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TU Wrack "Bonita", Schweden
Abgesandt von Armin am 23.05.2002 :

Folgende Info wurde uns von Helmuth Zika zugespielt. Danke!

Laut des Schnellinformationdienstes des schwedischen Sporttaucherverbandes (SSDF) passierte am 19. Mai ein tödlicher Unfall am Wrack "Bonita" vor Trelleborg. Ein 40-Jähriger dänischer Taucher, der von einem dänischen Tauchboot tauchte, kam nach einem geplanten 40 Minuten Tauchgang in maximal 30 m Tiefe nicht mehr hoch. Taucher vom Boot suchten Ihn vergebens.Taucher der alarmierten Seerettung fanden den Taucher nach 4 Stunden tot, im Wrack festgeklemmt.




Antwort von jackass am 23.05.2002 - 10:58
Dies scheint ein "typischer" Solo-Taucher-Unfall zu sein:
keinen Buddy, der einem bei einer "Einklemmsituation" heraushelfen kann.
Wenn man solo in ein Wrack hineintaucht und Erfahrung hat und weiss, was man tut ... dann muss man auch so ein Ende mit einkalkulieren.
Das hört sich vielleicht hart an, ist aber rational überlegt so.
Antwort von Taucher-Jörg am 23.05.2002 - 12:25
...dieses tragische Unglück hätte sicher nicht sein müssen...Warum taucht er allein??????
Antwort von jackass am 23.05.2002 - 15:05
Es gibt viele Gründe um SOLO zu tauchen, icxh selber tue es auch (häufig und gerne).
Doch man soll/muss sich des grösseren Gefahrenpotentials bewusst sein.
Und solo in ein Wrack zu tauchen ist ohne jeden Zweifel (wie ein Höhlentauchgang) extrem anspruchsvoll und gefährlich. Bestimmt war sich auch dieser Taucher darüber im Klaren.
Was im Einzelnen passiert ist, weiss vermutlich keiner. Vielleicht hat er nur einen kleinen Fehler gemacht? Vielleicht wäre ein Buddy besser gewesen? Oder hat er nur ein Riesenpech gehabt mit nachfolgender Panik, damit muss jeder Solo-Wrack-Taucher rechnen.
Antwort von Michael Hechler am 23.05.2002 - 16:23
@jackass:
Welche Gründe gibt es für Solo-Tauchen? Mir fällt keiner ein; und wenn ich von dem Unfall lese erst recht nicht.
Antwort von Rolf am 24.05.2002 - 12:33
@jackass
Hallo Supertaucher,
ich habe deine Kommentare schon bei anderen Unfallberichten gelesen. Absolut unqualifiziert. Ich würde mich an deiner stelle zurückhalten
Antwort von jackass am 24.05.2002 - 15:14
@Rolf
Deine Aussage ist leider sehr pauschal gehalten.
Bitte konkretisiere genau, was Du an meiner obigen Meinung zu diesem Tauchunfall unqualifiziert findest.
Aber beachte, dass Menschen, die du nicht kennst, andere Meinungen und Einstellungen haben und auch haben dürfen als Du.
Antwort von Jeepi am 26.05.2002 - 13:37
Mir wurde in meiner Grundausbildung CMAS *
sehr häufig vermittelt,das man nie alleine taucht.
Nun tauche ich bereits seit 3 Jahren ganzjährig, also nicht nur im Urlaub und stelle immer wieder fest, das viele häufig und gern Solotauchen. Ich kann mir das für mich nicht vorstellen, ich genieße es mit meinem Buddy zusammen zutauchen.
Tauche eigentlich immer mit Leuten die ich kenne.
Habe auch schon eine Taucherin erlebt, die in 20 Metern aus unerklärlichen Gründen einen Panikanfall hatte und aufsteigen wollte. Ich konnte Sie jedoch beruhigen und wir haben den Tauchgang zusammen ganz ruhig zu Ende geführt.
Jeder muß selber wissen was er tut, es spricht sicherlich einiges für Solotauchgänge, aber jedoch vieles, meiner Ansicht nach, dagegen.

Aber es muss auch hier die Möglichkeit geben frei seine Meinung zu äußern, dafür ist doch diese Forum da, oder?

Mittlerweile habe ich CMAS **



Antwort von Emanuel am 26.05.2002 - 20:38
Hi Divers,
komme gerade von einem paramedizinischen Kongress, bei dem mir durch neue medizinische Erkenntnisse wieder einmal eins klar geworden ist: Solotauchen ist wie russisch Roulette, wo du nicht weisst, ob eine (oder vielleicht sogar mehrere) Kugeln im Magazin sind, aber du drückst auf jeden Fall schon mal mindestens einmal pro TG ab - mit dem Lauf auf dich selbst gerichtet, versteht sich!
Da gibt es viele Kugeln, die im Magazin stecken können. Ein Wrack, wo man sich verklemmen kann, ist eine schöne, fast zu deutlich sichtbare "Variante" davon...
Eine andere meist unsichtbare Variante ist weitaus gefährlicher, aber ich Kombination mit einem Wrack, wie man sieht auch ungleich effizientere: eine Panikattacke!
Panikattacken können nun definitiv (medizinisch belegt) durch Hypoglykämie ("Blutunterzucker") ausgelöst werden. Natürlich gibt es Leute, bei denen das häufiger vorkommt, und die das schon kennen.
Hypoglykämie kann aber im Prinzip jedermann bei jedem TG passieren. Ausser du misst permanent deinen Zuckerspiegel auch UW. Tut aber keiner, oder?
Denn den Zucker im Blut kannst du nicht nur verbrauchen (Gehirn, Muskeln, Kälte) sondern auch durch eigenes Insulin herabsetzen. (Also hilft dir Dextro etc. gar nix - eher das Gegenteil).
Im Falle der Hypoglykämie funktioniert dann dein Gehirn (egal in welcher Tiefe) einfach nicht mehr normal - kann es auch nicht, egal wie du es vorher trainiert hast - und das einzige, was dir dann noch helfen kann, ist: das nicht "unterzuckerte" Gehirn deines Buddys.
Denkt drüber nach!
Safe dives.
Antwort von Rolf am 27.05.2002 - 14:48
@jackass
Ich möchte hier niemandem in irgend welcher Art auf die Füsse stehen. Dennoch erlaube ich mir hier die Frage nach Deiner Tauchausbildung und Deiner Taucherfahrung. Deine Aussagen sind mir inzwischen schon recht häufig aufgefallen.
Bitte verstehe mich hier nicht falsch. Ich bin nicht daran interessiert, ob Du von PADI, CMAS, SSI, oder wie auch immer kommst. Die Erfahrung und die erlernte Theorie sind die Punkte die mich wirklich interessieren.
Gruss
Antwort von jackass am 28.05.2002 - 08:55
@Rolf:
PADI & CMAS & div.Sonderbrevets
ca. 550 TGs
Und Du ???
Antwort von Rolf am 28.05.2002 - 09:47
@jackass
Womit habe ich jetzt bloss diesen netten Totenkopf verdient?
Bei mir sieht`s etwa so aus:
CMAS M2 / PADI AI / ANDI CSU / NACD/IANTD Full Cave Diver, IANTD Technical Diver.
Im Moment 1268 TGs
Eigentlich wollte ich ja hier nicht das grosse "wir lassen die Hose runter" veranstalten. Ich danke Dir aber hier für Deine Offenheit und Ehrlichkeit.
Unter diesem Aspekt (doch recht grosse Taucherfahrung) erstaunen mich aber Deine teilweise doch exotischen Antworten innerhalb der Unfalldiskussionen um so mehr.
Antwort von jackass am 28.05.2002 - 10:01
@Rolf:
Der Totenkopf ist das Symbol der Freibeuter, also der Andersdenkenden und Freidenkenden ...
Ich achte Deine umfangreiche & sehr gute Ausbildung; sobald ich das Kapital und Möglichkeit dazu habe, möchte ich meine Ausbildungen ebenfalls in diese Richtungen erweitern.
Antwort von Olli am 02.06.2002 - 22:17
Solotauchen pauschal als schlecht zu bezeichnen ist genau so schlecht wie Leute als bescheuert zu erklären nur weil sie es sich zum Prinzip gemacht haben nicht solo zu tauchen.

Es gibt mit Sicherheit Tachgänge die zu fünft
"gefährlicher" sind als ein Solotauchgang der in maximal 15 Meter tiefe bei 17 Grad Celsius in einem Baggersee durchgeführt wird.
Wichtig sind natürlich auch Erfahrung, die richtige Ausrüstung und die Ausbildung wie bei allen anderen Tauchgängen auch. Sind die Umstände aber günstig spricht meiner Meinung nach nichts gegen einen Solotauchgang.

Beim tauchen ist nunmal alles Meinungssache, deshalb kracht es auch so oft in diesem Forum und
Menschen reagieren auf Provokationen unsachlich und zeigen dadurch den "Provozierenden" das sie es geschafft haben zu provozieren.

Wenn keiner eine Reaktion auf Provokationen zeigen würde währe dieses Forum noch viel informativer als es ohnehin schon ist.



Antwort von alex am 14.06.2002 - 22:01
Wenn ich diese ganzen komentare hier lese, ist das nur ein grund mehr alleine zu tauchen. da weiß man wenigstens was einem erwartet.
Antwort von Kamikaze am 15.06.2002 - 08:31
ganz nach dem Motto:
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