Dies ist das internationale Unfallboard von Taucher.Net. Falls ein dir bekannter Unfall hier noch nicht aufgeführt ist, schickt uns am einfachsten eine Mail.
Taucher stirbt durch Stromschlag Abgesandt von Oliver am 10.08.2006 - 16:44:
Danke an Weltenbummler für die Nachricht !
Ein 17 jähriger Junge aus der Gegend von Manchester ist am 9. August auf den Fischi-Inseln bei einem tragischen Unfall ums Leben gekommen. Er war für eine Umweltgruppe dorthin gefahren um an einem Projekt von Coral Cay Conservation mitzuarbeiten. Der Junge tauchte an der Tokoriki-Insel, als ein Sturm eine Stromleitung abriss und diese ins Wasser fiel.
Antwort von Weltenbummler am 11.08.2006 - 10:01 Hi,
Egal ob Salzwasser oder Süßwasser, für uns Menschen gilt immer: bei Gewitter nichts wie raus. Wasser ist nicht unser Element. Mal abgesehen von dem seltenen Fall direkt vom Blitz getroffen zu werden, fließt der Strom an Land durch das eine Bein rein und zum anderen wieder hinaus. Schrittspannung hin oder her, unser empfindliches Herz liegt dabei abseits und ist relativ gut geschützt. Im Wasser dagegen fließt der Strom durch den kompletten Körper, das Herz bekommt die volle Ladung ab. Kammerflimmern und Stillstand sind die Folge. Selbst wenn wir dann "nur" ohnmächtig werden, kommt eine weitere Tücke des feuchten Elements dazu. Unter Wasser können wir nicht atmen. Was uns an Land lediglich von den Beinen geholt hätte, bringt uns im Wasser um: wir ertrinken. Ob die Spannung von einem Blitz oder einer Stromleitung erzeugt wird, ist dabei egal.
Antwort von flasche am 11.08.2006 - 10:28 Die Frage von Telemarking wurde ja in einem anderen Forum schon diskutiert. Besonders tragisch finde ich, daß so ein Unfall leicht verhinderbar gewesen wäre:
1. Durch Vermeidung des Tauchgangs bei Sturm,
2. Durch etwas intelligentere Verkabelung oder Verschaltung (gerade wenn es sich um eine Stromleitung z.B. vom Schiff oder eine mobile Versorgungsleitung von Land handelte). Stichworte z.B. Schutzkleinspannung, oder falls höhere Spannung notwendig Schutztrennung:
Hier klicken Es gibt auch weitere Varianten.
Wasser und Strom in Kombination sind sehr oft gefährlich, Elektrobasteleien auf Schiffen sollte man unbedingt sein lassen.
Antwort von 28912 am 21.08.2006 - 18:45 Mit Veraub, aber das ist die groesste Versammlung von Falschmeldungen die ich seit langem gesehen habe.
Der arme Junge war zwar zum Tauchen auf der Insel, der Unfall ist aber nicht beim Tauchen passiert, sondern als er eine Waescheleine beruehrte, auf die die Stromleitung gefallen war. Daher sollte der ganze Thread hier eigentlich geloescht werden, oder?
Das unser Herz an Land abseits und geschuetzt liegt, unter Wasser aber die volle Ladung abbekommt ist Unsinn und ganz verkehrt. Vielmehr ist man unter Wasser so sicher vor Blitzschlaegen wie sonst kaum in freier Natur. Wer das nicht glaubt, sollte sich einmal fragen, warum nach einem Seegewitter keine toten Fische an der Oberflaeche treiben. Das Problem liegt darin, dass man irgendwann wieder hinauf muss, und als Schwimmer ist man tatsaechlich in Gefahr.
Wird man also tatsaechlich beim Tauchen von einem Gewitter ueberrascht, taucht man am besten moeglichst nahe zum Ufer oder zum Boot, um dann schnellstens das Wasser zu verlassen.
Zu sagen, es ist egal ob die Spannung von einem Blitz oder einer Stromleitung "erzeugt" wird, kommt etwa der Aussage gleich, es sei egal ob man seine Hand in einen Hausanschlusskasten steckt oder eine 1.5V Batterie in die Hand nimmt.
Auch wenn das jetzt schon sehr o.T. geht: Liebe Flasche, wie selbst in dem verlinkten Artikel steht, ist Schutztrennung nur fuer Niederspannung und einzelne Geraete anwendbar, daher fuer allgemeine Versorgungsleitungen ungeignet. Ebenso ist Schutzkleinspannung fuer eine oekonomische Energieuebertragung nicht geeignet.
"Elektrobasteleien" ohne das noetige Wissen sollte man ueberhaupt lassen, nicht nur auf Schiffen. Ansonsten ist nichts dagegen einzuwenden. Wasser und Strom in Kombination ist naemlich nicht gefaehrlicher als Strom und Erde, Feuer oder Luft. Sehr gefaehrlich ist dagegen Strom in Kombination mit Halb- und Pseudowissen.
Im uebrigen halte ich einen Tauchunfall durch eine heruntergefallene Stromleitung fuer etwa so wahrscheinlich, wie die Landung von Ausserirdischen auf dem Times Square.
Antwort von flasche am 22.08.2006 - 16:59 Liebe(r) 28912,
ich finde Polemik in diesem Zusammenhang für unangebracht. Deine Lesart und die Schlußfolgerungen treffen nicht zu, und herabfallende Hochspannungsleitungen sind im richtigen Abstand ebenso gefährlich, wie Blitze in einem etwas größeren Abstand; dafür sind Stromleitungen auf größerer Länge (nicht punktuell wie ein Blitzeinschlag) und langdauernder (nicht nur im Moment des Blitzeinschlages) gefährlich. Daß man Hochspannungsleitungen nicht per Schutzkleinspannung oder Schutztrennung sicher machen kann... das setzte ich als bekannt voraus. Ich sprach von Schiffselektrik oder z.B. Beleuchtung auf Stegen. Wasser und Elektrik sind in Kombination oft gefährlich, siehe Unfallstatistiken; z.B. bei Elektropumpen in feuchten (nicht einmal gefluteten) privaten Pumpenkellern. Feuer und Luft... also wirklich!
Übrigens wäre auch eine Quellenangabe zu deinen der Originalnachricht ganz widersprechenden Information sinnvoll. Vielleicht ist auch deine Information falsch? Vielleicht gab es 2 verschiedene Unfälle? Selbst wenn: Ändert es grundsätzlich was an der Diskussion zur Vermeidung möglicher Unfallursachen, wenn ein konkreter Unfall evt. doch mal anders ablief, als ursprünglich berichtet wurde?
Antwort von gunther am 24.08.2006 - 08:30 Hi,
ich möchte Euch bitte Polemik und Rhetorik einmal stecken zu lassen.
Schön wäre es wenn uns jemand die Auswirkungen von Blitzeinschlägen auf einen Taucher unter und/oder über Wasser erläutern könnte.
Bitte nicht böse sein, aber es werden bei diesem Thread nur noch Beiträge frei geschaltet die sich mit diesem Thema auseinander setzen.
Bitte auch einmal diesen thread lesen, dort steht auch etwas zu den Regeln für die Beiträge im Unfallforum:
Hier klicken
Grüße
Gunther
Antwort von flasche am 24.08.2006 - 13:32 @Gunther
Die Diskussion zu Auswirkungen von Blitzeinschlägen auf Taucher fand schon mehrfach statt. Zuletzt hier:
Hier klicken
Eindeutige Empfehlungen (außer: Tauchgang nicht bei Gewitter machen bzw. dann rasch beenden) sind wohl schwierig. Ich persönlich würde in normaler Tauchtiefe zum Ausstieg tauchen und möglichst rasch aussteigen, auch wenn die tatsächliche Gefahr wohl nicht besonders hoch ist (geringe Wahrscheinlichkeit des nahen Blitzeinschlags).
Gegen wegen Sturm oder wegen schlechter Elektroverkabelung unter Spannung stehende Metalleitern, Metallbrüstungen, Spanndrähte o.ä. kann man wenigstens teilweise im Vorfeld was tun. Natürlich ist man gegen ein nebenan herunterfallendes Hochspannungskabel machtlos (abgesehen vom Vermeiden der Nähe zu Hochspannungsfreileitungen bei Sturm, bzw. von der Vermeidung vom Bau von Hochspannungsfreileitungen in der Nähe dicht bewohnter und sturmgefährdeter Gebiete).
Antwort von 28912 am 25.08.2006 - 20:50 Liebe Flasche!
Nachdem meine vorige Antwort nicht durch die Zensur gegangen ist, beschraenke ich mich auf die gewuenschten Quellenangaben:
www.cdnn.info/news/safety/s060809a.html
Hier klicken news. bbc. co.uk/1/hi/england/manchester/4780143.stm?ls
Im uebrigen habe ich keinen Bericht gefunden, der angibt, dass der Junge beim Tauchen den Unfall gehabt hat. Darum nochmals meine Forderung: das ist eindeutig kein Tauchunfall, dieser Thread gehoert geloescht.
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