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Dies ist das internationale Unfallboard von Taucher.Net. Falls ein dir bekannter Unfall hier noch nicht aufgeführt ist, schickt uns am einfachsten eine Mail.
TU an der Nasim / Gianutri Abgesandt von Armin am 09.10.2002 - 15:25:
Offenbar hat es am Sonntag, 6.10., einen tödlichen Tauchunfall in Italien gegeben. Hier eine Zusammenfassung dessen, was auf einer ital. Tauchersite und in diversen Online-Informationsdiensten darüber zu lesen war:
Toter Taucher am Wrack der "Nasim" vor Giannutri. 2 Taucher (37 und 50 Jahre) absolvierten am vergangenen Sonntag einen Tauchgang am Wrack der "Nasim" in ca. 60m Tiefe. Im Schlauchboot wartete ein Freund der beiden Taucher. Dieser wurde von der Insel aus beobachtet, wie er um Hilfe schrie. Anscheinend gab es beim Auftauchen Probleme (Unwohlsein) bei dem jüngeren Taucher. Daraufhin wurde sofort die Unfallrettung informiert und sowohl ein Hubschrauber als auch ein Boot der Küstenwache machten sich auf den Weg. Die Verunfallten wurden unterdessen mit dem Schlauchboot zur Insel gebracht, der 37-jährige war bei der Ankunft des Rettungshubschraubers bereits verstorben. Der 2. Taucher wurde zur Druckkammer in Grosseto geflogen und befindet sich auf dem Weg der Besserung.
Antwort von Stephan K. am 09.10.2002 - 16:52 UFF!!
60m
Gibt es mehr Info´s??????
Antwort von Oliver am 09.10.2002 - 20:29 Gute Besserung für den Überlebenden, Mein Mitgefühl den ANgehörigen des Verstorbenen((
Aber Stephan, die 60m haben mit Sicherheit den Unfall nicht VERURSACHT.....!!!
Da muß was anderes schiefgegangen sein, Zeit/Gasplanung zum Beispiel und es hat "nicht gereicht" oder was auch immer, aber es waren nicht die 60m
"Die Tiefe ist dein Freund, dein Feind lauert beim auftauchen"
Oliver
Antwort von Stephan K. am 09.10.2002 - 22:18 Naja, kann man sehen wie man will.
60m bergen mehrere Gefahren.
Zuwenig Luft wäre eine davon.
Zuwenig Atemgas hat doch nix mit der Tauchtiefe zu tun...nur mit schlechter Planung...aber solange wir nicht wissen, was es denn war, ist es müssig darüber zu diskutieren...
Ich finde es nur etwas rosarot, Unfälle, die bei tiefen Tauchgängen passieren immer auf die Tiefe zu schieben.....Es ist nunmal Realität, daß es, im Gegensatz du der Welt einiger Firmen, auch eine Welt unterhalb von 40m und Tauchgänge außerhalb der Nullzeit gibt!!
Gefährlich wird es nur, wenn so Ausgebildete dann diese Welt entdecken wollen...Aber nun gut, denn das ist alles Spekulation, solange es nicht mehr Details gibt...
Oliver
Antwort von Reiko am 10.10.2002 - 08:09 Ich muß Oliver voll Recht geben,wie oft haben wir in diesem Forum schon über Tauchunfälle im Flachwasser diskutiert(z.b.Kulkwitz)!
Wir wissen weder mit welchem Gas noch mit welcher Luftmenge getaucht wurde! Also abwarten bis wir mehr wissen.
Reiko
Ich kenne das Tauchgebiet sehr gut, da ich dort öfters mit Sub Company Hier klicken unterwegs war.
Dort hat man leider auch nicht viel über den Unfall mitbekommen, nur das was über Funk rausgegangen ist. Es waren 3 Personen welche privat mit dem Schlauchboot zum Tauchen rausgefahren sind - zwei davon haben getaucht. Keine Rettungsausrüstung auf dem Boot - nur ein Handy als Kommunikationsmittel.
Der verunfallte Taucher hatte CMAS* und nicht genügend Erfahrung für diesen TG.
Die Nasim ist ein anspruchsvoller TG - und wenn man diesen TG durchführt sollte man ein paar Maßnahmen vorher treffen - und einiges an Erfahrung mitbringen (auch Erfahrung mit dieser Tiefe).
Selbstüberschätzung - schade. Mein Beileid.
Antwort von René am 10.10.2002 - 17:49 @ Oliver:
Ich will jetzt keine Tiefen-Diskussion lostreten, aber ab welcher Tiefe wird`s Deiner Meinung nach mit Pressluft kritisch?
Antwort von ToM am 11.10.2002 - 09:59 @René:
wer behauptet denn, dass die Taucher mit Pressluft unterwegs waren ? Ich hab davon nix gelesen ...
Wie schon manche vor mir geschrieben haben: erst auf Fakten warten, dann kann eine sachliche Diskussion beginnen.
Antwort von Armin am 11.10.2002 - 10:07 Ich denke nicht das ein unerfahrener CMAS* Taucher mit einer Handvoll TGs mit Trimix unterwegs war.
Antwort von René am 11.10.2002 - 10:33 Genau das wollte ich vermeiden....
Mir ist klar,dass man mit Mischgas sehr tief kann. Genau aus diesem Grund habe ich nach Pressluft gefragt. Denn viele hier sind der Meinung, dass da mehr Tiefe drin ist, als 40 Meter. Mich hat nur interessiert, welche Tiefe für vertretbar gehalten wird. Bitte!!!!! Macht jetzt keine Tiefenlimit-Diskussion draus.
Davon abgesehen: Wenn der eine CMAS* war, glaube ich nicht, dass er mit Mischgas unten war. Aber das ist nur eine Vermutung.
Antwort von Oliver am 11.10.2002 - 11:25 @Rene
...und auch die anderen....
wir können gerne mal (hoffentloich sachlich) über Tauchtiefen usw, usw. diskutieren, dabei auch mal die "Vorgaben" hinterfragen...Aber bitte nicht hier, ich denke aus Respekt vor toten Kameraden sollten in Unfalldiskussionen nur die Fakten des Unfalls abgehandelt werden...ansonsten macht einen neuen Thread auf....ich bin dabei
Oliver
Antwort von ToM am 11.10.2002 - 11:55 Wieso muss denn jmd, der CMAS* (oder ein sonstiges "Einsteigerbrevet" einer anderen Organisation) hat, automatisch unerfahren sein ? Naheliegend ist es zwar schon, aber nicht zwangsläufig.
Lieber ein "Einsteiger" mit 1.000 Tauchgängen (wieso sollte jemand denn unbedingt massenweise Brevets hinterherjagen ?), als ein CMAS/PADI/SSI/VDST- sonstwas- Ober-Advanced-Special-Master-10-Stern-Taucher mit 50 Tauchgängen ?
Antwort von Armin am 11.10.2002 - 11:59 Ich sagte CMAS* UND eine handvoll TGs.
Antwort von René am 11.10.2002 - 12:04 @Oliver:
Guter Vorschlag, ich habe gerade unter "Diverses" eine neue Diskussion gestartet.
Antwort von Dieter Henrich am 11.10.2002 - 17:44 Die Nasim ist eines der schönsten Wracks im toskanischen Meer. Sie hat ihren Reiz, aber auch ihre Tücken. Ich hab schon "erfahrene" Leute dort abdrehen sehen. Wenn es Tote gibt, dann ist das schlimm. Schlimm vor allem für die Hinterbliebenen. Wenn ich aber auf diese Tiefe gehe, muss ich wissen was ich tue. Wenn ich dieses Risiko eingehe, dann muss ich mir ( vorher ) über die Folgen klar sein. Sich an Tiefendiskussionen zu beteiligen ist unsinnig und müßig, da ich und hoffentlich auch viele andere, die sich dem Tauchen verschrieben haben, durch iregndwelche Tauchfabriken solche Gänge ( mit Prseeluft ) nicht verbieten und vermiesen lassen. Taucht Niveaugerecht, lasst Euch gut aus-und-weiterbilden und überschätzt Euch nicht. Wer solche Tauchgänge machen will, soll jemanden mitnehmen, der ihn da auch definitiv wieder hochbrigen kann. Ansonsten soll man es einfach lassen.
Antwort von Blubber-Bär am 30.10.2002 - 15:11 @ Rene:
40 Meter mit Preßluft wird von den meißten Organisationen als Grenze angesehen, tiefer wird Sporttauchen von diesen Organisationen nicht für gut geheißen.
An 66 Metern sagt man, dass es bei einer längeren Einwirkzeit zu toxischen Wirkungen des Sauerstoffs kommen kann. Da wir in unserem Bereich diese längere Einwirkzeit kaum erreichen, sind kurzfrisitg auch 70 oder 75 Meter möglich. Aber vorsicht, dies ist kein Freibrief, die Sauerstofftoxizität ist nur ein Punkt, auch der Tiefenrausch aufgrund der Stickstoffnarkose muß berücksichtigt werden, hier kann sich niemand wirklich entziehen. Es bringt dir also gar nichts, wenn du so tief kommst und nicht am Sauerstoff kerpierts, sondern durch den Stickstoff evtl. denkst, du wärst ein kleines Fischlein und könntest ohne Atemregler weitertauchen (übertrieben gesagt).
Jeder sollte innerhalb seiner eigenen Grenzen tauchen, das wurde hier schon oft geschrieben. Dem schließe ich mich an.
Ich hoffe, Deine Frage wurde damit halbwegs sachlich beantwortet.
Zum Unfall: Jeder Buddy sollte sich überlegen, mit wem er welche Tauchgänge unternimmt. Ich habe am Wochenende selbst mit einem Neuling einen 10-Meter-Tauchgang gemacht und danach den 30 Meter-Tauchgang abgelehnt, da ich dieses nicht verantworten konnte. Dies entbindet den anderen Teil natürlich nicht von einer realistischen Selbsteinschätzung, gehört für mich aber auch zu einem Teil des Buddy-Systems (auch wenn ich hierüber keine neue Diskussion lostreten möchte)
Antwort von Wolf am 17.11.2002 - 17:50 Vielen Dank Christian.
Der Zusammenhang Kohlendioxidanreicherung und Tiefenrauschdisposition war mir neu und bereichert das Thema Sparatmung um einen entscheidenen Aspekt. Auch die unmerkliche Ermüdung der Atemmuskulatur bei Zunahme der Atemgasdichte hat mir quantitativ noch niemand beschrieben.
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