TU am Adolfosee in Ratheim Abgesandt von Armin am 14.10.2002 - 11:48:
Danke an Robbe für die Info!
Am Samstag, 12. Oktober ereignete sich am Adolfosee in Ratheim ein Tauchunfall. Ein 22jähriger Taucher (cmas **) tauchte nach 40 Minuten nahe des Einstiegs auf mit starken Kopfschmerzen und Schwindelgefühl. Nach wenigen Minuten stellten sich weitere Sympthome der Dekompressionskrankheit ein wie Sprachstörungen, Hautjucken etc. Unverzüglich wurde vom Betreiber die Rettungskette ausgelöst und Sauerstoff verabreicht. 10 Minuten später waren die Notärzte am See und versorgten den Verunfallten. Weitere 30 Minuten später wurde der Verunfallte mit dem Hubschrauber in die Dekokammer nach Duisburg geflogen, wo er sofort die erste Druckkammerfahrt antrat. Besserung stellte sich nach ca. 10 Minuten ein. Zur Zeit ist der Taucher wohlauf, muss sich weiteren Untersuchungen unterziehen, um festzustellen, ob es nicht einen andere Ursache für die Sympthome gibt (Verdacht auf Hirnschlag).
Das Tauchprofil des Tauchers weißt eine Maximaltiefe von 7 m auf bei einer Tauchzeit von 40 Minuten. Bereits unter Wasser spürte er die ersten Anzeichen und tauchte mit seiner Gruppe auf. Nach Befragen des Verunfallten stellte sich heraus, dass er sehr kurz vor dem Tauchgang sein Joggingtraining gemacht hat und dabei 10 km gelaufen ist und ausserdem unter persönlichem Streß gestanden hat.
Die Ärzte äußerten auch den Verdacht, dass es keine Dekokrankheit der Auslöser für die Sympthome gewesen sein muß, sondern auch eine andere Ursache wie z.B. ein sehr leichter Hirnschlag die Ursache gewesen sein könnte. Wir sind alle sehr froh, dass der Taucher wieder wohlauf ist und sich guter Gesundheit erfreut.
Zu erwähnen bleibt noch das vorbildliche Verhalten aller Beteiligten am See. Die sofortige Gabe von Sauerstoff, die Betreuung des Verletzten und das direkte Auslösen der Rettungskette ist auch von den Medizinern gelobt worden. Es bleibt hier noch zu erwähnen, dass bei der "Hotline" des VDST`s niemand ans Telefon ging.
Wir wünschen dem Taucher gute Besserung.
Antwort von Robbe am 14.10.2002 - 14:16 Gut, dass das so glimpflich ausging, dank aller an der Rettung beteiligten, aber dass ausgerechnet an der VDST-Hotline niemand ans Telefon ging, das finde ich, ist ein Ding der Unmöglichkeit, was ist das für eine Hotline!!!
Antwort von Harry am 14.10.2002 - 17:29 So viel zur "Hotline" des VDST. Wäre interessant deren Ausrede zu hören. Dem Verunfallten gute Besserung und den Ersthelfern vielen Dank für die adäquate und schnelle erste Hilfe.
Antwort von Thorsten F. am 14.10.2002 - 19:07 Ich habe schon überlegt, ob es sinnvoll ist, zu meiner DAN-Mitgliedschaft auch noch beim VDST einzutreten.
Die Antwort ist die gleiche wie fast überall beim Tauchen (Buddysystem, Octopus oder 2. Atemregler): Alles muß doppelt da sein, damit wenigstens ein Teil funktioniert.
Hmm, dann würde ich aber nicht zum VDST gehen. Oder würdest Du als Backup einen kaputten LA mitnehmen? Oder eine abgesoffene Lampe? Oder noch schlimmer: Würdest Du mit einem Buddy tauchen gehen, der eigentlich nur Golf spielt?
Antwort von Verband Deutscher Sporttaucher e.V. Marlis Reutzel am 29.10.2002 - 09:58 Hallo Armin,
für eine fachlich fundierte Kritik ist der VDST jederzeit offen. Wir bitten Sie um die Mitteilung des konkreten Vorganges, Tag, Uhrzeit etc., dann können genaue Angaben über den Ablauf des Geschehens gemacht werden. Über eine Kontaktaufnahme Ihrerseits würden wir uns freuen.
Antwort von Wolf am 16.11.2002 - 19:06 Hallo Arnim,
wäre nach einem Monat wirlich interessant zu erfahren, wie der Dialog zwischen VDST und Dir weiter gegangen ist.
Lass doch bitte von Dir hören.
Gruß Wolf
Antwort von Taucher-Joerch am 29.11.2002 - 12:11 Hat der Dialog zwischen dem VDST und Armin denn jetzt stattgefunden ? Wenn ja, wäre es doch interessant, etwas darüber zu erfahren ....
Antwort von Verband Deutscher Sporttaucher am 02.12.2002 - 09:58 Leider haben wir weder von Armin noch von anderen weitere Informationen über den Unfallhergang bekommen. Das ist schade. Es ist einfach Behauptungen einfach im Raum stehen zu lassen. Wenn es wircklich Probleme gibt/gab sind wir sehr interessiert diesen nachzugehen und diese dann auch abzustellen.
Antwort von jogibaer am 12.12.2002 - 18:51 @vdst
koennt ihr nicht lesen?
Tag und Unfallhergang stehen doch im ersten Posting!!
aber da Ihr anscheinend nichtlesen koennt oder wenigstens ein Telefon bedienen eruebrigt sich jeder weitere Kommentar!!
In jedem Fall bietet DAN den besseren Service, UND ist erreichbar wenn man in einer Notsituation ist!!
Gute Nacht IHr Schlafmuetzen vom VDST!
Der VDST hatte nach den genauen Umständen und Zeitpunkt gefragt. Da der Tag 24 Stunden hat, können wir nur über die Uhrzeit und ggf. Person des Anrufers rekonstruieren, ob der Vorwurf zutreffend ist und falls ja, den Mangel abstellen.
Zur Information: Jeder Hotline-Notruf des VDST geht direkt an ein Notruf-Center in München, welches im Auftrag unseres Hausversicherers, des Gerling-Konzerns und der Globalen Versicherung tätig ist. Dort sitzen rund um die Uhr zwischen 15 und 30 Mitarbeiter (besonders qualifiziert in Sofort-Schadensabwicklungen und -hilfen, in der Regel 3 Sprachen sicher sprechend!) und nehmen Notrufe aus aller Welt (nicht nur für den VDST) entgegen um dann weitere Hilfsmassnahmen zu veranlassen. Diesen Mitarbeitern steht ein Block von 2 - 4 Personen zur Seite, die bei schweren medizinischen Notfällen unter Aufsicht eines diensthabenden Arztes/Ärztin den jeweiligen Fall betreuen. Das besondere beim VDST: Sowie der Verdacht auf einen Tauchunfall besteht, wird sofort einer der diensthabenden VDST-Tauchmediziner - die auch in einem 24-Stunden-Plan eingeteilt sind, per Telefonkonferenz hinzugezogen. Diese Ärzte - hochspezialisiert im Bereich der Tauchmedizin - nehmen dann den Kontakt zu dem Arzt oder Krankenhaus vor Ort auf und Besprechen die ersten Notfallmaßnahmen, aber auch die weiterführende Therapie. Bei Auslandsunfällen wird dann z.B. auch die Frage der vorzeitigen Rückholung abgeklärt.
Ich habe im Sommer dieses Jahres das Notrufcenter besucht und war von der hohen Qualität der Sachbearbeitung wie auch der technischen Einrichtung angenehm überrascht.
Wir wollen gleichwohl nicht verschweigen, das es bei der Einführung der Hotline vor einigen Jahren noch zu Anlaufschwierigkeiten kam. Nach nunmehr mehreren Jahren hat sich die Sache aber sehr gut eingespielt und wir haben auch sehr viel Lob bekommen. Die Reaktionszeiten des Notrufcenters und der Hotline-Ärzte werden immer als sehr kurz beschrieben.
Ich will natürlich nicht ausschließen, dass es gleichwohl doch mal zu einer Panne kommen kann. Denkbar ist in Spitzenzeiten der sommerlichen Urlaubszeit, das alle 30 Leitungen besetzt sind, dann muss man es wenige Minuten später noch einmal probieren. Im übrigen sind wir natürlich genauso wie DAN von dem Faktor "Mensch" abhängig, das heißt, auch dem besten Mitarbeiter kann ein Fehler unterlaufen. Da bei der Hotline jedoch jede Minute zählt, gehen wir Beschwerden sofort und konsequent nach, um insoweit auch Qualitätssicherung zu betreiben.
Im vorliegenden Fall liegt allerdings eine Beschwerde eines Mitgliedes - nach meiner Kenntnis - bisher nicht vor. Zur Erläuterung sei gesagt, das nur die Einzelmitglieder im VDST oder die in einem VDST-Verein organisierten Mitglieder die Hotline in Anspruch nehmen können, da es sich um eine Leistung des VDST für seine Mitglieder und Vereine handelt.
Wenn wir also etwas mehr zu den Umständen, speziell zur Zeit des Anrufs in Erfahrung bringen könnten, könnten wir den Telefoncomputer der Münchener Notrufzentrale abfragen, der jeden Anruf registriert und festhält, was zu Dokumentationszwecken bei Schadensfällen unabdingbar notwendig ist. Möglicherweise lässt sich dann klären, ober der Vorwurf zutreffend ist oder haltlos ist.
Uns einfach nur Schlafmützigkeit vorzuwerfen, ist leider eine sehr pauschale und simple Abqualifizierung und ohne Kenntnis der einzelnen Umstände sicher auch nicht gerechtfertigt.
Michael Frenzel
- Leiter der Sachabteilung Recht im VDST -
zusammen mit der Sachabteilung Tauchmedzin (Leiter: Dr. med. Hanjo Roggenbach) zuständig für den Bereich Versicherungen
Antwort von Armin am 21.12.2002 - 23:11 Hi Michael.
Ich werde mich nochmals genau nach der Uhrzeit erkundigen - aber ich denke nachzuforschen an was es denn lag (callcenter ueberlastet, falsche nummer gewaehlt, handy-problem) ist wahrscheinlich schwierig.
Dein Beitrag hat denke ich einige Fragen beantwortet - und ich - ebenfalls VDST Mitglied - bin mit deiner Auskunft zufrieden.
Antwort von Robbe am 22.12.2002 - 16:03 Hallo zusammen,
am Tag des Unfalls wurde der Notruf um ca. 17:25 an die VDST-Hotline versucht abzusetzten. Es ging niemand ans Telefon.
Der Anruf wurde von einem Handy aus getätigt und die Nummer ist korrekt. Es wurde auch inzwischen bzw. kurz danach ein Dialog mit dem VDST geführt. Nähere Fragen können auch direkt an mich gerichtet werden.
Allzeit gut Luft und frohes Fest.
Robbe
Antwort von Wolf am 22.12.2002 - 20:10 Arnim 14.10.:
"Nachricht, dass am 12.10. Notruf nicht vom VDST angenommen wurde"
Robbe 14.10.
"Robbe findet das ein Ding der Unmöglichkeit"
VDST 2.12.:
"Findet die Stellungnahmen unfair, weil noch keiner mit Ihnen direkt den Dialog gesucht hat"
Robbe 22.12.:
Es wurde unszwischen bzw. kurz nach dem 12.10. ein Dialog mit dem VDST geführt und wer Genaueres wissen will, soll sich direkt bei ihm melden."
Wie soll ich denn den ganzen Threat verstehen?
War das vielleicht ein Joke?
Muß da jemand zúrück rudern?
Wenn es Mängel über die Rufbereitschaft des VDST gibt sollten die hier auf den `Tisch`.
Ansonsten bleibt für mich nur das Ergebniss, dass man sich auf Kosten des VDST wichtig getan hat.
Schade - ich dachte hier mal an einer informativen Diskussion teilzunehmen.
Was willst Du denn dazu noch wissen? Der VDST behauptet stocksteif, dass die Hotline besetzt gewesen ist und es wurde dort angerufen und niemand hat sich gemeldet.
So sind die Tatsachen und im Nachgang ist noch mit anderen Stellen des VDST darüber gesprochen worden. Das ist der Stand der Dinge.
Robbe
Antwort von Wolf am 23.12.2002 - 14:56 @Robbe
Hier steht immer noch die unwidersprochene Aussage von Michael vom 18.12. 18:51 im Raum, das sich bis dahin niemand beim VDST über fehlende Rufbereitschaft beschwert hat. Warum sollte sich der VDST also diesbezüglilch rechtfertigen. Weisst Du nun mehr oder nicht?
Ansonsten können wir den Threat gerne schließen lassen.
warum soll ich der Aussage vom Michael widersprechen, es war so, wie ich es geschildert habe. Dass ich etwas entäuscht darüber bin, dass ausgerechnet dann, wenn man die Hotline hätte brauchen können, so etwas passiert, ist doch wohl klar. Ansonsten prüft der VDST, dessen Mitglied ich übrigens auch bin, nach was an diesem Tag vorgefallen ist. Es waren ja vielleicht nur triviale Gründe (vielleicht war der Telefonmensch grad zum p....). Was willst Du eigentlich noch mehr. Es wird sich schon aufklären und sicherlich beim nächsten Mal besser sein. Ich hoffe allerdings, es wird kein nächstes Mal geben....
Robbe hatte zwischenzeitlich direkt per mail mit mir Kontakt aufgenommen. Wir werden den Vorgang gewissenhaft nachgehen, denn wir sind an einer guten Qualität der Hotline natürlich interessiert. Robbe wird auch das Ergebnis mitgeteilt werden.
Sollte der eine oder andere (hoffentlich nicht) schlechte Erfahrungen mit Hotline gemacht haben - bitte bei mir unter der mail-Adresse melden.
Wir können nur einen hohen Standard bei der Hotline halten, wenn uns Mängel sofort mitgeteilt werden, um sie abzustellen.
Guten Rutsch und stets "Gut Luft" wünscht
Michael Frenzel - Sachabteilungsleiter Recht im VDST
Antwort von Uwe am 27.04.2003 - 00:15 Ich war am Tag des Unfalls auch am Adolfosee und half mit den Taucher aus dem Wasser zu holen und zur Basis zu bringen ... ich weiß das der Betreiber sich im Nachhinein noch mit dem VDST kurzgeschlossen hat.
Wieso wird dann jetzt behauptet man wisse von nichts - egal
2. Frage: Hat der VDST keine ISDN Leitung ???
Wenn bei mir zu Hause - an der Arbeit - auf dem Handy jemand anruft kann ich in den meisten Fällen die Rufnummer ablesen vom Anrufer (solange sie Überträgt)
Da ich am See war weiß ich zu berichten das der Pächter die Hotline Nr. über sein Handy angerufen hat - Kurz danach ein anderer Anwesender über ein 2. Handy.
Nachdem wir damit genug Zeit verloren hatten sorgten wir dafür unsern Mattes die Hilfe zukommen zu lassen die er benötigte - ich sage damit nicht das wir uns nicht um ihn gekümmert haben als wir anriefen - es waren ausreichend Helfer vor Ort
Genaue Uhrzeit und das Datum weiß ich heute nicht mehr ...
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Herbstferien 2008:
03.10.-14.10.08
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