Tauchen,wenn der Buddy in einer Notsituation nicht da ist,und im Gegenteil sich mit einem ihm fremden Kreislaufgerät sich einer anderen Gruppe anschliesst ,um seinen Tauchgang für ihn schön zu beenden.
War es das Wert????????
Antwort von Gunny am 06.11.2003 - 21:40 @Kreisel1,
hast du mit CLemens Buddy gesprochen ? War es seine Entscheidung sich von Clemens zu trennen oder wollte er (Clemens) evtl. alleine weitertauchen ?
BG
Antwort von kreisel1 am 06.11.2003 - 21:50 Hey!
Habe leider bis heute nicht mit ihm sprechen können,aber Fakt ist das Clemens sein Tauchgang nach dem Computer den er am Arm hatte ganze 6 Minuten gedauert hat,Clemens war vielleicht manchmal leichtsinnig,aber einen Schnuppertaucher mit einem für ihn fremden Gerät nach nichteimal 6 Minuten allein zu lassen,das wäre ihm nicht in den Sinn gekommen.
Antwort von Gunny am 07.11.2003 - 10:40 OK, ich weiß worauf du hinaus willst, aber kann man einen "Schnuppertaucher" denn wirklich schon als Buddy bezeichnen ? Du hast auch irgendwann mal angefangen und weißt bestimmt noch, dass du da alle Hände voll mit dir selbst zu tun hattest und so mit den Elementen beschäftigt warst, dass du dich bestimmt nicht noch um deinen "Tauchlehrer" kümmern konntest. Sicherlich war es eine tragische Sache, die da passiert war, aber wir sollten nicht den Tauchanfänger verurteilen, bevor wir nicht alle Detail kennen, oder ?
Die Frage ist doch, was ist da wirklich passiert ?
Hat der Schnuppertaucher überhaupt bemerkt, dass Clemens nicht mehr da war oder wollten die beiden zusammen mit der Gruppe weiter tauchen ?
Ich selbst habe schon mehrfach miterlebt, wie sich plötzlich einige Taucher auf einem fremden Schiff wiederfanden, nur weil sie ihren eigenen Tauchpartner unter Wasser nicht von einem Fremden unterscheiden konnten.
Meine Tauchpartnerin (meine Freundin) ist immer an meiner rechten Seite auf Tuchfühlung ... da kann ich mich drauf verlassen, genau so ist es umgekehrt. Wenn du jedoch mit einem Fremden tauchst, und da wirst du mir recht geben, weißt du nie, wo er sich grade rumtreibt. Mal ist er links, dann wieder rechts und plötzlich taucht er unter dir auf um über dir her zu dümpeln. Und bei Anfängern ist es um so schlimmer.
Clemens hätte ihn nie alleine weggeschickt, aber ich denke, der Schnuppertaucher war einfach zu sehr mit sich selbst beschäftigt, um auf den Thread zurück zu kommen.
Wenn du die Möglichkeit hast, sprich mit ihm ... dann sehen wir weiter, OK ? Wir sollten mit Urteilen vorsichtig umgehen, solange wir nicht wirklich wissen, was da passiert ist.
Also ich lese das so, daß das Schnuppern nur das Kreislaufgerät betraf - nicht das Tauchen generell (nach einer Woche Safari - sofern ich das richtig sehe).
Platsch.........
wenn jemand schreibt "Schnuppertaucher mit dem Dolphin Kreislaufgerät" ... dann ist das für mich ein Anfänger oder Schnuppertaucher ... ansonsten hätte ich geschrieben: "ein Taucher mit dem Dolphin Kreislaufgerät".
Vielleicht nimmt Kreisel1 dazu nochmal Stellung.
BG Gunny
Antwort von kreisel1 am 07.11.2003 - 20:19 Das mit dem " Schnuppertaucher" war tatsächlich nur für das Kreislaufgerät gemeint.
Ansonsten war der Buddy jemand mit mehrjähriger Taucherfahrung und etlichen Tauchgängen.
Also eigentlich ein vollwertiger Buddy.
Antwort von Gunny am 08.11.2003 - 16:30 @Kreisel1:
OK, wenn das tatsächlich ein vollwertiger Taucher war, gibts wirklich nichts zu diskutieren ... egoismus pur !
Aber glauben kann ich das beim besten willen nicht --- wie kann man seinen Tacuhpartner nur so im Stich lassen ? Selbst wenn ich einem Taucher als Buddy zugeornet werde muß ich mich doch verantwortlich zeigen, oder sehe ich das Falsch ? Da Clemens höchstwahrscheinlich die Führung übernommen hat, wird es seinem Buddy, der somit leicht versetzt hinter/neben ihm her taucht, um so eher auffallen müssen, dass da was mit CLemens nicht stimmt ? Ich hab schon einige viele TG mit Clemens absolviert und kann nur sagen, dass er sehr umsichtig mit anderen Tauchern war und bei Problemem immer den Abbruch bevorzugte, als den Helden zu spielen.
Daher verstehe ich das jetzt nun weiß Gott nicht.
BG Gunny
Antwort von KISS035 am 08.11.2003 - 17:55 Hi Gunny,
halt mal den Ball flach !
Kann man vielleicht mal mit Schuldzuweisungen abwarten bis die Ermittlungen abgeschlossen sind
und alle fakten auf dem Tisch liegen.
Auch ich kannte Clemends sehr gut und bezeichnete ihn als guten Freund, nur habe ich nicht bei Clemens tauchen gelernt und sehe manche Sachen aus einem anderen Blickwinkel als seine Schüler und Kunden.
Meine Erfahrungen bzgl. C`s Tauchstil stehen allerdings in krassem gegensatz zu deinen.
Gruss,
R.
Antwort von aquakai am 08.11.2003 - 18:53 Hallo An alle interessierten!
Ich bin am Montag nach C´s Unfall mit der nächsten und wahrscheinlich letzten Tour auf der Higwaves unterwegs.
Ich kannte C von zwei Urlauben zuvor und zu seinem Tauchstil gibt es zweierlei zu sagen:
Gegenüber "Anfänger" bzw. Schnupperern war er sehr zuverlässig. Aber er machte auch mal etwas gewagtere Unternehmungen. (Elphinstone mit Beginnern auf 45 m)
Jedenfals ... es hat mich von den Socken gehauen als ich das vom Unfall von unserem " Ersatz"Guide erfahren hab.
Wir kamen erst Nacht in Hamata an.
Am Nächsten Morgen wollten wir früh morgens den ersten TG machen. Als wir uns angerödelt hatten, und alle nochmals unsere Geräte checkten, mußten wir feststellen, dass ALLE Tanks ÖL und ABGAS verseucht waren.
Selbstverständlich sind wir nicht ins Wasser, und mußten heimschippern und Tanks tauschen.
Die Filter waren dicht bzw. voll gesättigt, Ersatz gab es keinen. Erst in Hamata konnte unser Giude Ersatzflaschen und Kompressorkartuschen besorgen lassen.
Beide Kompressoren waren vorher nicht zu gebrauchen!
Kann mir jemand von der "Unglückstour" mitteilen ob ihre Flaschen auch schon "mieß" geschmeckt haben?
Bye Kai
Antwort von dolphin am 10.11.2003 - 16:01 Hallo Tauchfreunde!
Wie aquakai war auch ich auf der Südtour mit der Highwaves unterwegs. Vor meinem Abflug habe ich noch mit C telefoniert, er war bester Laune und Gesundheit. Deshalb ist der Unfall für mich nicht begreifbar. Ich habe bei C Nitrox, RAB, Rescue und DM gemacht, heirbei stand Tauchsicherheit immer an erster Stelle. Auf der Safari sind wir auch am Abu Galawa West getaucht, hier seinen Buddy zu verlieren ist unmöglich. Einen Schnuppertaucher mit SCR hätte C nie alleine gelassen, oder einer anderen Gruppe zugewiesen. Ich möchte hier keine Spekulationen in die Welt setzen und betone, dass dies meine persönliche Meinung darstellt. Kann kreisel1 eventuell etwas über das Befinden von C vor dem Tauchgang, oder über das Inspiration sagen? Würde mich persönlich interessieren.
Grüsse von Dolphin
Antwort von Drunken-Angel am 10.11.2003 - 22:40 Hai Leute,
im Internet kann man ja wie jeder weiß diskutieren wie man will, aber...
Wartet doch einfach mal diese Woche ab. Dann werden wir hoffentlich etwas herrausfinden.
Denn als SOHN von Clemens Interessiert es mich, wie den Rest meiner Familie, wohl am meistens was genau passiert ist!
Diskutiert vorrüber ihr wollt! Aber setzt keine gerüchte über meinen DAD in die Welt.
MFG Drunken-Angel
Antwort von Gunny am 10.11.2003 - 23:22 Hallo Drunken-Angel,
zuerst einmal unser aller Beileid.
Ich denke, dass es uns hier allen Leid tut, was deinem Vater zugestoßen ist.
Ich glaube desweiteren nicht, dass jemand Gerüchte über deinen Vater in die Welt setzen möchte.
Für uns ist aber eben auch wichtig zu erfahren, warum einem so hoch dekorierten Taucher und erfahrenen Sportsmann ein solches Unglück zustoßen kann. Niemand zweifelt hier an der Kompetenz deines Vaters.
Ich selbst habe ihn sehr oft erleben dürfen und kann nur sagen, er war ein prima Kumpel und wie ich auch mitbekommen habe ein klasse Vater.
Mit Hochachtung, Gunny
Antwort von rittmasta am 11.11.2003 - 10:48 Hallo Drunken Angel!
Vorab mein herzlichstes Beileid Dir und Deiner Familie. Ich glaube nicht das man Deinem Vater
irgend etwas vorwerfen kann. Mich macht der
Kommentar von aquakai etwas stutzig. Ich bin zwar noch nie mit einem Rebreather getaucht aber könnte es nicht sein das die verstopften Filter bzw. der schlechte Zustand der Füllanlage die Ursache ist? Hat Dein Vater das Kreislaufgerät selbst gehabt oder gehört es auch zum Leihequipement vom Boot? Ich hoffe das Ihr über Euren schmerzlichen Verlust bald hinwegkommt und wünsche Euch für die Zukunft alles Liebe
Michael aus Tirol
Antwort von Trimixler am 11.11.2003 - 17:26 Herzliches Beileid an die Angehörigen und Freunde
Ohne jemandem die Schuld zuweisen zu wollen, gehört die Verantwortung, speziell bei Schnuppertauchen in diesem Fall mit SCR während des ganzen Tauchgangs beim TL. Wenn jemand das erste mal mit SCR taucht wird er den Unterschied bezüglich der Tarierung schnell feststellen. Da kann allerhand geschehen (z.B. Buddy trennt sich).
Gleichzeitig, wenn Probleme mit diesen Rebreather-Geräten auftreten sind meistens schwerere Folgen zu erwarten, vorallem wenn kein Backupgas, durch Leichtisinnigkeit oder Überheblichkeit, mitgenommen wird.
Leider sind das Worte die meine langjährige Erfahrung mit DM und TL dokumentieren.
Gruss Trimixler
Antwort von dolphin am 11.11.2003 - 17:47 Hallo Trimixler!
Ich glaube Du hast den Unfallbericht nicht richtig gelesen. Es ist der TL zu Schaden gekommen, nicht der SCR Schnuppertaucher. Hier hätte ein TL mal Hilfe benötigt, aber wo war sein Buddy?
Gruss von dolphin
Antwort von Doppeldreier am 11.11.2003 - 21:19 @dolphin
Trimixler hat es sicher so gemeint wie er es gesagt hat "die gesamte Verantwortung gehört dem Tauchlehrer" und damit muss er sich im klaren sein das er sein eigenes Bachup sein muß und keine Hilfe von einen Schnuppertaucher zu erwarten hat und darf. Egal was für ein Schnuppertauchen statt findet es hat sicher nicht im Freigewässer statt zu finden. Das bezieht sich jetzt nicht auf diesen Fall sondern ist eine allgemeine Tatsache über die sich jeder im klaren sein muss der mit Schnuppertauchern oder Tauchschülern arbeitet.
Antwort von Trimixler am 12.11.2003 - 11:33 @dopperldreier
Bin froh, dass es du richtig erkannt hast
@dolphin
Wenn jetzt der TL beim seinem Schnuppertaucher-Buddy geblieben wäre (wie es sein sollte), hätte bei einem, beim TL auftretenden Problem, der Schnuppertaucher reagieren und schnellstmöglich vielleicht Hilfe herbeirufen können.
Aber wenn sich der Halbgott (Solo-Diver, wie ich sie nenne) alleine davonmacht, ist es natürlich nicht möglich.
Nochmals als Wiederholung im allgemeinen:
Der TL ist verpflichtet den Schnuppertaucher (im Freiwasser sowieso) zu begleiten und nicht umgekehrt.
Im übrigen, müsste man diversen TL die Lizenz zur Ausbildung:
1. schon mal gar nicht geben
2. gewissen TL entziehen
schönen Gruss, Trimixler
Antwort von deepdive63 am 12.11.2003 - 11:34 Hallo,
ich äußere mich nicht gerne in diesem Unfallforum aber jetzt mußte ich einfach mal.
Ich finde es ziemlich bescheuert, wenn jemand wie Doppeldreier behauptet, dass ein Schnuppertauchen (egal welcher Art) nicht im Freigewässer stattzufinden hat. Indirekt gibst Du, Doppeldreier, damit die Schuld dem verantwortl. TL. Und das ist Blödsinn (sorry, aber das muss mal so deutlich gesagt sein)
Was spricht dagegen, einen Schnupper-TG im Meer an einer ruhigen Stelle zu machen.
Ich denke mal, so geht es aus den Berichten hervor, dass der TL ein erfahrenen TL war. Und wenn Du mal nen ganzen Sack an Leuten ausgebildet hast, dann weisst Du sehr gut, was Du tust und dem Schüler (und Dir) zutrauen kannst und welchen Platz Du wählst.
So lange wir hier nicht wissen was passiert ist, ist alles Spekulation und solche Argumente wie Deine finde ich nicht passend, v. a. wenn Drunken Angel, der sicherlich am nächsten am Sachverhalt dransitz, um eine Woche gebeten hat. Respektiere das halt, bevor Du mit einem -meiner Meinung nach - sehr unüberlegten Posting/ Vorwurf nochmal Salz in eine Wunde streust. (Aber man kann ja für die Zukunft lernen, OK?)
Und noch was: Es gibt tausende von Basen, die keinen Pool haben und ihre Schnupperer mit ins Meer nehmen. Glaubst Du nicht, dass da die Verbände schon längst eingeschritten wären, wenn sowas nicht erlaubt wäre??
Gruss
Stefan
Antwort von Trimixler am 12.11.2003 - 12:23 @deepdive63
Nur keine Panik, denke das Doppeldreier es nicht so gemeint hat. Aber was er vielleicht sagen wollte ist, dass im Freiwasser (nicht Lagune) mehr aufeinander geachtet werden sollte.
Nebenbei noch zu erwähnen, dass auch ein SCR-Taucher mit 10 TG, für mich immer noch zu der Kategorie Anfänger einzuordnen ist.
Die Aufgabe eines TL ist den Tauchgang mit dem Anfänger (Schnuppertaucher sowieso) zu beginnen und mit dem selben aufzutauchen und zwar in unmittelbarer Nähe.
Falls ein Missgeschick eintrifft (Unfall oder wie auch immer) wie in diesem Fall, kann wenigstens einer helfen und /oder schnellstmöglich um Hilfe benachrichtigen.
Es geht hier nicht um Spekulation, sondern um allgemeines Verhalten im Wasser.
Gruss Trimixler
Antwort von Nathalie am 12.11.2003 - 13:33 Also ich muss deepdiver recht geben, könnt ihr nicht einfach mal abwarten was drunken angel dazu zu sagen hat? weiter kann ich nur sagen dass es der letzte Tauchgang von dieser Safari war und der Tauchplatz nicht TIEF sondern wie in einer Lagune stattgefunden hat. Also an alle "Besserwisser" haltet euch doch einfach mal mit euren Komentaren zurück ihr könnt euch gar nicht vorstellen wie schmerzhaft dass für die Familienangehörigen sein kann!!!!!
Ich habe 3 Jahre mit Clemens zusammen gearbeitet und kann nur sagen dass er sehr gewissenhaft mit seinen Gästen umgegangen ist und NIE einen Schnuppertaucher alleine gelassen hätte!!!
Trimixler woher du die Information nimmst dass der Schnuppertaucher 10 TG hatte würde mich auch noch wunder nehmen. Ich selber weiss nicht wie viele er hatte aber wenn die am letzten Tag der Safari waren kannst es dir ja selber mal ausrechnen, oder??? Weiter gibt es auf jeder Safari eine mind. Anzahl von Tauchgängen damit man Teilnehmen kann.
Dein Komentar von wegen: "der Halbgott (Solo-Diver, wie ich sie nenne) alleine davonmacht, ist es natürlich nicht möglich" finde ich auch ziemlich daneben. Warst du dabei???? Du weisst doch gar nicht was vorgefallen ist.
Nathalie
Keiner von uns weis, ob der Schnupperer den TL oder dieser den Schnupperer verlassen hat. Auch weis keiner die Gründe, warum dies geschah.
Es ist also total verfehlt hier mit Schuldzuweisungen um sich zu werfen.
Ein Szenario, daß ich mir vorstellen kann wäre folgendes: Start Tauchgang, TL fühlt sich nach ein paar Minuten nicht wohl, will aber seinem Partner den Tauchgang nicht vermiesen (der Dampfschlepper ist wirklich schön) und schickt den mit den anderen weiter, dann allein kommt es zum Unglück - sch...Schicksal.
Da bis jetzt Keiner der dabei war einen Komentar abgegeben hat wissen wir den Hergang nicht. Also ist Warten auf nähere Informationen angesagt.
Ich hoffe Drunken-Angel kann da bald nähere Auskunft geben. BTW mein Beileid.
Platsch.......
Antwort von Trimixler am 12.11.2003 - 13:48 @Nathalie
Ich habe nicht geschrieben das der Taucher 10 TG hat, sondern habe geschrieben, dass für mich selbst ein sehr erfahrenener Taucher mit offenen System, der erst 10 TG mit SCR-Ausrüstung immer als Anfänger gilt. Was heisst, dass ein Taucher mit 10 TG SCR begleitet werden, und zwar wie man es sollte (Buddyteam).
Lassen wir es dabei bleiben, den es geht nicht ums besserwissen, sondern dass hier wieder mal etwas falsch gelaufen ist was nicht hätte sein sollen/müssen. Hoffentlich wird daraus gelernt.
Sehe genug Halbgötter und bessertaucherwisser.
Habe auch nichts mehr beizufügen
Gruss
Antwort von Noco am 12.11.2003 - 15:10 Hallo!
@Drunken-Angel Dir, Deinen Schwestern, Deiner Mutter und allen Anverwandten gehört unser aufrichtiges Beileid. Wie ich oben schon geschrieben habe, haben wir bei Deinem Vater (mit Guido zusammen) unseren OWD gemacht und eines steht fest: ohne ihn als mein Tauchlehrer hätte ich bis heute meinen Kopf nicht weiter als 3 Meter unter Wasser gekriegt. ER aber hat mir so viel Vertrauen und Sicherheit gegeben, dass ich es heute kaum erwarten kann mir eine Flasche umzuschnallen und ich bin mir sicher, dass niemand, der Clemens als Tauchlehrer KENNT ein dummes Gerücht über ihn in Welt setzen würde. Ich weiss nur, dass er uns immer wieder eingebläut hat, wie wichtig es ist, immer im Kontakt mit seinem Buddy zu sein, ihn und seine Ausrüstung zu kennen und NIEMALS auf eigene Faust zu tauchen, egal was auch passiert!! So viel zu der Entgleisung "Halb-Gott-Solo-Diver"
@Sepp
Danke Sepp, Deine Zeilen könnten meine sein - wie gesagt, da ich C. als TL kenne, ist das von Dir beschrieben Szenario das einzige, was ich (wir)mir plausibel vorstellen kann - "vorstellen" wohl gemerkt, wissen können wir es bislang alle nicht!
Fürti!
Antwort von Doppeldreier am 12.11.2003 - 17:51 @deepdive
1. wer sonst als der verantwortliche Tauchlehrer kann bei einen Schnuppertauchgang die Verantwortung tragen??!!
2. wenn man keinen Pool hat so schreiben die Verbände meines Wissens "begrenztes Gewässer" vor, dieses ist in den Statuten genau festgelegt und lässt keinen großen Spielraum zu. So kann eine Szenario wie von Sepp beschrieben erst gar nicht entstehen. Ob einen schöner Tauchspot der richtige Platz zum Schnuppertauchen ist mag ich zu bezweifeln, da man sich beim Schnuppertauchen auf das Wesentliche nämlich die ersten Schritte unter Wasser oder mit einen neuen Tauchgerät/technik konzentrieren soll.
3. Und das ist mir sehr wichtig!! Ich möchte auf keinen Fall hier jemanden angreifen oder beschuldigen da ich bei diesen Tauchgang nicht dabei war und deswegen keine Hintergründe aus aller erster Hand habe sondern nur Denkanstösse geben wie man als TL an seinen Job rangehen soll.
Antwort von deep-Heiko am 15.11.2003 - 20:35 Mein Beileid der Familie!
Dem Kommentar von Sepp kann ich nur zustimmen! Aber da dieses Forum dazu dienen soll aus Fehlern zu lernen ziehe ich folgenden Schluss: Wenn ein Taucher aus einer Gruppe (egal ob Tauchschüler, TL oder der Tauchpartner mit dem man schon dutzende Tauchgänege gemacht hat) den Tauchgang aus irgendeinem Grund abbricht muss man darauf achten, dass er/sie sicher am Boot ankommen, bzw. das Land erreichen. Wenn man schon in Gewässern mit guter Sicht taucht, kann man dabei ruhig unten bleiben (natürlich nicht allein). Man muss aber seinen Tauchpartner im Blickfeld behalten bis er oben ankommt. Den Tauchpartner ggf. einer anderen Gruppe "übergeben", die eh gerade auftaucht geht natürlich auch.
Antwort von nordlicht am 18.11.2003 - 14:29 Normalerweise bin ich kein Forenschreiber, aber hier muss einmal etwas gesagt werden.
Als erstes mein aufrichtiges Beileid der Familie auch wenn ich die Kinder nur kurz mal getroffen habe.
Warum gibt es Leute die zu jedem TU ihren "Senf" dazugeben müssen??? es sind doch immer wieder die gleichen Namen.
Alle die noch nicht mit C auf Safari im Roten Meer waren müssen sich still halten. (Ich werde das Gefühl nicht los, dass da Schreiberlinge sind, die noch nie im Roten Meer waren)
Ich hatte das Glück, dieses Jahr 2x mit C auf Safari zu sein. Die über 20 TG mit Ihm waren die schönsten in den letzten 5 Jahren. Hatte schon fürs nächste Jahr weitere Safaries geplant.
Ich gebe Sepp 100% recht, und wer C. kannte der weiß dass, es für ihn selbverständlich ist bei Problemen alleine aufzutauchen. Seine Gäste haben für den Tauchgang bezahlt und ein recht auf einen ganzen TG der nicht nach 6min beendet werden muß.
Auch nur erfahrene, verantwortungsvolle Taucher bekamen die Möglichkeit mit einem Dolphin oder Inspiration "Schnupper zu tauchen" deshalb lasst den armen unbekannten "Buddy" zufrieden. Der hat mit Sicherheit mit sich selbst schon genug zu tun.
An deep-heiko: Da C. an der Wasseroberfläche in "sicherer Schwimmlage" gefunden wurde, zeigt das C. sicher an die Wasseroberfläche gekommen ist und für seinen "Buddy" von unten soweit alles klar war. Wenn es eine Schuld gibt, dann die vom Zodiakfahrer und von der Besatzung, dass sie den Taucher nicht gesichtet haben.
Für C war es selbverständlich einen TG für sich zu beenden, wenn ein der beiden Systeme seines Ispiration Störungen anzeigte, oder er sich nicht in körperlicher Top-Verfassung (Sodbrennen) befand. Seine Gäste sollten aber immer weitertauchen.
Der Familie wünsche ich die Kraft um den Schmerz der Trauer zu ertragen.
Antwort von nordlicht am 18.11.2003 - 14:33 an kreisel1
Wurde das Inspiration nach dem trauigen TG untersucht?? war noch Sauerstoff in der Flasche?
Der Atemkalk trocken? Die Elektronik i.O.
Antwort von Süsse am 21.11.2003 - 09:46 Ein bisschen mehr Freude,
weniger Streit,
etwas mehr Güte,
weniger Neid,
auch viel mehr Wahrheit immerdar,
und viel mehr Hilfe bei Gefahr,
ein bisschen mehr "wir",
weniger "ich",
ein bisschen mehr Kraft,nicht so zimperlich,
und viel mehr Blumen während des Lebens;
denn auf den Gräbern sind sie vergebens...
ich vermisse ihn so sehr...
Antwort von dolphin am 22.11.2003 - 16:38 Wir haben Dich heute verabschiedet.
By By Clemens, ich habe einen treuen Begleiter verloren, aber als Freund kannst Du mich nie verlassen.
Antwort von nili am 23.11.2003 - 21:24 Über ein tragisches Ereignis nachdenken muss erlaubt sein, auch wenn man nicht dabei war.
Allzu wildes Spekulieren hilft aber weder einem selbst, noch den Betroffenen.
C war ein TL mit enormer Taucherfahrung.
Der Buddy hat ebenfalls einige Jahre Taucherfahrung, ist aber noch nie mit einem Rebreather getaucht und kann auch bei weitem nicht die Anzahl Tauchgänge nachweisen, geschweige denn an den Ausbildungsgrad von C heranreichen.
Der Tauchgang, bei dem C zu Tode kam (hier an dieser Stelle auch mein ehrliches Mitgefühl an seine Anverwandten), sollte der letzte einer Reihe während einer Tauchsafari sein. Man kannte sich also. Jeder wusste also auch, dass C gerne an und über übliche Grenzen ging. Mit anderen (auch Beginnenrn) und allein. Unter dieser Voraussetzung ist es nachvollziehbar, dass sich keiner etwas besonderes dachte, als C seinen Tauchgang nach 6 Minuten Tauchzeit in einer Tiefe von 14 m im Alleingang fortsetzte. Seinem Buddy, der seinen ersten Rebreathertauchgang machte, hatte er klar gemacht, er solle sich der Restgruppe anschließen (in der sich übrigens ein weiterer TL mit Rebreatherausrüstung befand). Übereinstimmend wird berichtet, C habe sich ohne Anzeichen von Panik von der Gruppe abgesetzt und sei mit ruhigen Flossenschlägen an die Oberfläche zurückgekehrt.
Ehrlich gesagt: Wenn ich als Taucher, beschäftigt mit neuem Gerät, von meinem wesentlich erfahrenerem Tauchpartner, der zudem TL und Veranstalter ist, unmissverständlich mitgeteilt bekomme: Du gehst zur Gruppe und ich tauche hoch, dann nehme ich das als eindeutige Weisung hin und richte mich danach.
was nun wirklich auf den wenigen Metern bis zur Oberfläche passiert ist, kann bisher keiner sagen. Die Obduktion hat wohl soviel ergeben: es war kein Lungenriss (also keine Panikreaktion), keine Lungenembolie (der ein oder andere hatte vom Verdacht einer Beinvenenthrombose gesprochen, aus der eine Lungeembolie hätte hervorgehen können) und auch kein cardiales Versagen (Sekundenherztod, Herzklappenabriss o.ä.). Das Ergebnis der weiterführenden Laboruntersuchungen steht noch aus. Davon wird letztlich auch abhängen, ob es sich bei dem Vorgang um einen Unfall (Tauchunfall) im engeren Sinne gehandelt hat, ob das auslösende Ereignis nur dadurch tödlich wirkte, weil es unter Wasser eintrat oder ob etwas anderes seinen Tod bewirkt hat, das auch an Land tödlich gewesen wäre.
Antwort von deep-Heiko am 23.11.2003 - 22:18 @ nili: Danke für die detaillierten Informationen.
Anscheinend hat keiner einen Fehler gemacht und es handelt sich um einen tragischen Todesfall. Die in meienm letzten Kommentar vorgeschlagene Vorgehensweise halte ich zwar weiterhin für vorteilhaft, allerdings kenne ich natürlich auch erfahrene Taucher, die oft genug auch alleine Tauchen gehen, bei denen ich mich auch keine Sorgen machen würde, wenn sie während des Tauchganges einen eigenen Weg einschlagen würden. Er hat seinen Rebreather-Anfänger ja auch nicht alleine gelassen, sondern vorbildlich "übergeben".
Nochmals mein Beileid für die Familie!
Antwort von Süsse am 24.11.2003 - 12:49 -Tauchgang 17,1m
-6min
-Buddy hatte 200 Tauchgänge
-er hatte ein fremdes Gerät
-es war am Anfang als clemens noch dabei war keine Gruppe in Sicht
-er hatte ein Problem!!!!!!!
-anscheinend ein Großes!!!!!!
-Wo war sein Buddy???????????????????
-wo war dieser verdammmte Egoist??????
-KLar Tauchlehrer sind die GÖTTER...denen kann nichts passieren!!!!!!!
-DER TYP hat sich gewagt alleine mit einem fremden Gerät zu tauchen!wo er die Funktion dieses fremden Gerätes nicht kannte!
ich finde es so traurig,das es so wenig Hilfe auf dieser Welt gibt...
-dieses Boot war so weit weg...er hätte es selbst
wenn es ihm gutgegangen wäre nie alleine zum Boot geschafft
-dem Buddy hätte doch auffallen müssen, dass
kein Zodiak ihn geholt hat
...Leute, das hört man doch Unterwasser!!!!
soll ich euch was sagen: ihm war der Tauchgang einfach wichtiger als Clemens!!!!
Clemens der GOTT unter Wasser-ich lach mich TOT!!!!!
Antwort von Doppeldreier am 24.11.2003 - 16:36 ja Leute was stimmt den jetzt? Wer von euch war zur der Zeit WIRKLICH vor Ort und wer meint die Situation so gut beurteilen zu können nur weil er Clement kannte und den Unfallablauf nur vom hörnensagen?
Antwort von blue shark am 24.11.2003 - 22:49 An Süsse!
Woher weißt du das keine Gruppe in der Nähe war?Woher weißt du so genau, das C.ein großes Problem hatte?Warst du dabei und wo warst du?Hättest du ihm helfen können, hast du es gesehen? Würde mich interessieren!Bist du dir sicher,daß so ein erfahrener Tauchlehrer den TYP ohne weiteres mit einem fremden Gerät alleine tauchen läßt? Vielleicht hat er ihm ja eine Anweisung gegeben, weißt du näheres? Woher nimmst du dir das Recht zu behaupten das C.ihm nicht wichtig war! Ich wäre sehr vorsichtig mit solchen Äußerungen!Bei allem Respekt vor dem Verstorbenen und seiner Familie bedenk bitte auch die Situation vor Ort hast du auch einmal daran gedacht wie sich wohl ein Buddy fühlt! Außerdem waren ja auch noch andere Taucher auf dem Boot ich denke sie alle haben einiges an Trauer zu bewältigen
Antwort von Noco am 25.11.2003 - 10:25 Hallo Leute!
Wo sollen diese ganzen Diskussionen denn noch hinführen??
Wenn seine Familie bei der Trauerfeier daran erinnert, dass:
-die max. Tauchtiefe lt. Clemens Computer 17,1 Meter betrug,
-der Tauchgang nur 6 min dauerte,
-das es über 1 STUNDE gedauert hat, bis das Zodiak bei ihm war
-wenn seine Familie klagend fragt, WARUM Clemens alleine war
dann denke ich, können wir diese Dinge als Tatsachen ansehen, über die es nichts zu spekulieren gibt.
Ich habe so das Gefühl, dass manche trotz oder gerade WEIL sie so viel Taucherfahren haben, vergessen, dass diese Unterwasserwelt nicht unser Element ist - wir können uns dort nur mit technischem und sicherem Gerät UND mit Vorsicht und Disziplin bewegen....!
Bitte, Clemens mag manche Tauchgänge alleine beendet haben, wenn er seinen Buddy in Sicherheit weiss, dass mag ja auch okay sein, wenn man sich in einer kleinen Talsperre befindet, wenn man sich nur ein paar Flossenschläge von sicherem Ufer oder sicherem Boot entfernt befindet, aber doch nicht im Meer in dem das Boot/Zodiak SO WEIT entfernt ist, dass es einen Taucher an der Oberfläche nicht registriert!
Und selbst wenn Clemens seinem, zwar erfahrenen, Tauchgast- schnupperer, die Möglichkeit einräumt, mit der Gruppe weiterzutauchen, dann muss sich dieser Tauchgast doch aber daran erinnern, dass Clemens zwar sein TL mit enormer Taucherfahrung ist, ER aber nichts desto trotz IMMER noch Clemens buddy ist und dass er als buddy doch auch bei einem TL bleiben MUSS, egal, ob dieser TL ihm die Möglichkeit zum sicherern weitertauchen gibt oder nicht, selbst wenn jemand für diesen TG bezahlt hat oder nicht, wie kann man eine kritische Situation unter Wasser(und jedes Unwohl sein muss doch als kritisch eingestuft werden und wenn es noch nicht kritisch ist, dann kann es aber kritisch werden) kann doch nicht durch Geld oder entgangenem Vergnügen bewertet werden!
Und selbst wenn es von unten so aussieht, als ob Clemens sicher und ruhig zur Wasseroberfläche gelangt wäre, dann kann ich doch von UNTEN nicht beurteilen, ob ihm DORT OBEN tatsächlich nichts fehlt, das einzige was ich doch erkennen kann, ist, ob jemand in Panik gerät oder nicht!! Und wie kann ein buddy oder auch eine ganze Gruppe jemanden alleine an der Oberfläche lassen ohne Boot, ohne Zodiak in Sicht- und Hörweite??
Mit Sicherheit hat NIEMAND der Teilnehmer dieses letzten Tauchganges damit gerechnet, dass Clemens in Not geraten könnte, mit Sicherheit leiden auch alle Teilnehmer sehr unter dem Geschehenen, plagen sich mit Vorwürfen, aber wohl JEDER dieser Teilnehmer hat wohl vergessen, wie wichtig es ist, ein buddy zu sein und dass selbst so erfahrene Taucher wie Clemens nie alleine gelassen werden dürfen, egal wie lapidar die Gründe für ein Auftauchen auch erscheinen mögen......
Antwort von deepdive63 am 25.11.2003 - 14:35 Hallo zusammen,
ich will mich doch noch mal zu diesem Thema melden.
Es ist doch bislang wenig rausgekommen was die Fakten betrifft und Drunken Angel und seine Familie haben sich hier schon gemeldet und ich denke, dass es irgendwann einmal weitere Infos geben wird, wenn es für die Familie möglich ist und der Zeitpunkt passt.
Nur mal generell: Ich selber kenne TU, wo einfach ein paar Wahnsinnige bei wirklich unüberlegten Unternehmungen mit null Planung ums Leben kamen.
Was ich aber in diesem Thread lese sind hunderte von kleinen Möglichkeiten und Wahrscheinlichkeiten. Es soll in diesem Posting
auch nicht um den speziellen Unfall von C oder sonst wen gehen. Ich will etwas genrelles kundtun: Meine Erfahrung zeigt, dass wenn bei einem Tauchgang etwas schief geht (und das muss nicht mal zum Unfall führen) dies immer eine Verkettung von nicht ein oder zwei Ursachen ist, sondern von mindestens 3, 4, oder 5.
Schaut Euch doch mal an, was hier aufgeführt wurde:
Kreislaufgerät
Suboptimaler Tauchplatz
Kein Zodiak in der Nähe
Zu weit vom Boot weg
Unbekanntes Gerät für den Schnupper-Buddy
Übergabe des Buddys an andere Gruppe
Alleine auftauchen
Bezahlten TG nicht versauen
Schlechte Atemluft
Zodiak hätte gehört werden müssen
.........
.........
Das alles sind Spekulationen aber in der Summe, wenn es ganz doof läuft, kommt ein Tauchunfall zustande.
Das ist für mich (bitte jetzt nicht falsch verstehen) wie wenn jemand ohen erkennbaren Grund mit dem Auto gegen einen Baum fährt und danach wird spekuliert und Gründe gesucht. Da heisst es dann:
Nicht ganz neue Reifen
Etwas feuchte Strass
Am Abend vorher gefeiert
Stress mit der Freundin
Brille schon etwas älter und nicht entspiegelt
Tiefstehende Sonne hat geblendet
..........
Genbauso wie jeder der o. g. "Autogründe" nicht zu einem Unfall führt macht es die Summe aus. Nur: Die Summe, ab der es kritisch wird, kann man nicht berechnen, sonst würde man nicht Tauchen gehen oder in den PKW steigen.
Und alle Moralapostel: Hand aufs Herz. Wie oft seid ihr schon alleine aufgetaucht, wie oft habt ihr schon einen Risikofaktor gesehen und seid trotzdem getaucht? Wie oft habt ihr schon unter die 40 Bar Resere genuckelt, nur um den TG zu verlängern weil es gerade schön war. Wei oft habt ihr mal schnell auf 6 Meter ne Boje gesetzt ohne Buddy an der Seite oder überprüft, ob der Anker sitzt? Alle diese Umstände bedeuten für sich gesehen kein Problem, aber wenn da halt noch was dazukommt und die Summe der widrigen Umstände erhöht, dann ....... .
Klar wäre es auch Spekulation, wenn ich behaupten würde, dass dies auch bei C der Fall gewesen sein kann. Das will ich aber nicht, da ich nicht dabei war und deshalb meinen Senf nicht dazu tun will.
Worum es mir geht ist, dass der eine oder andere mal nachdenkt, wie seine kritischen Situationen aussahen und überlegt, ob er es vermeiden konnte. Wenn er ehrlich ist muss er dann meistens sagen, dass zu seiner kritischen Situation meherer Faktoren beigetragen haben (es sei denn er gehört zu den Eingangs beschriebenen Wahnsinnigen mit erhöhtem Risikopotential)und dass jede einzelne problemlos zu meistern wäre. Letztendlich war die Summe der Faktoren der Grund, warum es kritisch wurde.
Viellecht denkt mal der ein oder andere darüber nach.
Und noch was: Es geht verdammt nah, wenn ein Verwandter, Bekannter, ... bei dem Sport stirbt, den man selber liebt. Ich denke auch, dass man das nur nachvollziehen kann, wenn man so etwas einmal erlebt hat. Deshalb wäre es schön, wenn die Leute, die "Fakten" zur Sache beitragen auch unmittelbar dabei waren und das dann auch so schreiben.
Ich war nicht dabei und deshalb nur dieses allgemein gehaltene Posting sowie mein Beileid an die Angehörigen und Freunde.
Antwort von Nathalie am 25.11.2003 - 16:18 Hi!
was soll noch das ganze Bla Bla???
Ich muss deepdiver wieder mal recht geben.
aber wer selber noch nicht auf einer Basis gearbeitet hat weiss wohl auch nicht wie alles so läuft.
es ist kein VERBRECHEN einen Schnuppertaucher einem anderen TL zu übergeben. Wie schon gesagt niemand von euch war dabei, also hört doch mit den Spekulationen auf. Seid ihr alle Fehlerfrei? Respektiert hier ein bisschen die Familie wie ich schon mal gesagt habe, es ist sonst schon HART genug!!!!!! Dadurch wird er leider auch nicht wieder lebendig!!
Noco ...du hast mir so sehr aus der Seele gesprochen...
ich möchte nicht sagen wer ich bin,aber ich wollte doch nur mal die Wahrheit sagen...
ich will niemanden etwas Böses.Aber der Buddy hat keine Schuldgefühle - noch nicht mal ein bisschen...das hat er uns selber gesagt...
deswegen bin ich so traurig...und Clemens kommt nie mehr zurück...
Antwort von muraene1964 am 16.01.2005 - 19:51 es weht der wind ein blatt vom baum,
von vielen blättern eines.
dies eine blatt man merkt es kaum
denn eines ist ja keines...
doch dieses eine blatt allein
war teil von meinem leben...
drum wird mir dieses eine blatt..........
für alle zeiten fehlen...
unvergessen wirst du für viele bleiben,
was und wie es genau passiert ist, wirst nur du allein wissen....
und für immer schweigen...
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