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Dies ist das Unfallboard von Taucher.Net. Falls ein dir bekannter Unfall hier noch nicht aufgeführt ist, schickt uns am einfachsten eine Mail.
Tauchertod im Binsfeldsee Abgesandt von Armin am 18.05.2002 :
Nur noch tot konnte am Freitagnachmittag eine 33-jährige Frau aus dem Binsfeldsee in Speyer geborgen werden. Sie war mit zwei weiteren Frauen auf Tauchgang. Staatsanwaltschaft und Kripo ermitteln.
Danke an Martin und Torsten für die Info.
Antwort von Martin am 18.05.2002 - 10:26 weis man inzwischen mehr???
Antwort von Maximilian am 18.05.2002 - 10:29 Noch nichts näheres bekannt.der Bericht stand in der Rhein/Neckarzeitung
Wer kann näheres zu diesem Tauchunfall berichten, da ich selbst öfters dort tauche, interrasiert es mich sehr? der Binsfelder See ist eigentlich ganz Easy Zubetauchen er weist absolut kein Schwierigkeitsgrad auf.
Antwort von Martin am 21.05.2002 - 07:55 So gestern wurde folgendes von den Ermittlungsbehörden bekanntgegeben. Es handle sich um keinen Tauchunfall. Die Taucherin erlitt einen Schlagunfall unter Wasser. Die Gründe sind noch unklar
Antwort von Petra am 21.05.2002 - 17:20 @ Martin, Du hast wahrscheinlich Schlaganfall gemeint. Von solchen Zwischenfällen hört man ja leider öfter, nicht nur bei Tauchern. Die Leute, die davon betroffen sind, haben ein offenes foramen ovale, das Thromben im Blut, die bei andern Menschen zu Lungenembolien führen können, nicht in den Lungenkreislauf sondern direkt ins Gehirn leiten.
Antwort von Maximilian am 21.05.2002 - 19:50 Ein Schlaganfall kann auch andere Ursachen haben,es muß nicht durch ein foramen ovale sein.
Antwort von Jensen am 21.05.2002 - 23:13 Es gibt viele Ursachen für Schlaganfälle, man sollte jedoch das Alter der Taucherin berücksichtigen. Schlaganfälle sind ja zu 85% durch Gefäßverschlüsse bedingt, zu 15% durch Blutungen. Im Alter der tödlich Verunfallten hat man normalerweise noch keine schweren Gefäßveränderungen ("Verkalkung") die dann zur Ablösung von Thromben und zum Infarkt führen; eine Embolie durch ein offenes Foramen ovale ist daher nicht unwahrscheinlich. Auch eine Gehirnblutung durch ein geplatztes Aneurysma(=Aussackung eines Gefäßes; oft angeboren, man weiß i.d.R. nicht, dass man sowas hat) wäre in diesem Alter denkbar im Rahmen einer kurzzeitigen erhöhten Anstrengung und gesteigertem Blutdruck; z.B. als Subarachnoidalblutung.
Antwort von Maximilian am 22.05.2002 - 00:05 Jensen hat sicher recht.Aber es gibt auch Ausnahmefälle die Gefäßveränderungen auch bei jüngeren Menschen hervorrufen.Übermäßiger Alkoholgenuß,besonders starkes Rauchen,Übergewicht usw.Das wir ja die bedauernswerte Verunglückte nicht kennen,sollten wir da auch nicht weiter bohren.Mein tiefes Mitgefühl den Angehörigen.
Antwort von Gerhard am 23.05.2002 - 16:32 Es wäre für die Gemeinschaft der rücksichtsvollen Taucher sicher von Interesse, zu erfahren, welchem Verband, resp. Tauchclub Timo angehört, der ja freimütig bekennt, öfters den Binsfeldsee zu betauchen. Zur Information: In Rhld.-Pf. besteht Tauchverbot. Nur an wenigen Seen regelt eine Gemeingebrauchsverordnung eingeschränktes Tauchen für LVST-Mitglieder oder Mitglieder des einen oder anderen Clubs. Für den Binsfeldsee herrscht generelles Tauchverbot. Allerdings kriegen die rheinland-pfälzischen Taucher immer wieder Ärger aufgrund der Tatsache, daß Wildtaucher die Gemeindevorschriften ignorieren.
Antwort von Taucher-Jörg am 23.05.2002 - 16:48 @Gerhard
Sorry, aber ist jetzt die arme Frau an einem Tauchverbot gestorben? Oder hat das generelle Tauchverbot den Hintergrund, daß der See zu gefährlich ist? Oder ist das Tauchverbot da, damit nur Vereinsmitglieder dort tauchen dürfen?
Antwort von Gerhard am 23.05.2002 - 17:39 Wenn man bedenkt, dass da ein tragischer Unfall geschehen ist, lassen sich Jörgs zynische Kommentare nur mit Bedauern zur Kenntnis nehmen. Ich bin der Meinung, dass durch die Missachtung der Tauchverbote in Rhld.-Pf. die gesamte Taucherschaft in Misskredit gebracht wird. Nicht nur das: Es ist Wasser auf die Mühlen jener, die am liebsten gar keine Pressluftflasche unter Wasser sähen. Wenn dann noch in diesem Zusammenhang ein Unfall geschieht, wird leider gerne von Nichttauchern pauschaliert und Sporttauchen als "gefährliche" Freizeitbeschäftigung stigmatisiert. Würden sich alle an das Reglement halten und ihren TG unter Vorlage des Brevets beim Verband oder jeweiligen Club anmelden, meine ich, dass solcherlei Vorkommnissen vorgebeugt werden könnte. Aber leider ist es bequemer, von der Autobahnraststätte aus einzusteigen, als ein mühsames Procedere vor dem TG auf sich zu nehmen.
Antwort von Boland am 23.05.2002 - 17:43 @ Gerhard
Wie können "Rheinland Pfälzische Taucher" Ärger bekommen, wenn ein generellesTauchverbot herrscht? Dann tauchen die ja auch wild.
Und wer sagt das die Wildtaucher nicht ebenfalls "Rheinland Pfälzische Taucher" sind? Erst mal an die eigene Nase fassen, bevor man andere beschuldigt. Du kannst in deinem Club wahrscheinlich einige finden, die schon in dem See waren...
Antwort von martin am 23.05.2002 - 17:45 Hallo gerhard,
ich stimme Dir vollkommen zu was die Geschichte mit den Tauchvorschriften betrifft. Trozdem sind DEine Aussagen in diesem speziellen Thread fasch am Platz:
1. War es kein Tauchunfall sondern ein Schlaganfall der überall passiern kann.
2. Warum hätte es der Taucherin nicht passieren sollen wenn Sie offiziel dort getaucht wäre.
Bitte verstehe mich nicht falsch.
Antwort von Boland am 23.05.2002 - 17:48 Ein Brevet hat noch keinen vor einem Tauchunfall bewahrt. Ich bezweifle, daß irgendjemand diesen TU durch Ausbildung, Vorbereitung oder ähnliches vorbeugen konnte. Sowas kann dir auch im Schwimmbad passieren...
Warten wir ab, ob noch mehr Infos kommen.
Antwort von Maximilian am 23.05.2002 - 19:28 Die Obduktion ergab,die Frau war krank.Sie bekam Krämpfe und ist ertrunken.Quelle:Regionalnachrichten SWR4 18ooh,heute.
Antwort von Adrian am 23.05.2002 - 23:25 Obduktionsbericht der toten Taucherin liegt vor
Die Obduktion der 33-jährigen Frau aus dem Landkreis Ludwigshafen, die am 17.05.2002 beim Tauchen im Binsfeldsee ums Leben kam, ergab, dass die Frau ertrunken ist. Dies meldet die Polizei Speyer in Berufung auf den Untersuchungsbericht des Instituts für Rechtsmedizin in Mainz, der am Donnerstagmittag veröffentlicht wurde.
Der Ertrinkungstod der Taucherin trat als Folge eines krampfartigen Zustands ein, der unter Wasser eintrat. Ursache für diesen tödlichen Krampf dürfte eine bestehende Vorerkrankung gewesen sein. Die Untersuchung der von der Frau benutzten und sichergestellten Tauchutensilien wurde inzwischen ebenfalls veranlasst.
(ronht)
RON - RHEINPFALZ ONLINE, Donnerstag, 23. Mai , 16:27 Uhr
Antwort von Petra am 24.05.2002 - 02:30 @adrian und maximillian.danke für die Info über die medizinisch festgestellte Todesursache... Krampfanfälle sind tragische Ereignisse, die UW Menschen zum Verhängnis werden können. Die Diskussion über legales oder illegales Tauchen finde ich hier völlig deplaziert, sie gehören in ein anderes Forum.......
Mein Mitgefühl ist bei den Angehörigen, die auch das hier alles über sich ergehen lassen müssen
Petra
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