Taucher im Zeller See vermisst Abgesandt von Redaktion am 04.09.2003 - 10:21:
43-Jähriger kehrte von Tauchgang nicht zurück. Ehefrau alarmierte die Gendarmerie.
ZELL AM SEE (SN). Von einem Tauchgang im Zeller See kehrte Mittwochabend ein oberösterreichischer Taucher nicht zurück. Eine Suchaktion nach dem Mann verlief vorerst ergebnislos.
Der 43-jährige Mann war Mittwoch gegen 16.45 Uhr zu dem Tauchgang aufgebrochen. Seine Ehefrau (32) und seine beiden Töchter warteten am Ufer. Als der Mann gegen 19 Uhr noch nicht zurück gekehrt war, alarmierte die Ehefrau die Gendarmerie.
Mitglieder der Zeller Wasserrettung, Notarzt und Rettung sowie Mitglieder der Freiwilligen Feuerwehren waren im Einsatz. Fünf Taucher beteiligten sich an der Suche, die vorerst erfolglos abgeschlossen werden musste. Heute, Donnerstag, Vormittag wird die Suchaktion nach dem Vermissten fortgesetzt. Die Ehefrau und die beiden Töchter des Mannes wurden vom Roten Kreuz versorgt und zur Betreuung in das Krankenhaus nach Zell am See gebracht.
Quelle: Salzburger Nachrichten vom 4. September 2003
Danke an Georg und Alexander für die Meldung.
Antwort von Detlef am 04.09.2003 - 22:38 Hallo, vorerst mein Beileid allen Angehörigen.
Ich möchte nicht spekulieren, aber ich stelle mir schon folgende Fragen:
a) ist der Taucher alleine getaucht?
b) welche Erfahrungen hatte er?
c) wie hat er seinen Tauchgang geplant
d) wieso war der Frau, wenn sie schon am Ufer wartet, die maximale Tauchzeit nicht bekannt (2 1/4 Std. kann doch wohl nie ein Seetauchgang andauern)
e) hätte vielleicht ein vorheriger Notruf was gebracht? - wahrscheinlich nicht
f) hätte vielleicht eine vorherige Suche eine Bergung zu besseren Sichtverhältnissen vielleicht - die Bergung erleichtert - mehr Erkenntnisse eingebracht? - ich weiß es nicht
Ganz furchtbar stelle ich mir vor, wenn die eigene Partnerin (oder vielleicht auch Partner) am Ufer warten - und der (oder die) Partner(-in) nicht zurückkommt.
In Anteilnahme
Detlef
Antwort von Emanuel am 05.09.2003 - 07:08 Und wieso sollten 2 1/4 Std. bei einem TG im See mit ausreichender Luftversorgung nicht möglich sein?
Wilde Spekulation, Detlef!
Wohl aber hätte ich an seiner Stelle, wenn ich schon allein tauchen gehen will, einen bestimmten Zeitpunkt ausgemacht, an dem ich (nach TG-Planung?) auf jeden Fall wieder raus bin und mich zurückmelde. Z.B. per Handy. Und natürlich was zu tun ist, wenn ich mich nicht bis ... melde.
Antwort von Michael Fisch am 05.09.2003 - 08:08 Leider wieder ein Bestätigung von der alte Regel "He who dives alone, dies alone." Wie oft muß so was passieren bis die noch lebende Taucher ihre Solotauchverhalten ändern?
Michael
Antwort von Dr.Hot am 05.09.2003 - 08:34 dazu der heutige Artikel aus den Salzburger Nachrichten:
Taucher im Zeller See vermisst
05.09.2003
Allein auf Tauchgang - Suche bisher ohne Ergebnis
ZELL AM SEE (SN). Der 43-jährige Oberösterreicher Erich Hendel wird seit Mittwochabend nach einem Tauchgang im Zeller See vermisst. Die Suche nach dem Mann aus Pichl/Wels blieb bis Donnerstagabend ergebnislos.
Der Mann begann seinen Tauchgang gegen 16.45 Uhr am Ufer in Thumersbach. Seine Ehefrau (32), seine Tochter (15) und sein Sohn (11) warteten am Ufer. Als ihr Mann nicht zurückkehrte, schlug die Frau Alarm. Die Zeller Wasserrettung suchte mit fünf Tauchern das Südufer des Sees ab. Die Bergungsaktion wurde am Donnerstag fortgesetzt. "Wir tauchen den See nach einem Raster ab, damit wir den Überblick nicht verlieren. Die Sicht ist gut", sagte der Chef der Zeller Wasserrettung, Günther Lainer. Warum der Taucher verunglückt ist, bleibt Spekulation. "Das kann von Materialversagen bis zur Taucherkrankheit reichen", meinte Lainer.
Er kann sich nicht erklären, warum der Oberösterreicher allein zu einem Tauchgang aufgebrochen ist: "Ein Partner ist beim Tauchen genau so wichtig wie die Flasche am Buckel."
Meine Anteilnahme den Angehörigen.
Uns allen sollte dieser TU wieder mal die Gefahren des Alleintauchens vor Augen führen.
Dr.Hot
Antwort von ,TAUCHTROLL am 05.09.2003 - 10:20 Solotauchen Wird immer mehr !!!!
Das wird auch das eine oder andere Unglück nicht ändern, ich Tauche auch Solo und nichts wird das ändern!!!! Die meisten Unfälle geschehen mit Buddy, oder besser gesagt durch den Buddy.
Mit einer guten Ausrüstung und Ausbildung ist das nicht das Problem. Wenn mich allerdings eine Krankheit(kein Tauchunfall) deim Tauchen erledigt ist das Pech!!
Das kann mir auch beim Autofahren Passieren mit Schlimmeren Folgen für andere Leuten, als beim Tauchen !!Und wer Fahrt nicht Solo Auto????
Antwort von toerti am 05.09.2003 - 11:27 @ TAUCHTROLL
Die meisten Unfälle geschehen übrigens durch Selbstüberschätzung....nix für ungut...
Antwort von Weltverbandspersonalchef am 05.09.2003 - 11:37 Leider noch immer keine Spur vom vermissten Taucher:
Keine Spur von vermisstem Taucher
Noch immer ist im Zeller See in Salzburg ein 43-jähriger Taucher aus Pichl bei Wels vermisst. Er war in Thumersbach allein zu einem Tauchgang aufgebrochen und nicht mehr zurückgekehrt.
Die Wasserrettung hat den See in diesem Bereich bis in eine Tiefe von 42 Meter erfolglos abgetaucht und daraufhin die Suche abgebrochen. Der See ist an der Unfallstelle rund 50 Meter tief. Am Freitag soll weitergesucht werden.
Sollte der vermisste Taucher bis Sonntag nicht gefunden werden, wird die Suche am Montag mit einer Spezialausrüstung für tiefe Tauchgänge fortgesetzt.
Quelle: ORF OÖ
Antwort von Soni am 05.09.2003 - 12:16 @Tauchtroll,
du sagst: "...Die meisten Unfälle geschehen mit Buddy, oder besser gesagt durch den Buddy..."
Kannst du das bitte durch entsprechende Statistiken, z.B., belegen?
Deine Einstellung zum Tauchen zeigt mir, dass du als Buddy ungeeignet scheinst. Das widerum wäre dann eine Bestätigung deiner These.
Antwort von Gunther am 05.09.2003 - 14:03 Lieber tauchtroll,
Dein Beitrag ist leider MAthematisch gesehn barer Unsinn.
Da viel mehr Tuacher als Gruppe tauchen den solo
gibt es auch bei einem linearen Verhältnis
mehr verunfallte Taucher aus Gruppen.
Wenn Du soetwas behauptest, müßtest Du 4 Werte
haben, Anzahl der Solo tauchgänge, Anzahl der Grußßen (Buddy) Taugänge und deren jeweile
Unfallzahlen, dann müßtest Du es gewichten und dann darfst Du uns das nochmals vorlegen, solange
kannst Du dich ja trollen
Gunther
Antwort von kay wopersnow aus hamburg am 05.09.2003 - 14:20 mich würde so eine Statistik auch sehr interessieren !
Vermutlich wird so eine Statistik auch ein verhältnismäßig gleichmäßiges Unfallaufkommen aufzeigen, was aber weder den einzeltauchern noch den partnertauchern ein wirkliches Argument bringen dürfte.
zur Info: ich tauche auch solo und stehe dazu
Antwort von Blub am 05.09.2003 - 21:24 Also ich finde so einen 120-130min Tg für einen See absolut im Ramen, aber wenn schon jemand draussen wartet solte er schon Die Zeit wissen.
Das ist der Alptraum eines jeden, warten und Niemand kommt mehr aus dem Wasser.
Einem Kollegen von mir ist s mal passiert , dass er nach einem 3 Stünder raus kam und die Polizei und der Heli schon da waren.
Na was will man machen? ein Zettel ins Auto legen ist auch schwierig, Da weiss ein einbrecher wenigstens wie lange er Zeit zum ausräumen hat.
Solo tauchen kann Sicher betrieben werden, zumal sicher als ein häufig gewechselter Buddy.
eine Statistik ist in sofern nichtssagend zumal die Tauchgänge verschieden sind.
Man kann doch nicht einen Tec TG mit einem 10m Owd Unfall vergleichen.
Was sicherer ist, ist auslegungssache. Für mich ist sicher, wenn ich wieder hochkomme. Ich hatte bisher nur Zwischenfälle mit Buddys, welche mir das "Sicherhochkommen" erschwerten. Das hat mich zum Solotauchen bewogen.
Nur wenn ich im Buddy-Team tauche, gilt für mich: mein Buddy kommt sicher wieder hoch. Aber das kann mirgegenüber nicht jeder Buddy garantieren.
Wieder ist ein Licht erloschen, welches für die Unterwasserwelt geleuchtet hat und dass lässt mich innehalten.
Grüässli Blub
Antwort von Pucher Gerhard am 07.09.2003 - 10:35 Der vermißte Taucher wurde heute Nacht von derÖsterr. WASSER-RETTUNG mit einer Kamera gefunden und geborgen
Antwort von alex am 07.09.2003 - 11:38 villeicht sollten sich die "buddyfanatiker" doch mal überlegen wie es kommt das oftmals bei einem tauchunfall dann BEIDE erwischt. da ist die sogenannte "alte regel: He who dives alone, dies alone" doch gar nicht mal so schlecht.
Antwort von Soni am 07.09.2003 - 12:23 @alex,
auch du kannst deine Behauptung "oftmals" genau wie Tauchtroll bestimmt nicht qualifizieren.
Die Literatur, Berichterstattung, und das Internet sind voll von Geschichten über dutzende Helden der Tauchgeschichte, die "allein" gestorben sind (Exley, Parker ...)
Alle, die Solotauchen glorifizieren, verhöhnen in diesem Posting wiederholt einen Taucher der beim (nicht "durch") Solotauchen ums Leben kam.
Und, wer von "Buddyfanatismus" spricht hat in meinen Augen vom Tauchen nichts verstanden.
Natürlich sollte jedem klar sein, dass die pure Anwesenheit eines zweiten Tauchers nicht automatisch "Sicherheit" suggeriert.
Es geht dabei lediglich ums "4 Augen" Prinzip. Ein Buddy, der nicht vorausschauend handeln kann, um zu verhindern, dass "Situationen" eskalieren, hat sich als Buddy eh` disqualifiziert.
Antwort von ,TAUCHTROLL am 07.09.2003 - 13:28 Soni
Kannst Du denn Deine Weißheiten belegen ???
Lese Dir doch mal alle Unfallberichte durch
und sag mir, bei wie vielen TU Solo und bei wie vielen zwei oder mehr dabei Verunfallt sind ??
Habe so den Eindruck das Du nur das sehen willst was Dir paßt. Es gab auch mal Leute Die Behaupteten Fanatisch die Erde sei eine Scheibe!!!
Antwort von ,TAUCHTROLL am 07.09.2003 - 13:56 Danke für Deine Meinung !
Aber hat verm. nicht für mehr Gereicht !!!????
Antwort von alex am 07.09.2003 - 17:18 @soni
lies dir doch einmal die unfallberichte der letzten jahre durch. in den meisten fällen warens immer zwei. und wer sagt dir das in dem vorliegenden fall es nicht ebenfalls zwei geworden wären.
Antwort von TT am 07.09.2003 - 19:58 Also,
ich habe eure Diskussion mit Interesse gelesen.
Ich denke es spielen zwei Faktoren eine Rolle bei diesem Thema. Erstens der Mensch. Wenn jeder innerhalb seiner Grenzen taucht, dann dürfte es egal sein, ob er alleine ist, oder mit Buddy.
Zweitens die Ausrüstung. Wenn einer alleien taucht, dann denke ich sollte er so eine Ausrüstung haben, daß er alle wichtigen Teile doppelt dabei hat, so daß er mit dem Ersatz die Oberfläche erreichen kann.
Sollte jemand mit selbstüberschätzung, oder mit "schlechter" Ausrüstung ins Wasser gehen, so ist ein Buddy sicher eine Minimierung des Risikos. Sonst sehe ich einen Buddy als Risikosteigerung, und nicht als Sicherheit. Wenn man unter Wasser Probleme bekommt, dann haben meistens beide ein Problem.
PS.: Ich tauche auch allein.
Antwort von Susanna am 08.09.2003 - 08:07 Artikel in den OÖN vom 8.9.:
43-jähriger Taucher tot aus Zeller See geborgen
PICHL b. Wels/ZELL a. See. Jetzt ist es traurige Gewissheit: Erich Hendel (43), jener Taucher aus Pichl bei Wels, der am Mittwochabend von einem Tauchgang im Zeller See nicht mehr zurückgekehrt war, ist tot. Seine Leiche wurde gestern aus 60 Metern Tiefe gehoben.
Vier Taucher der Wasserrettung Zell am See zogen um 9 Uhr die Leiche des Tauchers, der seit Mittwoch vermisst worden war, mit Seilen hoch. Der Tote war bereits um 3 Uhr früh rund 85 Meter vom Ufer entfernt mit einer Unterwasserkamera gesichtet worden. Weil man den Toten unbedingt noch am Wochenende finden wollte, war die Suche während der Nacht fortgesetzt worden. Insgesamt 134 Stunden hatten 30 Wasserretter nach dem Vermissten gesucht.
Die Unfallursache ist vorerst ungeklärt, die Leiche wird von der Gerichtsmedizin Salzburg untersucht. Der Vater zweier Kinder galt als sehr erfahrener Taucher. Wasserretter vermuten, dass er sich daher verleiten ließ, trotz eines Tauchverbots allein und ohne die übliche Absicherung durch einen Partner in den See zu gehen.
Susanna
Antwort von Soni am 08.09.2003 - 13:44 @Tauchtrolli, alex
mit Euch streiten macht keinen Spass. Alex, du sagst "... in den MEISTEN Fällen warens IMMER zwei...".
Liest du dir sowas eigentlich durch bevor du auf <Antwort absenden> drückst? Wie soll ich denn jetzt darauf antworten?
Und Tauchtroll, du bleibst uns die Statistiken schuldig, nicht ich! Also, stelle keine Behauptungen auf, die du nicht unterlegen kannst.
Antwort von Suchkamerateam am 08.09.2003 - 14:06 Nach dem vermißten Taucher wurde in der Nacht von Freitag auf Samstag mit einer Unterwasserschleppkamera der Österreichischen Wasser-Rettung, Ortsstelle St. Johann im Pongau gesucht. Die Suche wurde um 2 Uhr früh ergebnislos abgebrochen. Da der Solotaucher laut Logbuch immer in großen Tiefen taucht, wurde der Suchraster in der folgenden Nacht bis auf 65 Meter geplant. Es wird immer in der Nacht gesucht und hat nichts mit dem Wochenende, sondern mit der Technik der Kamera und des Suchbootes zu tun. Samstag um 20 Uhr startete die ÖWR zum zweiten Sucheinsatz. Beim vorletzten geplanten Suchradius im ersten Suchsektor erblickte die Bootsbesatzung um 3.30 Uhr den vermißte Taucher am Monitor. Gleich beim zweiten Versuch gelang es die Suchkamera direkt beim Taucher in 59 Meter auf Grund zu setzen. Bergungstauchern der ÖWR Salzburg tauchten um 8.30 Uhr entlag des Kamerakabels zum Verunglückten und befestigten die Bergeleine.
Der Taucher war mit Halbtrockenanzug, 15 Liter PTG
nur einem Lungenautomaten ohne Oktopus und einem Jacket der Größe M (zu klein für seine Größe) ausgerüstet. Die aufgefundene Lage, Zustand und Unfallursache ist Sache kriminalpolizeilicher Ermittlungen, Spekulationen und Besserwisser gibt es hier ohnehin genug. Und vergeßt nicht, hier ist ein Taucher ums Leben gekommen, den Wasser-Retter nur unter schwierigsten Umständen bergen konnten. Und denkt daran wenn ihr wieder mal mit Pressluft auf 60 Meter "spazierengeht" ob ihr auch die dementsprechende Bergeversicherung habt.
Antwort von Wasser-Rettung am 08.09.2003 - 14:16 www.stjohann.owr.org
Bericht und Fotos von der Suche unter dem Punkt Einsätze.
Antwort von ,TAUCHTROLL am 08.09.2003 - 16:01 Habe DAN nach einer Statistik zu unsern Thema
gefragt, dort wird keine zu diesen Thema geführt!
Zuden habe ich nie behauptet das ich eine vorlegen will oder kann !! Mit den Satistiken kammst Du um die Ecke .Ich habe es wenigsten versucht ,meine Persönliche Meinung und Überzeugung zubelegen!! Mach Die doch mal die Arbeit und Lese die Unfallberichte durch. Der Beinahe TU von heute ist wieder ein schönes Beispiel .Auch wenn es Anfänger waren. Ich werde solange ich Tauchen kann, Solo Tauchen !
Ich werde aber auch bestimmt nicht versuchen andere vom Buddytauchen Abzuhalten. So Tolerant bin ich.
Aber die meisten wiegen sich in Falschersicherheit! Tauche nach den Regeln und Dir kann nichts Passieren, oder Dein ist Deine Sicherheit. Probleme werden Unterwasser Gelöst, von einen Selber . Verlaße Dich nie auf einen anderen, denn wenn Du Deinen Buddy brauchst ist er nicht immer da oder kann Dir auch wirklich helfen. Dreht event. das falsche Ventil zu, hab ich alles schon gesehen!!!!!
Antwort von Kabe am 08.09.2003 - 18:22 Ob ein Buddy für die Sicherheit etwas bringt oder nicht, könnt Ihr mit einfachen Statistiken weder be- noch widerlegen.
Die meisten Situationen, in denen ein Buddy einen Unfall verhindert, tauchen als "Nicht-Unfälle" nur sehr selten hier auf.
Hier müsste man schon recht umfangreich nach Ausbildungsstand, Ausrüstung, Art und Anzahl der Tauchgänge etc. sortieren, um den Einfluss des Solotauchens auf die Unfallhäufigkeiten herauszufiltern.
Als Gleitschirmflieger stehe ich zwar der Idee des Solotauchens nicht grundsätzlich ablehnend gegenüber - am Gleitschirm ist man auch ab dem ersten Höhenflug solo unterwegs...
Trotzdem habe ich in meiner kurzen Taucherkarriere (30 TGs) schon einige Situationen gesehen, die ohne Buddy durchaus hätten eskalieren können.
Abgesehen davon sehe ich mit Buddy mehr unter Wasser und habe auch danach mehr Spaß.
Kabe
P.S.: Was ich mich dann allerdings schon auch als Anfänger frage: Was hat ein Taucher, der laut Logbuch häufiger größere Tiefen tauchte, mit nur einer 2. Stufe in einem See verloren?
Antwort von Soni am 08.09.2003 - 19:45 Tauchtroll, du hast eine Behauptung in den Raum geworfen, die du nicht beweisen kannst. Daher fragte ich dich nach Statistiken. Stattdessen redest du dich raus.
Bei DAN biste auch nicht gewesen, ansonsten hätten die dich auf den "DAN Dive Accident and Fatality Report" verwiesen, der jährlich rauskommt. Dieser enthält sehr wohl Statistiken!
Zum zitieren bin ich jetzt zu faul, aber es gibt eine Zusammenfassung älterer Jahrgänge unter:
Hier klicken für den den`s noch interessiert.
Lies dir das mal durch und dann reden wir mal darüber, inwieweit ein (kompetenter, aufmerksamer) Buddy die tödlichen Unfallzahlen nach unten hätte reissen könnte. Ansonsten lass mal einen anständigen Bericht rüberwachsen, der mir sagt, "mit Solotauchen wär das nicht passiert"
Antwort von ,TAUCHTROLL am 08.09.2003 - 21:16 In den Raum geworfen!? Gut, wenn meine Meinung und Beobachtungen an meinen bevorzugten See in den Raumgeworfen sind, dann soll es wohl so sei.
Und wenn du nicht glaubst das mir DAN in einer e-mail mitgeteilt hat das zum Thema Solotauchen-Buddytauchen keine Statistik geführt wird, ist das nicht mein Problem,ich habe sie im Rechner.
Schuldig bin ich keinem etwas, schon gar nicht Dir. Wo ich grade bei Dir bin, bist Du evtl. DIR-Taucher? Bei Deinem Fanatismus gegen Solotaucher könnte ich das fast glauben, die lassen auch keine andere Meinung zu!
Antwort von Detlef am 08.09.2003 - 22:57 @alle: ERSCHRECKENDES ERGEBNIS
Hallo, ich habe einfach mal die letzten 26 Tauchunfälle im deutsch-sprachigen Gebiet statistisch ausgewertet (3 Monate) und ich hoffe, daß mir auch keine Fehler unterlaufen sind (deshalb bitte ohne Gewähr und repräsentativ oder nicht, muß auch dahingestellt bleiben - der Aufwand ist ziemlich groß), aber ich finde es einfach nicht gut, wenn Solo-Tauchen hier als sicherer hingestellt wird. Für den einzelnen kann das sicherlich so sein, aber bitte nicht für die Masse und ich möchte das Solo-Tauchen auch nicht verurteilen.
Diese Mail schreibe ich übrigens ein 2. Mal, ich weiß nicht warum meine erste verschluckt wurde.
TU240-265 07.06 - 07.09.2003:
26 Unfallmeldungen, davon:
4 Tote Solo-Taucher
11 Tote Buddy-Taucher
INSGESAMT 15 Tote
10 Unfallmeldungen ohne Tote, davon:
9 Buddy-Unfälle ohne Tote
1 Unfall, bei dem nicht klar ist, ob mit Buddy
2 Meldungen, die eigentlich kein Tauchunfall sind
Von allen gemeldeten Unfällen waren nur 2 Unfälle, bei denen beide Buddys verstorben sind!
Ich habe KEINE Unfallmeldung von Solo-Tauchern gesehen, die nicht auch beim Unfall leider verstorben waren. Bei einer Meldung war jedoch unklar, ob im Buddy-Team oder Solo getaucht worden ist.
Es lagen vor Unfallmeldungen (egal ob mit tödlichem Ausgang oder nicht):
19 Unfälle mit Buddy
4 Unfälle ohne Buddy (Solo)
1 unklar ob mit Buddy
2 Meldungen, die eigentlich kein Tauchunfall sind
DARAUS RESULTIERT:
19 Unfälle x (mind.) 2 Taucher = 38 Taucher
4 Unfälle x 1 Taucher = 4 Taucher
Von mind. 38 Buddy-Tauchern (oder mehr in Gruppe), die an 19 Tauchunfällen beteiligt waren, haben mind. 27 überlebt!
Von 4 Solo-Tauchern, die an 4 Tauchunfällen beteiligt waren, hat leider KEINER überlebt.
Zusätlich muß man sich mal die Gesamtanzahl von Tauchern vorstellen, die täglich tauchen im Verhältnis zu den leider immer wieder passierenden Unfällen. Noch schlimmer aber, daß Verhältnis von tödlich verunglückten Solo-Tauchern im Verhältnis zu den Buddy-Tauchern, denn ich rechne, daß nur wenige Taucher prozentual tatsächlich Solo-Taucher sind. Meine Schätzung vielleicht 3 % weltweit.
Ich habe mir die Unfälle durchgelesen und daraus eine Statistik gebildet. Wie gesagt, es können mir durchaus Fehler unterlaufen sein. Hier die Einzelauflistung:
KT = kein Toter bei Unfall / K = Toter bei Unfall / A = Alleine / B = Buddy
Antwort von Euronaut37 am 08.09.2003 - 23:32 "Der Taucher war mit Halbtrockenanzug, 15 Liter PTG nur einem Lungenautomaten ohne Oktopus und einem Jacket der Größe M (zu klein für seine Größe) ausgerüstet. Tauchte damit tief und wurde in 59 meter Tiefe gefunden.."
Ich tauche sowohl mit Buddy als auch Solo - aber mit so einer Ausrüstung tauche ich gar nicht..
Wer von euch ist eigendlich schon mal mit einem einmotorigen/düsigen Verkehrsflugzeug über den Atlantik geflogen ??? Oder bei Fallschirmspringen ohne Reserveschirm ? Was soll das ? Mit nur einer Flasche und nur einem Lungenautomaten und nur als ein Taucher auf über 50 Meter ??
Es gibt da so seit den 60iger Jahren so einen neumodischen Modebegriff aus der Raumfahrt.. Nennt sich Backup-Systeme oder so.. ziemlich egal um welcher Art zweiter Flasche es sich dabei handelt.. Betonnung liegt halt auf -> zwei Systeme.. ob nur Buddy, Pony oder Stage draufsteht ist eigendlich sekundär.
Antwort von BtL am 09.09.2003 - 01:01 Doppelt hält besser! Aus genau diesem Grund haben wir zwei erste Stufen im Nacken, einen Octo vor dem Bauch und genau aus diesem Grund nehme ich einen Buddy mit ins Wasser. Denn genau wie die filigrane Technik um mich rum kann auch ich als Mensch unter Wasser versagen, wenn die Physis zusammenklappt oder aufgrund einer heiklen Situation selbige mir psychisch aus dem Ruder läuft. Neben der Tatsache, dass Erlebnisse eigentlich am schönsten sind, wenn man sie mit jemandem teilen kann, ist mein Buddy in einem kritischen Moment mein Backup-System, welches mir hilft, wenn ich mir selbst nicht mehr helfen kann.
Natürlich, Panik ist ansteckend. Jede Gefahr, in der ich mich befinde, strahlt auch auf meinen Buddy ab. Jede Gefahr, die direkt oder indirekt durch ihn ausgelöst wird, betrifft auch mich. Aber rein recherisch ist die Wahrscheinlichkeit, dass wenn ich meinen klaren Kopf verloren habe, uns zumindest noch einer zur Verfügung steht, unendlich höher als wenn ich solo unterwegs bin.
Die letztendliche Entscheidung trifft sowieso jeder seiner persönlichen Philosophie entsprechend.
Vielmehr als das stellenweise bornierte Beharren auf orthographisch mehr oder minder gut präsentierten Standpunkten sollte hier die Unfallverhütung im Vordergrund stehen. Unfälle wie dieser oder der Beinahe-Unfall 265 sind grausame Beispiele dafür, wie Leichtsinn, Unwissen, Unvermögen, Selbstüberschätzung und Verantwortungslosigkeit unter Wasser individuell Situationen provozieren können, die schnell Gesundheit oder Leben kosten.
Ein kritisches Einschätzen der Fähigkeiten von Taucher und Material und ein dem angepasstes Tauchen in Planung und Durchführung sind wesentlich wichtigere Aspekte der Tauchsicherheit als die Frage nach Team oder Solo - denn kaum ein Unfall passiert aufgrund wirklich unvorhersehbarer Ereignisse.
Zunächst `mal Danke für die Auswertung, das nimmt dem Ganzen die hier ja leider übliche Polemik.
Die hier gefundenen Daten scheinen ja schon in die Richtung zu deuten, dass bei Solotauchern v.a. nach dem eigentlichen Zwischenfall niemand da ist, der die Rettungskette aktivieren oder Erste Hilfe leisten könnte.
Beim schon erwähnten Gleitschirmfliegen leistet sich der nationale Verband ein eigenes Sicherheitsreferat, dass ähnliche Statistiken führt und auch jährlich veröffentlicht. Dies hat sehr zur Entwicklung sicherer Geräte und besserer Ausbildung beigetragen.
Wäre vielleicht auch bei der Taucherei unabhängig von den Verbandskonflikten eine gute Sache.
Kabe
Antwort von alex am 09.09.2003 - 18:36 @soni
"wie soll ich jetzt darauf antworten?"
am besten gar nicht. lass es einfach.
Antwort von ,TAUCHTROLL am 09.09.2003 - 19:44 Danke Jungs
Ich glaube es ist alles gesagt, sonst sind wir im Neuenjahr noch dabei.
Tschau
Antwort von Detlef am 09.09.2003 - 20:49 @Detlef: keiner da, der mich verurteilt hat, die Statistik auszuwerten - ooooh - vielleicht kommts ja noch
Gruß
Detlef
und immer gute und sauber Luft UND NIE einen Unfall
da verteile ich `mal Lob, und schau nicht richtig...
Die Statistik, auf die sich mein Beitrag oben bezieht, war natürlich nicht von Christian, sondern von Detlef!
Zerknirschte Grüße und allen - ob mit Buddy oder ohne allzeit unfallfreies Tauchen
Kabe
Antwort von Iris am 11.09.2003 - 08:41 mmmmmmmhhhhhhh,
Statistik hin oder her, es muss jeder für sich selbst einschätzen, wie weit er gehen kann !
Sicherlich spielt hier auch das eigene Gewissen eine große Rolle ???!!!; zumindestens sollte man sich dessen bewußt sein, wenn man eine Familie hat, die durch solche Selbstüberschätzung vielleicht noch in eine finanzielle Notlage gerät.
Ich selbst tauche seit 5 Jahren, bin verheiratet und habe 2 Kinder und tauche prinzipiell nicht allein!!
Zwar hast Du mit der eigenen Gewissensentscheidung sicher recht, und auch den Hinweis auf die Verantworung gegenüber anderen finde ich wichtig und richtig.
Wenn aber eine Statistik zumindestens zeigt, dass die Chance eines Solotauchers, einen Unfall nicht zu überleben, dramatisch höher ist als die eines verunfallten Tauchers, der mit Buddies unterwegs ist, dann sollte das die eine oder andere Entscheidung schon beeinflussen.
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