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Taucher im Bodensee vor Wallhausen vermisst (HS)
Abgesandt von Redaktion (HS) Registriertes Mitglied am 30.04.2011 - 07:49:

Am 28.04.2011/Donnerstagvormittag ist laut ein 49jähriger Mann mit seinem Schlauchboot vom Überlinger Campingplatz aus ins Seegebiet zwischen Wallhausen und Bodman aufgebrochen, um dort zu tauchen.

Als der Mann aus dem Raum Karlsruhe am Freitagmorgen auf dem Campingplatz vermisst wurde, informierte eine Mitcamperin die Wasserschutzpolizei, bei deren Sucheinsatz kurze Zeit später ein herrenloses Schlauchboot in Ufernähe bei Wallhausen mit den Hunden des Tauchers gefunden wurde, vom Taucher fehlt nach wie vor jede Spur. In den nächsten Tagen soll ein Tauchroboter eingesetzt werden

Quellen:
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Vielen Dank an alle, die uns den Unfall meldeten

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Bitte beachtet, beim Posten, dass nur folgende Postings freigegeben werden:

- neue Informationen zum Unfallhergang
- neue Fragen die sich daraus ergeben
- neue Lösungsansätze für das beschriebene Problem

Nicht freigegeben werden:

- reine Beileidsbekundungen
- allgemeine Betrachtungen
- ungesicherte Spekulationen über den Unfall
- off Topic Beiträge
- Fragen und Beiträge die schon vorliegen



Antwort von Hans_S Moderator am 02.05.2011 - 13:26
Der vermisste Taucher wird weiterhin vermisst:
Nachdem der vermisste Mann aus dem Raum Karlsruhe bei einer großangelegten Suchaktion der Wasserschutzpolizei mit mehreren DLRG-Booten sowie einem Polizeihubschrauber am Freitag nicht gefunden wurde, kam am Wochenende ein Tauchroboter zum Einsatz.
Der Roboter tauchte vor allem im Bereich des sogenannten Teufelstisches an dem am Freitag das Schlauchboot des Tauchers gefunden wurde, jedoch ohne Erfolg.

Allerdings sei auch noch unklar, ob der als erfahrener Taucher bekannte Mann, der eine Sondergenehmigung für den gefährlichen Teufelstisch hatte, an dieser Stelle ins Wasser gegangen ist. Die Kriminalpolizei Konstanz untersucht den Fall. Da der Mann offenbar allein unterwegs war und es keine Zeugen gibt, gestalten sich die Ermittlung sehr schwierig.

Quelle:
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Antwort von h1o Registriertes Mitglied am 02.05.2011 - 17:40
Hier noch ein paar Infos zum Einsatz - vermisst bleibt der Taucher leider trotzdem.
Falls er denn im Wasser war.

Was man sieht, ist, dass man als Alleintaucher eben doch einiges an Aufwand erzeugt - und im Zweifel die rettenden Kollegen eben auch in Gefahr bringt

OH

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Antwort von schwob Registriertes Mitglied am 03.05.2011 - 09:54
Der Artikel der DLRG Dingelsdorf istsehr aufschlußreich, was ich aber nie verstehe bei keinem Unfall ist die Aussage, daß die Rettungstaucher oder Bergungstaucher nur bis 30 meter tauchen dürfen. Warum wird hier nicht auf eine der vielen Tek Tauchschulen zurück gegriffen?
Antwort von hendrikdive Registriertes Mitglied am 03.05.2011 - 21:53
@schwob
Wo die DLRG vor Ort ist,gelten nur deren Bestimmungen.Habe das damals vor Ort erlebt als am Biggesee Dr.M.Hahn verunglückte.Waren genug Tekkies,bzw.erfahrene Taucher da.Aber Ruck-Zuck war alles zu.Keiner durfte tiefer runter als die .......!Geholfen hätte wahrscheinlich auch nichts mehr.Aber ich denke etwas flexibler könnten die von der DLRG auch mal werden.Andere Taucher haben auch eine gute Ausbildung!
Antwort von h1o Registriertes Mitglied am 03.05.2011 - 17:43
@schwob: Das hat primaer versicherungstechnische Gruende. Zumal ein Einsatztauchgang eben auch nie vergleichbar ist mit einem Freizeittauchgang - und wenn es noch so eine tolle Techtauchbude ist.

Zumal Du ja auch die Kosten-/Nutzenrechnung machen musst: Der Taucher ist seit 24h vermisst, es ist unklar, ob er ueberhaupt im Wasser ist, wird man hier in einem weitraeumigen Bereich an einer Steilwand bei 100m Wassertiefe eine Lebendrettung durchfuehren, die das Risiko lohnt? Wohl nein.

Wenn es also (leider) nur um die Leichenbergung geht und ein ferngesteuerter Unterwasserroboter in der Naehe erreichbar ist, wuerde man dann menschen in diese Tiefe schicken? Auch eher nein. Zumal ein Roboter technisch sicherlich auch besser sieht, mehr Licht hat als ein einsamer Tekki in 100m Tiefe tiefgefrohren nach 3 Stunden...

OH

P.S.: Viele der Einsatztaucher tauchen privat im See auch deutlich unter den 30m...
Antwort von Gateway Registriertes Mitglied am 03.05.2011 - 21:43
INFO: Nach dem Taucher ist bislang ergebnislos gesucht worden. Morgen soll die Suche mit dem Tauchroboter nochmals fortgesetzt, und dann aber eingestellt werden.

LINK: Hier klicken

@schwob - also ich (als Tekki) bin grad nicht sonderlich scharf auf Leichenbergungen sondern schaue lieber Fische wenn ich tauche. Viel entscheidender dürfte allerdings die rechtliche Lage sein. Haftet die Polizei oder das Land wenn sie Tekkis anfordern würde??? Kann ich mir nicht vorstellen, daher wird´s vermutlich gar nicht in Erwägung gezogen. Lass mich aber gern eines Besseren belehren.

Gruß Gateway
Antwort von Hans_S Moderator am 03.05.2011 - 22:11
Bitte das Thema Rettungstaucher bei Bedarf in den Foren (weiter) diskutieren, allgemein gehalten und ohne Unfallbezug. Weitere Beiträge zu diesem Thema werden nicht freigeschaltet.
Antwort von Euregiotaucher Registriertes Mitglied am 05.05.2011 - 21:56
Hallo

die Suche wurde eingestellt weil man nicht weiß wo der Tauchgang begonnen wurde ...

Quelle: schwaebische.de - von 21 Uhr

gugstdu:

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Antwort von Wälder Registriertes Mitglied am 08.05.2011 - 21:55
Tekki hin oder her, Bergungen oder Suchen sollten nur Ausgebildete Personen machen.Bei der Wasserrettung üben wir solche Sachen. Dort bin ich Rettungstaucher und nicht Tekki. Sicherheit und Ausbildung geht über alles.
Antwort von ag2908 Registriertes Mitglied am 10.05.2011 - 13:17
@Wälder
Vielleicht wäre eine Möglichkeit, dass auch einige Bergungs- und Rettungstaucher eine vernünftige Tecausbildung erhalten. Dies würde bestimmt ihrer Sicherheit nicht abträglich sein und wäre bestimmt für so manchen Einsatz sinnvoll.
Was bringen mir Einsatztaucher an einer tiefen Stelle, wenn sie nicht mal bis an gängige Sporttauchergrenzen dürfen?

Gruss Fred
Antwort von Chris 2 Registriertes Mitglied am 11.05.2011 - 09:41
@ag2908
ich bin Ausbilder für Einsatztaucher (alter Name: Rettungstaucher) bei der DLRG und zusätzlich ausgebildeter Trimixtaucher.

Hast du dir mal überlegt was es kostet ein Team mit gutausgebildeten Einsatztauchern zu unterhalten.

Die Ausrüstung für den Bereich bis 30m ist schon teuer aber einen Tecausrüstung kostet ein vielfaches.
Desweiteren müsten solche Taucher diese Einsätze regelmäßig üben, das ist unbezahlbar.

Außerdem gibt es keine offiziell anerkannten Tauchtabellen für den Bereich um 100m mit denen schon lange Erfahrungen bestehen.
Wenn es einmal dafür Tabelle geben sollte und die GUV legt die dann genau so konservativ aus wie die Tabellen bis 30m, dann kommt man als Taucher bei einer Grundzeit von 10min auf eine Tauchzeit von sehr vielen Stunden.

Es macht keinen Sinn in einer Tife von 100m mit einem offenen System etwas zu suchen, dafür wäre der logistische Aufwand viel zu hoch.
(Rebreather sind zu anfällig, anfwendig, teuer und unzuverlässig für Rettungseinsätze)
Man müßte unmengen an Gasen für unterschiedlichste Taucheinsätze vorhalten.

Man kann sich im Netz genug Berichte und sogar Videos anschauen, in denen man sie/liest, dass Taucher bei der Rettung/Bergung eines Tauchers aus großen Tiefen gestorben sind.

Ich werde in diesen Tiefen keine große Rettungsaktion starten da man dabei mit an Sicherheit grenzender Wahrscheilichkeit selbst ums Leben kommt.
Der einzige der dich/deine Leiche da wieder hoch holt ist der Roboter, denn der hat Zeit.
Das sollte auch jedem klar sein der so tief taucht.
Wenn da unten was großes passier, ist man tod, egal ob Solo oder mit Buddy.

Mfg Chris 2
Antwort von johansi Registriertes Mitglied am 11.05.2011 - 22:16
@Chris 2

Aber warum dann nicht wenigstens 40 Meter (plus ein paar mehr vielleicht)?. Wieso nur bis 30 Meter, die schon mal 10 Meter unter bzw. über der "Sporttauchgrenze" liegen? Da hinkt doch auch was im Vergleich, oder? Muss ja nicht in "unendliche" Tiefen gehen..

Deine Differenzierung zwischen 30 Metern und dann gleich100 hundert Metern ist schon sehr, im wahrsten Sionne des Wortes, weit, oder?

Und ehrlich gesagt - ich kenne auch ein paar "Einsatztaucher".

Das ist so wie zu meiner alten Zeit im Rettungsdienst, wo ich auch nur hoffen konnte nie in die Verlegenheit zu kommen, von einem der Hauptamtlichen "gerettet" zu werden ...
Antwort von rabauke Registriertes Mitglied am 11.05.2011 - 22:24
Der Taucher wurde inzwischen durch den Roboter und zwei Konstanzer Polizeitaucher geborgen. Ergänzend für die Diskussion, Polizeitaucher gehen in der Regel bis 30 Meter, ein Teil der Taucher geht bis 40 Meter. Im Einzellfall kann durch den Einsatzleiter vor Ort entschieden werden ob tiefer als die 30 bzw. 40 Meter getaucht wird. Wobei hier immer die Frage ist wie groß das Risiko bzw. die Belastung für den Taucher ist und auch um was es geht. Hat jemand von euch schon mal in total trübem Wasser nach einem Vermissten in 30 oder 40 Metern Tiefe gesucht? Ich sage nur Hut ab vor den Jungs die so etwas machen.
Antwort von Hans_S Moderator am 12.05.2011 - 13:48
Folgende Info erreichte uns vom Tauchclub Koralle Muggensturm:

Gestern haben wir erfahren, dass Thomas S. der seit über eine Woche am Teufelstisch vermisst wurde, vorgestern am Dienstag gefunden wurde. Durch Hinweise seiner Vereinskollegen zu Thomas letzten Tauchgängen konnte die Suche nochmal aufgenommen und eingegrenzt werden.
Wir, der Tauchclub Koralle Muggensturm, trauern um unsern Vereinskollegen und um unseren langjährigen Vorstand.

Bericht über die Bergung Hier klicken
Antwort von musher Registriertes Mitglied am 12.05.2011 - 17:10
@ johansi,

Die Einsatztaucher dürfen auch auf 40m gehen, WENN es sich um eine Lebendrettung handeln kann und es sich der einzelne Taucher zutraut.
Erste Suchaktion wird auch immer als Lebendrettung angesehen
Nur nach Tagen (oder auch Stunden) ist nicht mehr von einer Lebendrettung auszugehen - und bedenke ein Profil von so einem Einsatztaucher - Dieser geht ja nicht runter und taucht dann stufenweise aus, sondern geht runter, sucht und taucht dann mehr oder weniger am Stück wieder aus.
Antwort von ich bin da Registriertes Mitglied am 12.05.2011 - 17:55
Zitat Spiegel online:

Überlingen - Ein am Bodensee vermisster Sporttaucher aus dem Raum Karlsruhe ist tot aufgefunden worden. Ein Tauchroboter barg den Leichnam des 49-Jährigen am Dienstag aus dem See, wie die Polizei erst am Donnerstag mitteilte. Der Mann war vor zwei Wochen vermisst gemeldet worden, nachdem er nicht mehr von einem Tauchgang zurückgekommen war.

Der Mann hatte Ende April auf einem Campingplatz in Überlingen (Bodenseekreis) gezeltet. Er war zunächst alleine mit einem Schlauchboot und seinen beiden Hunden zu einem Tauchgang aufgebrochen. Da er am nächsten Tag nicht zurückgekehrt war, hatte eine Mitcamperin die Polizei informiert.

Eine erste Suche mit Tauchern, mehreren Booten der Wasserschutzpolizei und der Deutschen Lebens-Rettungs-Gesellschaft (DLRG), sowie einem Polizeihubschrauber hatte jedoch ohne Erfolg abgebrochen werden müssen. Die Einsatzkräfte hatten zunächst nur die Hunde und das Schlauchboot des 49-Jährigen am Ufer des Sees gefunden. Erst am Dienstag konnte der Tauchroboter den Leichnam des Mannes aus einer Tiefe von 61 Metern bergen.

Hier klicken
Antwort von Doppeldreier Registriertes Mitglied am 12.05.2011 - 21:25
Wie stellt ihr euch das eigentlich vor wie man bei Tiefen >40 m jemanden sucht und vor allen wie lange? Da besteht doch keine Nutzen Faktor bei den Zeitaufwand und Risiko. 10 Minuten suchen für 3 Stunden Tauchen, da kommen leicht 500 m² Suchfläche im Bodensee zusammen. Ein Witz!!

Roboter ins Wasser und gut ist, heißt hier Lösung.

Gruß,
D3
Antwort von hotzenwalddiver Registriertes Mitglied am 13.05.2011 - 07:50
Der Taucher wurde mittlerweile gefunden.
Herzliches Beileid den Angehörigen

Quelle:
Hier klicken
Antwort von Grögi Registriertes Mitglied am 13.05.2011 - 11:04
auch wenn das ganze jetzt nur nebensächlich mit dem Unfall selbst zu tun hat: Folgende Anmerkungen zum Einsatz von Einsatztauchern der Wasserrettungsorganisationen:



1. Die Regel der maximalen Tauchtiefe geben sich Wasserwacht und DLRG nicht in ihrer grenzenlosen Weisheit selbst, sondern sie werden den Wasserrettungsorganisationen von der GUV (Im Detail: GUV-R 2106) von außen quasi aufgezwungen. (Wir sind selber nicht wirklich glücklich mit allem was in dieser Regel steht. Aber wir müssen uns dran halten, wenn der Einsatzleiter nicht mit einem Bein im Knast stehen will)



2. Was meint ihr eigentlich was das Aufgabenspektrum von Einsatztauchern umfasst?



Es geht in den allerwenigsten Fällen darum verunfallte Taucher zu suchen und zu Bergen. Die Hauptzielgruppe sind Schwimmer, Insassen von versunkenen Fahrzeugen, Suizidversuche oder deren Androhung und im KatS-Fall das Abdichten von Deichen und Dämmen mit Folien und Sandsäcken,...

Für die bei weitem überwiegende Masse dieser Tätigkeiten sind Tauchtiefen bis 10 m völlig ausreichend.

Für jede Randgruppe die Regularien und das vorgehaltene Material entsprechend anzupassen bzw. das Personal dafür zu schulen führt zum Refrain eines etwas älteren Liedchens:

Wer soll das bezahlen? Wer hat das Bestellt...



Gruß

Michael
Antwort von Bounty Registriertes Mitglied am 16.05.2011 - 15:05
Ich habe die Frage zu Einsatztauchern/Rettungstauchern mal gesondert hier eingestellt:
Hier klicken

Die Frage kommt regelmäßig auf, hat aber nichts mit diesem Unfall zu tun. Darum meine ich, dass wir besser in meinem Link darüber weiter diskutieren.

Gruß

Bounty

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