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Taucher stirbt bei Rettungsübung (Geraberg)
Abgesandt von Redaktion (HS) Registriertes Mitglied am 20.01.2013 - 17:17:

Am 19.01.2013 kan es bei Geraberg im Ilm-Kreis/Thüringen während einer Rettungsübung der DRK Wasswerwacht zu einem folgenschweren Unfall, bei dem ein 24-jähriger Mann verstarb.

Der Verunfallte wollte von einem ins Eis gesägten Loch zum nächsten tauchen und kam am Ziel nicht an. Er wurde von anderen Tauchern regungslos geborgen, die Hilfe kam jedoch zu soät, er verstarb noch am Unfallort. Die Kriminalpolizei Gotha ermittelt.

Danke an Jochen für die Meldung
Quellen:
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- neue Informationen zum Unfallhergang
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Antwort von h1o Registriertes Mitglied am 21.01.2013 - 12:28
Nach Meldungen war der Taucher mit der vorgeschriebenen Sicherungsleine gesichert, diese hat sich aber aus unklarer Ursache wohl geloest
Antwort von Sanne13 Registriertes Mitglied am 21.01.2013 - 12:22

Hier heisst es:

"...die Rettungsschwimmer sollten darunter durch tauchen....". War das teilweise tauchen in Apnoe - oder wie soll man das verstehen?


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Antwort von Taucherladen-online Registriertes Mitglied am 22.01.2013 - 22:57
Die Nachrichten über diesen tragischen Unfall gehen derzeit mehr in die Richtung dass hier nicht ein Rettungstaucher sondern ein Rettungsschwimmer verunglückt ist.
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Antwort von h1o Registriertes Mitglied am 23.01.2013 - 14:18
Ein Rettungsschwimmer, ohne Geraet, Apnoe allein unter Eis entspricht imho nicht den in der Wasserrettung ueblichen Sicherheitsregularien (DLRG, WaWa, OeWR...)



H1O

Mod: leicht modifiziert
Antwort von Galli68 Registriertes Mitglied am 24.01.2013 - 21:41
Sollte, egal um welche Übung es sich unter Eis handelt, nicht ein Sicherungstaucher komplett angerödelt vor Ort sein ?

Mod: leicht modifiziert
Antwort von Hans_S Moderator am 28.01.2013 - 16:40
Ermittlungen wegen fahrlässiger Tötung:

Die Behörden ermitteln derzeit, ob eine mögliche Pflichtverletzung beim Übungsablauf vorliegt.
Das Deutsche Rote Kreuz hat seinen Thüringer Kreisverbänden bis auf Weitere Eisrettungsübungen untersagt.

Quelle: Hier klicken
Antwort von Frank Z. Registriertes Mitglied am 29.01.2013 - 07:57
Obduktion: Rettungsschwimmer ist ertrunken

Quelle:
Hier klicken
Antwort von Steviepredi Registriertes Mitglied am 20.02.2013 - 16:33
Die Regularien der Wasserwacht sehen das Apnoe-Tauchen bei im Eis eingebrochenen Personen vor. Jedoch wird hier von einem einmaligen Eintauchen geschrieben, abgesichert durch Leine und max. 20 sec. Kein Tauchen von einem zu einem anderen Loch, die Orientierung ist unter Eis nicht gegeben. Somit sind die Ermittlungen wegen fahrlässiger Tötung (leider) berechtigt.
Antwort von ramklov Registriertes Mitglied am 22.02.2013 - 13:31
@ Steviepredi,

Sind die diesen Fall (Eis-Apnoe-Sicherungsfragen) betreffenden Regularien der Wasserwacht öffentlich (online) zugänglich?

gruß ramklov
Antwort von h1o Registriertes Mitglied am 22.02.2013 - 17:36
Hier finden sich Hinweise, wie nach Vorgaben der Wasserwacht bei Eiseinbruechen vorgegangen werden soll: Hier klicken

Wenn ich das lese, sollte man IMHO darueber nachdenken, ob das noch zeitgemaess ist



H1O

Rettung von unter das Eis Geratenen in stehenden Gewässern
Ist der Eingebrochene unter dem Rand des Eisloches verschwunden, so ist eine Rettung wesentlich schwieriger und der Erfolg höchst unsicher. Die Rettung kann dann nur durch Tauchen nach dem Untergegangenen UNTER ABWÄGUNG ALLER RISIKEN versucht werden. Ein derartiger Rettungsversuch bedarf allerdings einer sehr guten gesundheitlichen Verfassung sowie äußerster Willensstärke.
Hierbei müssen jedoch drei Grundsätze unbedingt beachtet werden:

1. Grundsatz: Der Retter taucht in voller Kleidung (ohne Schuhe), um einer Unterkühlung vorzubeugen.
2. Grundsatz: Der Retter muss durch eine kräftige Leine, die von einem zweiten Helfer gehalten wird, gesichert sein. Der zweite Retter hat darauf zu achten, dass sich die Leine nicht am scharfen Eisrand durchscheuert.
3. Grundsatz: Wenn der Taucher nicht mit Tauchgerät und Tauchanzug ausgerüstet ist, darf nicht länger als 20 Sekunden getaucht werden. Nach Ablauf dieser Zeit muss der Taucher (auch gegen seinen Willen) herausgezogen werden. Weitere Tauchversuche dürfen von demselben Taucher nur durchgeführt werden, wenn er einen Tauchanzug trägt. Ansonsten muss ein anderer Retter tauchen.
....

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