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TU am Attersee am 24.06.2011 Abgesandt von Redaktion (AN) am 26.06.2011 - 17:23:
Nach einem Tauchgang am Attersee ist ein tschechischer Taucher im Hotel zusammen gebrochen. Er hatte zusammen mit seinem Buddy am Freitag zwei Tauchgänge unternommen, den zweiten an der Schwarzen Brücke bis in eine Tiefe von 70 Metern.
Laut Nachrichtenberichten kamen die beiden Taucher an die Oberfläche zurück und fuhren in ihr Hotel nach Weyregg zurück, wo einer der Taucher einen Zusammenbruch erlitt.
Mehr Informationen sind noch nicht erhältlich, insbesondere inwiefern dies tatsächlich ein Tauchunfall ist. Darauf lässt schließen, dass der Verunglückte in die Murnau Klinik gebracht wurde, wo er in einer Druckkammer behandelt wurde.
Vielen Dank an alle, die uns auf die Meldung aufmerksam machten
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Antwort von boesewicht am 27.06.2011 - 01:06 Schade, das so eine Meldung wieder groß als Tauchunfall vermerkt ist, obwohl der betroffene eine Zeit nach dem TG in der Unterkunft zusammengebrochen ist und lt. dem 2ten Link (Life Radio) der Notarzt eine andere Ursache mit anführte ...
Zitat:
"Der Tscheche dürfte aber laut Notarzt schon vorher medizinische Probleme gehabt haben."
Macht eher im gesamten den Eindruck einer Hysterie der Medien und ist eher ein Zeichen mangelnder anderer Meldungen ...
Tauchunfälle verkaufen sich halt gut und erregen kurzzeitig Aufmerksamkeit ...
Antwort von Andreas am 28.06.2011 - 09:44 Hallo boesewicht,
trotzdem kann es sich hierbei um einen Tauchunfall, im Sinne eines durch den Tauchgang ausgelösten Effekt handeln. Dafür spricht, dass der Patient in eine Druckkammer verlegt wurde. Ob er schon vorher medizinische Probleme hatte ist in dieser Hinsicht denn auch irrelevant.
Sollten wir anderweitige oder sonstige Informationen erhalten würden wir dies hier bekannt geben.
Gut Luft,
Andreas
Antwort von boesewicht am 28.06.2011 - 11:23 Mir ist durchaus bewußt, das hier Auswirkungen vom vorherigen TG eine Rolle spielen könnten ...
Ich weis auch, das von Behörden usw. alles, was mit einem TG zu schaffen hat(te) als Tauchunfall zusammengefasst wird (obwohl selbst Tauchärzte hier Unterschiede machen zwischen Tauch"un"fall und Tauch"vor"fall) ...
Ich bedauere nur, das halt viele ja nur die Überschriften lesen (gerade Tauchgegner) und da halt nur wieder "Tauchunfall" sehen ...
Überschrift aus dem ersten Link ...
"Tauchunfall an der "Schwarzen Brücke""
Überschrift aus dem zweiten Link ...
"Tauchunfall am Attersee"
Der Hauptaufmacher wird also von vorneherein auf etwas in der Vergangenheit gelegt - macht sich halt Verkaufsmäßig besser, da reißerischer ...
Keiner schreibt "Mann erlitt Zusammenbruch" und verweist dann später im Text einfach drauf (wie es ja auch war), das er vorher tauchen war und man einen Zusammenhang vermutet, den betr. auch deshalb in eine Druckkammer brachte ...
Immerhin ist es erfreulich, das hier nichts schlimmeres passiert ist
nachdem ich unmittelbar dabeiwar kann ich euch sagen, dass der arme Mann beim Tauchen alles richtig gemacht hat. Tauchgangsprofil etc passte alles. Der letzte Stand war dass er dehydriert schon ins Wasser ging. Nach dem Sauerstoff bei der Basis hatte er noch etwas gespieben. Man erzählt sich das er noch immer auf der Intensiv liegt.
Falls das wen interessiert. mfg
Antwort von Tameer am 28.06.2011 - 16:06 Viele "Tauchunfälle" passieren außerhalb des Wassers. Man sollte die Stickstoffmengen nicht unterschätzen, die sich bei einem Tieftauchgang ansammeln. Schon bei der Anfängerausbildung bekommt man gesagt, dass starke körperliche Anstrengung oder plötzliche Hitzezufuhr (Sauna) direkt nach einem Tauchgang zu Dekompressionsproblemen führen kann. In der Tech-Ausbildung bekommt man das dann meist mit drastischen Schilderungen von Tauchunfällen wiederholt.
Leider steht nicht gepostet, wie tief der erste Tauchgang war - aber ein Wiederholungstauchgang auf 70 Meter ist sicher nicht ohne, egal wie tief der erste war... Ist er mit Trimix oder Luft unten gewesen? Hat er mit Nitrox und/oder Sauerstoff dekomprimiert? Das wäre interessant zu erfahren, obwohl es auch bei "Dekompression nach Lehrbuch" zu Problemen kommen kann.
Und wer gibt schon gerne zu, dass er sich nach dem Tauchen unwohl fühlt? Die wenigsten reagieren auf die ersten Anzeichen von Dekompressionskrankheit mit dem Notruf oder auch nur mit Sauerstoffgabe. "Wird schon wieder" ist oft die (völlig falsche) Devise.
Hallo
Es tut mir ja leid, dass der Taucher verunfallt ist. Ich bin seit über 10 Jahren TL und mache selbst Tauchgänge bis 70m. Erstens halte ich es für äusserst fragwürdig einen Wiederholungstauchgang auf 70m zu machen und zweitens hat er eben nicht alles richtigt gemacht. Jeder Tauchschüler lernt - und darauf achte ich bei meinen Tauchschülern - dass er genug trinken muss. Zum Tauchgang - besonders auf solche Tiefen - gehört auch die richtige Vorbereitung nicht nur ein Profil das passt. Er hat also keines Falls alles richtig gemacht.
Was mich dabei ärgert, ist der Umstand, dass die Behörden über solche Tauchplätze plötzlich ein Tauchverbot verhängen.
In diesem Sinne,
gut Luft
peterunderwater
Antwort von geba am 12.07.2011 - 13:17 hallo,
jegliche Symptome,insbesondere neurologischer Art,welche innerhalb von 24 Stunden,manche sagen auch 48 Stunden, auftreten, müssen dem Tauchgang zugeschrieben werden.Das liegt daran,dass DCS Probleme mit so langer Verzögerungszeit auftreten können.
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