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TU an der Jura 1.6. - Schweizer tödlich verunglückt Abgesandt von Redaktion (HP) am 01.06.2008 - 21:04:
Am Sonntag verunglückte bei einem Tauchgang im Bodensee vor Bottighofen ein 34-jähriger Schweizer aus dem Kanton Aargau tödlich. Zusammen mit drei Kollegen war er kurz vor 11 Uhr zum Wrack der "Jura" abgetaucht. Aus noch ungeklärten Gründen kehrte der als erfahren geltende Taucher danach nicht zurück an die Oberfläche. Taucher der Seepolizei der Kantonspolizei Thurgau fanden ihn später leblos beim Schiffswrack. Die Todesursache wird im Institut für Rechtsmedizin St. Gallen abgeklärt. Seine Begleiter stiegen unverletzt auf. Das Bezirksamt Kreuzlingen hat eine Untersuchung eingeleitet. Die "Jura" liegt rund 1,3 Kilometer vom Ufer entfernt auf einer Tiefe von rund 40 Meter und ist ein beliebtes Tauchziel.
Antwort von Deco1 am 03.06.2008 - 06:35 Unverständlich,
die Jura ist ein relativ einfacher Tauchplatz mit überwiegend sehr guten Sichtverhältnissen.
Warum hat sich die Gruppe getrennt / aus den Augen verloren ?
Antwort von djscuba am 03.06.2008 - 09:33 Lest mal den "Bericht" von 20minuten.ch
Da schreiben Sie „….Immer wieder enden Tauchgänge zur anno 1864 gesunkenen Jura tödlich….“ und unter dem Bild „Tauchgänge zur 1864 gesunkenen Jura enden oftmals tödlich.“
Auf der Jura wird nun seit ca 34 Jahren getaucht und in der ganzen Zeit gab es 3 tödliche Zwischenfälle (2 davon im 2008) welche kaum direkt mit der Jura in als Grund in Verbindung gesetzt werden können.
Ich und ein Tauchkollege haben der Redaktion bereits einsn "bösen" Brief geschickt. Das dürft ihr natürlich auch gerne tun.
gruss
djscuba
ps: wir waren am sonntag auch an der Jura und wären die nächste Tauchgruppe gewesen
so würde ich das nicht beurteilen.
Es ist immer dunkel am Wrack und man sollte berücksichtigen, dass dort auch weniger Erfahrene Tauchen, dann können kleine Zwischenfälle schnell mal eskalieren. In Frankreich wird so ein Wrack wenigstens in Kategorie ** eingeordnet (D.h. nur zu betuachen mit CMAS** oder äquivalent).
Das löst sicher auch nicht alle Probleme, schließt aber den Besuch von unerfahrenen Tauchern mal von vorneherein aus.
Antwort von Eppletaucher am 03.06.2008 - 22:13 @deco
Haben schon zig-Mal,gleich nach der Wiederentdeckung bis heute das Wrack der Jura( betaucht.Den Tauchgang als leicht zu beschreiben ist ja wohl überheblich.Sowas von Angeberei!!!Wenn man nicht weiß was überhaupt passiert ist,sollte mman so undurchdachte Bemerkungen die Toillette runterspülen.(Vielleicht bei einem Tauchgang???)
Antwort von pitbull am 03.06.2008 - 22:50 Hai Deco,
relativ einfach?? Na ja, je nach Ausbildungsstand. Aber der verunfallte Taucher soll ja ein erfahrener Taucher gewesen sein. Somit sollte Ihm dieser TG nicht vor unlösbare Probleme gestellt haben.
Jedoch, unverhofft kommt oft. Wir wissen ja (noch) nicht was sich wirklich ereignet hat. Ich bin mal gespannt, ob wir diesmal erfahren, welche Umstände zu diesem traurigem Unfall geführt haben.
Und das mit der Sicht: ich habe schon einen TG an der Jura gemacht, da steckte ich mit dem Knie im Schlamm und haben den Boden nicht gesehen (Sichtweite ca. 15 cm).
Das mit dem verlieren geht schneller als du glaubst. Einmal nicht hingeschaut, schon sind sie weg. Gerade beim Fotografieren. Jedoch ist die Jura nicht so groß, daß man seinen Buddy nicht wieder finden könnte. Vorausgesetzt er bleibt am Wrack und die Luft reicht zum suchen.
Allzeit gut Luft und unfallfreie TG`s
pitbull
Antwort von mamo am 04.06.2008 - 07:51 Einfach ist kein Tauchplatz wenn Probleme auftreten.
Antwort von deep-blue-sea am 04.06.2008 - 14:19 Ich sehe das nicht so wie du Deco1. Ich stufe den Tauchplatz "Jura" als schwierig ein.
Selbst viele Seetaucher sind sich freie Abstiege an einer Leine in 40m Tiefe nicht gewohnt.
Mich wundert hier auch etwas, warum die Gruppe ohne den verunglückten Taucher aufgestiegen ist?? Aber es kann auch gut sein, dass die Schilderung der Zeitung nicht ganz korrekt ist.
Wie immer hoffe ich, dass einer der Beteiligten hier in diesem Forum etwas Licht ins dunkle bringen kann. Als Todesursache kann ich mir fast nur Herzinfarkt oder Panik vorstellen...aber warten wir hier auch mal ab, ob es mehr Infos von der Rechtsmedizin gibt.
Antwort von Diverion am 03.06.2008 - 09:19 Das ist jetzt aber wirklich ein Schwachsinn:
Die Jura ist kein einfacher Tauchgang und absolut nicht für Tauchanfänger geeignet!
In einer Tiefe von über 35 m nur im freien Ab- und Aufstieg zu erreichen (evtl. am Seil) präsentiert sie sich kalt, dunkel, mit Schlick und Sediment am Boden und auf dem Wrack selber (das aufgewirbelt werden kann...; darum hat der erste Taucher auch die beste Sicht...). Die Sichtverhältnisse sind schwankend und meist hat es sogar eine leichte Strömung!
Die Jura ist nur für erfahrene Süsswassertaucher zu empfehlen!
Wer dem widerspricht schickt unerfahrene und schlecht ausgerüstete Taucher in den Tod!
Antwort von Mönchsrobbe am 04.06.2008 - 15:42 @Diverion, volle Zustimmung.
Die Sicht im Bodensee war am 1.6.2008 auf dieser Tiefe als okay eingetragen. Durch viele Taucher, welche die Tarierung nicht im Griff haben oder zu nahe am Grund tauchen, kann schnell eine Trübe Suppe werden.
@Patrick B. Für Frankreich brauchst du *** was dort als 4* eingestuft wird, sonst bleibst du bei 25 m.
Antwort von Deco1 am 04.06.2008 - 16:03 @All
Ich habe den Tauchplatz "Jura" als einfach eingestuft, da:
- selten geringe Strömung
- überwiegend gute Sicht
- im Verhältniss zu anderen Bodenseeplätzen geringe Tiefe
- sofort Sauerstoff zur Erstversorgung auf den Booten
Selbstverständlich ist das kein Tauchplatz für OWD oder äquivalent, das habe ich vorrausgesetzt!
Warum der Taucher verunglückte, bedarf keiner Spekulation sondern Fakten.
Antwort von freizeit-center am 04.06.2008 - 16:17 Um den offenen Fragen etwas klarheit zu verschaffen, geht mal auf folgenden Link
Antwort von Thomas Weber am 05.06.2008 - 03:55 Hallo zusammen,
leider haben wir am Bodensee bei der Ausübung seines Sports einen Toten zu beklagen und ich möchte den Angehörigen und Beteiligten mein Beileid aussprechen.
Wie schon vorher erwähnt, wäre es wichtig zu wissen, ob es sich dabei um einen Tauchunfall oder um einen Unfall beim Tauchen handelt. Ich denke, dass dies letztendlich durch eine Autopsie des Verstorbenen geklärt werden könnte.
Wie schon gewohnt, fängt die Presse mit Ihren üblichen Schreibereien an und wie bei Swiss-Divers.ch zu lesen, ist die Jura vorübergehend gesperrt.
Immer wenn ich in diesem Forum von einer solchen leidlichen Meldung lese, erfahre ich, dass es sich um einen erfahren Taucher handelt. Aber wie definiert sich der erfahrene Taucher???? Ich habe bis jetzt nicht wirklich einem objektiven Ansatz gefunden.
Auch die Diskussion, ob die Jura ein schwieriger Tauchplatz ist oder nicht wird uns hier nicht weiterführen, da dies von zu vielen Faktoren abhängt, die sich eigentlich von Tag zu Tag ändern können. Ich selber habe Tauchgänge an der Jura gemacht, bei denen wir aus 50 cm Entfernung die Bordwand nicht sehen konnten und wiederum ein anders mal haben wir vom Bug aus den Schornstein gesehen und die Sicht war so gut, dass wir die Lampe in 35m ausschalten konnten. Von den subjektiven Einflüssen reden wir erst gar nicht mal…….
Auch die Verbandsdiskussion wird langsam müßig. Einige Verbände sollten sich mal überlegen, ob man den Sport Tauchen als „easy und leicht“ darstellen sollte, oder ob ihn mal auf das Treppchen hebt wo er hingehört, nämlich anspruchsvoll.
Die technische Ausrüstung, an der es anscheinend bei diesem Vorfall nicht gefehlt hat, sollte für solche Tauchgänge als Minimum klar definiert werden.
Richtigerweise wird von einem meiner Vorredner auch mal wieder die Presse kritisiert. Ich denke, wenn wir die Anzahl der durchführten Tauchgänge und Unfälle mit all den Wanderern, Ski-Fahrern, Bergsteigern und etc. in den Alpen und deren Unfällen ins Verhältnis setzten würden, könnten wir mittlerweile trockenen Fußes von Friedrichshafen nach Utwil laufen….
Stellt Euch vor, für jeden Toten würde man Wanderwege oder Ski-Pisten sperren. Den Aufschrei möchte ich in der Tourismusindustrie hören.
Uns fehlt halt die Lobby und der wirtschaftliche Einfluss in der Region als Außenseitersportart.
Gruß
Thomas
Antwort von Diverion am 05.06.2008 - 15:34 @ Thomas:
Lobby? Mit einem lahmen SUSV mit einem Altherrenklub als Vorstand, der grösstenteils immer noch denkt und handelt, wie unsere Grossväter, wird die Situation sicher nicht geändert. Diese Interessensgemeinschaft als Verband zu betitteln ist schon fast lachhaft.
Die Verbanddiskussion möchte ich nicht erneut anheizen. Nich welche Ausbildung man genossen (PADI, SSI, CMAS, NAUI...) ist wichtig, sondern was man daraus macht! Beim Autofahren zählt auch die Praxis und nicht der Fahrlehrer oder sein Verband!
Aber: Ich bleibe dabei, dass an der Jura ein Anfänger, egal mit was für einer Ausrüstung und egal durch welchen Verband bzw. Tauchlehrer ausgebildet, ein Anfänger hat da wirklich absolut nichts verloren!
Das ist nicht Ansichtssache sondern Realität!
Ich würde sogar begrüssen, wenn für Tauchgänge an der Jura ähnliche und noch schärfere Regelungen getroffen würden, als für Tauchgänge am Teufelstisch! Anders sind gewisse Ignoranten und Selbstüberschätzer nicth zu stopen!
Aber: Das alles hilft ncith weiter. Ein sehr gut ausgebildeter, erfahrener Taucher ist gut vorbereitet bei einem Tauchgang innerhalb seiner persönlichen Grenzen beim Tauchen mit sehr erfahrenen, guten Taucern verstorben.
Das macht betroffen und traurig.
Antwort von Thomas Weber am 06.06.2008 - 02:23 @Diverion
Du rennst bei mir offene Türen ein, obwohl ich mich gegen eine behördliche Regelung massiv ausspreche.
Die Anbieter der Tauchausfahrten sollten diese Regeln entwickeln und strickt befolgen bevor eine amtliche Institution mal wieder auf die Idee kommt, irgendwelche realitätsfremden Regelungen aufzustellen. Siehe Teufelstisch, die gehören auch mal an den Stand der Technik angepasst. Ansonsten sehe ich die Gefahr, dass wir noch mehr im Bürokratismus ertrinken.
Gruß
Thomas
Antwort von deep-blue-sea am 06.06.2008 - 08:39 @Diverion, @Thomas Weber: Und das ganze hat was mit diesem Thread zu tun?
Bleibt doch bitte wenigstens einmal bei der Sache....
Der Taucher hier war Rescue mit sicher genug Tauchgängen und einer entsprechenden Vorbereitung, somit tut eure Diskussion hier gar nix zur Sache.
Antwort von Heiko am 06.06.2008 - 19:27 Auch ich möchte bitten, wieder zur Konstruktivität zurückzufinden. Zu weit abweichende Diskussionen werde ich nicht mehr hier einstellen.
Heiko
Antwort von Mönchsrobbe am 09.06.2008 - 10:22 Es ist vermutlich schon so, dass über die Jura und der Ausbildungstand für diesen m.M. nach doch anspruchsvollen Tauchgang sicher weiter verschärft diskutiert wird. Wer ohne Nitox taucht, für den ist es bestimmt ein Dekotauchgang! Ausser er sieht das Schiff und taucht auf, ohne dies zu umrunden!
Jura-Hans gibt als max. Grundzeit 18 min. an, soviel ich in Erinnerung habe. Dies ist ebenfalls ein Dekotauchgang.
Der Vergleich mit dem Teufelstisch hinkt, da man bei der Jura nicht in die Tiefe entschwinden kann. Wir über 37 m taucht, wühlt hier im Schlamm.
Für mich ist weder die Ausbildung noch die Anzahl Tauchgänge entscheidend, wen ich zur Jura mitnehmen. Sondern wie viele Tauchgänge die letzten 3 Monate vor der Jura gemacht worden sind?
Antwort von sda am 09.06.2008 - 10:57 Was denkt Ihr darüber, dass man sich voll ausgerüstet auf das Boot begeben muss? Bei einem Trockenanzug wird das doch enorm heiss. Die Zeitspanne Anziehen - Abtauchen ist doch ziemlich lange.
Antwort von RichiH am 09.06.2008 - 12:13 Deko an sich ist nicht schlimm. Es sollte aber jeder eine Boje mit Reel haben damit es auch in jedem Fall mit der Deko klappt, egal ob man das Bojenseil findet oder nicht. Mal sehen ob & was es an Auflagen geben wird..
sda: Ich war noch nicht dort, wenn das aber der Fall ist dann ist es Schmarrn. Bootsgroesse kenn ich aber auch, noch, nicht.
Um das nochmal zu wiederholen: Egal wie gut man ausgebildet und ausgeruestet ist: Wenn wirklich mal was passiert sind die Chancen unter Wasser einfach schlechter als ueber Wasser. Komplett verhindern lassen sich Unfaelle nur durch komplette Verbote mit perfekter Kontrolle - das wollen wir aber wohl nicht.
Antwort von Rözzer am 09.06.2008 - 13:19 Die Fahrt vom Hafen Bottighofen bis zur Jura, so wie Jura-Hans sie anbietet, sind geschätzte 2-3 km. Da macht es Sinn, sich voll angerödelt ins Boot zu begeben. Bei anderen Anbietern, die eine weitere Fahrt machen, sieht es genau umgekehrt aus.
Bei warmem Wetter die Temperatur in den Griff zu bekommen, ist Sache jedes einzelnen: Anziehen just in time, Haube unten, Schirmmütze auf, RV ggf. offen lassen usw. An einem sehr heissem Tag würde ich persönlich den Anzug während der Fahrt nur hüfthoch und erst am Tauchplatz ganz anziehen. Das Thema ist auf jeden Fall in den Griff zu bekommen, so man den gesunden Menschenverstand bemüht.
Die Jura hatte, wenn ich das richtig mitbekommen habe, innert weniger Jahre 3 Tote zu beklagen: einmal Herzversagen, einmal versehentlich ein 50er Gemisch. Beides tragisch, und beides hat mit der Jura als Tauchplatz rein gar nichts zu tun. Ich hoffe, wir erfahren eines Tages etwas zu den Gründen dieses Unfalles.
Die Jura untersteht dem Denkmalschutz des Kantons Thurgau. Die entsprechenden Stellen würden vermutlich gerne ein totales Tauchverbot sehen, um "ihr" Objekt zu schützen. Aus deren Sicht soweit verständlich, als verantwortungsbewusster Taucher sieht man das natürlich gegenteilig. Bleibt zu hoffen, dass die 3 Unfälle nicht dazu missbraucht werden, ein Tauchverbot durchzuboxen.
Diverion und Thomas Weber, führt euren Blabla-Kreuzzug woanders. Widerlich!
Thomas Weber, woher willst du wissen, dass es "angeblich nicht an der technischen Ausrüstung gefehlt" haben soll? Soviel ich weiss, ist die Ursache nach wie vor unklar, somit kann man zum jetzigen Zeitpunkt wohl nur folgende Gründe ausschliessen: mangelnde Erfahrung/Ausbildung, schlechte Planung, Fehler des Bootsführers.
Mönchsrobbe, zur Erinnerung: bei keinem der 3 Unfälle hat es an der Ausbildung gefehlt.
Antwort von sunshineblub am 09.06.2008 - 20:58 ich denke dass diese Frage und die Aussage davor im falschen Forum steht. Eröffne doch die Frage unter Tauchgebiete oder Diverses.
Antwort von gunther am 10.06.2008 - 08:22 Hallo,
bitte Fragen über den Tauchplatz sowie die Ausrüstung/Ausbildung für diesen Platz im Forum "Tauchgebiete" wieder aufgreifen. DANKE
Antwort von indian am 20.06.2008 - 11:14 Hallo
weiss man schon was der wirkliche Grund für den Unfall war. Wäre interessant zu wissen. Bitte keine Spekulationen nur Tatsachen wenn diese bekannt sind!
Bruno
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