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Foren - Tauchunfälle - Taucher in Ueberlingen vermisst




  

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Taucher in Ueberlingen vermisst
Abgesandt von Jessica am 21.04.2002 :

Überlingen - Zu einem tödlichen Tauchunfall kam es in den späten Abendstunden am Donnerstagabend im Bodensee vor dem Bodenseeufer beim Minigolfplatz. Zwei Taucher, 37 und 35 Jahre alt, hatten nach Mitteilung der Wasserschutzpolizei in Höhe des Minigolfplatzes einen Tauchgang bis in eine Wassertiefe von rund 70 Metern unternommen. Aus bisher noch unbekannter Ursache verloren sich die aus Spaichingen stammenden Tauchpartner. Ein Taucher führte dabei einen erfolgreichen Notaufstieg durch. Danach löste er einen Notruf aus. Eine sich in der Nähe befindliche Streife der Wasserschutzpolizei konnte die entsprechenden Maßnahmen starten und koordinieren. Die eingesetzten Kräfte der Feuerwehr, des Deutschen Roten Kreuzes und der DLRG konnten den Vermissten nicht finden. Der andere Taucher befindet sich in stationärer Behandlung, eine Lebensgefahr besteht Polizeiangaben zufolge nicht. Nach dem vermissten Taucher suchten gestern Spezialkräfte der Polizei mit einer Unterwasserkamera. Die Suche wurde am Nachmittag wegen starken Wellenganges allerdings abgebrochen. Sie soll am Montag wieder aufgenommen werden.

Quelle: Suedkurier (Hier klicken)



Antwort von Jessica am 21.04.2002 - 19:52
Aus 70 Metern Tiefe nicht mehr aufgetaucht



SPAICHINGEN/ÜBERLINGEN (hin) - Tauchunfall in Höhe des Minigolfplatzes vor Überlingen Donnerstagnacht: Während sich ein 35-jähriger Spaichinger retten konnte, wird sein 37-jähriger Kamerad vermisst. Die Wasserschutzpolizei musste gestern die Suche wegen Seegangs vorübergehend einstellen. Sie geht davon aus, dass der ältere Taucher tot ist.

Die Spaichinger hatten einen Tauchgang bis in eine Wassertiefe von rund 70 Meter unternommen. In 73 Metern Tiefe sahen sich der 35- und der 37-Jährige um 22.30 Uhr ein letztes Mal - dann verloren sie sich aus bisher noch unbekannter Ursache. Der jüngere Taucher absolvierte erfolgreich einen Notaufstieg und löste einen Notruf aus. Die Wasserschutzpolizei nahm mit Kräften der Feuerwehr, des Deutschen Rotes Kreuzes und der DLRG sofort die Suche nach dem Vermissten auf. Doch die Arbeit mit der Unterwasserkamera, die über ein 120 Meter langes Kabel verfügt und mit Hilfe eines Motors einen 60 mal 50 Meter großen Seebereich im Scheibenwischersystem absucht, musste gestern vorübergehend eingestellt werden. "Die Kamera sprang wie ein Ball hin und her", sagte Wolfgang Holzinger von der Wasserschutzpolizei in Überlingen.



Der 35-Jährige ist inzwischen wieder aus dem Krankenhaus entlassen worden. Mit mehr als 100 Tauchgängen gilt er als erfahren - wie auch sein vermisster Kamerad, der den Tauchlehrerstatus hatte. Die Wasserschutzpolizei geht davon aus, dass technisches Versagen "eher nicht die Unfallursache ist", so Holzinger. "90 Prozent solcher Unfälle sind auf menschliches Versagen zurückzuführen. In vielen Fällen wird mit der Tiefe zu großzügig umgegangen. Erfahrene werden eher unvorsichtig. Das ist auch in anderen Sportarten so."



Der Tiefenrausch, so Holzinger weiter, spiele ab einer Wassertiefe von 40 Metern eine Rolle. Es kommt zu Stickstoffübersättigung. Holzinger: "Das unterschätzen viele." Auf 70 Metern Tiefe betrage der Druck acht Bar pro Quadratzentimeter. "Die Atmung wird ungeheuer schwer", erklärt Holzinger: Es werde mehr Luft umgesetzt, die sich entspanne. Dadurch entstehe Kälte, das Pressluftgerät vereise unter Umständen. Zum Vergleich: Für Polizeitaucher ist in einer Tiefe von 20 Metern Schluss.



In dem beliebten Überlinger Tauchrevier haben in den vergangenen zehn Jahren fünf Menschen ihr Leben gelassen.Der letzte Taucher war in Höhe des Minigolfplatzes im Dezember 2000 ums Leben gekommen



Quelle: Schwaebische Zeitung (Hier klicken)
Antwort von Olaf am 21.04.2002 - 20:16
zum mitlesen
Antwort von erbsentaucher am 21.04.2002 - 21:43
Wenn se met de Pressluft under wechs wan schlache ig den douten fürn Darwin Award foor.
Antwort von Tauchlehrer Andy am 22.04.2002 - 03:57
Wer weiss wie der überhöhte Sauerstoffpartialdruck
sich ab einer bestimmten Tiefe auf das Nervenzentralsystem auswirkt?
Viele wissen es gar nicht,wo bei jedem Taucher seine Grenze ist.Viele Faktoren spielen eine
wesentliche Rolle.Tauchunfälle gibt es leider mal
und die Ursachen sind meistens nachher Vermutungen.Mein Motto ist:Taucht immer unterhalb der Grenzen und ein gewisses Risiko wird meistens v..........!
Antwort von Harro am 22.04.2002 - 08:05
Auch wenn es natürlich eine Tragödie ist, aber um 22:30 in 73m Tiefe? Mit gut 100 Tauchgängen erfahren? Dies grenzt meiner Meinung nach schon fast an Suizid. Noch wissen wir natürlich nicht, was genau passiert ist. Jedoch eine Unfallursache scheint wohl auch die Selbstüberschätzung zu sein. Es will mir einfach nicht in den Schädel, wie man derartige Tauchgänge machen kann. Das Leid haben die Angehörigen und der Buddy wird wohl sein Leben lang "etwas davon haben". Leider lernen einige nicht aus solchen Unfällen und es ist nur eine Frage der Zeit, wann es wieder passiert.
Antwort von Gunther am 22.04.2002 - 08:59
Wieder ein paar ganze harte Jungs, Nachttauchgang, extreme Tiefe etc., irgentwie kriegen die das mit den gesetzlichen Vorgaben bezueglich max. Tauchtiefe oder ein Tauchverbot für den Bodensee schon hin. Schade, wieder ein Stück Immage den Bach bzw. den Bodensee runter,
ansich sollte ich Mitleid haben, aber irgentwie kommt das Gefühl nicht so ganz auf.

Die Angehörigen tuen mit Leid!!

Gunther
Antwort von Uwe am 22.04.2002 - 09:45
Wieder ein Taucher an Selbstüberschätzung gescheitert?
Es ist tragisch, dass wieder ein Mensch sein Leben lassen musste - aber wie kommt so etwas zustande?
Ein Nachttauchgang auf 70m ??? Welchen Grund gibt es dafür... Kampftaucher werden woanders ausgebildet !
100 TG - ein erfahrener Taucher ? Ich selbst habe über 200 TG und zähle mich noch nicht dazu... Ich habe schon einige Extremtauchgänge im Kaltwasser gemacht, aber ein solcher Kamikaze-TG, der zu dem beschriebenen Unfall führte gehörte nicht dazu und wird es auch nicht geben. Warum müssen einige von uns den Bogen überspannen... naja dumme Frage - warum rasen Menschen auf der Autobahn mit Tempo 240 km/h... Das Problem ist bloß, das unser schönes Hobby so wieder ins Gerede kommt und das Tauchen im Bodensee auch.
Wenngleich ich die näheren Umstände und die Gründe für diese Aktion nicht kenne, kann ich solchen Leichtsinn nur verurteilen, der erneut großes Leid hervorgerufen hat.
Mein Mitgefühl den Hinterbliebenen.
Antwort von Micha am 22.04.2002 - 10:00
Mein Beileid gilt den Hinterblieben.

Alles andere ist schon gesagt. Es ist einfach traurig, dass es immer wieder Taucher gibt, die sich und andere ins Unglück stürzen.
Auch mit Mischgas sollte kein Taucher mit 100 TG einen Nachttauchgang in diese Tiefe unternehmen.
Druckluft gehört natürlich sowieso nicht in diese Tiefe.
Antwort von leuchtie am 22.04.2002 - 12:26
kleiner einwurf: auf 73m ist meistens ziemlich dunkel.. auch tagsüber.
und weitere kommentare laß ich jetzt. ich hab meine meinung ja schon mal zum ausdruck gebracht und wurde "nett" zurechtgewiesen
Antwort von Adam am 22.04.2002 - 13:38
ich finde nicht das die Taucher erfahren genug waren so was zu tun.
Wieso hat denn der Taucher einen Notaufstieg gemacht ???
Nur weil sein Buddy weg war ???
Er hätte ganz normal austauchn können und hilfe holen können.
Bei solchen TG´s sollte man vorher solche situationen geregelt haben. und nicht gleich einen Notaufstieg machen !!!
Ich mache das mit vielen buddys so, das wenn wir uns erlieren jeder dein TG zu ende taucht, ohne aufzusteigen oder nach einem zu suchen.

Mein Mitgefühl den Hinterbliebenen
Antwort von Gunther am 22.04.2002 - 13:56
Lieber Adam,
mit Dir werde ich niemals tauchen!!!
Wenn Du mich verlierst, ist es durchaus möglich, dass ich mit erheblichen Problem irgentwo hänge oder nach oben durchgeschossen bin. Wenn Du dann in Ruhe Deinen TG beendest und nach ner halben Std. oben bist, bin ich möglicherweis schon hin.
Es gilt doch allgemein als üblich, das man kurz (ca. 1Min.) sucht und dann einen sofortigen aber geregelten Aufstieg macht. Ich würde für meinen Buddy immer hoch gehen und Hilfe holen, oder schauen ob er oben treibt, vieleicht hat er ja einen noch halbwegs vernünftigen Aufstieg hinbekommen und liegt bewußtlos im Wasser, mit was Glück sogar richtig rum....
Tauch Du ruhig weiter!!
Gunther
Antwort von Adam am 22.04.2002 - 14:06
@Gunther

Du musst ja nicht mit mir tauchen.
Wir sprechen das VORHER ab was zu tun ist wenn wir uns verlieren.
Auserdem tauche ich soweiso lieber alleine.
Ein Buddy ist oft ein Risiko, manchmal werden sie sogar lästig !
Es spricht nichts dagegen das du 1 Minute wartest und dann deinen Auzfstig machst um nach deinem Buddy zu sehen.
Nur wenn es die 1-3 mal beim tauchen passiert dann hätte ich keine lust mehr abzutauchen ;O)
Antwort von TL Andy am 22.04.2002 - 14:19
Vor einem Tauchgang mit einem Buddy sollte man
sich mehr Zeit nehmen darüber zu sprechen(Tauchgang planen und sich daran halten) um
evtl.auftretende Probleme gemeinsam zu meistern.
Alleine weitertauchen? Unsinn.Immer Sichtkontakt
zu deinem Buddy halten.Wird die Sicht schlechter
oder Strömung kommt auf kann man sich auch einhängen.Man geht zu zweit rein und auch zu zweit raus.
Antwort von Gunther am 22.04.2002 - 14:38
Lieber Adam,
wenn ich meinen Buddy 2-3x pro TG verliere, mache ich was falsch. Bei uns bleiben wir so eng zusammen, dass wir auch noch reagieren können bevor es richtig los geht. Wenn einer erst mal durchgeht, sind 2-3 m schon zuviel.
Gunther
Antwort von Bingo-Bongo am 22.04.2002 - 16:57
@ADAMO:
du bist in der tat kein guter buddy und solltest deshalb lieber tatsächlich solo-tauchen. ich kenne solche "undefinierten" buddies wie dich: unkontrolliert und unberechenbar. mit solchen leuten zu tauchen macht keinen spass, und das dumme daran: man erkennt sie erst, wenn es einmal brenzlig geworden ist. bevor ich mit dir oder leuten deines kalibers tauche, tauche ich lieber solo, das ist sicherer.
zudem scheinst du einigen nachholbedarf in sachen tauch-theorie dringendst notwendig zu haben. ansonsten: viel glück weiterhin für dich (und deine buddies...)
Antwort von Schnorcheltaucher am 22.04.2002 - 17:15

Sehr viele Taucher tauchen in Deutschland auch heute noch in Tiefen von bis zu 80 Metern und mehr mit Preßluft.

Das Hauptrisiko stellt die Sauerstoffvergiftung dar. Ein Sauerstoffpartialdruck von 1.6 Bar (66 Metern) gilt als Sicher. Für kaltes Wasser und andere Faktoren sind jeweils 0.1 Bar für den max. PO2 abzuziehen.

Die 70 Meter wurden wahrscheinlich von der Presse aufgerundet.

In 70 Metern ist es nachts dunkler als am Tage, auch wenn die Sichtverhältnisse sicherlich eher bescheiden sein werden. Der Unterschied zu einem Tauchgang am Tage ist jedoch der, daß man bis zum Ausstieg Kunstlicht braucht. In vielen Gewässern kann man in 60 Meter auch ohne Kunstlicht am Tage etwas sehen und z.B. seine Instrumente ablesen.

Ein Nachttauchgang auf dieser Tiefe ist sicherlich ein Schmankerl für echte Tauchprofis.

Mit 100 Tauchgängen ist man nicht erfahren und sollte von derartigen Tauchgängen tunlichst die Finger lassen.

Allein der "Notaufstieg" des Überlebenden Tauchers zeigt, daß er mit der Situation überfordert war. Ein ruhiges und normales Austauchen wäre der Situation entsprechend angemessen gewesen. Keine Organisation verlangt, daß man in einer Situation mit verlorenem Buddy sich selbst in Gefahr bringen soll!

Der Notaufstieg ist sicherlich das Ergebnis einer Panik gewesen!
Antwort von St3fan am 22.04.2002 - 21:43
Also ich glaub das Dritte schnell mal von einem "Notaufstieg" berichten - wahrscheinlich is er eh ganz normal aufgetaucht.

Bei mir im Wörthersee is oft schon auf 20Meter finster - Dafür lässt sich der hartgesottene "KarawankenTaucher" aber von schlechter Sicht und Dunkelheit nicht weiter stören .

lG Stefan
cu @ Hier klicken
Antwort von Chris am 22.04.2002 - 23:07
100 Tauchgänge = Erfahren? niemals! Ich habe in meiner Tec-Schule schon Typen erlebt die prahlten was sie schon alles gemacht haben -auch solche mit 200/300TG`s-, bis sie wirklich mal in Situationen gerieten...... ich musste sie dann rausholen!
Aber irgendwann krepieren sie an ihrer eigenen Selbstüberschätzungen und wir haben hier im Forum wieder was zu lesen.....
Antwort von Adam am 23.04.2002 - 00:02
also nicht das man mich falsch versteht. wenn ich mit einem Buddy ins Wasser gehe dann richte ich mich immer nach dem schwächsten Glied in der Kette und bin dann immer für meinen Buddy da.
Aber es gibt halt viele Buddys mit den ich so tauche wie oben beschrieben.
Ich finde es auch nicht schlimm. Wenn beide damit eineferstanden sind dann spricht doch nichts dagegen !

Ein ist aber komisch.
wenn man so in dem TU Forum so liest. Passieren die meisten TU mit Buddy.

Das problem beim Buddy tauchen ist das man sich auf dem Buddy verläst und nicht auf sich !!!
Antwort von St3fan am 23.04.2002 - 00:12
Fein das ihr der Meinung seid, dass 100 Tauchgänge nicht viel sind, aber verunglückt ist der Tauchlehrer. Dieser hatte wahrscheinlich deutlich mehr als 100 TGs.

Das Erfahrungsgeplapper ist halt soch meist Wichtigtuerei ;).
Antwort von torsten am 23.04.2002 - 09:09
@Adam: Ist Dir bewußt, dass Dir Deine Absprachen nach einem Unfall noch einmal zum Verhängnis werden können und somit überhaupt nichts nützen.

Es existieren bereits rechtskräftige Urteile, in denen Taucherpartner von Unfallopfern für dieses Verhalten bestraft wurden. Auch wenn jeder Taucher mit mind. OWD "eigenverantwortlich" taucht, so hast Du, sobald Du höher brevetiert bist(oder auch nur mehr TG hast), eine Verantwortung gegenüber Deinem Buddy.

Gruss Torsten
by www.faszination-tauchsport.de
Antwort von Uwe am 23.04.2002 - 09:16
Es ist schon komisch - kaum wird hier ein neuer (leider trauriger) Thread geöffnet, artet die Diskussion immer in Beschimpfungen, Besserwissereien und Lobpreisungen des eigenen Könnens aus.
Ich denke genau das ist es, was beweist, dass eben viele Taucher gar nicht reif für Extremtauchgänge sind. Okay die Anzahl der Tauchgänge ist kein Indiz für den Ausbildungsstand, den 100 TG können auch 100 im Kaltwasser bei +40m sein. Aber wir sollten uns immer vor Augen halten, dass die meisten von uns Hobbytaucher sind. Die wenigsten von uns machen spezielle psychische Belastungstest oder Trainings in dieser Richtung. Und auch das Üben des Notfallmanagments kommt meineserachtens viel zu kurz. Den die Zahl der TG schützt vor Torheit nicht. Wenn es wirklich ein Tauchlehrer war, der leider dabei um`s Leben gekommen ist, dann ist es um so verwerflicher, das solche TG unternommen werden. Die Gründe dafür werden uns wohl verborgen bleiben. Es ist sicher nur ein kleiner Teil der (Freizeit)Taucher in Deutschland, die solche Gefahren auf sich nehmen. Ich denke die Schönheit und die Fazination des Tauchens beginnt nicht erst unterhalb von 40 Metern. Also Leute es liegt an jedem selber, solche Unfälle zu vermeiden. Wer Extremtauchen praktiziert, muss sich der Situation bewusst sein und sich 200% vorbereiten - sonst könnte es tragisch enden.
Gruß Uwe.
Antwort von Uwe am 23.04.2002 - 09:20
Ach ja - noch `ne Bemerkung.
Ich bin "bekennender" Buddytaucher und habe damit die besten Erfahrungen auch bei brenzligen Situationen gemacht.

Nochmal Gruß Uwe.
Antwort von Kasimir am 23.04.2002 - 09:41
Den Tauchgang alleine zu Ende tauchen falls man seinen Buddy verliert, ist natürlich totaler Dummfug. Weil es eben immer sein kann, daß er in Schwierigkeiten ist und Hilfe braucht. 1 Minute suchen und dann den Aufstieg einleiten ist die einzig richtige Maßnahme! Rechtlich gesehen ist ein Buddyteam eine Gefahrengemeinschaft in dem jeder einen Anspruch auf die Hilfeleistung des anderen hat, die von diesem vernünftigerweise erwartet werden kann. Dabei wird von einem TL natürlich mehr erwartet als von einem OWD, aber "den Tauchgang alleine zu Ende tauchen" ist unter keinen Umständen akzeptabel. Wer alleine tauchen will muss von vornherein Solotauchgänge machen.

Andrerseits: Ein Aufstieg aus 70m braucht seine Zeit. Von Nullzeit kann da keine Rede mehr sein, es gilt also Deko abzuhängen. Die Deko zu skippen um dem Buddy schneller helfen zu können ist natürlich auch Dummfug, denn da gibt es dann nicht mehr Opfer und Helfer, sondern 2 Opfer.

Antwort von Schnorcheltaucher am 23.04.2002 - 11:21

Ob der Verlauf des Unfall ein Beleg dafür ist, daß TL die schlechteren Taucher sind weil eben der TL nicht aber der Buddy überlebt hat sei mal dahingestellt.

Ich halte dies für eine sehr gewagte These!

IMHO hat der überlebende Buddy einen guten Schutzengel gehabt!

Vielleicht hat auch der verlorengegangene Buddy den TL in Schwierigkeiten gebracht und dieser hat eine "gefährliche" Suchaktion begonnen, die er mit dem Leben bezahlt hat.

Leider sind derartige Unfälle immer mit dem Makel der Caffeesatzleserei behaftet.

Das Einzige was man definitiv feststellen kann ist wohl die Todesursache:

Luftmangel mit anschließendem Ertrinken o.ä.?

Zum Thema Dunkelheit im Wasser:
Je heller die Funzel ist, die man verwendet, desto dunkler erscheint das umgebende Wasser!

Ich tauche meistens nur mit einer Minifunzel und schalte bei Bedarf die Hallogenfunzel an!

Nachts ist es ganz eindeutig in jedem Gewässer, unabhängig von der Wasserqualität, noch dunkler als an einem Tag mit strahlendem Sonnenschein, wenn die Sonne am Mittagshimmel steht. Das ist eine einfache, jedermann bekannte Binsenweisheit.

Von daher stellt Nachttauchen immer eine zusätzliche Herausforderung dar. Wenn man dies dann auch noch in 70 Meter Tiefe plant, dann sollte man sowohl körperlich als auch geistig einiges vertragen können.

Insbesondere ist eben erschwerend, daß die Sicht nichtmal dann erheblich besser wird wenn man flacheres Wasser erreicht! Selbst wenn man die Oberfläche durchstößt ist es eben noch dunkel!

Der Argumentation, daß es unerheblich ist, ob man einen derartigen Tauchgang am Tage oder in der Nacht durchführt kann ich mich daher nicht anschließen.

Leider kann man an Hand der gegebenen Fakten gar keine vernünftige Diskussion über diesen Unfall führen, da wir nicht wissen mit welcher Art Ausrüstung bzw. welchem Atemgas die beiden Taucher unterwegs waren.


Antwort von Christoph Hellwig am 23.04.2002 - 11:31
@Kasimir:
lieber ein kribbeln in der Schulter als ein weiterer TU mit tödlichen Ausgang. Klar das ist immer von den Dekozeiten abhängig, aber meiner Meinung nach kann man die Deko im Notfall auch mal extrem kürzen.
Christoph
Antwort von Gunther am 23.04.2002 - 11:49
Hai,
ich weiß das Eis wird jetzt sehr dünn auf dem ich bin, aber es gibt die so genannte Nachgeholte Dekozeit, die würde im Notfall erlauben kurz 1-2 Min. aufzutauchen, alarm zu schlagen und dann auf die Dekostufe wieder abzutauchen. Nachts ist das natürlich so eine Sache ob man jemand sieht, den man ansprechen kann, wieder ein Grund gegen einen Extrem-NachtTG. Allerdings, muß jeder wissen wie weit er seine Gesundheit riskiert um jemanden Anderem zu helfen. Und ich bin weit davon entfernt eine entscheidung für die eigene Gesundheit und gegen die Hilfe zu kritisieren.
Gunther
Antwort von Kasimir am 23.04.2002 - 11:52
@Christoph:
Das Problem ist, dass kein Mensch weiß, wie weit er seine Deko abkürzen kann, ohne schlimmere Symptome als Taucherflöhe zu haben. Eine Kürzung der Deko ist völlig unaktzeptabel. Für diese Problematik gibt es nur eine einzige Lösung: Wer Dekotauchgänge plant, braucht Helfer an der Oberfläche, die im Notfall eingreifen können. Alles andere ist lebensgefährlicher Leichtsinn.

@Schnorcheltaucher: 100% Zustimmung
Antwort von Adam am 23.04.2002 - 12:10
@ Thorsten
Ich habe mich mal auf nen Buddy verlassen und wurde auf über 40 Meter verlassen als ich in Not war.
Seit dem hat sich das mit dem Buddy erledigt.
Ich würde mich NIE wieder auf nen Buddy verlassen !!!
Für mich ist jeder Tg ein Solo. Mit oder ohne Buddy !
Antwort von benni am 23.04.2002 - 12:35
@Gunther
Ich stimme vollkommen zu. Wenn ich meinen Buddy vermisse werde ich bestimmt nicht meine volle Deko absitzen um dann wahrscheinlich viel zu spät Hilfe holen können. Es kommt natürlich auf die Dekostufe an. Die tieferen auszulassen wäre glatter Selbstmord aber beim 6m kurz Auftauchen und Hilfe zu rufen ist kein Problem. Und hier hat Kasimir natürlich vollkommen recht. Ein an der Oberfläche wartender Helfer ist hier absolut nötig. Weil was bringt mir das Risiko der verkürzten Deko wenn ich keinen habe dem ich Bescheid geben kann was vorgefallen ist und wenn ich um 20:00 Uhr aus dem Starnberger See komm sind wir fast immer die einzigen Menschen im näheren Umkreis.

@Schnorcheltaucher
Hast vollkommen recht was den Unterschied zwischen Nacht und Tag Tauchgang betrifft. Die letzten 15m in totaler Dunkelheit oder in grünem Licht ist schon ein heftiger Unterschied.

Ich glaube ein großes Problem ist das die Leute die hiesigen gewässer oft unterschätzen und meinen, was im Roten Meer relativ einfach zu bewerkstelligen ist geht auch hier locker von der Hand. Ich hab das schon mal gehört ("Boah die 40 waren ja gar kein Problem, daheim gehn wir dann mal noch ein bissl tiefer.") Kein scheiss erst vor 2 Wochen am Rückfulg aus Ägypten mitbekommen. Dass ein Problem auf 15m in einem deutschen See schon weitaus gefährlicher werden kann als auf 35 in einem warmen Meer mit guter Sicht bedenken bzw. wissen viele nicht. Es gibt viele die brutal aufgerödelt in die Seen wanken, ihre Ausrüstung nicht richtig beherrschen aber meinen die gleichen TG`s wie im Urlaub machen zu können.

Dass der Verunfallte und sein Buddy zu dieser Sorte Taucher gehören möchte ich aber hier auf keinen Fall unterstellen.

Mein Beileid den Angehörigen

benni
Antwort von Uwe am 23.04.2002 - 13:04
@benni
Im Großen und Ganzen *zustimm*. Aber Tauchen im Roten Meer und im Bodensee sind zwei verschiedene Paar Schuhe. Wer zum Beispiel, als nicht so gut konditionierter Taucher, im Roten Meer in richtige Strömung gekommen ist, der sehnt sich ganz schnell nach seinem ruhigen und überschaubaren Baggersee...
Ich denke, dass beim Tauchen in tropischen Meeren die Faktoren für entspanntes Tauchen und damit für keine aufkommende Panik gegeben sind. Wärme, Licht, gute Sichtverhältnisse und meist stressfrei Vorbereitung des TG sind halt angenehm.
Bei einem TG, wie dem im Bodensee, ist die Schwelle zur auftretenden Panik wesentlich geringer. Kälte, Dunkelheit, schlechte Sicht eventuell stressige Vorbereitung sind uns allen bekannt. Durch die höhere Strapazierung der Geräte und der damit verbundenen Möglichkeit eines Defektes (z.B. LA/Vereisung) sind natürlich Auslöser für eine Panik gegeben. Wer von uns vermag zu sagen, wie er sich auf 70m verhält, wenn dort irgendetwas Unvorhergesehenes geschieht. Da kann man sich noch so gut vorbereiten - wenn das Gehirn kurzschließt ist es schwer ruhig zu bleiben. Ich versuche auch mental manche Situationen durchzuspielen, aber richtig trainieren kann man es im Sporttauchbereich wohl nicht. Wohl dem, der sich in jeder Situation unter Kontrolle hat. Wenn das jeder könnte hätte Deutschland genügend Kampfschwimmer...
Auf alle Fälle bin ich auch der Meinung, das bei solchen TG Partner an Land von Nöten sind, die im Ernstfall schnell Hilfe holen können. Denn was wäre passiert, wenn der Notaufstieg des zweiten Tauchers in einer Bewusstlosigkeit geendet wäre - wie schon erwähnt - ein zweites Opfer, weil es niemand bemerkt hätte.
Fehler machen wir alle - bloß lernen sollten wir daraus... solange es noch geht!
Antwort von cosmic am 23.04.2002 - 13:12
z.mitlesen
Antwort von Micha am 23.04.2002 - 15:55
Warten wir mal ab, ob noch was zu den Gasen etc gesagt wird.
Antwort von Micha am 24.04.2002 - 07:27
Ein am Bodensee lebender Taucher sagte mir, der Tote haette eine Monoflasche gehabt, einen Nasstauchanzug und natuerlich nur Pressluft.
Man haette Ihn inzwischen aus 74m geborgen...
Wenn das stimmt, sollte man beide fuer den Darwinaward nominieren.
Antwort von Guenter Friedrich am 24.04.2002 - 09:30
@micha
Der Tote hatte eine Monoflasche?????
Und - er hatte laut Zeitungsbericht "TAUCHLEHRERSTATUS"???? Was für Tauchlehrer gibt es un Deutschland.

Solche Tauchgänge grenzen an Wahnsinn. Beachtet man nur, daß in 70m Tiefe ein Po2 von 1,68 herrscht. Luft ist doch ein recht nettes Gas für Selbstmörder - aber dann noch einen Buddy mitnehmen - Soviel zum "TAUCHLEHRERSTATUS" - ich hoffe, die noch lebenden denken nicht so wie der Verunglückte.
Antwort von tomcat am 24.04.2002 - 10:18
Ich finde, dass der TL hat richtig gehandelt hat!
Gruss an alle Blasenmacher
Antwort von Juepo am 24.04.2002 - 10:45
Was ist an einer "Mono_Flasche" so außergewöhnlich?? Zwei getrennt absperrbare 1. Stufen sind ja wohl gang und gebe. Wenn der verunglückte allerdings nur eine 1. Stufe verwendet hat, ist das schon eher gefährlich. Außerdem ist der Buddy im "TL-Status" nicht der verunglückte. So hab ich das verstanden.
Antwort von Deep Air Sucks am 24.04.2002 - 10:49
ich sag nur DEEP AIR SUCKS!!!!
Tragisch dass dies immer noch nicht überall so gesehen wird!!!
Antwort von Micha am 24.04.2002 - 10:52
@Juepo
Der Gasvorrat ist bei einer Monoflasche einfach zu klein und viele kommen gar nicht an Ihre Ventile.
Antwort von Guenter Friedrich am 24.04.2002 - 11:09
"Mit mehr als 100 Tauchgängen gilt er als erfahren - wie auch sein vermisster Kamerad, der den Tauchlehrerstatus hatte. Die... "

Sagt der zweite Bericht. Also hat der Verunfallte den TL Status - und wenn`s anders herum wäre würde ich das noch schlimmer finden, denn jemanden mit 100 TGen bei einem Nachttauchgang auf 70m mit zu nehmen, das ist schon eine Leistung; als TL wäre das in meinen Augen grob fahrlässig und strafbar.
Ist denn jetzt schon geklärt, ob die beiden Luft hatten? - Ich denke ein 3mix Taucher hat keine Monoflasche!?
Antwort von Schnorcheltaucher am 24.04.2002 - 13:14

Einen derartigen Tauchgang mit einem Monogerät und Preßluft durchzuführen ist unnötiger Leichtsinn!

Wir leben nicht mehr in den 60`iger Jahren, wo Tauchgeräte und Helium unerschwinglich waren!

Heute kann man in jedem Kuhdorf eine weitere Flasche leihen, die man sich notfalls wie eine Stage vorne ans Jacket hängt. Dazu bedarf es kaum mehr als einem Ende (Stück Seil) und einer großen Schlauchschelle und zweier Karabiner.

Es ist falsch verstandener Geiz oder falsch verstandener Heldenmut oder was eher zutrifft Sorglosigkeit, die manchen Taucher dazu bringt solche Tauchgänge mit einem Monogerät zu machen!

Angst hat auch nur der, der um die Gefahren weiß! Mir wäre mein Leben jedenfalls immer die 20 EURO Wert, die eine geliehene Flasche z.Zgl. Automaten kosten würde, wenn ich sie leihen müßte.

Die meisten Taucher kennen die Grenzen des Tauchens nicht und genaugenommen kennt diese niemand! Jedoch gibt es einige bekannte Größen wie z.B. PPO2 und Probleme der Expositionszeiten von Sauerstoff bei einem bestimmten PPO2. Mit derartigen Begriffen kann aber ein Preßlufttaucher gar nix anfangen und Leute die nur in Foren wie diesem etwas lesen und glauben etwas verstanden zu haben, die laufen u.U. schnell in eine tödliche Falle!

Die Sache ist ziemlich komplex daher würde ich empfehlen bei einem erfahrenen Mischgastauchlehrer mehrere Kurse zu belegen, die dazu befähigen tief zu tauchen.

Im Normalfall muß man sich mit PPO2/ Expositionszeiten etc. gar nicht belasten, da die Preßlufttauchtabellen und die allgemeinen Vorschriften für das Sporttauchen dieses im Prinzip "implizit" enthalten. Sprich: taucht man in den Grenzen des Sporttauchens gibt es keinen Grund sich mit der Problematik zu befassen.

Das Problem ist, daß man eben die Gründe dafür, weshalb es im Sporttauchen Grenzen gibt kaum zu hören bekommt. Es ist eben nicht nur der Stickstoff interessant aber da im Normalfall eben der Stickstoff Sporttauchgänge limitiert und nicht der Sauerstoffpartialdruck muß sich ein Sporttaucher keine Gedanken über den Sauerstoffpartialdruck machen, so lange er nicht mit Nitrox taucht oder aber Tiefen jenseits der 40 Meter anstrebt und plant Dekotauchgänge zu machen!

Die Frage warum man mit Sporttauchausrüstung nicht tiefer als 40 Meter tauchen sollte kann von kaum einem Tauchleher korrekt beantwortet werden.

Kaum ein Tauchlehrer kann z.B. ein absolute Grenze wie eben die 66 Meter für Preßluft nennen und vor allem begründen.

Der Punkt ist der, ließe man die Leute bis 66 Meter tauchen, dann müßten sie sich in jedem Fall mit den Expositionszeiten von Sauerstoff befassen. Taucht man nur bis 40 Meter und bleibt innerhalb der Nullzeiten, dann kann man diese Problematik vernachläßigen.

Die Wissenschaftler, die die Tauchtabellen für das Sporttauchen entworfen haben haben sich meist auch etwas dabei gedacht.

Behaupte ich mal.

Leider sagen sie nicht alles was sie wissen und glauben darauf verzichten zu können, um eben die Taucher nicht zu sehr zu verwirren.

Es ist eben nicht nur der Tiefenrausch oder der Stickstoff. Wenn man die Grenzen jedoch nur so erklärt, dann stellt ein Taucher der immer tief taucht und dies vielleicht auch noch mit einem Dekompressionscomputer macht schnell fest, daß das Quatsch ist.

Aber was er nicht weiß und ihm sein Preßluftcomputer auch nicht sagt: Der PPO2 und die Expositionszeiten werden dann u.U. auch relevant und die berücksichtigt kein Preßluftcomputer!


Also sollte man auch andere physiologische Gründe angeben, weshalb es bestimmte Grenzen im Tauchsport gibt. Das würde aber die Komplexität der Ausbildung unnötig erhöhen.

Was sich im Einzelnen da abgespielt hat wissen wir nicht und können wir nichtmal erahnen, da wir nichts über Atemgase, Größe der verwendeten Flaschen und vor allem die Todesursache wissen.

Vielleicht hat der TL ja als er seinen Buddy verloren hatte nach ihm gesucht und dann einen Herzkasper gekriegt, als er gewiß war, das er ihn nicht wiederfinden würdem, weil er glaubte ihm würde niemals sein Buddy abhanden kommen!

Es gibt so viele Möglichkeiten. Tiefenrausch der dazu geführt hat, daß er Zeit und Raum vergessen hat. Ausfall der Lampe. Eine defekte Maske kann einen Taucher in 60 Metern bei Nacht auch umbringen aber genau so gut kann auch einfach der Atemregler vereist sein, was man im Anschluß an einen solchen Tauchgang gar nicht mehr rekonstruieren kann. Automat vereist in 60 Meter nach einer Suchzeit des TL von 10 Minuten und die 12 Liter Flasche ist in 30 Sekunden komplett ausgeleert.

Was steht dann in der Presse? Taucher ertrunken, Flasche leer. Warum das passiert ist wird letztendlich niemand herausfinden.

Aber was sicher ist:

Solche Unfälle sind mit der richtigen Ausbildung und Ausrüstung fast vollständig vermeidbar. Gegen einen Herzkasper oder menschliches Versagen ist jedoch kein Kraut gewachsen!


Antwort von leuchtie am 24.04.2002 - 13:16
@micha: präzisier deine aussage besser mal. in ner mono16 is leider doch mehr als in ner doppel7. aber das nur so am rande.

@deep air: wahrscheinlich lehnst du dann auch druckkammerfahrten mit Luft ab? nachdem das ja das einzige ist bei dem du konsequent position beziehst. aber dazu hab ich mich ja schon geäußert.
Antwort von Schnorcheltaucher am 24.04.2002 - 15:15

Es mag sein, daß in einer Mono 15 Liter mehr drin ist als in einem DG mit 7 Liter! Es geht dabei nicht um die Luftmenge!

Mir wäre eine DG mit 1 Liter weniger Pressluft bei einem solchen TG lieber als ein Monogerät.

Wenn man zwei Buddeln hat, dann kann auch nur eine einen totalen Gasverlust erleiden, sofern diese nicht mit einer offenen Brücke verbunden sind!

Weiterhin kann man ja auch DG 10, 12, 15 oder 20 Liter tauchen.

Für einen derartigen TG ist unter derartigen Umständen ein DG angezeigt. Das mag in klarem Wasser am hellen Tag anders sein aber in dem Fall wäre es bestimmt klüger gewesen.

Bei einem TG kann man nie zu viel Atemgas haben aber zu wenig Atmegas kommt häufig vor!
Antwort von Gunther am 24.04.2002 - 15:31
Hallllllllo,
für die wenigen Details, legen wir uns aber mächtig ins Zeug......

Es ist doch möglich, das der TL bei dem merh oder minder erfolgreichen Versuch seinem Buddy zu helfen ums Leben gekommen ist. Vieleicht sogar mit dem Gedanken im Hinterkopf, dass er als verantwortlicher den Bogen überspannt hatte.
Der Buddy sieht dann seinen TL auf halben Weg
absinken, nach dem er ihn vieleicht aus einer tötlichen Situation gerettet hat und bekommt Panik. Hätte ich dann auch.
Das er dann einen Notaufstzieg macht, was auch immer dies in diesem Fall heißt, ist für mich verständlich. So vom Sessel aus hätte ich es dann auch besser gekonnt, aber wenn ich da unten gewesen wäre??

Wie gesagt, auch so hätte der Unfall ablaufen können, als keinen verteufeln ohne zu wissen was genau war. Immer dran denken, dass wir nur Zenarien diskutieren, und das ist auch gut so

Gunther
Antwort von Uwe am 24.04.2002 - 16:10
@Gunther

...hätte, wenn und aber...
Das ist alles sehr hypothetisch. Ich denke der Grundtenor dieses Threads ist doch - es hätte nicht soweit kommen müssen, wenn man bestimmte Grenzen nicht überschritten hätte. (hmm, auch hätte und wenn..)
Man kann sicherlich bestimmte Grenzen ausloten, aber bei manchen Grenzen kann es tötlich enden. Dessen sollte man sich ganz genau bewusst sein.
Und ich denke gerade ein TL ist sich dessen bewusst. Von daher ist es sträflich, auch andere in diese Gefahr zu bringen, wie auch immer die Tragödie in der Tiefe abgelaufen sein mag.
Meine Meinung - als Sport-und Hobbytaucher sollten wir den "Ball flach halten" um uns und andere nicht erhöhten Gefahren beim TG auzusetzen. Das auch bei 20m Tiefe etwas schiefgehen kann, ist mir schon bewusst, aber solche TG`e, wenn sie überhaupt durchgeführt werden müssen, erfordern ein hohes Maß an Vorbereitung, Erfahrung und Verantwortungsbewusstsein. Aber ich will den verunglückten Tauchern nicht unrecht tun. Im Prinzip hat Gunter recht - solange keine näheren Umstände bekannt sind, lässt es sich leicht reden.

Gruß Uwe
Antwort von benni am 24.04.2002 - 16:36
Ich denke man sollte auch nicht so auf dem TL rumhacken ohne die genauen Umstände zu wissen. Weiß denn jemand ob die Tiefe überhaupt so geplant war oder aus welchen Gründen die beiden so tief tauchten. Vielleicht gab es ja schon vorher einen Zwischenfall der die beiden erst auf 70m brachte. Aber wie schon gesagt alles Spekulation.
Antwort von Micha am 24.04.2002 - 17:58
Es geht ja nicht ums verteufeln und rumhacken, sondern um "Spekulationen" was man anders/besser machen koennte.
@Leuchtie, also mit ner Doppel-7 auf 70m waere auch gewagt !
Antwort von benni am 24.04.2002 - 19:58
@Micha
Schon klar. Ich meinte einfach dass die meisten Beiträge ein "unverantwortlich", "wie kann man nur", "Darwin Award" usw. beinhalten. Die Möglichkeit dass keiner Schuld hat, dass sie vielleicht nur bis 40m o.ä. tauchen wollten und die 70m nur durch einen oder mehrere Fehler erreicht wurden wird fast vollkommen ausser acht gelassen. (Dass jemand fröhlich grinsend sein Jacket leermacht und nach unten paddelt hab` ich selber schon gesehen, nur als Beispiel).
Dass man über solche Unfälle diskutieren soll und muss wollt ich gar nicht bestreiten.
Antwort von Ralf Fricker am 25.04.2002 - 12:18
Der Unfall ereignete sich nicht in 70m sondern in 50m.
Aber auch 50m sind zuviel.
Nur zur berichtigung!!
Antwort von Uwe am 25.04.2002 - 13:44
Tja dafür, dass die Sachlage immer noch nicht ganz klar zu seien scheint (siehe Kommentar Ralf), haben wir aber schon eine Menge spekuliert in diesem Thread.
Ich glaube richtig aufklären kann das nur der gerettete Taucher. Vielleicht liest er irgendwann dieses Forum und kann uns dann berichtigen.
Für mich wäre es wichtig, erstmal die richtigen Fakten zu wissen. Gab es in der örtlichen Presse schon neue Meldungen dazu?

Gruß Uwe
Antwort von Jessica am 25.04.2002 - 17:13
Nein, nichts in der Presse. Ich verfolge das, wie immer, taeglich weiter.
Antwort von Werner Hassel am 25.04.2002 - 17:15
Ich zitiere " Ein Taucher führte dabei einen erfolgreichen Notaufstieg durch. " Geil aus 70m das ist ein Kerl der hatts drauf !!!! Was ich auch Cool finde TAUCHLEHER sind auch nur Menschen wie ihr und ich äh ich meine wie Unerfahren zu Sehr erfahrenen TL. äh oder so Ich dachte TLs sind ALLE Götter denen sowas nie passiert, zumindest geben sich viele so.
MFG Werner Hassel
Antwort von claudio am 25.04.2002 - 17:30
was soll daran so schwer sein?? Wenn man aus dem Wasser schiesst muß man sich nur so drehen dass man beim erneuten Eintauchen bzw. Aufschlagen ins Wasser sich nicht das Genick bricht.
Nein mal im Ernst ich kapier den Beitrag nicht ganz. Natürlich sin TL`s auch Menschen, was hast du gedacht? Nein, sie werden nicht aus toten NAVY Seals zusammengeschraubt.

Hmm, ich dacht hier gehts um sachliche Unfallanalyse...
Antwort von leuchtie am 25.04.2002 - 17:35
@claudio: diesen glauben hab ich in diesem forum schon lang aufgegeben. es geht meiner meinung nach prinzipiell um schuldzuweisungen.
Antwort von PADI TL am 25.04.2002 - 17:38
Mal was anders: Ist der Verunfallte schon gefunden worden?
Antwort von benni am 25.04.2002 - 17:40
Mein Reden...
Warten wir mal ab bis es was neues gibt.
Antwort von Micha am 25.04.2002 - 17:41
Ja, er waere aus 74m geborgen worden...
Antwort von Elli am 25.04.2002 - 23:04
zum Lesen
Antwort von Taucher-Jörg am 26.04.2002 - 13:05
...ich habe selber auch schon einen Nachttauchgang auf 35/40m gemacht. Ja, ja, ich weiß, soll/darf man eigentlich nicht. Ich hatte jedoch einen Buddy mit dem ich schon einige Tauchgänge an der Stelle gemacht habe. D.h. wir sind beide mit der Stelle sehr vertraut. Unsere Ausrüstung ist auch so wie sie sein sollte: also zusätzlich Blinker, Backup-Lampe,etc.
Das tolle an dem TG war, daß an der Stelle eine wahnsinns super Sicht war. Die Sicht hat man tagsüber nicht, weil die Stelle sehr beliebt ist und es immer wieder Taucher schaffen Sedimente aufzuwühlen und die Sicht gegen 0m bringen.
Was ich damit sagen will, ist, wenn man den TG entsprechend plant, die Stelle wie seine Westentasche kennt, der Buddy i.O. ist und auch die Ausrüstung für einen Nacht-Tg angepaßt ist, warum sollte man nicht so tief gehen (vorausgesetzt es ist natürlich der erste TG an diesem Tag)?
PS: 70m mit Preßluft ist für mich schon tagsüber selbstmörderich.
Antwort von Gunther am 26.04.2002 - 13:20
Hallo nochmals,
nochmals die Anmerkung, vieleicht wollten die ja gar nicht so tief...
Schönes Wochenende an alle
Gunther
Antwort von Klaus am 26.04.2002 - 16:04
Der Mann der überlebt hat arbeitet mit mir in einer Firma. Wir waren sehr geschockt als wir das gehört hatten. Ihm geht es körperlich gut doch er leidet selisch sehr.Heute ist von dem verstorbenen die Beerdigung und er ist mit der ganzen Familie dort. Sie tun mir alle leid aber wie schon all die anderen es gesagt haben es musste nicht sein so spät noch zu tauchen
Antwort von Jessica am 27.04.2002 - 09:40
Überlingen - Der seit dem vergangenen Donnerstagabend vor dem Bodenseeufer vermisste Taucher wurde gestern gefunden und von den Beamten der Wasserschutzpolizei tot geborgen. Er wurde mit einer UW-Kamera und unter Mithilfe von Polizeitauchern geortet. Entdeckt wurde die Leiche in einer Tiefe von 79 Metern. Die grosse Tiefe erforderte eine aufwendige Bergungsaktion. Der Mann war zusammen mit einem anderen Taucher beim Minigolfplatz in den Bodensee gestiegen und hatte einen Tauchgang bis zu einer Tiefe von 70 Metern unternommen. Aus nicht geklärten Gründen verloren sich die beiden Männer aus den Augen, wobei einer der beiden einen erfolgreichen Notaufstieg unternommen hatte.

Quelle: Suedkurier
Antwort von Dirki am 27.04.2002 - 13:43
Gibt es jetzt eigendlich Anhaltspunkte, wie das Unglück eigendlich genau geschehen ist, das wäre nach den ganzen Spekulationen ja echt interessant.

Mein Beileid den Angehörigen des Opfers.
Antwort von Jessica am 27.04.2002 - 14:36
Eine (nicht bestaetigte) Meldung besagt, einer von beiden habe Grundkontakt gehabt und somit gemulcht...
Antwort von Danzer am 27.04.2002 - 18:30
Mein Beileid den Hinterbliebenen.

Schade das durch solche TU´s das Tauchen fast nur mit negativen Schlagzeilen aufwarten kann.

Und ich muß sagen der Tauchplatz ist schon am Tag anspruchsvoll.
Ich tauche jetzt seit 2 Jahren und fast nur im Süsswasser aber mir haben die 35m am Posparkhaus / Minigolfplatz schon gereicht, ich habe den Tauchgang abgebrochen bzw. auf das Austauchen bestanden.
Aus dieser Erfahrung heraus ist es für mich bei Tageslicht schon unbegreiflich auf 70m zu gehen geschweige denn bei Nacht.

Ich hoffe der gerettete Buddy kommt über den Schock hinweg.
Nochmals mein Beileid an alle Beteiligten.
Danzer (Karsten)
Antwort von Uwe am 29.04.2002 - 10:11
Normalerweise sehe ich solche Foren auch dazu, dass man aus Fehlern anderer lernen kann.
Zum Glück hat ein Taucher den TG überlebt. Dieser könnte ja zur Aufklärung der näheren Umstände beitragen. Damit wäre die Möglichkeit gegeben, das alle diejenigen, die daraus lernen WOLLEN, das auch können.
@ Klaus
Vielleicht ist der gerettete Taucher und dein Arbeitskollege irgendwann in der Lage, nachdem er die Vorgänge im Wasser realisiert und auch rekonstruiert hat, hier ein Statement abzugeben. Das wäre hilfreich, um ähnliche Vorfälle zu verhindern.
Bis dahin sehe ich keinen Grund hier weiter zu spekulieren.

Gruß Uwe
Antwort von deepnitrogen am 30.04.2002 - 11:21
zum mitlesen
Antwort von Martin am 04.05.2002 - 21:42
Manchmal muß ich mic fragen,warum man solche Tauchgäge überhaupt machen muß
Antwort von Adam am 04.05.2002 - 22:12
Die Frage ist nicht warum sondern wie man solche TG´s machen muss ;O)
Antwort von Martin am 04.05.2002 - 22:36
Für Sporttaucher ist die obere Grenze normal 40 m, oder ist dies falsch?
Antwort von Olaf am 04.05.2002 - 23:20
Ich würde eher sagen, daß 40 Meter die untere Grenze sind, aber ich glaube, daß Du das gemeint hast, Martin...
Was im Endeffeckt aber auch nichts zur Klärung dieses Vorfalls beiträgt...

Gruß,
Olaf
Antwort von Adam am 05.05.2002 - 01:56
@ Martin

natürlich ist die Grenze bei 40 Meter.

Aber es gibt Leute die sich nun mal nicht dran halten.
Man MUSS die Grenze auch nicht einhalten ;O)
Ich kann mit Pressluft auch 70 Meter tauchen.
Dann tauche ich aber auf eigenes Risiko !

Wenn doch alle so perfekt wären dann würde es auch keine Autounfälle geben.

Es ist passiert und die Taucher haben das Pech, dass das ganze so ausgehen musste.

Die Frage warum sie so tief tauchen spielt keine Rolle.

Für uns ist es wichtig, den Verlauf aufzuklären und draus zu lernen, wie es nicht gemacht wird.

Antwort von Maximilian am 06.05.2002 - 20:11
Die Ansichten von DANZER finde ich sehr vernunftig.Wenn man so denkt und handelt ist man immer auf der richtigen Seite.Jeder muß selbst wissen wie weit er gehen kann,(oder wie tief)!Angst hat mit Feigheitheit nichts zu tun und ist nur ein Signal welches uns angeboren ist und das man unbedingt beachten muß weil es sonst zu spät sein kann.
Antwort von Gregor am 06.05.2002 - 22:24
Es ist doch erstaunlich, wieviele Besserwisser und "Tiefertaucher" es doch gibt. Daher erspare ich mir kopfschüttelnder Weise jeden weiteren Kommentar, denn soviel Schwachsinn und Besserwisserei auf eine Haufen habe ich schon lange nicht mehr erlebt. Leute, wenn ihr nur halb so schlecht taucht, wie ihr hier daherredet, solltet ihr schnellstens das Hobby wechseln, sonst seit ihr nämlich die nächsten Opfer...
Mein Beileid und Mitgefühl gilt auf jedem Fall dem überlebenden Taucher und den Angehörigen.
Antwort von Elmar am 07.05.2002 - 03:21
Amen !
Antwort von Kasimir am 07.05.2002 - 15:06
@Gregor: Zu den Stichworten Schwachsinn und Besserwisserei passt Dein Beitrag am allerbesten von allen. Ich begrüße es, daß Du Dir weitere Kommentare dieser Qualität ersparen willst. Du darfst auch gern den Kopf dabei schütteln.
Antwort von St3fan am 07.05.2002 - 15:59
Amen

Gregors Beitrag ist ein Widerspruch in sich ;)
Antwort von Schnorcheltaucher am 08.05.2002 - 11:54
@Gregor:

Wenn Du so tauchst wie Du schreibst na dann "Gute Nacht!".

Im Übrigen halte ich es nicht für Besserwisserei in einem solchem Forum nach einem derartigem Unfall darüber zu diskutieren wie man derartige Tauchgänge möglichst sicher gestaltet.

Ich tauche am liebsten nachts und ich genieße es sehr und mir macht es gar nichts ohne Licht im dunklen Raum dahin zu schweben und mich von den gigantischen Eindrücken, die man u.U. gewinnen kann, überwältigen zu lassen und am Liebsten mache ich derartige Tauchgänge allein. Weil man von niemandem abgelenkt wird sondern sich einfach wie ein Fisch treiben lassen kann.

Für mich gibt es nichts schlimmeres als Kindermädchen für einen Buddy zu spielen, der mich selbst in Bedrängnis bringt indem er durch seine Unfähigkeit Situationen schafft, die für mich nur schwer beherrschbar sind und mich obendrein vom eigentlichen Zweck zu tauchen abhalten. Ich will Genuß und keinen Streß mit Leuten, die weder ihre Höhe halten noch halbwegs geradeaus oder gar eine Geschwindigkeit halten können oder die glauben unter Wasser Weltrekorde im Streckentauchen ablegen zu müssen, dann plötzlich etwas sehen eine Vollbremsung machen und einem dann die Flossen voll in die Fresse hauen, daß es die zweite Stufe komplett zerlegt.

Wenn man allein taucht, dann taucht man nur durch den Dreck, den man selbst aufgewirbelt hat und man muß keine Energie verschwenden, um sich um sich um seinen Buddy zu kümmern.

Wenn ich allein bin, dann ist das Tauchen herrlich entspannend und wenn es dann auch noch Nacht ist, dann ist das der Höhepunkt des Tages.

Von daher ist es nicht so wie einige schreiben, daß man nicht nachts tauchen sollte. Wer sagt das? Nachttauchgänge sind einfach herrlich und wahrscheinlich allenfalls von Höhlentauchgängen zu überbieten.
Antwort von Adam am 08.05.2002 - 12:09
@ Schnorcheltaucher

Kann mich denen Komentar nur anschliessen !!!

Ader es ist zwecklos so etwas hier anzusprechen.
Viele denken nicht so weit.

Man darf doch nicht alleine tauchen gehen.
Du wirst aus böse bezeichtet.
Du bist dann der, der für die ganzen TU´s verantwortlich ist !

Ah ja... das beste Argument was kommt ist dann :

" aber was ist wenn du ein Problemm unter Wasser hast, dann ist doch keiner der dir helfen kann "

;O)

Antwort von Guenter Friedrich am 08.05.2002 - 13:57
@Schnorcheltaucher
@Adam
Schön, daß Ihr so wirklich gute Kerle seid.
Von wegen Diskussion was man hätte besser machen können. Diskussion über Sicheres Tauchen nennt Ihr beide das.
Ich bezeichne Selbsttests mit Luft auf 70m (na Adam) in keiner Weise als sicheres Tauchen - es gibt für solch ein Verhalten nur Spekulationen: Entweder, Du hast keine Ahnung und willst dumm sterben, oder Dir fehlt einfach das nötige Kleingeld um mit einem entsprechenden Gas solche Tiefen aufzusuchen. Hättest Du das ein einziges Mal gemacht, dann wüstest Du erst was Du mit Luft in der Tiefe für ein Risiko eingehst. Und das ist dann eine Diskussion über sicheres Tauchen.

Ich lese diese reizenten Kommentare nur noch, weil ich denke es könnten doch noch irgendwelche Fakten kommen, die über die Ursache Aufschluß geben.
Daß hier in diesem Forum eigentlich nur Einzelkämpfer ihr unschätzbares Wissen, wie man sicher alleine auf 70m rumtaucht, weitergeben, ist das schlimmste, was es bei so einem Unfall gibt.
Lange habe ich jetzt einfach still mitgelesen. Aber irgendwann überkommt es einen einfach und man muß zu so viel Schwachsinn einfach ein paar Zeilen schreiben.

@Schnorcheltaucher - Du solltest hier mal über Deine Ausrüstung beim alleine Tauchen berichten, Hast Du eine Boddystage, hast Du den Ausruck überhaupt schon mal gehört? Was machst Du denn, um den für Dich allzu unwichtigen Partner zu ersetzten - wie erreichst Du diese Sicherheit?

Alleine Tauchen ist kein Problem, aber die Probleme, die auftreten können, die sollte man dann auch vorher durchdenken und technisch lösen. Aber von weiterführender Ausbildung um solche Dinge sich anzueignen haltet ihr scheinbar nicht viel. Fakt:
Ihr könnt es besser, als die Anderen - richtig, IHr lebt noch - aber wenn man Tauchgänge sicherer machen will, dann sollte man darüber reden, wie man das macht und sich nicht prahlend hinstellen und sagen, daß man das macht.

Soviel zum Thema diskussion über sicheres Tauchen und 70m mit Luft.

Antwort von Gunther am 08.05.2002 - 14:16
Hallo Guenter,
bin fast Deiner Meinung.

Frage an die Redaktion, wie schaffe ich es, zu diesem Thema keine Mails mehr zu bekommen????

Ich will hier raus............

Gunther
Antwort von Adam am 08.05.2002 - 14:42
@ Guenter Friedrich

Ich weiss nicht, wie du drauf kommst hier irgendetwas über einen Selbsttest auf 70 Meter mit PL zu verbreiten !

Hier prahlt auch keiner weil er solo taucht.
Fakt ist, wenn die beiden Soloerfahrung hätten, dann müsste der Notaufstieg nicht sein ;O)

@ der andere Guenter

Du musst es doch nicht lesen. Lösch doch die Emails die zu dem Thema bei dir ankommen ;O)

@ an beide super Gunter´s

Es wurden hier gunug dumme Komentare abgegeben !!!


Antwort von Guenter Friedrich am 08.05.2002 - 16:21
@Adam
Hab` ich hier was verbreitet - oder hast Du gesagt, daß Du Lufttauchgänge auf 70m machst.
Testest Du damit nicht die Verträglichkeit eines po2 von 1,68 auf Deinen Körper? Wer nur einen Nitrox Basic Kurs hat, der weiß, was das bedeutet - und Du (Ihr) sprecht hier von Sicherem Tauchen - Tauch` weiter "Sicher" - und an alle Anderen, die mitlesen: "Nehmt die Vorschläge von Adam zum Sicheren Tauchen nicht ganz so ernst." Ein stinkeinfaches Nitrox Seminar wird Euch zeigen, was ich meine.
Ein echter Schwachsinn über geplante Lufttauchgänge auf 70m zu schreiben.
-und @Adam. DU kannst diese Diskussion mit mir gerne per Mail weiterführen ich werde hier zu solchen Kommentaren nur einmal Stellung nehmen. Das Forum sollte da einfach nicht belastet werden.
Du kannst ja gerne im TEC Forum eine Diskussion über das Thema beginnen, vielleicht antworten Dir dann Qualifizierte Tieftaucher. Die meisten werden sich bei so einem Unsinn raushalten.
Antwort von Maximilian am 08.05.2002 - 22:08
Du mußt nur etwas weiter unten "klick "machen dan hast Du Ruhe!
Antwort von Adam am 09.05.2002 - 00:20
@ Guenter Fridrich

Ich weiss nicht wie weit du informiert bist, aber man kann einen ppo2 von 1,68 auch z.B. auf 20 Meter erreichen.

Wenn ich mit meinen Kreisel unterwegs bin dann habe ich manchmal nen ppo2 von 1,7 auf 20 Meter.

Na ja... ich bin dir nicht böse... ich lese gerne Komentare von Leuten die Ahnung haben... da kann man viel lehrnen ;O)

wenn man unwissend ist dann sollte man den Mund nicht zu viel aufreissen.
Der Schuss kann auch nach hinten losgehen ;O)))
Antwort von Daigoro am 09.05.2002 - 00:28
Mein Beileid gilt den Angehörigen und dem Überlebenden. Ohne diesen Fehler selbst machen zu wollen, möchte ich feststellen, daß manche belehrenden Vorträge und Schuldzuweisungen in diesem Forum meiner Meinung nach weder zielführend noch taktvoll sind. Hier wird nicht über einen schlechten Film, sondern über ein reales Ereignis mit ECHTEN Opfern gesprochen. Gut Luft ALLEN Tauchern, ob allein oder mit Buddy!
Antwort von Uwe am 09.05.2002 - 01:09
@Daigoro

Absolute Zustimmung,
solche Streitereien gehören an den Kneipentisch und nicht in so ein Forum. Manche Leute Plustern sich auf wie die Truthähne. Ein bischen Pietät tut manchmal Not. Ich dachte wir diskuttieren hier einen tragischen Unglücksfall.
Wie sagt man immer - Thema verfehlt...
Ich hoffe wir erhalten noch eine sachliche Aufarbeitung des Unfallherganges, denn nur darum geht`s hier, oder?

Gruß Uwe
Antwort von Guenter Friedrich am 09.05.2002 - 20:41
@ Adam
Die Diskussion ist mir echt zu blöd. Auch mit dem Kreisel einen Po2 von 1,7 ist einfach Wahnsinn.
Bring` Dich um, wie Du willst, aber veröffentliche solche Einstellungen hier nicht auf der Liste.
Ein Po2 von 1.6 ist mehr als genug.

Keine weiteren Kommentare zu so einem schwachsinnigen Tauchen.
Antwort von Adam am 09.05.2002 - 21:54
@ Guenter Friedrich !!!

Ich denke auch, dass wir mit dem streiten aufhören und uns wieder dem Thema witmen sollten !

Was ich nur schade finde ist, dass man hier nicht einfach seine Meinnung sagen darf ohne gleich blöd angemacht zu werden.

Sich über so ein Kinderkram zu streiten ob die Grenze bei 1,6 oder bei 1,7 liegt, spielt doch hier keine Rolle !!!

Es ist kein Wahrnsinn mit ppo2 von 1,7 zu tauchen sondern ein "anderes" tauchen.

Gewisse Leute glauben hier mit Gewalt ihren Tauchstiel durchzusetzen zu mussen und gleich streit anfangen wenn sie auf einen treffen der anderer Meinung ist.

Wenn man keine Kritik abkann dann sollte man lieber die Bild Zeitung lesen und die Finger von Forum lassen ;O)

Wenn man agressiv veranlagt ist dann sollte man lieber einen anderen Sport ausüben !!!
Antwort von Sporttaucher am 10.05.2002 - 11:58
Lieber Adam,
nun bist Du aus dem Krankenhaus entlassen und hasst sehr sehr sehr viel Zeit über euren TG nachzudenken. Wer war euer Ausbilder? Die Tiefe und die Uhrzeit sagen alles. Jetzt fragst Du Dich Warum?? - leider zu spät - Du hast Deinen Kumpel auf dem Gewissen. Du musst Dich vor der Familie rechtfertigen - Du warst dabei - Du bist mit Ihm in diese Tiefe vorgedrungen...
Hierzu gibt es keine Entschuldigung.
Wünsch Dir noch, daß Dich Dein Gewissen jeden Tag einholt.....!
Antwort von Sporttaucher am 10.05.2002 - 12:02
Lieber Adam,
nun bist Du aus dem Krankenhaus entlassen und hasst sehr sehr sehr viel Zeit über euren TG nachzudenken. Wer war euer Ausbilder? Die Tiefe und die Uhrzeit sagen alles. Jetzt fragst Du Dich Warum?? - leider zu spät - Du hast Deinen Kumpel auf dem Gewissen. Du musst Dich vor der Familie rechtfertigen - Du warst dabei - Du bist mit Ihm in diese Tiefe vorgedrungen...
Hierzu gibt es keine Entschuldigung.
Wünsch Dir noch, daß Dich Dein Gewissen jeden Tag einholt.....!
Antwort von juepo am 10.05.2002 - 14:47
ich hab die letzten Kommentare einfach nur mitgelesen, und höre genau die gleichen "Tenöre" wie; " PADI oder CMAS oder SSI oder VDST oder oder oder." Alles sind sie die besten, und alle anderen taugen nix.
Viel sinnvoller wäre tatsächlich die gemeinsamen Erfahrungen produktiv zu diskutieren, um dann entsprechende Vorgehensweisen zu praktizieren.

Es werden trotz der ganzen Besserwisserei von uns, immer wieder solche tragischen Unfälle geschehen. Dieses Kindergartengeplänkel von Euch hilft letztendlich niemandem, schon gar nicht den Opfern.

@ Sporttaucher.
Ich an Deine Stelle wäre vorsichtig mit solchen Behauptungen, egal wer nun "Schuld" ist an dem Unfall. Du könntest genauso in eine Situation kommen ohne das Du was dafür kannst. Die Unfallursache ist meineswissens noch gar nicht geklärt, oder??
Sicherlich liegt kein Vorsatz des Buddys vor. Also warte lieber ab bis man letztlich weiß wie es passiert,bzw warum es passiert ist.
Antwort von Schnorcheltaucher am 10.05.2002 - 15:48
@Adam:

Was soll ich für Probleme unter Wasser bekommen wenn ich allein bin?

Ich könnte einen Herzinfarkt kriegen, ohnmächtig werden oder einen anderen biologischen Ausfall haben.

In beiden Fällen wird mir mit oder ohne Buddy wahrscheinlich der Lungenautomat aus dem Mund fallen und ich werde mit großer Wahrscheinlichkeit absaufen.

Wenn ich mit Buddy tauche habe ich mit den meisten Kameraden nur Stress! Zum einen weil sie anders wollen als ich, zum anderen sind sie oft nicht so erfahren und unsicher oder begehen fatale Fehler bei denen ich ihnen helfen muß. Ich war noch nie in einer Situation in der man mir helfen mußte aber ich war in den vergangenen Jahren mindestens 10-15 mal in Situationen wo ich anderen helfen mußte und davon waren zwei für den Partner lebensbedrohlich und er hätte ohne meine Hilfe nicht überleben können.

Einmal bin ich von einem Partner in eine lebensbedrohliche Situation gebracht worden, als dieser in einer stark befahrenen Seeschiffahrtsstraße unbedingt auftauchen wollte, weil sein Finimeter 50 Bar anzeigte. Ich konnte diesen Partner nur mit ziemlicher Gewalt daran hindern dies zu tun und ich wäre definitiv NICHT aufgetaucht, um meinen Buddy zu begleiten und mich von einem Motor-, Segelboot oder gar einem Großschiff umbrettern zu lassen.

Das zum Thema Buddytauchen ist sicher und entspannend. Selbst mir unbekannte Gewässer betauche ich lieber allein. Zum einen ist niemand dabei, der nach dem Tauchgang Frust darüer äußern kann, daß es langweilig war. Es gibt also für mich Solo keinen Gruppenzwang ich kann die Sache total relaxt angehen.

@Guenther Friedrich:

Was Du schreibst ist schlicht nonsens. Wer schreibt etwas von Selbsttests auf 70 Metern mit PPO2 von irgendwo?

Ich schreibe über entspanntes Tauchen und nicht über Selbstmord.

Was meine Ausrüstung anbelangt: Dazu kann ich pauschal gar nichts sagen. Bis 20 Meter würde ich immer eine mehr oder minder normale Sporttauchausrüstung verwenden. Allerdings mit wei Automaten. Redundante Auftriebskörper habe ich zwangsläufig, da ich immer mit Jacket und Trocki tauche.

Im Übrigen wirft meine Überlegung hier im Gegensatz zu der Klage die hier einige gegen TL losgetreten haben eben die Frage auf ob nicht vielleicht ein schlechter Buddy einen TL in Schwierigkeiten bringen kann.

Dann stellt sich mir die Frage woher Du wissen willst welchen Ausbildungslevel ich habe und wie viele Gedanken ich mir so um das Tauchen mache?

Mit meinem Statement zum Solotauchen habe ich nur ganz einfach ohne an irgendwelchen Details zu rühren klarstellen wollen, daß Solotauchen entspannter sein kann als das Tauchen mit Buddy und daß mir ein Buddy bisher noch nie geholfen hat sondern er mir immer ein Klotz am Bein war sowohl in physischer als auch psychischer Hinsicht.

Daß man für das Solotauchen auch geeignete Ausrüstung braucht und Vorkehrungen treffen muß versteht sich für einen denkenden Menschen von selbst!

Jedenfalls wenn ich mir diese Seiten so anschaue, dann stelle ich eines fest:

Fast alle Unfälle die hier reingestellt wurden sind im Buddyteam aufgetreten. In den meisten Situation war kein Buddy zur Hilfe und die Leichen wurden oft Tage später von Hilfkräften geborgen.

Wenn ich in meinem eigenen Umfeld schaue und das statistisch hochrechne, dann gehe ich davon aus, daß in Deutschland etwa 10-15% aller Tauchgänge Solo bzw. Pseudo-Solo gemacht werden. Der Anteil der verunfallten Solo-Taucher ist aber keineswegs bei 10-15% sondern der liegt eher bei 0%.

Antwort von Adam am 10.05.2002 - 16:14
@ Schnorcheltaucher

Wenigstens siehst du es von der vernünftigen Seite.

@ Sporttaucher

Wersthe nicht was du mir damit sagen willst.
Antwort von Peter "Pim" Immerz am 10.05.2002 - 16:40
Hallo, nachdem mehrere Benachrichtigungsmails bekommen habe, daß ich auf dieser Seite etwas gepostet hätte, will ich mich nun einfac