TU Starnberger See 11.6. Abgesandt von Armin am 13.06.2004 - 20:35:
Danke an Torsten für die Info:
Tödlicher Tauchunfall Freitag, 11. Juni, Starnberger See vor der Seeburg bei Allmannshausen. Der 54-jährige Karl-Heinz B. aus dem Allgäu tauchte allein. Wurde bei einer Suchaktion am nächsten Tag in 40 Meter tief tot gefunden.
Weiteres ist bis jetzt noch nicht bekannt.
Antwort von Armin am 13.06.2004 - 22:18 Soeben bei merkur online vermeldet:
Nasser Tod im Taucherparadies
54-Jähriger stirbt im Starnberger See
Allmannshausen - Ein 54-jähriger Taucher aus Untergermaringen im Allgäu ist bei einem Tauchunfall im Starnberger See ums Leben gekommen. Der erfahrene Taucher wurde bei der so genannten Seeburg - einem beliebten Taucherziel - nahe Allmannshausen (Kreis Starnberg) gefunden. Über vier Stunden hatte ein Großaufgebot von Rettern nach dem Mann gesucht, der von seiner Familie am späten Freitagabend vermisst gemeldet worden war. Die Polizei hatte seinen Wagen schließlich Samstagfrüh um 3 Uhr am Ufer bei Allmannshausen entdeckt. Die Tauchausrüstung fehlte.
Insgesamt neun Boote und zehn Taucher suchten daraufhin in der Nacht im See nach dem Verbleib des 54-Jährigen, während Feuerwehrleute den Uferbereich abschritten.
Wegen des schlechten Wetters, der Größe des Suchgebiets und der Wassertiefe wurde die Suche schließlich nach vier Stunden abgebrochen. Allerdings unterrichtete die Polizei Hobbytaucher, die am Samstag in den See stiegen, über die Vermisstensuche. "Bereits vor dem Tauchgang haben wir vereinbart, was wir tun würden, sollten wir fündig werden", sagte einer der Taucher, Andreas Hoffmann aus Lohhof. Tatsächlich stieß Hoffmann mit einem Kollegen dann auf den Vermissten. Er lag leblos in 40 Metern auf einer Felsschräge. Die Unglücksursache ist unklar.
Antwort von gunther am 14.06.2004 - 08:23 Es tut einem Leid.....
Wieso bloß alleine.........
Gunther
Antwort von kay wopersnow aus hamburg am 14.06.2004 - 10:10 selbstverständlich ist es bedauerlich !!
Aber eine Frage an gunther:
Warum nicht alleine ?
Denn schließlich:
Was ist passiert ?
Was ist die Todesursache ?
Hätte der Tauchpartner tatsächlich lebensrettend einwirken können ?
Gibt es nicht auch genug tödliche Unfälle wo ein Partner dabei war und wenn ja: Hätte dieser jetzt Schuld ??
Die ersten beiden Fragen wüßte ich schon gerne beantwortet.
Gruß Kay
Antwort von Doris am 14.06.2004 - 10:35 auch ich bin immer betroffen bei Tauchunfällen, aber ich schließe mich Kay an.
Ich will nicht an dieser Stelle eine Diskussion über das Solotauchen lostreten. Dennoch fällt mir immer wieder auf, daß die erste Ursache im "alleine" gesucht wird. Das kann doch nicht wirklich euer Ernst sein. Wenn man ohne Buddy lostaucht ist man doch nicht automatisch lebensmüde.
Klar ist niemand zum Helfen da, wenn was passiert, aber es ist auch kein zusätzliches Gefahrenpotential vorhanden, wenn der Buddy Probleme bekommt.
Bitte argumentiert sachlich, ich würde mich auch über eine Statistik freuen, bei der Tauchunfälle bei Solotauchgängen denen im Buddyverbund mengenmäßig gegenübergestellt werden.
Mein Beileid den Hinterbliebenen
Doris
Antwort von gunther am 14.06.2004 - 11:58 hallo Ihr beiden,
Wenn Ihr nichts dagegen habt, würde ich gerne die Diskussion im Forum Diverses weiterführen, ich denke sie dort besser aufgehoben.
Gruß
gunther
Antwort von kelsiareefdiver am 14.06.2004 - 21:29 es tut immer weh, wenn einer unserer sportfreunde verunglückt. die diskussion, über das solotauchen (ich bin selbst sehr, sehr oft solo unterwegs) erklärte mir mein freund und mehrfacher tauchlehrer renè mal so."wenn mir unter wasser etwas zustösst, und ich bin mit meinen tauchschülern unterwegs, dann kann mir im notfall auch keiner helfen, ausser ich erreiche noch rechtzeitig den nächsten oktopus". trotzdem allen tauchern immer viel glück und vor allem gut luft. ciao kelsiareefdiver
Antwort von robbidoc am 15.06.2004 - 18:33 Kelsiareefdiver - ich denke es ist ein Unterschied, ob ich mit Anfängern im 15m Bereich dümple oder bei mäßiger Sicht, Dunkelheit, in 4° kaltem Wasser eine Steilwand betauche, die 40-70m tief ist. Die Zahl der schweren + tötlichen Unfälle der letzten Monate (hier im Tauchernet findet sich ja nur ein Teil der Unfälle wieder) haben zu einem großen Teil mit großer Tiefe Dunkelheit oder/und Solotauchen zu tun. Ein Unfall hat meist nicht eine Ursache, sondern ist die Verkettung von nicht erwarteten Umständen. Tauchen sollte primär nichts mit Glück, sondern mit Verstand zu tun haben. Leider haben viele mehr Glück als Verstand.
Es wird nicht lange dauern bis die zunehmende Zahl der schweren Unfälle weitere Einschränkungen im Sporttauchen nach sich ziehen wird.
Ich werde weiterhin nicht alleine Tieftauchgänge machen, werde einen intensiven Buddycheck einhalten, werde weiter regelmäßig retten+ bergen, gemeinsamen Aufstieg unter Wechselatmung oder Vereisung üben. Für viele längst vergessene Albernheiten.
Die Zahl der Unfälle im Tauchen ist zu hoch. Es sind bei weitem nicht nur die fortgeschrittenen Anfänger.Häufig genug spielen Leichtsinn, Selbstüberschätzung oder mangelnde Kenntnis der physikalischen + tauchmedizinischen Fakten eine Rolle.
nun hackt auf mich ein
Antwort von joschka am 15.06.2004 - 18:38 Solo oder nicht solo, die ewige Frage, der Streitpunkt vieler Diskussionen.
Solag die Ursache nicht geklärt ist, sollte man nicht den Stab über jemanden brechen.
Ich tauche nach Möglichkeit nicht allein, nicht nur wegen der Sicherheit, 4 Augen sehen mehr als 2 und tauchen ist ein Teamsport, und mal erhlich als Buddyteam machts mehr Spass.
Antwort von Kurt am 15.06.2004 - 20:27 Laßt uns hier beim Thema Unfall, dessen Ursachen und den Möglichleiten der Vermeidung bleiben. Die Diskussion Solotauchen ist im Forum Diverses.
Antwort von volkili am 15.06.2004 - 21:04 an kelsiareefdiver
Was bringt den der Sportsfreund seinen Schülern bei ??? Das Beibringen fängt doch nicht erst im Freigewässer an oder lebe ich woanders ?
ich möchte aber hier das Solotauchen nicht verteufeln weil es mich selbst schon mal überkommen hat aber wenn dann was DOOFES passiert Flaschenventil öffnet nicht richtig, Panikattacke (ist niemand vor ganz sicher) und so weiter. Auch wenn es mir ganz oft selbst passiert, man überschätzt sich und das was andere vielleicht für einen tun können. deswegen fast oder so gut wie nie nie alleine. Ist nur ne Meinung.
ansonsten sind die meisten dieser Dinge die so passieren selbstgewähltes Schiksal.
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